Griechisch-Rheinisch: Rübstiel mit Feta auf Quiche

Leute, es ist Rübstiel-Zeit! Anders als Spinat oder anderes Gemüse, bekommt man ihn wirklich nur jetzt und das nur für ein paar Wochen. Und dann geht der Arme in der ganzen Spargelei dann auch noch unter. Dabei ich sagte es bereits, ist das so ein tolles Gemüse! Rübstiel klassisch habe ich ja bereits in meinem Rezepte-Almanach verewigt. Aber da ich ja neben den wirklich klassischen Rezepten auch ein Faible für kulinarische Völkerverständigung habe, passt das hier perfekt ins Thema. Und bei diesem Rezept werden im Grunde sogar drei große, geschichtsträchtige europäische Nationen vereint:

Griechenland, Frankreich und das Rheinland !! Wenn das kein Grund zum Essen ist….

Um das oben abgebildete Produkt herstellen zu können, brauchst du:

  • eine Quiche- oder Spring-Form
  • eine Pfanne
  • ein Holzrührlöffel
  • Messer & Brett

Um das oben abgebildete Produkt kochen zu können, brauchst du:

  • ca. 600g Rübstiel
  • eine Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • 100g Creme Fraiche
  • 1 Ei
  • 150g Feta
  • Quicheteig (170g Mehl, 1 Ei, 75g Butter, etwas Salz)
  • 50g Butter + etwas Butter für die Form
  • 0,1l trockener Weißwein
  • 2 EL Mehl
  • Pepe e Sale

Zuallererst machen wir den Teig (Anleitung hinter dem Link oben) und legen den abgedeckt für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank. Den Rübstiel waschen und anschließend die Blätter in 1-2cm lange Stücke schneiden, aber bitte nicht durchmischen! Zwiebel und Knoblauch würfeln und in der Butter in der Pfanne 2-3 Minuten dünsten. Danach geben wir in 3 Schritten mit jeweils 1-2 Minuten Pause dazwischen den Rübstiel dazu; zunächst die unteren , mehr weißen und harten Teile, dann die Mitte und am Ende das obere Blattgrün, das ist ganz schnell angedünstet. Wenn der Rübstiel komplett in der Pfanne ist, löschen wir das Ganze mit dem Weißwein ab, fügen das Mehl hinzu und mischen alles gut durch. Das Gemüse in der Pfanne abkühlen lassen. Es sollte eine recht sämige Masse sein.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen. Die Form einbuttern und den Teig mit den Händen darin verteilen, wichtig ist, das wir einen ca. 4-5 cm hohen Rand hinbekommen.

Dem Gemüse in der Pfanne fügen wir Creme Fraiche und das Ei hinzu und mischen das Ganze gut durch. Danach etwa die Hälfte der Gemüse-Masse auf dem Teig gleichmäßig verteilen. Die Hälfte des Fetas zerbröseln und auf dem Rübstiel verteilen, danach den Rest der Rübstielmasse aus der Pfanne verteilen und wiederum mit Fetabröseln abdecken.

Die Quiche anschließend für etwa 30 Minuten bei 170° in den Ofen geben, am Ende kann man noch kurz den Grill einschalten, damit der Feta eine schöne braune Färbung bekommt.

Dohzo drenke mer ene frische Wiesse Wing. Ich hatte einen Kidonitsa; Kidonitsa ist eine griechische Rebsorte aus Lakonien, einer Region auf dem südwestlichen Peloponnes. Der Wein schmeckt angenehm frisch nach Zitrusfrüchten und grünen Birnen. Der Wein hat eine eher zurückhaltende Säure, was gut zum leicht sauren Geschmack von Rübstiel und Feta passt. Es tut aber auch ein Riesling oder ein frischer Franzose!

 

 

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Grie Soß Kräuter-Risotto mit Grie Spargel

Die Schwaben und Italiener haben ja eine sehr offensichtliche kulinarische Verbindung – Pasta und Spätzle oder Maultaschen und Ravioli schwadronieren im Gaisburger Marsch einträchtig im Einklang. Aber Hessen und Italiener? Da ist meines Wissens seit Maurizo Gaudino für die Eintracht aus Frankfurt gekickt hat keine Verbindung zu finden. Aber diese kulinarische Lücke konnte ich vergangenes Wochenende füllen – und das ging so. Übrigens ganz ohne abhasbele allminanner.

An Zaigk:

  • eine Pfanne
  • ein kleiner Topf
  • unser Messer & ein großes Brett
  • ein Spargelschäler
  • eine Parmesanreibe
  • ein Holzlöffel zum Rühren

An Zudaahde:

  • 1 1/2 handvoll Risotto Reis, wer mag + 1/4 handvoll roter Camargue Reis
  • 1/2 Bund Kräuter für Grie Soß (Grüne Sauce, gibt es auf oft dem Markt)
  • 1/2l Rinderbrühe
  • 1/2 Bund grüner Spargel, sehr dünn wenn möglich
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1/4l trockener Weißwein
  • 4 EL Olivenöl
  • 50g Butter
  • 2 x 50g Parmesan

Die Kräuter fein hacken und erst mal beiseite stellen. Die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch ebenfalls fein hacken, den Spargel – wenn nötig – schälen. Im Topf die Brühe heiß machen und die Pfanne aufstellen. Darin ganz risotto-klassisch Zwiebeln und Knoblauch einige Minuten in Olivenöl und Butter bei schwacher Hitze anschwitzen (nicht bräunen!). Nach einigen Minuten den Reis dazu geben und ebenfalls ein paar Minuten unter rühren anschwitzen, danach das Ganze mit dem Weißwein ablöschen. Nun machen wir, wie man halt Risotto macht, immer etwas Brühe hinzugeben und rühren, rühren, rühren….

Wenn wir denken „in 5 Minuten ist der Reis fertig“, mischen wir den Spargel und die Kräuter unter den Reis und machen dann weiter im Takt: „BrüherührenBrüherühren, ….“ Am Ende geben wir 50g gehobelten Parmesan dazu, lassen den Risotto einige Minuten reifen (ruhen) damit sich ein schöner Brambes entwickelt. Auf Tellern servieren und ordentlich frisch geriebenen Parmesan drüber reiben – und alleweil ånnermorrt net bedubben … Ean Goude!

Ach – dazu trinken wir Äbbelwoi 😉

Willkommen bei den Ch’tis oder „Waterzooi, ausgerechnet Waterzooi“. Mit Marouilles

„… trauriges Essen in trauriger Terrine„. So nennt es Stellartoix in Asterix bei den Belgiern, als seine Frau Kantine ihm eröffnet, das das letzte Essen vor der großen Schlacht auf Wunsch der Menapier Waterzooi sein wird. Stellartoix ist übrigens der Belgier, der im Heft ganz nebenbei die Pommes erfindet. Aber zurück zum Waterzooi – bringt man etwas Farbe hinein, so wird aus der vermeintlich traurigen Terrine durchaus ein wirklich leckerer Happen. Vor allem, wenn man es mit Marouilles, dem Käse des Pas de Calais kreuzt, wird ein Ch’ti-Flämischer Hochgenuß daraus. Da der flämische Teil Belgiens auch direkt an das Pas de Calais Frankreichs grenzt und dieser Teil durchaus auch flämische Wurzeln hat, passt das alles sogar ziemlich gut zusammen. Ch’ti kommt übrigens vom gleichgenannten Dialekt und die herzlichen Menschen des Pas de Calais werden herrlich im Film „Willkommen bei den Ch’tis“ parodiert. Passt doch alles zusammen, oder? Prost Tschipfel**.

Wir brauchen dieses Werktscheug, Blödbommel:

  • ein Sälmeschscher
  • Meschscher un Brett
  • eine Smor-Pfonne
  • ein Eschlöffel
  • einen Grill (oder noch eine Pfonne)
  • eine Oufloufform

Schötemi, un diesche Tschutaten:

  • 1 Bio-Hühnerbruscht
  • wer mag ein S-tück Kaschschler
  • 400g feschtkochende Kartoffeln
  • 300g bunte Karotten (gelb, rot, oronge)
  • 300g Louch
  • 1 Tschehe Knoblauch
  • ein Kräuter-s-träuschschien be-s-tehend ausch:
    • 3 Lorbeerblättern
    • ein paar Schtengel glatte Petersilie
    • 1 Tschweig Roschmorin
    • 3-4 Tswchweige Thymion
  • 3-4 EL Öl
  • 2 EL Mehl
  • 0.1l Schahne
  • 0.1l Weischschwein
  • 0.4 l Hühnerbrühe
  • Pfeffer un Schalz

Un losch geht’sch.Tschuerscht snibbeln wir dasch Gemüsche – ach. Ich lass es. Also, das Gemüse, Knoblauch und die Kartoffeln waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden.

Dabei die grünen zarteren Lauchteile separat zur Seite legen. Die Kräuter – falls noch nicht geschehen – zusammenbinden. Die Hühnerbrust ebenfalls in große Stücke schneiden (aus einer Brust ca. 4-6 Stücke), wer Kassler hat, schneidet das auch. Das Fleisch auf dem Grill anbraten, mit dem Mehl bestäuben und erstmal beiseite stellen.

Das Öl in der Pfanne auf mittlerer Stufe erwärmen und das Gemüse ohne die grünen Lauchteile und die Kartoffeln anbraten. Nach etwa 5 Minuten den Kräuterbund und den Knoblauch dazu geben und das Ganze mit Wein und Hühnerbrühe ablöschen. Das Kartoffel-Gemüse-Gemisch für etwa 15 Minuten im Sud gar kochen, anschließend Sahne, den restlichen (grünen) Lauch und das Fleisch hinzugeben und für weitere 2-3 Minuten köcheln lassen.

Das ganze – und jetzt weichen wir vom Original-Rezept ab – in die Auflaufform füllen, den Marouilles in Scheiben schneiden und oben drauf legen (wer keinen Marouilles hat, es tut auch anderer Rotschimmel-Rinde Käse, gerne auch kräftig!). Das Ganze kommt jetzt für etwa 15 Minuten in den Ofen und wird danach natürlich – ganz Nordfranzösisch – mit einem Ch’ti Bier getrunken. Wer jetzt nicht die Gelegenheit hatte, dieses aus der Region direkt mitzubringen, sucht seinen lokalen Craft-Beer Dealer auf oder trinkt ein kühles Pilsken dazu. Proscht!

** Ch’ti Überschettschung frei nach diescher Scheite

Kondosouvli – der große Bruder des Souvlaki

Der große Bruder kann ja gerne auch als Altersangabe gemeint sein, aber wer heraus zu finden versucht, welcher dieser beiden Klassiker der griechischen Küche nun der Ältere ist, wird vermutlich den Göttervater Zeus oder Demeter, den Gott der Fruchtbarkeit persönlich fragen müssen. Es geht hier um die schlichte Größe, die ja an der ein oder anderen Stelle auch eine Rolle spielen soll… Eines ist jedenfalls sicher, das Gericht kommt dem in der griechischen Mythologie als Götterspeise bekannten Ambrosia mit Sicherheit recht nahe, auch wenn kein Mensch bis heute weiß, was Ambrosia eigentlich ist. Mit Ruhe und Freude zubereitet, kann der Kondosouvli aber durchaus den Aufstieg in den Olymp des gehobenen Geschmacks bedeuten, auch wenn die griechische Landküche sicher selber keinen Anspruch hat eine Haute Cuisine zu sein, sondern erstmal auch einfach dazu dient, satt zu machen.

Der Küchengott benötigt:

  • einen großen Grillspieß, idealerweise mit Grill (Gas oder Holzkohle, geht beides)
  • eine große Schüssel (zum einlegen des Fleisches)
  • Messer & Brett
  • Ein Löffel (o.ä.) zum Rühren
  • wer keine andere Lösung hat, eine Schraubzwinge (dazu unten mehr)

Der Küchengott verbraucht:

  • ca. 800g Schweinenacken vom Bio-Schwein
  • 2 Zitronen
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 0.2l Olivenöl
  • 2 TL Origano
  • πιπέρι και αλάτι (Pepe e Sale)

Dazu Beilagen nach Bedarf, in jedem Fall Tsatsiki, gerne auch Weißkohlsalat und Zeitronenkartoffeln und was uns sonst so einfällt.

Darüber, wie ich den großen Spieß denn nun grillen kann, habe ich eine Weile nachgedacht. Erst kam die Überlegung, mittels Akkuschrauber, Gummiband und einen großen Schwungrad für permanente Drehung zu sorgen, aber ich habe dann einfach überlegt, dass eine Teildrehung alle paar Minuten bei einer Grilldauer von mindestens 2 Stunden einen ähnlichen Effekt haben wird. Dumm ist nur, dass sich der bepackte Spieß natürlich immer mit derselben Seite nach unten dreht, einfach der Schwerkraft folgend. Die habe ich dann mit einer einfachen Schraubzwinge und einer auf dem Griff des Spießes angebrachten Markierung außer Kraft gesetzt. Eine unkonventionelle Lösung wie man im Bild links erkennt, die aber super funktioniert hat.

Da mein Grill auch keine Halte-Vorrichtung für den Spieß hat, habe ich denselben erst auf einer Seite durch die Lüftungsschlitze des Deckels geschoben, dann das Fleisch drauf gesteckt und dann an der anderen Seite des Deckels wieder heraus gesteckt. Damit konnte ich den Spieß auch recht weit hinten positionieren, also ohne das die Flammen direkt darunter waren, was wichtig ist (außer man will Holzkohle selber machen).

Aber fangen wir doch vorne an. Ich habe das Stück Fleisch zunächst längs halbiert und dann in Würfel mit 6-8 cm Kantenlänge geschnitten. Die Stücke müssen recht groß sein, sonst wird es eben eher Souvlaki und kein Kondosouvli. Wichtig ist, dass wir das Fett schön dran lassen! In der Schüssel habe ich eine Marinade aus gehackten Knoblauch, Saft von 2 Zitronen, Olivenöl, Salz und Oregano gerührt. Da hinein legen wir das Fleisch dann, idealerweise für bis zu 24 Stunden bei Lagerung an einem kühlen Ort. Man sollte ab und an mal durchmischen, damit das Fleisch recht gleichmäßig in der Marinade liegt.

Den Rest habe ich eigentlich oben schon beschrieben. Also das Fleisch auf den Spieß stecken, den Grill nicht zu heiß machen und das Fleisch für insgesamt ca. 2 Stunden grillen, dabei alle 4-6 Minuten um eine Viertel oder Drittel-Drehung weiter drehen (oder wer mag, dreht die ganze Zeit). Das Fett wird so gelöst und macht das Fleisch sehr saftig, allerdings läuft auch jede Menge davon unten raus, den Grill müsst Ihr danach in jedem Fall sauber machen.

Ich habe mich dann in den Drehpausen den Beilagen gewidmet, die auch klassisch griechisch sein sollten. Neben den oben erwähnten Klassikern gab es noch einen Rote-Beete Salat dazu und mein Weißkohlsalat habe ich diesmal aus rotem Spitzkohl gemacht. Den gab’s letztens beim Bio-Bauer.

Wenn das Fleisch nach 2-2.5 Stunden fertig ist, zieht man es vom Spieß, schneidet es in gröbere Stücke (oder wer noch dickere Brocken hat, kann auch eine Art Gyros herunter schneiden) und serviert es. Ich habe diesmal tatsächlich einen Weißwein dazu genommen. Ich hatte bei meinem Lieblingsfranzosen einen Chardonnay aus der Provence von Château Régusse, der ein wenig im Holzfass gelagert wurde. Es ist ein frischer, aber doch bodenständiger Weißwein, der sehr gut mit den starken Aromen des Fleisches klar kommt.

Ki-Ka-Kürbis Ravioli im Frühlings-Herbst in Salbeibutter

Ja, Kürbisse sieht man aller Orten und zum Glück werden die mittlerweile auch in klein angeboten, dass man auch nur 400-500g schwere Kürbisse kaufen kann und damit genau eine Sache kocht und nicht noch Kürbis-Stücke für 4 oder 5 Gerichte herumliegen hat. Es ist schon schwer genug sich andauernd Gerichte für hart gewordenes Brot auszudenken (Obwohl, Kürbis mit altem Brot zu kombinieren wäre ja mal was…). Nun habe ich also den Kürbis in die Raviolis verpackt und mit Butter übergossen – die Idee ist allerdings geklaut, das hatte ich letzte Woche auf einer Geschäftsreise bei einem Italiener in Potsdam als Segundo bestellt. Hier also meine Version:

Abbiamo bisogno dei seguenti utensili da cucina

  • eine Nudelmaschine
  • eine Schüssel
  • einen Servierring (8cm)
  • einen Küchenpinsel und eine kleine Tasse
  • einen kleinen und einen großen Topf
  • eine kleine Pfanne
  • unseren Pürierstab
  • ein Schälmesser
  • ein kleiner Löffel
  • ein Küchensieb
  • Messer & Brett

Abbiamo bisogno di ingredienti

  • 50g Pasta Mehl „00“ + Mehl zum Bestäuben der Arbeitsplatte
  • 25g Hartweizengries
  • 1 Ei + 1 Eigelb
  • 200g Kürbis „Hokkaido“
  • 4 EL Sahne
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • einige Fäden Safran
  • 25g + 100g Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 0.1l Weißwein
  • 8-10 Salbeiblätter
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 TL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Andiamo. Aus Pastamehl, Ei und Hartweizengries kneten wir einen Pasta-Teig und lassen den in der Schüssel für mindestens eine Stunde ruhen. Wenn der zu Teig fest ist, etwas Wasser hinzufügen. Nun den Kürbis schälen und klein schneiden und in Olivenöl vorsichtig köcheln, Sahne, 25g Butter, Weißwein, Safran und frische Muskatnuss hinzufügen und ohne Deckel für ca. 25 Minuten kochen und immer mal wieder rühren. Danach die Kürbisstücke mit dem Pürierstab zu einer feinen Masse pürieren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und abkühlen lassen.

Den Teig mit der Nudelmaschine immer feiner zu Nudelplatten bis zur feinsten Stufe walzen. Die Platten auf eine bemehlte Arbeitsplatte legen und mit dem Servierring Kreise ausstechen. Mit einem kleinen Löffel jeweils eine Teelöffel-große Menge der Kürbiscreme in die Mitte eines jeden Pasta-Rondells geben und die Hälfte der Platte am Rand mit Eigelb bestreichen (s. Bild rechts). Den nicht mit Eigelb bestrichenen Plattenteil über die Kürbismasse stülpen und auf der be-eigelbten Seite vorsichtig andrücken, so das kleine Halbmonde entstehen.

Aus der oben angegebenen Menge erhalten wir ca. 35 Raviolis, das reicht für 4-6 als Vorspeise oder für 2-3 als Hauptspeise. Also nehmt euch ein Bierchen, gute Musik und etwas Zeit.

In der Pfanne 100g Butter und 2/3 der in feine Streifen geschnittenen Salbeiblätter vorsichtig erwärmen, Knoblauch zerdrücken, fein hacken und mit dem Zitronensaft hinzufügen. Das Ganze vorsichtig mit Salz und Pfeffer abschmecken und vom Herd nehmen.

Im großen Top die Ravioli in siedendem Wasser für ca. 2 Minuten kurz gar ziehen und im Sieb abschütten. Ravioli in die Pfanne mit der Salbeibutter geben und auf tiefe Teller verteilen, wer mag garniert noch mit ein oder zwei Salbeiblättern.

Ich habe dazu einen „Hörner“ Sauvignon Blanc aus der Pfalz serviert, eigentlich für mich ja die klassische Loire-Weißwein-Traube und die Sauvignons aus der Pfalz schmecken für mich auch komplett anders, aber durchaus sehr fein und zu diesem Gericht extrem gut passend.

Warmer Salat? Klar geht das: überbackener Herbst-Löwenzahn mit Kapern und Parmesan

Nach dem Anblick echter Löwenzähne in Namibia diesen Sommer, habe ich letzten Freitag einen großen pflanzlichen Herbstlöwenzahn erstanden. Also kein „Wildfang“, sondern gezüchtete Ware. Überraschenderweise weist der trotzdem die Bitterkeit auf, die man eigentlich von pflanzlichen Wild-Löwenzahn erwarten würde. Nachdem zwei Viertel schon in Salaten verschwunden waren, habe ich die 2. Hälfte dann überbacken. Man bekommt ein eher ungewohntes, aber extrem leckeres, vegetarisches Essen, allerdings habe ich mir das nur teilweise selber ausgedacht, mein Vorgehen ist an ein italienisches Rezept, dass ich mal irgendwo gesehen habe, angelehnt.

Aus dem Schrank:

  • eine Auflaufform
  • ein kleiner Topf
  • Messer & Brett

Aus dem Vorrat:

  • 1/2 großer Herbstlöwenzahn (oder 3-4 handvoll gesammelte Blätter, vorzugsweise im Frühjahr)
  • 1 große Tomate
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL italienische Kapern
  • 2 Scheiben trockenes Weißbrot (oder Semmelbrösel)
  • 50g geriebener Parmesan
  • Olivenöl
  • Pepe e Sale

Die Auflaufform mit 2-3 EL Olivenöl zwecks Anti-Anbrenn-Beschichtung einreiben. Den Löwenzahn waschen und (wenn zu lang) in 10-15cm lange Stücke schneiden und in die Blätter wild in die Auflaufform werfen.

Die Tomate in Stücke schneiden und einige Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen. Währenddessen den Knoblauch fein hacken, mit den Kapern vermischen und alles auf den Löwenzahn geben. Das Brot fein würfeln und ebenfalls über dem Löwenzahn verteilen. Sobald die Tomaten zu weich werden, Topf vom Herd nehmen, die Schale abziehen und die Tomatenstücke ebenfalls über den Löwenzahn geben.

Am Ende alles mit geriebenem Parmesan bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und die Auflaufform für etwa 20 Minuten bei 150° Umluft in den Ofen geben, danach für 2-3 Minuten die Temperatur auf 200° erhöhen und dabei die Oberhitze einschalten um eine schöne Bräune zu bekommen. Warm servieren mit kaltem, trockenen Weißwein.

bunter Stadt-Land.Markt-Salatteller mit Beetensalat und gebratenem Ziegenkäse

Ich erwähnte es ja schon letzte Woche, dass ich solcherlei Initiativen, wie den Stadt-Land.Markt, Bauernmarkt in der Bonner Altstadt ziemlich gut finde. Ob ich jetzt jede Woche dort einkaufe und dann den Einkauf direkt publikumswirksam verarbeite indem ich hier darüber berichte, wird die Zeit zeigen. Für vergangenen Donnerstag passt das aber ziemlich gut. Es gab einen herbstlichen Stadt-Land.Markt Salatteller mit gebratenem Ziegenkäse, bunten Beeten und buntem Restsalat. Und 87% der Zutaten stammen vom Stadt-Land.Markt.

Wir haben benutzt:

  • 1 Topf
  • 1 Pfanne samt Pfannenheber
  • 1 Schraubverschlußglas
  • je 1 große & kleine Schüssel
  • 1 Salatschleuder
  • Messer & Brett

Wir haben auf dem Markt eingekauft

  • 1 rote und eine gelbe Beete
  • 1 Kopf Salat (Batavia)
  • 1 Feige
  • 1/2 kg bunte Tomaten
  • 2 halbfeste Ziegenfrischkäse mit Bockshornklee

Wir haben aus der Küche verwendet

  • 1 handvoll frisch gehackte Kräuter (Petersilie, Basilikum)
  • 1 EL Sahne
  • 2 x 3 EL gutes Olivenöl
  • 1 EL einfaches Olivenöl zum Braten
  • 2 EL Cidre-Essig
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1 EL brauner Balsamico
  • 1 EL Banyuls-Essig
  • Pepe e Sale

Die Beete kochen wir knapp mit Wasser bedeckt für ca. 20 Minuten im kleinen Topf. Währenddessen können wir uns mit dem verdreckten Salat herumschlagen (Blätter zupfen, gründlich waschen), der tatsächlich echte Erde gesehen hat – alles Bio eben.

Aus der Sahne, 3 EL gutem Olivenöl, Cidre-Essig, Senf schlagen wir im Schraubverschlußglas eine Vinaigrette auf. In der größeren Schüssel vermengen wir ca. 2 handvoll Salat in mundgerechte Stücke gezupft mit der Vinaigrette.

Sobald die Beete fertig sind, diese kalt abschrecken und mit den Händen (unter laufendem Wasser) schälen, in Stifte oder Stücke schneiden und mit braunem Balsamico, gutem Olivenöl und Banyuls-Essig in der kleineren Schüssel vermengen und beiseite stellen.

2 Teller aufstellen, Feige achteln, kleinere der Tomaten Vierteln und bereit legen.

Die Pfanne mit dem einfachen Olivenöl aufstellen und vorheizen. Die Käse quer in je drei Scheiben schneiden und in die heiße Pfanne geben (wenn die Pfanne nicht heiß ist, bildet sich keine Kruste, sondern der Käse zerläuft). Es reicht den Käse 2-3 Minuten pro Seite zu braten und genau einmal zu wenden.

Währenddessen den besaucten Salat auf beide Teller verteilen, jeweils einige Esslöffel der bunten Beete daneben legen und mit Feigen-Achteln und Tomaten-Vierteln garnieren. Sobald fertig den Käse anlegen und sofort servieren.

„Passt was Weißes“ dazu. Den kann man dann bei den Bonner Marktschwärmern beim Bio-Terrassen-Weingut Weber erwerben. Oder man nimmt einen Franzosen. Trocken passen die meistens…