Ki-Ka-Kürbis Ravioli im Frühlings-Herbst in Salbeibutter

Ja, Kürbisse sieht man aller Orten und zum Glück werden die mittlerweile auch in klein angeboten, dass man auch nur 400-500g schwere Kürbisse kaufen kann und damit genau eine Sache kocht und nicht noch Kürbis-Stücke für 4 oder 5 Gerichte herumliegen hat. Es ist schon schwer genug sich andauernd Gerichte für hart gewordenes Brot auszudenken (Obwohl, Kürbis mit altem Brot zu kombinieren wäre ja mal was…). Nun habe ich also den Kürbis in die Raviolis verpackt und mit Butter übergossen – die Idee ist allerdings geklaut, das hatte ich letzte Woche auf einer Geschäftsreise bei einem Italiener in Potsdam als Segundo bestellt. Hier also meine Version:

Abbiamo bisogno dei seguenti utensili da cucina

  • eine Nudelmaschine
  • eine Schüssel
  • einen Servierring (8cm)
  • einen Küchenpinsel und eine kleine Tasse
  • einen kleinen und einen großen Topf
  • eine kleine Pfanne
  • unseren Pürierstab
  • ein Schälmesser
  • ein kleiner Löffel
  • ein Küchensieb
  • Messer & Brett

Abbiamo bisogno di ingredienti

  • 50g Pasta Mehl „00“ + Mehl zum Bestäuben der Arbeitsplatte
  • 25g Hartweizengries
  • 1 Ei + 1 Eigelb
  • 200g Kürbis „Hokkaido“
  • 4 EL Sahne
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • einige Fäden Safran
  • 25g + 100g Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 0.1l Weißwein
  • 8-10 Salbeiblätter
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 TL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

Andiamo. Aus Pastamehl, Ei und Hartweizengries kneten wir einen Pasta-Teig und lassen den in der Schüssel für mindestens eine Stunde ruhen. Wenn der zu Teig fest ist, etwas Wasser hinzufügen. Nun den Kürbis schälen und klein schneiden und in Olivenöl vorsichtig köcheln, Sahne, 25g Butter, Weißwein, Safran und frische Muskatnuss hinzufügen und ohne Deckel für ca. 25 Minuten kochen und immer mal wieder rühren. Danach die Kürbisstücke mit dem Pürierstab zu einer feinen Masse pürieren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und abkühlen lassen.

Den Teig mit der Nudelmaschine immer feiner zu Nudelplatten bis zur feinsten Stufe walzen. Die Platten auf eine bemehlte Arbeitsplatte legen und mit dem Servierring Kreise ausstechen. Mit einem kleinen Löffel jeweils eine Teelöffel-große Menge der Kürbiscreme in die Mitte eines jeden Pasta-Rondells geben und die Hälfte der Platte am Rand mit Eigelb bestreichen (s. Bild rechts). Den nicht mit Eigelb bestrichenen Plattenteil über die Kürbismasse stülpen und auf der be-eigelbten Seite vorsichtig andrücken, so das kleine Halbmonde entstehen.

Aus der oben angegebenen Menge erhalten wir ca. 35 Raviolis, das reicht für 4-6 als Vorspeise oder für 2-3 als Hauptspeise. Also nehmt euch ein Bierchen, gute Musik und etwas Zeit.

In der Pfanne 100g Butter und 2/3 der in feine Streifen geschnittenen Salbeiblätter vorsichtig erwärmen, Knoblauch zerdrücken, fein hacken und mit dem Zitronensaft hinzufügen. Das Ganze vorsichtig mit Salz und Pfeffer abschmecken und vom Herd nehmen.

Im großen Top die Ravioli in siedendem Wasser für ca. 2 Minuten kurz gar ziehen und im Sieb abschütten. Ravioli in die Pfanne mit der Salbeibutter geben und auf tiefe Teller verteilen, wer mag garniert noch mit ein oder zwei Salbeiblättern.

Ich habe dazu einen „Hörner“ Sauvignon Blanc aus der Pfalz serviert, eigentlich für mich ja die klassische Loire-Weißwein-Traube und die Sauvignons aus der Pfalz schmecken für mich auch komplett anders, aber durchaus sehr fein und zu diesem Gericht extrem gut passend.

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Pasta im Schlafrock? Wir machen ein Zwischending: Spinat-Ricotta-Rolle mit Salbeibutter zum Saltimbocca

rechts oben spielt die Musik

rechts oben spielt die Musik

Unentschlossen bin ich eigentlich nur, wenn ich im Laden stehe und mal wieder nicht weiß, was ich einkaufen soll. Daher ist der Name nicht als Unentschlossenheit zu deuten, sondern sollte *dich* jetzt nur auf diesen Post hier locken. Aber ich kann jetzt schon sagen, es lohnt sich! Ich habe die Rollen beim Italiener als Fertigware in Plastik verpackt gesehen und gedacht, das kannst du selber besser!

Das habe ich dazu benötigt:

  • eine Auflaufform
  • einen Bogen Backpapier
  • mein Messer
  • ein Brettchen
  • eine Pfanne
  • eine Reibe
  • einen kleinen und einen großen Topf

Und das kam an Zutaten herein (als Beilage für 2)

  • ein Bund Spinat (ungeputzt ca. 300g)
  • ein Blatt Lasagne (ca. 25 x 15cm)
  • 100g Rocitta
  • 50g Gorgonzola
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 x 30g geriebener Peccorino
  • 3 Walnüsse
  • eine handvoll Salbeiblätter
  • 50g Butter
  • einige EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Und los gehts. Den Spinat putzen, Stiele entfernen und in der Pfanne mit ca. 2 EL Olivenöl und einer gehackten Knoblauchzehe leicht anschmurgeln, dabei oft wenden. Pfeffern und salzen, beiseite stellen.

Die Lasagneplatte im großen Topf in kochendem Wasser einige Minuten weich kochen (ich hatte frische Pasta, da hat eine Minute ausgereicht). Herausholen und auf dem Backpapier ausbreiten. Darauf den Spinat schichten und anschließend den Ricotta, das so, das die letzten zwei Zentimeter der Platte unbedeckt bleiben.

VOR dem Rollen

VOR dem Rollen

Walnüsse knacken und die Nüsse fein hacken und auf dem Ricotta verteilen. Oben drauf die ersten 30g Peccorino verteilen. Nun die Lasagneplatte mit Hilfe des Backpapiers zu einer Rolle drehen, so das die letzten zwei unbedeckten Zentimeter am Ende der Rolle kommen. Da die Lasagne feucht ist, klebt das so schön zusammen. Die rolle in die eingeölte Auflaufform geben, Gorgonzola und die restlichen 30g Peccorino drüber verteilen und für ca. 15 Minuten bei 180 Grad in den Backofen schieben. In der Zeit die Butter im kleinen Topf mit der zerdrückten zweiten Knoblauchzehe schmelzen und den gehackten Salbei dazu geben.

Zum Servieren Rolle vorsichtig mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden, auf die Teller legen und mit etwas Salbeibutter beträufeln.

Die Saltimbocca und den passenden Wein hatte ich schon hier beschrieben.