Obatzda is. Mit Geißnkaas und Olivenöl = Goißnbatzda

Gut. Leichte Sommerküche kennen Sie nicht, die Bayern. Und frischer Salat ist ebenso Schimpf- wie Fremdwort wie vegetarisch, vegan oder trans-sexuell. Aber das sind vielleicht auch alles Vorurteile und Transexuell ist in Transsylvanien, man könnte es besser verstehen, würde man sie verstehen. Kostprobe?

Do hoggn de de oiwei do hoggn
Noch Fragen? Oder
Des Bundesvakehrsministerium is eigentle a boarischs, grod da Stammsitz is ebn in Berlin.
Das versteht kein Mensch, danach kommt für mich nur noch sägsisch.
Egal. Es gab frischen Salat und ich hatte ein wirklich frisches Weißbrot gekauft. Um das Ganze dann noch etwas , was dann auch satt macht aufzupeppen, suchte ich nach einer Idee, nach einer Art Vorspeise zur Hauptspeise.
Eher zufällig fiel mein Blick auf den Ziegencamembert und ich erinnerte mich an das bayerischste aller bayerischen Biergartenrezepte: Obatzda. Ich habe keine Ahnung, was das Wort bedeutet, hier streikt selbst mein Übersetzer. Aber mediterran angepasst mit Ziegenkäse macht er Spaß, mein Goißnbatzda.
Mia braan an Gerät:
  • eine Gabel
  • Messer & Brett
  • ein Schälchen
Mia braan an Zuatadn:
  • 1 Ziegencamembert (125g)
  • 50g Butter
  • 50g Frischkäse oder Feta
  • 1 EL gehackte Kräuter (z.B. Dill, Petersilie, Schnittlauch)
  • 1 kleine Scharlotte
  • 1/4 Knoblauchzehe
  • 2-3 EL gutes Olivenöl
  • 1/2 TL süßes Paprikapulver
  • Pepe e Sale
Alle Zutaten sollten etwa zimmerwarm sein. Die Scharlotte fein würfeln, die Kräuter fein hacken, das Stück Knoblauchzehe fein zerdrücken und mit etwas Salz bestreuen. Den Ziegencamembert in kleine Stücke schneiden, mit Butter, Frischkäse und Scharlottenwürfeln in das Schälchen geben und alles schön mit der Gabel zerdrücken und dabei vermengen. Kräuter, Knoblauch, Paprikapulver dazu geben und so viel Olivenöl dazu geben, bis eine sämige Masse entsteht, dabei immer weiter mit der Gabel drückend vermengen.
Das Ganze nun in der Schale in den Kühlschrank für mindestens eine Stunde kalt stellen, danach mit Weißbrot essen. Dazu? Nein, Weißbier überlassen wir besser denen, die es brauen und mögen.
Wir trinken dazu was ganz spannendes: Einen Sauvignon-Muscat. Muscat ist eine südfranzösische Rebe deren Weine dort gerne trocken ausgebaut werden, sehr lecker, aber faktisch fehlt dem Muskat immer etwas die Säure, weshalb die Weine oft so einen latent fauligen Geschmack haben. Macht man aber eine Cuvee aus Muscat und Sauvignon Blanc, so kommt die frische Säure durch den Sauvignon dazu. Hinaus kommt ein toller Wein, meiner war vom Chateau Crizan aus dem Languedoc und mit einem Flaschenpreis von um die 7.00.- Euro macht der echt Spaß!
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