Warmer Salat? Klar geht das: überbackener Herbst-Löwenzahn mit Kapern und Parmesan

Nach dem Anblick echter Löwenzähne in Namibia diesen Sommer, habe ich letzten Freitag einen großen pflanzlichen Herbstlöwenzahn erstanden. Also kein „Wildfang“, sondern gezüchtete Ware. Überraschenderweise weist der trotzdem die Bitterkeit auf, die man eigentlich von pflanzlichen Wild-Löwenzahn erwarten würde. Nachdem zwei Viertel schon in Salaten verschwunden waren, habe ich die 2. Hälfte dann überbacken. Man bekommt ein eher ungewohntes, aber extrem leckeres, vegetarisches Essen, allerdings habe ich mir das nur teilweise selber ausgedacht, mein Vorgehen ist an ein italienisches Rezept, dass ich mal irgendwo gesehen habe, angelehnt.

Aus dem Schrank:

  • eine Auflaufform
  • ein kleiner Topf
  • Messer & Brett

Aus dem Vorrat:

  • 1/2 großer Herbstlöwenzahn (oder 3-4 handvoll gesammelte Blätter, vorzugsweise im Frühjahr)
  • 1 große Tomate
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL italienische Kapern
  • 2 Scheiben trockenes Weißbrot (oder Semmelbrösel)
  • 50g geriebener Parmesan
  • Olivenöl
  • Pepe e Sale

Die Auflaufform mit 2-3 EL Olivenöl zwecks Anti-Anbrenn-Beschichtung einreiben. Den Löwenzahn waschen und (wenn zu lang) in 10-15cm lange Stücke schneiden und in die Blätter wild in die Auflaufform werfen.

Die Tomate in Stücke schneiden und einige Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen. Währenddessen den Knoblauch fein hacken, mit den Kapern vermischen und alles auf den Löwenzahn geben. Das Brot fein würfeln und ebenfalls über dem Löwenzahn verteilen. Sobald die Tomaten zu weich werden, Topf vom Herd nehmen, die Schale abziehen und die Tomatenstücke ebenfalls über den Löwenzahn geben.

Am Ende alles mit geriebenem Parmesan bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und die Auflaufform für etwa 20 Minuten bei 150° Umluft in den Ofen geben, danach für 2-3 Minuten die Temperatur auf 200° erhöhen und dabei die Oberhitze einschalten um eine schöne Bräune zu bekommen. Warm servieren mit kaltem, trockenen Weißwein.

Werbeanzeigen

noch eine Verwendung für Brotreste: Brot-Kräuter-Tomatensalat

Wie immer nach einer Party: Die Gäste sind weg und was noch da ist: Fladenbrot. Haufenweise Fladenbrot. Da muss nun einfach Phantasie her – denn außer Semmelbröseln muss es doch mehr Rezepte geben, die altes, hartes Brot benötigen. Hier ist noch eins.

leckerer Brotsalat

leckerer Brotsalat

Gut das ich schon einkaufen war. Wir brauchen neben Messer und Brett einen Toaster und eine Schüssel.

Und das an Zutaten (für 2):

Tomaten und Kräuter ;-)

Tomaten und Kräuter 😉

  • 10 kleine schmackhafe Tomaten
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 je ca 1cm dicke Scheiben altes, hartes Fladenbrot
  • 10 Blätter Basilikum
  • einige Zweige Petersilie
  • 2 EL Zitronensaft
  • 4 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Die Tomaten halbieren und in die Schüssel geben. Frühlingszwiebel putzen und in sehr feine Ringe schneiden, Kräuter fein hacken und ebenfalls alles in die Schüssel geben.

Das Brot toasten und in ca. einen Zentimeter große Würfel schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Zitronensaft, Olivenöl dazu und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Je nach Gusto kann man das Ganze noch etwas durchziehen lassen, dann wird das Brot weicher, ich habe es direkt serviert.

Dazu passt ein frischer Sauvignon Blanc aus der Tourraine.

Vorspeise sizilianisch: Auberginenröllchen

Eine Vorspeise zum reinsetzen und gleichzeitig eine exzellente Möglichkeit, trocken gewordenes Weißbrot loszuwerden! Das geht aber natürlich auch als einfaches Hauptgericht oder Beilage.

20131124_184550_resized20131124_184610_resized

in der Form und dann auf dem Teller. Lecker.

Wir brauchen:

  • ca. eine halbe Stunde, länger wenn wir die Auberginen vorher braten (s.u.)
  • 2 möglichst gerade, längliche Auberginen (oder die dicken runden aus Italien)
  • ca. 150-200g trockenes Weißbrot
  • ca. 6 getrockente Tomaten
  • ca. 2 frische Tomaten (oder aus der Dose)
  • je 1 Esslöffel Kapern in Salz, Pinienkerne, Rosinen (o.ä.), gehackte Persilie und Tomatenmark
  • 1 Mozarella (125g)
  • 50-60g frischer, feingeriebener Pecorino
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • Olivenöl
  • etwas Oregano (am besten frischer!)
  • Pepe

Füllung:

Das Brot wird zuerst in wenig Wasser eingeweicht. Eher weniger Wasser nehmen und nochmal nachkippen. Wenn das Brot das Wasser aufgesogen hat und nun fast weich ist, mit ca. 3-4 Esslöffeln Olivenol zerstampfen. Dann Kapern (mit dem Salz), gehackte getrocknete Tomaten, Petersilie, gehackten Knoblauch, Rosinen und Pinienkerne (gerne angeröstet und/oder gehackt) zufügen und alles zu einer Masse verrühren. In die Masse fügen wir dann ca. 3/4 des geriebenen Pecorino und etwa die Hälfte vom Mozarella in kleine Würfel geschnitten hinzu, Oregano hinzu, Pfeffern und verrühren nochmal richtig, Füllung kalt stellen. Extra salzen müssen wir wegen dem Pecorino und den Salzkapern eigentlich nicht mehr.

Auberginen:

Die Auberginen so in Scheiben schneiden, das möglichst gleichmäßig große, 2-3mm dicke Scheiben entstehen, salzen und etwas beschweren. Die Auberginen so ca. 1/2 Stunde entwässern. Dann mit einem Küchenkrepp trockentupfen und entweder im Ofen ohne Öl garen (ca. 20 Minuten bei 180° Umluft) oder in der Pfanne mit Olivenöl schön braun braten.

Zusammenbau:

Danach jeweils ca. 1 Esslöffel der Füllung auf eine Scheibe Aubergine verteilen und das Ganze einrollen, das so entstandene Röllchen in eine Auflaufform (die nur dann gefettet wird, wenn man die Auberginen im Ofen ohne Fett gegart hat). Das Ganze wiederholen, bis die Auflaufform voll ist (wir nehmen also keine backblechgroße Form oder wir brauchen mehr Füllung und Auberginen ;-)). Wenn dann noch Füllung übrig ist, kann die ruhig oben drüber verteilt werden. Ebenso wie die zerdrückten Tomaten, die wir mit dem Tomatenmark verrührt haben (daher eignen sich Dosentomaten hervorragend). Zum Schluß den Rest vom geriebenen Pecorino und Mozarella (gewürfelt oder zerrupft) drüber verteilen und das Ganze in den Ofen, 20-25 Minuten bei 160-180° Umluft reichen, am Ende vielleicht der Bräunung mit etwas Oberhitze auf die Sprünge helfen.

Essen:

Warm, das geht aber am 2. Tag auch aufgewärmt oder sogar kalt. Dazu passt natürlich ein schöner italienischer Roter, ich würde einen Barbera d’Alba (achtet auf superiore und/oder riserva) empfehlen, auch wenn der aus Norditalien kommt, aber den sizilianischen Rotwein, der uns schmeckt, den habe ich leider noch nicht entdeckt.