bunter Stadt-Land.Markt-Salatteller mit Beetensalat und gebratenem Ziegenkäse

Ich erwähnte es ja schon letzte Woche, dass ich solcherlei Initiativen, wie den Stadt-Land.Markt, Bauernmarkt in der Bonner Altstadt ziemlich gut finde. Ob ich jetzt jede Woche dort einkaufe und dann den Einkauf direkt publikumswirksam verarbeite indem ich hier darüber berichte, wird die Zeit zeigen. Für vergangenen Donnerstag passt das aber ziemlich gut. Es gab einen herbstlichen Stadt-Land.Markt Salatteller mit gebratenem Ziegenkäse, bunten Beeten und buntem Restsalat. Und 87% der Zutaten stammen vom Stadt-Land.Markt.

Wir haben benutzt:

  • 1 Topf
  • 1 Pfanne samt Pfannenheber
  • 1 Schraubverschlußglas
  • je 1 große & kleine Schüssel
  • 1 Salatschleuder
  • Messer & Brett

Wir haben auf dem Markt eingekauft

  • 1 rote und eine gelbe Beete
  • 1 Kopf Salat (Batavia)
  • 1 Feige
  • 1/2 kg bunte Tomaten
  • 2 halbfeste Ziegenfrischkäse mit Bockshornklee

Wir haben aus der Küche verwendet

  • 1 handvoll frisch gehackte Kräuter (Petersilie, Basilikum)
  • 1 EL Sahne
  • 2 x 3 EL gutes Olivenöl
  • 1 EL einfaches Olivenöl zum Braten
  • 2 EL Cidre-Essig
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1 EL brauner Balsamico
  • 1 EL Banyuls-Essig
  • Pepe e Sale

Die Beete kochen wir knapp mit Wasser bedeckt für ca. 20 Minuten im kleinen Topf. Währenddessen können wir uns mit dem verdreckten Salat herumschlagen (Blätter zupfen, gründlich waschen), der tatsächlich echte Erde gesehen hat – alles Bio eben.

Aus der Sahne, 3 EL gutem Olivenöl, Cidre-Essig, Senf schlagen wir im Schraubverschlußglas eine Vinaigrette auf. In der größeren Schüssel vermengen wir ca. 2 handvoll Salat in mundgerechte Stücke gezupft mit der Vinaigrette.

Sobald die Beete fertig sind, diese kalt abschrecken und mit den Händen (unter laufendem Wasser) schälen, in Stifte oder Stücke schneiden und mit braunem Balsamico, gutem Olivenöl und Banyuls-Essig in der kleineren Schüssel vermengen und beiseite stellen.

2 Teller aufstellen, Feige achteln, kleinere der Tomaten Vierteln und bereit legen.

Die Pfanne mit dem einfachen Olivenöl aufstellen und vorheizen. Die Käse quer in je drei Scheiben schneiden und in die heiße Pfanne geben (wenn die Pfanne nicht heiß ist, bildet sich keine Kruste, sondern der Käse zerläuft). Es reicht den Käse 2-3 Minuten pro Seite zu braten und genau einmal zu wenden.

Währenddessen den besaucten Salat auf beide Teller verteilen, jeweils einige Esslöffel der bunten Beete daneben legen und mit Feigen-Achteln und Tomaten-Vierteln garnieren. Sobald fertig den Käse anlegen und sofort servieren.

„Passt was Weißes“ dazu. Den kann man dann bei den Bonner Marktschwärmern beim Bio-Terrassen-Weingut Weber erwerben. Oder man nimmt einen Franzosen. Trocken passen die meistens…

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Braai in der Wüste – oder in der Wüste wüst grillen

Anfang August: Namibia. Ein tolles Land, vor allem, wenn man es als Tourist bereist. Das dann direkt unsere allererste Lodge direkt diesen Platz direkt in der Wüste mit Braai (Grillstelle, s. Bild unten) bereitstellen würde, war natürlich ein großes Glück. Dass ich in meinen 4.5 Wochen Afrika überhaupt würde einmal selber kochen können, hatte ich eigentlich eher nicht erwartet. Direkt bei der Ankunft habe ich dann natürlich nach Holz gefragt, was dann auch geliefert wurde – mehr als man in den 2 Tagen Aufenthalt überhaupt hätte verbrennen können. Jedenfalls ergab sich so gleich die Gelegenheit selber Oryx-Antilope zu grillen. Auf einem Holzgrill.

Wow.

Einkaufen waren wir zum Glück vorher schon, und auch wenn das Angebot namibischer Supermärkte eher, sagen wir mal ’schlicht‘ ist (das meiste wird aus Südafrika importiert), so kann man sich darauf verlassen, dass man Top-Qualität an Fleisch bekommt. Und neben Rind, Schwein und Lamm eben auch Antilopenfleisch. Das Fleisch stammt in aller Regel von Farmen aus dem Land, wo die Tiere frei herumlaufen und bejagt werden. Mehr Bio geht also nicht.

Wir braauchen:

  • einen Braai samt lokalem Holz
  • Messer & Brett
  • Wüstenpanorama

Wir braaieren:

  • ca. 300g Oryx-Antilope
  • ca. 300g Rinderfilet
  • Tomaten, Gurke und rote Zwiebel für Salat
  • 100g Feta
  • ein paar Kartoffeln als Beilage
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • eine Zitrone und noch etwas Olivenöl für Salatsauce
  • Pepe e Sale

Das Oryx-Antoilopen-Fleisch kommt am Stück, also schneide ich drei gleich etwa 2-3 cm dicke Scheiben daraus. Das Fleisch ist sehr mager und ich frage mich, ob das mit dem grillen wohl klappen wird? Andererseits ist Rinderfilet auch mager und das wird auf dem Grill richtig gut. Also wird das schon klappen, wenn ich den Garpunkt treffe. Ich reibe die Fleischscheiben mit etwas Knoblauch und Olivenöl ein.

Ich heize also den Braai an, sammele etwas herumliegendes Kleinholz zum Anzünden und lege 5-6 Scheite auf. Es riecht wunderbar, etwas harzig, aber nach einem Aroma, das im Fleisch mit Sicherheit zum Gelingen beitragen wird. Hinterher habe ich herausgefunden, dass wir Kameldorn-Holz haben und das längst nicht alles Holz in der Wüste Namib brennbar ist. Kostbar ist es auf jeden Fall, daher bin ich sparsam. Das Feuer lodert vor sich hin, es duftet und knackt.

In der einzigen Pfanne auf der kleinen Gasflamme bruzzele ich Kartoffeln als Bratkartoffeln in Olivenöl, die bekommen am Ende noch etwas Salz und Pfeffer dazu, fertig. Die Wahl der Sorte fällt übrigens nicht schwer, in Namibia wird nicht danach, sondern nach Größe der Knolle entschieden. Die größeren sind erstaunlicherweise teurer, vielleicht weil man weniger Schale und mehr Kartoffel hat?

Mit Blick auf den Sonnenuntergang hinter den Naukluft-Bergen, einem kalten „Tafel-Lager“ schnibbele ich Tomaten, Gurke und rote Zwiebel zu einem Salat, mixe Zitronensaft, Salz und Olivenöl zu einer Sauce, mische alles in der einzigen Schüssel durch und füge gewürfelten Feta (den es überall in Namibia gibt) hinzu. Das ist unser Salat.

Nun ist auch das Feuer heruntergebrannt und ich lege das Fleisch auf den Grill. Es zischt, duftet wunderbar zwischen Fleisch und Holz, mittlerweile wird es dunkel und mit dem schnell schwindenden Licht hat auch einer die Heizung ausgeschaltet. Es wird sehr schnell recht frisch.

Mangels Grillgabel nehme ich die Hand zum wenden, aber wenn man schnell ist geht auch das sehr gut. Da ich keine Ahnung habe, wie sich Oryx-Antilopensteaks auf einem Grill mit unbekannter Temperatur verhalten, drücke ich immer mal wieder mit dem Finger in das Fleisch und entscheide irgendwann nach ca. 4 Minuten pro Seite, dass es nun gut ist. Natürlich lasse ich das Fleisch noch noch eine Weile ruhen.

Serviert mit Salat und Kartoffeln und etwas Salz und Pfeffer, schneidet sich das Fleisch wie Butter, duftet herrlich, ist wunderbar zart und vom Geschmack her irgendwo zwischen Top 1A Rindfleisch mit einem ganz dezenten Wildgeschmack anzusiedeln. Interessant ist, das kein einziger Tropfen Fleischsaft beim Schneiden herausläuft.

Mittlerweile ist es dunkel und ein unglaublich beeindruckender Sternenhimel begrüßt uns. Milchstraße, Kreuz des Südens und Venus, Mars und Jupiter leuchten am Himmel. So darf es ruhig eine Weile bleiben…

Ελλάδα und seine Landküche – noch ein Klassiker: Spanakopita

Jetzt ist aber bald mal gut mit immer nur griechisch… Ich verspreche euch, bald fahr‘ ich nach Afrika, dann wird auch das meine Küche beeinflussen. Afrikanische Klassiker :nachdenklich:

Aber zurück ins hier und jetzt. Ein echter Klassiker, denn wer von griechischer Landküche spricht und Spanakopita nicht erwähnt, wurde die längste Zeit als Pseudo-Küchen-Kenner anerkannt. Ich habe zwar keine Ahnung, wo in Griechenland bei 40° und monatelangem strahlendem Sonnenschein samt blauen Himmel soviel Spinat wachsen soll, aber Spanakopita gibt es immer & überall. So auch von der Frau unseres Ferienhausvermieters als wir anlässlich unseres Urlaubs auf dem Peleponnes auf ein Getränk eingeladen wurden.

Die grundsätzliche Zubereitung ist meistens recht gleich, die Unterschiede ergeben sich mit Sicherheit im Wesentlichen beim Würzen (manche würzen intensiv mit Zimt) oder im Verhältnis Spinat zu Feta. Egal, hier ist meins:

 

χρειάζεστε

  • eine Auflaufform
  • einen Topf mit Gerät zum Rühren
  • einen Backpinsel
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος

  • 6-8 Blätter Phyllo-Teig – kaufen ist einfach, aber feige, man kann den auch selber machen…
  • 800g frischer oder 400g tiefgefrorener Spinat (wenn tiefgefroren, dann ganze Blätter)
  • 1 mittelgroße (rote) Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400g griechischer Feta
  • ein Ei(gelb)
  • 5 EL & 2 EL Olivenöl
  • 2-3 EL Sesam
  • frisch gemahlener Zimt

<Los geht’s>

wenn (frischer Spinat) {
Spinat waschen;
dicke Stengel abschneiden;
grob hacken }

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, im Topf mit Olivenöl bei sanfter Hitze anschwitzen, Spinat dazu geben. Knoblauch schälen, fein hacken und dazu geben und einige Minuten unter gelegentlichem Rühren zusammen köcheln. Wenn der Spinat frisch ist, kann man die Blätter auch sukzessive hinzugeben und zusehen, wie wenig am Ende übrig bleibt.

Den Feta mit der Hand zerbröseln, Petersilie fein schneiden und beides zum Spinat in den Topf geben. Das Ganze nochmals unterrühren und kurz erhitzen, dabei nach Geschmack mit Zimt abschmecken.

Die Auflaufform mit ca. 2 EL Olivenöl ausfetten, ein Blatt Teig hineinlegen und in die Ecken andrücken, überstehenden Teig Richtung Mitte zurückfalten. Dabei hilft es, das der dünne Teig schnell durch das Öl weich wird (sonst ginge auch ganz ungriechisch Butter). Eine Ladung Spinat/Feta-Mischung hinzugeben, mit einem Blatt Teig abdecken und so weiter verfahren bis Teig und/oder Spinat-Feta-Mischung verteilt sind. Vor der letzten Schicht nochmal 2 Blätter Teig zunächst in die Seite einarbeiten, so dass diese später als Deckel fungieren können, mit der restlichen Spinat-Feta-Masse auffüllen und abdecken und die Blätter an den anderen Seiten am Rand einschieben.

Das Ei aufschlagen und das Eiweiß in ein Schüsselchen/den Ausguß geben, das Eigelb in einer Eierhälfte belassen und den Auflauf damit einpinseln und den Sesam drüber streuen.

Das ganze nun für ca. 35 Minuten bei 160° Umluft in den Ofen geben. Sollte der Deckel oben noch nicht braun sein, einfach noch 2-3 Minuten mit Oberhitze arbeiten. Man ißt die Spanakopita sofort oder auch kalt – dann passt sie super auf jede Mezze-Tafel.

</that’s it>

Eines noch zum Thema: „That’s it“ – Wenn man auf den gängigen Kochplattformen schaut, wie dort eine „echt griechische Spanakopita“ angegangen wird, kriegt man das kalte Grausen. Von Quark und Romano-Käse (wo bitte gibt’s den in Griechenland??), Spinatkuchen mit dem Blubb bis hin zu griechischer Hack-Spinat-Kuchen (Spanakopita) ist alles drin. Leute, euer ernst? Ich lösch‘ das Internet….

Ελλάδα und seine Landküche – der Klassiker: Souvláki

Wer auf meinem Blog desöftern meine Texte samt Rezepte verfolgt, der wird festgestellt haben, dass ich ein Faible für echte Klassiker habe. Egal ob Spaghetti Carbonara, Salat Lyonnaise oder einfach nur Tzatziki – diese Ur-Rezepte haben einfach Ihre Daseinsberechtigung, weil Menschen frühzeitig erkannt haben, was gut zusammen passt. Ebenso darf auf (m)einer Zusammenschau griechischer Landküche natürlich derdiedas Souvláki (σουβλάκι) nicht fehlen. Aber wer denkt, dass man dazu doch einfach Fleischwürfel auf Holzspieße steckt, der sollte vielleicht doch mal das hier probieren….

χρειάζεστε

  • einen Grill (Gas- oder besser noch Holzkohlegrill)
  • eine Schüssel
  • einen Löffel oder ähnliches zum Rühren
  • eine Zitronenpresse
  • 6 Holzspieße
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος (für 6 Spieße)

  • 400-500g Bio-Schweinefleisch, Nacken, es geht auch Filet)
  • 3 Knoblauchzehen
  • Saft von 1 Zitrone
  • Meersalz
  • 3-4 EL frischen oder 1-2 EL getrockneten Oregano
  • 5-6 EL Olivenöl

Knoblauch schälen, fein hacken und mit Zitronensaft, Olivenöl, Oregano und ca. 1 TL groben Meersalz in der Schüssel zu einer Marinade verrühren. Das Fleisch grob in ca. 3×3 cm große Würfel schneiden und in die Marinade geben, gut durchmischen.

Das Ganze idealerweise 24h an einem kühlen Ort (Kühlschrank) abgedeckt durchziehen lassen, dabei die Fleischwürfel gelegentlich durchmischen, damit alle mal oben oder mal unten marinieren. Gut durchgezogen ergibt das einen frischen Kräuter-Zitronen-Geschmack, der nachhaltig im Fleisch bleibt. Ca. 10 Minuten vor dem Essen das Fleisch auf die Holzspieße stecken und von allen Seiten auf dem Grill grillen, dabei darauf achten, die Spieße zwar durch zu grillen, aber nicht zu lange auf dem Grill belassen, dann wird das Fleisch zu trocken.

Man kann das jetzt so Essen, Brot und Tzatziki dazu reichen oder man kann auch sehr schön Souvláki-Sandwiches (Pita) machen, indem man das Fleisch in ein kleines Pita-Brot wickelt und etwas Salat, Tzatziki, Tomate und was man sonst so mag dazu gibt. Das Bild rechts habe ich „geliehen“, da ich kein eigenes gemacht habe, ich hatte Hunger ;-).

Mairübstiel-Rübchen-Suppe mit Ziegenfrischkäse, Estragon und grünem Spargel

Zuletzt hatte ich nochmal Rübstiel klassisch rheinisch gemacht, weil es das leckere Zeug jetzt überall auf dem Markt gibt. Daneben liegen dann oft Bündel mit prallen weißen Rübchen. Dies sind die Früchte, die sich entwickeln können, wenn man den Rübstiel nicht zu dicht pflanzt. Vom Geschmack her könnte man sagen, der tendiert in die Richtung Kohlrabi light – will sagen, das die Mairübchen durchaus einen feineren Geschmack als Kohlrabi haben, denn es fehlt der typische Kohl-Geschmack. Dafür kommt der latent säuerliche Rübstiel-Geschmack sehr schön durch.

Das Ganze noch kombiniert mit dem Geschmack des ja eher selten eingesetzten Estragon und grünem Spargel als Einlage und fertig ist die perfekte Frühlings-Vorspeisen-Suppe.

Auch im Mai hinterher zu spülen:

  • einen Topf für die Suppe und einen kleinen Topf
  • einen Pürierstab
  • eine kleine Schüssel zum schlagen der Sahne
  • Mixer mit Sahnequirlen
  • ein Sparschäler
  • ein Kochlöffel
  • Messer & Brett

Jetzt im Mai besonders gut erhältlich (Vorspeise für 4):

  • 300-400g Mairübchen
  • eine mehlig kochende Kartoffel (ca. 100g)
  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 kleine Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50g Butter
  • 100g Sahne
  • 50g Ziegenfrischkäse
  • 400ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • 0.1l trockener Weißwein
  • je 1/2 EL gehackter Estragon und Bohnenkraut (Kerbel würde sich vermutlich auch gut machen)
  • Pepe e Sale

Das Weiße der Frühlingszwiebel, Scharlotte und Knoblauch fein würfeln. Mairübchen waschen und Enden abschneiden, danach grob würfeln. Aus den groben Würfeln einige Stücke heraussuchen und fein würfeln, getrennt beiseite legen (das ist später für die Einlage). Kartoffel schälen und ebenfalls würfeln.

Im größeren Topf Zwiebel und Knoblauch in der Butter vorsichtig anschwitzen und nach 3-4 Minuten die Kartoffel- und groben Mairübchenwürfel hinzugeben und bei geringer Hitze einige Minuten anschmurgeln. Anschließend mit dem Weißwein ablöschen und auch die Brühe dazu geben. Das ganze für ca. 10-12 Minuten bis die Rübchen und Kartoffel weich sind vor sich hin köcheln lassen. Währenddessen können wir die getrennten kleineren Würfel im kleinen Topf 5 Minuten mit dem Spargel kochen, so dass beides noch bißfest ist. Die Sahne im kleinen Topf steif schlagen.
Erst wenn die Sahne steif ist, den Ziegenfrischkäse dazu geben und alles nochmal kurz untermischen, so das eine homogene Masse entsteht. Zuletzt
das Grüne der Frühlingszwiebel fein hacken und mit den feinen Mairübchenwürfeln vermengen und beiseite stellen. Die Spargelstangen längs wie quer halbieren und ebenfalls beiseite stellen.

Herd unter dem großen Topf ausschalten und Kartoffeln und Rübchen sehr fein pürieren, dann Sahne-Frischkäse-Mischung unterheben und vorsichtig verrühren (wenn wir damit dem Pü-Stab rangehen zerfällt uns die durchaus gewollte Fluffigkeit), mit Salz und wenig Pfeffer abschmecken.

Beim Anrichten jeweils 1.5 Kellen der Suppe in einen Suppenteller geben, ein Eßlöffel Mairübchen-Frühlingszwiebel-Grüns hinein geben und einige Stücke vom Spargel oben auflegen. Das Ganze mit Estragon und Bohnenkraut bestreuen und mit einem Stückchen Brot servieren.

Dazu gab es einen Chateau Vignao „Entre deux Mers„, einen fruchtigen wie trockenen Weißen aus dem Bordeaux. Rund.

Spargel in „Bleu“ mit Cesar’s Kartoffelsalat

In der Spargelzeit kann man mindestens jeden zweiten Tag Spargel essen. Spargel, das ist für mich grün, den Weißen verbinde ich zu sehr mit Sauce Hollandaise aus dem Tetrapack (was ja im Supermarkt praktischerweise auch immer schon mit dem zumindest zweifelhaften Spargelwein zusammen angeboten wird) und meide ihn. Gestern auf dem Markt gab es schönen deutschen, auch wenn der mir oft eine Spur zu dick ist – dünnerer Spargel = mehr Spitzen denke ich immer und gehe auch hier vermutlich vom Mainstream weg – vielleicht auch, weil die meisten Leute wiederum denken je dicker, je weniger Stangen müssen geschält werden….

Gestern also war wieder so ein 2. Tag. Da ich Spargel nun schon gegrillt, mit Thymianbutter, mit Olivenöl und Ziegenkäse, in Spaghetti und auch sonst auf alle möglichen Arten gemacht hatte, habe ich gestern etwas Neues ausprobiert: Spargel mit Bleu d’Auvergne überbacken. Und dazu gab es einen Kartoffel-mit Feldsalat mit Kapern-Cesars-Dressing. Und das sieht dann so aus:

On nettoie apres:

  • eine Pfanne
  • ein Topf
  • eine kleine Schüssel
  • ein Schneebesen
  • ein Spargelschäler
  • Messer & Brett
  • eine längliche Auflaufform (der Spargel muss reinpassen)
  • eine Schale zum Anrichten

On boit:

Es gab dazu den Muscat von San Calo, einem mallorquinischen Winzer, den ich ja hier schon desöfteren hervorgehoben habe. Der wird aus der in Spanien sogenannten Moscatell-Traube gekeltert und entspricht dem südfranzösischem Muscat Sec.

On besoin:

  • 500g grüner Spargel
  • 100g Bleu d’Auvergne oder anderen Bleu (Roquefort o.ä.)
  • 50g Butter
  • 300g kleine festkochende Kartoffeln (z.B. Annabelle)
  • 1 handvoll Feldsalat
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Dijon Senf
  • 2 EL Creme Fraiche
  • 1 TL Zitronensaft
  • 5 EL neutrales Öl (z.B. distel) und 2 EL mildes Olivenöl
  • 2 EL eingesalzene Kapern
  • 50g geriebener Parmesan
  • Kresse und Petersilie
  • Pepe e Sale

Die Kartoffeln im Topf in leicht gesalzenem Wasser fast gar kochen, währenddessen den Spargel (unten) schälen. Sobald die Kartoffeln fast gar sind, Wasser abgießen, nach Geschmack schälen und Vierteln.

Die Kapern solange in der kleinen Schüssel in Wasser, das man mehrmals austauscht entsalzen, leicht ausdrücken und auf dem Brett grob hacken.

Für die Salatsauce in der kleinen Schüssel Eigelb, Senf, Zitronensaft und eine fein gehackte Knoblauchzehe verrühren und unter weiterem Rühren tröpfchenweise zunächst das neutrale Öl hinzufügen, so das die Sauce ähnlich einer Aioli leicht anzieht. Wenn alles Öl verbraucht ist, nacheinander Creme Fraiche, gehackte Kapern, Parmesan und das Olivenöl unterrühren und die Sauce so glatt ziehen.

Den Feldsalat waschen und die rote Zwiebel schälen und würfeln und dann mit den Kartoffelstücken in der Schale vermengen, beiseite stellen.

Die Pfanne mit der Butter und der grob zerdrückten Knoblauchzehe aufstellen und den Spargel darin unter gelegentlichem wenden für ca. 7-9 Minuten bei leichter Hitze bißfest anbraten. Anschließend den Spargel in die Auflaufform geben und den Bleu darüber bröseln. Die Form bei starker Oberhitze für 2-3 Minuten in den Backofen stellen, so das der Bleu schön verläuft. Den Spargel nach dem rausholen noch mit Petersilie bestreuen und so servieren. Den Salat nun mit der Sauce übergießen und mit der Kresse garnieren, auch auf den Tisch und lecker.

 

gebratene Maultaschen mit Dill-Knoblauch-Zitronen-Butter

Heid hanne aus dr Lameng raus kochd, wie der Schwabe es ausdrücken würde. Eigentlich wäre der nun folgende Text schon überflüssig, denn the title says it all, wie man so schön sagt. Hervorzuheben ist aber, dass das obige Gericht, sofern man die Maultaschen, so wie ich, beim schwäbischen Metzger fertig gekauft hat und nicht selber zu machen gedenkt, in der Zubereitung etwa 2 Minuten benötigt. Geiziger mit der Zeit ist hier also nicht mal ein Schwabe….

Mir schbiala hendadrai:

  • Kichamessr & Bredd
  • een Bfann

Mir brauchad:

  • 2 Mauldascha pro Person
  • 60g Buddr
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Zitronenzesten
  • 2 handvoll fein gehackten Dill
  • 2 EL geriebener Parmesan

Los geht’s. Pfanne mit der Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze aufstellen, Maultaschen in Streifen schneiden, in die Pfanne geben und für etwa eine Minute anbruzzeln. Dann den Knoblauch zerdrücken und grob hacken und mit restlicher Butter, Zitronenzesten und dem Dill dazu geben, einmal durchschwenken und auf einen Teller geben. Parmesan darüber streuen und fertig.

An guada!

*dank übrigens an https://www.schwaebisch-schwaetza.de/schwaebisch_woerterbuch.html für die Schwäbisch-Hilfe!!!