Braai in der Wüste – oder in der Wüste wüst grillen

Anfang August: Namibia. Ein tolles Land, vor allem, wenn man es als Tourist bereist. Das dann direkt unsere allererste Lodge direkt diesen Platz direkt in der Wüste mit Braai (Grillstelle, s. Bild unten) bereitstellen würde, war natürlich ein großes Glück. Dass ich in meinen 4.5 Wochen Afrika überhaupt würde einmal selber kochen können, hatte ich eigentlich eher nicht erwartet. Direkt bei der Ankunft habe ich dann natürlich nach Holz gefragt, was dann auch geliefert wurde – mehr als man in den 2 Tagen Aufenthalt überhaupt hätte verbrennen können. Jedenfalls ergab sich so gleich die Gelegenheit selber Oryx-Antilope zu grillen. Auf einem Holzgrill.

Wow.

Einkaufen waren wir zum Glück vorher schon, und auch wenn das Angebot namibischer Supermärkte eher, sagen wir mal ’schlicht‘ ist (das meiste wird aus Südafrika importiert), so kann man sich darauf verlassen, dass man Top-Qualität an Fleisch bekommt. Und neben Rind, Schwein und Lamm eben auch Antilopenfleisch. Das Fleisch stammt in aller Regel von Farmen aus dem Land, wo die Tiere frei herumlaufen und bejagt werden. Mehr Bio geht also nicht.

Wir braauchen:

  • einen Braai samt lokalem Holz
  • Messer & Brett
  • Wüstenpanorama

Wir braaieren:

  • ca. 300g Oryx-Antilope
  • ca. 300g Rinderfilet
  • Tomaten, Gurke und rote Zwiebel für Salat
  • 100g Feta
  • ein paar Kartoffeln als Beilage
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • eine Zitrone und noch etwas Olivenöl für Salatsauce
  • Pepe e Sale

Das Oryx-Antoilopen-Fleisch kommt am Stück, also schneide ich drei gleich etwa 2-3 cm dicke Scheiben daraus. Das Fleisch ist sehr mager und ich frage mich, ob das mit dem grillen wohl klappen wird? Andererseits ist Rinderfilet auch mager und das wird auf dem Grill richtig gut. Also wird das schon klappen, wenn ich den Garpunkt treffe. Ich reibe die Fleischscheiben mit etwas Knoblauch und Olivenöl ein.

Ich heize also den Braai an, sammele etwas herumliegendes Kleinholz zum Anzünden und lege 5-6 Scheite auf. Es riecht wunderbar, etwas harzig, aber nach einem Aroma, das im Fleisch mit Sicherheit zum Gelingen beitragen wird. Hinterher habe ich herausgefunden, dass wir Kameldorn-Holz haben und das längst nicht alles Holz in der Wüste Namib brennbar ist. Kostbar ist es auf jeden Fall, daher bin ich sparsam. Das Feuer lodert vor sich hin, es duftet und knackt.

In der einzigen Pfanne auf der kleinen Gasflamme bruzzele ich Kartoffeln als Bratkartoffeln in Olivenöl, die bekommen am Ende noch etwas Salz und Pfeffer dazu, fertig. Die Wahl der Sorte fällt übrigens nicht schwer, in Namibia wird nicht danach, sondern nach Größe der Knolle entschieden. Die größeren sind erstaunlicherweise teurer, vielleicht weil man weniger Schale und mehr Kartoffel hat?

Mit Blick auf den Sonnenuntergang hinter den Naukluft-Bergen, einem kalten „Tafel-Lager“ schnibbele ich Tomaten, Gurke und rote Zwiebel zu einem Salat, mixe Zitronensaft, Salz und Olivenöl zu einer Sauce, mische alles in der einzigen Schüssel durch und füge gewürfelten Feta (den es überall in Namibia gibt) hinzu. Das ist unser Salat.

Nun ist auch das Feuer heruntergebrannt und ich lege das Fleisch auf den Grill. Es zischt, duftet wunderbar zwischen Fleisch und Holz, mittlerweile wird es dunkel und mit dem schnell schwindenden Licht hat auch einer die Heizung ausgeschaltet. Es wird sehr schnell recht frisch.

Mangels Grillgabel nehme ich die Hand zum wenden, aber wenn man schnell ist geht auch das sehr gut. Da ich keine Ahnung habe, wie sich Oryx-Antilopensteaks auf einem Grill mit unbekannter Temperatur verhalten, drücke ich immer mal wieder mit dem Finger in das Fleisch und entscheide irgendwann nach ca. 4 Minuten pro Seite, dass es nun gut ist. Natürlich lasse ich das Fleisch noch noch eine Weile ruhen.

Serviert mit Salat und Kartoffeln und etwas Salz und Pfeffer, schneidet sich das Fleisch wie Butter, duftet herrlich, ist wunderbar zart und vom Geschmack her irgendwo zwischen Top 1A Rindfleisch mit einem ganz dezenten Wildgeschmack anzusiedeln. Interessant ist, das kein einziger Tropfen Fleischsaft beim Schneiden herausläuft.

Mittlerweile ist es dunkel und ein unglaublich beeindruckender Sternenhimel begrüßt uns. Milchstraße, Kreuz des Südens und Venus, Mars und Jupiter leuchten am Himmel. So darf es ruhig eine Weile bleiben…

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Afrika pur – ein kleiner Zwischenbericht

<skip> 2 Wochen in Namibia, zu dieser Traumreise vielleicht später einmal ein Bericht</skip>

Sonntag morgen, der Wecker klingelt früh, ich bin allerdings schon früher wach, den Kopf voll von den vergangenen und kommenden Tagen. Aufstehen heisst es in Windhoek, schnell wachwerden, alle drei parat machen, ein letztes Mal die 6m lange Riesenkarre (Ford Ranger) beladen und in aller Dunkelheit geht es gegen halb sechs los, die 40km in Richtung Flughafen. Auto abgeben, Maggie und Johannes einchecken und ein trauriger Abschied folgen. Das Ende von tollen 2 Wochen, aber gleichzeitig der Start von 2 weiteren Wochen, Abenteuer und Konferenz, oder beides. Wird es die beste oder die schlechteste aller Zeiten?

Sie begann jedenfalls mit 6.5 Stunden abhängen am Flughafen in Windhoek, dann ging es los mit einer kleinen Embraer, Fensterplatz nach Victoria Falls, Zimbabwe. Wie lange hatte ich in meinem Leben den Traum die Victoria Falls zu sehen? Ich kann mich nicht erinnern, aber als ich dann am Morgen, nach sehr frühem Aufstehen (6h !) tatsächlich davor stand, war ich einfach überwältigt. Und alleine, der frühe Vogel und so, naja. Vermutlich hat jeder Bilder oder Filme über die Falls gesehen, aber davor zu stehen, den Lärm der Massen an Wasser zu hören, die Gischt zu spüren (Regenjacke anziehen!) und gleichzeitig das Gefühl zu haben, man könnte über die Schlucht rüber ins herabstürzende Wasser greifen, weil es so nah erscheint, toppt alles an Naturwundern, was ich bisher in meinem „jungen“ Leben gesehen habe.

Praktisch geht man die Hauptstraße im Städtchen Victoria Falls 1 km herunter, zahlt seinen 30$ Tribut und steht nach wenigen Minuten auf der anderen Seite der Schlucht vor dem ersten kleineren „Devils Fall“, danach kommen die Main Falls auf einer Breite von einigen hundert Metern und 93m Fallhöhe, dann die Horse-Falls, die wirklich so aussehen, als wären es Pferdeschwänze. Danach dann die habichvergessenaber photographiert-Fälle, die sogar 103m herabstürzen. Den letzten Teil sieht man nur von der sambischen Seite, da ein Keil Sambia der Zickzack-Schlucht nach Zimbabwe hereinragt, die aber faktisch unüberwindlich ist. Entweder durch Schlucht, oder durch die sambischen Grenzbehörden. Aber dazu später mehr.

Ich hab’s mir nämlich dann noch komplett gegeben, Nachmittags stand eine Bootstour auf dem Sambesi an. Hippos und Krokodile garantiert, vielleicht auch Elefanten wurde versprochen. Und – ich nehms vorweg – gehalten. Auf dem Touriboot mit freien Getränken ging es los, ich saß in der 1,5-Reihe vorne, die beiden Päärchen vor mir verkuschelten sich zum Glück zur Seite. Genauso breit wie die Falls, 1.7 km, wo der Sambesi ca. 2km weiter püber die Basaltklippe stürzt, war er auch. Mit Inseln und eher wie ein See, da man absolut keine Strömung bemerken konnte, Das mit den TIerchen war für den Bootsführer recht einfach, denn der musste nur dahin fahren, wo ein anderes Boot in Ufernähe stand und schon gab es nach wenigen Minuten die ersten Hippos. Übrigens die nach Zählung der getöteten Menschen die gefährlichsten Tiere des Kontinents. Sehen konnte man allerdings nur den halben Kopf, da die Viecher am Ufer auf dem Grund stehen und immer mal wieder rausgucken (müssen). Und da kam auch direkt der Elefant, der wohl rüber zu einer Insel geschwommen ist um dort Palmen zu schütteln. Bah wer jetzt was unanständiges denkt, der schüttelt die Bäume und frisst die herunterfallenden Früchte. Wahnsinnsanblick – und versucht mal gegen eine ca. 50cm im Stammdurchmesser 40m hohe Palme zu treten, ihr werdet verhungern.

Danach sahen wir dann auch den Kameraden, den Ihr oben im Bild seht, Regungslos am Ufer liegend und eigentlich nur durch die wesentlich größeren Spuren rechts von ihm war zu erkennen, dass es hier auch wirklich große Kameraden gibt. Der auf dem Bild ist nur ca. 1m lang, aber es ist alles dran, was so ein Tier braucht – also sein Maul. Wenn er Glück hat, wird er groß und nicht vorher von seinen Artgenossen vertilgt.

Der versprochene Sonnenuntergang war dann auch nicht zu verachten, eigentlich unglaublich, dass ein so dermaßen geschundenes Land so Schönes zu bieten hat, weit weg von der Not der Menschen und den korrupten Politikern in Harare, die das Land ausgeraubt haben, bis vor 5 Jahren die eigene Währung zusammenbrach. Zwischendurch war ich noch im Supermarkt Proviant einkaufen für die am nächsten Tag folgende Busfahrt nach Lusaka, wo ich aktuell in einer Insel der Ruhe draußen sitze und schreibe.
Man kann sich nicht vorstellen, wie eine normale Familie mit einem monatlichen Einkommen von etwa 70 US $ – sofern die Menschen überhaupt eine Arbeit haben – die Preise der einfachsten Lebensmittel bezahlen können. Geschweige denn Essen gehen, ein durchschnittliches Abendessen ist normal nicht unter 20 $ zu haben. Ein Kilo Kartoffeln? 4,5$, ein Liter billiges Speiseöl? 2,5 US $ – noch Fragen? Dass dann ein greiser alter Mann das Land über 25 Jahre nennen wir es mal regieren, durfte und anschließend seine rechte Hand nach Militärputsch tatsächlich mit 2/3 Mehrheit wieder gewählt wird – das geht eigentlich nur, wenn man nachhilft. Isoliert von allen Nachbarstaaten, denen diese Diktatur nämlich auch zu viel wurde, obwohl, die sind ja auch nicht ganz ohne. Ich vergass, das billigste Bier, 50 Cent, billiger Fusel? 1L für 5 US $ – so stellt man die Bevölkerung ruhig. Aber wenn man nur auf der Lodge hängt meidet man den Kontakt mit den Betroffenen. Ist es trotzdem gut als Tourist Geld ins Land zu bringen? Wer kriegt was vom Kuchen ab? Wenn man sich damit eingehender auseinandersetzt, kommt man in Gewissenskonflikte, überhaupt so eine Reise anzutretent. Ich habe mich dazu entschieden, dass es gut ist, zu Wissen was los ist. Und ohne eine Reise wie diese, beschäftigt man sich nicht mit den Problemen, die hier vorherrschen, weit weg von den Rechten Europas oder der Trumpisierung der Medien.
Prost, darauf ein „Zambezi Lager“.

Der folgende Tag begann wieder früh, nach einer rauschenden Nacht – rauschend weil man permanent das Donnern der Falls im Hintergrund hörte. Aber schließlich wollte ich zum Unverständnis aller mich „Taxi“ nennenden Zimbabwern zu Fuß über die Brücke nach Sambia gehen. Von der im unaussprechlichen Jahr 190-x erbauten Brücke konnte man nochmal die Mainfalls sehen und das Donnern gut hören. Mein Bus sollte, so wie ich nach eingehender Recherche herausgefunden hatte, vielleicht um halb zehn ab Livingstone starten. Das liegt ca. 10 km weg von der Grenze, aber erstmal musste ich ja einreisen. Der gut vorbereitete reisende Europäer hat sein Visum vorab beantragt und einen „Letter of Intend“ mit einer Nummer drauf. Und derselbe Europäer denkt dann, dass ja lediglich die Nummer ins System eingegeben wird, und schon flutscht das Visum heraus. Pustekuchen. Vor mir war eine Gruppe Amis und Aussis und es ging quälend langsam voran, mindestens 5-6 Minuten pro Person. Und als ich dann dran war, wurde ich an den Nachbarschalter verwiesen, da ich ja ein Visum hätte. Dort ging es nicht schneller und es waren wiederum 4 der Gruppe vor mir. Alle Fragen, die ich schon bei der Visa-Einreichung angegeben hatte, musste ich also erneut beantworten, woher, wohin, wie lange, Geld genug ppp. Als Europäer, der von Portugal bis Schweden ohne seinen Pass einmal zu zücken fahren kann, sagen wir mal interessant (war ja nicht so, als hätte ich das bei der Einreise nach Zim nicht auch schon gehabt).

Irgendwann nach ca. 1.5 Stunden hatte ich also mein von Hand ausgefülltes Visum plus Borderpass (ein kleiner Zettel mit wichtigem Stempel drauf), der zu einmaliger Einreise berechtigt und den ich zur Sicherheit nach 5 m direkt dem Grenzbeamten wieder abgeben durfte, Also war ich in Sambia, habe mir das erste Taxi geschnappt und mich zum Busbahnhof fahren lassen, eine Elefantenherde am Strassenrand inklusive. Wer jetzt Busbahnhof denkt, denkt vielleicht an sowas wie in Bonn, wo es Abfahrtsteige gibt, man Fahrpläne findet und sich in Ruhe erkundigen kann. Vergesst es, schon durchs offene Fenster beim noch stoppenden Taxi bestürmten mich 4-5 Leute, die wirr auf mich einredeten. Ich bin erstmal ausgestiegen und habe laut „Stop it“ gerufen, „let me first get out and grab my luggage“ – das wollten die sich nämlich auch krallen. Es stellte sich heraus, dass deren Job darin besteht, die Leute zu den jeweiligen Bus-Unternehmen zu schleppen – „otherwise the busses remain empty“ wusste mir der, den ich dann schlußenfdlich ausgewählt habe, zu berichten (sein Glück des Auserwählt-werden fusste übrigens darauf, dass er schwarz-gelb gekleidet war). Danach war immerhin Ruhe, man scheint dem anderen keine Kunden streitig zu machen.

Im Bus, weil als letzter eingestiegen ganz vorne sitzend, sowas überflüssiges wie Sicherheitsgurt war dem Fahrer (der ihn nur an den zahlreichen Polizei-Checkpoints anbrachte) vorbehalten mit gutem Blick ging es also los. Der 2. Gurt wurde übrigens für die Türverriegelung benötigt. Nach zuerst recht zügiger Fahrt hoffte ich noch auf die beste aller Zeiten, aber ich hatte nicht mitbekommen, das wir das County des führenden Oppositionspolitikers durchfahren mussten (das habe ich als Grund später erfahren). Denn gegen diese Teil-Strecke waren die Straßen im Etosha-Park eine Wohltat (und meine Beiden wissen jetzt wovon ich rede). Und an den wenigen Passagen, wo es etwas besser ging, waren entweder massenhaf Lastwagen, die mal rechts, mal links überholt wurden oder eben Polizei.Checkpoints. Ich dachte schon vorher, dass es derer viele waren, aber auf dem ca. 70km langen Stück waren es sicher 5 oder 6. Anhalten, kurzer Plausch oder müdes Durchwinken und weiter, bis zur nächsten Schlagloch-Serie. Vermutlich war ich auch der Einzige, der sich Sorgen ob der seltsamen Knack-Geräusche aus dem Fahrwerks-Bereich machte. Europäer eben. Aber irgendwann ist auch die längste Fahrt (8h) zu Ende und wir kamen in Lusaka am Busbahnhof an. Jetzt waren es die mich „Taxi“ nennenden, die wie fliegen um die – naja – surrten. Gut dass ich mir vorher auf MapsMe mein Guest-House markiert hatte, so konnte ich den Fahrer dann die 4km lotsen. Vorbereiteter Europäer eben.

Heute wollte ich dann sichergehen, ob ich wirklich „Taxi“ heisse und bin etliche Kilometer durch die Stadt gelaufen. Antwort gefällig? 😉 Die ohne Auto nannten mich ab und an „KwecheKwecha“ – nach der Währung des Landes, aber im großen und Ganzen wird man ziemlich in Ruhe gelassen, wenn man durch die staubigen Straßen von Lusaka spaziert.

Mein Weg fürhte mich zunächst ins TAZARA Haus (TAnsanian-SAmbian-RAilway), wo ich dann tatäschlich in irgendeinem Office (durchfragen!!), mein Ticket für den nächsten Reise-Abschnitt erhielt. Freitag fahre ich also TAZARA, 52h, 1860 Kilometer von Kapiri Mposhi nach Dar Es Salaam, quer durch Ostafrika. Und das ganze für 278 KW (ca. 25 Euro), zuviel Komfort in der 1. Klasse sollte ich also nicht erwarten. Ich muß nur noch zur Endstation kommen, die liegt nämlich 180km östlich von hier – Kleinigkeit! Dass es in Steinwurf-Nähe von der TAZARA den Hauptbahnhof von Lusaka gibt, wo angeblich Züge nach Kapiri fahren, wusste die Ticketdame allerdings nicht. Erwartet jetzt aber mal nicht, dass ich nicht selber gucken gegangen bin aber erwartet vor allem mal nicht, dass am Bahnhof, zu dem übrigens kein einziges Hinweisschild hinweist, ein Fahrplan aushängt. Natürlich fährt der Zug auch nicht Freitag, sondern Samstag und Donnerstags, wusste mir einer der dort herumlungernden Arbeiter zu berichten. Dumm nur, dass die TAZARA Freitags und Dienstags Mittags abfährt. EIn hoch auf die deutsche Bahn – wo man mittlerweile die ÖPNV Verbindungen zu jedem Halt angezeigt bekommt. Also wieder Bus, aber ein Ticket für Freitag konnte ich natürlich heute noch nicht kaufen.
Wer jetzt denkt, ich bin in Polemik verfallen, liegt falsch. Ich bin glücklich und happy und freue mich auf Freitag, Wie bolle. Und danach schreibe ich wahrscheinlich auch einen Text zur Zugfahrt.

mal ehrlich DFB … oder die Geschichte von der Limo mit dem seltsamen Geschmack

Mal ehrlich und jetzt aber mal in echt. Ich war dieser Tage in so einem südosteuropäischem Supermarkt und habe dort ganz klassisch etwas Gemüse und ein paar Oliven gekauft. Draußen war es so heiß, wie es eben sonst eigentlich nur dort ist, wo der Supermarkt-Betreiber vermutlich herkommt. Aber Stop. Noch bevor ich hier weiter sinniere, möchte ich eines klar stellen: Mir ist es völlig egal welche Herkunft ein Mensch hat, welche Haar- oder Hautfarbe er/sie hat oder auch welche sexuelle Orientierung. Was für mich zählt ist, wie jeder einzelne Mensch handelt. Und irgendein ein Gefühl sagt mir, dass sich gerade dabei aktuell einige Exemplare ganz ordentlich vertan haben.

Und schon sind wir mittendrin in einem Thema, das Deutschland gerade berührt. Neben so großen Worten wie Rassismus schwingen Vorwürfe und Missverständnisse hin und her. Das fußballerische an der ganzen Debatte steht dabei nur ganz am Rande. Aber auch hier gehen die Meinungen auseinander. Während der geläuterte Steuerberater lautstark urteilt, jener Spieler mit deutsch-türkischen Wurzeln aus der unaussprechlichen Stadt bei Dortmund sei verzichtbar wie Socken beim Malediven-Urlaub (danke Borussen Bernie ;-)) oder ein Herr Hensel von Grindel meldet ganz verschreckt von allem das Gegenteil ist richtig (was dann streng genommen nochmal gegenteilig zu Handlungen desselben Mannes noch vor wenigen Jahren in seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter ist), loben wiederum andere Medien eben genau die Vorlagengeberqualitäten, die Ebendiesem Ö. jetzt auch geholfen haben eine Solche für jeden Vollidioten, der sich zuletzt nicht hinreichend in der Öffentlichkeit präsentiert gesehen hat, zu geben. Der gute alte Looddar zum Beispiel, ganz staatsmännisch während der WM neben DesPutin und Elefantino sitzend und mit dem anklagenden Finger auf jene zeigend, die sich mit erdoganderen Despoten beim Trikottausch abbilden lassen. Nun denn, da hilft dann wohl auch kein „Herr/Allah/Buddah, schmeiss‘ Hirn vom Himmel“ mehr… ein Klavier könnte da vielleicht eher helfen.

Aber was hat das denn nun mit Essen, Genuß und Wein zu tun? Liegt ja auf der Hand: Es ist der südosteuropäische Gemüsehändler und die Hitze. Die trieb mich nämlich dazu den neben der Kasse stehenden Kühlschrank zu öffnen und diese unwiderstehlich eiskalte, vermeintliche Orangen-Limo zu greifen. Orange und Apfel waren abgebildet und in der Mitte etwas das aussieht wie ein Heftpflaster. Egal, ich habe bezahlt, bin raus in die Hitze und habe das Zeug in mich hineingekippt. Nur irgendwas hat mich dann ziemlich irritiert, denn es breitete sich nämlich ein reichlich seltsamer Geschmack an meinem verwöhnten Gaumen aus. Was zuerst wie eine Mischung aus Orange und Heftpflaster wirkte, stellte sich nach genauerer Überlegung dann als offensichtlich sehr künstlich hervorgerufener Butterkeksgeschmack heraus. Was für eine spannende Idee, da muss man erstmal drauf kommen.

A propos – wer jetzt den Vergleich ziehen mag zur von DFB-Seite so hoffnungsvoll angegangenen Weltmeisterschaft, die sich – vor allem wenn man alle Nebengeschichten mit betrachtet – dann auch sehr schnell wie Orangenlimo mit Butterkeksgeschmack am verwöhnten Gaumen herausstellte, den werde ich nicht abhalten. Aber reiner Zufall ist’s schon.

Und übrigens: Ich habe das Zeug trotzdem geschluckt und erfreue mich bester Gesundheit und ich fürchte, das wird im übertragenen Sinne auf Seiten des DFB, der Medien und all den anderen trittbrettfahrenden Herrschaften auch nicht anders sein…

Les trois variétés de tomates avec sa salade verte: Tomate als Tartare, mit Ziegenkäse und Brot gefüllt & als Carpacchio. Mit Salat.

Auch schon festgestellt? Man nimmt es so schleichend wahr, aber mittlerweile schmecken auch hier die Tomaten – wenn man drauf achtet, wo sie herkommen. Okay, es ist Juli und wenn nicht jetzt, wann dann? Und das zum Glück, denn dieses Jahr wird es keine Fahrt ins Paradies geben, wir suchen in diesem Jahr ein anderes Paradies auf. Gestern jedenfalls habe ich mich nach all der griechischen Landküche mal wieder an der – aus meiner Sicht – Königin der mediterranen Küchen probiert: der Französischen.
Und als Vorspeise gab dann diese im Folgenden beschriebenen „les trois variétés de tomates avec sa salade verte“.

Schön ist das Spiel mit den Farben, wenn man unterschiedliche Tomaten hat – ebenso übrigens wie das Spiel mit unterschiedlichen Olivenölen, die so wirklich gut zur Geltung kommen. Jetzt weiß ich auch wieder warum ich meistens 5-6 Flaschen verschiedenste Öle angebrochen habe. Für diese Vorspeise.

Après, on rince ça:

  • eine kleine Auflaufform
  • zwei kleine Schälchen
  • ein kleines und ein großes Küchensieb
  • eine Schale o.ä. und was Schweres, was man drauf stellen kann (s. 3. Bild unten)
  • ein Schraubverschlußglas
  • ggf. ein Wasserkocher
  • ein kleiner Topf
  • ein kleines Messer und ein kleiner Löffel
  • ein kleiner Servierring
  • Messer & Brett

On besoin de ça (pour deux)

  • Tartare des Tomates:
    • 5-6 schmackhafte Tomaten
    • 1 Scharlotte
    • 1 handvoll frische Basilikumblätter
    • sehr gutes, durchaus kräftiges Olivenöl
  • Carpacchio de tomate
    • 1 größere schmackhafte Fleischtomate (meine war gelb) oder eine Coeur de Boef
    • 1 EL feinstens gehackte Blattpetersilie
    • 1 EL Apfelessig
    • 2 EL sehr gutes Olivenöl (mild)
  • Fromage de chèvre farci à la tomate
    • 2 Eiertomaten (oder andere, feste Tomaten)
    • 1-2 Scheiben altes Weißbrot
    • 3-4 EL Olivenöl
    • 1 kleine Knoblauchzehe
    • Meersalz
    • 1 Scheibe Ziegenfrischkäse
  • Salade
    • 2 handvoll Wildkräutersalat
    • frische Kräuter nach Geschmack
    • 1 EL Sahne
    • 3 EL Walnußöl
    • 1 EL guten Balsamico-Essig
    • 1 EL Walnußessig
    • Fleur de Se
  • für alles
    • Pepe e Fleur de Sel

On y va. Zuallererst widmen wir uns dem Tartare des tomates. Dazu die dafür vorgesehenen Tomaten kreuzförmig einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen und Haut abziehen. Dann filetieren wir sie (ich habe festgestellt, dass das sehr gut geht, wenn man sie längs halbiert, den Strunk herausschneidet und dann nochmal quer halbiert – dann noch ein Schnitt und das Innere ist raus). Die Tomatenfilets klein schneiden und in das kleine Sieb geben, Sieb auf kleinen Topf stellen, die Schale oben auf die Tomaten und diese wiederum beschweren (ich habe meinen Steinmörser genommen). So dehydriert man die Tomaten, das Ganze lässt man am Besten über Nacht, ein paar Stunden am Tag reichen aber auch, stehen. (Der klare Tomatensaft eignet sich übrigens hervorragend für eine klare Tomatensuppe, dafür bräuchte man aber wesentlich mehr).

Wenn die Tomaten dann gut dehydriert sind und wir anrichten wollen, das Basilikum fein hacken, Scharlotte fein würfeln und alles unter die Tomaten mischen und vorsichtig mit Olivenöl beträufeln. Spannend ist, dass jetzt das Olivenöl die Tomatenstücke wieder hydriert – also aufgesogen wird. Deshalb hier vorsichtig sein und immer wieder etwas Olivenöl dazu geben und die Masse durchmischen und das so lange, bis die Tomaten gesättigt sind. Am Ende noch mit Salz und etwas Pfeffer würzen und erstmal beiseite stellen.

Für die Fromage de chèvre farci à la tomate das trockene Weißbrot, Olivenöl, Salz, Knoblauch (und wer will Kapern, Kräuter …) zu einer groben Paste zerdrücken, Ziegenkäse gewürfelt dazu geben und nochmal vermengen. Danach oben den Deckel der Tomaten abschneiden und diese aushöhlen; dabei hilft ein kleiner Löffel oder ein kleines Küchenmesser. Am Ende die Tomaten nochmal auswaschen und mit der Brot-Käse-Masse befüllen. Tomaten in die kleine Auflaufform geben, ein Tröpfchen Öl dazu und möglichst aufrecht ca. 25 Minuten im Ofen bei 180° backen.

Für den Salade ebenjenen waschen und im Schraubverschlußglas aus Sahne, Walnußöl und -essig, Balsamico und etwas Salz eine Vinaigrette aufschütteln.

Für das Carpacchio die Tomate in feine (2-3 mm) Scheiben schneiden und je drei der größten auf einem Teller anrichten, Petersilie darüber streuen und kurz vor dem Servieren mit dem Apfel (oder Cidre)-Essig und dem Olivenöl beträufeln.

Tomatentartare. Jetzt den kleinen Servierring nehmen und von oben mit Tomatentartare befüllen, das Ganze fest drücken und Ring nach oben abziehen. Wir machen je zwei dieser Türme je Teller. Das Olivenöl bleibt eine Weile darin, trotzdem sollte man das erst kurz vor dem Servieren machen.

Salade. Salatblätter auf die beiden Teller verteilen und mit der Vinaigrette beträufeln – auch hier, nicht zu viel Sauce, sonst läuft die unten wieder raus und stört den Geschmack der anderen Komponenten! Je eine der Fromage de chèvre farci à la tomate dazu legen und die Teller servieren (wer’s ganz dolle machen will, zieht den gebackenen und gefüllten Tomaten noch die Haut ab).

Dazu trinken wir einen dieser geilen südfranzösischen trockenen Rosé-Weine, die nur die Franzosen so machen können. Da kann mir keiner was erzählen. Ayez un bon appétit et santé!

Ελλάδα und seine Landküche – noch ein Klassiker: Spanakopita

Jetzt ist aber bald mal gut mit immer nur griechisch… Ich verspreche euch, bald fahr‘ ich nach Afrika, dann wird auch das meine Küche beeinflussen. Afrikanische Klassiker :nachdenklich:

Aber zurück ins hier und jetzt. Ein echter Klassiker, denn wer von griechischer Landküche spricht und Spanakopita nicht erwähnt, wurde die längste Zeit als Pseudo-Küchen-Kenner anerkannt. Ich habe zwar keine Ahnung, wo in Griechenland bei 40° und monatelangem strahlendem Sonnenschein samt blauen Himmel soviel Spinat wachsen soll, aber Spanakopita gibt es immer & überall. So auch von der Frau unseres Ferienhausvermieters als wir anlässlich unseres Urlaubs auf dem Peleponnes auf ein Getränk eingeladen wurden.

Die grundsätzliche Zubereitung ist meistens recht gleich, die Unterschiede ergeben sich mit Sicherheit im Wesentlichen beim Würzen (manche würzen intensiv mit Zimt) oder im Verhältnis Spinat zu Feta. Egal, hier ist meins:

 

χρειάζεστε

  • eine Auflaufform
  • einen Topf mit Gerät zum Rühren
  • einen Backpinsel
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος

  • 6-8 Blätter Phyllo-Teig – kaufen ist einfach, aber feige, man kann den auch selber machen…
  • 800g frischer oder 400g tiefgefrorener Spinat (wenn tiefgefroren, dann ganze Blätter)
  • 1 mittelgroße (rote) Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400g griechischer Feta
  • ein Ei(gelb)
  • 5 EL & 2 EL Olivenöl
  • 2-3 EL Sesam
  • frisch gemahlener Zimt

<Los geht’s>

wenn (frischer Spinat) {
Spinat waschen;
dicke Stengel abschneiden;
grob hacken }

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, im Topf mit Olivenöl bei sanfter Hitze anschwitzen, Spinat dazu geben. Knoblauch schälen, fein hacken und dazu geben und einige Minuten unter gelegentlichem Rühren zusammen köcheln. Wenn der Spinat frisch ist, kann man die Blätter auch sukzessive hinzugeben und zusehen, wie wenig am Ende übrig bleibt.

Den Feta mit der Hand zerbröseln, Petersilie fein schneiden und beides zum Spinat in den Topf geben. Das Ganze nochmals unterrühren und kurz erhitzen, dabei nach Geschmack mit Zimt abschmecken.

Die Auflaufform mit ca. 2 EL Olivenöl ausfetten, ein Blatt Teig hineinlegen und in die Ecken andrücken, überstehenden Teig Richtung Mitte zurückfalten. Dabei hilft es, das der dünne Teig schnell durch das Öl weich wird (sonst ginge auch ganz ungriechisch Butter). Eine Ladung Spinat/Feta-Mischung hinzugeben, mit einem Blatt Teig abdecken und so weiter verfahren bis Teig und/oder Spinat-Feta-Mischung verteilt sind. Vor der letzten Schicht nochmal 2 Blätter Teig zunächst in die Seite einarbeiten, so dass diese später als Deckel fungieren können, mit der restlichen Spinat-Feta-Masse auffüllen und abdecken und die Blätter an den anderen Seiten am Rand einschieben.

Das Ei aufschlagen und das Eiweiß in ein Schüsselchen/den Ausguß geben, das Eigelb in einer Eierhälfte belassen und den Auflauf damit einpinseln und den Sesam drüber streuen.

Das ganze nun für ca. 35 Minuten bei 160° Umluft in den Ofen geben. Sollte der Deckel oben noch nicht braun sein, einfach noch 2-3 Minuten mit Oberhitze arbeiten. Man ißt die Spanakopita sofort oder auch kalt – dann passt sie super auf jede Mezze-Tafel.

</that’s it>

Eines noch zum Thema: „That’s it“ – Wenn man auf den gängigen Kochplattformen schaut, wie dort eine „echt griechische Spanakopita“ angegangen wird, kriegt man das kalte Grausen. Von Quark und Romano-Käse (wo bitte gibt’s den in Griechenland??), Spinatkuchen mit dem Blubb bis hin zu griechischer Hack-Spinat-Kuchen (Spanakopita) ist alles drin. Leute, euer ernst? Ich lösch‘ das Internet….

Ελλάδα und seine Landküche – der Klassiker: Souvláki

Wer auf meinem Blog desöftern meine Texte samt Rezepte verfolgt, der wird festgestellt haben, dass ich ein Faible für echte Klassiker habe. Egal ob Spaghetti Carbonara, Salat Lyonnaise oder einfach nur Tzatziki – diese Ur-Rezepte haben einfach Ihre Daseinsberechtigung, weil Menschen frühzeitig erkannt haben, was gut zusammen passt. Ebenso darf auf (m)einer Zusammenschau griechischer Landküche natürlich derdiedas Souvláki (σουβλάκι) nicht fehlen. Aber wer denkt, dass man dazu doch einfach Fleischwürfel auf Holzspieße steckt, der sollte vielleicht doch mal das hier probieren….

χρειάζεστε

  • einen Grill (Gas- oder besser noch Holzkohlegrill)
  • eine Schüssel
  • einen Löffel oder ähnliches zum Rühren
  • eine Zitronenpresse
  • 6 Holzspieße
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος (für 6 Spieße)

  • 400-500g Bio-Schweinefleisch, Nacken, es geht auch Filet)
  • 3 Knoblauchzehen
  • Saft von 1 Zitrone
  • Meersalz
  • 3-4 EL frischen oder 1-2 EL getrockneten Oregano
  • 5-6 EL Olivenöl

Knoblauch schälen, fein hacken und mit Zitronensaft, Olivenöl, Oregano und ca. 1 TL groben Meersalz in der Schüssel zu einer Marinade verrühren. Das Fleisch grob in ca. 3×3 cm große Würfel schneiden und in die Marinade geben, gut durchmischen.

Das Ganze idealerweise 24h an einem kühlen Ort (Kühlschrank) abgedeckt durchziehen lassen, dabei die Fleischwürfel gelegentlich durchmischen, damit alle mal oben oder mal unten marinieren. Gut durchgezogen ergibt das einen frischen Kräuter-Zitronen-Geschmack, der nachhaltig im Fleisch bleibt. Ca. 10 Minuten vor dem Essen das Fleisch auf die Holzspieße stecken und von allen Seiten auf dem Grill grillen, dabei darauf achten, die Spieße zwar durch zu grillen, aber nicht zu lange auf dem Grill belassen, dann wird das Fleisch zu trocken.

Man kann das jetzt so Essen, Brot und Tzatziki dazu reichen oder man kann auch sehr schön Souvláki-Sandwiches (Pita) machen, indem man das Fleisch in ein kleines Pita-Brot wickelt und etwas Salat, Tzatziki, Tomate und was man sonst so mag dazu gibt. Das Bild rechts habe ich „geliehen“, da ich kein eigenes gemacht habe, ich hatte Hunger ;-).

Ελλάδα und seine Landküche – Paste aus gegrillter Paprika und Feta mit Aubergine

Am ersten Abend in unserem Örtchen Leonidio waren wir essen. Drei Leute, dreimal Vorspeise, dreimal Hauptgericht, drei Bier und eine Kola, Nachtisch ohnehin für lau. Kosten? Vierzig Euro. Warum koche ich eigentlich da noch selbst?

Egal, eine Sache, die auf der Vorspeisenplatte an dem Abend auftauchte war eine Paste, die offensichtlich aus zerdrückter gegrillter Paprika mit Feta bestand. Das hab ich mir gemerkt, ihr Griechen und das geht so:

χρειάζεστε

  • einen Grill
  • eine kleine Schüssel und eine große Schüssel
  • eine Gabel
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος

  • 2-3 Spitzpaprika
  • 1 große der 2 kleine Aubergine/n
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150g Feta
  • 2 EL griechischer Joghurt (10%)
  • reichlich Olivenöl
  • Salz

τότε λοιπόν ας αρχίσουμε! Auberginen in Scheiben schneiden, salzen und etwas Wasser lassen lassen. Die Paprika waschen und so wie sie sind auf den Grill legen, gelegentlich wenden. Die Haut darf dabei gerne verbrennen, Hauptsache das Fruchtfleisch wird gebacken und verbrennt nicht. Das dauert je nach Hitze und Art der Paprika 10-15 Minuten.

Man kann die Paprikas nun zwecks Kühlung in einen Eimer mit Wasser werfen. Echte Griechen, Männer, Zentauren, Odysseus und solche die es werden wollen, nehmen einfach die behornhauteten Hände und ziehen die Haut direkt ab, entfernen die Kerne und zerreißen die Paprika in längliche nicht zu kleine Stücke.

Die Auberginen abtropfen und in der großen Schüssel mit Olivenöl und zerdrücktem Knoblauch einige Minuten ziehen lassen, danach auf dem Grill von beiden Seiten goldbraun braten.

In der kleinen Schüssel Feta und etwa die Hälfte der Paprikastreifen mit der Gabel zerdrücken, Joghurt hinzugeben und vermischen.

Auf dem Teller Aubergine und Paprika abwechselnd tortenförmig anlegen und in die Mitte einen großen Klecks der Paprika-Feta-Paste geben. Dazu passt natürlich ein frischer Weißwein oder einfach ein kaltes griechisches Bier und natürlich Weißbrot.

Die Paste kann man natürlich auch in zig anderen Varianten einer Mezze-Tafel zufügen.