Mairübstiel-Rübchen-Suppe mit Ziegenfrischkäse, Estragon und grünem Spargel

Zuletzt hatte ich nochmal Rübstiel klassisch rheinisch gemacht, weil es das leckere Zeug jetzt überall auf dem Markt gibt. Daneben liegen dann oft Bündel mit prallen weißen Rübchen. Dies sind die Früchte, die sich entwickeln können, wenn man den Rübstiel nicht zu dicht pflanzt. Vom Geschmack her könnte man sagen, der tendiert in die Richtung Kohlrabi light – will sagen, das die Mairübchen durchaus einen feineren Geschmack als Kohlrabi haben, denn es fehlt der typische Kohl-Geschmack. Dafür kommt der latent säuerliche Rübstiel-Geschmack sehr schön durch.

Das Ganze noch kombiniert mit dem Geschmack des ja eher selten eingesetzten Estragon und grünem Spargel als Einlage und fertig ist die perfekte Frühlings-Vorspeisen-Suppe.

Auch im Mai hinterher zu spülen:

  • einen Topf für die Suppe und einen kleinen Topf
  • einen Pürierstab
  • eine kleine Schüssel zum schlagen der Sahne
  • Mixer mit Sahnequirlen
  • ein Sparschäler
  • ein Kochlöffel
  • Messer & Brett

Jetzt im Mai besonders gut erhältlich (Vorspeise für 4):

  • 300-400g Mairübchen
  • eine mehlig kochende Kartoffel (ca. 100g)
  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 kleine Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50g Butter
  • 100g Sahne
  • 50g Ziegenfrischkäse
  • 400ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
  • 0.1l trockener Weißwein
  • je 1/2 EL gehackter Estragon und Bohnenkraut (Kerbel würde sich vermutlich auch gut machen)
  • Pepe e Sale

Das Weiße der Frühlingszwiebel, Scharlotte und Knoblauch fein würfeln. Mairübchen waschen und Enden abschneiden, danach grob würfeln. Aus den groben Würfeln einige Stücke heraussuchen und fein würfeln, getrennt beiseite legen (das ist später für die Einlage). Kartoffel schälen und ebenfalls würfeln.

Im größeren Topf Zwiebel und Knoblauch in der Butter vorsichtig anschwitzen und nach 3-4 Minuten die Kartoffel- und groben Mairübchenwürfel hinzugeben und bei geringer Hitze einige Minuten anschmurgeln. Anschließend mit dem Weißwein ablöschen und auch die Brühe dazu geben. Das ganze für ca. 10-12 Minuten bis die Rübchen und Kartoffel weich sind vor sich hin köcheln lassen. Währenddessen können wir die getrennten kleineren Würfel im kleinen Topf 5 Minuten mit dem Spargel kochen, so dass beides noch bißfest ist. Die Sahne im kleinen Topf steif schlagen.
Erst wenn die Sahne steif ist, den Ziegenfrischkäse dazu geben und alles nochmal kurz untermischen, so das eine homogene Masse entsteht. Zuletzt
das Grüne der Frühlingszwiebel fein hacken und mit den feinen Mairübchenwürfeln vermengen und beiseite stellen. Die Spargelstangen längs wie quer halbieren und ebenfalls beiseite stellen.

Herd unter dem großen Topf ausschalten und Kartoffeln und Rübchen sehr fein pürieren, dann Sahne-Frischkäse-Mischung unterheben und vorsichtig verrühren (wenn wir damit dem Pü-Stab rangehen zerfällt uns die durchaus gewollte Fluffigkeit), mit Salz und wenig Pfeffer abschmecken.

Beim Anrichten jeweils 1.5 Kellen der Suppe in einen Suppenteller geben, ein Eßlöffel Mairübchen-Frühlingszwiebel-Grüns hinein geben und einige Stücke vom Spargel oben auflegen. Das Ganze mit Estragon und Bohnenkraut bestreuen und mit einem Stückchen Brot servieren.

Dazu gab es einen Chateau Vignao „Entre deux Mers„, einen fruchtigen wie trockenen Weißen aus dem Bordeaux. Rund.

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Der Hit für warme Tage: kalte Tomaten-Melonen-Suppe mit Kräuter-Croutons

Das Sommer ist, merkt man nun deutlich. Und auch die Melonen kriegt man jetzt mit Geschmack – Tomaten auch. Und was ist besser, wenn Einen die Sonne die Gedanken zu vernebeln droht, als kalte Speise?

Dies ist ein in einem Kochbuch irgendwo gesehenes (und daher entliehenes) aber natürlich wieder mal modifiziertes Rezept. Und es ist einfach gut – für zu Hause, aber auch wenn man auf Partys was mitbringen will. Ein Tablett voller Gläschen dieser Suppe auf Eiswürfeln, in die man z.B. Blüten eingefroren hat (habe ich auf irgendeinem Blog hier gefunden – danke für die Idee) – und du bist König/in der Essens-Heranbringer.

Melone und Tomate gleich schöne Farbe

Melone und Tomate gleich schöne Farbe

Und das brauchen wir:

  • zwei Töpfe
  • eine Pfanne
  • den Pürierstab
  • Messer&Brett

Und folgende Zutaten (für 2):

  • zwei Tomaten
  • 150 g Charentais-Melone
  • eine Schalotte
  • 2 EL Joghurt 10 %
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • Kräuter-Croutons (s.u.)
  • 250 ml Gemüsebrühe (s.u.)

Zutaten für die Gemüsebrühe (z.B.)

  • 1 Stange Sellerie mit Grün
  • 1/2 Frühlingszwiebel
  • 1 kleine Karrotte
  • 1/4 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • die abgezogene Haut der Tomaten (s.o.)
  • ein paar Zweige Petersilie mit Stängel
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz

Zutaten für die Kräuter-Croutons:

  • 1 Scheibe Weiß- oder Graubrot
  • einige Zweige Estragon und Thymian
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Butter

Wir fangen mit den Tomaten an. Topf mit Wasser aufstellen und zum kochen bringen. Die Haut der Tomaten ritzen wir kreuzweise ein und blanchieren diese einige Sekunden in kochendem Wasser. Anschließend herausnehmen und unter kaltem Wasser abschrecken. Nun lässt sich die Haut gut abziehen, die legen wir beiseite, weil wir die für die Brühe noch auskochen.

Das gesamte Gemüse für die Brühe sehr klein schneiden, Knoblauchzehe zerdrücken und alles im 2. Topf in 1 EL Olivenöl einige Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen, dann mit etwa 1/2 l Wasser ablöschen, salzen, Deckel drauf und für etwa eine halbe Stunde kochen, gelegentlich umrühren. Nach einer halben Stunde probieren und ggf. noch etwas nachsalzen. Brühe darf ruhig etwas salzig sein. Deckel drauf und beiseite stellen. Wir wenden uns wieder den Tomaten zu. Diese vierteln wir und holen die Kerne und eventuellen Tomatenglibber heraus. Schalotte fein würfeln und im 2. Topf mit dem Olivenöl einige Minuten anschwitzen. Die Tomaten dazu geben und das Ganze für etwa 20 Minuten köcheln lassen. Dann mit 250ml Brühe ablöschen und einige Minuten weiter kochen lassen, dann Herd ausstellen und abkühlen lassen.
Die Melone würfeln und alles mit dem Joghurt und Zitronensaft fein pürieren und in Gläser füllen, kalt stellen (Kühlschrank).

Kurz vor dem servieren kommen noch die Croutons dazu. Dazu das Brot würfeln und in der Pfanne mit der Butter und der zerdrückten Knoblauchzehe anrösten, den gehackten Estragon und Thymian dazu geben und zwei Minuten mit rösten. Die Croutons über sie Suppe verteilen und servieren. Ich hatte noch einen frischen Salat mit Tomaten und Erdbeeren dazu serviert, das ergibt eine tolle Vorspeise.

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