Ελλάδα und seine Landküche – noch ein Klassiker: Spanakopita

Jetzt ist aber bald mal gut mit immer nur griechisch… Ich verspreche euch, bald fahr‘ ich nach Afrika, dann wird auch das meine Küche beeinflussen. Afrikanische Klassiker :nachdenklich:

Aber zurück ins hier und jetzt. Ein echter Klassiker, denn wer von griechischer Landküche spricht und Spanakopita nicht erwähnt, wurde die längste Zeit als Pseudo-Küchen-Kenner anerkannt. Ich habe zwar keine Ahnung, wo in Griechenland bei 40° und monatelangem strahlendem Sonnenschein samt blauen Himmel soviel Spinat wachsen soll, aber Spanakopita gibt es immer & überall. So auch von der Frau unseres Ferienhausvermieters als wir anlässlich unseres Urlaubs auf dem Peleponnes auf ein Getränk eingeladen wurden.

Die grundsätzliche Zubereitung ist meistens recht gleich, die Unterschiede ergeben sich mit Sicherheit im Wesentlichen beim Würzen (manche würzen intensiv mit Zimt) oder im Verhältnis Spinat zu Feta. Egal, hier ist meins:

 

χρειάζεστε

  • eine Auflaufform
  • einen Topf mit Gerät zum Rühren
  • einen Backpinsel
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος

  • 6-8 Blätter Phyllo-Teig – kaufen ist einfach, aber feige, man kann den auch selber machen…
  • 800g frischer oder 400g tiefgefrorener Spinat (wenn tiefgefroren, dann ganze Blätter)
  • 1 mittelgroße (rote) Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400g griechischer Feta
  • ein Ei(gelb)
  • 5 EL & 2 EL Olivenöl
  • 2-3 EL Sesam
  • frisch gemahlener Zimt

<Los geht’s>

wenn (frischer Spinat) {
Spinat waschen;
dicke Stengel abschneiden;
grob hacken }

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, im Topf mit Olivenöl bei sanfter Hitze anschwitzen, Spinat dazu geben. Knoblauch schälen, fein hacken und dazu geben und einige Minuten unter gelegentlichem Rühren zusammen köcheln. Wenn der Spinat frisch ist, kann man die Blätter auch sukzessive hinzugeben und zusehen, wie wenig am Ende übrig bleibt.

Den Feta mit der Hand zerbröseln, Petersilie fein schneiden und beides zum Spinat in den Topf geben. Das Ganze nochmals unterrühren und kurz erhitzen, dabei nach Geschmack mit Zimt abschmecken.

Die Auflaufform mit ca. 2 EL Olivenöl ausfetten, ein Blatt Teig hineinlegen und in die Ecken andrücken, überstehenden Teig Richtung Mitte zurückfalten. Dabei hilft es, das der dünne Teig schnell durch das Öl weich wird (sonst ginge auch ganz ungriechisch Butter). Eine Ladung Spinat/Feta-Mischung hinzugeben, mit einem Blatt Teig abdecken und so weiter verfahren bis Teig und/oder Spinat-Feta-Mischung verteilt sind. Vor der letzten Schicht nochmal 2 Blätter Teig zunächst in die Seite einarbeiten, so dass diese später als Deckel fungieren können, mit der restlichen Spinat-Feta-Masse auffüllen und abdecken und die Blätter an den anderen Seiten am Rand einschieben.

Das Ei aufschlagen und das Eiweiß in ein Schüsselchen/den Ausguß geben, das Eigelb in einer Eierhälfte belassen und den Auflauf damit einpinseln und den Sesam drüber streuen.

Das ganze nun für ca. 35 Minuten bei 160° Umluft in den Ofen geben. Sollte der Deckel oben noch nicht braun sein, einfach noch 2-3 Minuten mit Oberhitze arbeiten. Man ißt die Spanakopita sofort oder auch kalt – dann passt sie super auf jede Mezze-Tafel.

</that’s it>

Eines noch zum Thema: „That’s it“ – Wenn man auf den gängigen Kochplattformen schaut, wie dort eine „echt griechische Spanakopita“ angegangen wird, kriegt man das kalte Grausen. Von Quark und Romano-Käse (wo bitte gibt’s den in Griechenland??), Spinatkuchen mit dem Blubb bis hin zu griechischer Hack-Spinat-Kuchen (Spanakopita) ist alles drin. Leute, euer ernst? Ich lösch‘ das Internet….

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„Mode(kar)toffel“ in süß und orange mit Spinat & Feta. Mit Thymian

tmp_13451-dsc_2002-1081701061Vor ein paar Wochen habe ich über das Gemüse der Woche berichtet. Bei dieser temporären Aufwertung von Produkten habe ich völlig vergessen darauf hinzuweisen, das seit Monaten das Modeprodukt schlechthin offensichtlich die Süßkartoffel ist. Die begegnet einem nämlich allen Orten, nicht nur im Laden gestapelt, sondern auch wenn man (wie ich) aufmerksam Kochsendungen und Kochblogs, Rezeptbeiträgen et cetera verfolgt.

Nicht das ich was gegen die Süßkartoffel hätte¹, nein, sie bringt ja durchaus Farbe in den grauen Winteralltag. Was ich neben eben jenem Hinweis vergessen hatte war aber, das ich damals selber bereits ein Exemplar dieser Modetoffel gekauft habe. Und das lag jetzt seit Wochen im Gemüsekorb herum und wartete auf eine Idee.

Die kam dann irgendwann als ich das Rezept Himmlische Happen las, wo man die Süßkartoffel in Scheiben im Ofen mit Ricotta und Kräutern überbackt. Ricotta war aber leider aus, daraufhin kam dann dieses Alternativ-Rezept heraus:
Thymian-Pommes von der Süßkartoffel mit Spinat, schwarzen Oliven und Feta„, falls jemand eine Vollbezeichnung braucht.

Küche:

  • tmp_13451-dsc_19951507319810Messer & Brett
  • Sparschäler
  • ein Backblech mit Backpapier ausgelegt
  • einen Topf
  • Zitronenpresse
  • eine Schale bzw. direkt die Teller zum Anrichten

Vorratskammer (Vorspeise für 4):

  • eine Süßkartoffel (ca. 600g)
  • 1 Bund frischer Spinat (ca. 400g)
  • 100g Feta (fester Ziegenfrischkäse geht bestimmt auch)
  • eine handvoll schwarze Oliven
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas frischer Thymian
  • 1x 6 + 1 x 3 EL Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1/2 TL Honig
  • Pepe e Sale

tmp_13451-dsc_1998-1988203359Die Süßkartoffel schälen (und wie bei mir, nach einigen Wochen die braunen Stellen rausschneiden ;-)) und anschließend quer in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. Die Scheiben wiederum quer in 1cm breite Stifte schneiden, auf das Backblech legen, mit 6 El Olivenöl übergießen, die Thymianblätter drüber streuseln und leicht salzen. Das Backblech in den Ofen und Kartoffeln bei ca. 170° etwa 25 Minuten backen, gegen Ende den Grill (Oberhitze) einschalten, damit die Pommes auch etwas knusprig werden.
Dann gibt es erstmal eine Pause, denn erst wenn die Kartoffeln fast fertig sind geht es weiter:

  • Zitrone auspressen und mit 1/2 TL Honig mischen
  • Feta in ca. 1 cm große Würfel schneiden
  • Oliven kurz abwaschen (sonst sind sie zu salzig)
  • Spinat gründlich waschen, Stiele ab- und dicke Blattrippen herausschneiden, grob hacken und mit der zerdrückten Knoblauchzehe und 3 EL Olivenöl im Topf vorsichtig erhitzen.

Sobald der Spinat in sich zusammenfällt, geht’s los: Die Süßkartoffelpommes mit dem Spinat und dem Zitronensaft-Honig-Gemisch in der Schüssel vermischen, vorsichtig pfeffern und obendrauf den gewürfelten Feta samt Oliven verteilen und dann direkt auf den Tisch: Prima Vorspeise!

 

¹ wie ich z.B.  hier und hier ja schon gezeigt habe.

Volle Kanne Loni: Gefülllt mit Ragù alla Bolognese, Ziegenspinat und „Mutti“

Warum sich manche Leute erst zu Weihnachten ein Festmahl gönnen habe ich ja noch nie verstanden. Ich finde, man kann auch ohne weihnachtliche Ausreden fürstlich Speisen. Ist gar nicht verboten und schmeckt auch vor Weihnachten genial gut: Canneloni abwechselnd gefüllt mit Ragù alla Bolognese und einer Mischung aus frischem Spinat und Ziegenfrischkäse.

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Aber opjepass! Die Küchenengel müssen hinterher folgendes spülen:

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne samt Pfannenwender
  • zwei kleine und einen großen Topf
  • einen Teller
  • ein Küchensieb
  • eine Parmesan- oder Käsereibe
  • ein kleiner Löffel
  • unsere Hände
  • Messer & Brett

Der Vorweihnachtsmann sollte dieses einkaufen:tmp_20415-dsc_0614204022790

  • 14 Rollen Canneloni
  • etwas Olivenöl
  • 125 g Mozarella
  • 50g Parmesan
  • 50g Semmelbrösel

Für die Spinat-Loni-Füllung:

  • 250 g Ziegenfrischkäse
  • 1 Bund frischer Spinat (ca. 500g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20g Butter
  • Pepe e Sale

TODO: Spinat waschen, Stengel abschneiden, grob hacken. Dann in den großen Topf die Butter erhitzen. Den Knoblauch in feine Würfel schneiden zur Butter geben, Spinat dazu geben und alles kurz blanchieren. Sobald der Spinat zusammen gefallen ist, Topf vom Herd nehmen & abkühlen lassen. Dann den Spinat mit dem Ziegenfrischkäse vermengen, gut pfeffern und salzen und erstmal beiseite stellen.

Für das Ragù alla Bo-Loni-Füllung (oder so):tmp_20415-dsc_0618-1840110460

  • 250g Bio Rinderhack
  • 200ml „Mutti“ Pomodori Passata
  • 1 Glas Rot- oder Weißwein
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 8-10 Stengel Petersilie
  • ca. 1 TL Oregano
  • 1/2 TL frisch zerstossene Fenchelsaat
  • 1 Tl Zucker
  • 5-6 El Olivenöl + 2 EL Olivenöl

TODO: Das Gemüse gründlich waschen, dann Möhre, Knoblauch und Zwiebel schälen, Sellerie putzen, dabei ruhig großzügig was wegschneiden. Blätter von der Petersilie zupfen und alle Stängel in Stücke schneiden. Das Gemüse in feine Stücke schneiden. Alle Schalen und Abschnitte sowie Petersilien-Stängel im kleinen Topf in 2 EL Olivenöl einige Minuten anbraten und dann mit ca. 700ml Wasser ablöschen, Deckel drauf und alles etwa eine halbe Stunde zu einer Brühe kochen.

tmp_20415-dsc_061325532879Die Pfanne aufstellen und das Fleisch darin in 2-3 EL Olivenöl kräftig anbraten. Dabei ist es wichtig, das man das Hackfleisch wirklich erst dann rührt, wenn man denkt, das das Fleisch verbrennt. Aber dann: Fleisch umrühren und erneut länger anbraten. Erst dann mehr rühren, wenn es eine schöne braune Färbung hat. Mit dem Pfannenwender dickere Klumpen zerstoßen, so das das Fleisch schön feinkörnig ist. Nun das Fleisch aus der Pfanne auf den Teller geben.  Nun das restliche Öl in die Pfanne und das Gemüse bei mittlerer Hitze einige Minuten anschwitzen. Dann die passierten Tomaten in 2 – 3 Portionen dazu geben und dabei immer kräftig rühren („tomatisieren“). Mit dem Wein ablöschen.

Nun das Fleisch, die durch das Sieb gefilterte Brühe und etwa einen Teelöffel Zucker dazu geben, das Ragù mit Pfeffer, Oregano und Fenchelsamen würzen und ohne Deckel etwa 2 Stunden bei kleiner Hitze einköcheln.

Wenn das Ragù eine sämige Konsistenz hat, können wir loslegen mit der

 

Becher Mel Sauce:tmp_20415-dsc_06201245446326

  • 80g Butter
  • ca. 0.4 l Milch
  • 1 EL Mehl
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • Salz

TODO: Dazu Butter im zweiten kleinen Topf erhitzen, das Mehl durch das Sieb darüber stäuben und dabei kräftig rühren. Die Milch dazu geben und weiter rühren. Sobald die Sauce anzieht mit Salz, Muskat und Zitronensaft abschmecken und vom Herd nehmen.

tmp_20415-dsc_0621-281175103Zusammenbau:

TODO: Nun die Auflaufform mit Olivenöl einölen. Die Hälfte der Kannen-Lonis mit Ziegenkäse-Spinat füllen, die andere Hälfte mit Ragù, abwechselnd in die Auflaufform legen (man versucht das Füllen zunächst – ganz Mitteleuropäer – mit dem Löffel, aber ohne Hände hast du keine Chance!). Das restliche Ragù oben drüber verteilen und alles mit einer Decke von geriebenem Parmesan beflocken. Darauf dann die Bechamel-Sauce verteilen und glatt streichen. Mozzarella mit den Fingern zerpflücken und darüber verteilen, ganz oben drauf die Semmelbrösel verteilen. Nun die Auflaufform bei etwa 160° in den Ofen geben und warten, bis sich eine schöne, braune Kruste gebildet hat (dauert ca. 25-30 Minuten). Es bleibt die finale Frage – was trinken wir dazu? :: Rot, z.B. italienisch + rot, bei uns gab es allerdings einen kalifornischen Shiraz. Der passte nicht so gut, daher gehe ich hier auch nicht näher drauf ein 😉

Was schnelles für heiße Tage: Fladenbrot-Schnittchen mit Spinat-Feta

Die letzten Tage waren ja nun mal recht heiß. Für mich persönlich nicht nur wegen des Wetters, sondern wegen der gerade gelaufenen FOSS4G Konferenz, deren Vorsitz ich führen durfte. Und daher ist die Kreation, die ich jetzt vorstelle zwar schon einige wenige Tage her, aber es soll ja wieder warm werden, insofern passt das zumindest zeitlich ;-).

Dazu kommt, das ich dem allgemeinen Vorurteil, wir hier im Rheinland würden scheinbar nur Sauerbraten vom Pääd, Himmel un Äädt (met Öllije un Flönz) un Halver Hahn essen, entgegentreten und den eigentlichen Star der rheinischen Küche vorstellen: Das Schnittchen.

Schon der Satz „Ich mach uns ein paar Schnittchen“ klingt für jeden Rheinländer wie eine Einladung zum Verweilen. Hier nun also das nicht ganz rheinische Schnittchen mit Spinat-Feta Füllung.

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Wir brauchen:

  • den Backofen
  • eine Pfanne
  • einen Löffel
  • Messer & Brett

Wir tun rein (für 2 zum Sattwerden):

  • 1/2 Fladenbrot
  • 1 Bund frischer Spinat (ca. 500g)
  • 250g Feta
  • 3 EL Creme Fraiche
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Spinat waschen, in ca. 3cm breite Streifen schneiden, dabei die dicken Stiele herausholen. Knoblauch schälen und fein hacken. Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Spinat und Knoblauch dazu geben und immer mal wieder rühren. Nach ca. 10 Minuten den zerbröselten Feta und die Creme Fraiche unterrühren, vorsichtig salzen, leicht pfeffern und erstmal beiseite stellen.

Fladenbrot in Tortenstücke schneiden und diese von der Spitze aufwärts horizontal teilen, dabei aber nicht komplett durchschneiden. Fladenbrot-Tortenstücke mit dem Löffel mit der Feta-Spinatmasse füllen und für ca. 10 Minuten im Ofen überbacken.

Dazu was Weißes. Oder ganz rheinisch, ein Kölsch.

 

Pasta im Schlafrock? Wir machen ein Zwischending: Spinat-Ricotta-Rolle mit Salbeibutter zum Saltimbocca

rechts oben spielt die Musik

rechts oben spielt die Musik

Unentschlossen bin ich eigentlich nur, wenn ich im Laden stehe und mal wieder nicht weiß, was ich einkaufen soll. Daher ist der Name nicht als Unentschlossenheit zu deuten, sondern sollte *dich* jetzt nur auf diesen Post hier locken. Aber ich kann jetzt schon sagen, es lohnt sich! Ich habe die Rollen beim Italiener als Fertigware in Plastik verpackt gesehen und gedacht, das kannst du selber besser!

Das habe ich dazu benötigt:

  • eine Auflaufform
  • einen Bogen Backpapier
  • mein Messer
  • ein Brettchen
  • eine Pfanne
  • eine Reibe
  • einen kleinen und einen großen Topf

Und das kam an Zutaten herein (als Beilage für 2)

  • ein Bund Spinat (ungeputzt ca. 300g)
  • ein Blatt Lasagne (ca. 25 x 15cm)
  • 100g Rocitta
  • 50g Gorgonzola
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 x 30g geriebener Peccorino
  • 3 Walnüsse
  • eine handvoll Salbeiblätter
  • 50g Butter
  • einige EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Und los gehts. Den Spinat putzen, Stiele entfernen und in der Pfanne mit ca. 2 EL Olivenöl und einer gehackten Knoblauchzehe leicht anschmurgeln, dabei oft wenden. Pfeffern und salzen, beiseite stellen.

Die Lasagneplatte im großen Topf in kochendem Wasser einige Minuten weich kochen (ich hatte frische Pasta, da hat eine Minute ausgereicht). Herausholen und auf dem Backpapier ausbreiten. Darauf den Spinat schichten und anschließend den Ricotta, das so, das die letzten zwei Zentimeter der Platte unbedeckt bleiben.

VOR dem Rollen

VOR dem Rollen

Walnüsse knacken und die Nüsse fein hacken und auf dem Ricotta verteilen. Oben drauf die ersten 30g Peccorino verteilen. Nun die Lasagneplatte mit Hilfe des Backpapiers zu einer Rolle drehen, so das die letzten zwei unbedeckten Zentimeter am Ende der Rolle kommen. Da die Lasagne feucht ist, klebt das so schön zusammen. Die rolle in die eingeölte Auflaufform geben, Gorgonzola und die restlichen 30g Peccorino drüber verteilen und für ca. 15 Minuten bei 180 Grad in den Backofen schieben. In der Zeit die Butter im kleinen Topf mit der zerdrückten zweiten Knoblauchzehe schmelzen und den gehackten Salbei dazu geben.

Zum Servieren Rolle vorsichtig mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden, auf die Teller legen und mit etwas Salbeibutter beträufeln.

Die Saltimbocca und den passenden Wein hatte ich schon hier beschrieben.

 

Lammfilet-Aprikosenspiesse mit Kürbis-Spinat-Ricotta-Lasagne

20140509_195241Die Titel werden immer länger und eigentlich ist beides ein Gericht für sich, was einen eigenen Beitrag rechtfertigen würde.

Da aber beides aus meiner Sicht in hervorragendem Maße zusammenpasst, beschreibe ich es zusammen. Zumal die Lasagne echt Vorbereitung kostet, die Spieße nicht.

Wir brauchen:

  • ca. 1.5h Zeit
  • einen Grill
  • einen Backofen
  • eine Auflaufform
  • einen großen und zwei kleine Töpfe
  • unser Messer samt Schneidebrett
  • eine Reibe

 

Zutaten Lammspieße (4 Personen)

  • ein Lammfilet pro Person (ca. 80-90g)
  • 16 getrocknete (oder 8 frische) Aprikosen
  • 4 Zweige Rosmarin, die unten schon verholzt sind
  • Pepe e Sale20140509_201306

Zutaten Kürbis-Spinat-Ricotta-Lasagne

  • ca. 500g frischer Spinat
  • ca. 500g Butternut-Kürbis
  • 4-5 frische Pasta Lasagne (oder 8-10 getrocknete)
  • 400g Ricotta
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Scharlotte
  • 2 EL Butter
  • 5 EL Butter
  • 1 EL gehackter frischer Oregano
  • 1 unbehandelte Zitrone (Bio)
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Ras-el Hanut
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 2 EL gutes Olivenöl

Wir fangen an mit der Lasagne. Dazu den Kürbis schälen und in kleine Streifen schneiden, diese in eine geölte Form legen, mit Kurkuma, Ras-el Hanut, gemörserten Fenchel und Chili bestreut
für insgesamt ca. 40 Minuten bei 180° in den Ofen, die ersten 30 davon abgedeckt mit z.B. feuchtem Backpapier.20140509_193830

Scharlotte würfeln, Knoblauch hacken und salzen, danach den Spinat putzen, Stiele ablösen, waschen und nicht zu klein hacken (ich habe halbe Blätter gemacht). Dann Oregano, Zwiebeln und 3/4 des Knoblauchs in 1 EL Olivenöl im großen Topf schwenken, nach ca. 1 Minute den Spinat dazu geben und ca. die Hälfte der Zitronenschale dazu reiben. Solange dünsten, bis das Wasser aus dem Spinat verdunstet ist und der Spinat durch ist, aber noch einen Rest biss hat. Dann 1 EL Butter dazu geben und vom Herd nehmen.

Zitrone schälen und das Innere beiseite stellen.

Sobald der Kürbis gar ist, Pasta, Kürbis, Pasta, dann Spinat & Ricotta und wieder Pasta in der Auflaufform aufschichten, oben drauf den 2. EL Butter verteilen sowie die beiden Hälften des Zitroneninneren. Das hält die Lasagne frisch und feucht.
Ab in den Ofen (160°) für ca. 20 Minuten, latente Oberhitze macht ne‘ schöne Farbe, Zitronen nach dem Backen wegwerfen.

Die 5 EL Butter in einem kleinen Topf klären, dazu etwas Knoblauch geben und beiseite Stellen.

Jetzt die Lammfilets in je 4 Stücke schneiden und abwechselnd mit den Aprikosen auf Rosmarinspieße stecken. Die brauchen auf dem vorgeheizten Grill (nicht zu heiß!!) ca. 3-4 Minuten pro Seite.

Zusammen anrichten, pro Person ein Spieß, oben auf die Lasagne etwas von der geklärten Knoblauchbutter.

Lecker.

Wein:

Dazu? Wegen der vielen Zitrone und wegen dem Frühling favorisiere ich auch hier einen Rose. Ich hatte einen leckeren, fruchtigen von der Loire, Provence tut es auch.
Zuletzt habe ich auf „Le Vin Rouge“ einen Cave du Luberon Rose bestellt. aber dazu mehr in einem anderen Blog.