Wenn du auf Partys auffallen willst: Mach ne‘ Angeberplatte (Gemüse in Orangen-Vinaigrette mit Flank-Beef und Orangen-Tahini)

„Was wünscht Ihr euch denn?“ – eine oft gestellte Frage, die meist unweigerlich nach der ausgesprochenen Einladung zur Party des Jahres folgt. Die von mir favorisierte Antwort des/der Befragten und Einladenden ist immer noch „Bring was für’s Buffet mit“. »YES!« Dumm dann, wenn der große Tag der Party gekommen ist und man nicht wirklich eine Idee entwickelt hat, was man denn nun mitbringen will. So geschehen letzten Samstag, ein Blick in den Kühlschrank offenbarte immer noch grüne Bohnen von meinem Freund in der grünen Jacke, eine latent nicht mehr ganz frische Bio-Orange, ein halbes Flank, das ich zwei Tage zuvor gegrillt hatte und je eine Zucchini und Aubergine. Und es war noch Zeit zum Einkaufen! Herausgekommen ist die Angeberplatte….

Alors, dann mal schauen, was wir alles brauchen:

  • eine Servierplatte zum Belegen
  • zwei große Schüsseln
  • eine kleine Schüssel
  • unseren Gasgrill samt Grillzange
  • einen Topf
  • ein Schälmesser
  • ein Zestenreisser
  • 2 Löffel
  • Messer & Brett

Donc an Zutaten brauchen wir diese alle:

  • 300g kaltes, rosa gegrilltes Flank
  • 1 Orange
  • 1 EL Tahina
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 6-8 kleine Möhrchen
  • 2 handvoll grüne Bohnen
  • 1 Fenchelknolle
  • je 1 gelbe, orange und rote Paprika
  • 1 handvoll grob gehackte Basilikum-Blätter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 große Scharlotte
  • 8 EL gutes Olivenöl, normales zum Braten & Grillen
  • 4 EL Banyuls (oder anderen Wein-)Essig
  • 2 TL Thymian-Honig
  • Salz (Fleur de Sel)
    wer mag zum Garnieren:
  • einige gezupfte Salatblätter
  • eine handvoll Phyalis

Et Voila – los geht’s. Zunächst einmal würfeln wir die Scharlotte und die kleinere der Knoblauchzehen. Mit dem Zestenreisser ziehen wir die Schale der Orange ab und hacken diese anschließend ganz fein. Knoblauch, Scharlottenwürfel und Orangenzesten-Stücke werden dann mit Honig, dem guten Olivenöl, dem Essig und dem Saft einer per Hand ausgepressten Orangenhälfte in einer der Schüsseln verquirlt – fertig ist unsere Marinade.

Danach Aubergine und Zucchini quer in je drei etwa 5-7 cm lange Stücke schneiden und dann längs achteln. Die Stücke mit der zweiten grob gehackten Knoblauchzehe, reichlich Olivenöl und etwas Salz in der anderen Schüssel vermengen. Von den Paprika-Schoten den Boden gerade abschneiden, jetzt steht die Paprika gut und man kann seitlich schöne „Filets“ um Strunk und Inneres herausschneiden. Die Paprika-Stücke geben wir zu den Zucchini und Auberginen.

Die Karotten schälen und längs halbieren, bei den Bohnen die Enden abschneiden, beides zusammen im Topf 5-6 Minuten bißfest kochen und dann mit kaltem Wasser abschrecken. Nach gutem Abtropfen in die Marinade geben. Jetzt nehmen wir uns den Fenchel vor: Dazu das Grüne oben ab- und die Wurzel unten keilförmig herausschneiden, den Fenchel in ganz feine Streifen schneiden und in der Schüssel mit Bohnen, Karotten & Marinade vermengen. Das Ganze lassen wir für mindestens eine Stunde bei gelegentlichem Umwälzen marinieren.

Jetzt noch Paprika, Aubergine und Zucchini auf dem Gasgrill braten, genau so als würde man klassische Antipasti machen. Nach dem Braten die Haut der Paprika abziehen, nur die Paprika in Streifen schneiden und zum anderen marinierten Gemüse geben. Zucchini und Aubergine kommen gleich obendrauf.

Das Fleisch dünn aufschneiden. In der kleinen Schüssel Saft von der 2. Orangenhälfte mit Tahina und etwas Wasser vermengen, so das eine homogene Sauce entsteht, mit etwas Salz und Zitronensaft abschmecken.

Auf einer Servierplatte zuerst das Fleisch (wer das extra noch Zubereiten muss, guckt hier, geht aber auch rein vegetarisch) in der Mitte aufschichten, wer mag kann außen drumherum noch einen Kranz aus grünen Salatblättern (o.ä.) legen. Um das Fleisch herum das marinierte Gemüse drapieren und obenauf Zucchini und Auberginen-Stücke verteilen. Das Fleisch mit der Tahini-Sauce beträufeln und ganz zum Schluss die Basilikum-Blätter und – falls zur Hand – Phyalis darüber verteilen.

Fertig. Wer das Ganze jetzt noch einigermaßen unbeschadet zur Party bringt, kriegt bestimmt auch ein Bier 😉

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a propos Tomaten: Tomaten.

Sagte ich schon, das die Tomaten hier im Paradies besonders gut sind? Andererseits, kann man das nicht oft genug sagen. Mit Graus mag man gar nicht an den Tag denken, wo die letzte aus dem Paradies mitgebrachte Tomate zu Hause gegessen sein wird und man wieder auf die bei uns erhältlichen ausweichen muss. Man fragt sich, welcher Food-Verbrecher zuerst allen ernstes Geschmack zugunsten von Transportstabilität aufgegeben hat?

Auf dem Bild oben sehen wir im Uhrzeigersinn) auf Elf Uhr eine kleine grüne Tomate, darüber eine (von mir wegen der markanten Zipefelspitze sogenannte) Hutzeltomate, eine dicke gelbe Ananastomate und ein Coeur de Boef, eine Ochsenherztomate.

Und es ist wie immer, stimmen die Zutaten, braucht der Koch gar nicht viel Phantasie.

Tomatensalat:

  • 3-4 bunte Tomaten (Auswahl s.o.)
  • 1/2 große rote Zwiebel aus dem Roussillon
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • Fleur de Sel

Tomaten nach Gusto klein schneiden und auf einen Teller legen, Zwiebel in hauchdünne Scheiben darüber schneiden, mit Petersilie und Fleur de Sel bestreuen, Zitronensaft und Olivenöl darüber geben und gut ist!

Das Ganze geht natürlich auch als Insalata Caprese! Dazu unbedingt einen guten und echten Büffelmozarealla verwenden, Pinienkerne anrösten und statt Zitronensatz Basilikumblätter.

Ein Traum!

Letzteres war gestern zum Abendessen die Vorspeise für eine Parmiggiana, dazu gab es einen 100% Carignan von den Vignerons des Alberes, einen nicht geschwefelten Rotwein, den man auch leicht gekühlt (ca. 14°) trinken kann.

back in Paradise: Paradiesapfel mit Aubergine und St. Marcellin – eine südfranzösische Vorspeise

Ich weiß gar nicht was diese lange Rezept-Pause rechtfertigt. Irgendwie habe ich viel gekocht, aber es war wenig Neues dabei – man kennt das: Vor dem Urlaub war wie üblich einiges zu tun, blabla.

Egal. Wieder da. Wieder im Paradies (für die, die es nicht wissen, das Paradies liegt im südlichen Frankreich) und es ist dort, wo die Tomaten, die Pfirsiche und sowieso alles andere, was Leib&Seele benötigen einfach nur schmeckt. Und obwohl ich hier maximal weit entfernt von Österreich bin (da wo Tomaten bekanntlich Paradiser genannt werden), zum Einstieg eine einfache Vorspeise mit Paradiser, Aubergine und einem typischen französischem Ziegen- oder auch Kuhmilch-Käse: Dem St. Marcellin.

In der Ferienwohnung zu finden sein sollte:

  • der Backofen
  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne oder Grill
  • Messer & Brett

Auf dem Marché kauft ihr (für 6):

  • zwei große Ochsenherz-Tomaten
  • eine Aubergine
  • 3 St. Marcellin-Käse au lait cru
  • 6 eingesalzene Kapern
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 x 3 EL Olivenöl
  • 1 TL getrocknete Kräuter (Rosmarin, Oregano, Thymian, was Ihr habt)
  • etwas gehackte frische Petersilie
  • 1 TL Miel de Lavande (Lavendelhonig)

Aus der Aubergine 6 etwa gleich große, etwa 0.5cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben mit etwa 3 EL Olivenöl in der Pfanne (oder auf dem Grill) ölen und so braten, als würdet ihr Antipasti machen wollen. In der Zwischenzeit die Auflaufform mit Olivenöl einfetten, aus den Tomaten 6 etwa 1cm dicke gleich große Scheiben schneiden und nebeneinander in die Auflaufform legen.

Knoblauch fein hacken und auf die Tomatenscheiben geben, je eine gesalzene Kaper etwas zerpflücken und oben drauf geben, dann Kräuter und Petersilie darüber streuen. Das ganze mit je einer Scheibe gebratener Aubergine abdecken.

Die Käse horizontal halbieren und je einen halben Käse mit der Schnittfläche nach unten auf je ein Tomaten-Auberginen-Türmchen legen, die Oberseite des Käses kreuzweise einritzen und wer mag noch ein paar Kräuter-Krümelchen darüber streuen – das ist aber mehr für die Optik ;-).

Die Form geben wir bei ca. 180° Ober-/Unterhitze für etwa 10 Minuten in den Ofen, einfach darauf achten, das der Käse geschmolzen ist, dabei aber nicht schon verläuft.

Dazu gab es einen Mas Amiel Le Plaisir blanc 2015 – abgefüllt in Maury, das ist gar nicht so weit weg von hier. Ein trockener aber fruchtiger Weißwein mit den typischen Weißweinsorten wie Macabeu, Grenache Blanc und einigen anderen und einem ganz leichten Schimmer von rosa und Geschmack nach hellen Früchten wie Apfel, Pfirsich und Melone. Der Le Plaisir ist der 8.50€ – Einstiegswein dieses sehr berühmten Weingutes.

Bon Appetit!

 

14.7. Menü zum Sturm der Bastille – und was essen wir vor der Quiche ?? Ein französisches Vorspeisen-Triple

Wie die meisten mitbekommen haben dürften, war ja vergangenen Freitag wie jedes Jahr am 14.7. der französische Nationalfeiertag. Eigentlich sind mir jegliche Nationalfeiertage herzlich egal, solange die nicht dazu dienen, die Selbstbeweihräucherung ins bräunlich-nationalistische zu rücken, dann bin ich dagegen. Aber egal, der 14.7.2017 war ein Freitag, es sollten Gäste kommen und so ergab sich eine willkommene Gelegenheit dem Abend das Label französisches Menü aufzudrücken. Dazu passte dann auch, das ich morgen für einige Tage nach Paris auf eine Konferenz fahre und wir auch das Ferienhaus im Paradies für August bereits gebucht haben…

Als Hauptgang sollte es Quiche geben, betrachtet man die Geschichte der Herkunftsregion, dann ist das ja sogar ein Deutschland und Frankreich verbindendes Menü und passt sogar zum Tag. Die Frage war, was soll es davor geben? Für Terrine war die Zeit zu knapp, der klassische Salat mit Chèvre war mir eigentlich zu wenig, ein Crêpe zu Teig-lastig und irgendwie auch unpassend zur Quiche und eine typische Suppe wie Zwiebel– oder Champignonsuppe passt für mich nicht in den Sommer. Es war also Phantasie gefragt!

Dabei herausgekommen sind diese drei Vorspeisen:

Die Gurke mit Blumen hatte ich ja schon gemacht. Interessanteste Erkenntnis hier: Der Rosmarin blühte nicht mehr, daher musste ich Lavendel-Blüten nehmen, aber das hat eher den französischen Charakter unterstrichen als das es gestört hätte. Ich konzentriere mich damit hier und jetzt also auf die anderen beiden Vorspeisen.

grüne Bohnen-Walnußsalat mit Schinken

Die Idee dahinter ist, grüne Bohnen mit dem intensiven Geschmack von Walnuss zu verbinden, unterbrochen durch frischem Schnittlauch und Schinken.

Gerät:

  • eine flache Salatschüssel
  • ein kleiner Topf
  • eine Schüssel zum Marinieren
  • eine Gabel
  • Messer & Brett

Zutat:

  • 1 handvoll Haricots Verts (grüne Brechbohnen)
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 6-8 nicht zu dünne Scheiben französischer Bayonne-Schinken
  • 3 EL geschälte Walnüsse, grob gehackt
  • 2-3 Kapbeeren zum Garnieren (oder kleine Tomaten)
  • 4-5 EL Walnussöl
  • 2 EL Walnussessig
  • 1 TL Dijon Senf mit Walnuss
  • Pepe e Fleur de Sale und nochmal etwas grobes Meersalz

Bei den Bohnen die Enden abschneiden und im kleinen Topf mit etwas groben Meersalz für 5-6 Minuten so kochen, das sie noch bissfest sind. Dann abschrecken, so das sie auch schön grün bleiben. In der Marinier-Schüssel Walnussöl, Senf und Essig verrühren, mit Pfeffer und Fleur de Sel würzen und die Bohnen darin für mindestens eine Stunde vor-marinieren.

Zum Anrichten die Kapbeeren halbieren, die Zwiebel in feine Ringe und den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Die Walnüsse zu den Bohnen geben und umrühren. In der flachen Salatschüssel die Bohnen samt Marinade und Walnüssen aufschichten, die Zwiebelringe und Schnittlauchröllchen darüber streuen, mit Kapbeeren garnieren und den Schinken drumherum drapieren. Fertig.

Feigen mit Roquefort auf Salat mit Cantal-Streusel-Plätzchen

Zugegeben: Die Idee kam mir selber, aber inspiriert hat mich dann der Kochblog von Aurelie Sternau, ich habe ihr Rezept allerdings abgeändert. Das Feige mit Bleu funktioniert, weiß ich allerdings nicht erst seit ich es in einer Quiche vereint habe. Salat und Cantal-Plätzchen runden das Ganze ab.

Gerät:

  • ein Backblech mit Backpapier
  • eine kleine Auflaufform
  • eine kleine und eine größere Schüssel
  • ein Servierring, ø ca. 7-9 cm
  • ein Schraubverschlußglas
  • Messer & Brett
  • ein großer Teller oder eine flache Salatschüssel

Zutat:

  • 4 frische Feigen
  • 80g Roquefort oder anderen Bleu
  • 2 Handvoll Pflücksalat
  • 1 Scharlotte
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 2 EL Vinaigre de Banyuls (Banyuls Essig)
  • 4 EL sehr gutes Olivenöl
  • 2 EL Mango-Velours
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 50g + 20g fein geriebener Cantal
  • 50g Mehl
  • 40g gesalzene Butter
  • Pepe e Fleur de Sale

Wir fangen mit den Plätzchen an. Dazu zunächst den Backofen auf 80° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die 50g Cantal, Mehl und Butter in der kleinen Schüssel vermischen, so das kleine Streusel entstehen. Den Servierring auf das Backblech stellen und 1/4 der Masse hinein geben und gleichmäßig rund verteilen, mit dem Rest für 3 weitere Plätzchen genauso verfahren. Backblech nun für etwa 5-6 Minuten on den Ofen, 2 Minuten vor dem Ende die restlichen 20g Cantal über die Plätzchen streuen. Danach herausnehmen und abkühlen lassen.

Da der Ofen nun warm ist, machen wir direkt weiter. Dazu von den Feigen die oberste spitze, also da, wo sie am Baum hing, abschneiden, die Feige danach kreuzweise so tief einschneiden, das sich die Viertel gut auseinander biegen lassen. In jede Feige passen etwa 20g Roquefort, den Käse dazu würfeln oder in kleine Stückchen zerdrücken. Die Feigen sicherheitshalber in eine kleine Auflaufform geben und 10 Minuten vor dem Essen für etwa 8 in den Ofen schieben.

Für die Vinaigrette die Scharlotte fein würfeln und den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Alles zusammen mit Essig, Senf, Velours und Olivenöl im Schraubverschlußglas vermengen und mit Fleur de Sel und etwas Pfeffer abschmecken. Salat waschen, inder größeren Schüssel mit der Vinaigrette vermengen und auf einem großen Teller anrichten. Die Plätzchen daneben legen und die Feigen sobald sie fertig sind oben drauf anrichten.

Alle Vorspeisen machen auch optisch was her, auch wenn man für alles zusammen nur etwa eine knappe Stunde braucht. Dazu gab es unseren Hauswein, den Sauvignon Blanc aus der Touraine von der Domaine du Vieux Pressoir, den ich nicht genug anpreisen kann. „Hauswein“, weil wir uns kürzlich größere Mengen als Eigenimport per Fracht haben liefern lassen.

Ein Herz zum Abschied der Spargelzeit 2017: Spargel zum III. – mit Aprikose und Romana-Herz mit St. Marcellin überbacken

Schnüff. Warum habe ich eigentlich nicht jeden Tag Spargel gemacht? Jetzt ist sie vorbei, die Spargelzei(t) – bitte verzeiht jeden Tag ohne das königliche Gemüse. aber was trauere ich hier eigentlich herum? Eben war ich auf dem Bonner Markt um fest zu stellen, das dort immer noch Bornheimer Spargel angeboten wird. Vermutlich hat der Bauer noch nicht sein finanzielles Ziel erreicht – aber auch wenn ich am Anfang gerne ab und zu fusche, muß ich sagen, das ich was den Johannis-Tag angeht eher konservativ bin: Ende aus (okay, ich habe noch ein paar stangen vom in der letzten Woche gekauften Spargel im Kühlschrank, hehe).

Man versaue:

  • einen Topf
  • ein Backblech
  • ein Spargelschäler
  • Messer & Brett
  • zwei Teller

Man vertilge:

  • ein kleiner Romana-Salat
  • 1-2 Aprikosen
  • 8-10 Stangen grüner Spargel
  • 1 St. Marcellin-Käse (80g)
  • Pepe e Fleur de Sel
  • 3-4 EL guten Balsamico-Essig
  • 6 EL gutes, mildes Olivenöl

Spargel. Den Spargel parat machen (unten abschneiden und untere Hälfte schälen), dann im Topf in Wasser 5-6 Minuten fast gar kochen und sofort den Garvorgang mit kalter Wasserdusche abbrechen. Den Spargel beiseite legen und abkühlen lassen.

Salat. Den Ofen auf 250 Grad mit Oberhitze/Umluft vorheizen. Nun den Romana-Salat halbieren, lose äußere Blätter entfernen, die nun halben Herzen gründlich waschen und abtropfen lassen. Auf dem Backblech (oder wie ich in einer Springform) mit Schnittfläche nach oben plazieren, je die Hälfte des Käses auf der Schnittfläche verteilen und dabei richtig in die Zwischenräume drücken und ab in die heiße Röhre damit.

Anrichten. Je die Hälfte des Spargels auf einer Seite eines Tellers anrichten und die Aprikosen Vierteln. Sobald der Käse auf dem Salat blasen wirft, je eine Salat-Herz-Hälfte auf einen Teller legen, Aprikosen-Viertel daneben drapieren. Den Spargel und die Aprikosen mit Essig und Olivenöl beträufeln und das Salat-Herz mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Jetzt alles sofort mit einem frischen Sommer-Weißwein servieren.

süß-bitterer Übergang: Ziegenfrischkäse in Basilikum-Öl mit Erdbeer-Bohnen-Spargel-Salat auf Radicchio

Da isser endlich. Der Sommer. Mit sonne, Hitze, Schweiß und … ja und ich weiß nicht wie es euch geht, aber gerade jetzt wo es so heiß ist, schreit alles in mir nach Frische, Salat und kühlen Speisen. Dazu bin ich ja schon auch so ein kleiner saisonal-regional-Essen-Junkie und es nun mal Erdbeer- und Spargelzeit! Und dann erinnerte ich mich an das erste Rezept, das ich von meiner Tante übernommen habe, wo man den Ziegenfrischkäse mit Rosmarin in Olivenöl einlegt und das Ganze zu grünem Spargel isst. Warum nicht all diese geilen Zutaten wie Spargel, Ziegenkäse, Basilikum, Erdbeeren und Balsamico mit der leichten Bitterheit des Radicchio paaren? Ein Übergang von süß zu bitter, Gegensätze, die sich unweigerlich anziehen. Es ist ein gelungenes Experiment. Und blogtechnisch betrachtet könnte ich einfach schreiben: Schon wieder Spargel, grün.

 

 

 

 

Bis zum Servieren brauchen wir:

  • eine kleine Schale
  • ein Spargelschäler
  • ein kleiner Töpfe
  • Messer & Brett
  • pro Portion ein tiefer Teller

Bis zum Servieren verarbeiten wir (pro Portion):

  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 6-8 grüne Brechbohnen
  • 5-7 Erdbeeren
  • 1/4 Kopf Radicchio (mittelgroß)
  • 1-2 Kirschtomaten
  • 2 Ziegenfrischkäse
  • 5-7 Basilikumblätter
  • sehr gutes, mildes Olivenöl Olivenöl zum Einlegen und später für den Salat
  • 2-3 EL sehr guten Balsamico-Essig
  • 1 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Das machen wir am besten einige Stunden vorher: Den Ziegenfrischkäse in Olivenöl mit dem gehackten Basilikum einlegen und kalt stellen.

Ab jetzt brauchen wir noch etwas 20 Minuten, denn das Gesamtkunstwerk sollte ganz frisch auf den Tisch: Spargel waschen, unten abschneiden und nach Bedarf schälen. Bohnen auch waschen und Enden abschneiden. Da Spargel und grüne Bohnen in etwa gleich lang brauchen um bißfest gar zu werden, habe ich sie zusammen gekocht. Dazu alles in den kleinen Topf geben, zu 2/3 mit leicht gesalzenem Wasser bedecken und zusammen etwa 5-6 Minuten kochen, dann Wasser abschütten und Topf mit kaltem Wasser auffüllen, so das der Garvorgang abgebrochen wird.

Den Radicchio in feine Streifen schneiden und unten in den Servier-Teller als kleinen Berg aufschichten. Das ist sozusagen unsere Salatbasis, die dient als leicht bitterer Geschmacksgegenpol in Lauerstellung ;-).

Nun die Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln, auf dem Radicchio verteilen und leicht pfeffern. Spargel und grüne Bohnen oben darauf drappieren. Das ganze mit Balsamico-Essig und Zitronensaft beträufeln und leicht salzen. Am Ende je Portion 2 Ziegenfrischkäse mit reichlich Öl und Basilikum auf den Salathaufen legen, mit Kirschtomaten garnieren und sofort mit frischem Weißbrot servieren.

Wein? Ich finde, es passt jedder trockene (französische) Rosé, ich hatte einen Cuvée de la Salette aus der AOC Coullioure, ein Urlaubsmitbringsel (das man aber auch in Deutschland bestellen kann), den man auch zu Rotkohl-Salat geniessen kann.

bevor er sich Schlafen legt: grüner Spargel auf Ziegenkäse im Bresaola-Schlafsack

Bald, also in knapp 3 Wochen ist Johannistag und obwohl selbst ich vor der offiziellen Spargel-Saison schon nicht-europäischen grünen Spargel gewildert habe. Aber hierzulande weiß ja jedes Kind, das sich der Spargel an jenem Tag schlafen legt, obwohl der Johannistag eigentlich sozusagen ja die Gebutstagsparty von Johannes dem Täufer ist. Also, bald ist Schluss mit dem Hype: Der übrig gebliebene Spargelwein wird zu Essig verarbeitet und alle Schweine schicken ein Gebet zum Himmel, weil ihre Pobacken ab dann für den Rest des Jahres nicht mehr zu billigstem Preßschinken verarbeitet werden (müssen).

 

 

 

 

Eigentlich präsentiere ich hier eine Perfektion des klassischen Spargelröllchens, das auf keinem Buffet aus den 80-ern fehlen durfte. Wir ersetzen den Dosenspargel mit Frischem, schlechten gegen guten Schinken und Mayonnaise durch Ziegenfrischkäse. Fazit: Geht doch!

Für den Bettenbau brauchen wir das:

  • eine Pfanne
  • eine Schale
  • einen Eßlöffel
  • Messer & Brett

Für’s Bett (samt Inhalt)selber dies:

  • 12 Stangen grüner Spargel

    den Knoblauch nehmen wir mit!

  • 4 große Scheiben Bresaola (oder Bündner-Fleisch)
  • 2 kleine Ziegenfrischkäse, je 50g
  • 2 EL Pinienkerne
  • 2 EL grob gehobelter Parmesan
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 schöne San Marzano Tomate
  • 1/2 handvoll Basilikum Blätter
  • Olivenöl zum Braten
  • gutes, mildes & fruchtiges Olivenöl
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • Fleur de Sel e Pepe

Bresaola at it’s best

Zunächst die Pinienkerne in der Pfanne rösten, herausnehmen und beiseite legen. Den Spargel waschen und quer halbieren, wir verwenden hier nur die vorderen Hälften mit den Spitzen, den Rest dann anderweitig verarbeiten. Den Knoblauch schälen und grob hacken und dann mit 3-4 EL Olivenöl in die Pfanne geben. Den Spargel (also unsere vorderen Hälften) dazu geben und für etwa 12 Minuten bei mittlerer Hitze braten, Pfanne vom Herd nehmen und den Spargel erkalten lassen.

Währenddessen die Tomate wirklich fein würfeln, den Basilikum fein hacken und alles mit einigen Spritzern Zitronensaft in der Schale vermengen. Die Tomatenwürfel bilden gewissermaßen später die Schlafunterlage.

Nun geht’s zum Schlafsackbau. Dazu eine Scheibe Bresaola flach auf das Brett legen, mit dem Messer je 1/2 Ziegenkäse auf 2/3 der Fläche verstreichen, je drei Stangen Spargel auflegen, mit ein paar Pinienkernen bestreuen und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen, dann das Ganze fest einrollen.

Zum Anrichten je 1-2 Löffel der Tomatenwürfel auf einen Teller geben, 2 Schlafsäckchen anlegen, mit Pinienkernen und gehobeltem Parmesan bestreuen und obendrauf etwas Fleur de Sel streuen und etwas von dem milden Olivenöl träufeln.

Ein Traum vor dem Tiefschlaf!