Schon wieder Wintergemüse: Lieblingsporree mit Parmesan

Es ist Winter. Natürlich kann man alles an Gemüse kaufen, was man sich wünscht. Aber selbst wenn einem der ökologische Fußabdruck noch egal ist, so wird sich der geübte Gourmet spätestens beim Geschmack von blassen Gewächshaustomaten sehnsüchtig an den Sommer erinnern und anfangen zu überlegen, was man denn mit dem aktuell erhältlichen heimischen Gemüse außer Rotkohl mit Klößen so anstellen kann.

Und da kam mir es gerade sehr recht, das mein Lieblings-Bioladen gerade wunderschöne Porree-Stangen im Angebot hatte. Ich hatte das anbraten und langsame Kochen von Porree schon mal gehört, aber wenn man Gemüse in Wasser kocht, geht auch immer etwas Geschmack flöten. Und hey, es ist Winter, das bisschen Sahne merken wir gar nicht!

Aus dem Schrank brauchen wir:

  • einen Gas-(Grill)
  • eine kleine Pfanne mit Deckel
  • eine Parmesanreibe und eine Muskatreibe
  • Messer & Brett

Aus dem Kühl- und Gewürzschrank brauchen wir:

  • eine Stange Porree
  • 1-2 EL Olivenöl
  • 5-6 EL Sahne
  • etwas Muskatnuß
  • 50g Parmesan
  • Pepe e Sale

Den Porree putzen, so das vom Grün nur noch das blasse dran ist  (der Rest kann in die Suppe) und die Stange möglichst gleichmäßig gerade ist. Mit Olivenöl einreiben und auf dem Grill von allen Seiten gut anbräunen.

Die Pfanne aufstellen, die Sahne hinein geben und leicht mit Muskatnuß, Pfeffer und Salz (Fleur de Sel) würzen, den Porree dazu geben und mit Deckel bei kleiner Hitze für etwa 10-12 Minuten garen. Porree in mundgerechte Stücke teilen, den geriebenen Parmesan darüber geben und warm servieren.

Es ist himmlisch, glaubt mir!

süß-bitterer Übergang: Ziegenfrischkäse in Basilikum-Öl mit Erdbeer-Bohnen-Spargel-Salat auf Radicchio

Da isser endlich. Der Sommer. Mit sonne, Hitze, Schweiß und … ja und ich weiß nicht wie es euch geht, aber gerade jetzt wo es so heiß ist, schreit alles in mir nach Frische, Salat und kühlen Speisen. Dazu bin ich ja schon auch so ein kleiner saisonal-regional-Essen-Junkie und es nun mal Erdbeer- und Spargelzeit! Und dann erinnerte ich mich an das erste Rezept, das ich von meiner Tante übernommen habe, wo man den Ziegenfrischkäse mit Rosmarin in Olivenöl einlegt und das Ganze zu grünem Spargel isst. Warum nicht all diese geilen Zutaten wie Spargel, Ziegenkäse, Basilikum, Erdbeeren und Balsamico mit der leichten Bitterheit des Radicchio paaren? Ein Übergang von süß zu bitter, Gegensätze, die sich unweigerlich anziehen. Es ist ein gelungenes Experiment. Und blogtechnisch betrachtet könnte ich einfach schreiben: Schon wieder Spargel, grün.

 

 

 

 

Bis zum Servieren brauchen wir:

  • eine kleine Schale
  • ein Spargelschäler
  • ein kleiner Töpfe
  • Messer & Brett
  • pro Portion ein tiefer Teller

Bis zum Servieren verarbeiten wir (pro Portion):

  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 6-8 grüne Brechbohnen
  • 5-7 Erdbeeren
  • 1/4 Kopf Radicchio (mittelgroß)
  • 1-2 Kirschtomaten
  • 2 Ziegenfrischkäse
  • 5-7 Basilikumblätter
  • sehr gutes, mildes Olivenöl Olivenöl zum Einlegen und später für den Salat
  • 2-3 EL sehr guten Balsamico-Essig
  • 1 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Das machen wir am besten einige Stunden vorher: Den Ziegenfrischkäse in Olivenöl mit dem gehackten Basilikum einlegen und kalt stellen.

Ab jetzt brauchen wir noch etwas 20 Minuten, denn das Gesamtkunstwerk sollte ganz frisch auf den Tisch: Spargel waschen, unten abschneiden und nach Bedarf schälen. Bohnen auch waschen und Enden abschneiden. Da Spargel und grüne Bohnen in etwa gleich lang brauchen um bißfest gar zu werden, habe ich sie zusammen gekocht. Dazu alles in den kleinen Topf geben, zu 2/3 mit leicht gesalzenem Wasser bedecken und zusammen etwa 5-6 Minuten kochen, dann Wasser abschütten und Topf mit kaltem Wasser auffüllen, so das der Garvorgang abgebrochen wird.

Den Radicchio in feine Streifen schneiden und unten in den Servier-Teller als kleinen Berg aufschichten. Das ist sozusagen unsere Salatbasis, die dient als leicht bitterer Geschmacksgegenpol in Lauerstellung ;-).

Nun die Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln, auf dem Radicchio verteilen und leicht pfeffern. Spargel und grüne Bohnen oben darauf drappieren. Das ganze mit Balsamico-Essig und Zitronensaft beträufeln und leicht salzen. Am Ende je Portion 2 Ziegenfrischkäse mit reichlich Öl und Basilikum auf den Salathaufen legen, mit Kirschtomaten garnieren und sofort mit frischem Weißbrot servieren.

Wein? Ich finde, es passt jedder trockene (französische) Rosé, ich hatte einen Cuvée de la Salette aus der AOC Coullioure, ein Urlaubsmitbringsel (das man aber auch in Deutschland bestellen kann), den man auch zu Rotkohl-Salat geniessen kann.

Die Straße gehört uns (allen) – holen wir sie uns zurück! Mit dabei: das Sonnenfrühstück

Obwohl nicht Mitglied im ADFC, aber mich hat das kürzlich herausgegebene Motto die Straße zurück erobern tatsächlich zum Nachdenken gebracht. Denken wir mal darüber nach, wieviel Raum in unserer Umgebung (ich wohne in der Stadt), tatsächlich von Straßen eingenommen werden, stellt man sich wirklich ernsthaft die Frage, ob wir diesen ganzen Raum wirklich komplett den Autos (und Motorrädern) überlassen wollen?
Okay, vermutlich kennen wir fast alle solche Straßenfeste, wo einmal im Jahr dann eine Seitenstraße abgesperrt wird, aber das war es dann auch meist. Damit einher geht das Thema, wieviel wir eigentlich mit unseren Mitmenschen kommunizieren, falls man diesen denn überhaupt mal begegnet….? Aber ich kann alle beruhigen, die Lösung gibt’s bei OBI, bei Bauhaus oder etwas neutraler, im Baumarkt eures Vertrauens.

Wir wohnen wirklich schön in unserem beschaulichen ehemaligen Bundesdorf Bonn. Ich schätze es zudem, das wir keinen Platz mit sowas Unnötigem wie einem Vorgarten verschwenden (am Ende müsste man da ja auch noch Beet- oder Rasenpflege betreiben). Aber es gibt dennoch ein Problem bei einem Haus, das recht deutlich vorne nach nordost und gartenseitig nach südwest ausgerichtet ist: Die Morgensonne – die gibt es auf unserer Terrasse nämlich nicht und damit fällt dann das Draußen-Frühstück in der Sonne regelmäßig aus, denn die Sonne scheint nur vorne. Abhilfe könnte da tatsächlich der Vorgarten schaffen, aber den gibt es ja wie gesagt nunmal nicht. Kombiniert man aber jetzt das Motto Straße zurück erobern  mit mehr Kommunikation mit den Mitmenschen pflegen und mit dem (nicht-existenten) Vorgarten, dann wird langsam ein Schuh draus. Was fehlt ist das Grün, aber das gibt es als Rasenteppich zum Glück in jedem Baumarkt.

Also, 4×2 m davon in einfacher Qualität kosten übersichtliche ~15 Euronen. Dann noch das Auto weggeparkt, Teppich ausgerollt, Tischchen drauf und schon steht der Raum für das Wochenend-Sonnenfrühstück. Die neugierigen Nachbarn kommen dann von ganz alleine…. 😉

Kaiserlich? Cesar’s Kartoffelsalat zum Finaleinzug.

Ein paar Strahlen Sonne reichen schon den männlichen Grillmeisterinstinkt zu wecken. So geschehen vergangenen Donnerstag, als es vermeintlich ein paar Grad wärmer war als gedacht. Das mir nach dem großen Sieg des BVB über die Jammerbayern ohnehin die Sonne aus allen Poren strahlte, hat den Effekt wohl noch verstärkt … doch was dazu machen? Ich entschied mich für diese schnelle Kartoffel-Salat-Variante, auf die Fährte brachte mich ein eingetrockneter Rest einer echten Cesar’s Salat Sauce vom vergangenen Wochenende.

Strahlt hinterher nicht mehr wie elf Borussen auf dem Rasen:

  • ein kleiner Topf
  • eine kleine Schale
  • ein Schneebesen
  • 2 Eßlöffel
  • Messer & Brett

Kommt rein (für 2) in die Startelf:

  • 6-8 Drillinge oder andere festkochende kleine Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4-5 Oliven
  • je 1 EL fein geschnittener Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und Kresse
  • 1 EL eingesalzene Kapern
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Senf (Dijon, was sonst?)
  • mildes Olivenöl
  • 3-4 EL frisch geriebener Parmesan
  • Pepe

Die Kartoffeln in der Schale kochen, bis sie durch sind. Währenddessen die Kapern wässern und ausdrücken, das Ganze mehrmals wiederholen, um sie auf ein erträglich salziges Maß zu bringen. Danach die Kapern (die ersetzen bei mir die Sardelle, da ich keinen Fisch vertrage) und den Knoblauch fein hacken und mit Eigelb, 1 EL Zitronensaft und Senf in der kleinen Schüssel mit dem Schneebesen vermengen und dann rührend tröpfchenweise Olivenöl hinzugeben, fast so als würde man Aioli anrühren. Sobald die Sauce andickt, den Parmesan drunter heben und bei Bedarf noch mit etwas Zitronensaft die Säure verstärken, dann die Sauce erstmal beiseite stellen. Bei mir wanderten übrigens so etwa 0.1l Olivenöl hinein, aber aufpassen denn zuviel Olivenöl führt dazu, das die Sauce zu scharf im Abgang wird (ich nehme für Aioli wenn überhaupt auch nur sehr wenig Olivenöl).

Die Kartoffeln mit kaltem Wasser abschrecken, wer mag macht die Schale ab, dann die Kartoffeln, je nach Größe, in Viertel oder Achtel schneiden. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, die Oliven in Scheiben schneiden und alles mit den Kräutern zusammen mit den Kartoffeln vermengen. Die Sauce darüber geben und nochmal ordentlich durchmischen, lauwarm zum Entrecôte servieren.

Direkt auf die Hüfte: Rotwein-Birne mit Cramberry-Juice und Schokoriegel-Kakao-Sahne

tmp_9422-dsc_04631660114988Es ist Winter. Es ist kalt. Vorbei die schönen, warmen Tage des Jahres, an denen wir unbeschwert in guter Verfassung, schlank wie Adonis in kurzer Hose bestes Gemüse in der Außenküche im Paradies bereiten konnten. Was bleibt? Die Aussicht auf den Sommer 2017 und bis dahin frustriertes „bleibt-gleich-auf-der-Hüfte-mir-doch-egal-Frustessen“.

Hauptsache schmeckt.

Dazu kam das die plärrenden Määhtespänz schnörze kame (Kinder mit Fackeln klingeln zwecks Süßigkeitenerhalt singend nach den Umzug) und da noch einiges an Süßigkeiten übrig blieb.

Und zur Abwechslung machte ich also mal wieder einen Nachtisch.

In verdrecktem Zustand zurück bleiben:

  • ein Topf
  • eine hohe Rührschüssel samt Rührgebiet und Sahneschlegeln
  • ein Teller
  • ein Schälmesser
  • ein Löffel
  • Messer & Brett

tmp_9422-dsc_0457-25494798In perfekt zueinanderpassendem Zustand verarbeiten wir (für 4):

  • eine große Birne, möglichst fest
  • 1/2 l Rotwein oder je 1/4l Rotwein & Rosé & 1 Glas für den Koch
  • 250g Sahne
  • 2 kleine Schokoriegel, ideal mit Karamelfüllung
  • 2 handvoll getrocknete Cramberrys
  • 1 EL Kakaogetränke-Pulver
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Stärkepulver
  • 2 Stück Sternanis
  • 1 Stück Zimtkassie (oder Zimtrinde)
  • 1/4 Vaniellestange

tmp_9422-dsc_04651586542665Wir trinken zunächst den W… ääääähh — machen zuerst die Sahnecreme :-o. Dazu Kakao und Sahne in der Rührschüssel mischen und die Sahne fast steif schlagen. Die Schokoriegel (auspacken!!!) auf dem Brett in feine Streifen schneiden und fein hacken, zur Sahne geben und alles fertig steif schlagen und kalt stellen (und Schlegel ablecken, schmeckt Bombe und wandert direkt auf die Hüfte – und ein Schluck Wein für den Koch zum Nachspülen in die Kehle).

Nun die Birne schälen, Vierteln und Kerngehäuse herausschneiden. Die Viertel in den Topf geben und im Wein ca. 12-14 Minuten kochen, wenn die Birne vorher weich wird, auch gut, dann ist sie eben früher fertig. Die Birnen-Viertel herausnehmen und auf den Teller beiseite legen.

Den Wein im Topf lassen, Cramberrys, Zucker, Sternanis, aufgeschnittene Vanillestange und Zimt dazu geben und das Ganze um mindestens die Hälfte einreduzieren. Am Ende das Stärkepulver in etwas von dem Sud auflösen und dazu geben, Sternanis, Vanille- und Zimtstange entfernen, umrühren und Juice beiseite stellen.

Zum Anrichten brauchen wir 4 Schälchen. In jedes legen wir ein Birnenviertel, einen guten Löffel vom Juice oben drüber und ein ordentlicher Schlag Hüft-Schoko-Kakao-Sahne daneben.

Guten Appetit und ich hoffe, ihr habt vorher nicht schon zuviel gegessen!

Wein? -> Ja: Rot – oder Rosé tut’s auch.

Auf den Sommer 2017. Prost.

 

Was schnelles für heiße Tage: Fladenbrot-Schnittchen mit Spinat-Feta

Die letzten Tage waren ja nun mal recht heiß. Für mich persönlich nicht nur wegen des Wetters, sondern wegen der gerade gelaufenen FOSS4G Konferenz, deren Vorsitz ich führen durfte. Und daher ist die Kreation, die ich jetzt vorstelle zwar schon einige wenige Tage her, aber es soll ja wieder warm werden, insofern passt das zumindest zeitlich ;-).

Dazu kommt, das ich dem allgemeinen Vorurteil, wir hier im Rheinland würden scheinbar nur Sauerbraten vom Pääd, Himmel un Äädt (met Öllije un Flönz) un Halver Hahn essen, entgegentreten und den eigentlichen Star der rheinischen Küche vorstellen: Das Schnittchen.

Schon der Satz „Ich mach uns ein paar Schnittchen“ klingt für jeden Rheinländer wie eine Einladung zum Verweilen. Hier nun also das nicht ganz rheinische Schnittchen mit Spinat-Feta Füllung.

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Wir brauchen:

  • den Backofen
  • eine Pfanne
  • einen Löffel
  • Messer & Brett

Wir tun rein (für 2 zum Sattwerden):

  • 1/2 Fladenbrot
  • 1 Bund frischer Spinat (ca. 500g)
  • 250g Feta
  • 3 EL Creme Fraiche
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Spinat waschen, in ca. 3cm breite Streifen schneiden, dabei die dicken Stiele herausholen. Knoblauch schälen und fein hacken. Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Spinat und Knoblauch dazu geben und immer mal wieder rühren. Nach ca. 10 Minuten den zerbröselten Feta und die Creme Fraiche unterrühren, vorsichtig salzen, leicht pfeffern und erstmal beiseite stellen.

Fladenbrot in Tortenstücke schneiden und diese von der Spitze aufwärts horizontal teilen, dabei aber nicht komplett durchschneiden. Fladenbrot-Tortenstücke mit dem Löffel mit der Feta-Spinatmasse füllen und für ca. 10 Minuten im Ofen überbacken.

Dazu was Weißes. Oder ganz rheinisch, ein Kölsch.

 

die Sache mit dem Paradies und der Zwiebel: Katalanischer Zwibbelskooche

2016. Was ist für eine Jahreszeit? Sommer.

Richtig.

Also?

Ab ins Paradies, was in etwa da liegt, wo es letztes Jahr war. La Roque des Alberes am Fuße da wo im französischen Teil Kataloniens Pyrenäen und Mittelmeer zusammentreffen. Aber das dort als landestypisches Gericht Zwiebelkuchen gereicht wird, das wusste ich nicht. Macht aber nix. Tolle Tarte mit Salat, alleine, wie Ihr wollt. Und geht auch ganz ohne Federweißer, sondern mit Muscat Sec.

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Nous polluons:

  • eine Pfanne
  • eine Tarte-Form
  • eine Schüssel
  • Messer & Brett

Nous besoins:tmp_15029-DSC_07291640953413

  • 250g Mehl (ideal ist Type 550 „Pizzamehl„)
  • etwas Hefe
  • 2 x 1 TL Zucker
  • Wasser
  • Salz
  • 2 EL Olivenöl und noch einmal 1 EL und 10 EL Olivenöl
  • 1 kg frische katalanische Zwiebeln
  • 1/2 rote Paprika
  • 20 kleine schwarze Oliven
  • wer mag 4-6 Sardellen
  • 1 TL getrocknete Kräuter (z.B. Thymian, Rosmarin, …)

tmp_15029-DSC_07271170034605Aus etwas Mehl, Hefe und 1 TL Zucker einen Vorteig rühren. Sobald der aufgegangen ist, das restliche Mehl hinzugeben, soviel Wasser wie nötig, 2 EL Olivenöl und 1 TL Salz zu einem homogenen Hefeteig vermengen, den in der Schüssel beiseite stellen und wenigstens 2h gehen lassen.

Währenddessen die Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden, die Paprika fein schneiden und alles in 10 EL Olivenöl in der Pfanne vorsichtig für ca. 15 Minuten schmoren. Die Kräuter dazu geben und alles beiseite stellen.

tmp_15029-DSC_07291640953413Die Tarteform mit 1 EL Olivenöl einfetten, mit dem Teig auskleiden, die Zwiebelmasse gleichmässig darüber verteilen und obendrauf die Oliven legen. Wer mag verteilt nun auch die Sardellen oben drüber (ich übrigens nicht).

Die Tarte kommt für ca. 25 Minuten bei 170° in den Ofen mit Ober- und Unterhitze. Dazu passt, wie oben gesagt, dieser Muscat Sec der Vignerons des Alberes.

 

Wir träumen von heissen Tagen: eiskalte Apfelsuppe mit Vanille-Creme-Ei(s)chnee

DSC_0491Zugegeben: Selten aber bei Gelegenheit mache ich dann doch auch mal einen Nachtisch. Wichtig für mich als „wenig-süß-Esser“ ist, er soll frisch schmecken und nicht zu süß sein. Wenn das Ganze dann noch so einfach geht und so gelobt wird, wie diese Apfelsuppe, gibt es eigentlich keinen Grund das nicht doch öfter zu tun.

Zum Beschmieren benötigen wir:

  • 4 Gläser + 4 kleine Löffel
  • einen T- und einen E-Löffel
  • zwei hohe Schüsseln
  • den Mixer mit Rührschlegeln
  • den Pürierstab
  • den Sparschäler
  • unser Messer & BrettDSC_0490

Zu Taten brauchen wir:

  • 2 Eiweiß
  • 1 EL Creme Fraiche
  • 1/2 Vanille-Schote
  • 2×2 TL Zucker
  • 2 Äpfel (saure!)
  • wer mag 3-4 EL Sahne
  • 4 TL Preisselbeeren (oder andere rote Marmelade)
  • ca. 10 Eiswürfel
  • 1 Zitrone

Und schnell soll’s gehen: Eiweiß mit 2 TL Zucker und dem ausgekratzten Vanillemark in der 1. hohen Schüssel steif schlagen. Wenn das Ganze fest ist, Creme Fraiche dazu geben und noch einmal ganz kurz durchschlagen. Der Schnee sinkt nun etwas zusammen, die Konsistenz bleibt aber fluffig. Wenn wir wenig Zeit haben, ab in den Eisschrank, ansonsten reicht auch der gute Kühlschrank.

Einen Apfel schälen, den anderen lassen wir mit Schale wegen der Farbe. Die Kerngehäuse herausschneiden und die Äpfel klein schneiden. Alles mit ca. 2 EL Zitronensaft, 2 TL Zucker – wer mag mit der Sahne – und den Eiswürfeln in die 2. hohe Schüssel geben und mit dem Pürierstab fein pürieren (ja, das geht mit den Eiswürfeln!). Die kalte Apfelsuppe sofort in die Gläser verteilen, je einen Teelöffel Preiselbeeren und je einen Eßlöffel der Eischnee-Masse (wenn die Masse fest ist, kann man schöne Kugeln ausstechen) darüber geben, je mit einer dünnen Zitronenscheibe garnieren und sofort an einem heißen Sommertag servieren.

 

 

provencalischer Hühnertopf

Manchmal gereicht es ja, wenn man einen ganz unspektakulären Namen wählt. Weil die Erwartung ist dann halt nicht so groß, aber wenn man dann am Tisch sitzt und diese Mischung aus Thymian, Weißwein, Gemüse in der Nase hat, dann ist der Sommer schon ganz nah! und das Hühnchen vielleicht etwas glücklicher, als wenn es was anderes geworden wäre …

Höhnerfutter(n)

Höhnerfutter(n)

Utensilien:tmp_6827-DSC_03101549728221

  • ein größerer Topf
  • eine Pfanne oder den Grill
  • einen Pfannenwender oder Grillgabel
  • ein Hlozlöffel
  • ein Teller
  • ein kleines Schraubverschlußglas
  • Messer & Brett

Und das kommt hinein ins provencalische Glück:

  • zwei Maishühnbrüstchen, ideal mit „Label Rouge
  • eine Knolle Fenchel
  • eine Aubergine
  • zwei Kartoffeln
  • eine handvoll Rispentomaten (oder 2 normale)
  • zwei Scharlotten
  • eine rote Zwiebel
  • etwa 20 schwarze Oliven, entsteint
  • drei Zehen Knoblauch
  • 1/2l Hühnerbrühe
  • 1/2 l trockener Weißwein
  • 8-10 Zweige Thymian
  • ein Lorbeerblatt
  • etwas Mehl
  • 2 TL Kartoffelstärke
  • Pepe e Sale
  • 0.1 l Olivenöl

Und so geht’s. Die Hühnerbrüstchen trockentupen, mit Mehl bestäuben und auf dem Grill (oder in der Pfanne) anbraten, auf jeder Seite so etwa 4-5 Minuten und auf dem Teller beiseite stellen.

Das gesamte Gemüse putzen und in Würfel (Tomaten, Kartoffeln,Aubergine) bzw. feine Scheiben (Scharlotten, Zwiebel, Fenchel) schneiden. Knoblauch fein hacken, Oliven halbieren. Das Öl im Topf erhitzen und zunächst alles in Scheiben geschnittene einige Minuten andünsten, mit Weißwein ablöschen, gewürfeltes Gemüse, Knoblauch, Oliven, Thymian und Lorbeer dazu geben, umrühren. Die Hühnerbrüste in mehrere Teile zerteilen und ebenfalls dazu geben und mit Brühe angießen, bis alles so eben bedeckt ist. Deckel drauf und für etwa eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze dünsten, gelegentlich umrühren.

Dann den Deckel abnehmen und alles für mindestens eine weitere halbe Stunde unter gelegentlichem Rühren köcheln. Etwa fünf Minuten vor dem Servieren die Stärke im Schraubverschlußglas mit etwas Wasser der Brühe mischen, gut durchschütteln und dazu geben, rühren. Das bindet die Sauce perfekt.

Am Ende Thymianzweige und Lorbeerblätter herausfischen, vorsichtig mit Salz und mit viel frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

In tiefen Tellern servieren, dazu reicht frisches Baguette und ein frischer trockener Weißer – oder im echten Sommer auch ein Rosé. Bei uns gab es einen Michel Laurent Pouilly-Fumé Grande Réserve 2012 (bezogen aus der Metro), das ist ein Sauvignon Blanc von der Loire aus dem kleinen Anbaugebiet Pouilly-Fumé. Sehr charaktervoll, kräftig und ein klein wenig rauchig – der Name Fumé kommt schließlich vom Feuerstein im Boden des Anbaugebietes ;-).

 

Feldsalat mit gebratenen Steinpilzen und cross gebratener Pancetta

DSC_0952Der Sommer verneigt sich langsam und die kühleren Abende sowie das aufkommende Angebot verleiten auch kulinarisch zum Griff in die herbstliche Klamottenkiste. Aber eben nur ein wenig und da trifft es sich sehr gut, das ich neulich diesen fruchtigen Maracuja-Essig erworben habe – kombiniert mit Haselnußöl und Orangen-Velours (eine Art fruchtiger Balsam-Essig) gibt das eine einzigartig fruchtige Salatsauce.

Und das es die ersten frischen Steinpilze gab, hat der Sache auch nicht geschadet. Herausgekommen ist ein bunter Salat mit Pilz und Pancetta als Vorspeise.

Wir brauchen (für 4) folgende Ausstattung:

  • 4 Teller zum Anrichten
  • Messer & Brett
  • Salatschleuder
  • eine Pfanne
  • ein Schraubverschlußglas

Und das an Zugehörigkeiten:

  • 400g frische Steinpilze
  • 2 EL Butter
  • einige Zweige glatte Petersilie
  • 200g Feldsalat
  • 16 Scheiben dünn geschnittenen Pancetta
  • 2 frische Feigen

    die drei Veredler

  • 6 EL Maracuja-Essig
  • 6 EL Haselnußöl
  • 4 EL Orangen Velours
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1/2 TL Honig
  • Pepe e Sale

Zuallererst den Feldsalat waschen und in der Salatschleuder trocken wirbeln. Diesen auf die vier Teller verteilen, Feigen achteln und am Tellerrand verteilen. Aus Essig, Öl, Senf, Honig und Velours im Schraubverschlußglas eine cremige Vinaigrette aufschlagen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Speck auf einen Rost legen und bei 200° im Ofen schön cross braten. Währenddessen die Steinpilze putzen und in Stücke schneiden. Die Pfanne auf den Herd, Butter hinein und die Pilze etwa 5 Minuten anbraten, dabei immer wenden. Am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken und die gehackte Petersilie unterrühren. Vinaigrette auf dem Salat träufeln. Steinpilze obendrauf verteilen und den crossen Speck anlegen. Und dann ganz schnell Essen!