Mani’s Salad: Tomate-Olive-Kapern-Μανούρι & bestes Olivenöl

Wenn man den Titel dieses Beitrag anschaut, stellen sich euch vermutlich direkt zwei Fragen: Μανούρι= Manouri* ist ein griechischer Molkekäse, ähnlich dem italienischen Ricotta, allerdings ist der Μανούρι fester und aus Schaf- und Ziegenmilch, schmeckt aber viel milder als zum Beispiel Feta.

(kopiert aus Wikipedia)

Das zweite Fragezeichen mag aufgrund der Mani ersscheinen. Ich kann hier berichten, dass es sich dabei nicht um eine weibliche Person handelt, die diesen Salat erfunden hat, sondern um den Finger des Peloponnes, der zwischen messinischem Golf im Westen und lakonischem Golf im Osten liegt. Und nebenbei die schönste und spannendste Ecke des gesamten Peloponnes ist. Daher kommen die meisten Zutaten.

Vermutlich werde ich künftig desöftern von den Spezialitäten der Mani berichten, da es sich in meiner Liebe nicht um eine kurze Urlaubsromanze handelt, sondern wir dort aktuell ein Ferienhaus in einem schönen Olivenhain errichten.

So, alles geklärt, nun also zu diesem sehr leckeren, sehr schnellem Rezept. Man braucht allerdings Zutaten der allerhöchsten Qualität.

Χρειαζόμαστε εξοπλισμό:

  • Messer&Brett
  • Teller zum Anrichten

Χρειαζόμαστε συστατικά:

  • mehrere kleine oder zwei mittelgroße richtig leckere Tomaten
  • ca. 15 Kalamata-Oliven
  • 1 EL Mani-Kapern in Olivenöl
  • 3-4 EL bestes Kalamata-Olivenöl
  • 100g Manouri-Käse
  • etwas Mani-Salz
  • eine Prise getrockneten wilden Oregano von der Mani

Die Kalamata-Olive sollte jedem ein Begriff sein. Was viele nicht wissen ist, dass es sich dabei nicht um dieselbe Olive handelt, die auch das weltberühmte Kalamata-Olivenöl liefert. Die Öl-Oliven sind klein, Kalamata-Oliven bekanntlich groß. Auf unserem Grundstück steht ein Oliven-Olivenbaum und die Frau unseres Bau-Unternehmers hat unsere Oliven geerntet und eingelegt. Hat nicht jeder, kann man aber auch kaufen. Für das Gericht, die Oliven entkernen und grob hacken.

Kapern wachsen auf der Mani wild, wobei dei eigene Verarbeitung gar nicht so einfach sein soll. Ich verwende die Mani-Kapern aus dem Sortiment von Bläuel, laut Packungsangabe stammen die Kapern selbst allerdings aus der Türkei, werden aber vor Ort mit lokalem Olivenöl verarbeitet.

Die Tomaten stammen aus dem eigenen Garten, ich habe eine Zucht aus alten Tomaten-Sorten angelegt, die besonders schmackhafte Tomaten hervorbringen.

Mani-Salz schlußendlich ist ein grobes Meersalz. vergleichbar mit dem „Fleur de Sel“ aus Frankreich, ist allerdings an den Küsten der Mani handgeerntet. Gibt es auch von Bläuel, wenn man keines vom Bauern vor Ort kaufen kann.

Das Öl – natürlich Kalamata-Öl – stammt von unseren eigenen Bäumen, ist ungefiltert und schmeckt uns natürlich besser als jede andere Olivenöl dieser Welt. Allerdings kann man natürlich ein gleiches Ergebnis mit jedem anderen qualitativ hochwertigem Kalamata-Öl erzielen.

Zum Rezept: Tomaten und Käse in Scheiben schneiden und auf dem Teller anrichten. Olivenstücke und Kapern darüber geben, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Oregano bestreuen. Fertig.

 

*Im Griechischen ist ein kleines „v“ ein „n“, ein „ou“ ergibt ein „u“, ein „u“ als Einzelletter gibt es im griechischen nicht und das kleine „p“ ist das kleine „r“.

Markttag in Como / panierte Mini-Zucchini mit Tomatensalat

Fast am Ende unserer langen Sommer-Reise, die uns an die Südspitze der Mani (das ist der 2t-westliche Finger des Peloponnes gelgen zwischen messinischem und lakonischem Golf) führte, haben wir auf der Rückfahrt unseren Stop-Over in Como gemacht. Von einem früheren Aufenthalt wusste ich noch, dass dort Samstag morgen die Markthallen öffnen und so bot sich die Gelegenheit das Auto noch mit frischem Gemüse, italienischem Schinken und Käse zu befüllen, was bei einer knapp 3 tägigen Rückreise aus Griechenland leider nicht so einfach möglich ist. Und natürlich habe ich dann quasi als Urlaubsabschluss zu Hause aus den mitgebrachten Zutaten auch ein entsprechendes Menü bereitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

abbiamo bisogno di un dispositivo:

  • eine Auflaufform
  • zwei Schüsseln oder tiefe Teller
  • einen schöne flache Salatschale
  • einen Topf
  • ein Schneebesen
  • Messer & Brett

abbiamo bisogno di ingredienti:

  • 6-7 wirklich kleine schmackhafte Zucchini
  • 100g Semmelbrösel oder besser selbst geriebenes altes Weißbrot
  • 2 Eier und 2-3 EL Milch
  • Salz
  • 100g geriebenen Parmesan
  • 2 schmackhafte Tomaten (ich hatte eine gelbe und eine rote)
  • 1/2 kleine rote Zwiebel
  • 10-12 Ruccola-Blätter
  • 5-6 Oliven
  • 100ml bestes Olivenöl (und das kommt aus Kalamata)

Die Zucchini längs fächerförmig einschneiden, je nach Größe reichen ein bis drei Schnitte, am Ende sollte die Zucchini am Strunk noch 1-2 cm zusammen sein. Danach die Zucchini in den Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 5 Minuten vorkochen.

Währenddessen die Tomaten in feine Scheiben schneiden, in der Salatschale anrichten (bei gelb/roten Tomaten wie bei mir sieht es abwechselnd sehr gut aus) und mit sehr dünn geschnittenen Zwiebelringen bedecken. Nun noch den Ruccola leicht zerrupfen, die Oliven grob hacken und beides darüber verteilen. Das Ganze nun noch mit Fleur de Sel oder Mani-Salz bestreuen und mit Olivenöl beträufeln und beiseite stellen. Unser Tomatensalat wäre so schon mal fertig.

Die Zucchini nun in kaltem Wasser abschrecken. In einer Schüssel Eier mit Salz und etwas Milch verrühren, in der anderen Schüssel die Semmelbrösel verteilen. Die Zucchini nun in die Eiermasse tauchen und dann in die Semmelbrösel baden, dabei ruhig von allen Seiten mit der Hand mit Bröseln bestreuen. Danach in die leicht ge-Olivenöl-te Auflaufform geben, mit Olivenöl beträufeln, mit dem Parmesan bestreuen und ab in den Ofen für ca. 20 Minuten bei 200° Umluft. Wer mag richtet die Zicchini noch mit etwas geriebenen Parmesan zum selber drüber streuen an.

Dazu gab es einen Café Terrasse Méditerranée, ein frischer Weißwein aus dem Rhonetal in Frankreich, den gibt es sogar bei Lidl, wie eine kurze Netzrecherche eben ergeben hat, ich kaufe den allerdings lieber bei „33„. Für schlankes Geld viel Weißwein.

 

 

 

Burger from scratch. Mit Pommes und Ketchup. Natürlich auch from scratch.

Well. Manchmal haben wir „Männerabend“, also mein Sohn und ich. Und in den letzten Jahren hat es sich so eingespielt, dass wir an diesem Abend dann Burger machen. Und jedesmal ende ich im Supermarkt und gucke mir Zutatenlisten dieser plastikverpackten „Burger Buns“ an und denke mir, dass ich alleine wenn man die Anzahl an Zutaten nimmt, die die Hersteller da so hinein tun, mit der Anzahl an Zutaten kann ich eine Woche lang kochen. Oder zwei. Ganz zu schweigen von dem was drin ist, von dem man nichts weiß, weil es angeblich nach dem Backen verschwunden ist.

Aber es ist wie so oft, wenn man wissen will, was drin ist, muss man es halt selbst machen. Also, warum dann nicht einfach alles selbst machen? Gut, ich habe kein Rind im Garten, aber frisch gewolftes Bio-Rindfleisch lasse ich mal als selbst machen gelten. Und das Ganze geht so:

Cooking utensils:

  • drei mittelgroße Töpfe
  • 2 Schüsseln, mindestens eine aus Metall
  • ein Backblech samt Backofen
  • ein Küchenhandtuch
  • ein Schaumlöffel oder metallenes Küchensieb
  • Küchenpapier
  • eine Tasse
  • ein Sparschäler
  • Pürierstab
  • ein Servierring ø ca. 8-10cm und etwas massives mit gleichem Durchmesser, damit man die Patties pressen kann
  • Grillzange oder Holzspatel
  • ein Rührlöffel
  • unseren Gasgrill mit einer Gusswendeplatte (oder normaler Grill und Pfanne auf Herd)
  • Messer&Brett

Ingredients:

  • Burger Buns (für 4 Stück)
    • 250g Mehl (Type 550)
    • 2 EL Zucker
    • 1/2 Würfel Hefe
    • 1/2 TL Backpulver
    • 1 EL Salz
    • 40g Butter
    • 1 Ei
    • 60ml Milch
    • 60 ml Wasser
  • Ketchup
    • 2 gehäufte EL Zucker
    • 400g gut schmeckende Tomaten
    • 3 EL Tomatenmark
    • Salz
    • 1 TL Curcuma
    • 1 TL Curry
    • 1 EL süßes Paprikapulver
    • 1/2 Chillischote
    • 2 EL Essig
    • 1 Schuß Weißwein
    • 3 EL neutrales Öl
  • Burger + Auflage
    • 500g Hackfleisch
    • einige Blätter Salat
    • 4 Scheiben Bacon
    • Pepe e Sale
  • Röstzwiebel
    • eine große rote Zwiebel
    • 1 TL Olivenöl
  • Gurkenkardamili
    • eine Bio-Salatgurke
    • ca. 60ml heller Essig
    • 1 TL Sojasauce
    • 2 EL Honig, Ahornsirup oder was anderes süßes
    • Wasser
  •  Pommes
    • 5-6 vorwiegend festkochende Kartoffeln
    • 1l neutrales Pflanzenöl (Distelöl, Rapsöl)
    • 1/2 TL Paprikapulver
    • 1/2 TL Oregano
    • 1/2 TL Salz

Okay, let’s go: Wir machen erstmal die Buns (warum heißen die eigentlich nicht einfach Brötchen?). Dazu Hefe, Zucker, Milch und Wasser in einer Schüssel verrühren und eine Viertelstunde stehen lassen. Danach Mehl, Ei, Butter, Salz und Backpulver hinzugeben und zu einem glatten Teig verkneten, mit dem Küchentuch abdecken und für mindestens eine Stunde gehen lassen.
Danach den Teig in vier Portionen aufteilen, aufs Backblech legen und nochmal für mindestens eine Stunde gehen lassen.
Ofen auf 180° vorheizen, eine Tasse Wasser mit in den Ofen geben und die Bunchen für 20 Minuten backen.

Für den Ketchup zuerst die Tomaten klein schneiden. Den Zucker in einem Topf (ohne Rühren) karamelisieren (dabei aber nicht zu braun werden lassen!), den Wein und die Tomaten dazu geben und ordentlich rühren. Das ganze lassen wir für etwa 10 Minuten köcheln, danach geben wir kleingehackte Chili, Tomatenmark, Salz, Gewürze und Essig hinzu und lassen alles für weitere 10 Minuten kochen. Nun wird alles fein püriert. Am Ende des Pürierens tröpfchenweise das Öl hinzu geben und so den Ketchup zu einer sämigen Konsistenz aufschlagen. Beiseite stellen.

Die Gurkenkardamili sind nix anderes als eingelegte Gurkenstreifen. Dafür von der Salatgurke mit dem Sparschäler längs Scheiben abhobeln, das geht bis Ihr an den Kerngehäuseglibber kommt. Im Topf Wasser, Essig, Sojasauce und Honig aufkochen, Gurkenstreifen hineingeben und den Herd ausschalten. Das ganze nun so mindestens zwei Stunden (besser länger) ziehen lassen.

Für die Burgerpatties im Servierring jeweils 125g Hackfleisch ordentlich zusammen pressen. Die restlichen Zutaten parat legen.

Für die Röstzwiebeln die Zwiebel schälen und in möglichst feine Scheiben schneiden. Die Zwiebeln mit dem Öl auf der Wendeplatte rösten, bis sie schön braun geworden sind. von der Platte nehmen und beiseite stellen.

Für die Pommes die Kartoffeln schälen und zu Stiften (ca 1cm Kantenlänge) schneiden. In eine Schüssel mit Wasser legen, um die äußere Stärke abzuwaschen. Danach das Wasser abschütten und die Pommes auf Küchenkrepp abtrocknen lassen.

Jetzt geht’s los. EInen Topf mit dem Fritier-Öl auf eine der Gasflammen (oder Herd) stellen und das Öl mittelheiß werden lassen. Die Pommes vorsichtig hineingeben und so bei der mittleren Hitze für ca. 12 Minuten frittieren. Nach etwa 5-6 Minuten die Patties auf den Grill legen und nach etwa 6 Minuten einmal wenden. Wenn die 12 Minuten bei den Pommes um sind, Hitze höher schalten und Pommes so weitere 5 Minuten schön kross backen.

In diesen 5 Minuten nun auch den Bacon auf den Grill legen und schön kross braten. Pommes mit dem Schaumlöffel aus dem Fett holen und auf Küchenpapier das Öl abtropfen lassen. In einer Schüssel Paprikapulver, Oregano und Salz mischen und die Pommes dazu geben und durchschwenken. Je ein Bun halbieren, auf die untere Hälfte Ketchup streichen, eine Scheibe Bacon und ein Patty drauf legen, Röstzwiebeln, Salatblatt und 1-2 der Gurkenstreifen obenauf legen. Burger mit Pommes und Ketchup servieren.

nochmal Kartoffel: Bernd’s Fächerkartoffeln

Wenn ihr das Bild rechts betrachtet: Es geht nicht um den Spargel-Ruccola-Salat rechts und auch nicht um das Roastbeef oben links. Es geht um die Kartoffel im Bild unten links.

Ich scheine mich derzeit auf die Beilagen zu fokussieren. Und da steht in Deutschland die Kartoffel ja bekanntlich bereits seit dem letzten Jahrhundert ganz weit oben. Diese Fächerkartoffeln sind perfekt, wenn ihr wenig Zeit habt, euch auch noch um eine Beilage zu kümmern; einfach vorzubereiten um dann die entscheidenden 35 Minuten vor dem Essen einfach den Ofen anzuschalten.

Ihr fragt euch jetzt noch möglicherweise wer Bernd ist. Bernd ist ein Freund von mir. Bernd liebt es wie ich zu kochen. Und Bernd kam uns mit seiner Familie im letzten Jahr in unserem Ferienhaus in Frankreich besuchen. Und da hat Bernd an einem der schönen Abende das Abendessen übernommen. Und ich mache es ihm seitdem gerne nach.

De la cuisine, nous besoin:

  • une casserole (eine Auflaufform)
  • couteau et planche (Messer und Brett)
  • une cuillère à soupe (ein Eßlöffel)
  • une petite bol (eine kleine Schüssel)

Les ingrédients dont nous besoin:

  • 8 pommes de terre bouillies à fermeté moyenne (8 mittelgroße festkochende Kartoffeln)
  • 1 gousse d’ail (eine Knoblauchzehe)
  • 1 cuillère à soupe de jus de citron (ein EL Zitronensaft)
  • 4-5 cuillères à soupe d’huile d’olive (4-5 EL Olivenöl)
  • fleur de sel (Fleur de Sel)

Allez! Die Kartoffeln mit Schale waschen und ggf. von unschönen Stellen befreien. Ein EL Olivenöl in der Auflaufform verteilen. Nun, wie auf dem Bild zu sehen, die Kartoffeln fächerförmig einschneiden, so dass an einem Ende noch eine Verbindung besteht und in die Form legen und von oben sanft flach drücken.

 

 

 

 

Knoblauch fein hacken und mit Fleur de Sel bestreuen, einige Minuten warten, damit das Salz den Knoblauchsaft aufnimmt und danach nochmals mit dem Messer fein hacken. Knoblauch mit Salz in die Schüssel zusammen mit Zitronensaft und Olivenöl geben und alles vermengen.

Die Mischung über die Kartoffeln geben und gut verteilen, damit das Öl die Schnittflächen entlang in die Kartoffel eindringt. Wer mag kann die Kartoffeln noch mit Kräutern wie Thymian, Oregano oder Petersilie bestreuen (oder das Öl anderweitig aromatisieren).

Danach ab in den Ofen für ca. eine halbe Stunde bei 160° Umluft.

Befreien wir uns vom Mief der 50-er Jahre: Salzbutter an die Kartoffeln statt Salzkartoffeln

Ich weiß, das es Menschen gibt, die die sogenannte Salzkartoffel noch heute lieben. Für mich klingt Salzkartoffel immer nach Buffet der 1950-er Jahre und kulinarisch werte ich sie irgendwo direkt nach Party-Mett-Igel, Rindfleischsalat und Spargel-Kochschinken-Röllchen mit (zuviel) Majonnaise. Und zack, jetzt habe ich noch mehr Liebhaber, der deutschen Hausmannskost beleidigt. Es tut mir fast leid, als Entschädigung werfe ich euch noch meinen Kartoffelschäler hinterher, den den brauchen wir für dieses Rezept nämlich nicht mehr. Und so schmecken Kartoffeln heute. Mag mich irgendein Blogger – oder wie auch immer Menschen dann Ihre Meinung kundtun –  in 60 Jahren verhöhnen. Damit komme ich besser klar, als mit Salzkartoffeln.

Wir brauchen eine Pfanne, einen Topf sowie unser Messer samt Brett. An Zutaten brauchen wir recht viel Salz, gesalzene Butter, 1-2 Zehen Knoblauch und gehackte Petersilie nach gusto. Es geht ganz einfach. Festkochende Kartoffeln mit Schale in sehr salzigem Wasser fast gar kochen. Danach die Kartoffeln ungeschält vierteln oder halbieren, je nach Größe. In der Pfanne Butter zerlassen, den gehackten Knoblauch und die Kartoffeln  hinzufügen und einige Minuten bei mittlerer Hitze schwenken. Dann die Petersilie dazu geben und Pfanne vom Herd nehmen.

Und schon ist sie vergessen, die Salzkartoffel.

Balkoni-Goreng: Chickencurry mit Kokosmilch draußen kochen

Es wird mal wieder asiatisch, aus der Ecke kommt ja aktuell geradezu eine Welle rüber …

Spaß beiseite. Ich liebe es, das perfekte Wetter mit der Möglichkeit draußen zu Kochen auszunutzen. Das beschränkt mich dann zwar auf den Gasgrill (auf dem man auch kochen und angeblich backen kann), aber es gibt einem so ein Urlaubsgefühl in diesen komischen Zeiten.

Aus der Küche holen wir:

  1. einen Gasgrill (oder eben den Herd für drinnen kochen ;-))
  2. unseren Mörser
  3. eine Paella-Pfanne (oder ähnliches)
  4. einen Pfannenwender
  5. Messer & Brett
  6. unsere Musik-Box

Aus dem Laden oder Kühlschrank kommt:

  • 1 Flasche Koch-Bier
  • 400g Bio-Hühnerbrust
  • 2 Zwiebeln mit Zwiebelgrün (alternativ 2 Zwiebeln und 2-3 Frühlingszwiebeln)
  • 3 Tomaten
  • 2 Karotten
  • 2-3 hellgrüne Paprika, nicht scharf, gibt es im türkischen Gemüseladen
  • 1 rote Parpika
  • 1-2 rote Chilli, scharf
  • ca. 50g Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2l Kokosmilch
  • 2 EL Garam Masala
  • 2 EL rotes Paprikapulver
  • 5-6 EL Sesamöl
  • 2 EL neutrales Öl (z.B. Distelöl)
  • 1,5 TL Salz

 

Zuallererst einmal brauchen wir Musik. Box raus und Kochbier auf! Danach geht es ans schnibbeln, das bedeutet, das wir alles Gemüse in feine Stücke schneiden, dabei die Karotten und das Zwiebelgrün (oder die Frühlingszwiebeln) a la Julienne schneiden, die Tomaten in längliche Viertel und die Chilli(s) in feine Streifen schneiden, je nach Gusto und Schärfeempfinden mit oder ohne Kerne. Die Hühnerbrust wird in längliche Stücke geschnitten.

Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch schälen, grob hacken und im Mörser zu einer Paste stampfen.

Jetzt geht es schlag auf schlag, das Essen ist in etwa 25 Minuten fertig:

  • Die Pfanne schon mit guter Hitze drunter und 2-3 EL neutralem Öl aufstellen, das Hühnchen einige Minuten anbraten und erstmal wieder beiseite stellen.
  • Sesamöl, Garam Masala, rotes Paprikapulver mit der Zwiebel-Ingwer-Knoblauch-Paste anbraten. Das ist wichtig, damit das Gewürzpulver hinterher die Sauce andickt und man es nicht mehr als Pulver im Mund wahrnimmt.
  • Nach etwa 2 Minuten Tomatenstücke dazu geben und einige Minuten mit den Gewürzen anbraten.
  • Nach etwa 3-4 Minuten wird das Ganze abgelöscht mit der Kokosmilch.
  • Nach nochmal 3-4 Minuten  alles an Gemüse hinzugeben und immer weiter rühren, damit nichts anbrennt.
  • Nach weiteren 5 Minuten das Hähnchen dazu geben und noch ein paar Minuten mitköcheln
  • Fertig.

frisch im Frühling: Zitronenkartoffelsalat. Mit Salbei

Es sind – sagen wir mal – interessante Zeiten. Der eine verspricht seinen Unterstützern ein untrügliches Mittel gegen seine Wi(e)derwahl, unsere bildet die orgiastisch lange Wörter während ich mit den Hufen scharrend hier zu Hause ausharre und eigentlich nur Reisen möchte.

Machen wir so lange eine kulinarische Reise. Heute durch den eigenen Garten (zu dem Kartoffelsalat gab es einen Salat mit grünem Spargel, Löwenzahl, Hirschzunge und Bärlauch – auch aus dem eigenen Garten, aber das ist eine andere Geschichte, die ich ein anderes mal erzählen möchte).

Das Gericht ist eigentlich sowas von einfach, solange die Grundzutat, die Kartoffel nur schmeckt. Ich hatte eine Belana, das ist eine festkochende Kartoffel, die ich im Biomarkt gekauft habe. Spaß macht es richtig, wenn man den Salat draußen im Garten oder auf der Terrasse macht und dort natürlich auch isst.

Aus der Innenküche:

  • 1 Topf
  • 1 Schüssel
  • 1 Zestenreisser
  • 1 Zitronenpresse
  • Messer & Brett

Für die Außenküche

  • 600g Belana Kartoffeln, möglichst gleich große
  • 1 Bio-Zitrone & 1 Limette
  • 1/2 TL getrockneter Oregano
  • etwa 10 Blätter Salbei
  • Fleur de Sel
  • ein gutes Olivenöl (Kalamata)

Die Kartoffeln mit Schale im Topf kochen, bis sie fast (!) durch sind, Wasser abschütten und abkühlen lassen – so verhindert man, dass sie zu weich werden und später beim Durchmischen zu sehr zerbröseln.

Die Schale der Kartoffeln abziehen und Karfoffeln in ca 1cm breite Scheiben schneiden und in die Schüssel geben. Saft von je 1/2 Zitrone und Limette, grob gehackte Salbeiblätter, Oregano und ca 1/2 TL Fleur de Sel dazu geben. Von der Zitronenschale etwa 1 EL Zesten abreissen und dazu geben und das ganze mit etwa 6-8 EL Olivenöl gut vermischen. Das ganze nun für etwa eine Stunde im Kühlschrank gut durchziehen lassen. Der so gemachte Kartoffelsalat ist eine super Beilage für gegrilltes, grünen Spargel oder was euch so einfällt und seine Frische wird auch euch begeistern.

Impossible? Ginger Chicken Curry – scharf und gut!

Irgendwie bleibe ich Sonntags Abends dann doch des Öfteren bei Kitchen Impossible hängen. Mag man ja über den kochenden Moderator denken was man mag, das Format an sich finde ich klasse und es gibt jede Menge Anregungen hinsichtlich Kochtechnik oder auch nachzukochende Gerichte. So geschehen vorletzten Sonntag, als es für den Gast (Jan Hartwig) nach Dubai zu einem pakistanischen Koch ging. Und auch wenn ich mich selten für asiatische Küche begeistere, das Ding musste ich unbedingt ausprobieren. Da ich ja das Original (für das man laut Pakistani 5 Jahre benötigt, um es zu beherrschen) nicht kenne, fand ich meine Version schon extrem lecker.

Und vielleicht hilft die Schärfe ja auch gegen Viren ….

ہمیں ضرورت ہے(nenosreP 4-3 rüf):
  • eine Schmorpfanne
  • einen Mörser
  • eine hohe Schüssel samt Pürierstab
  • einen kleinen Topf
  • Messer & Brett
ہمیں ضرورت ہے:
  • 700g Bio-Hühnerbrust
  • ca. 50-70g frischen Ingwer
  • 200g passierte Tomaten
  • ca. 5-6 frische Tomaten
  • 1 mittelgroße Karotte
  • 3-4 Chillischoten, rot oder zwei rote, eine grüne
  • ca. 100ml neutrales Öl (ich hatte Distelöl)
  • 150g Butter
  • 8-10 Zehen Knoblauch
  • 5-6 mittelgroße Scharlotten oder weiße Zwiebeln
  • 5-6 EL Joghurt (10%)
  • 1 Bund frischer Koriander
  • für die Currymischung
    • 1-2 TL Chillipulver (je nach Geschmack, ich habe es mit Rücksicht auf meine Familie weggelassen ;-))
    • 3 TL mildes rotes Paprikapulver
    • 2-3 TL Kurkuma-Pulver
    • 2-3 TL Salz
    • 2-3 TL gemörserte Pfefferkörner
    • 4 TL Garam Marsala
    • 2 TL Bockshornkleeblätter, getrockent (gibt es im Asia-Laden)

 

Los geht es mit schnibbeln: Dazu zunächst die Zwiebeln in Ringe schneiden und mit ca. 0.3l Wasser im Topf für 10 Minuten köcheln. Währenddessen Tomaten würfeln, den inneren Glibber dabei entfernen. Ingwer und Karotte in Streichholz-gleiche Stifte schneiden, das Huhn in Streifen, den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Chillischoten jeweils in 4-5 Stücke schneiden, wer es nicht zu scharf mag, nimmt die Kerne vorher raus. Den Koriander grob hacken. Im Mörser den Pfeffer mörsern und alle Gewürze und Salz hinzufügen und die Gewürzmischung gut durchmischen.

Die gekochten Zwiebeln in der hohen Schüsseln mit dem Pürierstab fein pürieren, die Zwiebelmasse bindet nachher unsere Sauce und durchdringt gleichzeitig alles schön mit Zwiebelaroma. Den Topf erstmal beiseite stellen.

Alle anderen Zutaten auch parat stellen, damit sind wir bereit, ab jetzt dauert es ca. 20-25 Minuten.

Die Pfanne aufstellen und zunächst das Hühnchen im Öl anbraten, je nach Geschmack etwas anbräunen oder auch nicht. Nach 3-4 Minuten Butter, Karottenstifte und den gehackten Knoblauch dazu geben, umrühren, nach 3-4 Minuten den Ingwer dazu geben und wieder umrühren und etwas schmurgeln lassen.

Nun die Gewürze hinzugeben, ich mag es, wenn die zunächst etwas im Fett vor sich hin schmoren, so wird die Konsistenz des Gewürzpulvers besser und bindet sich hinterher besser in die Sauce ein. Dazu schiebe ich den Pfanneninhalt an eine Seite, kippe die Pfanne leicht, so dass sich das Fett sammelt und gebe dann die Gewürze zum Fett.

Nacheinander, unterbrochen durch kurzes aufkochen Zwiebelmasse und die passierten Tomaten hinzugeben, alles immer wieder umrühren.

Nach nochmaligem aufkochen und 2-3 Minuten des Köchelns kommen nun noch Joghurt und Chili dazu. Am Ende kommt der gehackte Koriander noch dazu, dann die Pfanne vom Herd nehmen, das Curry ist fertig!

Ich habe als Beilage Fladenbrot in der Pfanne gebacken (einfach Wasser-Mehl-Salzteig ansetzen, zu Fladen formen und in einer Pfanne backen), es passt aber natürlich auch Reis und für ganz verwegene sicher auch die gute alte deutsche Salzkartoffel.

Wein? Der Schärfe und der Wucht der Gewürze müssen wir was entgegen setzen. Ich habe im Keller ein Schätzchen geöffnet, einen kräftigen Roten Mas du Loleilla aus der kleinen Languedoc Region La Clape. Was der kostet, wage ich kaum zu sagen, den Wein habe ich vor einigen Jahren aus Frankreich mitgebracht. Auf jeden Fall ist das ein angemessener Gegner zum würzigen Curry.

ντομάτες μπισκότο – (Ntomates Mpiskoto) – Tomatenpuffer –

Die Eigenheiten der griechischen Sprache lerne ich gerade. So gibt es zwar einen eigenen Buchstaben für „Ps“ (ψ), es gibt insgesamt 5 „i’s“ (ί, η, ύ, εί ,οί) und zwei „o’s“ (ο, ω), aber kein „b“ und kein als „d“ ausgesprochenes „d“ (das β – Beta – wird „v“ gesprochen, das  δ – Delta – wird wie ein weiches englisches „th“ ausgesprochen). Da hilft der Grieche sich mit „nt“, was zum „d“ wird und mit „mp“ was zum „b“ wird. Logisch, oder? Wir helfen uns in Zeiten wo es keine schmackhaften Tomaten gibt mit eingekochten Tomaten und mit der Hoffnung, dass es bald wieder welche gibt. Und mit Tomatenpuffern, die trotz mäßig brauchbarer Eingangszutat Tomate erstaunlich gut geschmeckt haben.

Diese Tomatenpuffer dürfen auf einem echten griechischem μεζέδες – Buffet nicht fehlen. Und es geht ganz einfach:

χρειάζεστε:

  • eine Pfanne
  • eine Schüssel
  • einen Löffel
  • einen Pfannenwender
  • Messer & Brett

μαγειρεύετε:

  • 2 größere Tomaten
  • 1 Zwiebel oder Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Ei
  • 3EL Mehl
  • 3 -4 EL Paniermehl
  • 2-3 EL gehackte glatte Petersilie
  • Salz
  • Olivenöl zum anbraten

Tomaten waschen und Achteln, dabei die Kerne und alles glibberige entfernen. Dann in kleine Würfel schneiden und in die Schüssel geben. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und beides zu den Tomaten geben. Das Ganze nun mit Petersilie, Mehl, Paniermehl und dem Ei zu einem Teig vermischen, gut rühren, einige Minuten stehen lassen und noch mit Salz abschmecken.

In der Pfanne Olivenöl auf mittlerer Stufe erhitzen und mit dem Löffel kleine Puffer in die Pfanne setzen, etwas platt drücken. Die Puffer brauchen auf jeder Seite so ca. 3 Minuten, schmeckt warm, lauwarm aber auch kalt und macht sich gut auf einem griechischem Mezze-Buffet (s. rechts).

απολαύστε το γεύμα σας!

Lasagne mit jebrahtenem Jemöös. Mit Fenchel

Also gut. Karneval ist vorbei, für den Karnevalsprinz und seine Untertanen ist nun also Fastenzeit. Höchste Zeit ein paar vegetarische Gerichte zu posten. Fastenzeit heißt auf rheinisch übrigens „fast“ kein Fleisch („Un wenn mer doch ens jet Fleisch jefresse han, dann jon mer eben jet beichte„). Nicht dass Ihr jetzt denkt, ich wäre jener Prinz. Ich habe gar kein Karneval gefeiert, ich will nur helfen.

Gleichzeitig frage ich mich, ob man nun in Venedig auch Fastenzeit hat, obwohl da ja gar kein Karneval war …? Aber gerade für die Itaglener wäre dieses Rezept – da Pasta – sicher interessant, vermutlich darf man es dann aber nicht „Lasagne“ nennen. Egal. Der Grund war, dass ich im Bio-Laden meines Vertrauens Berge von nicht mehr ganz frischem bratfähigem Gemüse erworben habe.  Und damit musste ich schnell irgendwas machen.

Ich stelle mir gerade folgendes vor: Wenn man am Anfang des Karnevalszugweges anfangen würde das Gericht zuzubereiten, so könnte man je nach Länge und Dauer des Zuges bereits auf dem Zugweg essen verteilen. Auch ne Vorstellung. Im wahrsten Sinne des Wortes….

Auf dem Wagen sollte man zur Hand haben:

  • ein (Gas-)Grill samt Grillzange
  • eine Auflaufform
  • ein Pastatopf und ein Sieb zum Abseihen
  • eine große Schüssel
  • eine Reibe für den Parmesan
  • Messer & Brett
  • Backofen

An „Kamelle“ wird benötigt:

  • 250g Anelli – kleine Ringe (es geht aber auch Penne, Oricchetti, Rigatoni…)
  • 1 Aubergine, 1 Zucchini, 2 rote und eine gelbe Paprika, 2 Fenchelknollen
  • 0.4 l passierte Tomaten oder Tomatenstücke in Tomatensaft
  • viel Olivenöl
  • 4-5 Zehen Knoblauch
  • ca. 150g Parmesan
  • 0,1l Weiß- oder Rotwein
  •  1 TL Oregano
  • Pepe e Sale

Das Gemüse in Scheiben respektive in nicht zu große Stücke schneiden und in die Schüssel geben, viel Olivenöl darüber geben und gut durchmischen. Das Gemüse anschließend auf dem Grill schön grillen. Wenn es fertig ist, die Auberginen extra beseite beiseite stellen, von den Paprika-Stücken noch die Haut abziehen und zusammen mit dem restlichen Gemüse in die Schüssel geben. Die Pasta im Topf in Salzwasser kochen, allerdings etwa nur bis zur Hälfte der angegebenen Garzeit, Pasta abgießen und ein wenig vom Kochwasser zurück halten. Den Knoblauch schälen und fein hacken.

In der Schüssel nun Pasta, gebratenes Gemüse mit etwa 10 EL Olivenöl, Knoblauch, Wein, Oregano und der Hälfte des fein geriebenen Parmesans ordentlich durchmischen (das geht am Besten mit den Händen, Kamelle schmeißt man ja auch mit der Hand), das Ganze pfeffern und gut salzen.

Etwa 2 EL Olivenöl auf den Boden der Auflaufform geben, etwas verteilen. Nun die Pasta-Gemüse-Mischung darauf geben und gleichmäßig verteilen und darüber etwa 4/5 der Tomaten und etwas vom Kochwasser der Nudeln geben. Obenauf mit den Auberginenscheiben abschliessen und den restlichen Tomatensud obenauf verstreichen. Anschließend den restlichen Parmesan fein reiben und oben darüber geben. Das Ganze kommt jetzt bei ca. 160°Umluft/Oberhitze für ca. 35 Minuten in den Ofen geben.

Dazu gab es einen Riesling vom Mittelrhein, damit war ich aber nicht ganz glücklich. Ich denke ein frischer weißer Norditaliener oder ein Sauvignon Blanc von der Loire würden da besser passen.