Verlieren wir den Kontakt zu unserem Essen? Was Am**on-Fresh & Co anrichten könn-t-en (und vermutlich auch wollen)

bald nur noch per Express-Lieferung: Frische Melone

(!Achtung! Der Artikel enthält einiges an gepfefferter eigener Meinung!) Jetzt muß ich ja doch mal meine Meinung kundtun. Der auslösende Grund ist, das ich gestern über einen Artikel auf Zeit-Online, der sich dem KickOff von Am**on-Fresh in Berlin widmet, gestolpert bin. Das auch die großen Lebensmittel-Ketten veruchen uns den Lebensmittel-Einkauf mttels Online-Bestellung samt Lieferung schmackhaft zu machen, ist ja bereits bekannt, aber das, was die Alleshändler aus Amerika da verbrechen, hämmert meiner Meinung nach jeglichem Faß den Boden raus.

Worum geht es? Online-Bestellung von Lebensmitteln, soweit so gut, kennen wir, nutze ich nicht. Ich muß Lebensmittel sehen, fühlen, spüren, muß in der Lage sein mir die Frucht, den Salat oder das Stück Fleisch zu wählen, das ich möchte – mal ganz abgesehen vom ganzen Verpackungswahn, den ich versuche zu vermeiden. Aber dann noch vorzuschieben, man würde ja mit lokalen und sogenannten Lieblingsläden kooperieren, das geht mir dann doch entschieden zu weit. Jetzt müssen also die Amerikaner nach Berlin kommen um den Berlinern vorzuschreiben, was ihre Lieblingsläden sind? Dabei unterstreicht der jung-dynamische Statthalter des ganzen Imperiums noch, das man auch „Lieblingsläden aufnehmen würde, die von den Kunden vorgeschlagen werden“, neben – natürlich – den eigens selektierten.

Mein erster Gedanke dazu war, das abgesehen davon, das dieser Auswahlprozeß mit Sicherheit nie und nimmer transparent gemacht wird, das das Ganze das Potential birgt, um die ganze Lebensmittelbranche aus den Angeln zu heben, denkt mal an Air**b, U**R oder seit neuestem F**dora. Okay, vermutlich übertreibe ich, dachte ich, denn schließlich müssen wir Verbraucher ja dann noch blöd genug sein, unsere Lebensmittel tatsächlich dort zu bestellen. Aber in Zeiten, in denen Völker ohne Not die eigene Demokratie abwählen dauert es natürlich nicht lange, bis der erste Volldepp über die Kommentarfunktion jubiliert, das „er dann ja nicht mehr hinter den münzgeldzählenden Rentnern an der Kasse stehen müsse“.

Gut, abgesehen davon, das ich wenig Verbundenheit zu Menschen empfinde, die sich im Nachgang zu Online-Artikeln gegenseitig mit Kommentaren überblöden, muss man an dieser Stelle aber leider eines feststellen: Dieser Mensch liest immerhin die Zeit und nicht die Blöd und vermutlich ist er mit seiner Meinung nicht ganz alleine.

Exklusiv geliefert von DHL: Frisches Baguette

War es das also mit Gemüseständen, Bio- oder Hofläden oder dem Metzger von nebenan, der die seitens des Martkbeherrschers geforderten Mindest-Mengen unter Umständen gar nicht liefern kann oder will? Werden unsere Kinder oder Enkelkinder gar nicht mehr das Gefühl erleben können, wie es ist, in einem fremden Land in einer fremden Umgebung in einen Lebensmittelladen zu gehen und zu spüren, riechen und fühlen, wie und vor allem was die Menschen dort einkaufen? Ein anderes Szenario: Mein Lieblingsladen schließt einen Vertrag mit Am**on-Fresh und liefert nun auch dorthin. Das Ganze läuft gut, wird gerne genommen und so langsam liefert mein Lieblingsldaden nur noch und exklusiv an die Retorten-Manipulierer aus den USA. Und auch auf deren Plattform wird das Gelieferte knapp, weil das auf einmal alle haben wollen. Das ist jetzt vielleicht gut für meinen Lieblingsladen, mit Sicherheit gut für die Amis und vermutlich ganz schlecht für mich. Muß ich dann Am**on-Prime Kunde sein und 10 virtuelle Am**on Cloud-Server betreiben damit ich überhaupt noch was abbekomme?

Ich glaube ich melde mich doch noch zur Marsmission an. Ein schönes Wochenende!
Ach übrigens – ein Nachsatz sei erlaubt (und darauf bin ich immer stolzer): Ich habe noch nie irgendetwas bei diesen Online-Verbrechern bestellt. Und ich denke, das wird so bleiben.

Bier.

tmp_15352-dsc_19691507319810Jetzt kommt mal was ganz anderes, nach gefühlten 200 Rezeptbeiträgen, von denen viele tatsächlich eine Wein-Empfehlung beinhalten, schreibe ich diesmal über der Deutschen Lieblingsgetränk: Über Bier.

Wobei alleine die oben getroffene Aussage trifft ja gar nicht mal nur auf Deutschland zu: Im weltweiten Vergleich steht Deutschland (nein ich sage nicht nur) auf Platz 3 der pro Kopf Biervernichter, hinter den Tschechen (1) und den Iren (2), dicht gefolgt von Australiern und Österreichern auf 4 und 5. Und – keine weitere Sorge – in der nun folgenden 2. Statistik geht es um den Konsumvergleich heruntergerechnet auf den reinen konsumierten Alkohol pro Kopf und Jahr. Da liegen wir Deutschen nämlich lediglich auf einem unterfernerliefensiemit-abgeschlagenen Platz 23. – übrigens nach Luxemburg (22.), Österreich (21.) und Südkorea (13.) und so ziemlich dem gesamten ehemaligen Ostblock samt Ex-Sowjet-Staaten. Na dann Nastrovje

Also, keine Sorgen machen, weiter trinken. Oder besser genießen, denn darum geht es ja in diesem Blog.

Wer aufmerksam durch einen gut sortierten Getränkemarkt geht, wird wie ich festgestellt haben, das es hinsichtlich Bier zwei eindeutige Trends gibt: Zum Einen wächst das Angebot an in Einzelflaschen angebotenen Biersorten stetig. Zweiter Trend sind die plötzlich auftauchenden monströsen Extra-Kühlschränke mit sogenannten Craft-Bieren mit den seltsamsten Namen. Auch davon habe ich mich bereits zum Kauf anstiften lassen, muß aber zugeben, das ich lieber 10 Euro in einen guten Wein der zum Essen passt investiere, als 7 Euro in dieselbe Menge an Bier.

Jetzt fragt man sich, warum habe ich mich anstiften lassen? Ich glaube es liegt daran, das ich, was Essen angeht, um jegliche industriell produzierte Massenware einen großen Bogen mache, ich schaue das ich regionale Produkte kaufe, achte bei der Auswahl oft auf die Jahreszeit, kaufe Bio-Ware wo es sich anbietet, aber beim Bier gibt es seit Jahr und Tag das Gebräu aus der Eifel mit dem weltweiten Ruf, gepimpt durch eine Herde an Marketing-Strategen, ausgedrückt durch den Fanclub Nationalmannschaft oder den nett lächelnden Nachbarn, der, wenn ich seinen Zaun demoliere, erstmal ein paar Flaschen Bier aus dem Keller holt … ?
Nein danke, keine Lust mehr.
Das passt irgendwie nicht zusammen, eine andere Lösung musste her.

tmp_15352-dsc_1970-1081701061Die Gerstensaft-Experimentierphase abseits von lecker Pilsken ist also eröffnet. Und das bedeutet auch, das ich tatsächlich mal abseits des deutschen Dreiklangs Pils-Kölsch-Weizen geschaut habe und bin auf eine – zugegebenermaßen für mich weniger regional ansässige – Brauerei gestossen, die beim Bierbrauen offensichtlich einen alternativen Weg eingeschlagen hat,  ihr Bier aber trotzdem zu Preisen verkauft, die es erlauben, auch mal eine zweite Flasche zu trinken. Ich rede von Störtebeker Brauspezialitäten aus Greifswald. Speziell vorstellen möchte ich heute deren Atlantik Ale.

Es geht also um die Biersorte, die man meiner Meinung nach in einem britischen Pub besser nicht bestellt, da zu warm und oft abgestanden schmeckend. Wobei das mit dem warm ja eigentlich wiedermal eines dieser ach so gemeinen (und doch so großartigen) Vorurteile gegenüber dem Volk von der Insel ist („Ist die Cervisia nicht lauwarm genug? Soll ich sie lassen temperieren?„), denn das britische Bier kommt schlicht aus dem Keller – Cellar cooled sagt der Brite. Also je nach Keller auch manchmal kühl….

Zurück zum Störtebeker Atlantik Ale. Flasche öffnen, der erste Geruch, der in die Nase steigt und den man auch unweigerlich wahrnimmt, hat tatsächlich was von Heu und ja, es kitzelt auch etwas in der Nase. Der erste Eindruck im Mund ist auch völlig überraschend, denn man erwartet ja ein malziges Getränk, das dann – wie meistens beim Bier – sein Hopfenaroma im Mund entwickelt. Das ist hier völlig anders, denn erst dominiert der leicht zitronig-blumig-heuige Hopfengeschmack, dann erst der wirklich erfrischende Biergeschmack, das es wahrlich eine Freude ist! Ich gebe zu, das Bier ist sicher nicht jedermanns Sache und auch ich würde an einem langen Kneipenabend nicht rein auf das Ale setzen wollen, aber für die Freunde des guten Biergeschmacks ist es auf jeden Fall mehr als einen Versuch wert! Genauso wie übrigens auch die (meisten*) anderen Sorten der Störtebeker Brauerei. Und danke dafür, das Ihr mir den Glauben an echte Braukunst zurück gegeben habt.

* den Freunden schottischen Highland Whiskys sei das Schottisch Ale aus über Torf geräuchertem Malz mit 9% Alkohol empfohlen. Aber hier steige ich aus.

Pata Negra oder warum einfach jeder gute Freunde haben sollte

Also wenn ich von zu Hause in mein Büro gehe, gehe ich jeden Tag am Haus von Freunden von uns vorbei. Manchmal trifft man sich dort zufällig, des öfteren auch beim Einkauf im nahe gelegenen türkischen Gemüsemarkt oder bei unserem beliebten Franzosenbäcker. C’est la vie möchte man meinen.

Doch letztens rief mich Peter an und druckste etwas herum, ich solle doch auf dem Nachhauseweg unbedingt mal klingeln, was ich dann auch schon am übernächsten Abend schaffte. Im Kopf noch halb im Büro aber auch schon halb beim „was gibt es denn heute zum Abendessen?“ stieg ich die Treppe zu ihrer Wohnung hoch.

Was Peter mir dann in die Hand drückte und vor allem mein verdutztes Gesicht seht Ihr auf dem Bild mittig auf der Schieferplatte liegen. Pata Negra. Wenn ich Schwein wäre und dürfte über mein Schicksal selber bestimmen, dreimal dürft ihr raten, was ich mir wünschen würde ….

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Womit haben wir das verdient?“ Es stellte sich raus, das die beiden über’s Wochenende in Barcelona waren und dort einen kleinen Laden entdeckt haben, der neben Schinken Käse und Wein aus den nahe gelegenen Pyrenäen verkauft – aber nur von Bauern, die sie selber kennen und deren Produkte es wert sind.

Jetzt muss man zuerst wissen, das ein Serrano ein Schinken ist, ein Jamón Ibérico de bellota (besser bekannt als Pata negra) aber ein Gedicht. Das liegt an der Schweinerasse und an dem, was die zu fressen kriegen:
Eicheln.
Die Verarbeitung der Hinterkeule ist dann wieder recht ähnlich, fachgerecht zurechtschneiden, pökeln und lufttrocknen, und das bis zu 38 Monate! (Ehrlich gesagt, tun mir alle Vegetarier doch ein bisschen leid, andererseits muss man schon sehr standhaft sein sich so einen Genuss zu verwehren….)

Lange Rede, kurzer Sinn. Alle Pläne für das Abendessen wurden gestrichen, ein paar schnelle Tapas mussten her: Also, den Schinken auf die Platte, damit er Raumtemperatur annehmen konnte, in der Zeit habe ich fix ein paar Tapas gemacht: Patatas Bravas, Aioli, Datteln im Speckmantel und gefüllte Champignons & fertig war der würdige Rahmen für das Schinkenfest….

In diesem Sinne nochmals mein herzlicher Dank an Peter & Romi für den Schinken; jederzeit gerne wieder 😉

Pizzaofen die IV.-te: Verputzen statt verputzen

Die letzte Bauphase des Pizzaofens war ich ja noch schuldig, beziehungsweise die Beweisphotos dazu. Denn: Er ist fertig!“ Strahlend weiß und wartet nun auf schönes Wetter, Zeit und viel Holz.

Die letzte Bauphase bedeutete Verputzen – nur leider nicht das, was man mit Pizza oder anderen Leckereien macht – sondern eben verputzen, also Putz drauf und drunter noch was Dämmung. Also habe ich einen Mantel aus Steinwolle geschneidert und dieser mit Kaninchendraht rundherum befestigt wurde und dann in mehreren Phasen den Putz drauf gespachtelt (wieder so ein doppeldeutiges Wort ;-)).

Pizzaöfen sind eben auch Diven auf Ihre Art und wollen warm gehalten werden.

Verarbeitet alleine in diesem Bauabschnitt habe ich 3.5m Steindämmwolle (8cm Stärke), etwa 8m Kaninchendraht, etwa 30 m Draht zur Befestigung, mehrere Haken samt Dübel, zwei Zaunspanner, darauf etwa 90kg Putz, etwa 1l Tiefengrund und 0.8l weiße Fassadenfarbe. Aber gemessen an dem an Zement, der alleine im Fundament steckt, war das nichts!

Es folgt irgendwann als nächster (und letzter Teil): Die Einweihung!

Strahlend weiß und fertig!

Strahlend weiß und fertig!

mit Putz und ohne Farbe

mit Putz und ohne Farbe

und hier noch etwas nackt

und hier noch etwas nackt mit Kaffeetasse

und nochmal in Farbe und in fertig!

und nochmal in Farbe und in fertig!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

neues aus Absurdistan: Diesmal visuell, nicht Gourmet

Da habe ich bei Durchsicht meiner gesammelten Aufnahmen zwecks Sicherung vom Klugtelefon doch so einige nette Snapshots gefunden, die ich ungerne für mich behalten möchte. Daher nun folgend mal kein Rezept, sondern lediglich ein paar nette Bildchen die ich quasi im „Vorbeilaufen“ in den letzten ca. 2 Jahen gesammelt habe. Viel Spaß!

Immer wieder lustig, wenn was fehlt…

Wo auch sonst??

Wo auch sonst??

 

… oder man gerade keinen Lappen zur Hand hat:

Lappen fehlt

Lappen fehlt

… oder einfach nicht so ganz genau auf Sinn und Unsinn der Botschaft achtet:

Logisch, oder?

Logisch, oder?

Tja, Selbassuld, ich würde dort jetzt eher nicht Essen gehen….

Hmmm..... (guck mit gerunzelter Stirn)

Hmmm…..die meinen aber kein Pferd ?? (guck mit gerunzelter Stirn)

 

Ob man dann wirklich noch was anderes braucht … ?

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Warum kaufen? Rotwein-Scharlotten in „Vin de Noix“

Jaja, ich wollte Käsefondue machen. Traditionell ißt der Schweizer dazu diese kleinen eingelegten Silberzwiebeln. Deshalb war ich im Supermarkt und abgesehen davon, das Silberzwiebeln „aus“ waren, habe ich beim Blick auf die Zutatenliste anderer eingelegter Früchte gedacht – braucht man wirklich soviel Zucker? Und natürlich: Kann man das nicht selber machen?

Man kann. und das geht so:

Vin de Noix Scharlotten von unten

Vin de Noix Scharlotten von unten

Wir verferkeln:

  • einen mittelgroßen Topf mit Deckel
  • 4 Marmeladengläser mit Schraubverschluß und Deckel
  • Messer & Brett
  • einen Eßlöffel
  • ein feines Küchensieb
  • den Wasserkocher

    die Zutaten

    die Zutaten

Wir wandeln um:

  • ca. 600g Scharlotten, also für 4 Glöäser brauchen wir ca. 24-28 kleine bis mittelgroße Stück
  • 8 Knoblauchzehen
  • 0.5l Rotwein
  • 0.2l Vin de Noix
  • 4-5 EL Vinaigre de Banyuls (oder anderen Weinessig)
  • 2 EL Zucker
  • 4 Lorbeerblätter
  • 3-4 Zweige Thymian
  • 6-8 Körner Piment
  • ein EL Pfefferkörner
  • ein Stück Zimtkassie

    das ganze Aro-Nuß-isieren

    das ganze Aro-Nuß-isieren

Zuerst schälen wir die Scharlotten und die Knoblauchzehen. Im Topf wird zunächst nur der Zucker erhitzt, bis er anfängt zu karamelisieren. Dann löschen wir mit dem Vin de Noix ab und geben Scharlotten, Knoblauch, Thymian, Lorbeer und mit der Messer-Breitseite zerdrückte Pimentkröner hinzu. Den Deckel drauf und das Ganze unter gelegentlichem Schütteln einige Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Bevor sich der Vin de Noix komplett verflüchtigt hat, geben wir Zimt, Essig und den Rotwein hinzu und lassen das Ganze bei offenem Deckel bei nicht zu starker Hitze (bei mir Stufe 4 von 9) weiterköcheln.

Die Gläser samt Deckel legen wir in die Spüle (oder eine Schüssel) und kochen etwa 2 Liter Wasser im Wasserkocher. Sobald das Wasser brodelnd kocht, werden die Gläser damit befüllt und die Deckel ausgewaschen. So sterilisieren wir das alles, obwohl wegen dem Essig und der Weinsäure auch sonst wahrscheinlich nicht sehr viel passieren kann.

Scharlotten in Rotwein köchelnd

Scharlotten in Rotwein köchelnd

Das Wasser aus den Gläsern ausgiessen und Scharlotten und Knoblauch auf die Gläser verteilen, dazu kommt je ein Lorbeerblatt aus dem Sud und einige Pfefferkörner. Der Sud wird gefiltert, Thymian und Gewürze haben Ihre Schzuldigkeit jetzt getan und auf die Gläser verteilt. Diese sodann fest zuschrauben und auf den Kopf stellen – das ist auch der erste Test, ob man richtig zugeschraubt hat, denn wenn’s undicht ist: Neu machen ;-). Es ist wichtig, das dieser Vorgang bei großer Hitze, also am besten direkt nach dem Kochen passiert, damit sich nach dem Abkühlen im Glas ein Unterdruck, der das Ganze hermetisch abschließt, bilden kann. Wer hitzeempfindlich ist, nimt ein Tuch.

Die Scharlotten sind jetzt (ewig?) haltbar und können so ganz entspannt an dunklem, kühlen Ort ganz entspannt aufs nächste Käsefondue warten.

 

Ein spannendes neues Projekt: Oliven einlegen

Da hat das Olivenbäumchen nun ja auch fast ein ganzes Jahr Zeit gehabt und dennoch habe ich die Masse verwundert zur Kenntnis genommen. Das da kleine grüne Oliven dran hängen sieht man dann ja schon im Frühsommer, aber das die Dinger in unseren Gefilden sich tatsächlich erstens in dieser Anzahl entwickeln und Zweitens dazu auch noch eine gewisse Reife erlangen, nun damit habe ich nicht gerechnet. Letztes Wochenende war jedenfalls Olivenernte und das Resultat seht Ihr unten – ca 180 stachelbeergroße Oliven!

Die Olivenernte 2016

Die Olivenernte 2016

jede Olivee kriegt eine einschneidende Kennzeichnung

jede Olive kriegt eine einschneidende Kennzeichnung

So. Und was tut man nun damit? Für den eventuell enthaltenen Eßlöffel Öl fehlt mir die Presse, also bleibt Einlegen und späteres Essen. Oder zumindest probieren, falls es daneben geht. Wie das mit dem Einlegen geht, habe ich im Netz erforscht. Die Oliven müssen erst einmal in Salzlake eingelegt werden, damit die Bitterstoffe rausgehen. Gesagt, getan. Man kann dazu die Oliven unter Druck aufbrechen, aber da die Anzahl ja überschaubar war, habe ich jede Einzelne mit einem kleinen Messer (Ha! Ich wusste garnicht das ich so ein kleines Messer noch habe) an der Seite eingeritzt. Dann habe ich sie in eine Schale gelegt. Die Salzlake habe ich aus einem halben Liter Wasser mit etwa einem Teelöffel Salz angerührt und darüber gegossen. Oben drauf habe ich eine kleine Untertasse gelegt, damit alle Oliven auch tauchen. Jetzt muß ich drei Wochen lang jede Woche die Lake wechseln, danach kann man wohl erstmals probieren und wenn die Bitterkeit weg ist, kann man die Oliven nach Gusto mit Gewürzen und/oder Kräutern einlegen.

Aber jetzt liegen sie erstmal in der Lake und warten wie ich auf den Frühling. Ich werde berichten 😉