95% Stadt-Land Markt Bonner Altstadt: Tomate mit Ziegenkäse

Gute Sachen sollte man unterstützen. Ein Stadtteilmarkt in der Altstadt Bonn’s gehört definitiv dazu. Seit Anfang August gibt es nun also jeden Donnerstag ab 15h30 bis 19h einen kleinen, aber feinen Bio-Markt fast direkt vor meiner Bürotür. Gestern war dann also Premiere für mich. Zuallererst stand ich am Käsestand des Ziegenhofes RechHof, wo es einen halbfesten Ziegenfrischkäse mit Bärlauch gab. Nun, eigentlich bin ich kein Fan davon Kräuter in den Käse zu tun, aber der sah so perfekt gut aus, dass ich zugeschlagen habe. Da es nebenan direkt auch die passende Tomate gab, war auch klar, was ich damit machen würde. Tomaten mit dem Käse und viel Knoblauch überbacken.

Werkzeug:

  • eine Auflaufform
  • Messer & Brett

Kochzeug:

  • 1 reife Tomate Coeur de Boeuf
  • 1 halbfester Ziegenkäse
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL getrockneter Oregano, etwas Fleur de Sel

Die Auflaufform mit 2 EL Olivenöl ausfetten, die Tomate in ca. 2-3mm dicke Scheiben schneiden. Mit den Tomatenscheiben den Boden auslegen. Den Knoblauch schälen, fein hacken und über die Tomaten verteilen. Den Käse in Scheiben schneiden und über den Tomaten verteilen, mit 2 EL Olivenöl beträufeln und mit Oregano und mit etwas Fleur de Sel bestreuen. Das Ganze wird dann für 20 Minuten bei 220° überbacken und mit frischen Weißbrot servieren.

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Les trois variétés de tomates avec sa salade verte: Tomate als Tartare, mit Ziegenkäse und Brot gefüllt & als Carpacchio. Mit Salat.

Auch schon festgestellt? Man nimmt es so schleichend wahr, aber mittlerweile schmecken auch hier die Tomaten – wenn man drauf achtet, wo sie herkommen. Okay, es ist Juli und wenn nicht jetzt, wann dann? Und das zum Glück, denn dieses Jahr wird es keine Fahrt ins Paradies geben, wir suchen in diesem Jahr ein anderes Paradies auf. Gestern jedenfalls habe ich mich nach all der griechischen Landküche mal wieder an der – aus meiner Sicht – Königin der mediterranen Küchen probiert: der Französischen.
Und als Vorspeise gab dann diese im Folgenden beschriebenen „les trois variétés de tomates avec sa salade verte“.

Schön ist das Spiel mit den Farben, wenn man unterschiedliche Tomaten hat – ebenso übrigens wie das Spiel mit unterschiedlichen Olivenölen, die so wirklich gut zur Geltung kommen. Jetzt weiß ich auch wieder warum ich meistens 5-6 Flaschen verschiedenste Öle angebrochen habe. Für diese Vorspeise.

Après, on rince ça:

  • eine kleine Auflaufform
  • zwei kleine Schälchen
  • ein kleines und ein großes Küchensieb
  • eine Schale o.ä. und was Schweres, was man drauf stellen kann (s. 3. Bild unten)
  • ein Schraubverschlußglas
  • ggf. ein Wasserkocher
  • ein kleiner Topf
  • ein kleines Messer und ein kleiner Löffel
  • ein kleiner Servierring
  • Messer & Brett

On besoin de ça (pour deux)

  • Tartare des Tomates:
    • 5-6 schmackhafte Tomaten
    • 1 Scharlotte
    • 1 handvoll frische Basilikumblätter
    • sehr gutes, durchaus kräftiges Olivenöl
  • Carpacchio de tomate
    • 1 größere schmackhafte Fleischtomate (meine war gelb) oder eine Coeur de Boef
    • 1 EL feinstens gehackte Blattpetersilie
    • 1 EL Apfelessig
    • 2 EL sehr gutes Olivenöl (mild)
  • Fromage de chèvre farci à la tomate
    • 2 Eiertomaten (oder andere, feste Tomaten)
    • 1-2 Scheiben altes Weißbrot
    • 3-4 EL Olivenöl
    • 1 kleine Knoblauchzehe
    • Meersalz
    • 1 Scheibe Ziegenfrischkäse
  • Salade
    • 2 handvoll Wildkräutersalat
    • frische Kräuter nach Geschmack
    • 1 EL Sahne
    • 3 EL Walnußöl
    • 1 EL guten Balsamico-Essig
    • 1 EL Walnußessig
    • Fleur de Se
  • für alles
    • Pepe e Fleur de Sel

On y va. Zuallererst widmen wir uns dem Tartare des tomates. Dazu die dafür vorgesehenen Tomaten kreuzförmig einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen und Haut abziehen. Dann filetieren wir sie (ich habe festgestellt, dass das sehr gut geht, wenn man sie längs halbiert, den Strunk herausschneidet und dann nochmal quer halbiert – dann noch ein Schnitt und das Innere ist raus). Die Tomatenfilets klein schneiden und in das kleine Sieb geben, Sieb auf kleinen Topf stellen, die Schale oben auf die Tomaten und diese wiederum beschweren (ich habe meinen Steinmörser genommen). So dehydriert man die Tomaten, das Ganze lässt man am Besten über Nacht, ein paar Stunden am Tag reichen aber auch, stehen. (Der klare Tomatensaft eignet sich übrigens hervorragend für eine klare Tomatensuppe, dafür bräuchte man aber wesentlich mehr).

Wenn die Tomaten dann gut dehydriert sind und wir anrichten wollen, das Basilikum fein hacken, Scharlotte fein würfeln und alles unter die Tomaten mischen und vorsichtig mit Olivenöl beträufeln. Spannend ist, dass jetzt das Olivenöl die Tomatenstücke wieder hydriert – also aufgesogen wird. Deshalb hier vorsichtig sein und immer wieder etwas Olivenöl dazu geben und die Masse durchmischen und das so lange, bis die Tomaten gesättigt sind. Am Ende noch mit Salz und etwas Pfeffer würzen und erstmal beiseite stellen.

Für die Fromage de chèvre farci à la tomate das trockene Weißbrot, Olivenöl, Salz, Knoblauch (und wer will Kapern, Kräuter …) zu einer groben Paste zerdrücken, Ziegenkäse gewürfelt dazu geben und nochmal vermengen. Danach oben den Deckel der Tomaten abschneiden und diese aushöhlen; dabei hilft ein kleiner Löffel oder ein kleines Küchenmesser. Am Ende die Tomaten nochmal auswaschen und mit der Brot-Käse-Masse befüllen. Tomaten in die kleine Auflaufform geben, ein Tröpfchen Öl dazu und möglichst aufrecht ca. 25 Minuten im Ofen bei 180° backen.

Für den Salade ebenjenen waschen und im Schraubverschlußglas aus Sahne, Walnußöl und -essig, Balsamico und etwas Salz eine Vinaigrette aufschütteln.

Für das Carpacchio die Tomate in feine (2-3 mm) Scheiben schneiden und je drei der größten auf einem Teller anrichten, Petersilie darüber streuen und kurz vor dem Servieren mit dem Apfel (oder Cidre)-Essig und dem Olivenöl beträufeln.

Tomatentartare. Jetzt den kleinen Servierring nehmen und von oben mit Tomatentartare befüllen, das Ganze fest drücken und Ring nach oben abziehen. Wir machen je zwei dieser Türme je Teller. Das Olivenöl bleibt eine Weile darin, trotzdem sollte man das erst kurz vor dem Servieren machen.

Salade. Salatblätter auf die beiden Teller verteilen und mit der Vinaigrette beträufeln – auch hier, nicht zu viel Sauce, sonst läuft die unten wieder raus und stört den Geschmack der anderen Komponenten! Je eine der Fromage de chèvre farci à la tomate dazu legen und die Teller servieren (wer’s ganz dolle machen will, zieht den gebackenen und gefüllten Tomaten noch die Haut ab).

Dazu trinken wir einen dieser geilen südfranzösischen trockenen Rosé-Weine, die nur die Franzosen so machen können. Da kann mir keiner was erzählen. Ayez un bon appétit et santé!

Ελλάδα und seine Landküche – noch ein Klassiker: Spanakopita

Jetzt ist aber bald mal gut mit immer nur griechisch… Ich verspreche euch, bald fahr‘ ich nach Afrika, dann wird auch das meine Küche beeinflussen. Afrikanische Klassiker :nachdenklich:

Aber zurück ins hier und jetzt. Ein echter Klassiker, denn wer von griechischer Landküche spricht und Spanakopita nicht erwähnt, wurde die längste Zeit als Pseudo-Küchen-Kenner anerkannt. Ich habe zwar keine Ahnung, wo in Griechenland bei 40° und monatelangem strahlendem Sonnenschein samt blauen Himmel soviel Spinat wachsen soll, aber Spanakopita gibt es immer & überall. So auch von der Frau unseres Ferienhausvermieters als wir anlässlich unseres Urlaubs auf dem Peleponnes auf ein Getränk eingeladen wurden.

Die grundsätzliche Zubereitung ist meistens recht gleich, die Unterschiede ergeben sich mit Sicherheit im Wesentlichen beim Würzen (manche würzen intensiv mit Zimt) oder im Verhältnis Spinat zu Feta. Egal, hier ist meins:

 

χρειάζεστε

  • eine Auflaufform
  • einen Topf mit Gerät zum Rühren
  • einen Backpinsel
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος

  • 6-8 Blätter Phyllo-Teig – kaufen ist einfach, aber feige, man kann den auch selber machen…
  • 800g frischer oder 400g tiefgefrorener Spinat (wenn tiefgefroren, dann ganze Blätter)
  • 1 mittelgroße (rote) Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400g griechischer Feta
  • ein Ei(gelb)
  • 5 EL & 2 EL Olivenöl
  • 2-3 EL Sesam
  • frisch gemahlener Zimt

<Los geht’s>

wenn (frischer Spinat) {
Spinat waschen;
dicke Stengel abschneiden;
grob hacken }

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, im Topf mit Olivenöl bei sanfter Hitze anschwitzen, Spinat dazu geben. Knoblauch schälen, fein hacken und dazu geben und einige Minuten unter gelegentlichem Rühren zusammen köcheln. Wenn der Spinat frisch ist, kann man die Blätter auch sukzessive hinzugeben und zusehen, wie wenig am Ende übrig bleibt.

Den Feta mit der Hand zerbröseln, Petersilie fein schneiden und beides zum Spinat in den Topf geben. Das Ganze nochmals unterrühren und kurz erhitzen, dabei nach Geschmack mit Zimt abschmecken.

Die Auflaufform mit ca. 2 EL Olivenöl ausfetten, ein Blatt Teig hineinlegen und in die Ecken andrücken, überstehenden Teig Richtung Mitte zurückfalten. Dabei hilft es, das der dünne Teig schnell durch das Öl weich wird (sonst ginge auch ganz ungriechisch Butter). Eine Ladung Spinat/Feta-Mischung hinzugeben, mit einem Blatt Teig abdecken und so weiter verfahren bis Teig und/oder Spinat-Feta-Mischung verteilt sind. Vor der letzten Schicht nochmal 2 Blätter Teig zunächst in die Seite einarbeiten, so dass diese später als Deckel fungieren können, mit der restlichen Spinat-Feta-Masse auffüllen und abdecken und die Blätter an den anderen Seiten am Rand einschieben.

Das Ei aufschlagen und das Eiweiß in ein Schüsselchen/den Ausguß geben, das Eigelb in einer Eierhälfte belassen und den Auflauf damit einpinseln und den Sesam drüber streuen.

Das ganze nun für ca. 35 Minuten bei 160° Umluft in den Ofen geben. Sollte der Deckel oben noch nicht braun sein, einfach noch 2-3 Minuten mit Oberhitze arbeiten. Man ißt die Spanakopita sofort oder auch kalt – dann passt sie super auf jede Mezze-Tafel.

</that’s it>

Eines noch zum Thema: „That’s it“ – Wenn man auf den gängigen Kochplattformen schaut, wie dort eine „echt griechische Spanakopita“ angegangen wird, kriegt man das kalte Grausen. Von Quark und Romano-Käse (wo bitte gibt’s den in Griechenland??), Spinatkuchen mit dem Blubb bis hin zu griechischer Hack-Spinat-Kuchen (Spanakopita) ist alles drin. Leute, euer ernst? Ich lösch‘ das Internet….

Ελλάδα und seine Landküche – der Klassiker: Souvláki

Wer auf meinem Blog desöftern meine Texte samt Rezepte verfolgt, der wird festgestellt haben, dass ich ein Faible für echte Klassiker habe. Egal ob Spaghetti Carbonara, Salat Lyonnaise oder einfach nur Tzatziki – diese Ur-Rezepte haben einfach Ihre Daseinsberechtigung, weil Menschen frühzeitig erkannt haben, was gut zusammen passt. Ebenso darf auf (m)einer Zusammenschau griechischer Landküche natürlich derdiedas Souvláki (σουβλάκι) nicht fehlen. Aber wer denkt, dass man dazu doch einfach Fleischwürfel auf Holzspieße steckt, der sollte vielleicht doch mal das hier probieren….

χρειάζεστε

  • einen Grill (Gas- oder besser noch Holzkohlegrill)
  • eine Schüssel
  • einen Löffel oder ähnliches zum Rühren
  • eine Zitronenpresse
  • 6 Holzspieße
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος (für 6 Spieße)

  • 400-500g Bio-Schweinefleisch, Nacken, es geht auch Filet)
  • 3 Knoblauchzehen
  • Saft von 1 Zitrone
  • Meersalz
  • 3-4 EL frischen oder 1-2 EL getrockneten Oregano
  • 5-6 EL Olivenöl

Knoblauch schälen, fein hacken und mit Zitronensaft, Olivenöl, Oregano und ca. 1 TL groben Meersalz in der Schüssel zu einer Marinade verrühren. Das Fleisch grob in ca. 3×3 cm große Würfel schneiden und in die Marinade geben, gut durchmischen.

Das Ganze idealerweise 24h an einem kühlen Ort (Kühlschrank) abgedeckt durchziehen lassen, dabei die Fleischwürfel gelegentlich durchmischen, damit alle mal oben oder mal unten marinieren. Gut durchgezogen ergibt das einen frischen Kräuter-Zitronen-Geschmack, der nachhaltig im Fleisch bleibt. Ca. 10 Minuten vor dem Essen das Fleisch auf die Holzspieße stecken und von allen Seiten auf dem Grill grillen, dabei darauf achten, die Spieße zwar durch zu grillen, aber nicht zu lange auf dem Grill belassen, dann wird das Fleisch zu trocken.

Man kann das jetzt so Essen, Brot und Tzatziki dazu reichen oder man kann auch sehr schön Souvláki-Sandwiches (Pita) machen, indem man das Fleisch in ein kleines Pita-Brot wickelt und etwas Salat, Tzatziki, Tomate und was man sonst so mag dazu gibt. Das Bild rechts habe ich „geliehen“, da ich kein eigenes gemacht habe, ich hatte Hunger ;-).

Ελλάδα und seine Landküche – Paste aus gegrillter Paprika und Feta mit Aubergine

Am ersten Abend in unserem Örtchen Leonidio waren wir essen. Drei Leute, dreimal Vorspeise, dreimal Hauptgericht, drei Bier und eine Kola, Nachtisch ohnehin für lau. Kosten? Vierzig Euro. Warum koche ich eigentlich da noch selbst?

Egal, eine Sache, die auf der Vorspeisenplatte an dem Abend auftauchte war eine Paste, die offensichtlich aus zerdrückter gegrillter Paprika mit Feta bestand. Das hab ich mir gemerkt, ihr Griechen und das geht so:

χρειάζεστε

  • einen Grill
  • eine kleine Schüssel und eine große Schüssel
  • eine Gabel
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος

  • 2-3 Spitzpaprika
  • 1 große der 2 kleine Aubergine/n
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150g Feta
  • 2 EL griechischer Joghurt (10%)
  • reichlich Olivenöl
  • Salz

τότε λοιπόν ας αρχίσουμε! Auberginen in Scheiben schneiden, salzen und etwas Wasser lassen lassen. Die Paprika waschen und so wie sie sind auf den Grill legen, gelegentlich wenden. Die Haut darf dabei gerne verbrennen, Hauptsache das Fruchtfleisch wird gebacken und verbrennt nicht. Das dauert je nach Hitze und Art der Paprika 10-15 Minuten.

Man kann die Paprikas nun zwecks Kühlung in einen Eimer mit Wasser werfen. Echte Griechen, Männer, Zentauren, Odysseus und solche die es werden wollen, nehmen einfach die behornhauteten Hände und ziehen die Haut direkt ab, entfernen die Kerne und zerreißen die Paprika in längliche nicht zu kleine Stücke.

Die Auberginen abtropfen und in der großen Schüssel mit Olivenöl und zerdrücktem Knoblauch einige Minuten ziehen lassen, danach auf dem Grill von beiden Seiten goldbraun braten.

In der kleinen Schüssel Feta und etwa die Hälfte der Paprikastreifen mit der Gabel zerdrücken, Joghurt hinzugeben und vermischen.

Auf dem Teller Aubergine und Paprika abwechselnd tortenförmig anlegen und in die Mitte einen großen Klecks der Paprika-Feta-Paste geben. Dazu passt natürlich ein frischer Weißwein oder einfach ein kaltes griechisches Bier und natürlich Weißbrot.

Die Paste kann man natürlich auch in zig anderen Varianten einer Mezze-Tafel zufügen.

 

Mairübstiel-Rübchen-Suppe mit Ziegenfrischkäse, Estragon und grünem Spargel

Zuletzt hatte ich nochmal Rübstiel klassisch rheinisch gemacht, weil es das leckere Zeug jetzt überall auf dem Markt gibt. Daneben liegen dann oft Bündel mit prallen weißen Rübchen. Dies sind die Früchte, die sich entwickeln können, wenn man den Rübstiel nicht zu dicht pflanzt. Vom Geschmack her könnte man sagen, der tendiert in die Richtung Kohlrabi light – will sagen, das die Mairübchen durchaus einen feineren Geschmack als Kohlrabi haben, denn es fehlt der typische Kohl-Geschmack. Dafür kommt der latent säuerliche Rübstiel-Geschmack sehr schön durch.

Das Ganze noch kombiniert mit dem Geschmack des ja eher selten eingesetzten Estragon und grünem Spargel als Einlage und fertig ist die perfekte Frühlings-Vorspeisen-Suppe.

Auch im Mai hinterher zu spülen:

  • einen Topf für die Suppe und einen kleinen Topf
  • einen Pürierstab
  • eine kleine Schüssel zum schlagen der Sahne
  • Mixer mit Sahnequirlen
  • ein Sparschäler
  • ein Kochlöffel
  • Messer & Brett

Jetzt im Mai besonders gut erhältlich (Vorspeise für 4):

  • 300-400g Mairübchen
  • eine mehlig kochende Kartoffel (ca. 100g)
  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 kleine Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50g Butter
  • 100g Sahne
  • 50g Ziegenfrischkäse
  • 400ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • 0.1l trockener Weißwein
  • je 1/2 EL gehackter Estragon und Bohnenkraut (Kerbel würde sich vermutlich auch gut machen)
  • Pepe e Sale

Das Weiße der Frühlingszwiebel, Scharlotte und Knoblauch fein würfeln. Mairübchen waschen und Enden abschneiden, danach grob würfeln. Aus den groben Würfeln einige Stücke heraussuchen und fein würfeln, getrennt beiseite legen (das ist später für die Einlage). Kartoffel schälen und ebenfalls würfeln.

Im größeren Topf Zwiebel und Knoblauch in der Butter vorsichtig anschwitzen und nach 3-4 Minuten die Kartoffel- und groben Mairübchenwürfel hinzugeben und bei geringer Hitze einige Minuten anschmurgeln. Anschließend mit dem Weißwein ablöschen und auch die Brühe dazu geben. Das ganze für ca. 10-12 Minuten bis die Rübchen und Kartoffel weich sind vor sich hin köcheln lassen. Währenddessen können wir die getrennten kleineren Würfel im kleinen Topf 5 Minuten mit dem Spargel kochen, so dass beides noch bißfest ist. Die Sahne im kleinen Topf steif schlagen.
Erst wenn die Sahne steif ist, den Ziegenfrischkäse dazu geben und alles nochmal kurz untermischen, so das eine homogene Masse entsteht. Zuletzt
das Grüne der Frühlingszwiebel fein hacken und mit den feinen Mairübchenwürfeln vermengen und beiseite stellen. Die Spargelstangen längs wie quer halbieren und ebenfalls beiseite stellen.

Herd unter dem großen Topf ausschalten und Kartoffeln und Rübchen sehr fein pürieren, dann Sahne-Frischkäse-Mischung unterheben und vorsichtig verrühren (wenn wir damit dem Pü-Stab rangehen zerfällt uns die durchaus gewollte Fluffigkeit), mit Salz und wenig Pfeffer abschmecken.

Beim Anrichten jeweils 1.5 Kellen der Suppe in einen Suppenteller geben, ein Eßlöffel Mairübchen-Frühlingszwiebel-Grüns hinein geben und einige Stücke vom Spargel oben auflegen. Das Ganze mit Estragon und Bohnenkraut bestreuen und mit einem Stückchen Brot servieren.

Dazu gab es einen Chateau Vignao „Entre deux Mers„, einen fruchtigen wie trockenen Weißen aus dem Bordeaux. Rund.

Rote Beete mit Kresse-Öl und Kräuter-Salat

Leute, es ist Frühling! Genießt das Wetter, die frischen Erdbeeren, den Spargel, die frischen Kräuter, alles gibt es jetzt in hervorragender Qualität und man kann so viel damit machen! Dazu kann man draußen sitzen, schlürft beim Essen an einem frischen Rosé und fragt sich, warum es diesen Winter eigentlich überhaupt gibt. Oder man hat ihn schon komplett vergessen. Hier ein Salat/Vorspeisenvorschlag, bei dem man vor Frische gar nicht mehr weiß, wie einem geschieht…

Im Frühling wird dieses Werkzeug benötigt:

  • ein Topf
  • ein Mörser
  • ein kleiner Löffel
  • ein Schraubverschlußglas
  • Messer & Brett
  • 2 Teller zum Anrichten

Es wird diese frühlingsfrische Ware gebraucht (für 2 Portionen als Vorspeise):

  • für die Rote Beete
    • 1 rote (oder gelbe) Beete
    • ca. 80g Feta
    • 2 EL Walnußessig
    • 2 EL sehr gutes, durchaus scharfes Olivenöl
  • für das Kresse-Öl
    • ca. 15g frische Kresse
    • 4 EL sehr gutes, durchaus scharfes Olivenöl
    • Fleur de Sel
  • für den Salat
    • 4 frische Spinatblätter
    • 1 Bund Sauerampfer
    • 4 Blätter Radicchio
    • 1 handvoll Rucola Blätter
    • 1 handvoll Bärlauch
    • 2 EL frische Kresse
  • für die Salatsauce
    • 3 EL sehr gutes, mildes Olivenöl
    • 1 EL Walnußöl
    • 2 EL Apfel- oder Cidre-Essig
    • 1 EL weißer Balsamico im Eichenfaß gelagert (schmeckt etwas rauchig)
    • 1 TL Früchtesenf Birne
    • etwas Fleur de Sel

Zunächst kochen wir die rote Beete für ca. 15 Minuten in Wasser, danach abkühlen lassen. Währenddessen zermörsern wir die Kresse mit etwas Fleur de Sel und 2 EL gutem Olivenöl, so fein, das wirklich keine Stiele mehr da sind. Das Kresse-Öl mit weiteren 2 EL Olivenöl vermengen und für ca. 4 Stunden ziehen lassen.

Alle Zutaten für die Salatsauce in das Schraubverschlussglas und per Schütteln vermengen. Anschließend von der Roten Beete je Portion 3-5 feine Scheiben abschneiden und auf dem Teller anrichten und den Feta darüber verteilen. Das Kresse-Öl darüber träufeln und mit jeweils 1 EL Walnußessig und gutem Olivenöl besprenkeln.

Alle Salatkräuter nach Frühlingslust klein schneiden, vermengen und mit der Salatsauce beträufeln, Kresse oben drüber streuen und das Ganze mit frischem Weißbrot und einem frischen und kühlem südfranzösischem Rosé servieren..