gebratene Maultaschen mit Dill-Knoblauch-Zitronen-Butter

Heid hanne aus dr Lameng raus kochd, wie der Schwabe es ausdrücken würde. Eigentlich wäre der nun folgende Text schon überflüssig, denn the title says it all, wie man so schön sagt. Hervorzuheben ist aber, dass das obige Gericht, sofern man die Maultaschen, so wie ich, beim schwäbischen Metzger fertig gekauft hat und nicht selber zu machen gedenkt, in der Zubereitung etwa 2 Minuten benötigt. Geiziger mit der Zeit ist hier also nicht mal ein Schwabe….

Mir schbiala hendadrai:

  • Kichamessr & Bredd
  • een Bfann

Mir brauchad:

  • 2 Mauldascha pro Person
  • 60g Buddr
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Zitronenzesten
  • 2 handvoll fein gehackten Dill
  • 2 EL geriebener Parmesan

Los geht’s. Pfanne mit der Hälfte der Butter bei mittlerer Hitze aufstellen, Maultaschen in Streifen schneiden, in die Pfanne geben und für etwa eine Minute anbruzzeln. Dann den Knoblauch zerdrücken und grob hacken und mit restlicher Butter, Zitronenzesten und dem Dill dazu geben, einmal durchschwenken und auf einen Teller geben. Parmesan darüber streuen und fertig.

An guada!

*dank übrigens an https://www.schwaebisch-schwaetza.de/schwaebisch_woerterbuch.html für die Schwäbisch-Hilfe!!!

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Neues vom Klassiker & gegen alle guten Vorsätze: Kalorien-Atombombe Tartiflette.

Kalorien en Masse: Tartiflette. Aber schmeckt ja trotzdem. Und da schlummert ja seit Wochen noch dieser Reblochon im Kühlschrank vor sich hin. Bisher zum Glück noch undercover und ohne Gerüche in Kühlschrank und bei jedem Öffnen auch der Küche zu verbreiten. Und außerdem passt die Tartiflette, ein savoyisches Traditionsgericht, perfekt zu den zwei schönen Entrecotes, die ich dem Eisschrank zum Wochenende entrissen habe. Also, alle guten Abnehmvorsätze des Neuen Jahres wurden zumindest temporär beiseite gewischt und Käse, Butter, Speck samt Kartoffeln wurden zu einer genialen Beilage komponiert. Das die kleine Menge vermutlich mehr in Fetten gebundene Kalorien hat, als das gesamte nordkoreanische Atomwaffenprogramm muß man ja nicht zu laut betonen… (aber mit Sicherheit weniger als Kim’s Plautze)

Außerdem habe ich mir ja die Sammlung von echten Traditionsgerichten und Klassikern auferlegt. Also los & so geht’s:

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Im VEB Küche suchen wir:

  • eine kleine Auflaufform
  • einen Topf
  • eine kleine Pfanne
  • einen Löffel
  • einen Backpinsel
  • Messer & Brett

Im Konsum organisieren wir:tmp_19303-dsc_1965-1081701061

  • einen halben Reblochen (125g)
  • 3-4 Kartoffeln, fest- oder vorwiegend festkochend
  • 100g Speck
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 0.1l trockener Weißwein
  • 1-2 EL Creme Fraiche
  • Butter für die Form
  • Pepe e Sale

tmp_19303-dsc_1962-1988203359Die Kartoffeln kochen, nicht bis sie ganz gar sind, sondern bis sie kurz davor sind. Dann das Wasser abschütten und im Topf abkühlen lassen, danach Schale abpellen und dann in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Den Speck würfeln und in der Pfanne ohne Fett auslassen. Scharlotte schälen und in feine Ringe schneiden, den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.

Für den Zusammenbau fetten wir die Auflaufform mit Butter ein, tunken danach den Pinsel noch 2-3 mal in das ausgelassene Fett der Speckwürfel und pinseln das Speckfett nochmals in die Auflaufform – nicht das am Ende noch ein Kalomariechen verloren geht! Anschließend die Form mit ein bis zwei Schichten Kartoffelscheiben auslegen, dann Knoblauch, Scharlottenringe und Speck darüber verteilen, den Wein angiessen und diese Schicht mit 1-2 Eßlöffeln Creme Fraiche abdecken, salzen und pfeffern. Das Ganze nun wiederum mit den restlichen Kartoffelscheiben abdecken und nochmals etwas salzen. Zum Finale den Käse entrinden, in Stücke schneiden und oben drüber verteilen. Die Tartiflette dann für etwa 30 Minuten bei ca. 150° Umluft in den Ofen schieben und fertig ist die Kalorien-Rakete! Und diese hier trifft.
Garantiert.

Wein? Ein kräftiges Bier tut’s auch und alle guten Vorsätze für das Jahr sind direkt über Bord. Sonst was trockenes, französisches Weißes!

 

auf’s Maultäschle: MT gebraten mit Salbei-Zitronenbutter

Denke ich an Schwaben, denke ich an Kehrwoche, den VfB Stuttgart, meinen ehemaligen Lateinlehrer, Spätzle und schlussendlich auch an die schwäbischen Ravioli: Maultaschen.

Und nein, das ist keine Hommage an den ehemaligen Lehrer; der kann bleiben wo der Pfeffer wächst und sich meinetwegen bis an sein Lebensende über den Abstieg seines VfB grämen – ich hoffe nur, das die heutigen Schüler, so es noch welche gibt, beim Abstieg der Schwaben nicht so leiden mussten wie wir damals nach jeder Niederlage, so ein kleines Scheisserle. Aber es geht ja um’s Essen – also, letzte Woche, Rückreise vom Bodensee, Aufenthalt in Stuttgart und beim Gang über den Markt habe ich zwei Maultäschle erworben. Und damit muss doch auch was gänzlich unschwäbisches gehen.

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Man muss kehren:tmp_3974-dsc_02861502001291

  • eine Pfanne
  • Messer & Brett
  • Käsereibe
  • Zestenreisser

Man muss erwerben:

  • 2 Maultäschle
  • 10-12 Salbeiblätter
  • 80g Butter
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Zesten von 1/2 Zitrone
  • 2 EL Semmelbrösel
  • Pepe e Sale
  • 40g Pekorino (oder Parmesan)

tmp_3974-dsc_0287644578325Die Maultaschen quer in Streifen schneiden. Anschließend in Olivenöl und einem kleinen Stück Butter in der Pfanne bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem wenden etwa 15 Minuten anbraten.

Maultäschlestreifle aus der Pfanne holen, Butter zufügen und die Semmelbrösel etwa 3 Minuten bräunen. Jetzt erst den Salbei, den gehackten Knoblauch und die Maultäschleflädle wieder hinein geben und etwa 2 Minuten alles zusammen bei geringer Hitze schmurgeln. Zitronenzesten mit dem Messer klein hacken, dazu geben, alles durchschwenken und servieren. Pekorino oben drüber reiben.

Und nein, es gibt jetzt keinen Trollinger, Lehmberger oder ein sonstiges schwäbisches Weingewächs dazu – die dürfen die gerne alle selber trinken. Ich hatte einen ehrlichen 2014-er Spätburgunder > Alte Reben < vom Weingut „Michel“ aus Baden, ein Cuveé von 25 jährigen Rebstöcken mit typisch samtigem Spätburgunderbouquet mit einem Hauch von roten Waldfrüchten. Ein schöner Wein auch wenn ich wie immer bei deutschen Rotweinen denke, das man für die stolzen 13 Euro eine echte südfranzösische Granate hätte kaufen können – aber die würde eben nicht zum Maultäschle passen :-).

Tarte d’Apricots avec Crème de Marons

Und täglich ruft das Paradies dazu auf, mit den Köstlichkeiten der Region irgendetwas anzustellen. Und wenn man meint, aus Aubergine, Zucchini, Paprika alles herausgeholt zu haben, dann weicht man eben doch auf den Nachtisch aus. Und die Crème Maron d’Ardeche war mir auf dem Hinweg an ebendieser in einem Supermarché in den Einkaufskorb gefallen….

Gestern gab es Cassoulet aus frischen Lingot-Bohnen, und was fehlt nach einem bereits so deftigem Essen? Ein Nachtisch der satt macht natürlich! Und darüberhinaus – so sagt man in Frankreich – sind die Aprikosen aus dem Roussillion die besten des Landes. Allez….

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Die Ferienhausküche sollte hergeben:

  • eine Tarteform (ca. 20cm)
  • Messer & Brett (besser selber mitbringen ;-))
  • 1 Eßlöffel
  • ein Stück Frischhaltefolie

Und der Ferienhauseinkäufer folgendes einkaufen:tmp_26100-DSC_07841170034605

  • 120 g Mehl
  • 120 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Tube Crème Maron d’Archeche
  • 6 frische Aprikosen
  • 2-3 EL Aprikosenkonfitüre
  • 125g Creme Fraiche
  • 2 EL Zucker

Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen, hier wird sie schneller weich, aber das sollte sie sein. Mehl, Ei, Butter und Creme de Maron zu einem homogenen Teig vermengen. Sollte es an Flüssigkeit fehlen, etwas Wasser dazu geben. Den Teig anschliessend in die Frischhaltefolie einschlagen und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

tmp_19493-DSC_07881170034605Den Teig ca. 30 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank holen. Die Tarteform mit einem bisschen Butter einfetten, dann mit dem Teig auskleiden, so das ein ca. 1 cm hoher Rand entsteht. Die Creme Fraiche auf dem Boden verteilen, Aprikosen entkernen und Achteln und damit ringförmig die Tarte belegen. Aprikosenkonfitüre mit dem Löffel oben drüber verteilen und anschließend mit Zucker bestreuen.

Dann die Tarte für etwa 25-30 Minuten bei Umluft und 170° backen, am Ende nochmal 5 Minuten mit Oberhitze geben. Die Tarte ist fertig, wenn der Belag nicht mehr flüssig zu sein scheint.

Warm servieren, dazu passt ausgezeichnet ein Süßwein, wir hatten natürlich einen Banyuls, leider zwar gekauft, aber nicht aufgemacht. Ich würde aber den Roumani Douré, einen Banyuls Ambré empfehlen.

Übrignes: Das Ganze geht auch super mit einem säuerlichen Apfel.

 

 

 

Spaghetti „Saziante“: mit Gorgonzola, Frühlingszwiebel, Thymian und Sahnebutter

Gestern war es ja mal was kühler. Da passt dann auch ein so mächtiges Pasta-Gericht, wofür man ein paar Tage vorher wohl den Koch noch in Merheim eingewiesen hätte….

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Lecker, ja. Leicht? Nein!

Aber lecker war’s.

Saziante ist übrigens echtes italienisch und heißt „sättigend“

Das braucht man dafür:

  • einen Pastatopf
  • eine Pfanne
  • Lieblings-Messer
  • Brett
  • einen Pfannenrührer
  • ein Küchensieb

Und diese Zutaten (für 2):

  • 200g Spaghetti
  • 3-4 Frühlingszwiebeln
  • 5 Artischockenherzen
  • 150g Gorgonzola
  • 5 Zweige Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 EL Sahne
  • 50g Butter
  • Salz
  • Pepe

 

Die Frühlingszwiebeln putzen, die Köpfe in Viertel schneiden, die Stiele in 4 cm lange Stücke und halbieren. Knoblauch mit der Messerseite zerdrücken und fein hacken. Die Thymian-Blätter von den Zweigen entrappen. Artischockenherzen vierteln (ich hatte welche aus der Dose, das geht ausnahmsweise auch).

In der Pfanne Butter schmelzen, Frühlingszwiebeln, Artischocken, Knoblauch und Thymian dazu geben und einige Minuten bei geringer Hitze anschmoren. Sahne und die Hälfte des Gorgonzola dazugeben und immer wieder rühren, mit Pfeffer abschmecken, das Salz kommt in ausreichender Menge durch den Käse. Die andere Hälfte des Gorgonzola in Stücke rupfen und bereit stellen.

DSC_0375Pastatopf mit Wasser und viel Salz aufstellen, wenn’s kocht Pasta hinein und so kochen, wie Ihr es mögt. Pasta im Sieb abseihen und in die Pfanne geben, durchschwenken und den restlichen Gorgonzola dazu geben. Sofort servieren.

Und was dazu? Einen Elsässer Riesling. Jetzt denkt man, Riesling gibt es doch auch diesseits des Rheins in ausreichender Menge. Das ist korrekt.

Aber der schmeckt einfach anders. Der Elsässer Riesling drückt regelrecht die Frucht von Pfirsich, Limette und Mirabelle auf die Zunge, zeugt von richtiger Kraft und kann so dem starken Geschmack des Gorgonzolas auch wirklich etwas entgegensetzen.

Probiert’s halt aus.