Gastbeitrag weitergedacht …. Orange mit Mozzarella als Vorspeise

Ist das ein Bestreben das wir Menschen seit je her inne haben ? Immer wollen wir alles verbessern, das neue Rad erfinden und  manchmal wird dabei Altes nur in neue Gewänder gekleidet – A propos: Ich bekenne mich hiermit ausdrücklich zu jenen 87%, die nicht das Alte im neuen Gewand gewählt haben. Und an dieser Stelle möchte ich eines klar stellen: Solltest du, der das hier gerade liest (also der oder die Leser/in) eine/r jener restlichen 13% sein und zufällig über dieses Rezept stolpern: Klick weiter, geh weg, das hier ist nicht für dich! Es ist auch nicht(s) für dich, denn es ist was Neues, vielleicht modernes, es ist nicht rückwärts gewandt und es ist für alle Menschen aus allen Ländern, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe oder Farbe ihres Hemdes. Es ist aber ausdrücklich nicht für dich, nicht für all die, die Intoleranz, Phobie und Spaltung unter dem Deckmantel der Demokratie verkaufen, es ist kurz gesagt: Alleine für Dich nicht

Aber jetzt bin ich abgedriftet. Das Rezept ist eigentlich dieses hier reloaded.

Benutzt wird:

  • Messer & Brett
  • 2 Teller zum Anrichten

Verputzt wird (für 2):

  • 1 Orange
  • 1 echter Büffelmozzarella
  • 4-5 getrocknete Aprikosen
  • 4-5 Physalis (Kap-Beeren)
  • 1 TL guter Weinessig
  • 1 TL Zitronensaft
  • 3 EL sehr gutes Olivenöl
  • Pfeffer & Fleur de Sel
  • ein wenig Basilikum zum Anrichten

Die Orange mit dem Messer schälen und quer in 8-10 Scheiben schneiden, die Scheiben auf den Tellern anrichten. Den Mozarella zerpflücken oder in Stücke schneiden und drum herum verteilen. Physalis halbieren, Aprikosen würfeln und beides darüber stilvoll verteilen. Aus Olivenöl, Essig und Zitronensaft eine Sauce mischen und darüber verteilen, mit frisch gemahlenem Pfeffer und Fleur de Sel bestreuen, mit Basilikum garnieren – und fertig. Dazu passt ein schöner frischer Sauvignon Blanc.

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Ein Herz zum Abschied der Spargelzeit 2017: Spargel zum III. – mit Aprikose und Romana-Herz mit St. Marcellin überbacken

Schnüff. Warum habe ich eigentlich nicht jeden Tag Spargel gemacht? Jetzt ist sie vorbei, die Spargelzei(t) – bitte verzeiht jeden Tag ohne das königliche Gemüse. aber was trauere ich hier eigentlich herum? Eben war ich auf dem Bonner Markt um fest zu stellen, das dort immer noch Bornheimer Spargel angeboten wird. Vermutlich hat der Bauer noch nicht sein finanzielles Ziel erreicht – aber auch wenn ich am Anfang gerne ab und zu fusche, muß ich sagen, das ich was den Johannis-Tag angeht eher konservativ bin: Ende aus (okay, ich habe noch ein paar stangen vom in der letzten Woche gekauften Spargel im Kühlschrank, hehe).

Man versaue:

  • einen Topf
  • ein Backblech
  • ein Spargelschäler
  • Messer & Brett
  • zwei Teller

Man vertilge:

  • ein kleiner Romana-Salat
  • 1-2 Aprikosen
  • 8-10 Stangen grüner Spargel
  • 1 St. Marcellin-Käse (80g)
  • Pepe e Fleur de Sel
  • 3-4 EL guten Balsamico-Essig
  • 6 EL gutes, mildes Olivenöl

Spargel. Den Spargel parat machen (unten abschneiden und untere Hälfte schälen), dann im Topf in Wasser 5-6 Minuten fast gar kochen und sofort den Garvorgang mit kalter Wasserdusche abbrechen. Den Spargel beiseite legen und abkühlen lassen.

Salat. Den Ofen auf 250 Grad mit Oberhitze/Umluft vorheizen. Nun den Romana-Salat halbieren, lose äußere Blätter entfernen, die nun halben Herzen gründlich waschen und abtropfen lassen. Auf dem Backblech (oder wie ich in einer Springform) mit Schnittfläche nach oben plazieren, je die Hälfte des Käses auf der Schnittfläche verteilen und dabei richtig in die Zwischenräume drücken und ab in die heiße Röhre damit.

Anrichten. Je die Hälfte des Spargels auf einer Seite eines Tellers anrichten und die Aprikosen Vierteln. Sobald der Käse auf dem Salat blasen wirft, je eine Salat-Herz-Hälfte auf einen Teller legen, Aprikosen-Viertel daneben drapieren. Den Spargel und die Aprikosen mit Essig und Olivenöl beträufeln und das Salat-Herz mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Jetzt alles sofort mit einem frischen Sommer-Weißwein servieren.

Tarte d’Apricots avec Crème de Marons

Und täglich ruft das Paradies dazu auf, mit den Köstlichkeiten der Region irgendetwas anzustellen. Und wenn man meint, aus Aubergine, Zucchini, Paprika alles herausgeholt zu haben, dann weicht man eben doch auf den Nachtisch aus. Und die Crème Maron d’Ardeche war mir auf dem Hinweg an ebendieser in einem Supermarché in den Einkaufskorb gefallen….

Gestern gab es Cassoulet aus frischen Lingot-Bohnen, und was fehlt nach einem bereits so deftigem Essen? Ein Nachtisch der satt macht natürlich! Und darüberhinaus – so sagt man in Frankreich – sind die Aprikosen aus dem Roussillion die besten des Landes. Allez….

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Die Ferienhausküche sollte hergeben:

  • eine Tarteform (ca. 20cm)
  • Messer & Brett (besser selber mitbringen ;-))
  • 1 Eßlöffel
  • ein Stück Frischhaltefolie

Und der Ferienhauseinkäufer folgendes einkaufen:tmp_26100-DSC_07841170034605

  • 120 g Mehl
  • 120 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Tube Crème Maron d’Archeche
  • 6 frische Aprikosen
  • 2-3 EL Aprikosenkonfitüre
  • 125g Creme Fraiche
  • 2 EL Zucker

Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen, hier wird sie schneller weich, aber das sollte sie sein. Mehl, Ei, Butter und Creme de Maron zu einem homogenen Teig vermengen. Sollte es an Flüssigkeit fehlen, etwas Wasser dazu geben. Den Teig anschliessend in die Frischhaltefolie einschlagen und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

tmp_19493-DSC_07881170034605Den Teig ca. 30 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank holen. Die Tarteform mit einem bisschen Butter einfetten, dann mit dem Teig auskleiden, so das ein ca. 1 cm hoher Rand entsteht. Die Creme Fraiche auf dem Boden verteilen, Aprikosen entkernen und Achteln und damit ringförmig die Tarte belegen. Aprikosenkonfitüre mit dem Löffel oben drüber verteilen und anschließend mit Zucker bestreuen.

Dann die Tarte für etwa 25-30 Minuten bei Umluft und 170° backen, am Ende nochmal 5 Minuten mit Oberhitze geben. Die Tarte ist fertig, wenn der Belag nicht mehr flüssig zu sein scheint.

Warm servieren, dazu passt ausgezeichnet ein Süßwein, wir hatten natürlich einen Banyuls, leider zwar gekauft, aber nicht aufgemacht. Ich würde aber den Roumani Douré, einen Banyuls Ambré empfehlen.

Übrignes: Das Ganze geht auch super mit einem säuerlichen Apfel.

 

 

 

Lammfilet-Aprikosenspiesse mit Kürbis-Spinat-Ricotta-Lasagne

20140509_195241Die Titel werden immer länger und eigentlich ist beides ein Gericht für sich, was einen eigenen Beitrag rechtfertigen würde.

Da aber beides aus meiner Sicht in hervorragendem Maße zusammenpasst, beschreibe ich es zusammen. Zumal die Lasagne echt Vorbereitung kostet, die Spieße nicht.

Wir brauchen:

  • ca. 1.5h Zeit
  • einen Grill
  • einen Backofen
  • eine Auflaufform
  • einen großen und zwei kleine Töpfe
  • unser Messer samt Schneidebrett
  • eine Reibe

 

Zutaten Lammspieße (4 Personen)

  • ein Lammfilet pro Person (ca. 80-90g)
  • 16 getrocknete (oder 8 frische) Aprikosen
  • 4 Zweige Rosmarin, die unten schon verholzt sind
  • Pepe e Sale20140509_201306

Zutaten Kürbis-Spinat-Ricotta-Lasagne

  • ca. 500g frischer Spinat
  • ca. 500g Butternut-Kürbis
  • 4-5 frische Pasta Lasagne (oder 8-10 getrocknete)
  • 400g Ricotta
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Scharlotte
  • 2 EL Butter
  • 5 EL Butter
  • 1 EL gehackter frischer Oregano
  • 1 unbehandelte Zitrone (Bio)
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Ras-el Hanut
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 2 EL gutes Olivenöl

Wir fangen an mit der Lasagne. Dazu den Kürbis schälen und in kleine Streifen schneiden, diese in eine geölte Form legen, mit Kurkuma, Ras-el Hanut, gemörserten Fenchel und Chili bestreut
für insgesamt ca. 40 Minuten bei 180° in den Ofen, die ersten 30 davon abgedeckt mit z.B. feuchtem Backpapier.20140509_193830

Scharlotte würfeln, Knoblauch hacken und salzen, danach den Spinat putzen, Stiele ablösen, waschen und nicht zu klein hacken (ich habe halbe Blätter gemacht). Dann Oregano, Zwiebeln und 3/4 des Knoblauchs in 1 EL Olivenöl im großen Topf schwenken, nach ca. 1 Minute den Spinat dazu geben und ca. die Hälfte der Zitronenschale dazu reiben. Solange dünsten, bis das Wasser aus dem Spinat verdunstet ist und der Spinat durch ist, aber noch einen Rest biss hat. Dann 1 EL Butter dazu geben und vom Herd nehmen.

Zitrone schälen und das Innere beiseite stellen.

Sobald der Kürbis gar ist, Pasta, Kürbis, Pasta, dann Spinat & Ricotta und wieder Pasta in der Auflaufform aufschichten, oben drauf den 2. EL Butter verteilen sowie die beiden Hälften des Zitroneninneren. Das hält die Lasagne frisch und feucht.
Ab in den Ofen (160°) für ca. 20 Minuten, latente Oberhitze macht ne‘ schöne Farbe, Zitronen nach dem Backen wegwerfen.

Die 5 EL Butter in einem kleinen Topf klären, dazu etwas Knoblauch geben und beiseite Stellen.

Jetzt die Lammfilets in je 4 Stücke schneiden und abwechselnd mit den Aprikosen auf Rosmarinspieße stecken. Die brauchen auf dem vorgeheizten Grill (nicht zu heiß!!) ca. 3-4 Minuten pro Seite.

Zusammen anrichten, pro Person ein Spieß, oben auf die Lasagne etwas von der geklärten Knoblauchbutter.

Lecker.

Wein:

Dazu? Wegen der vielen Zitrone und wegen dem Frühling favorisiere ich auch hier einen Rose. Ich hatte einen leckeren, fruchtigen von der Loire, Provence tut es auch.
Zuletzt habe ich auf „Le Vin Rouge“ einen Cave du Luberon Rose bestellt. aber dazu mehr in einem anderen Blog.