Rote Beete mit Kresse-Öl und Kräuter-Salat

Leute, es ist Frühling! Genießt das Wetter, die frischen Erdbeeren, den Spargel, die frischen Kräuter, alles gibt es jetzt in hervorragender Qualität und man kann so viel damit machen! Dazu kann man draußen sitzen, schlürft beim Essen an einem frischen Rosé und fragt sich, warum es diesen Winter eigentlich überhaupt gibt. Oder man hat ihn schon komplett vergessen. Hier ein Salat/Vorspeisenvorschlag, bei dem man vor Frische gar nicht mehr weiß, wie einem geschieht…

Im Frühling wird dieses Werkzeug benötigt:

  • ein Topf
  • ein Mörser
  • ein kleiner Löffel
  • ein Schraubverschlußglas
  • Messer & Brett
  • 2 Teller zum Anrichten

Es wird diese frühlingsfrische Ware gebraucht (für 2 Portionen als Vorspeise):

  • für die Rote Beete
    • 1 rote (oder gelbe) Beete
    • ca. 80g Feta
    • 2 EL Walnußessig
    • 2 EL sehr gutes, durchaus scharfes Olivenöl
  • für das Kresse-Öl
    • ca. 15g frische Kresse
    • 4 EL sehr gutes, durchaus scharfes Olivenöl
    • Fleur de Sel
  • für den Salat
    • 4 frische Spinatblätter
    • 1 Bund Sauerampfer
    • 4 Blätter Radicchio
    • 1 handvoll Rucola Blätter
    • 1 handvoll Bärlauch
    • 2 EL frische Kresse
  • für die Salatsauce
    • 3 EL sehr gutes, mildes Olivenöl
    • 1 EL Walnußöl
    • 2 EL Apfel- oder Cidre-Essig
    • 1 EL weißer Balsamico im Eichenfaß gelagert (schmeckt etwas rauchig)
    • 1 TL Früchtesenf Birne
    • etwas Fleur de Sel

Zunächst kochen wir die rote Beete für ca. 15 Minuten in Wasser, danach abkühlen lassen. Währenddessen zermörsern wir die Kresse mit etwas Fleur de Sel und 2 EL gutem Olivenöl, so fein, das wirklich keine Stiele mehr da sind. Das Kresse-Öl mit weiteren 2 EL Olivenöl vermengen und für ca. 4 Stunden ziehen lassen.

Alle Zutaten für die Salatsauce in das Schraubverschlussglas und per Schütteln vermengen. Anschließend von der Roten Beete je Portion 3-5 feine Scheiben abschneiden und auf dem Teller anrichten und den Feta darüber verteilen. Das Kresse-Öl darüber träufeln und mit jeweils 1 EL Walnußessig und gutem Olivenöl besprenkeln.

Alle Salatkräuter nach Frühlingslust klein schneiden, vermengen und mit der Salatsauce beträufeln, Kresse oben drüber streuen und das Ganze mit frischem Weißbrot und einem frischen und kühlem südfranzösischem Rosé servieren..

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rot-grün in der Salatschale: „Rucola Beete Salat“

Nein, ich lasse hier nicht meine politischen Präferenz für die anstehende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen heraus, aber irgendwie passt das Thema „rot-grün“ ganz gut zu der kleinen Salat-Leckerei, die ich letzte Woche zum zart-zerfallenden Iberco-Schwein als Beilage gemacht hatte. Persönlich liebe ich Rote Beete; die gibt es fast immer, sie kosten fast nix und der erdig-schlammige Geschmack läßt sich wunderbar mit anderen Geschmacksnoten kombinieren, sei es als Thymian-Feta-Carpaccio, mit Linsen oder auch als Caprese. Und jetzt also noch der gelungene Versuch mit Rucola – aber schmeckt selbst:

Gartengeräte:

  • ein Kochtopf
  • ein Sparschäler
  • Messer & Brett
  • eine Salatschale

Gartenfrüchte:

  • eine Rote Beete
  • eine handvoll Rucola
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Die Rote Beete im Topf zu ca. 2/3 mit Wasser bedeckt weich kochen, das dauert etwa 25 Minuten. Danach das Beetchen unter kaltem Wasser abschrecken und mit dem Sparschäler unter fließendem Wasser schälen. Das mit dem Wasser mache ich übrigens, damit meine Finger dabei nicht total rot werden. Wenn jemand aber eine bessere Methoden kennt, immer her damit ;-).

Die Rote Beete in Würfel oder Scheiben schneiden, den Rucola waschen und die Blätter quer in Stücke schneiden. Alles zusammen in der Salatschale mit Zitronensaft und Olivenöl mischen und mit Fleur de Sel und etwas Pfeffer abschmecken. Gerade die Zitrone gibt der Roten Beete eine tolle Frische, dazu kommt die leichte Schärfe des Rucola. Schmeckt toll als Salat, als Vorspeise oder als Salat-Beilage.

Für alle außer Einen: Caprese mit „falscher“ Tomate, Feldsalat und Pesto

tmp_13805-dsc_20101507319810Rote Beete mit Walnüssen, Pesto, Mozarella und Feldsalat

Dem Wahnsinn einen Namen zu geben fällt mir in diesen Tagen ja gar nicht so leicht. Und einfach abtauchen und weggucken und sich nicht mehr für das Weltgeschehen interessieren ist ja auch keine Lösung. Im Moment hilft mir leider nur Selbstironie und Sarkasmus. Interessanterweise haben für mich die europäischen Late-Night Shows bisher den besten Protest gegen die Trumpetisierung des Abendlandes erschaffen: everysecondcounts.eu.
Aber gut, wir sind ja hier beim Kochen – ich flüchte mich daher in die Verbindung internationaler Geschmäcker und hoffe so auf Völkerverständigung:  Basilikum und Rote Beete.
Ach und eines noch, liebe Köche des amerikanischen „Präsidenten“: Dieses Gericht ist für alle Menschen dieser Erde – außer für den Einen, also Finger weg!

Kochutensilien First:

  • Messer & Brett
  • ein kleiner Kochtopf
  • eine kleine Pfanne
  • ein Mörser
  • ein Nußknacker
  • ein großer Teller

Zutaten Second:tmp_13805-dsc_2013-1988203359

  • 1 Rote Beete
  • 2 Handvoll Feldsalat
  • 1 Büffelmozarealla (125g)
  • 10 Walnüsse
  • 1 EL Pinienkerne
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • 1 kleiner Bund Basilikum
  • 2 EL frisch geriebener Parmesan
  • 1/2 Zitrone
  • einige Spritzer guter Aceto Balsamico
  • Fleur de Sel
  • frisch gemahlener Pfeffer

Die Rote Beete im Topf halb mit Wasser bedecken und etwa 25 Minuten kochen, abkühlen lassen, schälen. Auf einem großen Teller den Feldsalat verteilen. Die Rote Beete in dünne (1-2 mm) Scheiben schneiden und obenauf legen, mit einigen Spritzern Balsamico-Essig besprenkeln, etwas grob gemahlener Pfeffer schadet da auch nicht.

Die Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne anrösten und danach im Mörser mit grob gehacktem Basilikum, Parmesan und Olivenöl zu einem schönen frischen Pesto zermörsern. Das Pesto vorsichtig mit etwas Zitronensaft und Fleur de Sel würzen.

Den Mozarella mit der Hand in grobe Stücke zerpflücken und im Pesto wälzen, anschließend oben über die Rote Beete verteilen (das restliche Pesto entweder naschen oder einfach oben drüber kippen). Die Walnüsse knacken, die Kerne ebenfalls in der Pfanne einige Minuten rösten und über allem verteilen.
Und beim Essen bitte darauf achten, das man nicht an die größten Arschlöcher dieser Erde denkt!

Wein? Weiß. Um dem euro-internationalen Potpourri noch etwas Gewicht zu geben, lege ich euch diesen Mas Cristine Blanc aus dem Roussillion ans Herz. Ein rassiger südfranzösischer Weißwein, der frisch und fruchtig-leicht um die Ecke biegt, aber gleichzeitig mit dem dominanten Basilikum gut zurechtkommt. Der Wein ist allerdings leider in Deutschland nicht erhältlich (außer in meinem Keller). Da heißt es nur: Völkerverständigung live und ab nach Frankreich!

Vorspeise Herbst: Rote Beete Carpacchio mit Thymian und Feta

Rote Beete hauchdünn. Alternative zu Pommes "ruut-wiess"

Rote Beete hauchdünn. Alternative zu Pommes „ruut-wiess“

Auch wenn wir es alle weder aussprechen noch irgendwie wahrhaben wollen. Es herbstet.

Dementsprechend wechselt auch das Angebot von sommerlich-frischem Gemüse und Salat hinzu eher herbstlichem Angebot…..

Da muss man sich halt auch in der Küche anpassen. So am Wochenende geschehen. Es gab als Vorspeise des Sonntags-Menüs herbstliche Rote Beete als Carpacchio. Und das geht so:

 Werkzeugs

  • einen Topf mit Deckel
  • ein Schneide-Brett, am besten aus Plastik
  • eine Reibe
  • unser Messer
  • eine Plastikdose mit passendem und einem kleineren (Plastik-)Deckel
  • ggf. einen Korken o.ä.
  • 25 Minuten Arbeit, aber Minimum 6h zum marinieren, besser über Nacht

Und an Zutaten (2 Personen)

  • eine faustgroße Rote Beete
  • ca. 50g Feta
  • 1 Knoblauchzehe
  • reichlich frischen Thymian (12-15 kleine Zweige)
    starten wir farbenfroh in den Herbst
    starten wir farbenfroh in den Herbst
  • 5-6 EL Apfel-Essig (ich habe Cidre-Essig von Maille genommen)
  • einige Zweige Petersilie

Die Rote Beete kochen wir in Wasser so, das sie nicht komplett weich ist, sondern noch schnittfest. Das dauert ca. 20 Minuten. Danach habe ich das Wasser abgegossen, den Deckel drauf gesetzt und die Rote Beete in Ihrer Hitze abkühlen lassen. Danach pellen wir die Beete, was etwas mühseliger ist als wenn Sie durch gekocht wäre und schneiden sie quer zur Wuchsrichtung in hauchdünne Scheiben von maximal 1-1.5mm Dicke. Wichtig ist hier, entweder ein Plastikbrett zu nehmen oder irgendwas dichtes unten drunter zu legen, wegen der Sauerei. Es sollten so etwa 20 Scheiben herauskommen.

Den Knoblauch schneiden wir in feine Scheiben, den Thymian zupfen wir zu kleinen Zweigchen.

Nun schichten wir in die Rote Beete-Scheiben in der Plastikdose, immer so, das wir eine Schicht Rote Beete, dann etwas Knoblauch und Thymian dazwischen legen, mit etwas Essig bespritzen und dann wieder eine Schicht Rote Beete. Am Ende den Rest Thymian und Knoblauch oben drauf legen, den restlichen Essig hinzugeben. Dann legen wir den Deckel, der kleiner als die Dose ist, oben auf. Bei mir war der Abstand zwischen diesem Deckel und dem echten Deckel der Dose so, das ziemlich genau ein Korken dazwischen passte. So habe ich die Beete leicht (!!) zusammen gedrückt. Dann ab in den Kühlschrank mit der verschlossenen Dose und alle 1-2h immer mal schütteln, so das der Essig sich wieder verteilt.

Zum servieren die Rote Beete Scheiben auf zwei Tellern anrichten, Feta drüber reiben und mit gehackter Petersilie garnieren. Und dann schnell essen, sonst saugt sich der Feta rosa 😉

Durch das Einlegen verschwindet der erdige Geschmack der Beete, Thymian, Knoblauch und die Frische der Beete und des Käses passen wirklich wunderbar zusammen.

Wein? Weiß. Trocken.