Vielen Dank für den Blumenkohl (mit Ras El Hanut und Olivenöl aus dem Ofen und Tahini-Sauce)!

Nein. Das Lied beim Kochen war kein alter Schlager von Udo Jürgens. Ich glaube das Lied zum Kochen war eher ein „2 Minutes to midnight“ by Iron Maiden…. dabei ist das Resultat gar nicht so krawallig, wie man es beim Gedanken an den Geschmack von Blumenkohl haben könnte. Der Kohl schmilzt nämlich gewissermaßen im Ofen, so das er einen eigenen, aber völlig unbekannten Blumenkohl-Geschmack produziert. Damit wird das Ganze eine wirklich spannende, latent arabisch angehauchte Vorspeise. Aber etwas länger als 2 Minuten dauert es dann doch.

The hands that threaten doom:

  • ein Auflaufform oder Schüssel zum späteren Anrichten
  • ein Topf
  • Messer&Brett
  • unsere Hände
  • ein Backblech oder Rost samt Backpapier
  • eine kleine Schüssel samt Gabel oder Löffel zum Rühren

2 Minutes to midnight:

  • 1 (Bio-)Blumenkohl
  • 4-5 EL Olivenöl
  • 2 TL Ras El Hanut (marokkanische Gewürzmischung)
  • 1/2 TL Fleur de Sel
  • 2 EL Tahina-Paste
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Wasser

Den Blumenkohl putzen, so das man die Blätter abmacht, danach schneiden wir ihn oben kreuzförmig ein, aber so, das er nicht auseinander fällt. Im Topf Wasser mit Blumenkohl zum Kochen bringen und den Blumenkohl darin ca. 6-7 Minuten vorkochen, herausholen und etwas abkühlen lassen. Danach den Blumenkohl auf das Backblech mit dem Strunk nach unten legen, Ras El Hanut darüber verteilen, das Olivenöl drüber träufeln und beides mit den Händen einmassieren – am Ende das Fleur de Sel darüber streuen.

Das Backblech kommt jetzt für ca. 40 Minuten bei ca. 180° in den Ofen, wobei wir bei den letzten 7-8 Minuten die Oberhitze einschalten sollten, das gibt dann eine schöne Farbe zum Schluss. Währenddessen in der kleinen Schüssel Zitronensaft, Wasser und Tahina-Paste vermengen, bei Bedarf noch etwas nachsalzen und die Wartezeit mit Musik hören verbringen.

Sobald der Blumenkohl fertig ist (der sollte jetzt wachsweich sein), in Portionen brechen oder schneiden und mit der Tahini-Sauce servieren.

 

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Wenn du auf Partys auffallen willst: Mach ne‘ Angeberplatte (Gemüse in Orangen-Vinaigrette mit Flank-Beef und Orangen-Tahini)

„Was wünscht Ihr euch denn?“ – eine oft gestellte Frage, die meist unweigerlich nach der ausgesprochenen Einladung zur Party des Jahres folgt. Die von mir favorisierte Antwort des/der Befragten und Einladenden ist immer noch „Bring was für’s Buffet mit“. »YES!« Dumm dann, wenn der große Tag der Party gekommen ist und man nicht wirklich eine Idee entwickelt hat, was man denn nun mitbringen will. So geschehen letzten Samstag, ein Blick in den Kühlschrank offenbarte immer noch grüne Bohnen von meinem Freund in der grünen Jacke, eine latent nicht mehr ganz frische Bio-Orange, ein halbes Flank, das ich zwei Tage zuvor gegrillt hatte und je eine Zucchini und Aubergine. Und es war noch Zeit zum Einkaufen! Herausgekommen ist die Angeberplatte….

Alors, dann mal schauen, was wir alles brauchen:

  • eine Servierplatte zum Belegen
  • zwei große Schüsseln
  • eine kleine Schüssel
  • unseren Gasgrill samt Grillzange
  • einen Topf
  • ein Schälmesser
  • ein Zestenreisser
  • 2 Löffel
  • Messer & Brett

Donc an Zutaten brauchen wir diese alle:

  • 300g kaltes, rosa gegrilltes Flank
  • 1 Orange
  • 1 EL Tahina
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 6-8 kleine Möhrchen
  • 2 handvoll grüne Bohnen
  • 1 Fenchelknolle
  • je 1 gelbe, orange und rote Paprika
  • 1 handvoll grob gehackte Basilikum-Blätter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 große Scharlotte
  • 8 EL gutes Olivenöl, normales zum Braten & Grillen
  • 4 EL Banyuls (oder anderen Wein-)Essig
  • 2 TL Thymian-Honig
  • Salz (Fleur de Sel)
    wer mag zum Garnieren:
  • einige gezupfte Salatblätter
  • eine handvoll Phyalis

Et Voila – los geht’s. Zunächst einmal würfeln wir die Scharlotte und die kleinere der Knoblauchzehen. Mit dem Zestenreisser ziehen wir die Schale der Orange ab und hacken diese anschließend ganz fein. Knoblauch, Scharlottenwürfel und Orangenzesten-Stücke werden dann mit Honig, dem guten Olivenöl, dem Essig und dem Saft einer per Hand ausgepressten Orangenhälfte in einer der Schüsseln verquirlt – fertig ist unsere Marinade.

Danach Aubergine und Zucchini quer in je drei etwa 5-7 cm lange Stücke schneiden und dann längs achteln. Die Stücke mit der zweiten grob gehackten Knoblauchzehe, reichlich Olivenöl und etwas Salz in der anderen Schüssel vermengen. Von den Paprika-Schoten den Boden gerade abschneiden, jetzt steht die Paprika gut und man kann seitlich schöne „Filets“ um Strunk und Inneres herausschneiden. Die Paprika-Stücke geben wir zu den Zucchini und Auberginen.

Die Karotten schälen und längs halbieren, bei den Bohnen die Enden abschneiden, beides zusammen im Topf 5-6 Minuten bißfest kochen und dann mit kaltem Wasser abschrecken. Nach gutem Abtropfen in die Marinade geben. Jetzt nehmen wir uns den Fenchel vor: Dazu das Grüne oben ab- und die Wurzel unten keilförmig herausschneiden, den Fenchel in ganz feine Streifen schneiden und in der Schüssel mit Bohnen, Karotten & Marinade vermengen. Das Ganze lassen wir für mindestens eine Stunde bei gelegentlichem Umwälzen marinieren.

Jetzt noch Paprika, Aubergine und Zucchini auf dem Gasgrill braten, genau so als würde man klassische Antipasti machen. Nach dem Braten die Haut der Paprika abziehen, nur die Paprika in Streifen schneiden und zum anderen marinierten Gemüse geben. Zucchini und Aubergine kommen gleich obendrauf.

Das Fleisch dünn aufschneiden. In der kleinen Schüssel Saft von der 2. Orangenhälfte mit Tahina und etwas Wasser vermengen, so das eine homogene Sauce entsteht, mit etwas Salz und Zitronensaft abschmecken.

Auf einer Servierplatte zuerst das Fleisch (wer das extra noch Zubereiten muss, guckt hier, geht aber auch rein vegetarisch) in der Mitte aufschichten, wer mag kann außen drumherum noch einen Kranz aus grünen Salatblättern (o.ä.) legen. Um das Fleisch herum das marinierte Gemüse drapieren und obenauf Zucchini und Auberginen-Stücke verteilen. Das Fleisch mit der Tahini-Sauce beträufeln und ganz zum Schluss die Basilikum-Blätter und – falls zur Hand – Phyalis darüber verteilen.

Fertig. Wer das Ganze jetzt noch einigermaßen unbeschadet zur Party bringt, kriegt bestimmt auch ein Bier 😉