Es grünt! Frühlingsgrüner Bio-Spargel in Thymianbutter mit Parmaschinken

Ja ich weiß, die Spargelsaison hat eigentlich noch gar nicht angefangen. Aber es ist warm und dank den vielen Brummis, die ich so gerne auf die Schiene verdammen würde, gibt es in den Übergangszeiten bereits das wonach Leib und Seele gieren. Bei den tschernobyl-rot strahlenden süpanischen Erdbeeren kann ich gut widerstehen, aber bei grünem Spargel, der dann auch noch das Label Bio trägt, ist es wirklich schwer mich zu beherrschen. Zu schwer, wie das unten stehende Rezept zeigt…

Wir verkrusten:

  • eine Pfanne
  • eine kleine Pfanne
  • ein rührigen Holzlöffel zum Wenden und Rühren
  • eine Schale zum Anrichten
  • Spargel- oder Sparschäler
  • Messer & Brett

Wir vernaschen:

  • ein Bund grüner (Bio-)Spargel
  • 6 Scheiben Parma-Schinken
  • 10 Zweige frischer Thymian
  • eine handvoll glatte Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5 EL bestes Olivenöl
  • 50g gesalzene Butter
  • Fleur de Sel

Es ist ja auch wichtig rechtzeitig zur Spargelzeit in Übung zu sein! Daher schneiden wir die unteren Zentimeter vom Spargel ab und schälen dann die untere Hälfte. Dann hacken wir den Knoblauch fein, leider muß das grüne in der Mitte raus, es gibt ja kaum nicht-gekeimten und chinesischen Knoblauch kaufe ich nicht. Das wäre für den ungeliebten Brummi dann auch doch etwas zu weit….

3 EL Olivenöl in die kleine Pfanne geben, die Butter und den gehackten Knoblauch auch dazu geben, die Blätter vom Thymian abzupfen und ebenfalls hinzugeben und alles unter gelegentlichem Rühren 2-3 Minuten anschwitzen, Pfanne vom Herd nehmen, Petersilie fein hacken und dazu geben, beiseite stellen. 2 EL Olivenöl in der großen Pfanne erhitzen und Spargel darin bei mittlerer Hitze für etwa 4-6 Minuten anbraten, dabei ab und an schwenken.

Die Kräuter-Butter in die Pfanne zum Spargel geben und durchschwenken, alles in die Auflaufform geben den Schinken stilvoll am Rand drapieren und mit Baguette servieren. Dazu gab es bei mir einen italienischen Weißen, den Falesco – Est! Est! Est! di Montefiascone Poggio dei Gelsi DOC 2015 für knappe acht Euro. Wer nicht nur Wein, sondern Geschichten drumherum mag, kann diesen Wikipedia Artikel zur Geschichte des Weins lesen.

GeNuss: Walnuss-Gorgonzola-Flammkuchen und Salat mit genüsslichem Dressing

Eigentlich passt die Nuss ja mehr in den Herbst, aber da man im Herbst gerne soviele davon sammelt, das die einen ganzen Winter halten, gab es noch welche. Dazu habe ich letztes Jahr aus Dijon Walnuss-Dijon-Senf von einer kleinen, lokalen Senfmühle mitgebracht. Der fand zunächst bei mir keine Beachtung, bis der reguläre Senf leer war und ich den Walnusssenf im Keller wiederentdeckt habe. Und jetzt gibt es schon Sorge, der könnte irgendwann leer sein, denn damit lassen sich genussreich Saucen mit sehr hohem Nussfaktor kreieren. Aber genuss, äh genug, hier das Rezept.

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Für die Hände:

  • eine Salatschüssel
  • ein kleiner Topf
  • ein Schraubverschlußglas
  • einen Löffel
  • eine Rührschüssel und Küchenhandtuch zum Abdecken
  • ein Backblech samt Backpapier
  • Nussknacker
  • Messer & Brett

Für den Magen:tmp_10364-dsc_2085-2007477568

  • Salat:
    • eine handvoll grüne Bohnen
    • 1/4 Kopf vom Endivien
    • 5 EL Sahne
    • 1/2 TL Honig
    • 1 TL Walnsuss-Senf
    • 1 EL Walnuss–Essig
    • 2 EL Wal- oder Haselnussöl
    • Pepe e Sale
  • Flammkuchen:tmp_10364-dsc_2092-2107846127
    • 250g Pizzamehl
    • 1/2 Würfel Hefe
    • 1 TL Salz
    • 2 EL Olivenöl
    • H2O
    • 150g Creme Fraiche
    • 1 EL Walnuss-Senf
    • 15 Walnüsse
    • 150g Gorgonzola

und so hab ich’s gemacht:

Flammkuchen:
Aus Mehl, H2O, Olivenöl, Hefe und Salz einen schönen Hefeteig anrühren und abgedeckt zur Seite stellen. Nüsse knacken und Inhalt grob hacken, Ofen auf 220° Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun den Teig dünn auf dem Backpapier ausrollen, Creme Fraiche mit dem Senf vermischen und mit dem Löffel auf dem Teig verteilen. Die Nüsse und den gewürfelten Gorgonzola ebenfalls darauf verteilen und ab in den Ofen damit, das Ganze für ca. 12 Minuten, man sieht es am braun werdenden Rand.

Salat:
Salat waschen und in Streifen schneiden. Von den Bohnen die Enden abschneiden und ca. 10 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen, dann kalt abschrecken, damit die Farbe bleibt. Im Schraubverschlußglas machen wir nun die leckerste Salatsauce der Welt: Sahne, Honig, Walnuss-Senf, Haselnussöl, Walnuss-Essig mit etwas Pfeffer und Salz gut vermischen. Den Salat mit den Bohnen in der Salatschüssel vermengen und die Sauce oben drüber verteilen.

Wein

Den Rosé d’une Nuit hatte ich im vorletzten Rezept schon vorgstellt. Der geht auch hier wunderbar!

 

 

einfach göttlich und übrigens auch pünktlich zum Beginn der Fastenzeit: Adams‘ Rippchen

Die Fastenzeit mal anders erklärt: Nehmen wir mal an, Ihr habt nur drei Stunden bis zum Abendessen. Dann könnt ihr sagen „Fast hätte ich Zeit für Adams‘ Rippchen„. Die brauchen nämlich länger in der Zubereitung. Nicht, das ich jetzt all diejenigen vergackeiern möchte, die die Zeit bis Ostern für ein klärendes Gespräch mit Ihrem Körper nutzen wollen. Nein, davor habe ich absoluten Repekt, egal ob aus religiösen oder gesundheitstechnischen oder sonstigen Motiven. Ich selber mache bei dieser Disziplin nur nicht mit, dazu verehre ich gutes Essen viel zu sehr. Außerdem nützt es auch nichts, 6 Wochen im Jahr zu fasten und den Rest der Zeit nur Mist zu essen.

Zugegeben, das Rezept ist eine Anlehnung an ein Essen, das ich vor einer Woche eher zufällig beim glotzen von Kitchen Impossible gesehen habe. Ein Engländer (ja, ausgerechnet!) grillt Rippchen auf einem Holzkohlegrill vor dem Stadion von Westham United, allerdings gibt es bei ihm nur eine Geschmacksrichtung – und die heisst scharf. Mein Rezept ist von den Gewürzen her betrachtet eher arabisch/afrikanisch einzuordnen, auch wenn zumindest die Araber nichtmal zur Nicht-Fastenzeit Schweinefleisch anrühren würden. Aber egal, das wie unten zubereitete Rippchen-Fleisch zerfällt schon in den Fingern, es ist einfach genial. Und jetzt genug der Konfusion, hier das HowTo.

tmp_21369-dsc_2075-1836067340We pollute:

  • our Gasgrill
  • our hands
  • mortar & pestle
  • chopping board & knife
  • 1 spoon and 1 teaspoon
  • one bowl
  • 1m of tinfoil

We need (for 3):

  • drei Racks Spareripps, ideal natürlich Bio
  • 5 EL Erdnuß- oder ein anderes neutrales Öl
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 EL Weißweinessig
  • 3 EL brauner Rohrzucker
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 10 Pimentkörner
  • 1 TL Szechuan-Pfeffer
  • 2 Stücke langer Pfeffer
  • 2 TL mildes Paprikapulver
  • 2 TL Kurkuma, gemahlen
  • 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 2 TL Samba Olek
  • 1 TL Pul Biber
  • 1 TL gebrochene Chiliflocken
  • 1 TL Salz

Und so geht’s: Knoblauch schälen und fein hacken, mit dem Salz bestreuen, 5 Minuten warten und nochmals hacken. Zusammen mit Szechuan-Pfeffer, Piment und dem langem Pfeffer im Mörser zu einer Paste zermörsern und anschliessend in der Schüssel mit allen anderen Gewürzen und Ölen vermischen. Die Rippchen abwaschen, trockentupfen und mit den Händen mit der Gewürzpaste einreiben und nach Möglichkeit einige Stunden marinieren.

Den Gasgrill anheizen, die Rippchen auf jeder Seite 5 Minuten grillen, anschließend zusammen in reichlich Alufolie einschlagen und so auf dem Grill plazieren, das sie bei etwa 180-200° in indirekter Hitze liegen. Hier lassen wir sie nun für drei (in Zahlen: 3) Stunden liegen, ich habe das Paket ca. alle 45 Minuten einmal umgedreht. Danach kann man die Knochen mit den Fingern herausziehen (Achtung heiß!!) und das Fleisch in mundgerechte Stücke zerlegen und servieren. Dazu habe ich weisse Bohnen in Tomatensauce und Reis (weißen und roten) gekocht.

Und was trinken wir dazu? Ich habe mich für einen Südafrikaner entschieden. Bei Jaques gab es für übersichtliche 9 Euronen einen Pinotage Survivor von Weingut Overhex aus der Region Swaartland (nördlich von Kapstadt). Es handelt sich um einem wahrhaft typischen Südafrikaner: der kommt dicht, massiv und kräftig mit Noten von Schokolade, Mokka, dunklen Früchten und sogar etwas rauchig daher und passt zum Fleisch wie der Aschermittwoch zur Fastenzeit 😉

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Trotz Frühlingserwachen keine Zeit für Primi e Secundi? Die Lösung ist InsalPasta: Spaghetti mit Zitronenbutter und Salat

Zwischen meinem gestrigen Büroschluß und meinem abendlichen Vorstandstreffen des Vereins, in dem ich im Vorstand bin, blieb mir wenig Zeit für Kochen und das dann noch in 2 Gängen zu essen. Daher habe ich es abgekürzt und kurzentschlossen den Salat in die Pasta gekippt. Übrigens: Das mir jetzt nicht irgendeiner mit der urdeutschen Abseitsfalle namens Nudelsalat kommt – der gehört für mich verbannt auf die Partybuffets der 80-er Jahre, aber nicht auf meinen Blog!
Besonders die Zitrone mit dem Rucola sorgt für ein extremes Frühlingsfeeling an einem der ersten als warm empfundenen Tage in diesem Jahr. Und vermutlich würde das Gericht sogar kalt als Salat schmecken…

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Insalata:

  • 1 Kochtopf zum Pastakochen
  • 1 Küchensieb zum Pasta abseihen
  • 1 große & 1 kleine Pfanne für Butter und Pinienkernetmp_1016-dsc_2059162204896
  • Messer & Brett für alles
  • 1 Zestenreisser zum Zesten reissen
  • 1 Salatschleuder zum … okay 😉
  • 1 Käsereibe zum „“
  • 1 große Schale zum Servieren

Pasta (für 2):

  • 200g Spaghetti (oder andere Nudeln, ich fand spaghetti passen am besten)
  • 50-70g Butter, gerne gesalzen
  • 2 EL sehr gutes Olivenöl
  • 1 Zitrone (Bio- oder mindestens unbehandelt, da wir nur die Schale brauchen)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 8 Kirschtomaten (ich hatte echt gute aus der Metro, okay, aus Italien …)
  • 2 handvoll Ruccola
  • 1 handvoll frische Basilikumblätter
  • 10 schwarze Oliven ohne Kern
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1 Mozzarella, natürlich aus echter Büffelmilch
  • 50g Parmesan (oder Pekorino)
  • Pepe e Sale

Die Butter in der Pfanne vorsichtig schmelzen, Olivenöl dazu geben. Währenddessen den Knoblauch fein hacken, mit Salz überstreuen und nach einigen Minuten nochmals mit dem Messer hacken und alles zur Butter geben. Zesten von der Zitrone abschälen, auch die schneiden wir in feine Stücke und geben Sie ebenfalls zur Butter. Achtung, das darf jetzt nicht zu lange zu viel Hitze bekommen, sonst wirkt die Zitronenschale nicht frisch, sondern bitter.

Die Schale (ideal aus Ton oder Porzellan) im Ofen bei 50-60° C vorwärmen. Die Pfanne mit der Butter vom Herd nehmen, Nudeltopf draufstellen und Spaghetti in reichlich Salzwasser kochen. Währenddessen haben wir viel zu tun: Den Rucola waschen und trocken schleudern, die Tomaten waschen und vierteln, die Pinienkerne in der 2. Pfanne anrösten, die Oliven in Scheiben schneiden, den Mozzarella in grobe Stücke zerpflücken und die Basilikumblätter grob hacken. Sobald die Spaghetti fertig sind, seihen wir sie kurz ab und geben sie zur Zitronenbutter, das Ganze mehrmals durchschwenken. Jetzt die vorgewärmte Schale aus dem Ofen holen, die Zitronen-Spaghetti hinein geben, dazu kommen jetzt alle anderen Zutaten als da wären Mozzarellastücke, Pinienkerne, Olivenscheiben, Tomatenviertel, Basilikum und Rucola, leicht pfeffern und nochmals ordentlich vermischen und Parmesan darüber reiben, dann sofort warm (!!!) servieren.

Wein? Gestern war es ja verhältnismäßig warm und das Gericht an sich ist echt erfrischend, gerade wegen dem zitronigen Geschmack. Daher empfehle ich einen kräftigen Rosé dazu. Ich hatte einen Rosé d’une Nuit, den ich kürzlich beim Le Vin Rouge erstanden habe. 13.5% Alkohol weist dieser fruchtig-frische Rosé aus den klassischen Syrah, Grenache und Cinsault-Trauben vom Mont Ventoux auf. Bei dem Geschmack reicht die Flasche auch wirklich nur für diese Nacht….

Pak den Choi in die Pfanne: Chinesischer Senfkohl mit Cashew, Sesam und Sojasauce

Ich bin mal wieder beim Thema Modegemüse. Allerdings stammte der Fund diesmal nicht aus der Kategorie Gemüse der Woche, sondern einfach meiner Neugier, weil ich den auch Senfkohl genannten Pak Choi im Laden gesehen habe oder besser gesagt: warhgenommen, denn in irgendwelchen Rezepten und Blogs schwirtrt der ja überall herum. Jetzt also auch hier in der VolxkuecheBonn. Zugegeben – das chinesisch in meinem Titel ist irreführend, mein Senfkohl oder Pak Choi stammt nämlich nicht aus China, sondern aus Italien. Aber so ist das in einer bunten Welt, ich habe sogar in Amerika schon dort gebrautes Kölsch (ungeniessbar) getrunken und auch (allerdings gekochten) Schwarzwald Ham gesehen. Ein Hoch auf das Herkunfssiegel der EU, aber mit Amerika habe ich mich ja auch schon im letzten Beitrag befasst. Und Zutaten alleine sind ja auch nicht herkunftsgeschützt, sondern nur Produkte.

Hier geht es also um Pak Choi gebraten in Sesamöl mit gelber Karrotte, Cachewkernen, Sesam und Sojasauce. Das Ganze ergibt eine super Gemüse-Beilage, die es gestern zum Schweinebraten in Biersauce mit Kartoffelpü gab. Klingt etwas wild, aber es passte wirklich hervorragend zusammen!

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灶具 (Küchengeräte)

  • Messer & Brett
  • Sparschäler
  • eine Pfanne
  • ein Glas

成分 (Zutaten)tmp_16494-dsc_2041693196690

  • 2 kleine Pak Choi (500g)
  • 1 (gelbe) Karotte
  • 2 Zehen Knoblauch
  • eine handvoll ungesalzener Cashewkerne
  • 1 EL Sesam
  • 4 EL Sesamöl zum Braten und 2 EL für die Sauce
  • 3 EL Crema di Sojasauce (oder 3 EL Sojasauce und 1 TL Zucker)
  • Fleur de Sel

tmp_16494-dsc_2044162204896Wir legen los mit dem Pak Choi, den packen wir nämlich aus ;-). Dann den Kohl waschen, abtropfen lassen und dann unten den Strunk großzügig abschneiden. Jetzt den Kohl in drei Gruppen zerlegen, da die unterschiedlichen Teile unterschiedliche Garzeitpunkte haben: Die dicken Enden der äußeren Blätter, also die weißen Stücke, abschneiden (im Bild oben rechts) und ggf. nochmal halbieren, das Grün davon seperat längs halbieren (im Bild oben mittig). Dann die zarteren inneren Blätter samt dem weißen Strunk als Ganzes längs halbieren (im Bild oben links). Karotte schälen, einmal quer halbieren und die Stücke in Stifte mit 2x2mm Kantenlänge schneiden.

Nach dem Kohl auch den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. In einem Glas die Sojasauce (ich hatte von meinem Koreatrip aus 2015 noch mit Zucker eingedickte Sojasauce, was ich oben als Crema di Sojasauce bezeichnet habe), ggf. Zucker und 2 EL Sesamöl verrühren.

tmp_16494-dsc_2047-783250457Zur Zubereitung die Pfanne aufstellen, das Sesamöl erhitzen und zuerst die Karottenstifte für etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, dann grob gehackte Cashews, Sesam, Knoblauch und die weißen Strünke hinzugeben, 2-3 Minuten später kommen die mittleren Blätter und am Ende das zarte Grün des Kohls hinzu, das Ganze immer mal wieder durchschwenken. Nachdem die zarten grünen Blätter dazu gekommen sind, sind wir eigentlich fertig, denn die brauchen höchstens 1-2 Minuten. Am Ende die Sauce darüber geben, durchrühren und final mit Fleur de Sel salzen.

Warm servieren!

 

Für alle außer Einen: Caprese mit „falscher“ Tomate, Feldsalat und Pesto

tmp_13805-dsc_20101507319810Rote Beete mit Walnüssen, Pesto, Mozarella und Feldsalat

Dem Wahnsinn einen Namen zu geben fällt mir in diesen Tagen ja gar nicht so leicht. Und einfach abtauchen und weggucken und sich nicht mehr für das Weltgeschehen interessieren ist ja auch keine Lösung. Im Moment hilft mir leider nur Selbstironie und Sarkasmus. Interessanterweise haben für mich die europäischen Late-Night Shows bisher den besten Protest gegen die Trumpetisierung des Abendlandes erschaffen: everysecondcounts.eu.
Aber gut, wir sind ja hier beim Kochen – ich flüchte mich daher in die Verbindung internationaler Geschmäcker und hoffe so auf Völkerverständigung:  Basilikum und Rote Beete.
Ach und eines noch, liebe Köche des amerikanischen „Präsidenten“: Dieses Gericht ist für alle Menschen dieser Erde – außer für den Einen, also Finger weg!

Kochutensilien First:

  • Messer & Brett
  • ein kleiner Kochtopf
  • eine kleine Pfanne
  • ein Mörser
  • ein Nußknacker
  • ein großer Teller

Zutaten Second:tmp_13805-dsc_2013-1988203359

  • 1 Rote Beete
  • 2 Handvoll Feldsalat
  • 1 Büffelmozarealla (125g)
  • 10 Walnüsse
  • 1 EL Pinienkerne
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • 1 kleiner Bund Basilikum
  • 2 EL frisch geriebener Parmesan
  • 1/2 Zitrone
  • einige Spritzer guter Aceto Balsamico
  • Fleur de Sel
  • frisch gemahlener Pfeffer

Die Rote Beete im Topf halb mit Wasser bedecken und etwa 25 Minuten kochen, abkühlen lassen, schälen. Auf einem großen Teller den Feldsalat verteilen. Die Rote Beete in dünne (1-2 mm) Scheiben schneiden und obenauf legen, mit einigen Spritzern Balsamico-Essig besprenkeln, etwas grob gemahlener Pfeffer schadet da auch nicht.

Die Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne anrösten und danach im Mörser mit grob gehacktem Basilikum, Parmesan und Olivenöl zu einem schönen frischen Pesto zermörsern. Das Pesto vorsichtig mit etwas Zitronensaft und Fleur de Sel würzen.

Den Mozarella mit der Hand in grobe Stücke zerpflücken und im Pesto wälzen, anschließend oben über die Rote Beete verteilen (das restliche Pesto entweder naschen oder einfach oben drüber kippen). Die Walnüsse knacken, die Kerne ebenfalls in der Pfanne einige Minuten rösten und über allem verteilen.
Und beim Essen bitte darauf achten, das man nicht an die größten Arschlöcher dieser Erde denkt!

Wein? Weiß. Um dem euro-internationalen Potpourri noch etwas Gewicht zu geben, lege ich euch diesen Mas Cristine Blanc aus dem Roussillion ans Herz. Ein rassiger südfranzösischer Weißwein, der frisch und fruchtig-leicht um die Ecke biegt, aber gleichzeitig mit dem dominanten Basilikum gut zurechtkommt. Der Wein ist allerdings leider in Deutschland nicht erhältlich (außer in meinem Keller). Da heißt es nur: Völkerverständigung live und ab nach Frankreich!

„Mode(kar)toffel“ in süß und orange mit Spinat & Feta. Mit Thymian

tmp_13451-dsc_2002-1081701061Vor ein paar Wochen habe ich über das Gemüse der Woche berichtet. Bei dieser temporären Aufwertung von Produkten habe ich völlig vergessen darauf hinzuweisen, das seit Monaten das Modeprodukt schlechthin offensichtlich die Süßkartoffel ist. Die begegnet einem nämlich allen Orten, nicht nur im Laden gestapelt, sondern auch wenn man (wie ich) aufmerksam Kochsendungen und Kochblogs, Rezeptbeiträgen et cetera verfolgt.

Nicht das ich was gegen die Süßkartoffel hätte¹, nein, sie bringt ja durchaus Farbe in den grauen Winteralltag. Was ich neben eben jenem Hinweis vergessen hatte war aber, das ich damals selber bereits ein Exemplar dieser Modetoffel gekauft habe. Und das lag jetzt seit Wochen im Gemüsekorb herum und wartete auf eine Idee.

Die kam dann irgendwann als ich das Rezept Himmlische Happen las, wo man die Süßkartoffel in Scheiben im Ofen mit Ricotta und Kräutern überbackt. Ricotta war aber leider aus, daraufhin kam dann dieses Alternativ-Rezept heraus:
Thymian-Pommes von der Süßkartoffel mit Spinat, schwarzen Oliven und Feta„, falls jemand eine Vollbezeichnung braucht.

Küche:

  • tmp_13451-dsc_19951507319810Messer & Brett
  • Sparschäler
  • ein Backblech mit Backpapier ausgelegt
  • einen Topf
  • Zitronenpresse
  • eine Schale bzw. direkt die Teller zum Anrichten

Vorratskammer (Vorspeise für 4):

  • eine Süßkartoffel (ca. 600g)
  • 1 Bund frischer Spinat (ca. 400g)
  • 100g Feta (fester Ziegenfrischkäse geht bestimmt auch)
  • eine handvoll schwarze Oliven
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas frischer Thymian
  • 1x 6 + 1 x 3 EL Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1/2 TL Honig
  • Pepe e Sale

tmp_13451-dsc_1998-1988203359Die Süßkartoffel schälen (und wie bei mir, nach einigen Wochen die braunen Stellen rausschneiden ;-)) und anschließend quer in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. Die Scheiben wiederum quer in 1cm breite Stifte schneiden, auf das Backblech legen, mit 6 El Olivenöl übergießen, die Thymianblätter drüber streuseln und leicht salzen. Das Backblech in den Ofen und Kartoffeln bei ca. 170° etwa 25 Minuten backen, gegen Ende den Grill (Oberhitze) einschalten, damit die Pommes auch etwas knusprig werden.
Dann gibt es erstmal eine Pause, denn erst wenn die Kartoffeln fast fertig sind geht es weiter:

  • Zitrone auspressen und mit 1/2 TL Honig mischen
  • Feta in ca. 1 cm große Würfel schneiden
  • Oliven kurz abwaschen (sonst sind sie zu salzig)
  • Spinat gründlich waschen, Stiele ab- und dicke Blattrippen herausschneiden, grob hacken und mit der zerdrückten Knoblauchzehe und 3 EL Olivenöl im Topf vorsichtig erhitzen.

Sobald der Spinat in sich zusammenfällt, geht’s los: Die Süßkartoffelpommes mit dem Spinat und dem Zitronensaft-Honig-Gemisch in der Schüssel vermischen, vorsichtig pfeffern und obendrauf den gewürfelten Feta samt Oliven verteilen und dann direkt auf den Tisch: Prima Vorspeise!

 

¹ wie ich z.B.  hier und hier ja schon gezeigt habe.