kein blöder Gag: Zucchini-Tarte mit Bleu de Gex, Kräutern und Hackfleisch

Wenn man mal eine Statistik über meine Rezeptesammlung hier laufen lassen würde, könte man zu dem Schluß kommen, das ich gerne Tartes und Quiches mache (und esse). Und das Stimmt.

Dieses Rezept entstand in meinem Kopf aufgrund eines Titel-Bildes von irgendeiner dieser Essens-Hausmenschen-Zeitungen, die immer an den Supermarkt-Kassen hängen und auf die man unweigerlich blickt, während sich die Schlange vor einem endlos langsam gen Kassierer/in schiebt und man sich noch wundert, warum immer die Leute von hinten schamlos an einem vorbei strömen, wenn nebenan eine neue Kasse geöffnet wird. Im Grunde ist das doch dasselbe vordrängeln, aber das ist eine andere Geschichte, die sich nicht zu erzählen lohnt.
Bei dem abgebildeten Rezept ging es um Zucchini, von mir kam nun aber der Bleu und das Hackfleisch dazu, denn die beiden bringen dann doch erst den Kick hinein. Und Überhaupt: Bleu de Gex, sprecht es mal laut aus, das wird in etwa so klingen: [blö-de-gecks]. Allerdings spricht auch der Franzose aus dem französischem Jura, denn da kommt dieser geile Käse her, das G wie ein weiches sch, was die Sache wieder nur halb so lustig macht: [blö-de-scheggs]…

 

 

 

 

Nous bousillons:

  • eine Teigschüssel, eine hohe Schüssel und eine 2. größere Schüssel
  • einen Schneebesen
  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • unseren Gasgrill (oder eine 2. große Pfanne)
  • einen Pfannenwender und eine Grillzange
  • Messer & Brett

Nous épuisons:

  • Teig:
    • 150g Mehl
    • 80g Butter und etwas für die Form
    • 1 Ei
    • 1 TL Salz
  • Hackfleischfüllung:
    • 200g möglichst fein gehacktes Bio-Rinder-Hack
    • 2-3 EL Olivenöl
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 kleine rote Zwiebel
    • 1 Handvoll gehackte glatte Petersilie
    • 1/2 Handvoll fein gehackten Dill
    • Pepe e Sale
  • Zucchini:
    • 2-3 Zucchini
    • 4-5 EL Olivenöl
    • 1 Knoblauchzehe
  • Füllung:
    • 100g Creme Fraiche
    • 2 Eier
    • Pepe e Sale

Wir machen zuerst den Teig. Mehl, Butter, Ei und Salz in einer Schüssel vermengen und mit den Händen zu einer glatten Teigkugel formen, je nach Konsistenz hilft etwas Wasser oder etwas mehr Mehl. Teig ca. 1h in kühler Umgebung ruhen lassen.

Wir wenden uns solange den Zucchini zu. Die schneiden wir längs in ca 2-4 mm dicke Scheiben und geben Sie in die 2. Schüssel. Knoplauchzehe fein hacken und zusammen mit 4-5 EL Olivenöl in der Schüssel vermengen. Scheiben auf dem Grill (alternativ Pfanne) pro Seite ca 5-6 Minuten grillen und abkühlen lassen.

Für die Hackfleischfüllung in der Pfanne 2-3 EL Olivenöl erhitzen und Hackfleisch darin anbraten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und sobald das Hackfleisch dunkelbraun wird dazu geben und einige Minuten mitbraten. Am Ende die Kräuter dazu geben und abkühlen lassen.

Für die Füllung Eier und Creme Fraiche in der hohen Schüssel mit dem Schneebesen vermengen und mit Pfeffer und Fleur de Sel abschmecken.

So. Alles soweit vorbereitet, jetzt kommt der finale Zusammenbau. Dafür die Form mit etwas Butter einfetten und den Teig mit der Hand gleichmäßig verteilen, so das ein 2-3 m hoher Rand entsteht. Die Zucchini-Scheiben nun ringförmig in der Form verteilen, so das von außen nach innen immer kleinere Kreise entstehen. Dabei darauf achten, das die Scheiben möglichst senkrecht stehen. In diese Zwischenräume füllen wir dann etwa 3/4 der Hackfleischmasse. Anschliessend verteilen wir die Ei-Creme Fraiche Füllung darüber und darauf dann den Rest der Hackfleischfüllung. Am Ende kommt ganz oben drauf der in Würfel oder Scheiben geschnittene Bleu de Gex. Die Tarte kommt dann für ca. 35 Minuten bei 180°  in den Ofen .

Wein? Ein knackiger-mineralischer Riesling gibt den richtigen Kick, ein frischer grüner Salat ist die perfekte Beilage. Und Sonne von oben und die Welt ist in Ordnung…

 

 

Die Straße gehört uns (allen) – holen wir sie uns zurück! Mit dabei: das Sonnenfrühstück

Obwohl nicht Mitglied im ADFC, aber mich hat das kürzlich herausgegebene Motto die Straße zurück erobern tatsächlich zum Nachdenken gebracht. Denken wir mal darüber nach, wieviel Raum in unserer Umgebung (ich wohne in der Stadt), tatsächlich von Straßen eingenommen werden, stellt man sich wirklich ernsthaft die Frage, ob wir diesen ganzen Raum wirklich komplett den Autos (und Motorrädern) überlassen wollen?
Okay, vermutlich kennen wir fast alle solche Straßenfeste, wo einmal im Jahr dann eine Seitenstraße abgesperrt wird, aber das war es dann auch meist. Damit einher geht das Thema, wieviel wir eigentlich mit unseren Mitmenschen kommunizieren, falls man diesen denn überhaupt mal begegnet….? Aber ich kann alle beruhigen, die Lösung gibt’s bei OBI, bei Bauhaus oder etwas neutraler, im Baumarkt eures Vertrauens.

Wir wohnen wirklich schön in unserem beschaulichen ehemaligen Bundesdorf Bonn. Ich schätze es zudem, das wir keinen Platz mit sowas Unnötigem wie einem Vorgarten verschwenden (am Ende müsste man da ja auch noch Beet- oder Rasenpflege betreiben). Aber es gibt dennoch ein Problem bei einem Haus, das recht deutlich vorne nach nordost und gartenseitig nach südwest ausgerichtet ist: Die Morgensonne – die gibt es auf unserer Terrasse nämlich nicht und damit fällt dann das Draußen-Frühstück in der Sonne regelmäßig aus, denn die Sonne scheint nur vorne. Abhilfe könnte da tatsächlich der Vorgarten schaffen, aber den gibt es ja wie gesagt nunmal nicht. Kombiniert man aber jetzt das Motto Straße zurück erobern  mit mehr Kommunikation mit den Mitmenschen pflegen und mit dem (nicht-existenten) Vorgarten, dann wird langsam ein Schuh draus. Was fehlt ist das Grün, aber das gibt es als Rasenteppich zum Glück in jedem Baumarkt.

Also, 4×2 m davon in einfacher Qualität kosten übersichtliche ~15 Euronen. Dann noch das Auto weggeparkt, Teppich ausgerollt, Tischchen drauf und schon steht der Raum für das Wochenend-Sonnenfrühstück. Die neugierigen Nachbarn kommen dann von ganz alleine…. 😉

GeNuss: Walnuss-Gorgonzola-Flammkuchen und Salat mit genüsslichem Dressing

Eigentlich passt die Nuss ja mehr in den Herbst, aber da man im Herbst gerne soviele davon sammelt, das die einen ganzen Winter halten, gab es noch welche. Dazu habe ich letztes Jahr aus Dijon Walnuss-Dijon-Senf von einer kleinen, lokalen Senfmühle mitgebracht. Der fand zunächst bei mir keine Beachtung, bis der reguläre Senf leer war und ich den Walnusssenf im Keller wiederentdeckt habe. Und jetzt gibt es schon Sorge, der könnte irgendwann leer sein, denn damit lassen sich genussreich Saucen mit sehr hohem Nussfaktor kreieren. Aber genuss, äh genug, hier das Rezept.

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Für die Hände:

  • eine Salatschüssel
  • ein kleiner Topf
  • ein Schraubverschlußglas
  • einen Löffel
  • eine Rührschüssel und Küchenhandtuch zum Abdecken
  • ein Backblech samt Backpapier
  • Nussknacker
  • Messer & Brett

Für den Magen:tmp_10364-dsc_2085-2007477568

  • Salat:
    • eine handvoll grüne Bohnen
    • 1/4 Kopf vom Endivien
    • 5 EL Sahne
    • 1/2 TL Honig
    • 1 TL Walnsuss-Senf
    • 1 EL Walnuss–Essig
    • 2 EL Wal- oder Haselnussöl
    • Pepe e Sale
  • Flammkuchen:tmp_10364-dsc_2092-2107846127
    • 250g Pizzamehl
    • 1/2 Würfel Hefe
    • 1 TL Salz
    • 2 EL Olivenöl
    • H2O
    • 150g Creme Fraiche
    • 1 EL Walnuss-Senf
    • 15 Walnüsse
    • 150g Gorgonzola

und so hab ich’s gemacht:

Flammkuchen:
Aus Mehl, H2O, Olivenöl, Hefe und Salz einen schönen Hefeteig anrühren und abgedeckt zur Seite stellen. Nüsse knacken und Inhalt grob hacken, Ofen auf 220° Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun den Teig dünn auf dem Backpapier ausrollen, Creme Fraiche mit dem Senf vermischen und mit dem Löffel auf dem Teig verteilen. Die Nüsse und den gewürfelten Gorgonzola ebenfalls darauf verteilen und ab in den Ofen damit, das Ganze für ca. 12 Minuten, man sieht es am braun werdenden Rand.

Salat:
Salat waschen und in Streifen schneiden. Von den Bohnen die Enden abschneiden und ca. 10 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen, dann kalt abschrecken, damit die Farbe bleibt. Im Schraubverschlußglas machen wir nun die leckerste Salatsauce der Welt: Sahne, Honig, Walnuss-Senf, Haselnussöl, Walnuss-Essig mit etwas Pfeffer und Salz gut vermischen. Den Salat mit den Bohnen in der Salatschüssel vermengen und die Sauce oben drüber verteilen.

Wein

Den Rosé d’une Nuit hatte ich im vorletzten Rezept schon vorgstellt. Der geht auch hier wunderbar!

 

 

Neues vom Klassiker & gegen alle guten Vorsätze: Kalorien-Atombombe Tartiflette.

Kalorien en Masse: Tartiflette. Aber schmeckt ja trotzdem. Und da schlummert ja seit Wochen noch dieser Reblochon im Kühlschrank vor sich hin. Bisher zum Glück noch undercover und ohne Gerüche in Kühlschrank und bei jedem Öffnen auch der Küche zu verbreiten. Und außerdem passt die Tartiflette, ein savoyisches Traditionsgericht, perfekt zu den zwei schönen Entrecotes, die ich dem Eisschrank zum Wochenende entrissen habe. Also, alle guten Abnehmvorsätze des Neuen Jahres wurden zumindest temporär beiseite gewischt und Käse, Butter, Speck samt Kartoffeln wurden zu einer genialen Beilage komponiert. Das die kleine Menge vermutlich mehr in Fetten gebundene Kalorien hat, als das gesamte nordkoreanische Atomwaffenprogramm muß man ja nicht zu laut betonen… (aber mit Sicherheit weniger als Kim’s Plautze)

Außerdem habe ich mir ja die Sammlung von echten Traditionsgerichten und Klassikern auferlegt. Also los & so geht’s:

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Im VEB Küche suchen wir:

  • eine kleine Auflaufform
  • einen Topf
  • eine kleine Pfanne
  • einen Löffel
  • einen Backpinsel
  • Messer & Brett

Im Konsum organisieren wir:tmp_19303-dsc_1965-1081701061

  • einen halben Reblochen (125g)
  • 3-4 Kartoffeln, fest- oder vorwiegend festkochend
  • 100g Speck
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 0.1l trockener Weißwein
  • 1-2 EL Creme Fraiche
  • Butter für die Form
  • Pepe e Sale

tmp_19303-dsc_1962-1988203359Die Kartoffeln kochen, nicht bis sie ganz gar sind, sondern bis sie kurz davor sind. Dann das Wasser abschütten und im Topf abkühlen lassen, danach Schale abpellen und dann in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Den Speck würfeln und in der Pfanne ohne Fett auslassen. Scharlotte schälen und in feine Ringe schneiden, den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.

Für den Zusammenbau fetten wir die Auflaufform mit Butter ein, tunken danach den Pinsel noch 2-3 mal in das ausgelassene Fett der Speckwürfel und pinseln das Speckfett nochmals in die Auflaufform – nicht das am Ende noch ein Kalomariechen verloren geht! Anschließend die Form mit ein bis zwei Schichten Kartoffelscheiben auslegen, dann Knoblauch, Scharlottenringe und Speck darüber verteilen, den Wein angiessen und diese Schicht mit 1-2 Eßlöffeln Creme Fraiche abdecken, salzen und pfeffern. Das Ganze nun wiederum mit den restlichen Kartoffelscheiben abdecken und nochmals etwas salzen. Zum Finale den Käse entrinden, in Stücke schneiden und oben drüber verteilen. Die Tartiflette dann für etwa 30 Minuten bei ca. 150° Umluft in den Ofen schieben und fertig ist die Kalorien-Rakete! Und diese hier trifft.
Garantiert.

Wein? Ein kräftiges Bier tut’s auch und alle guten Vorsätze für das Jahr sind direkt über Bord. Sonst was trockenes, französisches Weißes!

 

Oh Gott – mein Blog verkommt zur Nebensache! Egal – Spaghetti und Spargel geht immer

Ist das wirklich schon einen vollen Monat her, das ich hier meine letzte Hinterlassenschaft gepostet habe? Wow. Es ist nicht so, das ich seitdem nichts zu Essen gemacht hätte, aber eine internationale Konferenz vorzubereiten nimmt dann doch mehr Zeit weg als man am Anfang denkt …

Egal.

Es gibt Spaghetti mit grünem Spargel, Gorgonzola und San Daniele Schinken. Das geht schnell und schmeckt …

köstlich

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Und das braucht man zum dreckig machen:

  • einen Spaghetti-Topf samt Sieb
  • eine Pfanne
  • Messer & Brett
  • zwei tiefe Pasta-Teller

Und das braucht (für zwei) man zum reintun:

  • 7-10 Stangen grüner Spargel, möglichst dünn
  • 220g Spaghetti
  • 150g Gorgonzola, möglichst fest
  • 6-8 Scheiben San Daniele, Parma oder anderen luftgetrockneten Schinken
  • 4 Kirschtomaten
  • etwas gehackte Petersilie (oder Basilikum)
  • eine kleine Knoblauchzehe
  • 2 EL Sahne
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • Sale

So. Dem Spargel stutzen wir zurecht, wer faul ist und das schälen sparen will kürzt auf ca. 2/3, sonst Ende ab, Schälen (und oben bei „dreckig machen“ den Spargelschäler hinzu denken). Die Pfanne aufstellen, Butter und Olivenöl hinein geben und den Spargel bei mittlerer Hitze anbraten, wer den so wie ich sehr knackig mag, macht das nur 3-4 Minuten. Währenddessen Wasser in Spaghetti-Topf, Salz rein – jaja, es soll ja 0.037 Sekunden schneller gehen, wenn wir das Salz erst wenn das Wasser kocht hinein gebt. Macht was ihr wollt, ich hab Induktion!

Spaghetti schwimmen lassen und Al Capone kochen. Währenddessen Petersilie und Knoblauch hacken, Gorgonzola würfeln, Tomaten vierteln und den Schinken auf dem breiten Tellerrand anrichten.

Kurz bevor die Spaghetti mafiös fertig sind, Tomaten, Petersile, Knoblauch und Sahne zum Spargel gebeen, durch schwenken, Spaghetti dazu, Gorgonzola-Würfel oben drauf und das ganze einmal durchrühren. Ab auf die zwei Teller verteilen und sofort verspeisen.

Dazu? Weiß. Kräftig. Vielleicht würde sogar ein Gewürztraminer tun, auf jeden Fall passt ein fruchtig-trockener Sauvignon Blanc, ein Pouilly Fumé von der Loire zum Beispiel –  sowas hatten wir.

 

 

Liebster Award! – Jetzt wurde auch ich nominiert….

3and3quarters-net_Jetzt isses soweit. Meine kleine Kochrezeptesammlung schlägt doch tatsächlich größere Wellchen – zumindest mehr als ein fallendes Sandkorn im Gartenteich verursachen würde. Das ist da, wo ich meine Rezepte eigentlich wähnte…. soweit, das mich Emmi von Emmis little cookin‘ world doch tatsächlich dazu aufgerufen hat, am o.g. Aawrd teilzunehmen. Nun gut, eine weitere Herausforderung, die ich zu meistern gedenke.

Übrigens: Der Blog von Emmi ist durchaus schmökernswert … mache ich ab und an zwischen zwei „ToDo’s“ im Büro…

Gemäß den per C&P in meinen Artikeln geklebten Regeln von Emmis Artikel geht das Ganze so:

Der Leitfaden für den Liebsten-Award
1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat.
3. Nominiere 2 (bis 11) weitere Blogger für den Liebster Award.
4. 
Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.
6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
7. Das Beitragsbild kannst du optional in deinen Beitrag einfügen

Na denn mal los – 1. verlinkt und: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit & Nominierung! Die Fragen für 2. stehen unten, aber liebe Emmi, es sind nur 10? Nummer 3. folgt dann am Ende zusammen mit 4., 5. ist erledigt (s.o.), 6. mache ich dann auch mit dem Rest fertig und wenn mit Beitragsbild das ganz rechts gemeint ist – habe ich auch gemacht ;-).

Zu Emmis Fragen:

1. Wenn Du nur ein Gericht hättest für den Rest Deines Lebens, was wäre es?

Das ist einfach: SaltimboccamitRisottoSpaghettiCarbonaramitZiegenkäseaufSalatundBratkartoffelnmitAioliTzatsikiPizzaBohnensuppeundSteinpilzspaghettiGyrosmitSchniposaKartoffelpüree

2. Welches Lied zaubert Dir ein Lächeln auf Dein Gesicht?

„Sitzend pinkeln“ von Joint Venture (findest du auf Youtube).

3. Wenn Sie mit einer Person, tot oder lebendig, abhängen könntest, wen würdest Du wählen und warum?

Du darfst auch „du“ sagen. Ehrlich gesagt, glaube ich, das es mir mit jemanden wie Jürgen Klopp nie langweilig wird. Und der fährt auch immer so viele dreckige Autos….

4. Eine Sache/Ding ohne das Du nicht leben könntest?

Essen, denn ohne würde ich ja recht schnell verhungern.

5. Hast Du vor irgendetwas Angst?

Vor so einigem, aber nennen würde ich hier, das Großkonzerne irgendwann diese Welt komplett regieren und natürlich, das mir der Himmel auf den Kopf fällt.

6. Bist Du ein Morgen- oder eher ein Abendmensch?

Ganz klar Abends. Für ein Abendessen koche ich auch am liebsten.

7. Was hat Dich inspiriert einen Blog zu starten?

Das ist einfach: Ich koche seit Jahren hobbymässig und wollte schlicht und ergreifend eine Stelle haben, wo ich meine Rezepte hinschreiben und selber wiederfinden kann. Und das konnte bei mir definitiv kein Rezeptbuch sein…

8. Wer ist Deine größte Inspiration?

Da kann ich eigentlich keinen Einzelnen herausheben.

9. Was macht dich ärgerlich?

Wenn Menschen sich von Ängsten leiten lassen und rücksichtslos agieren, nur weil sie irgendwelchen Ver*führer*n auf den Leim gehen. Die aktuelle Flüchtlingsdebatte samt Doofida, Arsch-Eff-Dee und Konsorten ist dafür leider ein wunderbares Beispiel.

10. Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, zu welcher Zeit würdest Du reisen?

Ich mache es einfach: Ich glaube ich würde in die Zeit meiner eigenen Kindheit reisen und gucken, ob ich mich selber mal beobachten kann.

So. Und um 4. nun zu erledigen, denke ich mir gerade ein paar Fragen an:

aus. Die drei Kandidaten habe ich übrigens nicht bewusst ausgewählt, es waren schlicht die letzten, die bei mir Kommentare abgegeben haben (außer Emmi, die war ja schon)…

Hier also meine 11 Fragen an euch:

  1. Wenn das Salz in der Suppe ist, was ist dann Pfeffer?
  2. Morgen wäre jetzt deine Henkersmahlzeit. Was bestellst du zu trinken dazu?
  3. Wieso ist die Banane krumm?
  4. Du sitzt bei einem Bankett anläßlich der Beförderung deines Vaters/Bruders/Schwester/Mutter und es gibt etwas zu Essen, das du partout nicht verträgst, Wie redest du dich heraus?
  5. Was zauberst du aus 1 Fenchelknolle, 2 EL Hafer, 3 Garnelen, 1 Bio-Orange und 1 Chillischote?
  6. Jemand benutzt dein Lieblingsmesser zum Wand verputzen und stellt es anschließend in die Spülmaschine. Was passiert?
  7. Was erwartet dich wenn du deine Lieblingskneipe betrittst?
  8. Eine Durian ist … ?
  9. Wie bereitet man Känguru zu?
  10. Candle-Light-Dinner für Zwei, dein/e Angebetete/r hat gekocht und du hast die beste Flasche Wein, die dein Keller hergibt mitgebracht, leider fehlt der Korkenzieher. Was machst du?

Gut. Es sind wieder nur 10, aber vielleicht muß das ja so…

Viel Spaß!

Salat & Käse – ein kleiner Dreiklang

Ein wirkliches Menü sollte ja mindestens aus zwei Gängen bestehen, fragt da mal bei den Italienern nach, die sehen das mindestens genau so. Ich mache gerne den Salat davor – besser, als zum Schnitzel-Kartoffel-verkochtes-Gemüse auch noch eine traurige Salat-Terrine aus Konserven Mais-Bohnen mit Eisbergsalat neben dem „Iss-mich-und-dann-bist-du-satt“ Teller stehen zu haben.

Daher hier (m)eine Hommage an den Salat, der mit etwas Ziegen- oder Schafskäse aufgepeppt durchaus phantastisch als Vorspeise durchgeht!

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Die klassische „man braucht“ Kategorie lasse ich mal weg. Ebenso wie eine genaue Rezeptbeschreibung, sondern und ersetze diese diesmal zur Anregung der Phantasie durch eine Gerichtbeschreibung. Verbindendes Element der Rezepte ist neben dem Käse ein Kraut: Thymian!

Eins. Wildkräutersalat mit gebackener Paprika, Thymian-Tomaten und in Pinienkernen paniertem Ziegenkäse

DSC_0288Die Paprika backen wir wie bereits desöfteren beschrieben. Für die Thymian-Tomaten eignen sich am Besten Eier- oder San Marzano-Tomaten. Die Tomaten kurz mit kochendem Wasser übergießen, häuten, dann Vierteln und das Innere herausschneiden, so das man schöne Filets bekommt. Die Filets mit einer Zehe gehacktem Knoblauch pro Tomate und einigen Zweigen Thymian in Olivenöl kurz in einer Pfanne anbraten. Den Wildkräuter-Salat gründlich waschen und in der Tellermitte aufschichten.

Für den Ziegenkäse etwa 2 EL Pinienkerne pro Käse ohne Öl in einer Pfanne anrösten und dann ganz fein hacken. Anschließend die Ziegenfrischkäse erst befeuchten, in Mehl und dann in verquirltem Ei mit etwas Sahne, Thymian und Fleur de Sel wälzen und dann mit Paniermehl panieren. Für den zweiten Paniergang wieder ins Ei, anschließend in den Pinienkernen panieren, in der Pfanne bei mittlerer Hitze je Seite einige Minuten in wenig Olivenöl ausbacken.

Für die 2 EL Vinaigrette Orangenessig, je zur 2 EL Pistazien- und Olivenöl, 1 TL Dijon-Senf und 1 TL Honig mit Pfeffer und Salz verrühren.

Tomaten (noch lauwarm) und Paprikafilets sternförmig anrichten, Vinaigrette über den Salat geben, Tomaten und Paprika mit wenigen Tropfen Vinaigre de Banyuls beträufeln und mit etwas gehackter Petersilie garnieren. Ganz oben drauf je einen Ziegenkäse legen und schnell servieren. Dazu passt wunderbar ein frischer Rosé aus Frankreichs Süden.

Zwei. Feldsalat mit gebackenem Feta, Pinienkernen und Crostini

DSC_0229Feldsalat gründlich waschen. Je Teller eine kleine Tomate Vierteln. Pro Portion brauchen wir 100g Feta am Stück. Diesen auf Alufolie legen, mit fein gehacktem Knoblauch, Olivenöl und frischem Thymian bestreuen, die Alufolie oben drüber zuschlagen und das Ganze für etwa 15 Minuten im Ofen bei 160° Umluft backen.

Für die Crostini eine Knoblauchzehe zerdrücken, mit Fleur de Sel bestreuen und nach einigen Minuten grob hacken, anschließend in 2 EL Olivenöl zerdrücken, dann kleine Baguette-Scheiben mit der Öl-Salz-Knoblauch-Masse bestreichen, dann die Brote ebenfalls für gute 10 Minuten in den Ofen geben.

Für die Vinaigrette 4 EL Walnußöl, 2 EL Walnußessig, etwas Thymian, 1 TL Senf und 1 TL Honig verrühren (oder in einem alten Marmeladenglas mischen).

Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne rösten. Währenddessen Feldsalat in der Tellermitte aufschichten, Tomaten drumherum drapieren, mit der Vinaigrette beträufeln und Pinienkerne drüber geben. Je Teller 2 Crostinis anlegen und obendrauf den gebackenen Feta geben.

Dazu passt ebenfalls ein frischer Rosé oder auch ein trockener Riesling.

Drei. Endiviensalat mit karamelisierten Kirschtomaten & Baguette de Chevre mit Thymian und Honig

tmp_6827-DSC_03251589272043Endivien steht im Februar ja recht weit oben auf der Saisonwarenliste. Für zwei Portionen etwa ein Viertel eines Kopfes Endivie waschen und in feine Streifen schneiden. Einige Blätter Radicchio geben dem ganzen eine nette farbliche Note. Eine süße Zwiebel oder eine größere Scharlotte in feine Scheiben schneiden.

Pro Portion eine Scheibe Baguette mit einer ca. 1 cm dicken Scheibe der klassischen Ziegenrolle belegen, obendrauf etwas Thymian und Honig geben und mit Oberhitze für ca. 12 Minuten bei 160° im Ofen backen. Die Kirschtomaten waschen und in einer Pfanne in wenig Olivenöl anbraten, ganz zum Schluss etwas Zucker dazu geben und die Tomaten noch kurz in der Pfanne mit dem Zucker durchschwenken.

Für die Vinaigrette 1 EL Creme Fraiche, 1 EL feine Scharlottenwürfel, 1 EL fein gehackte Petersilie mit je 2 EL Oliven- und Haselnußöl, 2 EL Maracuja-Essig und je 1 TL Dijon-Senf und Honig vermischen.

Salat auf dem Teller anrichten, Zwiebelringe darüber verteilen, je ein Ziegenrolle-Baguette daneben legen, die Vinaigrette über den Salat geben und je 3-4 karamelisierte Kirschtomaten dazugeben. Dazu passt ein frischer Weißer, ich hatte einen Auxerrois aus Baden, es würde aber auch ein (guter) Chardonnay aus dem Burgund oder ein Chablis wunderbar passen.

Auf das der Frühling bald anbreche! Guten Hunger und weitere Inspiration.