Spargel in „Bleu“ mit Cesar’s Kartoffelsalat

In der Spargelzeit kann man mindestens jeden zweiten Tag Spargel essen. Spargel, das ist für mich grün, den Weißen verbinde ich zu sehr mit Sauce Hollandaise aus dem Tetrapack (was ja im Supermarkt praktischerweise auch immer schon mit dem zumindest zweifelhaften Spargelwein zusammen angeboten wird) und meide ihn. Gestern auf dem Markt gab es schönen deutschen, auch wenn der mir oft eine Spur zu dick ist – dünnerer Spargel = mehr Spitzen denke ich immer und gehe auch hier vermutlich vom Mainstream weg – vielleicht auch, weil die meisten Leute wiederum denken je dicker, je weniger Stangen müssen geschält werden….

Gestern also war wieder so ein 2. Tag. Da ich Spargel nun schon gegrillt, mit Thymianbutter, mit Olivenöl und Ziegenkäse, in Spaghetti und auch sonst auf alle möglichen Arten gemacht hatte, habe ich gestern etwas Neues ausprobiert: Spargel mit Bleu d’Auvergne überbacken. Und dazu gab es einen Kartoffel-mit Feldsalat mit Kapern-Cesars-Dressing. Und das sieht dann so aus:

On nettoie apres:

  • eine Pfanne
  • ein Topf
  • eine kleine Schüssel
  • ein Schneebesen
  • ein Spargelschäler
  • Messer & Brett
  • eine längliche Auflaufform (der Spargel muss reinpassen)
  • eine Schale zum Anrichten

On boit:

Es gab dazu den Muscat von San Calo, einem mallorquinischen Winzer, den ich ja hier schon desöfteren hervorgehoben habe. Der wird aus der in Spanien sogenannten Moscatell-Traube gekeltert und entspricht dem südfranzösischem Muscat Sec.

On besoin:

  • 500g grüner Spargel
  • 100g Bleu d’Auvergne oder anderen Bleu (Roquefort o.ä.)
  • 50g Butter
  • 300g kleine festkochende Kartoffeln (z.B. Annabelle)
  • 1 handvoll Feldsalat
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Dijon Senf
  • 2 EL Creme Fraiche
  • 1 TL Zitronensaft
  • 5 EL neutrales Öl (z.B. distel) und 2 EL mildes Olivenöl
  • 2 EL eingesalzene Kapern
  • 50g geriebener Parmesan
  • Kresse und Petersilie
  • Pepe e Sale

Die Kartoffeln im Topf in leicht gesalzenem Wasser fast gar kochen, währenddessen den Spargel (unten) schälen. Sobald die Kartoffeln fast gar sind, Wasser abgießen, nach Geschmack schälen und Vierteln.

Die Kapern solange in der kleinen Schüssel in Wasser, das man mehrmals austauscht entsalzen, leicht ausdrücken und auf dem Brett grob hacken.

Für die Salatsauce in der kleinen Schüssel Eigelb, Senf, Zitronensaft und eine fein gehackte Knoblauchzehe verrühren und unter weiterem Rühren tröpfchenweise zunächst das neutrale Öl hinzufügen, so das die Sauce ähnlich einer Aioli leicht anzieht. Wenn alles Öl verbraucht ist, nacheinander Creme Fraiche, gehackte Kapern, Parmesan und das Olivenöl unterrühren und die Sauce so glatt ziehen.

Den Feldsalat waschen und die rote Zwiebel schälen und würfeln und dann mit den Kartoffelstücken in der Schale vermengen, beiseite stellen.

Die Pfanne mit der Butter und der grob zerdrückten Knoblauchzehe aufstellen und den Spargel darin unter gelegentlichem wenden für ca. 7-9 Minuten bei leichter Hitze bißfest anbraten. Anschließend den Spargel in die Auflaufform geben und den Bleu darüber bröseln. Die Form bei starker Oberhitze für 2-3 Minuten in den Backofen stellen, so das der Bleu schön verläuft. Den Spargel nach dem rausholen noch mit Petersilie bestreuen und so servieren. Den Salat nun mit der Sauce übergießen und mit der Kresse garnieren, auch auf den Tisch und lecker.

 

Advertisements

Ist das Feige? Mit einem Wort: Ja!

Feige zu sein ist ja oft ein schweres Schicksal; schaut man sich mal in südeuropäischen Ländern um, so verkommen diese wunderbaren Füchte allzuoft an den Bäumen, während man diese hierzulande im Supermarkt quasi gegen Gold aufwiegt. Da aber aufgrund des langwierigen Transports bei Eigenimport die Frische verloren geht, sollte man aus den überteuerten Früchten das Maximum herausholen. So geschehen gestern bei einer Abwandlung eines meiner hier längst beschriebenen Lieblingsgerichte: Quiche mit Blauschimmel und Birne.

Die Sauberkeit geht verloren bei:

  • einer Quiche- oder Tarteform
  • einer Rührschüssel samt Schneebesen
  • einer kleinen Schüssel
  • Messer & Brett

5-6 von eben jenen frischen Feigen begleiten:

  • 180g Mehl
  • 100g Butter & etwas für die Form
  • 1 Ei + 2 Eier
  • 150g Gorgonzola (oder anderer Bleu)
  • 150g Creme Fraiche
  • einige Zweige frischer Thymian
  • Salz & Fleur de Sel

Wir fangen mit dem Teig an, wie man einen Tarteteig macht habe ich schon desöfteren beschrieben: Mehl, Butter, 1 Ei und Salz mit der Hand verkneten und den Teig für ca. 1 Stunde kalt stellen. Währenddessen die Enden der Feigen oben und unten abschneiden und die Schale mit möglichst viel von der dicken weissen Haut abschneiden und die Früchte vierteln. 2 Eier mit Creme Fraiche verquirlen und vorsichtig mit Fleur de Sel salzen (denkt an den Käse!). Den Backofen auf 200° vorheizen.

Die Tarteform mit Butter einfetten und mit dem Teig dünn auskleiden, so das ein ca 3 cm hoher Rand entsteht. Feigenviertel mutig darauf verteilen, den Käse würfeln und ebenso wie die gezupften Thymian-Blätter darüber verteilen und am Ende die Ei-Creme Fraiche Masse darüber geben. Quiche in den Ofen bei Ober/Unterhitze und für ca.25-30 Minuten backen. Wenn die Feigen zu frisch sind, geben die eine Menge Feuchtigkeit ab, in dem Fall den Teig alleine ggf. 5-7 Minuten vorher blind backen.

Dazu trinken wir einen Chateau de Villeneuve, das ist ein Roter aus 100% Cabernet Franc von der Loire. Die Loire-Roten zeichnen sich durch eine gewisse Frische aus, dürfen daher durchaus auch eine Spur kühler sein, als man Rotwein sonst trinkt. Der Villeneuve hat eine schöne Frische mit latenten Noten von roten Früchten, ist pfeffrig-würzig und hat eine ganze leichte Bitternote im Abgang, die ist recht  typisch für den Cabernet Franc. Insgesamt ist es ein toller Wein, zu erhalten beim La Petite France für um die 10 Euro.

Herbstküche, die II. : Apfel-Lauch-Suppe mit Bleu d’Auvergne

Ja, richtig gelesen. Klingt nach einer wilden Mischung, aber eigentlich muß nur das Wetter passen und schon passt das oben genannte auch alles wunderbar zusammen. Und im Moment kann ich sagen: Das Wetter passt!

Außerdem macht sich Bleu in Verbindung mit herzhaftem und leicht Süßem wirklich gut. Mit den selben Geschmäckern habe ich bei der Birne im Speck ja auch schon herumgespielt. Aber da war es der milde Gorgonzola, jetzt ist es der etwas wildere Vertreter aus dem rauhen Herzen Frankreichs, der Bleu d’Auvergne.

Cremige Suppe mit Bleu. Es muß Herbst sein...

Cremige Suppe mit Bleu. Es muß Herbst sein…

Das wird benutzt:

Bleu d'Auvergne

Bleu d’Auvergne

  • ein Suppentopf
  • Suppenkelle
  • Holzkochlöffel
  • Messer&Brett

Das wird benötigt:

  • 300 g Bio-Hackfleisch vom Rind
  • 1 Stange Lauch (Porree)
  • 1 Apfel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 0.2 l Weißwein
  • 0.75 l Hühner und/oder Rinderbrühe
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter
  • 2 EL neutrales Öl
  • 200 ml Creme Fraiche
  • Pepe e Sale
  • 100g Bleu d’Auvergne (es tut auch Roquefort oder Bleu de Gex)

Und so geht’s:
Das Öl im Topf erhitzen, Hackfleisch hinzugeben und kräftig anbraten. Währenddessen den Lauch putzen und in feine Scheiben schneiden. Dasselbe machen wir mit den Frühlingszwiebeln und dem Apfel. Zwischendrin das Hackfleisch immer mal wieder wenden, wenn es ordentlich braun ist und schöne Röstaromen hat, Lauch, Apfelstücke, gehackten Knoblauch und Zwiebelstücke dazu geben und bei mittlerer Hitze einige Minuten anbraten. Wenn das Gemüse anfängt weich zu werden, rühren wir das Mehl ein, geben die Butter hinzu und rühren weiter, bis eine leicht klumpige, klebrige Konsistenz entsteht. Die löschen wir dann mit Weißwein und Brühe unter kräftigem Rühren ab.

Die Suppe lassen wir nun etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln (Deckel drauf!). Am Ende wird mit Creme Fraiche abgerundet und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Zum Servieren die Suppe in tiefe Teller geben und je Portion etwa 25-30g Bleu darüber bröseln. Dazu Weißwein. Voila!

 

Was macht die Mango in der Pasta???

Mango und Pasta? hmmm....

Mango und Pasta? hmmm….

Ich hatte mir ja vorgenommen mehr Pasta zu machen. Das hat grandios nicht geklappt, da ich, wie nachzulesen, ja viele andere Sachen ausprobiert habe. Aber eines Tages entdeckte ich dann doch die zuletzt bei einem deutschen Discounter erworbene frische Pasta wieder. Und die Mango, die seit längerem essreif herumlag.

Pasta? Mango? Warum nicht?

Dieses Werkzeug habe ich gebraucht:

Schneidewerk und Speck

Schneidewerk und Speck

  • eine Pfanne
  • einen Topf
  • ein Sieb
  • einen Sparschäler
  • einen Holzlöffel
  • mein Messer und Schneidebrett

Und das kam an Zutaten rein:

  • 250g frische Tagliatelle
  • ca. 50g Bleu d’Argental (oder anderer Bleu)
  • 4-5 EL (Bio-)Sahne (in normaler Sahne ist ein Stabilisator drin)
  • eine halbe Mango
  • ca. 100g Speckstreifen
  • eine Knoblauchzehe
  • eine handvoll gehackte Petersilie
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Und Abfahrt. Speck anbraten und aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen. Butter, Olivenöl, Sahne und Bleu in die Pfanne geben und bei schwacher Hitze den Käse schmelzen, Knoblauch schälen, mit der Messerbreitseite platt drücken und hacken, dazu geben, Sauce bei geringer Hitze leicht einkochen.

Mango schälen und in Würfel schneiden. Dann das Pastawasser zum Kochen bringen und Tagliatelle 2-3 Minuten kochen, abgießen. Pasta, Speck, Petersilie und Mango in die Pfanne geben und alles einmal durchschwenken. Etwas Pfeffern und bei Bedarf nachsalzen, wobei der Käse und Speck an sich ausreichend salzig sind.

Ungewohnt aber lecker.

Was trinken wir dazu? Meine aktuelle Weißwein-Lieblings-Entdeckung, den Chateau le Raz, wie hier schon beschrieben. Oder auch was italienisches Weißes, falls Ihr was genießbares habt.

DSC_0429DSC_0431DSC_0426