Frühlingssehnsuchts-Salat aus Wildkräutern, Rotkohl, Zuckerschoten (u.v.m.) mit Tahini-Sauce

Es reicht. Genug. Aus. Schluss! Diese Affenkälte hält doch kein Mensch aus. Ich habe schon überlegt, wenn ich in einer Gegen wohnen würde, wo es im Winter dauernd so kalt wäre, würde ich dort nicht mehr wohnen, weil längst weg gezogen. Dazu kommt, das so ziemlich jeder um mich herum genauso schnieft, wie ich selber. Aber was können wir schon tun? Den Mist aushalten, auf Frühling hoffen und derweil so viele Vitamine in uns hineinstopfen, wie man nur bekommen kann. Das Ganze kombiniert mit der Sauce aus Tahina-Paste und Zitronensaft erweckt tatsächlich einen Hauch von Frühlings-Frische. Das Gute an diesem Rezept ist, das die eigentlichen Zutaten fast egal sind, solange man eine bunte Mischung aus Gemüse und Salat zusammenbekommt. Geht also auch im Frühling (Spargel!!!) – und der nächste kommt bestimmt.

Wir zerkleinern mit:

  • Messer & Brett
  • ein Schraubverschlussglas
  • eine Zitronenpresse
  • eine kleine Pfanne
  • ein kleiner Topf

Wir zerkleinern das (für 2):

  • 2 handvoll Wildkräutersalat (oder Rucola, Feldsalat, …)
  • 1/2 rote und 1/2 gelbe Paprika
  • 1/4 Kopf Rot- oder Spitzkohl
  • 1 handvoll Zuckerschoten oder Buschbohnen
  • 5-6 Radieschen
  • 1/3 Gurke
  • 1 Karotte
  • 1 rote Zwiebel oder 1 Frühlingszwiebel (oder beides)
  • ein paar Cocktailtomaten
  • Kräuter nach Laune – z.B. Kresse, Petersilie, Dill
  • je 2-3 EL Sesamkörner und Pinienkerne
  • 4 EL Tahina-Paste
  • 1 Zitrone
  • 4 EL Wasser
  • Salz

Alors. Die Zitrone auspressen und Saft mit Tahina-Paste und Wasser im Schraubverschlussglas richtig durchschütteln. Die Sauce sollte sämig-dickflüssig sein und frisch nach Zitrone, aber nicht zu sauer schmecken. Das kriegt man durch hinzufügen der einen oder anderen Zutat ganz gut hin.

Den Rot- oder Spitzkohl fein schneiden, salzen und ein wenig walken (-> mit den Händen durchkneten), zunächst beiseite stellen. Zuckerschoten im Topf mit Wasser bedecken und für einige Minuten bißfest kochen, danach mit kaltem Wasser abschrecken, um die Farbe zu erhalten. Paprika, Karotte, Gurke, Radieschen fein in Scheiben schneiden, auch die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.

Die Gurken-Scheibchen auf das Brett legen und ebenfalls etwas salzen, ein paar Minuten warten und dann vorsichtig das Wasser ausdrücken, so schmeckt die Gurke intensiver. Den Salat gründlich waschen und Tomaten halbieren und die Kräuter fein hacken. Kurz vor dem Anrichten noch in der Pfanne Sesamsaat und Pinienkerne ohne Öl anbräunen.

Gemüse und Salat in zwei Salatschalen aufschichten und mit Sesam und Pinienkernen bestreuen, Tahini-Sauce darüber verteilen und mit den gehackten Kräutern bestreuen.
Wenn wir jetzt noch einen frischen Weißwein dazu trinken, können wir jetzt die Augen schließen, genießen und vom Frühling träumen!

 

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1. Event 2014: Kochen für 60

Hallo,

vergangenen Samstag war es dann soweit. Das 1. Kochen-Event in der volxküche fand statt. Und 40 Gäste war 2013, in diesem Jahr sollten es dann schon 60 sein. Dafür wurde unten auch die Bar mit 22 Plätzen bestuhlt.

Das Menü stand unter dem Motto „deutsch-französisches Freundschaftsmenü“.

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Bar-Chef und Mit-Koch Conrad

Im Einzelnen gab es diese fünf Themen:

Jetzt fragt Ihr euch, wie denn die Garnelen ins Perigord kommen. Ganz einfach, mit dem LKW. Und wie der Camarguereis an die Drome kommt, ist damit dann ja auch beantwortet. Dazu gab es deutsche und französische Weine, selbstredend auch von meinem Loire-Winzer. Freitag Nachmittag Einkauf in der Metro, Auto voll. Gegen Abend ging es dann los mit dem Vor-Kochen. Peter brauchte 2 Stunden um 36 Äpfel zu schälen und zu würfeln, ich 3 Stunden um die Basis-Suppe aus 35 gehackten Charlotten, 7l Wein und 12l Brühe einzukochen. Neben dem Sortieren des Einkaufs (u.a. 5kg Creme Fraiche, 8l Sahne, 100 Eier, 12l Wein, usw. usw. …) schaffte ich es immerhin noch den Quicheteig zu machen. Satte 3 kg Teig und meine Arme merkte ich Abends schon.

Am Samstag ging es morgens ab 10h weiter… denn auch das Blanchieren von 2kg Zuckerschoten und 3Kg grünen Bohnen dauert so seine Zeit. Ganz abgesehen davon, das man 60 Perlhuhn-Brüste anbraten muss, 24 Eier zu Eischnee schlagen, 30 Birnen schälen und halbieren und 4 Kg Garnelen kochen musste…. und Peter brauchte sicher 2 weitere Stunden für die Creme und noch eine für die Vanillesauce. Gegen Abend stand dann aber die Vorbereitung, die Quiches waren zu 75% fertig gebacken, die Birnen gekocht, die Creme kalt gestellt, Salat gewaschen und gezupft, Vinaigrette fertig, Sauerkraut und Aprikosen karamelisiert, usw. usw. ….

Gegen 19h kamen die ersten Deutschen um Ihre „Handtücher“ in Form Ihrer Jacken auf die Bänke als „Platz besetzt“ Zeichen zu legen (was machen die bloß im Sommer?). Die Wartezeit bis zum Essen konnten die Gäste unten in der Bar bei Live-Musik (Gitarre und Gesang) verkürzen.
Das Menü lief ausgesprochen gut, die 1. Vorspeise lässt sich ja sehr gut vorbereiten und frühzeitig anrichten, auch die Suppe ging dann gut, die war ja quasi fertig (es musste „nur2 noch der Eischnee und 2 Kg Creme Fraiche rein…. und die 18l Suppe war dann doch etwas zuviel). Und wenn wir denn die Öfen für das fertig backen der Quiche frühzeitig vorgeheizt hätten, ja dann wäre auch zwischen dem 2. und 3. Gang die Pause gar nicht so groß geworden. Ein kurzer Stressmoment war dann nochmal, als wir den Reis live vor dem Hauptgang gekocht hatten, die Machart ist ähnlich wie bei Risotto, Ihr könnt euch das vorstellen, es ging aber – zu Zweit, jeder einen Topf. Um 12h war der Nachtisch durch und wir – fix&fertig 😉

Die Ernte? Ein Taschengeld und viel Lob von den Gästen. Na dann, auf zum nächsten Mal am 5. April!

 

Meer meets Perigord: Bohnen, Zuckerschoten und Garnelensalat mit Walnuß

Das Thema bei dieser Vorspeise ist eindeutig: Walnüsse.

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  • 1 Topf
  • 1 Schüssel
  • 1 Pfanne
  • 1 Eßlöffel
  • 15 aktive Minuten und mindestens 2h zum marinieren

Außerdem an Zutaten (4 Personen):

  • 150g grüne Bohnen
  • 150g Zuckerschoten
  • ca. 20 Garnelen
  • 2-3 Handvoll Walnüsse, geknackt und grob gehackt
  • Petersilie
  • Eiswasser
  • 8 EL Walnußöl
  • 4 EL Walnußessig (gibt es z.B. von Maille in Frankreich ;-))
  • 4 EL Vin de Noix (gibt’s im Perigord. Ist eine Art aufgesetzter aus grünen Walnüssen) – wer den nicht hat, kann auch mehr Walnußöl nehmen….
  • ein bisschen Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/4 Pepperoni, rot
  • Pepe e Sale

So geht’s:

Enden der Bohnen abschneiden, dann im Ganzen etwa 5 Minuten in gesalzenem Wasser kochen. Herausholen, ab ins Eiswasser. Zuckerschoten waschen und im selben Wasser ca. 3 Minuten kochen, dann auch ab ins Eiswasser. nur so bleibt das Gemüse schön frisch grün. (Den Kochsud kann man nun z.B. als Brühe-Basis nehmen).

Aus Walnußöl und -essig, Vin de Noix, Pepe e Sale und gehacktem Knoblauch eine Vinaigrette aufschlagen. Abgekühltes Gemüse dort hinein und gut durchmischen. Garnelen entdarmen und in der Butter und der gehackten Chili kurz anbraten, nur so, das Sie gerade gar sind. Dann Garnelen samt Chili zum Gemüse in die Vinaigrette. Das ganze immer mal wieder durchmischen, es sollte schon so ca. 2h marinieren. Erst dann haben Gemüse und Garnelen das volle Nußaroma aufgesogen.

Anrichten:

Salat auf einen Haufen schichten, gehackte Petersilie und Walnüße drüber. Wer will legt noch was buntes an den Rand.

Dazu:

Ein nicht zu trockener, fruchtiger Weißwein, der Berrybox aus Südafrika war meine Wahl.