süß-bitterer Übergang: Ziegenfrischkäse in Basilikum-Öl mit Erdbeer-Bohnen-Spargel-Salat auf Radicchio

Da isser endlich. Der Sommer. Mit sonne, Hitze, Schweiß und … ja und ich weiß nicht wie es euch geht, aber gerade jetzt wo es so heiß ist, schreit alles in mir nach Frische, Salat und kühlen Speisen. Dazu bin ich ja schon auch so ein kleiner saisonal-regional-Essen-Junkie und es nun mal Erdbeer- und Spargelzeit! Und dann erinnerte ich mich an das erste Rezept, das ich von meiner Tante übernommen habe, wo man den Ziegenfrischkäse mit Rosmarin in Olivenöl einlegt und das Ganze zu grünem Spargel isst. Warum nicht all diese geilen Zutaten wie Spargel, Ziegenkäse, Basilikum, Erdbeeren und Balsamico mit der leichten Bitterheit des Radicchio paaren? Ein Übergang von süß zu bitter, Gegensätze, die sich unweigerlich anziehen. Es ist ein gelungenes Experiment. Und blogtechnisch betrachtet könnte ich einfach schreiben: Schon wieder Spargel, grün.

 

 

 

 

Bis zum Servieren brauchen wir:

  • eine kleine Schale
  • ein Spargelschäler
  • ein kleiner Töpfe
  • Messer & Brett
  • pro Portion ein tiefer Teller

Bis zum Servieren verarbeiten wir (pro Portion):

  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 6-8 grüne Brechbohnen
  • 5-7 Erdbeeren
  • 1/4 Kopf Radicchio (mittelgroß)
  • 1-2 Kirschtomaten
  • 2 Ziegenfrischkäse
  • 5-7 Basilikumblätter
  • sehr gutes, mildes Olivenöl Olivenöl zum Einlegen und später für den Salat
  • 2-3 EL sehr guten Balsamico-Essig
  • 1 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Das machen wir am besten einige Stunden vorher: Den Ziegenfrischkäse in Olivenöl mit dem gehackten Basilikum einlegen und kalt stellen.

Ab jetzt brauchen wir noch etwas 20 Minuten, denn das Gesamtkunstwerk sollte ganz frisch auf den Tisch: Spargel waschen, unten abschneiden und nach Bedarf schälen. Bohnen auch waschen und Enden abschneiden. Da Spargel und grüne Bohnen in etwa gleich lang brauchen um bißfest gar zu werden, habe ich sie zusammen gekocht. Dazu alles in den kleinen Topf geben, zu 2/3 mit leicht gesalzenem Wasser bedecken und zusammen etwa 5-6 Minuten kochen, dann Wasser abschütten und Topf mit kaltem Wasser auffüllen, so das der Garvorgang abgebrochen wird.

Den Radicchio in feine Streifen schneiden und unten in den Servier-Teller als kleinen Berg aufschichten. Das ist sozusagen unsere Salatbasis, die dient als leicht bitterer Geschmacksgegenpol in Lauerstellung ;-).

Nun die Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln, auf dem Radicchio verteilen und leicht pfeffern. Spargel und grüne Bohnen oben darauf drappieren. Das ganze mit Balsamico-Essig und Zitronensaft beträufeln und leicht salzen. Am Ende je Portion 2 Ziegenfrischkäse mit reichlich Öl und Basilikum auf den Salathaufen legen, mit Kirschtomaten garnieren und sofort mit frischem Weißbrot servieren.

Wein? Ich finde, es passt jedder trockene (französische) Rosé, ich hatte einen Cuvée de la Salette aus der AOC Coullioure, ein Urlaubsmitbringsel (das man aber auch in Deutschland bestellen kann), den man auch zu Rotkohl-Salat geniessen kann.

rot-grün in der Salatschale: „Rucola Beete Salat“

Nein, ich lasse hier nicht meine politischen Präferenz für die anstehende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen heraus, aber irgendwie passt das Thema „rot-grün“ ganz gut zu der kleinen Salat-Leckerei, die ich letzte Woche zum zart-zerfallenden Iberco-Schwein als Beilage gemacht hatte. Persönlich liebe ich Rote Beete; die gibt es fast immer, sie kosten fast nix und der erdig-schlammige Geschmack läßt sich wunderbar mit anderen Geschmacksnoten kombinieren, sei es als Thymian-Feta-Carpaccio, mit Linsen oder auch als Caprese. Und jetzt also noch der gelungene Versuch mit Rucola – aber schmeckt selbst:

Gartengeräte:

  • ein Kochtopf
  • ein Sparschäler
  • Messer & Brett
  • eine Salatschale

Gartenfrüchte:

  • eine Rote Beete
  • eine handvoll Rucola
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Die Rote Beete im Topf zu ca. 2/3 mit Wasser bedeckt weich kochen, das dauert etwa 25 Minuten. Danach das Beetchen unter kaltem Wasser abschrecken und mit dem Sparschäler unter fließendem Wasser schälen. Das mit dem Wasser mache ich übrigens, damit meine Finger dabei nicht total rot werden. Wenn jemand aber eine bessere Methoden kennt, immer her damit ;-).

Die Rote Beete in Würfel oder Scheiben schneiden, den Rucola waschen und die Blätter quer in Stücke schneiden. Alles zusammen in der Salatschale mit Zitronensaft und Olivenöl mischen und mit Fleur de Sel und etwas Pfeffer abschmecken. Gerade die Zitrone gibt der Roten Beete eine tolle Frische, dazu kommt die leichte Schärfe des Rucola. Schmeckt toll als Salat, als Vorspeise oder als Salat-Beilage.

Alles andere als brave Patatas: spanische Zitronenkartoffeln mit italienischen Kapern

Die Kartoffel ist ja bekanntlich eine Wahnsinnsknolle – und unglaublich vielseitig. Man kann sie im Pfälzer Saumagen genauso verarbeiten, wie als Pommes, Krokette, in Eintöpfen oder eben als eine Art Beilagensalat. Und nichts anderes ist das, was ich an diesem wunderbaren Frühlingswochenende gemacht habe. Abgeleitet von einem spanischen Rezept, aber die Kapern reklamieren ja eher die italiener für sich. Aber egal, schmeckt alles andere als langweilig und brav!

Und das schönste war: Es wurde draußen auf der Terrasse gekocht.

Contaminamos:

  • einen Topf
  • eine Schüssel
  • ein Glas oder eine Tasse
  • Unseren Zestenreisser und eine Zitronenpresse
  • Messer & Brett

Consumimos (para dos):

  • 6-8 kleine festkochende Kartoffeln
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 handvoll eingesalzene Kapern
  • 1 handvoll gehackte glatte Petersilie
  • 1 (Bio-)Zitrone
  • 1 EL Essig (Weißwein, Sherry oder Banyuls)
  • 7-8 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Die Kapern grob vom Meersalz befreien, das Salz kann im Topf zum Kochen der Kartoffeln verwendet werden. Die Kapern legen wir in einem Glas mit Wasser erstmal zum Entsalzen ein. Die Kapern nach einer Weile ausdrücken und das Wasser wechseln. Das Ganze machen wir so 3-4 mal, sonst sind die Kapern einfach zu salzig zum Essen. Währenddessen die Kartoffeln im Topf kochen bis Sie gerade eben durch sind.

Jetzt kommt die Zitrone ins Spiel: Wir ziehen rundherum einmal Zesten ab, die werden fein gehackt. Dann halbieren wir die Zietrone und pressen den Saft aus. Nun die Scharlotte und den Knoblauch in feine Würfel schneiden, Kapern hacken und mit Petersilie, Zitronensaft und -zesten, Scharlotte, Knoblauch, Essig und Olivenöl zu einer Vinaigrette vermengen. Die noch warmen Kartoffeln pellen und in dicke Scheiben schneiden, dazu geben, umrühren und noch lauwarm servieren. Dazu würde ein Stück gegrilltes passen, geht aber auch einfach so. ¡Hola!

 

Wir träumen von heissen Tagen: eiskalte Apfelsuppe mit Vanille-Creme-Ei(s)chnee

DSC_0491Zugegeben: Selten aber bei Gelegenheit mache ich dann doch auch mal einen Nachtisch. Wichtig für mich als „wenig-süß-Esser“ ist, er soll frisch schmecken und nicht zu süß sein. Wenn das Ganze dann noch so einfach geht und so gelobt wird, wie diese Apfelsuppe, gibt es eigentlich keinen Grund das nicht doch öfter zu tun.

Zum Beschmieren benötigen wir:

  • 4 Gläser + 4 kleine Löffel
  • einen T- und einen E-Löffel
  • zwei hohe Schüsseln
  • den Mixer mit Rührschlegeln
  • den Pürierstab
  • den Sparschäler
  • unser Messer & BrettDSC_0490

Zu Taten brauchen wir:

  • 2 Eiweiß
  • 1 EL Creme Fraiche
  • 1/2 Vanille-Schote
  • 2×2 TL Zucker
  • 2 Äpfel (saure!)
  • wer mag 3-4 EL Sahne
  • 4 TL Preisselbeeren (oder andere rote Marmelade)
  • ca. 10 Eiswürfel
  • 1 Zitrone

Und schnell soll’s gehen: Eiweiß mit 2 TL Zucker und dem ausgekratzten Vanillemark in der 1. hohen Schüssel steif schlagen. Wenn das Ganze fest ist, Creme Fraiche dazu geben und noch einmal ganz kurz durchschlagen. Der Schnee sinkt nun etwas zusammen, die Konsistenz bleibt aber fluffig. Wenn wir wenig Zeit haben, ab in den Eisschrank, ansonsten reicht auch der gute Kühlschrank.

Einen Apfel schälen, den anderen lassen wir mit Schale wegen der Farbe. Die Kerngehäuse herausschneiden und die Äpfel klein schneiden. Alles mit ca. 2 EL Zitronensaft, 2 TL Zucker – wer mag mit der Sahne – und den Eiswürfeln in die 2. hohe Schüssel geben und mit dem Pürierstab fein pürieren (ja, das geht mit den Eiswürfeln!). Die kalte Apfelsuppe sofort in die Gläser verteilen, je einen Teelöffel Preiselbeeren und je einen Eßlöffel der Eischnee-Masse (wenn die Masse fest ist, kann man schöne Kugeln ausstechen) darüber geben, je mit einer dünnen Zitronenscheibe garnieren und sofort an einem heißen Sommertag servieren.

 

 

Ziegenfrischkäse-Joghurt Creme mit Pesto, Avocado und Feige

Gut, Photo nicht ganz gelungen. Dafür das Essen

Gut, Photo nicht ganz gelungen. Dafür das Essen

Ja, manchmal schaffe ich es Essen schöner anzurichten. Und im Grunde muss man es auch nicht so machen, wie ich, aber die Kombi aus Avocado, Pesto und dieser Creme ist schon … geil, diese Creme ist einfach der Brüller. Wer also auf der Suche nach dem frischem Frühling ist, der reproduziere diese Creme. Die geht übrigens sicher auch zu Spargel, Gegrilltem oder einfach nur zu frischem Weißbrot.

Das habe ich gebraucht:

  • ein feines Küchensieb
  • eine Schüssel
  • einen Mörser
  • eine Pfanne
  • eine Gabel
  • ein Teller
  • einen Zestenreisser
  • eine feine Reibe
  • mein Messer
  • Unser Schneidebrett

Und das kommt an Zutaten (Vorspeise für 2) rein:

Alleine: Super Kombi: Super

Alleine: Super
Kombi: Super

Creme (ca 6 EL):

  • 4 voll beladene EL 10% griechischen Joghurt
  • 2 Ziegenfrischkäsetaler (ca. 60g)
  • eine handvoll fein gehackte Petersilie
  • Zesten einer halben Zitrone
  • 3-4 Basilikumblätter
  • ca. 1/4 Knoblauchzehe
  • Pepe e Sale

Pesto

  • Habe ich hier schon beschrieben

Dazu eine kleine Avocado und eine frische Feige. Los geht’s: Küchensieb mit Küchenpapier auskleiden und den Joghurt darin mindestens 2h abtropfen lassen. Dann den Joghurt in die Schüssel geben, Ziegenkäse dazugeben und mit der Gabel Ziegenkäse mit dem Joghurt zerdrücken, so das eine homogene Masse entsteht. Knoblauch fein reiben und dazu geben. Zesten mit dem Messer sehr fein hacken und ebenfalls dazugeben. Am Ende Petersilie und Basilikum in feine Streifen schneiden, unterrühren und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Avocado entkernen und schälen (geht gut mit einem Löffel oder einem Glas, Anleitung hier, aber vorsichtig vorgehen, damit die Hälften ganz bleiben!), von der Feige das obere und untere Ende abschneiden und Frucht halbieren. Je eine halbe Feige und Avocado auf einem Teller drapieren, Creme dazugeben, Pesto auf der Avocado verteilen und nach belieben verzieren.