Es war mal eine zarte Artischocke in einem wunderschönen Schottenrocke. Dazu: Pasta

Irgendwie habe ich in den vergangenen Tagen im Büro bei der Stillarbeit desöfteren alte Joint Venture Lieder gehört (Ja, ich weiß, das ist schon eine Weile her, das die noch zusammen aktiv sein konnten). Eines davon zeigt, wie früh die Jungs schon an heute (noch) aktuellen Themen dran waren – das Lied handelt von der zarten Artischocke, die ganz unbedarft auf dem Feld geboren und aufgewachsen ist, sie am Ende aber vom Vegetarier („Pflanzenfresser„) entblättert und ihr das Herz herausgerissen wird. Und die Moral?
„Hör zu, du Pflanzenfresser, du bist ja auch nicht besser.“

Hier das ganze Lied zum nachhören. Ich wollte das Thema jetzt überhaupt nicht werten, allerdings hat das Lied oder besser der Text eine Inspiration bei mir ausgelöst und ich habe sozusagen als Hommage an das Liedermacherduo Joint Venture und an alle Vegetarier vegetarische Artischocken-Pasta gemacht. Und die Pasta selber wurde natürlich mit meiner IMPERIA gekurbelt. Und wer das noch global betrachten möchte, sieht dieses vegetarische Gericht auch noch als kleinen, aber leckeren Beitrag zum Klimaschutz (weil vegetarisch), passt alles zur gerade in Bonn stattfindenden COP23. Dazu wurden größtenteils, also wo möglich, sehr regionale Bio-Produkte verarbeitet. Bio-Artischocken habe ich aber leider noch nicht gefunden.

Zum massakrieren brauchen wir:

  • eine Pfanne
  • ein großer Topf
  • ein Durchschlag (Küchensieb)
  • zwei Schüsseln
  • unsere IMPERIA Nudelmaschine
  • Messer & Brett

Massakriert wird:

  • 4-5 mittelgroße Artischocken
  • 1/2 Zucchini
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6-8 Blätter Salbei
  • 2 Scheiben einer Zitrone
  • 80g Butter
  • 6 EL Olivenöl
  • Parmesan
  • 1 Ei
  • 60g Pastamehl + etwas fürs bemehlen beim Kurbeln
  • 40g Hartweizengries
  • Pepe e Sale

Wir fangen an und mischen in einer der Schüsseln aus Ei, Pastamehl und Hartweizengries einen Pasta-Teig, den wir gut durchkneten. Den stellen wir dann abgedeckt für mindestens eine Stunde an einen kühlen Ort. Wir wenden uns der Sauce zu: Wie man die Artischocken putzt, habe ich hier schon mal beschrieben. Als weitere Vorbereitung noch die Zucchini fein schneiden und den Knoblauch hacken. In der Pfanne die Hälfte der Butter mit Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen, Artischockenstücke mit Zucchini, Zitronenscheiben und Knoblauch einige Minuten anbraten, dann werden die schon mal nicht mehr braun, Herd ausschalten.

Jetzt können wir unsere  Nudelmaschine in Stellung bringen. Sobald der Pastateig ausreichend ausgeruht ist, fangen wir an, den zu verarbeiten. Ich hole ihn einige Minuten vorher aus dem Kühlschrank und knete ihn nochmal durch. Danach habe ich die Masse in 3 Stücke zerteile, die ich in der gröbsten Stufe jeweils einige Male durchkurbele, falte, durchkurbele usw. – bis mir die Konsistenz gefällt. Der Teig darf keine Risse mehr bekommen, muss geschmeidig und glatt sein. Dazu immer ausreichend Mehl nehmen, damit nichts irgendwo anpappt, denn dann kann man von vorne anfangen mit der Kurbelei.

Ich kurbele die drei Stücke dann auf jeder Stufe, immer genau eine Stufe feiner werdend, jeweils ein- bis zweimal durch. Irgendwann werden die Stücke so lang, das man die quer halbieren muß. Am Ende sollte das Teigband sehr dünn und ohne Risse sein – man sieht auf dem Bild unten rechts wie die Zeitung durchscheint.
Damit kann man arbeiten.

Erst jetzt Topf mit 1-2l Wasser aufstellen, ordentlich salzen und zum Kochen bringen. Während dessen die Teigplatten durch die Tagliatelle-Quetsche kurbeln, auch hier hilft wieder sehr viel Mehl gegen alles Anpappen dieser Erde und der Arbeitsplatte im Speziellen.

Die Herdplatte unter der Pfanne wieder auf mittlerer Stufe einschalten, die restliche Butter und die grob gehackten Salbeiblätter zugeben und Zitronenscheiben entfernen, das Ganze vorsichtig salzen und pfeffern. Die Tagliatelle im Topf nun maximal 2 Minuten ziehen lassen, dabei sollte das Wasser nicht mehr kochen. Danach die Pasta abtropfen, es darf ruhig noch etwas Kochwasser mit den Tagliatelle in die Pfanne wandern, denn da gehören die jetzt und sofort hin. Alles ordentlich durchschwenken, auf tiefe Teller verteilen und mit Parmesan servieren.

Wofür ich jetzt die 2. Schüssel gebraucht hatte, habe ich übrigens vergessen ….

Und welcher Wein passt nun dazu? Mal was ganz anderes. Ich hatte beim Petite France kürzlich einen Muscadet erstanden. Im Muscadet-Gebiet werden Trauben der Rebsorte Melon de Bourgogne im Mündungsbereich der Loire rund um Nantes angebaut und einige Monate auf der Hefe („sur lie„) gelassen, bevor dieser frische Weißwein abgefüllt wird. Dadurch entsteht ein sanfter, schmeichelnder an Hefe erinnernde Geschmack und rundet den an sich sehr frischen Wein perfekt ab.

Der Clos Les Montes kommt sehr frisch und weich daher und passt so perfekt zum zarten Geschmack von Artischocke und Salbei. Dabei unterstützt das ganz leichte Bitzeln des Weins die ungemeine Frische und Frucht. Und wer, wie ich, diesen tollen Wein für knappe 8 Euro ersteht,  kann sich wirklich nicht beschweren.

 

 

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Imperia(le) Pasta selbstgekurbelt: Tagliatelle con Crema di Carciofi & Carne Tritata Sugo

Jetzt ist sie da: Meine Pastamaschina, Macchina di Pasta oder einfach Nudelmaschine. Normalerweise hat man ja in meinem Alter keine Geburtstagswünsche mehr, zumal die Küche ohnehin von Töpfen, Pfannen, Schüsseln und spnstigem Gerät überfüllt scheint. Aber eine Pastakurbelmaschine erschien mir wirklich als eine absolut notwendige Investition – oder eben ein lohnendes Geschenk. Und dann musste es natürlich der Mercedes unter den Pastagnetten sein, es kam nur eine Imperia in Frage.

Die gestern erhaltene Macchina wollte natürlich eingeweiht werden, es gab also Pasta, genauer gesagt mit Tagliatelle mit zwei Saucen, einmal mit Hackfleisch-Tomate (nein, keine Bolognese) und einmal in Artischocken-Sahne. Und das Ganze geht so:

Necessitare:

  • eine Macchina di Pasta
  • eine Schüssel
  • zwei Pfannen
  • ausreichend Ablagefläche
  • ein großer Topf
  • 1 Gabel, 2 Löffel und 2 Pfannenschieber
  • ein Durchschlag oder Küchensieb
  • Messer & Brett

Utilizzare:

  • 100g Semola di Gran Duro (italienischer Hartweizengriess, fein)
  • 100g Pastamehl „Typo 00“ und mehr Mehl zum späteren Bestäuben
  • 2 Eier
  • etwas Wasser
  • 1 handvoll Artischockenherzen, geachtelt
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 0.1l Sahne
  • 70g Butter
  • 1 EL Mehl
  • 2 x 0.1l Weißwein
  • 50g geriebener Parmesan
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Scharlotten
  • 1 Rumpsteak (200g)
  • 3 Tomaten
  • Olivenöl
  • Oregano
  • Pepe e Sale

Wir fangen an mit dem Pastateig. Dafür Mehl und Semola mit den Eiern in die Schüssel geben und mit der Gabel (oder direkt mit den Händen) verrühren. Vermutlich ist es zu tricken, daher soviel lauwarmes Wasser dazu geben, das ein fester, geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig dann einige Minuten ordentlich Kneten, ich achte immer darauf, das er beim Falten nicht mehr reisst. Danach in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde an einem kühlen Ort ruhen lassen.

Jetzt kommt die Macchina zum Einsatz und wir machen zunächst unsere Pastaplatten. Dazu vom Teig ein Stück, das etwa der Größe einer halben Faust entspricht,  abschneiden, bemehlen und auf der breitesten Walzstufe eurer Macchina einige Male durchwalzen (oder mit dem Nudelholz), zusammenfalten, durchwalzen – bis Ihr der Meinung seid, das es nun gut ist. Ich habe darauf geachtet, das mein Teigstück eine homogene, glatte Oberfläche hatte, dann habe ich die Macchina enger gestellt und die Pastaplatte erneut 2-3 mal, diesmal ohne zu Falten, hindurchgedreht. Danach habe ich die mittlerweile recht lang gewordene Platte in zwei Teile geschnitten, die Macchina auf die endgültige Dicke eingestellt (bei mir war es Stufe 2) und erneut beide Teile einmal durchdrehen. Sobald Ihr das Gefühl habt, das die Oberfläche nicht trocken ist, habe ich die Platte bemehlt und sie zum TZrocknen auf den Tisch gelegt. Das bemehlen hilft, sonst klebt alles an der Maschine und man kann von vorne anfangen. Die so gewonnenen Platten habe ich erstmal zum Trocknen auf den Tisch gelegt, ich glaube aber, das ich dafür bald eine Art Wäscheleinenvorrichtung in der Küche anbringen werde.

Jetzt ist es Zeit, die beiden Saucen anzufangen. Wir fangen mit der Hackfleischsauce an, die nicht mit einer Bolognese zu verwechseln ist. Dazu das Rumpsteak mit dem Messer in kleine Würfel schneiden und immer weiter fein hacken, wer mag kann natürlich auch direkt Hackfleisch kaufen – dann weiß man allerdings nicht, was drin ist ;-). Das Hackfleisch dann mit 2-3 EL Olivenöl in der einen Pfanne anbraten, sobald das Fleisch gut Farbe angenommen hat, geben wir fein gewürfelte Scharlotten, eine fein gehackte Knoblauchzehe und 1 TL Oregano hinzu. Zwischen gelegentlichem Umrühren würfeln wir die Tomaten, geben sie hinzu und löschen das Ganze mit 0.1l Weißwein ab. Die Sauce wird nun zu einem relativ festem Sugo eingekocht, bei Bedarf kann man noch etwas Wasser nachgiessen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Artischockensauce hacken wir die 2. Knoblauchzehe. Ich habe bei der Me**o entdeckt, das es da Artischockenherzen in Stücken tiefgefroren gibt, so kann man die gewünschte Menge einfach entnehmen, hat keine Arbeit und trotzdem frische Artischocken. Ich habe die analoge Menge von ca. 3 faustgroßen Artischockenherzen entnommen und die nach dem Auftauen in ca. 2×2 cm große Stücke geschnitten. In einer kleinen Pfanne/Topf wird nun die Hälfte der Butter mit 1 EL Olivenöl erhitzt, wir geben Knoblauch und Artischocken dazu und lassen das Ganze ein paar Minuten anschwitzen bevor wir es dann mit 0.1l Weißwein ablöschen.

Sobald der Wein etwas eingekocht ist, die restliche Butter hinzugeben und das Mehl einrühren, Sahne dazu geben und das Ganze etwa 10 Minuten einköcheln. Dann mit gemahlenem Pfeffer, geriebenem Parmesan und Zitronensaft abschmecken und erstmal beiseite stellen.

Zurück zu unserer Pasta. Wir erinnern uns: Die Pastaplatten liegen überall herum, ich hoffe Ihr habt sie gut bemehlt, sonst kleben die jetzt an Tisch oder Arbeitsplatte fest. Wir wählen die Tagliatelle-Erweiterung der Maschine, stellen Mehl bereit und legen los: Die Platten nacheinander durch die Tagliatelle-Rolle drehen und die dabei unten herauskommenden Tagliatelle ordentlich mit Mehl bestäuben und danach entweder irgendwo aufhängen oder in der Schüssel, in der wir auch den Teig gemacht haben lagern. Aber vorsicht – wenn es zu viele Nudeln werden, werden die unteren durch das Eigengewicht zusammengedrückt und die ganze Mühe war umsonst, das solltet Ihr also vermeiden. Ich habe sie daher dann doch auf einem Brett ausgebreitet.

Zum Kochen der Pasta den großen Topf aufstellen, etwa 2 Liter Wasser und viel Salz (2-3 EL) hineingeben und zum Kochen bringen. Pasta hineingeben und direkt den Durchschlag parat stellen, die selber gemachten Nudeln brauchen vielleicht 2 Minuten, dann schwimmen sie alle oben auf und sind fertig. Dann ab in den Durchschlag, auf keinen Fall mit Wasser abschrecken, sondern Pasta mit den Saucen vermischen und heiß servieren – Italiener kennen es übrigens nicht, das man erst die Pasta in den Teller gibt und die Sauce obendrauf, genau so wenig wie Pasta mit einem Löffel aufzurollen…..

Wer mag, reibt sich zumindest über die Hackfleischsaucenpasta noch Parmesan oder einen anderen Hartkäse nach Wahl (das Parmesello Betrug ist, wisst Ihr ja hoffentlich ;-)).

Wein? Nach gusto. Weiß passt besser zur Artischocken-Sauce, Rot zum Hackfleisch…. 😉

 

 

Herbstanfang? Drauf gepfiffen und stattdessen? Tagliatelle mit Pfifferlingen essen

Gestern war es dann soweit, die jährliche Katastrophe ist eingetreten: Herbstanfang heißt das böse Wort, das die schöne Zeit des Sommers offiziel für beendet erklärt. Gut, das Wetter gibt nun keinen Grund zu jammern, aber ich bin halt Frühlings- und Sommermensch. Das es in den Supermärkten schon seit wochen Spekulatius und Lebkuchen gibt, sind ja die ersten unheilvollen Anzeichen der kalten Jahreshälfte. ANdererseits, wer’s jetzt schon kauft, ist selber schuld.

Ich habe dafür was herbsttypisches gekauft: frische Pfifferlinge!

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Das liefert die Küchenausstattung:tmp_12398-dsc_0039-1474256378

  • Messer & Brett
  • eine Pfanne samt Holzlöffel zum Rühren
  • ein großer Topf
  • ein Abtropfsieb
  • Käsereibe
  • Gasgrill
  • 2 Pastateller

Das liefert der Herbst (für 2):tmp_12398-dsc_0041488054557

  • 200g Tagliatelle
  • 100g frische Pfifferlinge
  • 80g gewürfelten Speck
  • 3 Scheiben Bacon
  • 1/2 Bund gehackte Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5-6 EL Sahne
  • 60g Pekorino
  • 2 EL Olivenöl
  • 30g Butter
  • Pepe e Sale

Wasser im Topf auf den Herd stellen, gut salzen, wenn es kocht, die Tagliatelle hineingeben. Ab jetzt haben wir 7 Minuten Zeit für (in der Reihenfolge):

  • Bacon-Scheiben auf den Gasgrill legen, Deckel drauf und je Seite 2 Minuten braten, dann ausschaltentmp_12398-dsc_0037-138432295
  • Pfifferlinge mit dem Messer putzen (nie waschen!), dabei die größeren Pilze längs halbieren
  • Knoblauch schälen, mit der Breitseite des Messers zerdrücken und grob hacken
  • Öl und Butter in der Pfanne erhitzen, den Speck dazu geben und 2 Minuten anbraten
  • Pfifferlinge und Knoblauch dazu geben, vorsichtig salzen und ordentlich pfeffern, ab und an rühren
  • Kurz bevor die Nudeln fertig sind, die Hälfte Petersilie dazu geben, umrühren
  • Nudeln abtropfen und in die Pfanne geben, Sahne und Rest der Petersilie dazu, umrühren
  • Pasta auf 2 Teller verteilen, zum Anrichten die Bacon-Scheiben in der Mitte durchbrechen und obenauf legen
  • Je Teller eine ordentliche Portion Pekorino oben drüber reiben

 

Sofort servieren und glücklich essen, Dazu passt perfekt ein Feldsalat und ein nicht mehr zu süßer Federweißer (also einfach eine Flasche kaufen & einige Tage im Kühlschrank aufbewahren)!

Jetzt aber mal in echt: Spaghetti Neapolitana!

Jetzt bin ich über Erbsensuppe und Rindfleischbrühe irgendwie auf den „ich-koche-meine-Brühe-selber“-Trichter hängen geblieben. Also, diesmal für Pasta – das klingt ungewöhnlich? Ist es aber nur auf den ersten Blick! Der Neapolitaner hat vermutlich keine Ahnung davon, aber mein Geschmack erinnert mich an ein Gericht, das ich mal in selbiger Stadt (nach einem Kurz-Besuch am Vesuv*) gegessen hatte….

Tagliatelle - war da nicht die Rede von Spaghetti?

Tagliatelle – war da nicht die Rede von Spaghetti?

ist auch egal. Auf die Sauce kommt's an!

ist auch egal. Auf die Sauce kommt’s an!

 

 

 

 

 

 

Und so wird’s was mit dem itaglenischen Gericht….

mit I.:

  • einer Auflaufform
  • zwei Töpfe (einen für die Brühe, s.u.)
  • eine Pfanne
  • ein Holzlöffel
  • ein Küchensieb
  • Messer & Brett
  • eine Parmesan-Reibe

und mit II.:

Teller leer, Bauch voll, Rezept aufschreiben!

Teller leer, Bauch voll, Rezept aufschreiben!

  • 1/2 l Rindfleischbrühe, einfach so machen wie hier (halbe Menge), statt Wasser nehmen wir Weißwein
  • 1 Stange Sellerie
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 2 -3 Knoblauchzehen
  • 300g passierte Tomaten und 1 EL Tomatenmark
  • eine Prise Zucker
  • etwas Weißwein
  • 1 Bund Basilikum (oder ein Topf Basilikum)
  • 3 + 2 EL gutes Olivenöl
  • 1 El Butter
  • 100 g Parmesan
  • Pepe e Sale
  • 200-300g Spaghetti, Macceroni oder Tagliatelle (or whatever…)

Erst die Brühe kochen, man kann auch einen Rinder-Braten schmoren und die Brühe daher nehmen – nur den Braten will nach dieser Pasta keiner mehr Essen. Währenddessen das Gemüse putzen und in feine Würfel schneiden, Zwiebel und Knoblauch entsprechend zerkleinern. In der Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen, erst Zwiebeln und Knoblauch, dann den Rest des Gemüses darin anschwitzen. Nach ca. 5-7 Minuten Tomaten, Tomatenmark, Zucker und einen Schuss Weißwein dazu geben und etwa 20 Minuten köcheln lassen, wenn es zu trocken wird, Wein oder Wasser nachgiessen, ab und an rühren. Währenddessen vom Basilikum Blätter und Stiele trenne. Stiele fein hacken und dazu geben, die Sauce für einige weitere Minuten einköcheln lassen. Sobald das Gemüse gar ist, selbigesm it dem Kochlöffel platt drücken, so das eine sämige Sauce entsteht.

Im 2. Topf Nudelwassser aufsetzen, die Sauce oben reicht für 2-3 Portionen Spaghetti oder Tagliatelle. Nudel „an den Zahn“ kochen, im Sieb abseihen und dann mit 3 EL Olivenöl und der Sauce aus der Pfanne mischen. Die restlichen 2 El Olivenöl in die Form geben, Sauce-Nudeln-Gemisch dazu und das Ganze mit dem geriebenen Parmesan bedecken, ab in den Ofen für ca. 20 Minuten bei etwa 170°.

Dazu? Rot. Gerne schwer. Bei Aldi gibt’s gerade den („nur“ den Crianza, aber auch gut), aber ein Itaglener tut’s auch.

… ach und wer sich jetzt fragt – wohin zur Hölle mit den Basilikum-Blättern? Zum Garnieren und Aufhübschen der Teller latürnich!

 

*der Trip war übrigens gut: Wir waren zu Dritt, aber einer wusste nichts davon, nicht mal, als es gen Flughafen ging. Das war wohl der coolste Junggesellen-Abschied aller Zeiten – ganz ohne Pöbeln, aber mit Wein!

 

Reste-Essen: Blitz-Pasta, was sonst?

Selten kommt es vor, das ich so müde nach Hause komme, das ich keine Lust mehr habe zu kochen. Aber was nützt es, denn der Magen will trotzdem gefüttert werden? Gut, man könnte jetzt einfach ein paar Brote essen, aber wenn es schon Mittags nichts wirklich Warmes gab? Gut man könnte einen Fastfood-Laden aufsuchen, aber Erstens schlechtes Essen und Zweitens müssten wir dazu ja aus dem Haus!

Da hilft nur eins: Blitz-Pasta. Gut, das dabei noch ein paar Reste verschwunden sind.

Blitz-Pasta mit blitzsauberem Geschmack

Blitz-Pasta mit blitzsauberem Geschmack

Und das musste ich hinterher reinigen:

  • zwei Pfannen
  • einen Pfannenwender
  • eine Käsereibe
  • Messer & Brett

Und das an Resten verschwand dabei:

  • ein Rest Bavette (flache Spaghetti, ca, 120g, es geht auch jeder andere Pasta-Rest)
  • einen angebrochenen Hühnerbrühe-Würfel (französisch)
  • drei übrig gebliebene Schweinefiletspitzen
  • 1 Schälchen Escalivade-de-Legumes-Reste
  • eine halbe Chilli-Schote (die zweite Hälfte als Rest natürlich)
  • eine übrig gebliebene Knoblauchzehe
  • ca. 2 EL Olivenöl-Rest (oder auch kein Rest)
  • ca 0.1l Sahne aus einer ohnehin angebrochenen Packung
  • etwas getrockneten Oregano
  • ein Restkanten Pekorino oder Parmesan

Pfanne 1 auf den Herd stellen, Vollgas geben, ca. 0.25l Wasser geben, Brühwürfel dazu und die Nudeln hinein. Da meine Pfanne zu klein dazu war, habe ich die Nudeln durchgebrochen, eigentlich ist das ja ein Kapitalverbrechen. Die Nudeln muß man in der Pfanne öfter mal umrühren, insgesamt garen die auf diese Weise wunderbar und bringen richtig Geschmack ins Essen. Wenn alle Flüssigkeit weg ist, sind die Nudeln fertig.

Pfanne 2 stellen wir auch auf den Herd und geben auch hier Vollgas. Das Olivenöl hinein geben, das Fleisch eventuell nochmal durchschneiden und dann scharf anbraten. Nach zwei Minuten die Hitze reduzieren und klein gehackten Knoblauch und Chillischote dazu geben. Die Legumes der Escalivade ebenfalls dazu geben und mit der Sahne ablöschen, Oregano hinzugeben und ein paar Minuten reduzieren.

Sobald die Nudeln fertig sind, dazu geben, einmal umrühren, Pekorino hineinreiben, nochmal umrühren, je nach Geschmack und Weicheier-Faktor die Chilli wieder herausnehmen und den Magen füllen. Schmeckt sogar super 😉 Und Dazu? Weils‘ schnell gehen soll, ein kühles Blondes!

Spaghetti „Saziante“: mit Gorgonzola, Frühlingszwiebel, Thymian und Sahnebutter

Gestern war es ja mal was kühler. Da passt dann auch ein so mächtiges Pasta-Gericht, wofür man ein paar Tage vorher wohl den Koch noch in Merheim eingewiesen hätte….

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Lecker, ja. Leicht? Nein!

Aber lecker war’s.

Saziante ist übrigens echtes italienisch und heißt „sättigend“

Das braucht man dafür:

  • einen Pastatopf
  • eine Pfanne
  • Lieblings-Messer
  • Brett
  • einen Pfannenrührer
  • ein Küchensieb

Und diese Zutaten (für 2):

  • 200g Spaghetti
  • 3-4 Frühlingszwiebeln
  • 5 Artischockenherzen
  • 150g Gorgonzola
  • 5 Zweige Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 EL Sahne
  • 50g Butter
  • Salz
  • Pepe

 

Die Frühlingszwiebeln putzen, die Köpfe in Viertel schneiden, die Stiele in 4 cm lange Stücke und halbieren. Knoblauch mit der Messerseite zerdrücken und fein hacken. Die Thymian-Blätter von den Zweigen entrappen. Artischockenherzen vierteln (ich hatte welche aus der Dose, das geht ausnahmsweise auch).

In der Pfanne Butter schmelzen, Frühlingszwiebeln, Artischocken, Knoblauch und Thymian dazu geben und einige Minuten bei geringer Hitze anschmoren. Sahne und die Hälfte des Gorgonzola dazugeben und immer wieder rühren, mit Pfeffer abschmecken, das Salz kommt in ausreichender Menge durch den Käse. Die andere Hälfte des Gorgonzola in Stücke rupfen und bereit stellen.

DSC_0375Pastatopf mit Wasser und viel Salz aufstellen, wenn’s kocht Pasta hinein und so kochen, wie Ihr es mögt. Pasta im Sieb abseihen und in die Pfanne geben, durchschwenken und den restlichen Gorgonzola dazu geben. Sofort servieren.

Und was dazu? Einen Elsässer Riesling. Jetzt denkt man, Riesling gibt es doch auch diesseits des Rheins in ausreichender Menge. Das ist korrekt.

Aber der schmeckt einfach anders. Der Elsässer Riesling drückt regelrecht die Frucht von Pfirsich, Limette und Mirabelle auf die Zunge, zeugt von richtiger Kraft und kann so dem starken Geschmack des Gorgonzolas auch wirklich etwas entgegensetzen.

Probiert’s halt aus.

Frühlingspasta mit Spargel, Ruccola, Frühlingszwiebel und Gorgonzola

Ehrlich gesagt, ist der Ruccola nur hinein gewandert, weil ich noch einen Rest hatte. Aber gut. Manchmal hilft auch einfach der Zufall.

Grün und Weiß. Beim Fußball nicht meine Farben

Grün und Weiß. Beim Fußball nicht meine Farben

Wow, und das war lecker. Und interessant, nämlich dadurch das ich aus dem Gorgonzola diesmal keine Sauce gemacht, sondern ihn einfach in Würfel dazu geschnitten habe, entstehen „Nester“ unterschiedlichen Geschmacks.

Also, aus den Küchenschränken hole man:

Gemüse vorbereiten

Gemüse vorbereiten

  • ein Topf
  • Messer & Brett
  • eine Pfanne
  • ein Sieb

Und diese Zutaten (für 2):

  • 160g Spaghetti
  • 6-8 dünne Stangen grünen Spargel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • eine Handvoll Ruccola
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150g Gorgonzola
  • 50g Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 4 EL Sahne
  • Pepe e Sale

    In der Pfanne mischt man Pasta!

    In der Pfanne mischt man Pasta!

Topf mit Wasser und Salz aufstellen, Spaghetti wie gewünscht kochen. Währenddessen Frühlingszwiebeln putzen, danach halbieren und längs vierteln. Vom Spargel das untere Drittel abschneiden und mit schrägem Schnitt halbieren. Knoblauch mit dem Messer platt drücken und fein hacken. Butter und Öl in der Pfanne sanft erhitzen, Knoblauch und Spargel hinein und den Spargel drei Minuten anbraten, dann die Frühlingszwiebel dazu geben.

Den Ruccola in 2 cm lange Stücke schneiden und den Gorgonzola würfeln. Jetzt die Pasta abgießen, in die Pfanne zum Gemüse geben, Gorgonzola, Ruccola und Sahne dazu geben und gut durchmischen. Am Ende mit Fleur de Sel und frischem Pfeffer aus der Mühle frisch abschmecken.

Dazu gab es einen Rose von den Cotes d’Aix en Provence. Die schmecken meistens.