Wenn du auf Partys auffallen willst: Mach ne‘ Angeberplatte (Gemüse in Orangen-Vinaigrette mit Flank-Beef und Orangen-Tahini)

„Was wünscht Ihr euch denn?“ – eine oft gestellte Frage, die meist unweigerlich nach der ausgesprochenen Einladung zur Party des Jahres folgt. Die von mir favorisierte Antwort des/der Befragten und Einladenden ist immer noch „Bring was für’s Buffet mit“. »YES!« Dumm dann, wenn der große Tag der Party gekommen ist und man nicht wirklich eine Idee entwickelt hat, was man denn nun mitbringen will. So geschehen letzten Samstag, ein Blick in den Kühlschrank offenbarte immer noch grüne Bohnen von meinem Freund in der grünen Jacke, eine latent nicht mehr ganz frische Bio-Orange, ein halbes Flank, das ich zwei Tage zuvor gegrillt hatte und je eine Zucchini und Aubergine. Und es war noch Zeit zum Einkaufen! Herausgekommen ist die Angeberplatte….

Alors, dann mal schauen, was wir alles brauchen:

  • eine Servierplatte zum Belegen
  • zwei große Schüsseln
  • eine kleine Schüssel
  • unseren Gasgrill samt Grillzange
  • einen Topf
  • ein Schälmesser
  • ein Zestenreisser
  • 2 Löffel
  • Messer & Brett

Donc an Zutaten brauchen wir diese alle:

  • 300g kaltes, rosa gegrilltes Flank
  • 1 Orange
  • 1 EL Tahina
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 6-8 kleine Möhrchen
  • 2 handvoll grüne Bohnen
  • 1 Fenchelknolle
  • je 1 gelbe, orange und rote Paprika
  • 1 handvoll grob gehackte Basilikum-Blätter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 große Scharlotte
  • 8 EL gutes Olivenöl, normales zum Braten & Grillen
  • 4 EL Banyuls (oder anderen Wein-)Essig
  • 2 TL Thymian-Honig
  • Salz (Fleur de Sel)
    wer mag zum Garnieren:
  • einige gezupfte Salatblätter
  • eine handvoll Phyalis

Et Voila – los geht’s. Zunächst einmal würfeln wir die Scharlotte und die kleinere der Knoblauchzehen. Mit dem Zestenreisser ziehen wir die Schale der Orange ab und hacken diese anschließend ganz fein. Knoblauch, Scharlottenwürfel und Orangenzesten-Stücke werden dann mit Honig, dem guten Olivenöl, dem Essig und dem Saft einer per Hand ausgepressten Orangenhälfte in einer der Schüsseln verquirlt – fertig ist unsere Marinade.

Danach Aubergine und Zucchini quer in je drei etwa 5-7 cm lange Stücke schneiden und dann längs achteln. Die Stücke mit der zweiten grob gehackten Knoblauchzehe, reichlich Olivenöl und etwas Salz in der anderen Schüssel vermengen. Von den Paprika-Schoten den Boden gerade abschneiden, jetzt steht die Paprika gut und man kann seitlich schöne „Filets“ um Strunk und Inneres herausschneiden. Die Paprika-Stücke geben wir zu den Zucchini und Auberginen.

Die Karotten schälen und längs halbieren, bei den Bohnen die Enden abschneiden, beides zusammen im Topf 5-6 Minuten bißfest kochen und dann mit kaltem Wasser abschrecken. Nach gutem Abtropfen in die Marinade geben. Jetzt nehmen wir uns den Fenchel vor: Dazu das Grüne oben ab- und die Wurzel unten keilförmig herausschneiden, den Fenchel in ganz feine Streifen schneiden und in der Schüssel mit Bohnen, Karotten & Marinade vermengen. Das Ganze lassen wir für mindestens eine Stunde bei gelegentlichem Umwälzen marinieren.

Jetzt noch Paprika, Aubergine und Zucchini auf dem Gasgrill braten, genau so als würde man klassische Antipasti machen. Nach dem Braten die Haut der Paprika abziehen, nur die Paprika in Streifen schneiden und zum anderen marinierten Gemüse geben. Zucchini und Aubergine kommen gleich obendrauf.

Das Fleisch dünn aufschneiden. In der kleinen Schüssel Saft von der 2. Orangenhälfte mit Tahina und etwas Wasser vermengen, so das eine homogene Sauce entsteht, mit etwas Salz und Zitronensaft abschmecken.

Auf einer Servierplatte zuerst das Fleisch (wer das extra noch Zubereiten muss, guckt hier, geht aber auch rein vegetarisch) in der Mitte aufschichten, wer mag kann außen drumherum noch einen Kranz aus grünen Salatblättern (o.ä.) legen. Um das Fleisch herum das marinierte Gemüse drapieren und obenauf Zucchini und Auberginen-Stücke verteilen. Das Fleisch mit der Tahini-Sauce beträufeln und ganz zum Schluss die Basilikum-Blätter und – falls zur Hand – Phyalis darüber verteilen.

Fertig. Wer das Ganze jetzt noch einigermaßen unbeschadet zur Party bringt, kriegt bestimmt auch ein Bier 😉

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Katalanische Hackfleischbällchen in Tomatensauce gewürzt mit Wildfenchel und Pastis

Montag morgen, es regnet. Sehnsüchtig richtet sich mein Blick nach innen auf die bei bestem Sommer-Wetter im August verlebten Tage im Paradies. Und das sind ja erst die herbstlichen Vorboten, das wird ja noch viel schlimmer. Gut, das da noch ein paar Photo s sind, die, wenn man sie wirklich auf sich wirken lässt zu deutlicher Aufbesserung der Laune führen. Ein Tisch voller Tapas, und was war das noch alles? Bohnensalat mit Melone, Aioli, gebratene Garnelen, Patatas bravas, Escalivade des Legumes  und eben auch katalanische Fleischbällchen gewürzt mit wildem Fenchel. Der wächst dort unten an jedem Straßenrand mit seinen gelben Blüten mannshoch wuchernd gut zu erkennen.

Federführend ist auch hier natürlich die Tatsache, das die Tomaten einfach göttlich sind. So brauchen wir keine Dosenware oder vorpassierte Pampe von Früchten, die wir niemals spüren, riechen, fühlen werden können. Obwohl das natürlich auch ganz gut geht. Ich habe das einfach erhältliche Wurstbrät statt Hackfleisch verwendet, wenn man aber grobes Schweinehackfleisch nimmt und es mit Knoblauch, Salz und Petersilie würzt, sollte es auch gehen

Estris de cuina

  • eine hohe Pfanne samt Pfannenwender
  • einen Grill samt Grillzange
  • eine Schüssel
  • ein Teler
  • Messer & Brett

Ingredients

  • 500g Wurstbrät von katalanischer Wurst (oder Hackfleisch gewürzt mit Petersilie und Knoblauch)
  • 1 Ei
  • 100g altes Baguette
  • 0.2l Milch
  • etwas Mehl
  • 800g verschiedene frische Tomaten (oder eine entsprechende Menge passierte Tomaten)
  • 1 (rote) Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 2x 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL eingesalzene Kapern
  • 1 (kleines) Bund Petersilie
  • 50g wilde Fenchelblüten (oder das Grüne vom hier erhältlichen)
  • 0.1l Pastis
  • 6-8 EL Olivenöl
  • Sal i Pebre (kattalanisch für Salz und Pfeffer)

Damit diese Tapa wirklich gut wird, sollte man ruhig 2 Stunden Zeit einplanen, auch wenn man keinen zwischenzeitlichen Sprung in den Pool einplanen kann (z.B. mangels Pool).

Wir fangen an und weichen zuerst das Baguette in der Milch ein. Dazu das Brot in kleine Stücke brechen und in der Schüssel mit der Milch übergießen. Für die Sauce schneiden wir Karotte, Zwiebel, die Stängel der Petersilie und den Knoblauch klein und stellen die Pfanne mit 6 EL Olivenöl auf. Das Gemüse jetzt darin bei mittlerer Hitze einige Minuten anschwitzen und währenddessen die Tomaten würfeln. Auch hier gilt – wer es gründlich macht, häutet sie vorher, man kann die Schalen auch später aus dem Sud herausfischen. Die geschnittenen Tomaten stellen wir aber erst mal beiseite und kümmern uns um Würze und Pfiff der Sauce: Dazu die Fenchelblüten fein hacken und zum Gemüse geben und umrühren. Die Hitze höher stellen und nach weiteren 2-3 Minuten das Gemüse mit dem Pastis ablöschen, ordentlich umrühren und jetzt erst die  Tomaten hinzugeben.

Das Ganze sollte jetzt für mindestens eine Stunde leicht vor sich hin köcheln, dabei können wir auch jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Hackbällchen das Baguette nun leicht ausrücken und die überschüssige Milch wegschütten. Die Kapern gründlich wässern um das Salz abzuwaschen, dann mit Knoblauch und Petersilien-Blättern fein hacken und zusammen mit dem Wurstbrät, Ei und Brot  in der Schüssel zu einer Masse vermengen. Wenn die Masse zu weich ist, noch etwas Mehl oder Brot (oder Semmelbrösel) hinzufügen. Alles noch mit Pfeffer und – ganz vorsichtig mit Salz,  denkt an die Kapern – abschmecken. Aus der Masse kleine Bällchen von ca. 5cm Durchmesser formen und auf einen mit Mehl bestäubten Teller legen. Den Grill anheizen (oder wir nehmen den Gasgrill) und die Fleischbällchen rundherum grillen, dabei reicht es, wenn sie außen schön braun sind. Da die Bällchen nach dem Grillen ohnehin noch für etwa eine halbe Stunde in der Tomatensauce mitköcheln,  müssen sie jetzt noch nicht durchgegart sein.

Das ganze kann man in einer Schüssel lauwarm auf den Tapas-Tisch stellen, geht aber auch als volle Mahlzeit, z.B. mit Reis, durch. An Wein passt ein kräftiger Rosé, ein frischer Roter, oder ein im Holzfaß ausgebauter Weißwein wie der La Mandorie blanche von den Vignerons des Albéres.
Oder einfach einen Pastis mit Eiswürfeln 😉 ….

kein blöder Gag: Zucchini-Tarte mit Bleu de Gex, Kräutern und Hackfleisch

Wenn man mal eine Statistik über meine Rezeptesammlung hier laufen lassen würde, könte man zu dem Schluß kommen, das ich gerne Tartes und Quiches mache (und esse). Und das Stimmt.

Dieses Rezept entstand in meinem Kopf aufgrund eines Titel-Bildes von irgendeiner dieser Essens-Hausmenschen-Zeitungen, die immer an den Supermarkt-Kassen hängen und auf die man unweigerlich blickt, während sich die Schlange vor einem endlos langsam gen Kassierer/in schiebt und man sich noch wundert, warum immer die Leute von hinten schamlos an einem vorbei strömen, wenn nebenan eine neue Kasse geöffnet wird. Im Grunde ist das doch dasselbe vordrängeln, aber das ist eine andere Geschichte, die sich nicht zu erzählen lohnt.
Bei dem abgebildeten Rezept ging es um Zucchini, von mir kam nun aber der Bleu und das Hackfleisch dazu, denn die beiden bringen dann doch erst den Kick hinein. Und Überhaupt: Bleu de Gex, sprecht es mal laut aus, das wird in etwa so klingen: [blö-de-gecks]. Allerdings spricht auch der Franzose aus dem französischem Jura, denn da kommt dieser geile Käse her, das G wie ein weiches sch, was die Sache wieder nur halb so lustig macht: [blö-de-scheggs]…

 

 

 

 

Nous bousillons:

  • eine Teigschüssel, eine hohe Schüssel und eine 2. größere Schüssel
  • einen Schneebesen
  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • unseren Gasgrill (oder eine 2. große Pfanne)
  • einen Pfannenwender und eine Grillzange
  • Messer & Brett

Nous épuisons:

  • Teig:
    • 150g Mehl
    • 80g Butter und etwas für die Form
    • 1 Ei
    • 1 TL Salz
  • Hackfleischfüllung:
    • 200g möglichst fein gehacktes Bio-Rinder-Hack
    • 2-3 EL Olivenöl
    • 1 Knoblauchzehe
    • 1 kleine rote Zwiebel
    • 1 Handvoll gehackte glatte Petersilie
    • 1/2 Handvoll fein gehackten Dill
    • Pepe e Sale
  • Zucchini:
    • 2-3 Zucchini
    • 4-5 EL Olivenöl
    • 1 Knoblauchzehe
  • Füllung:
    • 100g Creme Fraiche
    • 2 Eier
    • Pepe e Sale

Wir machen zuerst den Teig. Mehl, Butter, Ei und Salz in einer Schüssel vermengen und mit den Händen zu einer glatten Teigkugel formen, je nach Konsistenz hilft etwas Wasser oder etwas mehr Mehl. Teig ca. 1h in kühler Umgebung ruhen lassen.

Wir wenden uns solange den Zucchini zu. Die schneiden wir längs in ca 2-4 mm dicke Scheiben und geben Sie in die 2. Schüssel. Knoplauchzehe fein hacken und zusammen mit 4-5 EL Olivenöl in der Schüssel vermengen. Scheiben auf dem Grill (alternativ Pfanne) pro Seite ca 5-6 Minuten grillen und abkühlen lassen.

Für die Hackfleischfüllung in der Pfanne 2-3 EL Olivenöl erhitzen und Hackfleisch darin anbraten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und sobald das Hackfleisch dunkelbraun wird dazu geben und einige Minuten mitbraten. Am Ende die Kräuter dazu geben und abkühlen lassen.

Für die Füllung Eier und Creme Fraiche in der hohen Schüssel mit dem Schneebesen vermengen und mit Pfeffer und Fleur de Sel abschmecken.

So. Alles soweit vorbereitet, jetzt kommt der finale Zusammenbau. Dafür die Form mit etwas Butter einfetten und den Teig mit der Hand gleichmäßig verteilen, so das ein 2-3 m hoher Rand entsteht. Die Zucchini-Scheiben nun ringförmig in der Form verteilen, so das von außen nach innen immer kleinere Kreise entstehen. Dabei darauf achten, das die Scheiben möglichst senkrecht stehen. In diese Zwischenräume füllen wir dann etwa 3/4 der Hackfleischmasse. Anschliessend verteilen wir die Ei-Creme Fraiche Füllung darüber und darauf dann den Rest der Hackfleischfüllung. Am Ende kommt ganz oben drauf der in Würfel oder Scheiben geschnittene Bleu de Gex. Die Tarte kommt dann für ca. 35 Minuten bei 180°  in den Ofen .

Wein? Ein knackiger-mineralischer Riesling gibt den richtigen Kick, ein frischer grüner Salat ist die perfekte Beilage. Und Sonne von oben und die Welt ist in Ordnung…

 

 

Die Straße gehört uns (allen) – holen wir sie uns zurück! Mit dabei: das Sonnenfrühstück

Obwohl nicht Mitglied im ADFC, aber mich hat das kürzlich herausgegebene Motto die Straße zurück erobern tatsächlich zum Nachdenken gebracht. Denken wir mal darüber nach, wieviel Raum in unserer Umgebung (ich wohne in der Stadt), tatsächlich von Straßen eingenommen werden, stellt man sich wirklich ernsthaft die Frage, ob wir diesen ganzen Raum wirklich komplett den Autos (und Motorrädern) überlassen wollen?
Okay, vermutlich kennen wir fast alle solche Straßenfeste, wo einmal im Jahr dann eine Seitenstraße abgesperrt wird, aber das war es dann auch meist. Damit einher geht das Thema, wieviel wir eigentlich mit unseren Mitmenschen kommunizieren, falls man diesen denn überhaupt mal begegnet….? Aber ich kann alle beruhigen, die Lösung gibt’s bei OBI, bei Bauhaus oder etwas neutraler, im Baumarkt eures Vertrauens.

Wir wohnen wirklich schön in unserem beschaulichen ehemaligen Bundesdorf Bonn. Ich schätze es zudem, das wir keinen Platz mit sowas Unnötigem wie einem Vorgarten verschwenden (am Ende müsste man da ja auch noch Beet- oder Rasenpflege betreiben). Aber es gibt dennoch ein Problem bei einem Haus, das recht deutlich vorne nach nordost und gartenseitig nach südwest ausgerichtet ist: Die Morgensonne – die gibt es auf unserer Terrasse nämlich nicht und damit fällt dann das Draußen-Frühstück in der Sonne regelmäßig aus, denn die Sonne scheint nur vorne. Abhilfe könnte da tatsächlich der Vorgarten schaffen, aber den gibt es ja wie gesagt nunmal nicht. Kombiniert man aber jetzt das Motto Straße zurück erobern  mit mehr Kommunikation mit den Mitmenschen pflegen und mit dem (nicht-existenten) Vorgarten, dann wird langsam ein Schuh draus. Was fehlt ist das Grün, aber das gibt es als Rasenteppich zum Glück in jedem Baumarkt.

Also, 4×2 m davon in einfacher Qualität kosten übersichtliche ~15 Euronen. Dann noch das Auto weggeparkt, Teppich ausgerollt, Tischchen drauf und schon steht der Raum für das Wochenend-Sonnenfrühstück. Die neugierigen Nachbarn kommen dann von ganz alleine…. 😉

GeNuss: Walnuss-Gorgonzola-Flammkuchen und Salat mit genüsslichem Dressing

Eigentlich passt die Nuss ja mehr in den Herbst, aber da man im Herbst gerne soviele davon sammelt, das die einen ganzen Winter halten, gab es noch welche. Dazu habe ich letztes Jahr aus Dijon Walnuss-Dijon-Senf von einer kleinen, lokalen Senfmühle mitgebracht. Der fand zunächst bei mir keine Beachtung, bis der reguläre Senf leer war und ich den Walnusssenf im Keller wiederentdeckt habe. Und jetzt gibt es schon Sorge, der könnte irgendwann leer sein, denn damit lassen sich genussreich Saucen mit sehr hohem Nussfaktor kreieren. Aber genuss, äh genug, hier das Rezept.

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Für die Hände:

  • eine Salatschüssel
  • ein kleiner Topf
  • ein Schraubverschlußglas
  • einen Löffel
  • eine Rührschüssel und Küchenhandtuch zum Abdecken
  • ein Backblech samt Backpapier
  • Nussknacker
  • Messer & Brett

Für den Magen:tmp_10364-dsc_2085-2007477568

  • Salat:
    • eine handvoll grüne Bohnen
    • 1/4 Kopf vom Endivien
    • 5 EL Sahne
    • 1/2 TL Honig
    • 1 TL Walnsuss-Senf
    • 1 EL Walnuss–Essig
    • 2 EL Wal- oder Haselnussöl
    • Pepe e Sale
  • Flammkuchen:tmp_10364-dsc_2092-2107846127
    • 250g Pizzamehl
    • 1/2 Würfel Hefe
    • 1 TL Salz
    • 2 EL Olivenöl
    • H2O
    • 150g Creme Fraiche
    • 1 EL Walnuss-Senf
    • 15 Walnüsse
    • 150g Gorgonzola

und so hab ich’s gemacht:

Flammkuchen:
Aus Mehl, H2O, Olivenöl, Hefe und Salz einen schönen Hefeteig anrühren und abgedeckt zur Seite stellen. Nüsse knacken und Inhalt grob hacken, Ofen auf 220° Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun den Teig dünn auf dem Backpapier ausrollen, Creme Fraiche mit dem Senf vermischen und mit dem Löffel auf dem Teig verteilen. Die Nüsse und den gewürfelten Gorgonzola ebenfalls darauf verteilen und ab in den Ofen damit, das Ganze für ca. 12 Minuten, man sieht es am braun werdenden Rand.

Salat:
Salat waschen und in Streifen schneiden. Von den Bohnen die Enden abschneiden und ca. 10 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen, dann kalt abschrecken, damit die Farbe bleibt. Im Schraubverschlußglas machen wir nun die leckerste Salatsauce der Welt: Sahne, Honig, Walnuss-Senf, Haselnussöl, Walnuss-Essig mit etwas Pfeffer und Salz gut vermischen. Den Salat mit den Bohnen in der Salatschüssel vermengen und die Sauce oben drüber verteilen.

Wein

Den Rosé d’une Nuit hatte ich im vorletzten Rezept schon vorgstellt. Der geht auch hier wunderbar!

 

 

Neues vom Klassiker & gegen alle guten Vorsätze: Kalorien-Atombombe Tartiflette.

Kalorien en Masse: Tartiflette. Aber schmeckt ja trotzdem. Und da schlummert ja seit Wochen noch dieser Reblochon im Kühlschrank vor sich hin. Bisher zum Glück noch undercover und ohne Gerüche in Kühlschrank und bei jedem Öffnen auch der Küche zu verbreiten. Und außerdem passt die Tartiflette, ein savoyisches Traditionsgericht, perfekt zu den zwei schönen Entrecotes, die ich dem Eisschrank zum Wochenende entrissen habe. Also, alle guten Abnehmvorsätze des Neuen Jahres wurden zumindest temporär beiseite gewischt und Käse, Butter, Speck samt Kartoffeln wurden zu einer genialen Beilage komponiert. Das die kleine Menge vermutlich mehr in Fetten gebundene Kalorien hat, als das gesamte nordkoreanische Atomwaffenprogramm muß man ja nicht zu laut betonen… (aber mit Sicherheit weniger als Kim’s Plautze)

Außerdem habe ich mir ja die Sammlung von echten Traditionsgerichten und Klassikern auferlegt. Also los & so geht’s:

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Im VEB Küche suchen wir:

  • eine kleine Auflaufform
  • einen Topf
  • eine kleine Pfanne
  • einen Löffel
  • einen Backpinsel
  • Messer & Brett

Im Konsum organisieren wir:tmp_19303-dsc_1965-1081701061

  • einen halben Reblochen (125g)
  • 3-4 Kartoffeln, fest- oder vorwiegend festkochend
  • 100g Speck
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 0.1l trockener Weißwein
  • 1-2 EL Creme Fraiche
  • Butter für die Form
  • Pepe e Sale

tmp_19303-dsc_1962-1988203359Die Kartoffeln kochen, nicht bis sie ganz gar sind, sondern bis sie kurz davor sind. Dann das Wasser abschütten und im Topf abkühlen lassen, danach Schale abpellen und dann in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Den Speck würfeln und in der Pfanne ohne Fett auslassen. Scharlotte schälen und in feine Ringe schneiden, den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.

Für den Zusammenbau fetten wir die Auflaufform mit Butter ein, tunken danach den Pinsel noch 2-3 mal in das ausgelassene Fett der Speckwürfel und pinseln das Speckfett nochmals in die Auflaufform – nicht das am Ende noch ein Kalomariechen verloren geht! Anschließend die Form mit ein bis zwei Schichten Kartoffelscheiben auslegen, dann Knoblauch, Scharlottenringe und Speck darüber verteilen, den Wein angiessen und diese Schicht mit 1-2 Eßlöffeln Creme Fraiche abdecken, salzen und pfeffern. Das Ganze nun wiederum mit den restlichen Kartoffelscheiben abdecken und nochmals etwas salzen. Zum Finale den Käse entrinden, in Stücke schneiden und oben drüber verteilen. Die Tartiflette dann für etwa 30 Minuten bei ca. 150° Umluft in den Ofen schieben und fertig ist die Kalorien-Rakete! Und diese hier trifft.
Garantiert.

Wein? Ein kräftiges Bier tut’s auch und alle guten Vorsätze für das Jahr sind direkt über Bord. Sonst was trockenes, französisches Weißes!

 

Oh Gott – mein Blog verkommt zur Nebensache! Egal – Spaghetti und Spargel geht immer

Ist das wirklich schon einen vollen Monat her, das ich hier meine letzte Hinterlassenschaft gepostet habe? Wow. Es ist nicht so, das ich seitdem nichts zu Essen gemacht hätte, aber eine internationale Konferenz vorzubereiten nimmt dann doch mehr Zeit weg als man am Anfang denkt …

Egal.

Es gibt Spaghetti mit grünem Spargel, Gorgonzola und San Daniele Schinken. Das geht schnell und schmeckt …

köstlich

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Und das braucht man zum dreckig machen:

  • einen Spaghetti-Topf samt Sieb
  • eine Pfanne
  • Messer & Brett
  • zwei tiefe Pasta-Teller

Und das braucht (für zwei) man zum reintun:

  • 7-10 Stangen grüner Spargel, möglichst dünn
  • 220g Spaghetti
  • 150g Gorgonzola, möglichst fest
  • 6-8 Scheiben San Daniele, Parma oder anderen luftgetrockneten Schinken
  • 4 Kirschtomaten
  • etwas gehackte Petersilie (oder Basilikum)
  • eine kleine Knoblauchzehe
  • 2 EL Sahne
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • Sale

So. Dem Spargel stutzen wir zurecht, wer faul ist und das schälen sparen will kürzt auf ca. 2/3, sonst Ende ab, Schälen (und oben bei „dreckig machen“ den Spargelschäler hinzu denken). Die Pfanne aufstellen, Butter und Olivenöl hinein geben und den Spargel bei mittlerer Hitze anbraten, wer den so wie ich sehr knackig mag, macht das nur 3-4 Minuten. Währenddessen Wasser in Spaghetti-Topf, Salz rein – jaja, es soll ja 0.037 Sekunden schneller gehen, wenn wir das Salz erst wenn das Wasser kocht hinein gebt. Macht was ihr wollt, ich hab Induktion!

Spaghetti schwimmen lassen und Al Capone kochen. Währenddessen Petersilie und Knoblauch hacken, Gorgonzola würfeln, Tomaten vierteln und den Schinken auf dem breiten Tellerrand anrichten.

Kurz bevor die Spaghetti mafiös fertig sind, Tomaten, Petersile, Knoblauch und Sahne zum Spargel gebeen, durch schwenken, Spaghetti dazu, Gorgonzola-Würfel oben drauf und das ganze einmal durchrühren. Ab auf die zwei Teller verteilen und sofort verspeisen.

Dazu? Weiß. Kräftig. Vielleicht würde sogar ein Gewürztraminer tun, auf jeden Fall passt ein fruchtig-trockener Sauvignon Blanc, ein Pouilly Fumé von der Loire zum Beispiel –  sowas hatten wir.