gebratene Maultaschen mit Dill-Knoblauch-Zitronen-Butter

Heid hanne aus dr Lameng raus kochd, wie der Schwabe es ausdrücken würde. Eigentlich wäre der nun folgende Text schon überflüssig, denn the title says it all, wie man so schön sagt. Hervorzuheben ist aber, dass das obige Gericht, sofern man die Maultaschen, so wie ich, beim schwäbischen Metzger fertig gekauft hat und nicht selber zu machen gedenkt, in der Zubereitung etwa 2 Minuten benötigt. Geiziger mit der Zeit ist hier also nicht mal ein Schwabe….

Mir schbiala hendadrai:

  • Kichamessr & Bredd
  • een Bfann

Mir brauchad:

  • 2 Mauldascha pro Person
  • 60g Buddr
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Zitronenzesten
  • 2 handvoll fein gehackten Dill
  • 2 EL geriebener Parmesan

Los geht’s. Pfanne mit der Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze aufstellen, Maultaschen in Streifen schneiden, in die Pfanne geben und für etwa eine Minute anbruzzeln. Dann den Knoblauch zerdrücken und grob hacken und mit restlicher Butter, Zitronenzesten und dem Dill dazu geben, einmal durchschwenken und auf einen Teller geben. Parmesan darüber streuen und fertig.

An guada!

*dank übrigens an https://www.schwaebisch-schwaetza.de/schwaebisch_woerterbuch.html für die Schwäbisch-Hilfe!!!

Advertisements

ein neues Kapitel über „Zutaten unter eigener Kontrolle“: Gurke & Scharlotte selbst eingelegt – geht einfach & schnell.

Zwischen den Jahren habe ich endlich unsere Asterix-Hefte-Sammlung wieder ausgegraben. Ab und an sollte man seine Kenntnisse einfach wieder auffrischen. Natürlich fiel mir dabei auch Asterix bei den Schweizern in die Finger und damit kam natürlich auch das Käsefondue in den Sinn. Lagen da nicht noch diverse Käsestücke von Weihnachten & Sylvester im Kühlschrank herum? Jawohl! Und eine schöne Gelegenheit den vorletztes Jahr in der Schweiz erstandenen Caquelon mal wieder zu benutzen er gibt sich so auch. Aber so richtig echt ist Käsefondue für mich ja nur, wenn es auch eingelegte Zwiebelchen und Gurken als Beilagen gibt.  Und da half bisher der Griff ins Supermarkt-Konserven-Regal. und genau darauf habe ich immer weniger Lust: Erzeugnisse der klassischen Lebensmittelindustrie will ich einfach nicht mehr essen.
Doch was tun? Na klar doch, selber einlegen!
Dies ist also nun der Bericht zu einem Versuch, der 120% gelungen ist.

Beim Einmachen hilft:

  • einen kleinen Topf
  • 2 Einweckgläser samt Deckel
  • unseren Sparschäler
  • Messer & Brett

Zum Einmachen wird benötigt:

  • 1-2 kleine Gurken
  • 6-8 kleine Scharlotten
  • 1/2 Bund Dill
  • 2-3 Zweige glatte Petersilie
  • 3-4 Zweige Thymian
  • 4-5 Körner Piment
  • 1/2 TL Kümmel
  • 250ml Essig
  • 250ml Wasser
  • 120g Zucker

Aus Essig, Wasser, Zucker, Kümmel und Piment kochen wir unseren Einlege-Sud. Sobald der aufgesetzt ist, die Scharlotten schälen, die Größeren davon eventuell halbieren und diese dann für 6-7 Minuten im Sud mitkochen. Währenddessen Dill und Petersilie waschen und samt Stielen in Stücke schneiden, die Gurke schälen und quer in ca. 4 mm dicke Scheiben schneiden. In einem Einmachglas die Gurkenscheiben schichten und zwischen einzelne Schichten immer wieder etwas von den Kräutern legen. Den Thymian nun auf den Boden des anderen noch leeren Glases legen, die Scharlotten dazu geben, dabei ebenfalls etwas von den Kräutern dazu geben. Beide Gläser nun mit dem fast kochenden Sud auffüllen, den Deckel zudrehen und ein paar Minuten auf den Kopf stellen.

Wir haben den Inhalt der beiden Gläser direkt Abends, ca. 2h nachdem ich es eingelegt hatte, gegessen und es hat himmlisch geschmeckt. Vergesst also die Konserven-Ware der Industrie. Wie lange das Ganze nun haltbar ist, kann ich schlecht einschätzen, ich denke das vor allem die Gurken nicht ewig haltbar sind, da sie ja nicht durchgekocht wurden. Aber wie gesagt, es geht ratz-fatz und schmeckt bereits nach kurzer Einlegezeit. Als weiteren Versuch zur Haltbarkeit habe ich den Sud am nächsten Tag einfach nochmal recycelt und erneut Gurke eingelegt ;-).

kein blöder Gag: Zucchini-Tarte mit Bleu de Gex, Kräutern und Hackfleisch

Wenn man mal eine Statistik über meine Rezeptesammlung hier laufen lassen würde, könte man zu dem Schluß kommen, das ich gerne Tartes und Quiches mache (und esse). Und das Stimmt.

Dieses Rezept entstand in meinem Kopf aufgrund eines Titel-Bildes von irgendeiner dieser Essens-Hausmenschen-Zeitungen, die immer an den Supermarkt-Kassen hängen und auf die man unweigerlich blickt, während sich die Schlange vor einem endlos langsam gen Kassierer/in schiebt und man sich noch wundert, warum immer die Leute von hinten schamlos an einem vorbei strömen, wenn nebenan eine neue Kasse geöffnet wird. Im Grunde ist das doch dasselbe vordrängeln, aber das ist eine andere Geschichte, die sich nicht zu erzählen lohnt.
Bei dem abgebildeten Rezept ging es um Zucchini, von mir kam nun aber der Bleu und das Hackfleisch dazu, denn die beiden bringen dann doch erst den Kick hinein. Und Überhaupt: Bleu de Gex, sprecht es mal laut aus, das wird in etwa so klingen: [blö-de-gecks]. Allerdings spricht auch der Franzose aus dem französischem Jura, denn da kommt dieser geile Käse her, das G wie ein weiches sch, was die Sache wieder nur halb so lustig macht: [blö-de-scheggs]…

 

 

 

 

Nous bousillons:

  • eine Teigschüssel, eine hohe Schüssel und eine 2. größere Schüssel
  • einen Schneebesen
  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • unseren Gasgrill (oder eine 2. große Pfanne)
  • einen Pfannenwender und eine Grillzange
  • Messer & Brett

Nous épuisons:

  • Teig:
    • 150g Mehl
    • 80g Butter und etwas für die Form
    • 1 Ei
    • 1 TL Salz
  • Hackfleischfüllung:
    • 200g möglichst fein gehacktes Bio-Rinder-Hack
    • 2-3 EL Olivenöl
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 kleine rote Zwiebel
    • 1 Handvoll gehackte glatte Petersilie
    • 1/2 Handvoll fein gehackten Dill
    • Pepe e Sale
  • Zucchini:
    • 2-3 Zucchini
    • 4-5 EL Olivenöl
    • 1 Knoblauchzehe
  • Füllung:
    • 100g Creme Fraiche
    • 2 Eier
    • Pepe e Sale

Wir machen zuerst den Teig. Mehl, Butter, Ei und Salz in einer Schüssel vermengen und mit den Händen zu einer glatten Teigkugel formen, je nach Konsistenz hilft etwas Wasser oder etwas mehr Mehl. Teig ca. 1h in kühler Umgebung ruhen lassen.

Wir wenden uns solange den Zucchini zu. Die schneiden wir längs in ca 2-4 mm dicke Scheiben und geben Sie in die 2. Schüssel. Knoplauchzehe fein hacken und zusammen mit 4-5 EL Olivenöl in der Schüssel vermengen. Scheiben auf dem Grill (alternativ Pfanne) pro Seite ca 5-6 Minuten grillen und abkühlen lassen.

Für die Hackfleischfüllung in der Pfanne 2-3 EL Olivenöl erhitzen und Hackfleisch darin anbraten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und sobald das Hackfleisch dunkelbraun wird dazu geben und einige Minuten mitbraten. Am Ende die Kräuter dazu geben und abkühlen lassen.

Für die Füllung Eier und Creme Fraiche in der hohen Schüssel mit dem Schneebesen vermengen und mit Pfeffer und Fleur de Sel abschmecken.

So. Alles soweit vorbereitet, jetzt kommt der finale Zusammenbau. Dafür die Form mit etwas Butter einfetten und den Teig mit der Hand gleichmäßig verteilen, so das ein 2-3 m hoher Rand entsteht. Die Zucchini-Scheiben nun ringförmig in der Form verteilen, so das von außen nach innen immer kleinere Kreise entstehen. Dabei darauf achten, das die Scheiben möglichst senkrecht stehen. In diese Zwischenräume füllen wir dann etwa 3/4 der Hackfleischmasse. Anschliessend verteilen wir die Ei-Creme Fraiche Füllung darüber und darauf dann den Rest der Hackfleischfüllung. Am Ende kommt ganz oben drauf der in Würfel oder Scheiben geschnittene Bleu de Gex. Die Tarte kommt dann für ca. 35 Minuten bei 180°  in den Ofen .

Wein? Ein knackiger-mineralischer Riesling gibt den richtigen Kick, ein frischer grüner Salat ist die perfekte Beilage. Und Sonne von oben und die Welt ist in Ordnung…

 

 

Antipastiziert: in Olivenöl schwimmende Garnele mit Dill

Der Sommer ist da und ich denke, er mag es mit gutem Essen begrüßt zu werden, das idealerweise sogar draußen zubereitet wird. Andererseits legt sich bei mir bei Hitze die Neigung nach wirklich warmen Essen am liebsten genauso wie ich mich selbst der Müssigkeit der Sonnenterrasse mit Sofa hingebe. Da hilft nur eins: Kalte Speisen, die sich nach Möglichkeit ein bisschen aufbewahren lassen und die schnell zubereitet sind: Antipasti.

Die Rezept hier habe ich aus dem Kopf rekonstruiert, nachdem ich das irgendwann vor einigen Jahren in Berlin in einem kleinen italienischen Straßenbar mit Spezialitäten-Verkauf gegessen hatte.

Das braucht die Außenküche

  • eine Pfanne für den Gasgrill
  • Messer & Brett
  • ein Pfannenwender
  • eine Schale

Das braucht die Garnele

  • 8 – 12 Stück davon, gute (Bio-) Qualität, geschält & entdarmt
  • 3-4 Zehen Knoblauch
  • 3-4 EL Olivenöl zum Braten
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1/2 Bund Dill
  • 0.2 l gutes Olivenöl
  • 0.1 l Weißweinessig
  • Fleur de Sel

Knoblauch schälen und grob hacken. Die Pfanne auf dem Grill aufstellen (das geht natürlich auch auf dem Herd). Die 3-4 EL Olivenöl erhitzen, die Garnelen, Knoblauch und Petersilie hinzugeben und pro Minute ca. 2 Minuten braten.

Währenddessen Olivenöl und Essig mit grob gehacktem Dill in die Schüssel geben, Garnelen mit dem Öl und Knoblauch dazu geben, umrühren und kalt stellen. Passt prima auf jeden Antipasti-Tisch.

 

Petersiliensuppe mit Safran und Garnele

Frühling! Zeit der Kräuter und der leichten, unbeschwerten Küche. Wobei da eigentlich eine Suppe eher untypisch ist. Trotzdem habe ich mich gefragt, ob man wohl eine Petersilien-Suppe machen kann.

Man kann.

Petersilien-Safran Suppe. Die Farbe verrät's

Petersilien-Safran Suppe. Die Farbe verrät’s

Das habe ich an Utensilien benötigt:

  • einen Topf und Holzlöffel
  • mein Messer

    ;-)

    😉

  • ein Brett
  • einen Zestenreisser
  • einen Pürierstab

Und das an Zutaten (für 2 als Vorspeise):

  • 180 g mehlig kochende Kartoffeln (2 Mittlere)
  • 2 Schalotten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 50 g Butter
  • Schale und Saft von einer halben Zitrone
  • 350 ml Brühe (Gemüse oder Huhn, egal)
  • einen Schuss Weißwein
  • einige Fäden Safran
  • zwei handvoll gehackte Petersilie
  • 100 ml Sahne
  • 4 Garnelen
  • ein bisschen Schnittlauch und Dill zum garnieren

Schalotten und Knoblauch in feine Würfel schneiden und sanft in der Butter anbraten. Kartoffeln fein würfeln und dazu geben. Die Zitronenschale mit dem Zestenreisser auslösen und mit dem Safran dazu geben. Das Ganze einige Minuten bei geringer Hitze anschwitzen, dann die Brühe, Wein und Sahne dazugeben und im offenen Topf etwa 20-25 Minuten köcheln lassen.

Wenn die Kartoffeln sehr weich sind, das Ganze pürieren, aber richtig, so das wirklich eine sämige, homogene Masse entsteht. Nun die Petersilie dazu geben und weitere zwei bis drei Minuten pürieren. Die Farbe sollte nun ins grün-gelbliche gehen (siehe das obere Bild, das trifft es wirklich besser!).

Die Suppe nun noch mit dem Zitronensaft abschmecken, sie sollte einen Pfiff Säure haben, aber man sollte die Zitrone nicht zu stark durch schmecken, dann ist der feine Safran-Geschmack weg. Und das wäre schade!

Garnelen kurz in kochendem Wasser gar ziehen und längs halbieren. Suppe in zwei Schälchen (oder Teller) füllen, je 4 halbe Garnelen darauf anrichten und mit Schnittlauch und Dill bestreuen und sofort essen.

Wein? Ein Weisser. Definitv. Gewürztraminer oder ein Muscat Sec aus dem Langue D’Oc könnte passen. Wir hatten die Reste eines Süßweins.

ein Sommersalat aus Gurke, Joghurt, Radicchio, Zitrone und Kräutern

Endlich einmal ein Sommertag, dachte ich gestern, was mein kulinarisches Gehirn direkt wieder zu Höchstleistungen anspornte.

20140520_190337

Kühle Frische springt uns an

So zumindest meine Meinung.

Als Vorspeise (Hauptgang folgt…) dachte ich an einen kühlen, frischen Salat, und folgendes ist dabei herausgekommen.

Wir brauchen:

  • ca. 10 Minuten
  • ein Brett
  • unser Messer
  • eine Salatschüssel

Und an Zutaten (2 Personen):

  • 150g guten Joghurt
  • eine halbe Salatgurke
  • 1/4 Radicchio oder Traviso
  • 1 Bund Dill
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • 2 EL gutes (kaltgepresstes) Sonnenblumenöl
  • 2 EL Walnußessig20140520_190352
  • Pepe e Sale

So geht’s. Knoblauch schälen, fein hacken und salzen, beiseite stellen. Die Gurke längs zu etwa 3/4 einschneiden und dann in sehr dünne Scheiben schneiden. Dadurch das die eingeschnitten sind, klappen die Scheiben im Salat zusammen und die Konsistenz wird einfach schöner. Salzen und durchmischen, ein paar Minuten beiseite stellen.

In einer Salatschüssel Joghurt mit Öl und Essig sowie Zitronenschale vermischen. Den Radicchio in feine Streifen schneiden, Kräuter fein hacken. Gurke leicht ausdrücken, Knoblauch, Kräuter und Radicchio unter die Sauce mischen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Anschließend Salat noch bis zum servieren kalt stellen, durch die Kühle, den Hauch von Zitrone und Walnuß kommt das an heißen Tagen richtig gut!