Markttag. In Bukarest.

Der Sommer neigt sich dem Ende und ich war bis jetzt in diesem jahr schon sehr viel unterwegs. So wie zuletzt, dank einer Konferenz hatte ich das Glück nach Bukarest reisen zu dürfen. Ja, mit „k“ und „r“, nicht mit „d“ und „p“! Am Samstag nach der Veranstaltung ergab sich dann die Chance für einen Marktbummel auf dem Obor-Markt am Rande der innenstadt gelegen.

Nachdem ich ja schon über einen Markt in Seoul berichtet habe, nun ein paar Eindrücke vom Bukarester Markt.

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Diese kleinen Dinger, die man von weitem mit Kirschen odeR tomaten verwechseln mag sollen ganz schön scharf sein ….

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A propos Tomaten …

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Und Paprika in allen Farben, Formen und Größen!

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Und eigentlich gibt es sowieso alles 😉

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Obatzda is. Mit Geißnkaas und Olivenöl = Goißnbatzda

Gut. Leichte Sommerküche kennen Sie nicht, die Bayern. Und frischer Salat ist ebenso Schimpf- wie Fremdwort wie vegetarisch, vegan oder trans-sexuell. Aber das sind vielleicht auch alles Vorurteile und Transexuell ist in Transsylvanien, man könnte es besser verstehen, würde man sie verstehen. Kostprobe?

Do hoggn de de oiwei do hoggn
Noch Fragen? Oder
Des Bundesvakehrsministerium is eigentle a boarischs, grod da Stammsitz is ebn in Berlin.
Das versteht kein Mensch, danach kommt für mich nur noch sägsisch.
Egal. Es gab frischen Salat und ich hatte ein wirklich frisches Weißbrot gekauft. Um das Ganze dann noch etwas , was dann auch satt macht aufzupeppen, suchte ich nach einer Idee, nach einer Art Vorspeise zur Hauptspeise.
Eher zufällig fiel mein Blick auf den Ziegencamembert und ich erinnerte mich an das bayerischste aller bayerischen Biergartenrezepte: Obatzda. Ich habe keine Ahnung, was das Wort bedeutet, hier streikt selbst mein Übersetzer. Aber mediterran angepasst mit Ziegenkäse macht er Spaß, mein Goißnbatzda.
Mia braan an Gerät:
  • eine Gabel
  • Messer & Brett
  • ein Schälchen
Mia braan an Zuatadn:
  • 1 Ziegencamembert (125g)
  • 50g Butter
  • 50g Frischkäse oder Feta
  • 1 EL gehackte Kräuter (z.B. Dill, Petersilie, Schnittlauch)
  • 1 kleine Scharlotte
  • 1/4 Knoblauchzehe
  • 2-3 EL gutes Olivenöl
  • 1/2 TL süßes Paprikapulver
  • Pepe e Sale
Alle Zutaten sollten etwa zimmerwarm sein. Die Scharlotte fein würfeln, die Kräuter fein hacken, das Stück Knoblauchzehe fein zerdrücken und mit etwas Salz bestreuen. Den Ziegencamembert in kleine Stücke schneiden, mit Butter, Frischkäse und Scharlottenwürfeln in das Schälchen geben und alles schön mit der Gabel zerdrücken und dabei vermengen. Kräuter, Knoblauch, Paprikapulver dazu geben und so viel Olivenöl dazu geben, bis eine sämige Masse entsteht, dabei immer weiter mit der Gabel drückend vermengen.
Das Ganze nun in der Schale in den Kühlschrank für mindestens eine Stunde kalt stellen, danach mit Weißbrot essen. Dazu? Nein, Weißbier überlassen wir besser denen, die es brauen und mögen.
Wir trinken dazu was ganz spannendes: Einen Sauvignon-Muscat. Muscat ist eine südfranzösische Rebe deren Weine dort gerne trocken ausgebaut werden, sehr lecker, aber faktisch fehlt dem Muskat immer etwas die Säure, weshalb die Weine oft so einen latent fauligen Geschmack haben. Macht man aber eine Cuvee aus Muscat und Sauvignon Blanc, so kommt die frische Säure durch den Sauvignon dazu. Hinaus kommt ein toller Wein, meiner war vom Chateau Crizan aus dem Languedoc und mit einem Flaschenpreis von um die 7.00.- Euro macht der echt Spaß!

γύρος [Gyros Pita] – nicht gekauft, sondern selbst gemacht

Wir alle wissen, es gibt sehr seltsame Dinge, die so eigentlich gar nicht gehen – es fängt an bei Pesto, dass Sonnenblumenkerne enthält, geht weiter bei schwarzen Oliven, die gefärbt sind, Vanilleeis ohne Vanille und mündet in den ganzen Wasser und Geschmacksverstärker gepimpten Fertig-Fraß der Lebensmittelindustrie. Eine der Kronen, die diese siebenköpfige Hydra sich aufgesetzt hat ist Pfannengyros….

Nur damit wir uns verstehen: Gyros bedeutet soviel wie Kreisel oder Runde, gyrizo, das Verb dazu bedeutet drehen oder umfahren. Gyros tis Gallias ist der griechische Begriff für die Tour de France, der Giro d’Italia geht auch auf das Wort „Runde“ im griechischen zurück. Das steht übrigens alles schön auf Wikipedia. Aber, mal ehrlich – was kreist bitte schön in einer Pfanne ??? Wir lernen daraus: NIcht machen. Oder nennt es meinetwegen „geschnetzeltes griechischer Art“, wobei jeder Grieche beleidigt sein dürfte…. Alleine zu der Frage, ob der Gyros-Spieß nun horizontal oder vertikal gegrillt wird, habe ich keine Angabe gefunden, insofern denke ich, dass horizontal in Ordnung sein dürfte. Ich habe nämlich dann echtes Gyros gemacht. Am Drehspieß.

 

Die Machart ähnelt dem Konsosouvli, den ich ja vor einigen Wochen schon vorgestellt habe. Allerdings sind Würze und Fleischschnitt anders. Und im Gegensatz zum uns von dutzenden Imbißbuden in deutschen Innenstädten bekannten Gyros, drehte sich meiner nur alle paar Minuten um ein kleines Stück weiter, aber das Resultat war unglaublich lecker.

Das Drehwerkzeug:

  • einen großen Grillspieß, idealerweise mit Grill (Gas oder Holzkohle, geht beides)
  • eine große Schüssel (zum einlegen des Fleisches)
  • Messer & Brett
  • Ein Löffel (o.ä.) zum Rühren
  • wer keine andere Lösung hat, eine Schraubzwinge (-> Konsosouvli)

Das wird gedreht (für 4):

  • ca. 750g Schweinefleisch, Bio-Schweinenacken eignet sich hervorragend
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • 1 EL mildes Paprikapulver
  • 1 EL Oregano, getrocknet
  • 1 TL Thymian, frisch
  • 8 EL Olivenöl
  • 4 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Zuerst legen wir das Fleisch ein. Den Nacken dazu in ca 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, diese sollten eine durchschnittliche Fläche von ca.4- 5cm Radius haben und am Rand möglichst wenig ausgefranst sein, das Fett lassen wir dran! Das Fleisch geben wir dann in eine Schüssel und salzen es. Danach den Knoblauch schälen, fein hacken und zusammen mit den Gewürzen, Kräutern, Zitronensaft und Olivenöl auf das Fleisch geben und alles sehr gut durchmischen. Das Fleisch nun für mindestens 8 Stunden marinieren, länger ist aber kein Problem. Wenn wir ab und an nochmal durchmischen verteilt sich die Marinade gleichmäßig und schön.

Ich empfehle hier im Blog übrigens meistens Bio-Fleisch aus Überzeugung. Bei diesem Rezept hier hat das allerdings auch einen ziemlich praktischen Grund; wer nämlich am Ende des Garvorgangs noch Fleisch auf dem Spieß haben möchte, der sollte hier auf gutes Fleisch setzen. Wer den Schweinenacken für 3.98.- € nimmt, sollte sich nicht wundern, wenn die Hälfte seines „Fleisches“ am Ende einfach verdunstet ist :-).

Das Fett sorgt übrigens dafür, dass das Fleisch am Ende nicht zu trocken wird.

Nun bestücken wir den Spieß gleichmäßig, das Fleisch wird mit Halteklammern am Anfang und am Ende zusammengedrückt. Es sollte möglichst kein Fleisch ausfransen, steckt „Fransen“ oder anderweitig heraushängende Stücke lieber zwischen die Fleischscheiben, das würde am Ende sonst sowieso nur verbrennen.

Den Spieß auf den Grill, den Grill auf die unterste Stufe (bei Gas) und alle paar Minuten ein wenig drehen (okay, wer nichts zu tun hat, kann auch die ganze Zeit drehen…). Mein Spieß war insgesamt 2 1/2 Stunden auf dem Grill, dann ist das Fett so richtig schön durch das Fleisch gezogen und das Fleisch total zart.

Die Zeit können wir uns damit vertreiben, ein paar klassische griechische Vorspeisen und vor allen Tsatsiki zu machen. Ich habe dazu noch Pita-Brot selber gebacken. Dazu habe ich einem klassischen Hefeteig etwas Backpulver und einen Eßlöffel Weißweinessig zugefügt und kleine runde Brote gebacken. Jetzt noch fix etwas Tomate, Gurke und rote Zwiebel in feine Scheiben schneiden und los kann es gehen.

Das Fleisch vom Spieß nehmen und in Stücke schneiden, echter wäre natürlich, es direkt vom Spieß nach Bedarf zu schneiden. Pita-Brot aufschneiden, mit Tsatsiki, Fleisch, Tomate, Gurke und Zwiebel füllen (die roten Punkte im Bild rechts stammen von einer scharfen Sauce) und reinbeißen.

Goil. Wie beim Griechen, nur besser.

 

 

Technik die begeistert – oder: Schneller Kuchen, in wenigen Minuten fertig

Letzten Samstag morgen bin ich mal wieder im Italia-Import-Export-Laden in Bonn gewesen und habe dort (unter anderem) Brot gekauft. Das Brot bekommt man in einer leicht rosa eingefärbten Papiertüte auf der allerhand Rezepte und ähnliches aufgedruckt sind. En Italiano, versteht sich.

Da mir ein Kollege dieser Tage eine Scan-App mit Worterkennung für mein Dummfon empfohlen hatte, bekam ich beim Frühstück die Idee, das Rezept zu scannen, per Worterkennung den Text daraus zu generieren und diesen durch meinen Lieblingsübersetzer deepl zu jagen. Ein voller Erfolg, würde ich sagen, aber lest selbst….

 

Schneller Kuchen, in wenigen Minuten fertig
ITALIAN KITCHEN paaren sich gut mit dem Ptto. Vereinigen Sie alles und
hzredienti 250gr Mehl Typ mit Peitsche schnell rühren –
oder 2 Eier, 160 g Zucker, Geist bis zu rehdere machend
>0 ml Vollmilch, 80 ml homogene Gattungsverbindung. . Hinzufügen
C10C gegossen, Vanilleessenz t (um nicht auf den Boden zu fallen)
Im vorgeheizten Backofen backen.
Schneiden- In einer Schüssel mit einer Kapazität von 180 für ca. 35 Minuten. Vorher
Gießen Sie Zucker, Mehl, Hefe und Backen ein, stellen Sie sicher, dass das Kochen
Schüssel mit Öl, Vollmilch mit Zahnstocher, wenn es trocken ist.
und der Kuchen kommt zurück.
Eine Gabel geschlagen und Amalga

 

Ich glaube, der Clou war, das der Scanner nicht erkannt hat, dass der Text in zwei Spalten geschrieben war. Aber wer hält sich schon mit solchen Haarspaltereien auf … gemacht habe ich den Kuchen übrigens nicht, würde mich aber über Berichte von Leuten, die dies aufgrund dieses Blogbeitrags wagen, freuen :-).

Griechisch-Rheinisch: Rübstiel mit Feta auf Quiche

Leute, es ist Rübstiel-Zeit! Anders als Spinat oder anderes Gemüse, bekommt man ihn wirklich nur jetzt und das nur für ein paar Wochen. Und dann geht der Arme in der ganzen Spargelei dann auch noch unter. Dabei ich sagte es bereits, ist das so ein tolles Gemüse! Rübstiel klassisch habe ich ja bereits in meinem Rezepte-Almanach verewigt. Aber da ich ja neben den wirklich klassischen Rezepten auch ein Faible für kulinarische Völkerverständigung habe, passt das hier perfekt ins Thema. Und bei diesem Rezept werden im Grunde sogar drei große, geschichtsträchtige europäische Nationen vereint:

Griechenland, Frankreich und das Rheinland !! Wenn das kein Grund zum Essen ist….

Um das oben abgebildete Produkt herstellen zu können, brauchst du:

  • eine Quiche- oder Spring-Form
  • eine Pfanne
  • ein Holzrührlöffel
  • Messer & Brett

Um das oben abgebildete Produkt kochen zu können, brauchst du:

  • ca. 600g Rübstiel
  • eine Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • 100g Creme Fraiche
  • 1 Ei
  • 150g Feta
  • Quicheteig (170g Mehl, 1 Ei, 75g Butter, etwas Salz)
  • 50g Butter + etwas Butter für die Form
  • 0,1l trockener Weißwein
  • 2 EL Mehl
  • Pepe e Sale

Zuallererst machen wir den Teig (Anleitung hinter dem Link oben) und legen den abgedeckt für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank. Den Rübstiel waschen und anschließend die Blätter in 1-2cm lange Stücke schneiden, aber bitte nicht durchmischen! Zwiebel und Knoblauch würfeln und in der Butter in der Pfanne 2-3 Minuten dünsten. Danach geben wir in 3 Schritten mit jeweils 1-2 Minuten Pause dazwischen den Rübstiel dazu; zunächst die unteren , mehr weißen und harten Teile, dann die Mitte und am Ende das obere Blattgrün, das ist ganz schnell angedünstet. Wenn der Rübstiel komplett in der Pfanne ist, löschen wir das Ganze mit dem Weißwein ab, fügen das Mehl hinzu und mischen alles gut durch. Das Gemüse in der Pfanne abkühlen lassen. Es sollte eine recht sämige Masse sein.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen. Die Form einbuttern und den Teig mit den Händen darin verteilen, wichtig ist, das wir einen ca. 4-5 cm hohen Rand hinbekommen.

Dem Gemüse in der Pfanne fügen wir Creme Fraiche und das Ei hinzu und mischen das Ganze gut durch. Danach etwa die Hälfte der Gemüse-Masse auf dem Teig gleichmäßig verteilen. Die Hälfte des Fetas zerbröseln und auf dem Rübstiel verteilen, danach den Rest der Rübstielmasse aus der Pfanne verteilen und wiederum mit Fetabröseln abdecken.

Die Quiche anschließend für etwa 30 Minuten bei 170° in den Ofen geben, am Ende kann man noch kurz den Grill einschalten, damit der Feta eine schöne braune Färbung bekommt.

Dohzo drenke mer ene frische Wiesse Wing. Ich hatte einen Kidonitsa; Kidonitsa ist eine griechische Rebsorte aus Lakonien, einer Region auf dem südwestlichen Peloponnes. Der Wein schmeckt angenehm frisch nach Zitrusfrüchten und grünen Birnen. Der Wein hat eine eher zurückhaltende Säure, was gut zum leicht sauren Geschmack von Rübstiel und Feta passt. Es tut aber auch ein Riesling oder ein frischer Franzose!

 

 

Grie Soß Kräuter-Risotto mit Grie Spargel

Die Schwaben und Italiener haben ja eine sehr offensichtliche kulinarische Verbindung – Pasta und Spätzle oder Maultaschen und Ravioli schwadronieren im Gaisburger Marsch einträchtig im Einklang. Aber Hessen und Italiener? Da ist meines Wissens seit Maurizo Gaudino für die Eintracht aus Frankfurt gekickt hat keine Verbindung zu finden. Aber diese kulinarische Lücke konnte ich vergangenes Wochenende füllen – und das ging so. Übrigens ganz ohne abhasbele allminanner.

An Zaigk:

  • eine Pfanne
  • ein kleiner Topf
  • unser Messer & ein großes Brett
  • ein Spargelschäler
  • eine Parmesanreibe
  • ein Holzlöffel zum Rühren

An Zudaahde:

  • 1 1/2 handvoll Risotto Reis, wer mag + 1/4 handvoll roter Camargue Reis
  • 1/2 Bund Kräuter für Grie Soß (Grüne Sauce, gibt es auf oft dem Markt)
  • 1/2l Rinderbrühe
  • 1/2 Bund grüner Spargel, sehr dünn wenn möglich
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/4l trockener Weißwein
  • 4 EL Olivenöl
  • 50g Butter
  • 2 x 50g Parmesan

Die Kräuter fein hacken und erst mal beiseite stellen. Die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch ebenfalls fein hacken, den Spargel – wenn nötig – schälen. Im Topf die Brühe heiß machen und die Pfanne aufstellen. Darin ganz risotto-klassisch Zwiebeln und Knoblauch einige Minuten in Olivenöl und Butter bei schwacher Hitze anschwitzen (nicht bräunen!). Nach einigen Minuten den Reis dazu geben und ebenfalls ein paar Minuten unter rühren anschwitzen, danach das Ganze mit dem Weißwein ablöschen. Nun machen wir, wie man halt Risotto macht, immer etwas Brühe hinzugeben und rühren, rühren, rühren….

Wenn wir denken „in 5 Minuten ist der Reis fertig“, mischen wir den Spargel und die Kräuter unter den Reis und machen dann weiter im Takt: „BrüherührenBrüherühren, ….“ Am Ende geben wir 50g gehobelten Parmesan dazu, lassen den Risotto einige Minuten reifen (ruhen) damit sich ein schöner Brambes entwickelt. Auf Tellern servieren und ordentlich frisch geriebenen Parmesan drüber reiben – und alleweil ånnermorrt net bedubben … Ean Goude!

Ach – dazu trinken wir Äbbelwoi 😉

ganz brave griechische Spaghetti mit Wildspargel

Eigentlich ist Griechenland ja nicht das klassische Pasta-Land, das machen die itaglenischen Nachbarn gegenüber. Aber da wir neulich in Griechenland und nicht in Italienerland waren und es eben dort den wilden Spargel gab, muss ich dieses Gericht den Griechen zuordnen. Und angefangen hat es damit, dass wir auf der messinischen Halbinsel des Peloponnes unterwegs waren und es an den Ständen am Straßenrand nicht nur herrlichste Orangen, frische Erdbeeren und frischestes Gemüse von Tomate bis Paprika gab, sondern eben auch überall bundweise frischen Wildspargel. „Hoffentlich musst du den nicht noch Schälen„, meinte meine kluge Frau, aber den Spargel musste ich natürlich kaufen (der wird übrigens nicht geschält). Wilder Spargel wird am Mittelmeer im Frühling wie der Name sagt wild gesammelt, ist länger als unser Spargel aber dafür wesentlich dünner und schmeckt wie guter grüner Spargel und ein bisschen bitter. Und dann gab es schlussendlich auch Kefalotyri, das ist ein würziger griechischer Hartkäse, statt dem klassischen Parmesan obendrauf.

Δεν υπάρχει ανάγκη για λέβητες:

  • Μαχαίρι & σκάφους (Messer & Brett)
  • ένα σουρωτήρι (ein Küchensieb)
  • ένα ταψί (eine Pfanne)
  • ένα ποτ σπαγγέτι (ein Spaghetti-Topf)
  • ένα τρίφτη τυριού (eine Käsereibe)

Απαιτείται μια αναπηρία:

  • 1 Bund Wildspargel
  • 200g Spaghetti
  • 1 frische rote griechische Zwiebel
  • 5 Zehen Knoblauch
  • 8-10 grüne Oliven
  • 0,2l Kalamata-Olivenöl
  • 150g Kefalotyri (oder anderen Hartkäse)
  • 0,1l Weißwein
  • Pfeffer & Salz

Und so legen wir los: Das untere Drittel des Spargels abschneiden, die oberen Teile dann in 4-5 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Würfel schneiden, den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Die Oliven entkernen und in grobe Stücke zerpflücken und alles bereit legen. Die Pfanne aufstellen und die Spargelstücke hinzu geben. Den Spargel darin für etwa 4-5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, dann Zwiebeln, Knoblauch und Oliven dazu geben und dann mit dem Weißwein ablöschen und den Wein einreduzieren.

Währenddessen die Spaghetti im Topf in gut gesalzenem Wasser gar Kochen.

Sobald die Spaghetti fertig sind, diese im Sieb abseihen und mit dem restlichen Öl in die Pfanne zum Spargel geben, untermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen: Ready-to-serve.  Servieren mit dem Käse und einem trockenen, fruchtigen, griechischen Weißwein, wir hatten einen Mova vom Peloponnes.

καλή όρεξη !