auf’s Maultäschle: MT gebraten mit Salbei-Zitronenbutter

Denke ich an Schwaben, denke ich an Kehrwoche, den VfB Stuttgart, meinen ehemaligen Lateinlehrer, Spätzle und schlussendlich auch an die schwäbischen Ravioli: Maultaschen.

Und nein, das ist keine Hommage an den ehemaligen Lehrer; der kann bleiben wo der Pfeffer wächst und sich meinetwegen bis an sein Lebensende über den Abstieg seines VfB grämen – ich hoffe nur, das die heutigen Schüler, so es noch welche gibt, beim Abstieg der Schwaben nicht so leiden mussten wie wir damals nach jeder Niederlage, so ein kleines Scheisserle. Aber es geht ja um’s Essen – also, letzte Woche, Rückreise vom Bodensee, Aufenthalt in Stuttgart und beim Gang über den Markt habe ich zwei Maultäschle erworben. Und damit muss doch auch was gänzlich unschwäbisches gehen.

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  • eine Pfanne
  • Messer & Brett
  • Käsereibe
  • Zestenreisser

Man muss erwerben:

  • 2 Maultäschle
  • 10-12 Salbeiblätter
  • 80g Butter
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Zesten von 1/2 Zitrone
  • 2 EL Semmelbrösel
  • Pepe e Sale
  • 40g Pekorino (oder Parmesan)

tmp_3974-dsc_0287644578325Die Maultaschen quer in Streifen schneiden. Anschließend in Olivenöl und einem kleinen Stück Butter in der Pfanne bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem wenden etwa 15 Minuten anbraten.

Maultäschlestreifle aus der Pfanne holen, Butter zufügen und die Semmelbrösel etwa 3 Minuten bräunen. Jetzt erst den Salbei, den gehackten Knoblauch und die Maultäschleflädle wieder hinein geben und etwa 2 Minuten alles zusammen bei geringer Hitze schmurgeln. Zitronenzesten mit dem Messer klein hacken, dazu geben, alles durchschwenken und servieren. Pekorino oben drüber reiben.

Und nein, es gibt jetzt keinen Trollinger, Lehmberger oder ein sonstiges schwäbisches Weingewächs dazu – die dürfen die gerne alle selber trinken. Ich hatte einen ehrlichen 2014-er Spätburgunder > Alte Reben < vom Weingut „Michel“ aus Baden, ein Cuveé von 25 jährigen Rebstöcken mit typisch samtigem Spätburgunderbouquet mit einem Hauch von roten Waldfrüchten. Ein schöner Wein auch wenn ich wie immer bei deutschen Rotweinen denke, das man für die stolzen 13 Euro eine echte südfranzösische Granate hätte kaufen können – aber die würde eben nicht zum Maultäschle passen :-).

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