Nach der Pizza-Party: Tri di Mozzarella als Primi

Endlich! Den Pizzaofen habe ich ja schon im Frühsommer 2016 restauriert und umgebaut. Leider hatte sich bis vorgestern keine Gelegenheit ergeben, das Teil dann auch mal ausgiebig anzufeuern und auch seinem Zweck entsprechend zu Nutzen. Aber jetzt hatten wir zur Halloween-Pizza eingeladen, mit Kindern erwarteten wir etwa 25 Personen. Das erfordert entsprechende Mengen: 4 Kg Pizzateig, 3 Kg Tomatensauce (Tomaten eingekocht mit etwas Zucker, Salz, Knofi und Oregano) und 2 Kg Mozzarella. Alles gut, Ofen brennt nach stundenlangem Anfeuern wie verrückt, die Pizza war lecker, der Teig fast weg, aber noch einiges an Mozzarella und Tomatensugo da. Nur was macht man damit?

Ich habe mich mit mir auf ein Tri di Mozzarealla als Vorspeise geeinigt, zum Hauptgang gab es dann Parmiggiana. Die Tri bestanden aus:

  • Tomatensuppe mit Mozzarealla
  • Caprese mit Bruscetta
  • panierter Mozzarella auf Insalata

An Ausrüstung wurde benötigt:

  • 3 kleine Schälchen
  • 2 kleine Suppenschälchen
  • ein kleiner Topf
  • eine kleine Pfanne
  • eine Gabel
  • Messer & Brett

Die Tomatensuppe:

  • 300g Tomatensugo
  • 1/2 Pepericchino
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 3 EL sehr gutes Olivenöl
  • 50g gewürfelter Mozzarella

Tomatensugo im Topf mit Olivenöl sowie gehackter Peperocchino einige Minuten köcheln. Stängel und derbe Blattteile des Basilikums fein ahcken und noch einige Minuten mitköcheln. Beim späteren servieren Suppe in kleine Schälchen auf dem Teller anrichten und mit den Mozzarella-Würfeln drapieren.

Das Caprese mit Bruscetta:

  • 8 Kirschtomaten
  • 60g in Streifen geschnittener Mozzarella
  • 2 x 2 EL gutes Olivenöl
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 6 dünne Scheiben Weißbrot
  • Sale

Brot mit der Knoblauchzehe einreiben (oder diese fein hacken und darüber verteilen), mit ca. 2 EL Olivenöl beträufeln, vorsichtig mit Fleur de Sel salzen und einige Minuten im Ofen kross backen. Kirschtomaten achteln und mit viel Basilikum vermengen, mit je einem EL Olivenöl beträufeln und etwas salzen. Auf dem Teller Tomaten mit Mozzarella-Streifen anrichten, mit je einem Basilikum-Blatt garnieren und die Bruscetta anlegen.

Der panierte Mozzarealla mit Insalata Mista

  • 4 Rechtecke Mozzarealla (je ca. 30g)
  • 1 Ei
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Mehl
  • 2 handvoll frischer Pflücksalat
  • 2 EL Olivenöl zum Braten
  • 2 EL gutes Olivenöl
  • 2 EL sehr guter Aceto Balsamico
  • Fleur de Sel

Olivenöl mit Balsamico verrühen. Salat auf dem Teller anrichten und damit beträufeln. Ei mit etwas Salz in einem kleinen Schälchen verquirlen, die Semmelbrösel in das andere. Mozzarella anfeuchten, mit Mehl bestäuben und anschließend erst im Ei baden, dann mit Semelbröseln panieren – ganz so, wie ihr es auch mit einem Schnitzel machen würdet. Auf jeder Seite ca. 2 Minuten in der Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Mozzarella-Sticks auf dem Salat anrichten und sofort servieren.

Dazu gab es einen Piesporter Domherr Riesling von der Mosel vom Weingut Reuscher-Haardt. Der 2015-er kommt im neuen Gewandt daher und schmeckt sehr elegant dazu.

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der ERSTE 2016 – Spargel grünt! Als Salat mit Mozzarella und Zitronen-Pinienkern-Pesto

Das ist immer etwas Besonderes – in jedem Jahr. Und auch wenn das Frühjahr wettertechnisch noch latent auf sich warten läßt, die Lebensmittelbranche karrt von irgendwoher den grünen Spargel an. Und obwohl ich ja sonst gerne regional und gerne auch nach Jahreszeit einkaufe, beim 1. Spargel bin ich dann doch gerne Schweinchen. Dieser jetzt kam aus Griechenland und „Bio“ stand drauf … na immerhin.

Und auf jeden Fall sollte es Salat werden und am liebsten so, das ich mit dem einen Bund gleich mehrere Gerichte abdecken konnte.

Jippiejei!

Jippiejei!

Und das braucht man so:tmp_6210-DSC_0505-845132527

  • eine Salatschale
  • einen Mörser
  • eine Zitronenpresse
  • eine kleine Pfanne
  • einen Topf
  • einen Zestenreißer
  • Unser Messer & Brett

Und das braucht man so:

  • etwa 12 Stangen grüner Spargel
  • 1/2 Avocado
  • 3-4 Kirschtomaten
  • 1 Büffelmozzarella
  • 6-8 Basilikum Blätter
  • 2 handvoll Pinienkerne
  • 1 Bio-Zitrone
  • 6-8 EL sehr gutes Olivenöl
  • 2 EL Granatapfel-Essig
  • Fleur de Sel
  • Pfeffer

Spargel etwa quer halbieren, die unteren Enden kann man schälen und z.B. für Risotto nehmen. Wir brauchen nur das Beste – die Spitzen! Den Spargel für 3-4 Minuten in wenig Wasser im Topf kochen, dann kalt abschrecken, damit der auch so schön grün bleibt. Spargel mit halbierten Tomaten und gewürfelter Avocado in der Salatschale anhäufen. Mozzarella zerrupfen und drüber verteilen, mit den grob gehackten Basilikumblättern garnieren, salzen & pfeffern.

In der Pfanne die Pinienkerne anrösten, im Mörser mit gehackten Zesten einer halben Zitronenschale und 3-4 EL Olivenöl und dem Saft einer halben Zitrone mörsern. Das Pesto vorsichtig auf dem Salat verteilen. Aus dem restlichen Olivenöl und dem Granatapfelessig und einem Spritzer Zitronensaft eine Sauce mixen und ebenfalls drüber verteilen.

Fertig ist er, der 1. Spargel 2016!

Wuppdich!

Wuppdich!

 

Salat & Käse – ein kleiner Dreiklang

Ein wirkliches Menü sollte ja mindestens aus zwei Gängen bestehen, fragt da mal bei den Italienern nach, die sehen das mindestens genau so. Ich mache gerne den Salat davor – besser, als zum Schnitzel-Kartoffel-verkochtes-Gemüse auch noch eine traurige Salat-Terrine aus Konserven Mais-Bohnen mit Eisbergsalat neben dem „Iss-mich-und-dann-bist-du-satt“ Teller stehen zu haben.

Daher hier (m)eine Hommage an den Salat, der mit etwas Ziegen- oder Schafskäse aufgepeppt durchaus phantastisch als Vorspeise durchgeht!

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Die klassische „man braucht“ Kategorie lasse ich mal weg. Ebenso wie eine genaue Rezeptbeschreibung, sondern und ersetze diese diesmal zur Anregung der Phantasie durch eine Gerichtbeschreibung. Verbindendes Element der Rezepte ist neben dem Käse ein Kraut: Thymian!

Eins. Wildkräutersalat mit gebackener Paprika, Thymian-Tomaten und in Pinienkernen paniertem Ziegenkäse

DSC_0288Die Paprika backen wir wie bereits desöfteren beschrieben. Für die Thymian-Tomaten eignen sich am Besten Eier- oder San Marzano-Tomaten. Die Tomaten kurz mit kochendem Wasser übergießen, häuten, dann Vierteln und das Innere herausschneiden, so das man schöne Filets bekommt. Die Filets mit einer Zehe gehacktem Knoblauch pro Tomate und einigen Zweigen Thymian in Olivenöl kurz in einer Pfanne anbraten. Den Wildkräuter-Salat gründlich waschen und in der Tellermitte aufschichten.

Für den Ziegenkäse etwa 2 EL Pinienkerne pro Käse ohne Öl in einer Pfanne anrösten und dann ganz fein hacken. Anschließend die Ziegenfrischkäse erst befeuchten, in Mehl und dann in verquirltem Ei mit etwas Sahne, Thymian und Fleur de Sel wälzen und dann mit Paniermehl panieren. Für den zweiten Paniergang wieder ins Ei, anschließend in den Pinienkernen panieren, in der Pfanne bei mittlerer Hitze je Seite einige Minuten in wenig Olivenöl ausbacken.

Für die 2 EL Vinaigrette Orangenessig, je zur 2 EL Pistazien- und Olivenöl, 1 TL Dijon-Senf und 1 TL Honig mit Pfeffer und Salz verrühren.

Tomaten (noch lauwarm) und Paprikafilets sternförmig anrichten, Vinaigrette über den Salat geben, Tomaten und Paprika mit wenigen Tropfen Vinaigre de Banyuls beträufeln und mit etwas gehackter Petersilie garnieren. Ganz oben drauf je einen Ziegenkäse legen und schnell servieren. Dazu passt wunderbar ein frischer Rosé aus Frankreichs Süden.

Zwei. Feldsalat mit gebackenem Feta, Pinienkernen und Crostini

DSC_0229Feldsalat gründlich waschen. Je Teller eine kleine Tomate Vierteln. Pro Portion brauchen wir 100g Feta am Stück. Diesen auf Alufolie legen, mit fein gehacktem Knoblauch, Olivenöl und frischem Thymian bestreuen, die Alufolie oben drüber zuschlagen und das Ganze für etwa 15 Minuten im Ofen bei 160° Umluft backen.

Für die Crostini eine Knoblauchzehe zerdrücken, mit Fleur de Sel bestreuen und nach einigen Minuten grob hacken, anschließend in 2 EL Olivenöl zerdrücken, dann kleine Baguette-Scheiben mit der Öl-Salz-Knoblauch-Masse bestreichen, dann die Brote ebenfalls für gute 10 Minuten in den Ofen geben.

Für die Vinaigrette 4 EL Walnußöl, 2 EL Walnußessig, etwas Thymian, 1 TL Senf und 1 TL Honig verrühren (oder in einem alten Marmeladenglas mischen).

Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne rösten. Währenddessen Feldsalat in der Tellermitte aufschichten, Tomaten drumherum drapieren, mit der Vinaigrette beträufeln und Pinienkerne drüber geben. Je Teller 2 Crostinis anlegen und obendrauf den gebackenen Feta geben.

Dazu passt ebenfalls ein frischer Rosé oder auch ein trockener Riesling.

Drei. Endiviensalat mit karamelisierten Kirschtomaten & Baguette de Chevre mit Thymian und Honig

tmp_6827-DSC_03251589272043Endivien steht im Februar ja recht weit oben auf der Saisonwarenliste. Für zwei Portionen etwa ein Viertel eines Kopfes Endivie waschen und in feine Streifen schneiden. Einige Blätter Radicchio geben dem ganzen eine nette farbliche Note. Eine süße Zwiebel oder eine größere Scharlotte in feine Scheiben schneiden.

Pro Portion eine Scheibe Baguette mit einer ca. 1 cm dicken Scheibe der klassischen Ziegenrolle belegen, obendrauf etwas Thymian und Honig geben und mit Oberhitze für ca. 12 Minuten bei 160° im Ofen backen. Die Kirschtomaten waschen und in einer Pfanne in wenig Olivenöl anbraten, ganz zum Schluss etwas Zucker dazu geben und die Tomaten noch kurz in der Pfanne mit dem Zucker durchschwenken.

Für die Vinaigrette 1 EL Creme Fraiche, 1 EL feine Scharlottenwürfel, 1 EL fein gehackte Petersilie mit je 2 EL Oliven- und Haselnußöl, 2 EL Maracuja-Essig und je 1 TL Dijon-Senf und Honig vermischen.

Salat auf dem Teller anrichten, Zwiebelringe darüber verteilen, je ein Ziegenrolle-Baguette daneben legen, die Vinaigrette über den Salat geben und je 3-4 karamelisierte Kirschtomaten dazugeben. Dazu passt ein frischer Weißer, ich hatte einen Auxerrois aus Baden, es würde aber auch ein (guter) Chardonnay aus dem Burgund oder ein Chablis wunderbar passen.

Auf das der Frühling bald anbreche! Guten Hunger und weitere Inspiration.

Auberginensüppchen mit arabischem Einschlag. Eine Hommage an die Menschheit!

Jetzt reißt euch doch mal zusammen hier, alle auf dieser Welt! Natürlich kann niemand das, was im Nahen Osten, in Paris oder vorher in New York oder in Madrid passiert ist gut heissen. Da sind – wie in so vielen anderen Regionen dieser Erde – rücksichtslose Arschlöcher am Werk. Ein Phänomen, das gerne auftritt, wenn ein Einzelner oder eine kleinere Gruppe von Menschen zu viel Macht bekommt. Aber ernsthaft nun die Sippenhaft wieder einzuführen und alle arabisch stämmigen Menschen, die unsere Hilfe brauchen nicht mehr reinzulassen? Geht’s noch?

Völker dieser Erde! Wer so wunderbare Gerichte hervorgebracht hat, der kann nicht von Grund auf schlecht sein!

Auberginensuppe mit 1001 Gerüchen und Geschmäckern

Auberginensuppe mit 1001 Gerüchen und Geschmäckern

Also, deshalb hier eine Hommage an die arabische Küche, dafür lasst Ihr auch 72 Jungfrauen/männer stehen! Es gibt ein Auberginensüppchen als Vorspeise. Mund auf, Geschmacksnerven an und geniessen….

Wir brauchen an Gerät :

  • einen Topf
  • einen Pürierstab
  • Messer&Brett
  • einen Löffel

Wir brauchen an Zutat (als Vorspeise für 4):

die Zutaten

die Zutaten

  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 1 große Tomate
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Harissa-Paste
  • 300ml Gemüsebrühe
  • 200g Feta
  • das Grün von einer Frühlingszwiebel
  • einige Basilikumblätter
  • 4 EL Olivenöl

DSC_1813Die Auberginen rundherum einstechen und für etwa 30 Minuten in den Ofen bei Umluft bei 200° legen. Währenddessen Scharlotte und Knoblauch fein hacken und die Tomate in Stücke schneiden (Profis häuten sie vorher). Auberginen testen, wenn Sie Innen weich sind (so wie hier), herausnehmen.

Im Topf in Olivenöl Scharlotte und Knoblauch bei mittlerer Hitze anschmurgeln, Kreuzkümmel dazu geben und einige Minuten mit anschwitzen, dabei immer wieder rühren. So verbreitet sich das perfekte Kreuzkümmel-Aroma sowohl in der Luft als auch später in der Suppe. Gemüsebrühe, Tomate, Tomatenmark, Harissa dazu geben und das Ganze offen für ca. 20 Minuten einköcheln lassen. Nun das Innere der Auberginen mit dem Löffel herauskratzen und in den Topf geben. Die Suppe dann fein pürieren und einige Minuten weiter köcheln, aber vorsicht, wenn die Suppe die richtige, sämige Konsistenz hat, dann kann es zu furchtbaren Suppen-Eruptionen auf eurem Herd oder Hemd kommen. Am Ende eventuell noch mit etwas Salz abschmecken, es sollte aber wegen der Brühe eigentlich passen.

Domaine de Villargeau

Domaine de Villargeau

Nun das Grün der Frühlingszwiebel in feine Streifen schneiden, Basilikumblätter grob hacken, Feta würfeln. Die Suppe in Schälchen verteilen, Feta und Kräuter drüber geben.

Dazu kann es durchaus was Weißes geben! Ich hatte einen Sauvignon Blanc von der Domaine de Villargeau, von den Coteaux de Giennois, das ist ein kleines AOC Gebiet an der mittleren Loire. Eine Fruchtbombe mit typischen Früchten des Sauvignon Blanc und der Loire-typischen Frische. Kostet etwa 8.50 der Spaß, ist der aber wert!

Herbstküche, die II. : Apfel-Lauch-Suppe mit Bleu d’Auvergne

Ja, richtig gelesen. Klingt nach einer wilden Mischung, aber eigentlich muß nur das Wetter passen und schon passt das oben genannte auch alles wunderbar zusammen. Und im Moment kann ich sagen: Das Wetter passt!

Außerdem macht sich Bleu in Verbindung mit herzhaftem und leicht Süßem wirklich gut. Mit den selben Geschmäckern habe ich bei der Birne im Speck ja auch schon herumgespielt. Aber da war es der milde Gorgonzola, jetzt ist es der etwas wildere Vertreter aus dem rauhen Herzen Frankreichs, der Bleu d’Auvergne.

Cremige Suppe mit Bleu. Es muß Herbst sein...

Cremige Suppe mit Bleu. Es muß Herbst sein…

Das wird benutzt:

Bleu d'Auvergne

Bleu d’Auvergne

  • ein Suppentopf
  • Suppenkelle
  • Holzkochlöffel
  • Messer&Brett

Das wird benötigt:

  • 300 g Bio-Hackfleisch vom Rind
  • 1 Stange Lauch (Porree)
  • 1 Apfel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 0.2 l Weißwein
  • 0.75 l Hühner und/oder Rinderbrühe
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter
  • 2 EL neutrales Öl
  • 200 ml Creme Fraiche
  • Pepe e Sale
  • 100g Bleu d’Auvergne (es tut auch Roquefort oder Bleu de Gex)

Und so geht’s:
Das Öl im Topf erhitzen, Hackfleisch hinzugeben und kräftig anbraten. Währenddessen den Lauch putzen und in feine Scheiben schneiden. Dasselbe machen wir mit den Frühlingszwiebeln und dem Apfel. Zwischendrin das Hackfleisch immer mal wieder wenden, wenn es ordentlich braun ist und schöne Röstaromen hat, Lauch, Apfelstücke, gehackten Knoblauch und Zwiebelstücke dazu geben und bei mittlerer Hitze einige Minuten anbraten. Wenn das Gemüse anfängt weich zu werden, rühren wir das Mehl ein, geben die Butter hinzu und rühren weiter, bis eine leicht klumpige, klebrige Konsistenz entsteht. Die löschen wir dann mit Weißwein und Brühe unter kräftigem Rühren ab.

Die Suppe lassen wir nun etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln (Deckel drauf!). Am Ende wird mit Creme Fraiche abgerundet und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Zum Servieren die Suppe in tiefe Teller geben und je Portion etwa 25-30g Bleu darüber bröseln. Dazu Weißwein. Voila!

 

die eigene Küche ruft: S-A-T-Feta (Süßkartoffel-Aubergine-Tomate mit Feta) und Creme Fraiche-Dip

Reisen sind ja schön. Man sieht was von der Welt und wenn es sich irgendwie einrichten läßt, dann muß natürlich auch auf Reisen eine „eigene“ Küche zur Verfügung stehen. Wie sonst kann man die Köstlichkeiten des Reiselandes so verarbeiten, wie man es gerne möchte? Ins Restaurant gehen ist mal schön, aber hands on macht einfach mehr Spaß. Nun und dann gibt es Reisen, da geht das nicht, weil man eigentlich auch keine Zeit hat – so geschehen letzte Woche in Korea. Aber jetzt bin ich wieder da und verunstalte mit Freude wieder die eigene Küche. Und was da wohl hinaus kommt, ist manchmal durchaus berichtenswert.

So wie gestern: S-A-T-Feta. Man könnte es auch S-E-L-Gut nennen. Schnell, Einfach, Lecker…. die besten Gerichte eben.

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Und das mußt  du hinterher spülen:

ohne Feta-Gebirge

ohne Feta-Gebirge

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • einen Sparschäler
  • eine Schale für den Dip
  • Messer & Brett

(Das Messer wird natürlich nur vorsichtig geputzt!)

Und das werfen wir rein:

  • eine Süßkartoffel
  • eine Aubergine
  • drei Tomaten
  • 200g Feta
  • 2+1 Knoblauchzehe/n
  • 10 + 2 EL EL Olivenöl
  • etwas getrockneten Oregano
  • Pepe e Sale
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    ein Teller buntes

    200g Creme Fraiche

  • 2 EL gehackte Petersilie

Die Süßkartoffel schälen und grob würfeln (3×3 cm). Die Pfanne mit 2 EL Olivenöl erhitzen und die Süßkartoffel-Würfel darin einige Minuten anbraten. Anschließend Kartoffeln in die Auflaufform geben, Aubergine wuer dritteln und längs in Achtel-Spalten schneiden, in die Pfanne geben und 4-5 EL Olivenöl dazu geben, durchscxhwenken und ebenfalls einige Minuten anbraten. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken, ganz am Ende zu den Auberginen in die Pfanne geben, durchschwenken und ebenfalls in die Auflaufform geben.

Tomaten in ähnlich große Würfel wie das andere Gemüse schneiden und in die Auflaufform geben, das restliche Olivenöl dazu geben, pfeffern, salzen und alles einmal durchmischen. Am Ende mit Oregano bestreuen. zum Schluß den Feta mit der Hand zerbröseln und oben drüber verteilen. Das Ganze nun für 25 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen geben.

nochmal lecker

nochmal lecker

Für den Dip Creme Fraiche, gehackte Knoblauchzehe, Petersilie 2 EL Olivenöl, Slaz und Pfeffer in der Schale vermischen und kalt stellen.

Und der Wein?

Dazu passt sehr schön was Weißes, obwohl ich gestern einfach den bereits offenen Cuvee Julia vom Chateau de l’Ille aus dem Corbieres mit satten Carignan, Grenache und Syrah-Noten auf den Tisch gestellt hatte. Der tat’s auch.

Reste-Bohnensuppe

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Gemüsereste für die Suppe

Sonntag. Nach 2 Tagen mit exquisitem Abend-Menü dachte ich morgens heute einmal nicht zu kochen. Bis ich wach wurde….

Wie bitte?? Sonntag, Wochenende, und dann nix zu Essen? Obwohl oder gerade weil Abends stand ja immerhin das WM-Finale anstand … und davor muss man sich bekanntlich stärken.

Also suchte ich Argumente vor mir selber, doch wenigstens eine Kleinigkeit machen zu können. Und ehrlich gesagt, die gab es zu hauf, die Argumente, weil überall olles Gemüse herumlag :-). Und zufälligerweise hatte ich am Abend vorher schon 2 Handvoll dieser schönen getrockneten italienischen Borlotti-Bohnen eingeweicht. Diese kleinkieselsteingroßen Bohnen, die so eine Maserung haben, die beim Kochen dann verschwindet und die Dinger einfach nur geil und braun werden.

Reiner Zufall, versteht sich.

Also, hier meine Reste-Bohnensuppe. Die Zutaten an sich sind ziemlich variabel. Bohnen müssten schon sein, der Rest nach gusto und was eben herumliegt und greifbar ist.

Zutaten (für ca. 2l Suppe):

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Wenn man die bohnen mit Kartoffeln und Tomaten kocht, werden Sie schön weich

  • zwei Handvoll Borlotti Bohnen (oder andere, gerne auch frische, zur Not Dosenware)
  • 1.5l Wasser
  • ein halbe Flasche (offenen) Weißwein von vor drei Tagen
  • 1,5 angetrockente Möhren
  • 2 ebenfalls angetrocknete rote Spitzpaprika
  • 2 kleine Tomaten
  • 2 kleine Kartoffeln
  • 1/2 Bund alte Frühlingszwiebeln (sind das dann Herbstzwiebeln?)
  • 1 Handvoll grüne Stangenbohnen von letzter Woche
  • 2 alte Scharlotten
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Zehe Knoblauch
  • wer hat einen Rest (2 EL) Sahne
  • 1 Brühwürfel
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig wilder Oregano oder 1 EL getrockneter
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Handvoll gehackte Petersilie (mit Stengeln)
  • 4 EL Olivenöl
  • Pfeffer und Salz

Die Bohnen im Einweichwasser unter Zugabe von etwas Frischwasser (kein Salz!!!) zum Kochen bringen, dazu geben wir die grob gewürfelten Kartoffeln und Tomaten und lassen das ganze bei mittlerer Hitze etwa ein Stündchen kochen. Das kann man auch unterbrechen, wenn man zwischendurch duschen oder joggen möchte.

Irgendwann gegen Ende der Bohnenkochzeit das Gemüse putzen und klein schneiden. Scharlotten fein Würfeln und in etwas Olivenöl bei leichter Hitze anbraten. Nach und nach Frühlingszwiebeln, Möhren, Paprika und Knoblauch dazugeben, leicht anbräunen. Irgendwann das Paprikapulver dazugeben. Es ist wichtig, dass das noch ein wenig bruzzelt, dann schmeckt es nicht mehlig und bindet die Suppe. Dann das Gemüse mit dem Tomatenmark tomatisieren und kurz bevor es anbrennt mit dem Weißwein ablöschen, das kann man je nach Zeit auch in mehreren kleinen Schritten machen.

Nun Gemüse mit Bohnen in einen Topf zusammenkippen, das Wasser dazu, den restlichen Wein ebenfalls, Brühwürfel, in Streifen geschnittene grüne Bohnen, Petersilie, das restliche Öl, die Kräuter (ganze Zweige) sowie Lorbeerblätter hinein geben und erst eine Stunde bei geschlossenem, später bei offenem Deckel köcheln, eigentlich gilt je länger, je besser, aber Minimum 2 Stunden sollten es schon sein. Wenn es zu trocken wird, einfach Wasser (oder Wein oder Noilly Prat oder alles zusammen) nachgießen. Gerne das Kochen nach etwa einer Stunde unterbrechen, dann schmeckt die Suppe heute schon fast wie morgen aufgewärmt.

Kurz vor dem Ende der Kochzeit Kräuterzweige entfernen und die Sahne dazugeben, abschmecken und für die Kinder die Würstchen nicht vergessen. Die Suppe schmeckt auch noch zwei Tage später.