Ελλάδα und seine Landküche – der Klassiker: Souvláki

Wer auf meinem Blog desöftern meine Texte samt Rezepte verfolgt, der wird festgestellt haben, dass ich ein Faible für echte Klassiker habe. Egal ob Spaghetti Carbonara, Salat Lyonnaise oder einfach nur Tzatziki – diese Ur-Rezepte haben einfach Ihre Daseinsberechtigung, weil Menschen frühzeitig erkannt haben, was gut zusammen passt. Ebenso darf auf (m)einer Zusammenschau griechischer Landküche natürlich derdiedas Souvláki (σουβλάκι) nicht fehlen. Aber wer denkt, dass man dazu doch einfach Fleischwürfel auf Holzspieße steckt, der sollte vielleicht doch mal das hier probieren….

χρειάζεστε

  • einen Grill (Gas- oder besser noch Holzkohlegrill)
  • eine Schüssel
  • einen Löffel oder ähnliches zum Rühren
  • eine Zitronenpresse
  • 6 Holzspieße
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος (für 6 Spieße)

  • 400-500g Bio-Schweinefleisch, Nacken, es geht auch Filet)
  • 3 Knoblauchzehen
  • Saft von 1 Zitrone
  • Meersalz
  • 3-4 EL frischen oder 1-2 EL getrockneten Oregano
  • 5-6 EL Olivenöl

Knoblauch schälen, fein hacken und mit Zitronensaft, Olivenöl, Oregano und ca. 1 TL groben Meersalz in der Schüssel zu einer Marinade verrühren. Das Fleisch grob in ca. 3×3 cm große Würfel schneiden und in die Marinade geben, gut durchmischen.

Das Ganze idealerweise 24h an einem kühlen Ort (Kühlschrank) abgedeckt durchziehen lassen, dabei die Fleischwürfel gelegentlich durchmischen, damit alle mal oben oder mal unten marinieren. Gut durchgezogen ergibt das einen frischen Kräuter-Zitronen-Geschmack, der nachhaltig im Fleisch bleibt. Ca. 10 Minuten vor dem Essen das Fleisch auf die Holzspieße stecken und von allen Seiten auf dem Grill grillen, dabei darauf achten, die Spieße zwar durch zu grillen, aber nicht zu lange auf dem Grill belassen, dann wird das Fleisch zu trocken.

Man kann das jetzt so Essen, Brot und Tzatziki dazu reichen oder man kann auch sehr schön Souvláki-Sandwiches (Pita) machen, indem man das Fleisch in ein kleines Pita-Brot wickelt und etwas Salat, Tzatziki, Tomate und was man sonst so mag dazu gibt. Das Bild rechts habe ich „geliehen“, da ich kein eigenes gemacht habe, ich hatte Hunger ;-).

Advertisements

gebratene Maultaschen mit Dill-Knoblauch-Zitronen-Butter

Heid hanne aus dr Lameng raus kochd, wie der Schwabe es ausdrücken würde. Eigentlich wäre der nun folgende Text schon überflüssig, denn the title says it all, wie man so schön sagt. Hervorzuheben ist aber, dass das obige Gericht, sofern man die Maultaschen, so wie ich, beim schwäbischen Metzger fertig gekauft hat und nicht selber zu machen gedenkt, in der Zubereitung etwa 2 Minuten benötigt. Geiziger mit der Zeit ist hier also nicht mal ein Schwabe….

Mir schbiala hendadrai:

  • Kichamessr & Bredd
  • een Bfann

Mir brauchad:

  • 2 Mauldascha pro Person
  • 60g Buddr
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Zitronenzesten
  • 2 handvoll fein gehackten Dill
  • 2 EL geriebener Parmesan

Los geht’s. Pfanne mit der Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze aufstellen, Maultaschen in Streifen schneiden, in die Pfanne geben und für etwa eine Minute anbruzzeln. Dann den Knoblauch zerdrücken und grob hacken und mit restlicher Butter, Zitronenzesten und dem Dill dazu geben, einmal durchschwenken und auf einen Teller geben. Parmesan darüber streuen und fertig.

An guada!

*dank übrigens an https://www.schwaebisch-schwaetza.de/schwaebisch_woerterbuch.html für die Schwäbisch-Hilfe!!!

Frühlingssehnsuchts-Salat aus Wildkräutern, Rotkohl, Zuckerschoten (u.v.m.) mit Tahini-Sauce

Es reicht. Genug. Aus. Schluss! Diese Affenkälte hält doch kein Mensch aus. Ich habe schon überlegt, wenn ich in einer Gegen wohnen würde, wo es im Winter dauernd so kalt wäre, würde ich dort nicht mehr wohnen, weil längst weg gezogen. Dazu kommt, das so ziemlich jeder um mich herum genauso schnieft, wie ich selber. Aber was können wir schon tun? Den Mist aushalten, auf Frühling hoffen und derweil so viele Vitamine in uns hineinstopfen, wie man nur bekommen kann. Das Ganze kombiniert mit der Sauce aus Tahina-Paste und Zitronensaft erweckt tatsächlich einen Hauch von Frühlings-Frische. Das Gute an diesem Rezept ist, das die eigentlichen Zutaten fast egal sind, solange man eine bunte Mischung aus Gemüse und Salat zusammenbekommt. Geht also auch im Frühling (Spargel!!!) – und der nächste kommt bestimmt.

Wir zerkleinern mit:

  • Messer & Brett
  • ein Schraubverschlussglas
  • eine Zitronenpresse
  • eine kleine Pfanne
  • ein kleiner Topf

Wir zerkleinern das (für 2):

  • 2 handvoll Wildkräutersalat (oder Rucola, Feldsalat, …)
  • 1/2 rote und 1/2 gelbe Paprika
  • 1/4 Kopf Rot- oder Spitzkohl
  • 1 handvoll Zuckerschoten oder Buschbohnen
  • 5-6 Radieschen
  • 1/3 Gurke
  • 1 Karotte
  • 1 rote Zwiebel oder 1 Frühlingszwiebel (oder beides)
  • ein paar Cocktailtomaten
  • Kräuter nach Laune – z.B. Kresse, Petersilie, Dill
  • je 2-3 EL Sesamkörner und Pinienkerne
  • 4 EL Tahina-Paste
  • 1 Zitrone
  • 4 EL Wasser
  • Salz

Alors. Die Zitrone auspressen und Saft mit Tahina-Paste und Wasser im Schraubverschlussglas richtig durchschütteln. Die Sauce sollte sämig-dickflüssig sein und frisch nach Zitrone, aber nicht zu sauer schmecken. Das kriegt man durch hinzufügen der einen oder anderen Zutat ganz gut hin.

Den Rot- oder Spitzkohl fein schneiden, salzen und ein wenig walken (-> mit den Händen durchkneten), zunächst beiseite stellen. Zuckerschoten im Topf mit Wasser bedecken und für einige Minuten bißfest kochen, danach mit kaltem Wasser abschrecken, um die Farbe zu erhalten. Paprika, Karotte, Gurke, Radieschen fein in Scheiben schneiden, auch die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.

Die Gurken-Scheibchen auf das Brett legen und ebenfalls etwas salzen, ein paar Minuten warten und dann vorsichtig das Wasser ausdrücken, so schmeckt die Gurke intensiver. Den Salat gründlich waschen und Tomaten halbieren und die Kräuter fein hacken. Kurz vor dem Anrichten noch in der Pfanne Sesamsaat und Pinienkerne ohne Öl anbräunen.

Gemüse und Salat in zwei Salatschalen aufschichten und mit Sesam und Pinienkernen bestreuen, Tahini-Sauce darüber verteilen und mit den gehackten Kräutern bestreuen.
Wenn wir jetzt noch einen frischen Weißwein dazu trinken, können wir jetzt die Augen schließen, genießen und vom Frühling träumen!

 

rot-grün in der Salatschale: „Rucola Beete Salat“

Nein, ich lasse hier nicht meine politischen Präferenz für die anstehende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen heraus, aber irgendwie passt das Thema „rot-grün“ ganz gut zu der kleinen Salat-Leckerei, die ich letzte Woche zum zart-zerfallenden Iberco-Schwein als Beilage gemacht hatte. Persönlich liebe ich Rote Beete; die gibt es fast immer, sie kosten fast nix und der erdig-schlammige Geschmack läßt sich wunderbar mit anderen Geschmacksnoten kombinieren, sei es als Thymian-Feta-Carpaccio, mit Linsen oder auch als Caprese. Und jetzt also noch der gelungene Versuch mit Rucola – aber schmeckt selbst:

Gartengeräte:

  • ein Kochtopf
  • ein Sparschäler
  • Messer & Brett
  • eine Salatschale

Gartenfrüchte:

  • eine Rote Beete
  • eine handvoll Rucola
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Die Rote Beete im Topf zu ca. 2/3 mit Wasser bedeckt weich kochen, das dauert etwa 25 Minuten. Danach das Beetchen unter kaltem Wasser abschrecken und mit dem Sparschäler unter fließendem Wasser schälen. Das mit dem Wasser mache ich übrigens, damit meine Finger dabei nicht total rot werden. Wenn jemand aber eine bessere Methoden kennt, immer her damit ;-).

Die Rote Beete in Würfel oder Scheiben schneiden, den Rucola waschen und die Blätter quer in Stücke schneiden. Alles zusammen in der Salatschale mit Zitronensaft und Olivenöl mischen und mit Fleur de Sel und etwas Pfeffer abschmecken. Gerade die Zitrone gibt der Roten Beete eine tolle Frische, dazu kommt die leichte Schärfe des Rucola. Schmeckt toll als Salat, als Vorspeise oder als Salat-Beilage.

Alles andere als brave Patatas: spanische Zitronenkartoffeln mit italienischen Kapern

Die Kartoffel ist ja bekanntlich eine Wahnsinnsknolle – und unglaublich vielseitig. Man kann sie im Pfälzer Saumagen genauso verarbeiten, wie als Pommes, Krokette, in Eintöpfen oder eben als eine Art Beilagensalat. Und nichts anderes ist das, was ich an diesem wunderbaren Frühlingswochenende gemacht habe. Abgeleitet von einem spanischen Rezept, aber die Kapern reklamieren ja eher die italiener für sich. Aber egal, schmeckt alles andere als langweilig und brav!

Und das schönste war: Es wurde draußen auf der Terrasse gekocht.

Contaminamos:

  • einen Topf
  • eine Schüssel
  • ein Glas oder eine Tasse
  • Unseren Zestenreisser und eine Zitronenpresse
  • Messer & Brett

Consumimos (para dos):

  • 6-8 kleine festkochende Kartoffeln
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 handvoll eingesalzene Kapern
  • 1 handvoll gehackte glatte Petersilie
  • 1 (Bio-)Zitrone
  • 1 EL Essig (Weißwein, Sherry oder Banyuls)
  • 7-8 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Die Kapern grob vom Meersalz befreien, das Salz kann im Topf zum Kochen der Kartoffeln verwendet werden. Die Kapern legen wir in einem Glas mit Wasser erstmal zum Entsalzen ein. Die Kapern nach einer Weile ausdrücken und das Wasser wechseln. Das Ganze machen wir so 3-4 mal, sonst sind die Kapern einfach zu salzig zum Essen. Währenddessen die Kartoffeln im Topf kochen bis Sie gerade eben durch sind.

Jetzt kommt die Zitrone ins Spiel: Wir ziehen rundherum einmal Zesten ab, die werden fein gehackt. Dann halbieren wir die Zietrone und pressen den Saft aus. Nun die Scharlotte und den Knoblauch in feine Würfel schneiden, Kapern hacken und mit Petersilie, Zitronensaft und -zesten, Scharlotte, Knoblauch, Essig und Olivenöl zu einer Vinaigrette vermengen. Die noch warmen Kartoffeln pellen und in dicke Scheiben schneiden, dazu geben, umrühren und noch lauwarm servieren. Dazu würde ein Stück gegrilltes passen, geht aber auch einfach so. ¡Hola!

 

Bier.

tmp_15352-dsc_19691507319810Jetzt kommt mal was ganz anderes, nach gefühlten 200 Rezeptbeiträgen, von denen viele tatsächlich eine Wein-Empfehlung beinhalten, schreibe ich diesmal über der Deutschen Lieblingsgetränk: Über Bier.

Wobei alleine die oben getroffene Aussage trifft ja gar nicht mal nur auf Deutschland zu: Im weltweiten Vergleich steht Deutschland (nein ich sage nicht nur) auf Platz 3 der pro Kopf Biervernichter, hinter den Tschechen (1) und den Iren (2), dicht gefolgt von Australiern und Österreichern auf 4 und 5. Und – keine weitere Sorge – in der nun folgenden 2. Statistik geht es um den Konsumvergleich heruntergerechnet auf den reinen konsumierten Alkohol pro Kopf und Jahr. Da liegen wir Deutschen nämlich lediglich auf einem unterfernerliefensiemit-abgeschlagenen Platz 23. – übrigens nach Luxemburg (22.), Österreich (21.) und Südkorea (13.) und so ziemlich dem gesamten ehemaligen Ostblock samt Ex-Sowjet-Staaten. Na dann Nastrovje

Also, keine Sorgen machen, weiter trinken. Oder besser genießen, denn darum geht es ja in diesem Blog.

Wer aufmerksam durch einen gut sortierten Getränkemarkt geht, wird wie ich festgestellt haben, das es hinsichtlich Bier zwei eindeutige Trends gibt: Zum Einen wächst das Angebot an in Einzelflaschen angebotenen Biersorten stetig. Zweiter Trend sind die plötzlich auftauchenden monströsen Extra-Kühlschränke mit sogenannten Craft-Bieren mit den seltsamsten Namen. Auch davon habe ich mich bereits zum Kauf anstiften lassen, muß aber zugeben, das ich lieber 10 Euro in einen guten Wein der zum Essen passt investiere, als 7 Euro in dieselbe Menge an Bier.

Jetzt fragt man sich, warum habe ich mich anstiften lassen? Ich glaube es liegt daran, das ich, was Essen angeht, um jegliche industriell produzierte Massenware einen großen Bogen mache, ich schaue das ich regionale Produkte kaufe, achte bei der Auswahl oft auf die Jahreszeit, kaufe Bio-Ware wo es sich anbietet, aber beim Bier gibt es seit Jahr und Tag das Gebräu aus der Eifel mit dem weltweiten Ruf, gepimpt durch eine Herde an Marketing-Strategen, ausgedrückt durch den Fanclub Nationalmannschaft oder den nett lächelnden Nachbarn, der, wenn ich seinen Zaun demoliere, erstmal ein paar Flaschen Bier aus dem Keller holt … ?
Nein danke, keine Lust mehr.
Das passt irgendwie nicht zusammen, eine andere Lösung musste her.

tmp_15352-dsc_1970-1081701061Die Gerstensaft-Experimentierphase abseits von lecker Pilsken ist also eröffnet. Und das bedeutet auch, das ich tatsächlich mal abseits des deutschen Dreiklangs Pils-Kölsch-Weizen geschaut habe und bin auf eine – zugegebenermaßen für mich weniger regional ansässige – Brauerei gestossen, die beim Bierbrauen offensichtlich einen alternativen Weg eingeschlagen hat,  ihr Bier aber trotzdem zu Preisen verkauft, die es erlauben, auch mal eine zweite Flasche zu trinken. Ich rede von Störtebeker Brauspezialitäten aus Greifswald. Speziell vorstellen möchte ich heute deren Atlantik Ale.

Es geht also um die Biersorte, die man meiner Meinung nach in einem britischen Pub besser nicht bestellt, da zu warm und oft abgestanden schmeckend. Wobei das mit dem warm ja eigentlich wiedermal eines dieser ach so gemeinen (und doch so großartigen) Vorurteile gegenüber dem Volk von der Insel ist („Ist die Cervisia nicht lauwarm genug? Soll ich sie lassen temperieren?„), denn das britische Bier kommt schlicht aus dem Keller – Cellar cooled sagt der Brite. Also je nach Keller auch manchmal kühl….

Zurück zum Störtebeker Atlantik Ale. Flasche öffnen, der erste Geruch, der in die Nase steigt und den man auch unweigerlich wahrnimmt, hat tatsächlich was von Heu und ja, es kitzelt auch etwas in der Nase. Der erste Eindruck im Mund ist auch völlig überraschend, denn man erwartet ja ein malziges Getränk, das dann – wie meistens beim Bier – sein Hopfenaroma im Mund entwickelt. Das ist hier völlig anders, denn erst dominiert der leicht zitronig-blumig-heuige Hopfengeschmack, dann erst der wirklich erfrischende Biergeschmack, das es wahrlich eine Freude ist! Ich gebe zu, das Bier ist sicher nicht jedermanns Sache und auch ich würde an einem langen Kneipenabend nicht rein auf das Ale setzen wollen, aber für die Freunde des guten Biergeschmacks ist es auf jeden Fall mehr als einen Versuch wert! Genauso wie übrigens auch die (meisten*) anderen Sorten der Störtebeker Brauerei. Und danke dafür, das Ihr mir den Glauben an echte Braukunst zurück gegeben habt.

* den Freunden schottischen Highland Whiskys sei das Schottisch Ale aus über Torf geräuchertem Malz mit 9% Alkohol empfohlen. Aber hier steige ich aus.

Rotkohl zur Weihnachtszeit? Na klar, aber als Salat aus tausend-und-einer-Nacht und ganz ohne Gans.

Der Supermarkt in dem ich meistens einkaufe, hat am Eingang immer unübersehbar eine Art „Gemüse der Woche“ aufgebaut. Ich glaube nicht mal, das dieses dann besonders günstig angeboten wird, aber man kann es nicht übersehen, da die Kisten und Paletten so aufgebaut sind, das man sie mit dem Einkaufswägelchen umfahren muß. Vergangenen Freitag war das Wochengemüse dann tatsächlich Rotkohl. Man könnte ja meinen, den haben ohnehin ganz viele Gans-zu-Weihnachten-Kocher auf dem Schirm. Aber vielleicht kaufen dann doch die meisten das Fertigprodukt und sollten so daran erinnert werden, das Rotkohl vom Feld und nicht aus der Konserve kommt. Da ich keine Lust hatte, jetzt schon den Kalorienpegel vor Weihnachten anzuziehen, habe ich die Rotkohlköpfe erstmal ignoriert und suchte eigentlich nach der Idee für das Sonntagessen. Die kam dann als ich die Granatäpfel sah und mein Kopf mir sagte, das ich lange nichts mehr Richtung arabisch gemacht hatte und plötzlich stand der Rotkohl im Fokus meines Interesses. Ganz ohne Granatapfel.

tmp_26550-dsc_05921121700141tmp_26550-dsc_0595153625928

 

 

 

 

 

 

Wir brauchen:

  • Messer & Brett
  • ein Schälmesser
  • eine Schüssel
  • eine Schale zum Anrichten

Wir verarbeiten (als Vorspeise für 3-4):

  • 1/4 Rotkohl
  • 1 Karotte
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 100g Feta
  • 2 handvoll Sultaninen
  • 2 Zweige Thymian
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 4 EL gutes Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 1/4 TL Zimt
  • Pepe e Sale

Den Rotkohl längs halbieren und eine Hälfte einer Hälfte mit der Schnittseite auf dem Brett liegend quer in ganz dünne Streifen schneiden. Den Rotkohl in eine Schüssel geben, salzen und mit den Fingern richtig durchkneten und mindestens 20 Minuten beiseite stellen. Währenddessen die Karotte schälen, in zwei gleich lange Stücke schneiden und daraus möglichst feine Stifte schnitzen. Petersilie hacken und mit den Karotten-Stiften und den Sultaninen zum Rotkohl geben und alles durchmischen.

Jetzt noch die Thymianblätter abzupfen und mit Zitronensaft und Olivenöl sowie Zucker, Zimt und etwas Pfeffer zum Salat geben und alles kräftig durchmischen, ggf. nochmal nachsalzen, in eine Schale füllen. Feta würfeln und obenauf legen. Fäähddisch.

Und was trinken wir dazu? Eigentlich eher was Weißes, aber ich habe mich dann doch für einen Rosé entschieden. Es wurde ein Cuvée de la Salette von den Terres des Templiers, ansässig im schönen Banyuls an der Cote Vermeille, ganz im Süden Frankreichs in direkter Nachbarschaft zu Spanien und den Pyrenäen. Andere (wie ich auch) nennen die Gegend da unten das Paradies. Die Cuvée de la Salette ist ein ganz spannender Rosé mit für die Rosés Südfrankreich eher untypisch kräftiger Farbe, die daher stammt, das ein Teil der Cuvée als Rotweinmaische hinzukommt (das sogenannte Saignée-Verfahren). Der Wein darf ruhig ordentlich kalt sein und bietet angenehme Noten roter Früchte, insbesondere von Erd- und Johannisbeere mit belebender Frische und eleganter Säure. Das passt wunderbar zum Feta und zum zitronig-frischen Geschmack des Salats.