Rotkohl zur Weihnachtszeit? Na klar, aber als Salat aus tausend-und-einer-Nacht und ganz ohne Gans.

Der Supermarkt in dem ich meistens einkaufe, hat am Eingang immer unübersehbar eine Art „Gemüse der Woche“ aufgebaut. Ich glaube nicht mal, das dieses dann besonders günstig angeboten wird, aber man kann es nicht übersehen, da die Kisten und Paletten so aufgebaut sind, das man sie mit dem Einkaufswägelchen umfahren muß. Vergangenen Freitag war das Wochengemüse dann tatsächlich Rotkohl. Man könnte ja meinen, den haben ohnehin ganz viele Gans-zu-Weihnachten-Kocher auf dem Schirm. Aber vielleicht kaufen dann doch die meisten das Fertigprodukt und sollten so daran erinnert werden, das Rotkohl vom Feld und nicht aus der Konserve kommt. Da ich keine Lust hatte, jetzt schon den Kalorienpegel vor Weihnachten anzuziehen, habe ich die Rotkohlköpfe erstmal ignoriert und suchte eigentlich nach der Idee für das Sonntagessen. Die kam dann als ich die Granatäpfel sah und mein Kopf mir sagte, das ich lange nichts mehr Richtung arabisch gemacht hatte und plötzlich stand der Rotkohl im Fokus meines Interesses. Ganz ohne Granatapfel.

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Wir brauchen:

  • Messer & Brett
  • ein Schälmesser
  • eine Schüssel
  • eine Schale zum Anrichten

Wir verarbeiten (als Vorspeise für 3-4):

  • 1/4 Rotkohl
  • 1 Karotte
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 100g Feta
  • 2 handvoll Sultaninen
  • 2 Zweige Thymian
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 4 EL gutes Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 1/4 TL Zimt
  • Pepe e Sale

Den Rotkohl längs halbieren und eine Hälfte einer Hälfte mit der Schnittseite auf dem Brett liegend quer in ganz dünne Streifen schneiden. Den Rotkohl in eine Schüssel geben, salzen und mit den Fingern richtig durchkneten und mindestens 20 Minuten beiseite stellen. Währenddessen die Karotte schälen, in zwei gleich lange Stücke schneiden und daraus möglichst feine Stifte schnitzen. Petersilie hacken und mit den Karotten-Stiften und den Sultaninen zum Rotkohl geben und alles durchmischen.

Jetzt noch die Thymianblätter abzupfen und mit Zitronensaft und Olivenöl sowie Zucker, Zimt und etwas Pfeffer zum Salat geben und alles kräftig durchmischen, ggf. nochmal nachsalzen, in eine Schale füllen. Feta würfeln und obenauf legen. Fäähddisch.

Und was trinken wir dazu? Eigentlich eher was Weißes, aber ich habe mich dann doch für einen Rosé entschieden. Es wurde ein Cuvée de la Salette von den Terres des Templiers, ansässig im schönen Banyuls an der Cote Vermeille, ganz im Süden Frankreichs in direkter Nachbarschaft zu Spanien und den Pyrenäen. Andere (wie ich auch) nennen die Gegend da unten das Paradies. Die Cuvée de la Salette ist ein ganz spannender Rosé mit für die Rosés Südfrankreich eher untypisch kräftiger Farbe, die daher stammt, das ein Teil der Cuvée als Rotweinmaische hinzukommt (das sogenannte Saignée-Verfahren). Der Wein darf ruhig ordentlich kalt sein und bietet angenehme Noten roter Früchte, insbesondere von Erd- und Johannisbeere mit belebender Frische und eleganter Säure. Das passt wunderbar zum Feta und zum zitronig-frischen Geschmack des Salats.

 

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Auberginensüppchen mit arabischem Einschlag. Eine Hommage an die Menschheit!

Jetzt reißt euch doch mal zusammen hier, alle auf dieser Welt! Natürlich kann niemand das, was im Nahen Osten, in Paris oder vorher in New York oder in Madrid passiert ist gut heissen. Da sind – wie in so vielen anderen Regionen dieser Erde – rücksichtslose Arschlöcher am Werk. Ein Phänomen, das gerne auftritt, wenn ein Einzelner oder eine kleinere Gruppe von Menschen zu viel Macht bekommt. Aber ernsthaft nun die Sippenhaft wieder einzuführen und alle arabisch stämmigen Menschen, die unsere Hilfe brauchen nicht mehr reinzulassen? Geht’s noch?

Völker dieser Erde! Wer so wunderbare Gerichte hervorgebracht hat, der kann nicht von Grund auf schlecht sein!

Auberginensuppe mit 1001 Gerüchen und Geschmäckern

Auberginensuppe mit 1001 Gerüchen und Geschmäckern

Also, deshalb hier eine Hommage an die arabische Küche, dafür lasst Ihr auch 72 Jungfrauen/männer stehen! Es gibt ein Auberginensüppchen als Vorspeise. Mund auf, Geschmacksnerven an und geniessen….

Wir brauchen an Gerät :

  • einen Topf
  • einen Pürierstab
  • Messer&Brett
  • einen Löffel

Wir brauchen an Zutat (als Vorspeise für 4):

die Zutaten

die Zutaten

  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 1 große Tomate
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Harissa-Paste
  • 300ml Gemüsebrühe
  • 200g Feta
  • das Grün von einer Frühlingszwiebel
  • einige Basilikumblätter
  • 4 EL Olivenöl

DSC_1813Die Auberginen rundherum einstechen und für etwa 30 Minuten in den Ofen bei Umluft bei 200° legen. Währenddessen Scharlotte und Knoblauch fein hacken und die Tomate in Stücke schneiden (Profis häuten sie vorher). Auberginen testen, wenn Sie Innen weich sind (so wie hier), herausnehmen.

Im Topf in Olivenöl Scharlotte und Knoblauch bei mittlerer Hitze anschmurgeln, Kreuzkümmel dazu geben und einige Minuten mit anschwitzen, dabei immer wieder rühren. So verbreitet sich das perfekte Kreuzkümmel-Aroma sowohl in der Luft als auch später in der Suppe. Gemüsebrühe, Tomate, Tomatenmark, Harissa dazu geben und das Ganze offen für ca. 20 Minuten einköcheln lassen. Nun das Innere der Auberginen mit dem Löffel herauskratzen und in den Topf geben. Die Suppe dann fein pürieren und einige Minuten weiter köcheln, aber vorsicht, wenn die Suppe die richtige, sämige Konsistenz hat, dann kann es zu furchtbaren Suppen-Eruptionen auf eurem Herd oder Hemd kommen. Am Ende eventuell noch mit etwas Salz abschmecken, es sollte aber wegen der Brühe eigentlich passen.

Domaine de Villargeau

Domaine de Villargeau

Nun das Grün der Frühlingszwiebel in feine Streifen schneiden, Basilikumblätter grob hacken, Feta würfeln. Die Suppe in Schälchen verteilen, Feta und Kräuter drüber geben.

Dazu kann es durchaus was Weißes geben! Ich hatte einen Sauvignon Blanc von der Domaine de Villargeau, von den Coteaux de Giennois, das ist ein kleines AOC Gebiet an der mittleren Loire. Eine Fruchtbombe mit typischen Früchten des Sauvignon Blanc und der Loire-typischen Frische. Kostet etwa 8.50 der Spaß, ist der aber wert!

arabischer Rote-Beete-Linsensalat mit Joghurt Feta und Orange

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angerichtet im Servierring

Hups, da lag ja immer noch eine Rote Beete im Kühlschrank herum. So langsam gehen mit die Ideen aus, was man damit machen kann. Aber da es heute ohnehin eine Tajine geben sollte, passte das Thema arabisch ganz gut und wie ab und an kommt ein Zufallsprodukt heraus, was aber wirklich mal sowas vin großartig schmeckt.

So war es also gestern mit dieser tollen Vorspeise.

Wir brauchen:

  • einen Topf
  • eine Schüssel
  • eine hohe Schüssel
  • Messer & Brett
  • 2 Servierringe
  • 2 Teller
  • zwei Löffel

Und das kommt hinein (für 2):

  • 1 kleine Rote Beete
  • ca. 80 g Le Puy Linsen
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 200g griechischer Joghurt (10%)
  • 100g Feta
  • eine kleine handvoll gehackte glatte Petersilie
  • einige Blätter frische Minze
  • Vorspeise mit weissem Häubchen

    Vorspeise mit weissem Häubchen

    Saft von 1/2 Zitrone

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Weissweinessig
  • 1 TL Ras-El Hanut
  • 1/2 TL fein geriebener Zimt
  • Pepe e Sale (Fleur de Sel!)
  • 1 Orange

Die Linsen kochen wir für ca .15 Minuten in wenig Wasser und mit einer zerdrückten Knoblauchzehe. So das diese am Ende noch etwas Biss haben. währenddessen die Rote Beete in kleine Würfel schneiden und mit den Linsen, 2 EL Olivenöl, Zimt, Petersilie, Ras-El Hanut, Essig und dem Zitronensaft in einer Schüssel zu einem Salat mischen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, kalt stellen.

Den Feta in die hohe Schüssel hineinbröseln und Joghurt, fein gehackte Knoblauch Zehe no. 2 und die Minze dazugeben und mit dem Löffel zu einer homogenen Masse zerdrücken. Kalt stellen und für mindestens eine Stunde durchziehen lassen.

Die Orange schälen und so filetieren, das 8 Filets herausommen.

Nun die Servierringe auf je einen Teller stellen, den Linsensalat darin verteilen und fest andrücken. Dann oben drauf die Feta-Joghurt-Mischung geben. Rundherum die Orange verteilen und die Ringe vorsichtig nach oben wegziehen.