Schon wieder Wintergemüse: Lieblingsporree mit Parmesan

Es ist Winter. Natürlich kann man alles an Gemüse kaufen, was man sich wünscht. Aber selbst wenn einem der ökologische Fußabdruck noch egal ist, so wird sich der geübte Gourmet spätestens beim Geschmack von blassen Gewächshaustomaten sehnsüchtig an den Sommer erinnern und anfangen zu überlegen, was man denn mit dem aktuell erhältlichen heimischen Gemüse außer Rotkohl mit Klößen so anstellen kann.

Und da kam mir es gerade sehr recht, das mein Lieblings-Bioladen gerade wunderschöne Porree-Stangen im Angebot hatte. Ich hatte das anbraten und langsame Kochen von Porree schon mal gehört, aber wenn man Gemüse in Wasser kocht, geht auch immer etwas Geschmack flöten. Und hey, es ist Winter, das bisschen Sahne merken wir gar nicht!

Aus dem Schrank brauchen wir:

  • einen Gas-(Grill)
  • eine kleine Pfanne mit Deckel
  • eine Parmesanreibe und eine Muskatreibe
  • Messer & Brett

Aus dem Kühl- und Gewürzschrank brauchen wir:

  • eine Stange Porree
  • 1-2 EL Olivenöl
  • 5-6 EL Sahne
  • etwas Muskatnuß
  • 50g Parmesan
  • Pepe e Sale

Den Porree putzen, so das vom Grün nur noch das blasse dran ist  (der Rest kann in die Suppe) und die Stange möglichst gleichmäßig gerade ist. Mit Olivenöl einreiben und auf dem Grill von allen Seiten gut anbräunen.

Die Pfanne aufstellen, die Sahne hinein geben und leicht mit Muskatnuß, Pfeffer und Salz (Fleur de Sel) würzen, den Porree dazu geben und mit Deckel bei kleiner Hitze für etwa 10-12 Minuten garen. Porree in mundgerechte Stücke teilen, den geriebenen Parmesan darüber geben und warm servieren.

Es ist himmlisch, glaubt mir!

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Direkt auf die Hüfte: Rotwein-Birne mit Cramberry-Juice und Schokoriegel-Kakao-Sahne

tmp_9422-dsc_04631660114988Es ist Winter. Es ist kalt. Vorbei die schönen, warmen Tage des Jahres, an denen wir unbeschwert in guter Verfassung, schlank wie Adonis in kurzer Hose bestes Gemüse in der Außenküche im Paradies bereiten konnten. Was bleibt? Die Aussicht auf den Sommer 2017 und bis dahin frustriertes „bleibt-gleich-auf-der-Hüfte-mir-doch-egal-Frustessen“.

Hauptsache schmeckt.

Dazu kam das die plärrenden Määhtespänz schnörze kame (Kinder mit Fackeln klingeln zwecks Süßigkeitenerhalt singend nach den Umzug) und da noch einiges an Süßigkeiten übrig blieb.

Und zur Abwechslung machte ich also mal wieder einen Nachtisch.

In verdrecktem Zustand zurück bleiben:

  • ein Topf
  • eine hohe Rührschüssel samt Rührgebiet und Sahneschlegeln
  • ein Teller
  • ein Schälmesser
  • ein Löffel
  • Messer & Brett

tmp_9422-dsc_0457-25494798In perfekt zueinanderpassendem Zustand verarbeiten wir (für 4):

  • eine große Birne, möglichst fest
  • 1/2 l Rotwein oder je 1/4l Rotwein & Rosé & 1 Glas für den Koch
  • 250g Sahne
  • 2 kleine Schokoriegel, ideal mit Karamelfüllung
  • 2 handvoll getrocknete Cramberrys
  • 1 EL Kakaogetränke-Pulver
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Stärkepulver
  • 2 Stück Sternanis
  • 1 Stück Zimtkassie (oder Zimtrinde)
  • 1/4 Vaniellestange

tmp_9422-dsc_04651586542665Wir trinken zunächst den W… ääääähh — machen zuerst die Sahnecreme :-o. Dazu Kakao und Sahne in der Rührschüssel mischen und die Sahne fast steif schlagen. Die Schokoriegel (auspacken!!!) auf dem Brett in feine Streifen schneiden und fein hacken, zur Sahne geben und alles fertig steif schlagen und kalt stellen (und Schlegel ablecken, schmeckt Bombe und wandert direkt auf die Hüfte – und ein Schluck Wein für den Koch zum Nachspülen in die Kehle).

Nun die Birne schälen, Vierteln und Kerngehäuse herausschneiden. Die Viertel in den Topf geben und im Wein ca. 12-14 Minuten kochen, wenn die Birne vorher weich wird, auch gut, dann ist sie eben früher fertig. Die Birnen-Viertel herausnehmen und auf den Teller beiseite legen.

Den Wein im Topf lassen, Cramberrys, Zucker, Sternanis, aufgeschnittene Vanillestange und Zimt dazu geben und das Ganze um mindestens die Hälfte einreduzieren. Am Ende das Stärkepulver in etwas von dem Sud auflösen und dazu geben, Sternanis, Vanille- und Zimtstange entfernen, umrühren und Juice beiseite stellen.

Zum Anrichten brauchen wir 4 Schälchen. In jedes legen wir ein Birnenviertel, einen guten Löffel vom Juice oben drüber und ein ordentlicher Schlag Hüft-Schoko-Kakao-Sahne daneben.

Guten Appetit und ich hoffe, ihr habt vorher nicht schon zuviel gegessen!

Wein? -> Ja: Rot – oder Rosé tut’s auch.

Auf den Sommer 2017. Prost.

 

in Zeiten der WG: Nudelauflauf – heutzutage: Ditaloni in Sahne-Pekorino mit Feta-Petersilienkruste

Jaja, die guten alten WG Zeiten: Wer hat mein [hier wahlloses Lebensmittel eintragen] aufgegessen? Herrlich – zumindest in der Rückschau. Und dann musste eben auf den Tisch, was noch da war, und das war entweder „üble Pfanne„, „Nudelauflauf Kühlschrank“ oder auch „Reis mit Sch….„.

Heute, einige Jahre später essen wir gesittet und gesetzt, können aus einem Fundus an Wein wählen und tun beim Kochen dasselbe rein, aber wir nennen es halt anders. Schmecken tut’s trotzdem ;-).

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Und diese Utensilien hat auch jede WG-Küche parat (spülen tun eh die anderen!):

  • einen kleinen Topf
  • eine Auflaufform
  • einen Löffel
  • eine Käsereibe
  • Messer & Brett

Und das sollte der Kühl-/&Schrank hergeben:tmp_25602-DSC_03761660707497

  • 250g Ditaloni (oder andere kleine Nudeln)
  • 200g Sahne
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 1 Tomate
  • 4 getrocknete Tomaten
  • 100g fein geriebener Pekorino oder Parmesan
  • 100g Feta
  • eine handvoll gehackte Petersilie
  • zwei Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • etwas Pfeffer

tmp_25602-DSC_0378-1867428699Wir machen uns erstmal ein Bier vom Mitbewohner klar und drehen die Anlage bis zum Anschlag auf. Stairway to Heaven oder auch Whole lotta love wären durchaus geeignet, aber Back in Black tut’s auch. Wesentlich länger als diese drei sind wir auch gar nicht aktiv. Den Rest besorgt der Ofen und wir können uns weiter in Erinnerungen der Vergangenheit verlieren.

Also. Knoblauchzehe schälen, fein hacken, die getrockneten Tomaten ebenso. Alles mit 1 EL Olivenöl im Topf leicht anbrutzeln und dann mit der Hälfte des Weißweins ablöschen, kurz aufkochen, Sahne dazu geben und etwas pfeffern – Salz brauchen wir nicht, der ganze Käse hat genug davon (und der Mitbewohner hat’s beim Einkaufen vermutlich eh vergessen). Das ganze bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten ohne Deckel (der ist sowieso unauffindbar) einkochen.

Währenddessen das restliche Olivenöl in die Auflaufform geben und die Ditaloni oben drauf, das Ganze mit dem Löffel verrühren, so das sich das Öl überall verteilt. Tomate fein würfeln und ebenfalls darunter mischen.

tmp_25602-DSC_0380-259998322Den Pekorino fein reiben und 2/3 kurz vor dem Ende der 10 Minuten in den Topf geben. Die Masse nochmals rühren und alles über die Ditaloni in die Auflaufform geben und einmal durchmischen, dann den restlichen Pekorino oben drauf geben und bei 180° Umluft für etwa 15-17 Minuten in den Ofen geben. Währenddessen Feta hacken und mit der Petersilie vermischen.

Nach der angegebenen Zeit sollte sich eine leichte Kruste gebildet haben. Die rühren wir mit dem Löffel unter, geben das Feta-Petersilien-Gemisch oben drauf und das Ganze zurück in den Backofen. Je nach Nudel für nochmal etwa 12 Minuten, die letzten 5 davon ruhig mit Oberhitze, damit die Kruste dann auch der neben den Herdplatten auf dem WG-Herd gleicht. Dann heiß servieren und den Wein dazu trinken, der da ist.
Oder weiter das Bier vom Mitbewohner.

Prost.

 

 

hingeguckt und vereinfacht: Parmesanrestesüppchen mit Ravioli und Parmesansahne

Ich bin beruflich recht oft unterwegs und lese dabei dann manchmal aus purer Langeweile auch ab und an auf so informativen Webseiten wie Spiegel Online. Dort stellt Hobbykoch P. Wagner gelgentlich recht schöne Rezepte samt Musik- und Weintip ein. Die werden dann von Lesern im Forum zerrissen oder gelobt – aber scheinbar, zumindest von den Kommentatoren, selten einfach ausprobiert. und ja, genau das habe ich gemacht. Oder zumindest habe ich die Grundidee seiner Parmesan-Reste-Verwertung aufgenommen und meine eigene Geschichte, äh Suppe, daraus gebraut. Und ja, ich glaube im Vergleich zum Spiegel-Rezept ist meine Variante deutlich einfacher zuzubereiten.

Parmesansüppchen, Ravioli und Parmesan-Sahne und Basilikum

Parmesan-Resteecken-Süppchen mit Ravioli Einlage, Parmesan-Sahne und Basilikum

Und trotzdem extrem lecker, das soll ja nicht unerwähnt bleiben! Allerdings solltet Ihr, zumindest falls Ihr diese Suppe, egal nach wessne Rezept, als Vorspeise zuzubereiten plant, auf ein einigermassen leichtes Hauptgericht achten, denn nicht nur die Sahne verspricht mächtig was in den Bauch und auf die Hüften ….

Dieses an Utensil ist am Ende nicht mehr ganz sauber:

  • zwei kleine Kochtöpfe
  • ein Löffel
  • eine hohe Schüssel
  • die Käsereibe
  • Mixer mit Sahne-Schlegeln
  • Messer & Brett

Und das an Zutaten am Ende dafür verkocht (für 2):

  • 150g Parmesankanten und trockene Reste (frischer tut’s auch)
  • 2 x 50g fein geriebener Parmesan
  • 100 ml Sahne
  • 100 ml Weißwein
  • 200ml Gemüsebrühe (die man am Besten selber aus Gemüseresten wie Zwiebel, Sellerie, Möhre etc, kocht)
  • 10 Stück frische Ravioli mit Füllung nach Gusto (oder selber gemacht)
  • 8-10 Blätter frischer Basilikum
  • Pfeffer

Die Parmesanreste zerkleinern wir etwas und kochen diese mit der Gemüsebrühe, die möglichst wenig salzig ist, und dem Weißwein für etwa eine dreiviertel Stunde bei geringer Hitze in Topf No 1 (am besten den, den man am wenigsten oft braucht, denn ggf. festgekochter Käse geht nicht so leicht wieder ab) aus, ich habe währenddessen fast permanent umgerührt um ein Zusammenklumpen des Käses zu vermeiden. Anschließend gießt man die flüssige Suppe in Topf No. 2, die Käsereste können weg. Wer mag, versucht etwas von dem Fett loszuwerden – entweder durch Abkühlung und anschliessendem Abschöpfen oder ganz einfach auf die Saugkraft von Küchenkrepp vertrauend.

Währenddessen schlagen wir die Sahne steif und rühren kurz bevor wir damit fertig sind einmal 50g fein geriebenen Parmesan darunter. Die Parmesan-Sahne kalt stellen, damit sie nicht zusammen fällt. Im Topf No. 2 erhitzen wir die Suppe nochmals für einige Minuten – durchaus kräftig – und geben die Ravioli dazu. Die kochen dann im Parmesansud gar. Am Ende schmecken wir das Ganze mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer ab, Salz werdet ihr nicht brauchen. Das Basilikum fein hacken und für’s servieren beiseite stellen.

Zum Servieren verteilen wir Parmesansuppe und Ravioli auf zwei Suppenteller, geben in jeden Teller 1-2 EL der Parmesan-Sahne hinzu und bestreuen das Ganze mit dem restlichen geriebenen Parmesan und frischem Basilikum. Tutto Bene.

Wein? Im Gegensatz zu Spiegel-Wagner favorisiere ich allerdings einen durchaus kräftigen, trockenen Weißwein (er empfiehlt ’nen kräftigen Roten Itaglener). Aus dem letzten Grenzübertritt nach Spanien von unserer südfranzösischen Paradies-Basis aus hatte ich noch eine Flasche Macabeo von einer kleinen Winzergenossenschaft in den Alberes (deren Namen ich vergaß, die Ihren Wein aber ohnehin nur lokal verkauft) im Keller. Kein Italiener, aber mit den italienischen Weißen tue ich mich persönlich ohnehin schwer. Der genannte ist einer, der dem kräftigen Geschmack der Suppe durchaus was entgegenzusetzen hat und gleichzeitig die unterschwellige Säure mitbringt, die das Essen trotzdem bekömmlich macht. Als Ersatz, da wirklich sehr ähnlich, mag der – allerdings französische – Macabeu vom Chateau Villeclaire herhalten.

klassische Rezepte, Teil 736: Pommes de Terre Dauphinois (Kartoffelauflauf)

wer hat denn da zu spät Fotografiert?

… zu spät Fotografiert?

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lecker zum richtigen Gericht!

Wie schon bei einigen Rezepten, die ich hier niedergeschrieben habe, reklamiere ich auch hier nicht die Erfindung für mich – der Franzose würde mich dafür auch zurecht verachten!

Aber ich finde klassische Rezepte haben Ihren Reiz und schmecken oft hervorragend. Und ich nehme diese gerne auch als Basis für meine Variationen – aber nur wenn man die Basis im Griff hat, kann man mit den Zutaten auch herumspielen.

Es gab vor einigen Tagen hier im Paradies Ente in Honig-Senf und als Beilage eben diesen Kartoffelauflauf Pomme de Terre Daphinois – und Achtung, der ist ganz mit ohne Käse!

Wir brauchen dazu (als Beilage für 4):

  • eine Auflaufform
  • Messer & Brett

Und das kommt rein:

  • Zutaten parat legen

    Zutaten parat legen

    5-7 mitelgroße festkochende Kartoffeln

  • 2 Knoblauchzehen
  • 250ml Sahne
  • 300ml Milch
  • Pepe e Sale
  • etwas Muskatnuß
  • etwas Olivenöl

Und so mache ich’s: Knoblauch schälen, eine Zehe halbieren und damit die Form auswischen. Danach Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Form mit etwas Olivenöl einfetten.

jede Schicht wird mit Sahne besprenkelt

jede Schicht wird mit Sahne besprenkelt

Kartoffeln in feine Scheiben schneiden (wer mag, schält sie vorher). Dann immer eine Schicht Kartoffeln, etwas Knoblauch drauf legen, pfeffern und salzen und etwas Sahne darüber verteilen.

Mit dem Schichten solange fortfahren, bis die Form voll ist. Am Ende etwas Muskatnuß drüber reiben und die Milch zugeben. Soviel Milch angießen, bis die oberste Schicht Kartoffeln gerade eben bedeckt ist.

Das Ganze kommt dann für ca. 60 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen. Wenn die Füssigkeit beginnt sämig zu werden und die oberste Schicht braun wird, ist er gut. Dann herausholen und – ganz wichtig – vor dem servieren noch einige Minuten ruhen lassen. So nehmen die Kartoffeln die Flüssigkeit auf. Das verbessert Geschmack und Konsistenz.

Spaghetti „Saziante“: mit Gorgonzola, Frühlingszwiebel, Thymian und Sahnebutter

Gestern war es ja mal was kühler. Da passt dann auch ein so mächtiges Pasta-Gericht, wofür man ein paar Tage vorher wohl den Koch noch in Merheim eingewiesen hätte….

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Lecker, ja. Leicht? Nein!

Aber lecker war’s.

Saziante ist übrigens echtes italienisch und heißt „sättigend“

Das braucht man dafür:

  • einen Pastatopf
  • eine Pfanne
  • Lieblings-Messer
  • Brett
  • einen Pfannenrührer
  • ein Küchensieb

Und diese Zutaten (für 2):

  • 200g Spaghetti
  • 3-4 Frühlingszwiebeln
  • 5 Artischockenherzen
  • 150g Gorgonzola
  • 5 Zweige Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 EL Sahne
  • 50g Butter
  • Salz
  • Pepe

 

Die Frühlingszwiebeln putzen, die Köpfe in Viertel schneiden, die Stiele in 4 cm lange Stücke und halbieren. Knoblauch mit der Messerseite zerdrücken und fein hacken. Die Thymian-Blätter von den Zweigen entrappen. Artischockenherzen vierteln (ich hatte welche aus der Dose, das geht ausnahmsweise auch).

In der Pfanne Butter schmelzen, Frühlingszwiebeln, Artischocken, Knoblauch und Thymian dazu geben und einige Minuten bei geringer Hitze anschmoren. Sahne und die Hälfte des Gorgonzola dazugeben und immer wieder rühren, mit Pfeffer abschmecken, das Salz kommt in ausreichender Menge durch den Käse. Die andere Hälfte des Gorgonzola in Stücke rupfen und bereit stellen.

DSC_0375Pastatopf mit Wasser und viel Salz aufstellen, wenn’s kocht Pasta hinein und so kochen, wie Ihr es mögt. Pasta im Sieb abseihen und in die Pfanne geben, durchschwenken und den restlichen Gorgonzola dazu geben. Sofort servieren.

Und was dazu? Einen Elsässer Riesling. Jetzt denkt man, Riesling gibt es doch auch diesseits des Rheins in ausreichender Menge. Das ist korrekt.

Aber der schmeckt einfach anders. Der Elsässer Riesling drückt regelrecht die Frucht von Pfirsich, Limette und Mirabelle auf die Zunge, zeugt von richtiger Kraft und kann so dem starken Geschmack des Gorgonzolas auch wirklich etwas entgegensetzen.

Probiert’s halt aus.

Abgang: Vanillecreme mit Safran und Cranberries und Zimt-Sahne

Und davor ist man ja schon satt. Jeder kennt es, diese Sache mit dem Nachtisch, wo alle „oho“ rufen, aber sich eigentlich auch so schon unter dem Tisch rollen könnten. Aber das ist falsch, auf die Mengen der vorangegangenen Gänge kommt es schließlich an. Und dann passt das hier auch noch! Die Cranberries hatte ich von meinem beruflich motivierten Kurztrip nach Wroclaw aus der Markthalle dort mitgebracht. Zum Abkühlen braucht die Creme sicher einige Stunden!

Lecker. Der Gast hat schon angebissen

Lecker. Der Gast hat schon angebissen

Wir brauchen (für 6 Stück)

Nachtischwald

Nachtischwald

  • 6 Gläschen oder andere Förmchen mit möglichst glattem Rand
  • einen Topf
  • eine Schüssel zum Sahne schlagen
  • unser Rührgerät
  • einen Schneebesen
  • ein Glas
  • eine feine Reibe falls man Zimtrinde hat
  • Messer & Brett

und diese Zutaten:

  • 1/2 l Milch
  • 2 x 1/4 l Sahne
  • 3 TL Speisestärke
  • 150 g Zucker
  • 1/2 Vanillestange
  • 2 EL Cranberries
  • 6 schöne Erdbeeren (oder andere Früchte zum Garnieren)
  • 1/4 TL Safran (ca. 15 Fäden)
  • ein Stück Zimtrinde, zur Not tut es auch gemahlener Zimt
Abkühlen

Abkühlen

Von der Milch ein kleines Glas abzapfen, den Rest mit 1/4 l Sahne vorsichtig im Topf erwärmen und ca. 5-6 Minuten köcheln lassen, dabei immer mit dem Schneebesen rühren. Den Zucker dazu geben und auflösen, den Safran zerbröseln und ebenfalls in den Topf geben.Vanillestange längs halbieren und Mark auskratzen. Mark und Stange dazu geben.

In das Glas die Stärke geben und auflösen, dann die Cranberries darein geben, so können die ein wenig einweichen. Nachdem die Sahne-Zucker-Milchmasse einige Minuten gekocht hat, die Stärke dazu geben und weiter warm halten, aber nicht mehr kochen. Nun so lange rühren, bis die Masse deutlich spürbar anzieht. Dann Zimtstange entfernen und auf die Gläschen verteilen, darauf achten, das nicht alle Cranberries im letzten Glas landen. Die Creme abkühlen lassen, dann kalt stellen. Sahne schlagen, wer mag mit etwas Zucker, aber die Kombi aus nicht gesüßter Sahne mit der Creme ist perfekt! Geschlagene Sahne auch kalt stellen.

Vor dem Servieren, in der Spüle warmes Wasser einlassen, die Gläser für zwei Minuten darein stellen, falls sich die Masse nicht löst, mit dem Messer den Rand herum schneiden. Nun sollte sich die Creme gut stürzen lassen, wenn nicht, habt ihr wohl zu wenig Stärke genommen und jetzt ein Problem ;-).

Je eine Creme auf einem Teller anrichten, einen Löffel Sahne daneben geben. Sahne mit frisch geriebenem Zimt bestreuen und jeweils zwei Erdbeerhälften daneben anrichten.