Kaiserlich? Cesar’s Kartoffelsalat zum Finaleinzug.

Ein paar Strahlen Sonne reichen schon den männlichen Grillmeisterinstinkt zu wecken. So geschehen vergangenen Donnerstag, als es vermeintlich ein paar Grad wärmer war als gedacht. Das mir nach dem großen Sieg des BVB über die Jammerbayern ohnehin die Sonne aus allen Poren strahlte, hat den Effekt wohl noch verstärkt … doch was dazu machen? Ich entschied mich für diese schnelle Kartoffel-Salat-Variante, auf die Fährte brachte mich ein eingetrockneter Rest einer echten Cesar’s Salat Sauce vom vergangenen Wochenende.

Strahlt hinterher nicht mehr wie elf Borussen auf dem Rasen:

  • ein kleiner Topf
  • eine kleine Schale
  • ein Schneebesen
  • 2 Eßlöffel
  • Messer & Brett

Kommt rein (für 2) in die Startelf:

  • 6-8 Drillinge oder andere festkochende kleine Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4-5 Oliven
  • je 1 EL fein geschnittener Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und Kresse
  • 1 EL eingesalzene Kapern
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Senf (Dijon, was sonst?)
  • mildes Olivenöl
  • 3-4 EL frisch geriebener Parmesan
  • Pepe

Die Kartoffeln in der Schale kochen, bis sie durch sind. Währenddessen die Kapern wässern und ausdrücken, das Ganze mehrmals wiederholen, um sie auf ein erträglich salziges Maß zu bringen. Danach die Kapern (die ersetzen bei mir die Sardelle, da ich keinen Fisch vertrage) und den Knoblauch fein hacken und mit Eigelb, 1 EL Zitronensaft und Senf in der kleinen Schüssel mit dem Schneebesen vermengen und dann rührend tröpfchenweise Olivenöl hinzugeben, fast so als würde man Aioli anrühren. Sobald die Sauce andickt, den Parmesan drunter heben und bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft die Säure verstärken, dann die Sauce erstmal beiseite stellen. Bei mir wanderten übrigens so etwa 0.1l Olivenöl hinein, aber aufpassen denn zuviel Olivenöl führt dazu, das die Sauce zu scharf im Abgang wird (ich nehme für Aioli wenn überhaupt auch nur sehr wenig Olivenöl).

Die Kartoffeln mit kaltem Wasser abschrecken, wer mag macht die Schale ab, dann die Kartoffeln, je nach Größe, in Viertel oder Achtel schneiden. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, die Oliven in Scheiben schneiden und alles mit den Kräutern zusammen mit den Kartoffeln vermengen. Die Sauce darüber geben und nochmal ordentlich durchmischen, lauwarm zum Entrecôte servieren.

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stilvoll vom Rübenacker auf den Teller: Rübstiel

Kennt ihr noch euer Kinderlieblingsessen? Bei mir war es Rübstiel – auch wenn oder besser obwohl ich sonst dem Gemüse nicht wirklich zugeneigt war und zum Beispiel Kohl und Sauerkraut erst sehr viel später angefangen habe zu essen. Wenn ich an das Drama denke, wenn es (mal wieder) Mangold gab und meine Mutter mir immer weismachen wollte, der würde wie Spinat (den mochte ich) schmecken – heute weiß ich, das das nicht stimmt, und esse ihn trotzdem. Und Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, wie habe ich euch gehasst!

Aber Rübstiel habe ich immer geliebt. Rübstiel ist ein heute leider etwas in Vergessenheit geratenes Gemüse, vermutlich weil man die frischen Blätter weder transportieren noch lange aufbewahren kann – die Eigenschaften passen halt nicht in die heutige Auffassung der Nahrungsmittelindustrie. Gut, das es auf dem Bonner Markt wenigstens den ein- oder anderen brauchbaren Gemüsestand gibt. Man darf natürlich nicht einen aus der Betrüger-Gasse wählen, aber die würden sowas eh nicht haben, weil verdirbt zu schnell. Egal, jedenfalls konnte ich gestern nicht anders und habe ein gutes Kilo frisch vom Rübenacker erworben. Das Rezept reiht sich ein in meine Liste der Traditionsgerichte, denn so und nur so mache ich als Rheinländer Rübstiel, übrigens auch bekannt als Stielmus.

Mer bruche:

  • Messer & Brett
  • Kartoffelschäler
  • einen großen Topf oder tiefe Pfanne
  • einen kleinen Topf
  • Schneebesen und Holzlöffel
  • Muskatreibe

Mer tue erin:

  • 1 Kg Rübstiel
  • 2 große mehlig kochende Kartoffeln
  • 2 große festkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 0.1l Flüssigkeit (Wasser, Bier, Wein)
  • 60g Butter
  • 2 EL Öl (zum Braten)
  • 150ml Milch
  • 1 EL Mehl
  • Muskatnuss
  • 1 EL Dijon Senf
  • Pfeffer und Salz
  • wer mag: 1-2 Mettwürstchen, Lyoner, es geht auch Kasseler oder Bauchspeck

Die Kartoffeln schälen und in ca. 1cm große Würfel schneiden. Die Pfanne oder den großen Topf aufstellen, 2 EL Öl hineingeben und die Kartoffelwürfel bei mittlerer Hitze anbraten. Während die Kartoffeln bruzzeln, die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden, dasselbe achen wir mit dem Knoblauch.

Nach etwa 10 Minuten Zwiebel & Knoblauch-Würfel zu den Kartoffeln geben und einige Minuten mitschwitzen, dabei immer wieder rühren, dann etwa 0.1l Flüssigkeit hinzugeben.

Den Rübstiel gründlich waschen und von unten, also den Stielen angefangen, portionsweise in 4-5cm breite Streifen schneiden und nach und nach zu den Kartoffeln in die Pfanne geben und immer gut umrühren, ein bis zwei Minuten warten und die nächste Portion hinzugeben. So garen die Stiele etwas länger als die Blätter und durch das rühren löst sich Kartoffelstärke von den mehligen Kartoffeln und macht die Sauce später schön sämig.

A propos Sauce, die basiert auf einer klassischen Mehlschwitze: Im kleinen Topf Butter schmelzen, Mehl und Senf mit dem Schneebesen einrühren, Milch einrühren und mit Pfeffer, Salz und viel Muskatnuß würzen und beiseite stellen.

Sobald der Rübstiel komplett geschnibbelt in die Pfanne gewandert und dort gut mit den Kartoffeln vermischt wurden, geben wir die Sauce aus dem Topf dazu. Das Ganze lassen wir noch für 3-4 Minuten köcheln. Dann mit Pfeffer und Salz abschmecken, wer mag gibt jetzt seine Würste oder das Fleisch zum anwärmen hinein.

Ess Fäähdisch! Lecker un säähmisch!

Alles andere als brave Patatas: spanische Zitronenkartoffeln mit italienischen Kapern

Die Kartoffel ist ja bekanntlich eine Wahnsinnsknolle – und unglaublich vielseitig. Man kann sie im Pfälzer Saumagen genauso verarbeiten, wie als Pommes, Krokette, in Eintöpfen oder eben als eine Art Beilagensalat. Und nichts anderes ist das, was ich an diesem wunderbaren Frühlingswochenende gemacht habe. Abgeleitet von einem spanischen Rezept, aber die Kapern reklamieren ja eher die italiener für sich. Aber egal, schmeckt alles andere als langweilig und brav!

Und das schönste war: Es wurde draußen auf der Terrasse gekocht.

Contaminamos:

  • einen Topf
  • eine Schüssel
  • ein Glas oder eine Tasse
  • Unseren Zestenreisser und eine Zitronenpresse
  • Messer & Brett

Consumimos (para dos):

  • 6-8 kleine festkochende Kartoffeln
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 handvoll eingesalzene Kapern
  • 1 handvoll gehackte glatte Petersilie
  • 1 (Bio-)Zitrone
  • 1 EL Essig (Weißwein, Sherry oder Banyuls)
  • 7-8 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Die Kapern grob vom Meersalz befreien, das Salz kann im Topf zum Kochen der Kartoffeln verwendet werden. Die Kapern legen wir in einem Glas mit Wasser erstmal zum Entsalzen ein. Die Kapern nach einer Weile ausdrücken und das Wasser wechseln. Das Ganze machen wir so 3-4 mal, sonst sind die Kapern einfach zu salzig zum Essen. Währenddessen die Kartoffeln im Topf kochen bis Sie gerade eben durch sind.

Jetzt kommt die Zitrone ins Spiel: Wir ziehen rundherum einmal Zesten ab, die werden fein gehackt. Dann halbieren wir die Zietrone und pressen den Saft aus. Nun die Scharlotte und den Knoblauch in feine Würfel schneiden, Kapern hacken und mit Petersilie, Zitronensaft und -zesten, Scharlotte, Knoblauch, Essig und Olivenöl zu einer Vinaigrette vermengen. Die noch warmen Kartoffeln pellen und in dicke Scheiben schneiden, dazu geben, umrühren und noch lauwarm servieren. Dazu würde ein Stück gegrilltes passen, geht aber auch einfach so. ¡Hola!

 

warmer Kartoffel-Artischocken Salat mit Speck, Ruccola und Zitronen-Thymianbutter

+++ title says it all +++

Eine kleine lustige Nebenbeigeschichte: Die Idee entstand tatsächlich, weil ich in der Mittagspause in einem Netto schnell ein Brötchen holen war und die dort – völlig unerwartet – wunderschöne Artischocken für 0.79.-/Stück hatten. Das rumorte dann den Nachmittag über in mir, bis ich zu diesem Ergebnis gekommen bin.

Fazit: Das Rumoren hat Sinn gemacht.

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Wir versauen neben der kompletten Küche:

  • den Gasgrill
  • eine Pfanne
  • drei Töpfe
  • eine Käsereibe
  • eine Zitronenpresse
  • ein (kleiner) Schneebesen
  • Messer & Brett
  • ein kleines Küchenmesser
  • einen kleinen Teelöffel

Wir verarbeiten in der Küche:tmp_4883-DSC_0662-884661659

  • 6 Artischocken
  • 4-5 festkochende Kartoffeln
  • 2 Handvoll Ruccola
  • 8 Scheiben Pancetta oder Bacon
  • 1 Zitrone
  • 1 x 25g Butter & 1 x 150g Butter
  • 2-3 EL Olivenöl
  • ca. 50g Pekorino (oder Parmesan)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4-5 Zweige Thymian
  • 1/2 handvoll Petersilie oder Schnittlauch
  • Pepe e Sale

Verarbeitung:

Das dauert alles etwas, je schneller die Artischocken geputzt sind, desto weniger lange ;-). Die Komposttonne holen wir uns am Besten direkt neben den Arbeitsplatz, denn von den Artischocken bleibt nicht viel übrig, nachdem wir sie wie hier beschrieben geputzt haben. Die Artischockenherzen achteln wir und legen sie in den größten der Töpfe in Wasser, in das wir die Viertel der einen Zitronenhälfte geworfen haben.

Nun die Kartoffeln waschen, erst halbgar kochen und dann längs Vierteln und mit 25g Butter, einer zerdrückten und grob gehackten Knoblauchzehe und etwas Olivenöl in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rütteln braten. Währenddessen die Artischocken ca. 10 Minuten im Topf halbgar kochen, dann das Wasser abgießen. Während dieser 10 Minuten legen wir den Speck auf den Gasgrill und rösten in schön kross (geht auch im Ofen).

Die Artischocken zu den Kartoffeln in die Pfanne geben und einige Minuten mitbraten. In dieser Zeit das große Stück Butter mit der 2. gehackten Knoblauchzehe und den Thymianblättern in Topf 3 schmelzen, Hitze erhöhen und den Saft der 2. Zitronenhälfte dazu geben, mit dem Schneebesen kräftig einrühren und vom Herd nehmen.

Resultat: Zitronen-Thymian-Butter.
Geschmack: Unbeschreiblich.

Zusammenbau:

Zwei der Speckscheiben klein hacken und unter die Kartoffeln/Artischocken mischen. Alles auf zwei Teller verteilen und jeweils zu einem Berg schichten, ordentlich Ruccola darüber verteilen. Die Zitronenbutter drüber geben und mit fein geriebenen Pekorino bestreuen. Jeweils drei krosse Speckscheiben anlegen und am Ende die gehackten Kräuter (Petersilie und/oder Schnittlauch) oben drauf geben.

Wein:

Das Essen schreit geradezu nach einem Rosé. Ich hatte einen Sable-de-camargue, der ist für einen Rosé kräftig, mit für diese Region durchaus kräftiger Färbung. Und wenn man ganz genau schmeckt, dann bildet man sich ein, die Salznoten des salzigen Schwemmbodens der Rhone zu schmecken. Oder man tut es tatsächlich…

 

Eine Woche Codesprint im Südwesten des Kontinents – ein Resultat: „portugiesische Kohlsuppe“

Ich habe auf diesem Blog vor ca. 2 Jahren unter dem ersten Titel „Kochen für 13 – Kroatien Tag 1“ angefangen Rezepte aufzuschreiben. Damals waren wir mit der gesamten Firma in Kroatien auf internem einwöchigem Code-Sprint oder auch Klausurtagung genannt. Gestern, ziemlich genau 2 Jahre später, sind wir aus Portugal zurückgekehrt, wo wir in der vergangenen Woche selbiges Event ein paar Kilometer südlich von Lissabon gemacht haben. Mittlerweile mit 2 Firmen (der Fa. terrestris GmbH & Co. KG und mundialis GmbH & Co. KG) und wieder mit insgesamt 13 Leuten, wobei diesmal 3 Leute aus dem Team leider nicht dabei sein konnten.

Und auch dieses mal war ich als Geschäftsführer verantwortlich für das leibliche Wohl des Teams, damit sich jeder auf seine – selbst gesetze(n) – Aufgabe(n) konzentrieren konnte. Leider habe ich während der Woche nicht die Zeit gefunden, das alles aufzuschreiben, werde aber jetzt im Nachhinein anfangen das nachzuholen. Und einmal muß es in Portugal natürlich Kohlsuppe geben, aber da das Rezept nicht auf einem klassischen portugiesischem beruht, ist es in dem Sinne auch kein Klassiker. Aber geschmeckt hat es trotzdem (allen).

Kohlschnibbelei

Kohlschnibbelei

Wir brauchen an Gerätschaft für 13 (für ca. 3l Suppe). Leider sind die Mengen wegen des Kohls etwas schwer herunter zu dimensiionieren.

jetzt den Kohl andünsten

jetzt den Kohl andünsten

  • einen großen Topf (minimum 5l)
  • einen kleinen Topf
  • den Pürierstab
  • ein feines Küchensieb
  • Muskatreibe
  • Messer & Brett

Und das an Ingredienzien:

  • einen Kohlkopf (in Portugal gab es eine Art Spitzkohl, der tut’s auf jeden Fall), ca. 1.5 kg
  • 2 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 große – idealerweise – mehlige Kartoffeln
  • 1/3 Porreestange
  • 4 EL gehackte glatte Petersilie
  • ca. 1 kg Gemüse-Schnibbel-Reste (Möhren & Zwiebelreste samt Schale, Kohlstrunk, äußere Porreeblätter, Petersilienstengel, etc.)
  • 4-5 + 2 EL EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1/2 TL Safranfäden
  • etwas frisch geriebene Muskatnuß
  • Pepe e Sale
  • 1/3 l Weisswein
  • 2.5l Wasser
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Gemüse dünsten – aber Deckel drauf!

Zuerst wird das gesamte Gemüse geputzt, denn die Reste sind die Basis für unsere Brühe, die wir diesmal selber machen. Dafür die Gemüsereste (ohne Zwiebelschalen) samt einer plattgedrückten Knoblauchzehe in 2 EL Olivenöl einige Minuten im kleinen Topf anrösten und anschließend mit dem Tomatenmark tomatisieren. Das Ganze mit ca. 2 l Wasser ablöschen, 2 TL Salz, Knoblauch- und Zwiebelschalen dazugeben (insbesondere letztere geben dem ganzen schön Farbe) und für etwa eine Stunde im offenen Topf bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Solange wenden wir uns der Suppe zu.

Für die Suppe geputzte Karotten, Zwiebeln, Knoblauchzehe, Kartoffeln und Porree in feine Würfel schneiden. Den Kohl in Streifen schneiden (s. Bild oben) und erstmal beiseite stellen. Zuerst das Gemüse im großen Topf in 4-5 EL Olivenöl anrösten und mit dem Wein und ca. 1/2l Wasser ablöschen. Den Kohl dazugeben und mit etwas Muskatnuß, Pfeffer und Safran würzen und im geschlossenen Topf für ein paar Minuten dünsten. Anschließend die Brühe mit dem Sieb abseihen und dazu geben (geht auch direkt!), alles für etwa eine gute Stunde köcheln lassen. Anschließend die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren und ggf. noch mit Salz und/oder etwas Pfeffer abschmecken. Man kann die Suppe nun direkt heiß servieren oder später nochmal aufwärmen, das hat noch kaum einer Suppe geschadet.

Der Portugiese ißt die Suppe einfach mit Brot, aber Einlagen a la Croutons, feinem Speck, Würstchen oder was das Herz eben sonst begehrt sind natürlich erlaubt!

 

 

Solidarität mit einem vergessenen Sorgenkind: Greek Table

Es passiert ja gerade so viel in der Welt, das wir unsere größten europäischen „Sorgenkinder„, die Griechen schon fast wieder vergessen haben. Zugegeben: Es gibt aktuell drängendere Probleme in Europa, aber eines dürfen wir trotzdem nicht vergessen: Die griechische Küche! Die schmeckt nämlich auch abseits von Gyros!

von links oben im Uhrzeigersinn: Tzatziki, Souvlaki, Krautsalat, Brot

von links oben im Uhrzeigersinn: Tsatsiki, Souvlaki, darunter Zitronenkartoffeln, Krautsalat, Brot

Kappes schnigge

Kappes schnigge

Da ich sehr viele Utensilien benutzt habe, lasse ich die diesmal aufzulisten einfach mal weg. Und wie ich Tsatsiki mache, habe ich hier schon mal beschrieben.

Krautsalat

  • 1/2 Weißkohlkopf
  • 1 grüne Paprika
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 4 EL Vinaigre de Banyuls
  • 4 El bestes Olivenöl
  • 1/2 TL Kümmel
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • Pepe e Sale

Hobeln kann ja jeder, aber schneiden ist immer besser, da so der Saft besser im Gemüse bleibt. Daher schneiden wir den Kohl mit unserem Lieblingsmesser quer in ganz feine Scheiben, den Strunk schneiden wir vorher dreiecksförmig heraus.

Den Kohl anschließend in eine Schüssel geben, salzen und mit den Händen walken. Damit meine ich den Kohl richtig zu kneten und zu pressen. Dadurch bricht die Struktur auf und der Kohl nimmt Essig und Öl besser auf.

Die Paprika in feine Scheiben schneiden und mit Essig, Öl, Kümmel und etwas Pfeffer vermischen. Knoblauchzehe schälen, mit der flachen Messerseite zerdrücken und fein hacken, Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und beides unter den Salat mischen und den Salat am besten für einige Stunden kalt stellen.

Souvlaki

aufgespiesst das Schwein!

aufgespiesst das Schwein!

  • eine dicke Scheibe (ca. 3 cm) Schweinenacken, ideal in Bio-Qualität
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 Knoblauchzehe
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Reicht für 4 Spiesse. Gewürze und fein gehackte Knoblauchzehe mit Zitronensaft und Öl in einer Schüssel vermischen. Das Fleisch in 3×3 cm große Würfel schneiden und in die Schüssel geben und gut mit der Marinade vermischen. Das Fleisch jetzt für mindestens 2 Stunden marinieren. Anschließend auf 4 Holzspiesse aufspiessen und auf Holzkohle oder Gasgrill von jeder Seite einige Minuten grillen.

Dazu gibt es Zitronenkartoffeln:

  • 4 festkochende Kartoffeln (ich hatte Annabel)
  • Saft von 2 Zitronen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Oregano
  • Fleur de Sel

Die Kartoffeln waschen und in Spalten schneiden. In einer Auflaufform mit der fein gehackten Knoblauchzehe, Olivenöl, 1 TL Fleur de Sel und Oregano richtig gut vermengen. Dazu ruhig die Hände nehmen. Zitronensaft angiessen und Form mit Wasser befüllen, so das die Kartoffeln fast bedeckt sind. Kartoffeln für etwa 35-40 Minuten bei 180° backen.

Alles zusammen servieren, dazu einen kräftigen Rotwein, zum Beispiel ein echter Grieche: ein Nomis.

serviert ist

serviert ist

Nix fix für … fix mit frischen Zutaten: die schnelle Kartoffel-Riesling-Suppe

12h41, um 14h wollten wir doch los. Das Dede Abschiedsspiel im Tempel stand an und davor sollte ja noch ein Besuch in Fanshop und/oder Borusseum drin sein. Aber etwas zu Essen musste her, denn nur mit Stadionwurst wird man kaum satt. Also was machen? PfannkuchenPastaSuppeoderBrot? Es wurde Kartoffelsuppe, und der Pegel in der angebrochene Flasche Riesling  sank auch ein gutes Stück dabei.

lecker Suppe ohne fix für irgendwas

lecker Suppe ohne fix für irgendwas

Das brauchst du:DSC_0873

  • einen Topf samt Suppenkelle
  • Messer&Brett
  • einen Kochlöffel
  • Pürierstab
  • Muskatreibe
  • eine kleine Schale

Das kommt rein:

  • 4 faustgroße mehlig kochende Kartoffeln
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250ml Riesling
  • 500ml Hühnerbrühe
  • 1/2 TL getrockneter Majoran
  • frisch gemahlene Muskatnuß
  • Pepe e Sale
  • 3 EL neutrales Öl
  • ca. 30g Butter
  • 2 EL Creme Fraiche
  • 1 Glas Bio-Wiener (6 Stück)

Kartoffeln waschen und in Würfel schneiden. Zwiebeln in feine Ringe oder Würfel schneiden, von den Frühlingszwiebeln ca. 1/3 der grünen Enden abschneiden und beiseite legen, die restlichen Stangen in feine Scheiben schneiden. Jetzt den Topf mit dem Öl aufstellen, volle Pulle geben und Zwiebelwürfelringe, Frühlingszwiebeln und Kartoffeln darin etwa 3 Minuten scharf anbraten, dabei immer wieder rühren, damit nichts anbrennt. Knoblauchzehe zerdrücken, klein hacken und ebenfalls dazu geben. Dann alles mit dem Riesling ablöschen und einige Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Nun die Hühnerbrühe, am Besten heiß dazugeben, Deckel auf den Topf und bei geringer Hitze etwa 20 Minuten unter gelegentlichem umrühren köcheln lassen, gegen Ende wenn die Kartoffeln fast gar sind, den Majoran dazu geben.

Währenddessen die grünen Enden der Frühlingszwiebeln in sehr feine Ringe schneiden und in eine kleine Schale geben, die Würstchen aus dem Glas holen, abtropfen und ebenfalls in Scheiben schneiden.

Sobald die Kartoffeln gar sind, Topf vom Herd nehmen, Butter und Creme Fraiche hineingeben und das Ganze mit dem Pürierstab zu Brei hechseln. Abschmecken mit Pfeffer, Salz (Vorsicht damit wegen der Brühe!) und Muskatnuss. Würstchenscheiben dazu geben und sofort essen.

Zum Servieren die feinen Ringe der Frühlingszwiebel und leckeres Brot reichen. Dauert 37,58 Minuten.