Salade du jardin du Pasteur (Salat aus Pastor’s Garten)

Um meine recht intensive französisch-Lernerei zu unterstützen, habe ich mir nun ein echt französisches Kochuch gekauft. Naturallement en français! Klar, das man die meisten Klassiker irgendwie kennt, aber trotzdem finden sich da doch ein paar recht spannende Ideen, die neuen Input geben. Das der Pastor seinen eigenen Salat bekommt zum Beispiel. Allerdings habe ich die Confits de Canard weggelassen und mir einfach überlegt, das mein Pastor die Ente freigelassen hätte, so ich denn einen hätte.

Wir beten her:

  • Messer & Brett
  • zwei Teller
  • ein Schraubverschlußglas
  • ein Sparschäler
  • ein Nußknacker
  • ein Durchschlag oder Salatschleuder

Und zwei beichten dass gegessen zu haben:

  • ca. 1/3 eines Endivienkopfes
  • 3-4 Radieschen
  • 1 Birne
  • 6-8 Walnüsse
  • 1 Ziegenkäse (Brique de Chèvre oder auch ein Picandou geht sehr gut)
  • ca. 1 handvoll gehackte Petersilie und/oder Schnittlauch
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Apfel-Essig
  • 4-5 EL Walnussöl
  • 1 TL Dijon Senf

Endivie klein schneiden und gründlich waschen. Danach die Kräuter hacken, die Walnüsse knacken und in Viertel zerlegen und die Radieschen in Scheiben schneiden. Aus feingehackter Scharlotte und Knoblauchzehe, Öl, Essig und Senf im Glas eine Vinaigrette aufschütteln. Endivie auf den Tellern verteilen, Walnüsse, Kräuter, Radieschen darüber verteilen. Die Birne schälen, Vierteln, das Innere herausschneiden und in Scheiben schneiden und ebenfalls über dem Salat verteilen. Am Ende den Ziegenkäse in Haselnuss-große Stücke zerpflücken und ebenfalls auf dem Salat verteilen, Vinaigrette darüber geben und die Messe ist gelesen und es kann gegessen werden. Dazu passt wunderbar ein trockener Riesling oder ein Sauvignon Blanc von der Loire, aber auch andere trocken-fruchtige Weißweine.

Advertisements

Quick-Starter: Fladenbrot mit CremeF und Karotte

Manchmal muss es eben schnell gehen – ein oft gehörter Werbeslogan. Aber bevor ich auf die blöde Idee komme, irgendwelche Industrienahrung zu konsumieren, halte ich mir lieber ein gesundes Setup an schnellen Rezepten. Und auch wenn man eine Vorspeisen-Tafel mit vielen Kleinigkeiten plant, macht dieser Quickfix sich schnell und klaut einem nicht die Zeit. Und damit vergeude auch ich keine Weitere und komme direkt zur Sache.

Auf die Schnelle:

  • Messer & Brett
  • Sparschäler
  • ein Löffel

Schnell zusammengeklaubt:

  • 1 flaches Fladenbrot
  • 1 Karotte
  • 80g Creme Fraiche
  • 2-3 EL Olivenöl
  • einige Blätter glatte Petersilie
  • Pepe e Fleur de Sale

Fladenbrot für ca. 5 Minuten im Ofen backen, so dass es etwas kross wird. Währenddessen Oliven-Öl mit Creme Fraiche vermischen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Das Fladenbrot mit der Creme bestreichen (dazu der Löffel). Karotte schälen und mit dem Messer hauchdünne Späne abschneiden. Die Späne auf dem Fladenbrot verteilen, mit gehackter Petersilie und etwas Fleur de Sel bestreuen, in Stücke schneiden, fertig.

Kann man variieren mit Feta, mit Spinat, mit Rot-, Spitz- oder Weißkohl, Feigen und was-weiß-ich-nich-noch-alles. Lecker.

ein neues Kapitel über „Zutaten unter eigener Kontrolle“: Gurke & Scharlotte selbst eingelegt – geht einfach & schnell.

Zwischen den Jahren habe ich endlich unsere Asterix-Hefte-Sammlung wieder ausgegraben. Ab und an sollte man seine Kenntnisse einfach wieder auffrischen. Natürlich fiel mir dabei auch Asterix bei den Schweizern in die Finger und damit kam natürlich auch das Käsefondue in den Sinn. Lagen da nicht noch diverse Käsestücke von Weihnachten & Sylvester im Kühlschrank herum? Jawohl! Und eine schöne Gelegenheit den vorletztes Jahr in der Schweiz erstandenen Caquelon mal wieder zu benutzen er gibt sich so auch. Aber so richtig echt ist Käsefondue für mich ja nur, wenn es auch eingelegte Zwiebelchen und Gurken als Beilagen gibt.  Und da half bisher der Griff ins Supermarkt-Konserven-Regal. und genau darauf habe ich immer weniger Lust: Erzeugnisse der klassischen Lebensmittelindustrie will ich einfach nicht mehr essen.
Doch was tun? Na klar doch, selber einlegen!
Dies ist also nun der Bericht zu einem Versuch, der 120% gelungen ist.

Beim Einmachen hilft:

  • einen kleinen Topf
  • 2 Einweckgläser samt Deckel
  • unseren Sparschäler
  • Messer & Brett

Zum Einmachen wird benötigt:

  • 1-2 kleine Gurken
  • 6-8 kleine Scharlotten
  • 1/2 Bund Dill
  • 2-3 Zweige glatte Petersilie
  • 3-4 Zweige Thymian
  • 4-5 Körner Piment
  • 1/2 TL Kümmel
  • 250ml Essig
  • 250ml Wasser
  • 120g Zucker

Aus Essig, Wasser, Zucker, Kümmel und Piment kochen wir unseren Einlege-Sud. Sobald der aufgesetzt ist, die Scharlotten schälen, die Größeren davon eventuell halbieren und diese dann für 6-7 Minuten im Sud mitkochen. Währenddessen Dill und Petersilie waschen und samt Stielen in Stücke schneiden, die Gurke schälen und quer in ca. 4 mm dicke Scheiben schneiden. In einem Einmachglas die Gurkenscheiben schichten und zwischen einzelne Schichten immer wieder etwas von den Kräutern legen. Den Thymian nun auf den Boden des anderen noch leeren Glases legen, die Scharlotten dazu geben, dabei ebenfalls etwas von den Kräutern dazu geben. Beide Gläser nun mit dem fast kochenden Sud auffüllen, den Deckel zudrehen und ein paar Minuten auf den Kopf stellen.

Wir haben den Inhalt der beiden Gläser direkt Abends, ca. 2h nachdem ich es eingelegt hatte, gegessen und es hat himmlisch geschmeckt. Vergesst also die Konserven-Ware der Industrie. Wie lange das Ganze nun haltbar ist, kann ich schlecht einschätzen, ich denke das vor allem die Gurken nicht ewig haltbar sind, da sie ja nicht durchgekocht wurden. Aber wie gesagt, es geht ratz-fatz und schmeckt bereits nach kurzer Einlegezeit. Als weiteren Versuch zur Haltbarkeit habe ich den Sud am nächsten Tag einfach nochmal recycelt und erneut Gurke eingelegt ;-).

Auch 2018 keine Diättendenzen. Machen wir ‚Büffel-Mozzarella mit Kapern‘

Die schlechten Gewissen laufen entweder für ein paar Wochen am Rhein oder versuchen sich an einer Diät. Während Ersteres, würde man es länger durchhalten, noch Spaß macht und durchaus Sinn ergibt, halte ich Diäten in der klassischen Form für einen der größten durch Menschenverstand ersonnenen Schwachsinn: Weil wir uns nicht im Griff haben, müssen wir uns jetzt ein paar Wochen selber geißeln und essen nur Sachen, die keinen/wenig/kaum Spaß machen.

Würde man sich vernünftig und in Maßen ernähren, bräuchte man keine Diät. Das heißt jetzt nicht, das ich der Meinung habe, das ich meine Idealfigur habe oder nicht auch gerne mal zu viel esse. Aber ich würde im Leben keine Diät im Sinne von Verzicht, Ernährungsplan usw. machen. Das man grundsätzlich weniger Pommes&Co. essen sollte, ist ja keine Diät ;-). Aber kommen wir zum vorgeschlagenen Rezept – für Diätisten vermutlich leider unmöglich, für den Rest, kommt es darauf an, den möglichst besten Büffel-Mozzarella aufzutreiben. Dann läuft es unter Vorspeise oder kleine Schweinerei. Und an die anderen: Versucht es erst gar nicht mit sogenanntem Light-Mozzarella. Den gibt es nur weil die Lebensmittel-Industrie ein neues Produkt platzieren möchte, nicht weil der Mensch sowas an sich brauchen würde.

Wir statten uns aus mit

  • 2 kleinen Schälchen
  • unserem Zestenreißer
  • Messer & Brett

Wir legen auf das Brett:

  • 1 originaler Büffel-Mozzarealla (ca. 150g)
  • 1 Limette
  • 1 EL gesalzene Kapern
  • Pul Biber (türkisches Gewürz)
  • 2 EL allerbestes mildes Olivenöl

Und wir legen los: Den Mozzarella in ca. 1cm feiste Scheiben schneiden und so gerecht auf die beiden Schälchen verteilen, wie man möchte und ein wenig Pul Biber darüber streuen. Das grobe Salz von den Kapern abwaschen und selbige dann mit dem Messer fein hacken und ebenfalls (gerecht!) über den Mozzarella verteilen. Wir quälen die Limette weil wir einige Zesten aus der Schale reißen (Aua!), diese grob hacken und ebenfalls oben drüber geben. Jedes Schälchen wird jetzt mit ca. 1 TL Limettensaft und 1 EL Olivenöl beträufeln und fertig ist der Spaß. Wir haben eine geile kleine Vorspeise, die sich auch gut auf jeder Vorspeisenplatte oder als Zwischengang macht.

Schon wieder Wintergemüse: Lieblingsporree mit Parmesan

Es ist Winter. Natürlich kann man alles an Gemüse kaufen, was man sich wünscht. Aber selbst wenn einem der ökologische Fußabdruck noch egal ist, so wird sich der geübte Gourmet spätestens beim Geschmack von blassen Gewächshaustomaten sehnsüchtig an den Sommer erinnern und anfangen zu überlegen, was man denn mit dem aktuell erhältlichen heimischen Gemüse außer Rotkohl mit Klößen so anstellen kann.

Und da kam mir es gerade sehr recht, das mein Lieblings-Bioladen gerade wunderschöne Porree-Stangen im Angebot hatte. Ich hatte das anbraten und langsame Kochen von Porree schon mal gehört, aber wenn man Gemüse in Wasser kocht, geht auch immer etwas Geschmack flöten. Und hey, es ist Winter, das bisschen Sahne merken wir gar nicht!

Aus dem Schrank brauchen wir:

  • einen Gas-(Grill)
  • eine kleine Pfanne mit Deckel
  • eine Parmesanreibe und eine Muskatreibe
  • Messer & Brett

Aus dem Kühl- und Gewürzschrank brauchen wir:

  • eine Stange Porree
  • 1-2 EL Olivenöl
  • 5-6 EL Sahne
  • etwas Muskatnuß
  • 50g Parmesan
  • Pepe e Sale

Den Porree putzen, so das vom Grün nur noch das blasse dran ist  (der Rest kann in die Suppe) und die Stange möglichst gleichmäßig gerade ist. Mit Olivenöl einreiben und auf dem Grill von allen Seiten gut anbräunen.

Die Pfanne aufstellen, die Sahne hinein geben und leicht mit Muskatnuß, Pfeffer und Salz (Fleur de Sel) würzen, den Porree dazu geben und mit Deckel bei kleiner Hitze für etwa 10-12 Minuten garen. Porree in mundgerechte Stücke teilen, den geriebenen Parmesan darüber geben und warm servieren.

Es ist himmlisch, glaubt mir!

Vielen Dank für den Blumenkohl (mit Ras El Hanut und Olivenöl aus dem Ofen und Tahini-Sauce)!

Nein. Das Lied beim Kochen war kein alter Schlager von Udo Jürgens. Ich glaube das Lied zum Kochen war eher ein „2 Minutes to midnight“ by Iron Maiden…. dabei ist das Resultat gar nicht so krawallig, wie man es beim Gedanken an den Geschmack von Blumenkohl haben könnte. Der Kohl schmilzt nämlich gewissermaßen im Ofen, so das er einen eigenen, aber völlig unbekannten Blumenkohl-Geschmack produziert. Damit wird das Ganze eine wirklich spannende, latent arabisch angehauchte Vorspeise. Aber etwas länger als 2 Minuten dauert es dann doch.

The hands that threaten doom:

  • ein Auflaufform oder Schüssel zum späteren Anrichten
  • ein Topf
  • Messer&Brett
  • unsere Hände
  • ein Backblech oder Rost samt Backpapier
  • eine kleine Schüssel samt Gabel oder Löffel zum Rühren

2 Minutes to midnight:

  • 1 (Bio-)Blumenkohl
  • 4-5 EL Olivenöl
  • 2 TL Ras El Hanut (marokkanische Gewürzmischung)
  • 1/2 TL Fleur de Sel
  • 2 EL Tahina-Paste
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Wasser

Den Blumenkohl putzen, so das man die Blätter abmacht, danach schneiden wir ihn oben kreuzförmig ein, aber so, das er nicht auseinander fällt. Im Topf Wasser mit Blumenkohl zum Kochen bringen und den Blumenkohl darin ca. 6-7 Minuten vorkochen, herausholen und etwas abkühlen lassen. Danach den Blumenkohl auf das Backblech mit dem Strunk nach unten legen, Ras El Hanut darüber verteilen, das Olivenöl drüber träufeln und beides mit den Händen einmassieren – am Ende das Fleur de Sel darüber streuen.

Das Backblech kommt jetzt für ca. 40 Minuten bei ca. 180° in den Ofen, wobei wir bei den letzten 7-8 Minuten die Oberhitze einschalten sollten, das gibt dann eine schöne Farbe zum Schluss. Währenddessen in der kleinen Schüssel Zitronensaft, Wasser und Tahina-Paste vermengen, bei Bedarf noch etwas nachsalzen und die Wartezeit mit Musik hören verbringen.

Sobald der Blumenkohl fertig ist (der sollte jetzt wachsweich sein), in Portionen brechen oder schneiden und mit der Tahini-Sauce servieren.

 

Bestrudelte Khaki mit Vanille und Johannisbeerlikör

Nachtisch: Es war noch ein Rest vom Blätterteig übrig. Zudem stand in der Küche seit gefühlter Ewigkeit eine kleine Flasche Johannisbeerlikör oder Aufgesetzter oder wasauchimmer rum. Und derjenige, der die damals beim letzten OpenCook Event mitgebracht hatte, wollte zwar nicht den Inhalt, aber die Flasche gerne wieder haben. Im Kühlfach eine recht Reife Khaki und in der Schublade schlummerten noch polnische Cranberries und ein Rest Mussnix, äh, Nussmix rum. So langsam wurde ein Schuh draus.

Wir brauchen:

  • einen Topf
  • ein Backblech
  • eine kleine & eine große Schüssel
  • einen Löffel
  • ein Nudelholz
  • Backpinsel
  • Messer & Brett!

Wir tun rein:

  • 2 Scheiben Blättetteig
  • 100g Mehl
  • 1 Ei
  • 75g Butter
  • 2 EL Pinien- und Walnußkerne
  • 2 EL Cranberries
  • 2 EL Rosinen
  • 5-6 getrocknete Aprikosen
  • 0.1 l Johannisbeerlikör
  • 2 EL Vin de Noix
  • 1/2 Vanillestange
  • 2x 1 EL Zucker
  • 2 EL Creme Fraiche
  • ein Eigelb
  • Mehl für die Arbeitsfläche

Zuerst Pinienkerne, Walnüsse, Rosinen, grob zerpflückte Aprikosen und Cranberries mit 1 EL Zucker mit dem Johannisbeerlikör und Vin de Noix für mindestens 2 Stunden in der kleinen Schüssel ziehen lassen, gelegentlich umrühren.

Aus Ei, Mehl und Butter einen Tarte- oder Quiche-Teig kneten, den ca. 1h im Kühlschrank kalt stellen.

Danach Tarte-Teig flach ausrollen, Blätterteig darüber legen, das Ganze weiter ausrollen, zusammenfalten und ausrollen. Dann aus dem Teig eine ca. 20 cm und 50cm lange Teigplatte ausrollen. Nüsse und Trockenfrüchte aus dem Likör darauf verteilen, dabei von der Querseite aus die unteren 5 cm frei lassen. Das Ganze mit Creme Fraiche bestreichen und einrollen, so das ein schöner Strrudel entsteht. Den Strudel im Backofen bei 160° für ca. 35 Minuten backen, nach etwa 20 Minuten mit dem Eigelb bepinseln.

Im Topf den Johannisbeerlikör und Vin de Noix mit 1 EL Zucker und der ausgekratzten Vanille einkochen, so das eine sämige und intensive Sauce entsteht.

Khaki in Scheiben schneiden, je eine Scheibe der Khaki mit 1 Scheibe des Strudes und 2-3 TL der Sauce beträufeln und warm servieren.

Satt.