Ziege diesmal mit Rübe: Carpacchio von der gelben Beete mit Ziegen-Walnuß und Wildkräutersalat

Erst Kraut, dann Rüben und niemals zusammen. An der unumstößlichen Tatsache das jetzt Herbst ist, kann alleine das bei mir mit sommerlicher Frische behaftete Wort Carpacchio nichts mehr ändern. Die Alternative zu Carpacchio wäre übrigens Extremdünnaufgeschnittenes – klingt zwar auch nicht direkt nach Herbst, aber auch nicht wirklich aussprechbar. Wir bleiben beim italienischen Wort, selbst wenn es dieselbe Bedeutung haben sollte. Die gelbe Beete gibt es bei uns im Biomarkt, ich finde sie schmeckt feiner und weniger erdig, wie eine Rote. Und auch die Finger sind nach der Bearbeitung nicht rot, und übrigens auch nicht gelb – die gelbe Beete färbt einfach nicht so brutal wie Ihre rote Verwandte. Von der Ziegen-Walnuss-Creme war einfach von der herbstlichen Walnussziege noch was übrig.

Kochspielzeug:

  • ein kleiner Topf
  • Messer & Brett
  • eine flache Schale mit ebenem Boden
  • ein Schraubverschlussglas
  • Salatschleuder
  • 2 Teelöffel
  • 2 Teller zum anrichten

Kochzeug (für 2):

  • 1 gelbe mittelgroße Beete
  • 2 Zweige Thymian
  • 3-4 EL Walnuss-Essig
  • 2 handvoll Wildkräutersalat
  • 3-4 getrocknete Tomaten, ein paar Stunden in Wasser eingelegt.
  • 2-3 Eßlöffel (Rest einer) Ziegenkäse-Walnuss-Creme, wie das geht, steht hier
  • Saft von 1/2 Orange
  • 2 TL Banyuls-Essig
  • 2 EL sehr gutes Olivenöl
  • 1/2 TL Thymianhonig
  • 1/2 TL grobkörniger Dijon-Senf
  • Fleur de Sel

Die Beete as is in den Topf geben, zu 3/4 mit Wasser bedecken und für ca. 35 Minuten weich kochen. Anschließend in kaltem Wasser abschrecken und einige Minuten abkühlen lassen. Jetzt lässt sich die Schale sehr gut mit den Händen abziehen. Die Rübe anschließend quer oder längs in feine Scheiben von 1-2mm Stärke aufschneiden. Die Scheiben schichten wir in der flachen Schale auf, jede Schicht sollte einige Thymian-Blättchen abbekommen. Am Ende den Walnussessig drüber geben und die Scheiben für mindestens 30 Minuten marinieren, dabei mindestens einmal komplett umdrehen, so das alle Scheiben mal schön im Essig baden.

Den Wildkräutersalat waschen und trocken schleudern und auf den 2 Tellern anrichten. Aus Orangensaft, Öl, Banyuls-Essig, Senf, Honig im Glas eine Vinaigrette aufschlagen und vorsichtig mit Fleur de Sel abschmecken.

Auf jedem Teller 5-7 Scheiben der jetzt gut abgetropften gelben Beete halbkreisförmig anrichten, als Farbtupfer dürfen die Thymian-Blättchen ruhig mitkommen (s. Bild rechts).

Aus dem Ziegen-Walnussmousse mit den beiden Teelöffeln je drei Nüsschen stechen (dazu die Masse auf den einen Teelöffel nehmen und mit dem anderen oben rund formen) und neben dem Salat auf dem Teller anrichten. Die getrockneten Tomaten klein schneiden, über den Salat verteilen und anschließend die Vinaigrette oben drüber geben. Dazu passt perfekt ein Muscat Sec aus der Lage Cote Catalanes, meiner kam von den bereits in früheren Beiträgen zitierten Vignerons des Alberes.

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süß-bitterer Übergang: Ziegenfrischkäse in Basilikum-Öl mit Erdbeer-Bohnen-Spargel-Salat auf Radicchio

Da isser endlich. Der Sommer. Mit sonne, Hitze, Schweiß und … ja und ich weiß nicht wie es euch geht, aber gerade jetzt wo es so heiß ist, schreit alles in mir nach Frische, Salat und kühlen Speisen. Dazu bin ich ja schon auch so ein kleiner saisonal-regional-Essen-Junkie und es nun mal Erdbeer- und Spargelzeit! Und dann erinnerte ich mich an das erste Rezept, das ich von meiner Tante übernommen habe, wo man den Ziegenfrischkäse mit Rosmarin in Olivenöl einlegt und das Ganze zu grünem Spargel isst. Warum nicht all diese geilen Zutaten wie Spargel, Ziegenkäse, Basilikum, Erdbeeren und Balsamico mit der leichten Bitterheit des Radicchio paaren? Ein Übergang von süß zu bitter, Gegensätze, die sich unweigerlich anziehen. Es ist ein gelungenes Experiment. Und blogtechnisch betrachtet könnte ich einfach schreiben: Schon wieder Spargel, grün.

 

 

 

 

Bis zum Servieren brauchen wir:

  • eine kleine Schale
  • ein Spargelschäler
  • ein kleiner Töpfe
  • Messer & Brett
  • pro Portion ein tiefer Teller

Bis zum Servieren verarbeiten wir (pro Portion):

  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 6-8 grüne Brechbohnen
  • 5-7 Erdbeeren
  • 1/4 Kopf Radicchio (mittelgroß)
  • 1-2 Kirschtomaten
  • 2 Ziegenfrischkäse
  • 5-7 Basilikumblätter
  • sehr gutes, mildes Olivenöl Olivenöl zum Einlegen und später für den Salat
  • 2-3 EL sehr guten Balsamico-Essig
  • 1 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Das machen wir am besten einige Stunden vorher: Den Ziegenfrischkäse in Olivenöl mit dem gehackten Basilikum einlegen und kalt stellen.

Ab jetzt brauchen wir noch etwas 20 Minuten, denn das Gesamtkunstwerk sollte ganz frisch auf den Tisch: Spargel waschen, unten abschneiden und nach Bedarf schälen. Bohnen auch waschen und Enden abschneiden. Da Spargel und grüne Bohnen in etwa gleich lang brauchen um bißfest gar zu werden, habe ich sie zusammen gekocht. Dazu alles in den kleinen Topf geben, zu 2/3 mit leicht gesalzenem Wasser bedecken und zusammen etwa 5-6 Minuten kochen, dann Wasser abschütten und Topf mit kaltem Wasser auffüllen, so das der Garvorgang abgebrochen wird.

Den Radicchio in feine Streifen schneiden und unten in den Servier-Teller als kleinen Berg aufschichten. Das ist sozusagen unsere Salatbasis, die dient als leicht bitterer Geschmacksgegenpol in Lauerstellung ;-).

Nun die Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln, auf dem Radicchio verteilen und leicht pfeffern. Spargel und grüne Bohnen oben darauf drappieren. Das ganze mit Balsamico-Essig und Zitronensaft beträufeln und leicht salzen. Am Ende je Portion 2 Ziegenfrischkäse mit reichlich Öl und Basilikum auf den Salathaufen legen, mit Kirschtomaten garnieren und sofort mit frischem Weißbrot servieren.

Wein? Ich finde, es passt jedder trockene (französische) Rosé, ich hatte einen Cuvée de la Salette aus der AOC Coullioure, ein Urlaubsmitbringsel (das man aber auch in Deutschland bestellen kann), den man auch zu Rotkohl-Salat geniessen kann.

bevor er sich Schlafen legt: grüner Spargel auf Ziegenkäse im Bresaola-Schlafsack

Bald, also in knapp 3 Wochen ist Johannistag und obwohl selbst ich vor der offiziellen Spargel-Saison schon nicht-europäischen grünen Spargel gewildert habe. Aber hierzulande weiß ja jedes Kind, das sich der Spargel an jenem Tag schlafen legt, obwohl der Johannistag eigentlich sozusagen ja die Gebutstagsparty von Johannes dem Täufer ist. Also, bald ist Schluss mit dem Hype: Der übrig gebliebene Spargelwein wird zu Essig verarbeitet und alle Schweine schicken ein Gebet zum Himmel, weil ihre Pobacken ab dann für den Rest des Jahres nicht mehr zu billigstem Preßschinken verarbeitet werden (müssen).

 

 

 

 

Eigentlich präsentiere ich hier eine Perfektion des klassischen Spargelröllchens, das auf keinem Buffet aus den 80-ern fehlen durfte. Wir ersetzen den Dosenspargel mit Frischem, schlechten gegen guten Schinken und Mayonnaise durch Ziegenfrischkäse. Fazit: Geht doch!

Für den Bettenbau brauchen wir das:

  • eine Pfanne
  • eine Schale
  • einen Eßlöffel
  • Messer & Brett

Für’s Bett (samt Inhalt)selber dies:

  • 12 Stangen grüner Spargel

    den Knoblauch nehmen wir mit!

  • 4 große Scheiben Bresaola (oder Bündner-Fleisch)
  • 2 kleine Ziegenfrischkäse, je 50g
  • 2 EL Pinienkerne
  • 2 EL grob gehobelter Parmesan
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 schöne San Marzano Tomate
  • 1/2 handvoll Basilikum Blätter
  • Olivenöl zum Braten
  • gutes, mildes & fruchtiges Olivenöl
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • Fleur de Sel e Pepe

Bresaola at it’s best

Zunächst die Pinienkerne in der Pfanne rösten, herausnehmen und beiseite legen. Den Spargel waschen und quer halbieren, wir verwenden hier nur die vorderen Hälften mit den Spitzen, den Rest dann anderweitig verarbeiten. Den Knoblauch schälen und grob hacken und dann mit 3-4 EL Olivenöl in die Pfanne geben. Den Spargel (also unsere vorderen Hälften) dazu geben und für etwa 12 Minuten bei mittlerer Hitze braten, Pfanne vom Herd nehmen und den Spargel erkalten lassen.

Währenddessen die Tomate wirklich fein würfeln, den Basilikum fein hacken und alles mit einigen Spritzern Zitronensaft in der Schale vermengen. Die Tomatenwürfel bilden gewissermaßen später die Schlafunterlage.

Nun geht’s zum Schlafsackbau. Dazu eine Scheibe Bresaola flach auf das Brett legen, mit dem Messer je 1/2 Ziegenkäse auf 2/3 der Fläche verstreichen, je drei Stangen Spargel auflegen, mit ein paar Pinienkernen bestreuen und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen, dann das Ganze fest einrollen.

Zum Anrichten je 1-2 Löffel der Tomatenwürfel auf einen Teller geben, 2 Schlafsäckchen anlegen, mit Pinienkernen und gehobeltem Parmesan bestreuen und obendrauf etwas Fleur de Sel streuen und etwas von dem milden Olivenöl träufeln.

Ein Traum vor dem Tiefschlaf!

Volle Kanne Loni: Gefülllt mit Ragù alla Bolognese, Ziegenspinat und „Mutti“

Warum sich manche Leute erst zu Weihnachten ein Festmahl gönnen habe ich ja noch nie verstanden. Ich finde, man kann auch ohne weihnachtliche Ausreden fürstlich Speisen. Ist gar nicht verboten und schmeckt auch vor Weihnachten genial gut: Canneloni abwechselnd gefüllt mit Ragù alla Bolognese und einer Mischung aus frischem Spinat und Ziegenfrischkäse.

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Aber opjepass! Die Küchenengel müssen hinterher folgendes spülen:

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne samt Pfannenwender
  • zwei kleine und einen großen Topf
  • einen Teller
  • ein Küchensieb
  • eine Parmesan- oder Käsereibe
  • ein kleiner Löffel
  • unsere Hände
  • Messer & Brett

Der Vorweihnachtsmann sollte dieses einkaufen:tmp_20415-dsc_0614204022790

  • 14 Rollen Canneloni
  • etwas Olivenöl
  • 125 g Mozarella
  • 50g Parmesan
  • 50g Semmelbrösel

Für die Spinat-Loni-Füllung:

  • 250 g Ziegenfrischkäse
  • 1 Bund frischer Spinat (ca. 500g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20g Butter
  • Pepe e Sale

TODO: Spinat waschen, Stengel abschneiden, grob hacken. Dann in den großen Topf die Butter erhitzen. Den Knoblauch in feine Würfel schneiden zur Butter geben, Spinat dazu geben und alles kurz blanchieren. Sobald der Spinat zusammen gefallen ist, Topf vom Herd nehmen & abkühlen lassen. Dann den Spinat mit dem Ziegenfrischkäse vermengen, gut pfeffern und salzen und erstmal beiseite stellen.

Für das Ragù alla Bo-Loni-Füllung (oder so):tmp_20415-dsc_0618-1840110460

  • 250g Bio Rinderhack
  • 200ml „Mutti“ Pomodori Passata
  • 1 Glas Rot- oder Weißwein
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 8-10 Stengel Petersilie
  • ca. 1 TL Oregano
  • 1/2 TL frisch zerstossene Fenchelsaat
  • 1 Tl Zucker
  • 5-6 El Olivenöl + 2 EL Olivenöl

TODO: Das Gemüse gründlich waschen, dann Möhre, Knoblauch und Zwiebel schälen, Sellerie putzen, dabei ruhig großzügig was wegschneiden. Blätter von der Petersilie zupfen und alle Stängel in Stücke schneiden. Das Gemüse in feine Stücke schneiden. Alle Schalen und Abschnitte sowie Petersilien-Stängel im kleinen Topf in 2 EL Olivenöl einige Minuten anbraten und dann mit ca. 700ml Wasser ablöschen, Deckel drauf und alles etwa eine halbe Stunde zu einer Brühe kochen.

tmp_20415-dsc_061325532879Die Pfanne aufstellen und das Fleisch darin in 2-3 EL Olivenöl kräftig anbraten. Dabei ist es wichtig, das man das Hackfleisch wirklich erst dann rührt, wenn man denkt, das das Fleisch verbrennt. Aber dann: Fleisch umrühren und erneut länger anbraten. Erst dann mehr rühren, wenn es eine schöne braune Färbung hat. Mit dem Pfannenwender dickere Klumpen zerstoßen, so das das Fleisch schön feinkörnig ist. Nun das Fleisch aus der Pfanne auf den Teller geben.  Nun das restliche Öl in die Pfanne und das Gemüse bei mittlerer Hitze einige Minuten anschwitzen. Dann die passierten Tomaten in 2 – 3 Portionen dazu geben und dabei immer kräftig rühren („tomatisieren“). Mit dem Wein ablöschen.

Nun das Fleisch, die durch das Sieb gefilterte Brühe und etwa einen Teelöffel Zucker dazu geben, das Ragù mit Pfeffer, Oregano und Fenchelsamen würzen und ohne Deckel etwa 2 Stunden bei kleiner Hitze einköcheln.

Wenn das Ragù eine sämige Konsistenz hat, können wir loslegen mit der

 

Becher Mel Sauce:tmp_20415-dsc_06201245446326

  • 80g Butter
  • ca. 0.4 l Milch
  • 1 EL Mehl
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • Salz

TODO: Dazu Butter im zweiten kleinen Topf erhitzen, das Mehl durch das Sieb darüber stäuben und dabei kräftig rühren. Die Milch dazu geben und weiter rühren. Sobald die Sauce anzieht mit Salz, Muskat und Zitronensaft abschmecken und vom Herd nehmen.

tmp_20415-dsc_0621-281175103Zusammenbau:

TODO: Nun die Auflaufform mit Olivenöl einölen. Die Hälfte der Kannen-Lonis mit Ziegenkäse-Spinat füllen, die andere Hälfte mit Ragù, abwechselnd in die Auflaufform legen (man versucht das Füllen zunächst – ganz Mitteleuropäer – mit dem Löffel, aber ohne Hände hast du keine Chance!). Das restliche Ragù oben drüber verteilen und alles mit einer Decke von geriebenem Parmesan beflocken. Darauf dann die Bechamel-Sauce verteilen und glatt streichen. Mozzarella mit den Fingern zerpflücken und darüber verteilen, ganz oben drauf die Semmelbrösel verteilen. Nun die Auflaufform bei etwa 160° in den Ofen geben und warten, bis sich eine schöne, braune Kruste gebildet hat (dauert ca. 25-30 Minuten). Es bleibt die finale Frage – was trinken wir dazu? :: Rot, z.B. italienisch + rot, bei uns gab es allerdings einen kalifornischen Shiraz. Der passte nicht so gut, daher gehe ich hier auch nicht näher drauf ein 😉

Süßkartoffel-Feigen Salat mit Ziegenfrischkäse

Endlich! Endlich habe ich etwas Zeit, die Taten des vergangenen langen Wochenendes aufzuschreiben. Dazu gehört auch dieses. Serviert habe ich es als Beilage zu gegrillten, vorher in Wein, Thymian und Knoblauch marinierten „Abitur-Schaf“-Koteletts, denn Lamm (=Kinder), darf man ja nicht essen! Der Süßkartoffel-Feigen-Salat war also Beilage, der würde aber auch jedes (Grill-)Buffet zieren oder als Vorspeise durchgehen.

Eine perfekte sommerliche Beilage - und die geht auch als Vorspeise durch

Eine perfekte sommerliche Beilage – und die geht auch als Vorspeise durch

Und das braucht man:

  • eine Servierschale
  • einen Löffel
  • Messer&Brett
  • eine Pfanne
  • einen kleinen Topf
  • den Ofen samt Backblech

Und diese Zutaten (als Beilage für 4):

dat selbe nochens gekippt ;-)

dat selbe nochens gekippt 😉

  • 1 große oder 2 mittlere Süßkaroffeln (ca. 600g)
  • 4 frische, reife Feigen
  • eine halbe Aubergine
  • eine Frühlingszwiebel
  • eine Scharlotte
  • 3 kleine runde Ziegenfrischkäse
  • eine halbe Schillischote
  • etwas gehackte Petersilie
  • 2 EL Zitronensaft
  • Olivenöl zum Braten und 4 EL sehr gutes für die Sauce
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 EL Creme de Balsamico
  • 2 EL Granatapfelsirup (den gibt’s in jedem türkischen Supermarkt)
  • Pepe e Sale

Salat. Die Kartoffeln waschen und in nicht zu kleine Schnitze schneiden (kleine Kartoffeln z.B. achteln), auf ein Backblech legen und im Ofen ca. 25 Minuten bei 180° Umluft garen. Die Auberginen in Scheiben schneiden, mit Salz entwässern und anschließend in der Pfanne (oder auf dem Gasgrill) in Olivenöl braten.

Creme de Balsamico, Weißweinessig und Granatapfelsirup und bei Bedarf. etwas Wasser kurz im Topf erhitzen und zu einem noch fast flüssigen Jus einkochen, dann erkalten lassen (Achtung! Beim Erkalten wird es nochmal dickflüssiger).

Frühlingszwiebel, Scharlotte, Schillischote putzen und jeweils in feine Scheiben schneiden und mit dem Zitronensaft vermengen, die Feigen vierteln. Sobald die Süßkartoffeln gar sind (reinpieksen), diese in die Servierschale legen, die Feigen und Auberginen darüber verteilen und Scharlotte, Frühlingszwiebeln und Schilli darauf geben. Anschließend die Ziegenfrischkäse mit der Hand zerpflücken und obenauf legen, mit etwas Petersilie bestreuen (wegen dem Auge). Am Ende noch den Balsamico-Granatapfel-Jus mit einem Löffel auf den Salat träufeln.

Beim servieren waren Süßkartoffeln und Auberginen noch lauwarm.

Wein. Es gab dazu einen Chateau Calissane „Clos Victoire 2007„, den ich selber vor einigen Jahren aus der Provence importiert hatte. Ein wuchtiger Südfranzose aus dem AOP „Couteaux d’Aix en Provence„, das direkt am Etang de Berre liegt, gekeltert aus der provence-typischen Syrah und Cabernet-Sauvignon. Die trockene Frucht harmonierte hat sehr gut mit der wuchtigen Süße der Süßkartoffel harmoniert und passte mit seiner Stärke natürlich auch wunderbar zu den gegrillten Lamm-Koteletts. Leider ist dieser Wein mit (damals) knapp 15 Euro kein alltägliches Vergnügen ;-).

Orangen-Ruccola mit Ziegenfrischkäse und Pata Negra

Die Vorspeise ist Beginn und Eintritt in ein Erlebnis, das niemals ganz gleich ist: Das Kochen!

Das Kochen fängt bei mir meistens mit der Überlegung über die Vorspeise an. Lecker soll sie sein, nicht zu viel und optisch soll sie natürlich auch was hermachen, unsere Vorspeise. So beeinflusst sie natürlich auch maßgeblich das Hauptgericht, denn wer möchte schon Frucht, Ziegenfrischkäse und leichten Salat zur Vorspeise, wenn es als Hauptgang Rouladen mit Rotkohl gibt …? Na also.

Und wenn sich die Vorspeise aus den Zutaten quasi selber zusammenbaut, super schmeckt und auch noch gut aussieht hat man auch mehr Zeit für den Hauptgang und eventuell auch für eine Nachspeise… also zum Beispiel so etwas:

unsere kleine leichte Vorspeise, die auf ein frisches Essen einstimmt

unsere kleine leichte Vorspeise, die auf ein frisches Essen einstimmt

Wir brauchen ein paar Minuten und das an Utensilien:

  • Messer
  • Brett
  • ein Schraub-Glas zum Mischen der Vinaigrette
  • ein Löffel
  • zwei Teller zum Anrichten

Und an Zutaten als Einstimmung auf den Hauptgang (für zwei):

Einfach schön!

Einfach schön!

  • zwei runde Ziegenfrischkäse
  • 6 Scheiben Pata Negra (oder anderer sehr guter luftgetrockneter Schinken)
  • eine (Blut-)Orange oder andere Frucht zu der Ihr passenden Essig habt
  • zwei Handvoll Ruccola Salat
  • 3 EL Orangen-Essig
  • 3 EL Walnußöl
  • 1 TL Dijon Senf (gibt es anderen??)
  • 1 TL Honig
  • Pfeffer

Aus Essig, Öl, Senf und Honig im Glas eine Vinaigrette aufschütteln (dabei fällt mir auf, das meine Vinaigrette’s immer sehr ähnlich sind, ich variiere meistens nur die Essig- und Öl-Art), leicht pfeffern und beiseite stellen. Ruccola waschen und jeweils die Hälfte in der Mitte der Teller zu einem Häufchen aufschichten. Orange schälen (ich nehme das Messer) und in Sechstel schneiden, eventuell weißes Innenleben wegschneiden. Jeweils drei Sechstel an den Ruccola anlegen, den Pata Negra zu je drei Häufchen zwischen die Orangen-Sechstel legen. Nun die Vinaigrette mit einem Löffel über die Salate verteilen und den Ziegenfrischkäse obenauf legen.

Ich überlege gerade, das man den Ziegenkäse auch in Sesam panieren könnte :-).

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(l)Text und Rezept unter der Open Database License (ODbL).

Mispeln (was’n das?) im Salat mit grünem Spargel, Tomate und Kräutern

Mittagspause gestern, Sonne satt. Also ein kleiner Spaziergang und warum dann nicht gleich für das Abendessen vorsorgen? Ein Bund grüner Spargel war immer noch übrig vom Wochenende, also wieder Spargel und natürlich diesmal anders als zuvor. Über den Weg lief mir der Bonner Bioladen „Momo“, der eine wirklich gute und auch kreative Gemüseabteilung hat.

Seltsame gelblich-orange Früchte gucken mich an, ‚Mispeln? Das habe ich schon mal gehört, aber was macht man damit?‘ frage ich mich. Probieren ist das Motto und farblich würden Sie auf jeden Fall zum grünen Spargel passen, also her damit.

Herausgekommen ist ein fruchtiger, bunter Frühlingssalat, den man jetzt machen muss, denn Spargel und Mispeln gibt es jetzt. Nur leider muss man derzeit noch schmackhafte Tomaten suchen…

herrlicher Frühlingssalat

herrlicher Frühlingssalat

An Utensilien gebraucht habe ich:

  • eine Salatschüssel
  • Messer & Brett

    bunt und knackig

    bunt und knackig

  • ein Schraubverschlussglas mit Deckel zum Anrühren der Salatsauce
  • zwei Löffel als Salatbesteck
  • einen Topf (ideal wäre ein Spargel-Kochtopf)
  • eine Zestenreisser

An Zutaten (ordentliche Portion für 2 oder Vorspeise für 4):

  • 400g grüner Spargel
  • 4-5 kleine Runde Ziegenfrischkäse (Feta tut’s auch)
  • 4 Mispeln
  • 2 schmackhafte Tomaten
  • ca. ein Drittel eines Radicchio
  • eine handvoll gehackter Petersilie
  • ca. 10 Blätter Basilikum
  • eine halbe Zitrone
  • 4 EL Orangenessig
  • 5 EL gutes, mildes Olivenöl
  • 1 TL Dijon Senf

    jetzt mit Käse

    … und jetzt mit Käse

  • 1 TL Honig
  • eine Prise Zucker
  • Pepe e Sale

So wird’s gemacht: Von der halben Zitrone zunächst Zesten von der Schale reißen. Spargel wie gehabt putzen und parat machen. In den Topf stellen oder legen, für den Fall „hinlegen“ knapp mit Wasser bedecken (stehend nur die Füße bedecken), die halbe Zitrone und Zucker dazugeben und Spargel für ca. 5-6 Minuten kochen. Dann herausnehmen und mit eiskalten Wasser abschrecken und schräg in 3-5 cm lange Stücke schneiden.

Tomaten waschen und achteln. Mispeln halbieren, Kerne und die selbige umgebende Haut auslösen. Das Fruchtfleisch in Streifen schneiden. Den Radicchio und die Basilikum-Blätter in feine Streifen schneiden und alle Zutaten samt Petersilie und Zitronen-Zesten in der Salatschüssel aufschichten.

Den kleinen Ziegenkäse in Viertel schneiden und darüber verteilen.

Im Schraubverschlussglas Orangenessig, Olivenöl, Honig und Senf mischen, pfeffern und salzen und zu einer schönen sämigen Vinaigrette aufschütteln. Vinaigrette über dem Salat verteilen und ab dafür! Wunderbar schmeckt die fruchtige Note aus Mispel, Orangenessig und Zironenzesten mit dem Spargel und dem Ziegenkäse.

 

(l)Text und Rezept unter der Open Database License (ODbL).