Pata Negra oder warum einfach jeder gute Freunde haben sollte

Also wenn ich von zu Hause in mein Büro gehe, gehe ich jeden Tag am Haus von Freunden von uns vorbei. Manchmal trifft man sich dort zufällig, des öfteren auch beim Einkauf im nahe gelegenen türkischen Gemüsemarkt oder bei unserem beliebten Franzosenbäcker. C’est la vie möchte man meinen.

Doch letztens rief mich Peter an und druckste etwas herum, ich solle doch auf dem Nachhauseweg unbedingt mal klingeln, was ich dann auch schon am übernächsten Abend schaffte. Im Kopf noch halb im Büro aber auch schon halb beim „was gibt es denn heute zum Abendessen?“ stieg ich die Treppe zu ihrer Wohnung hoch.

Was Peter mir dann in die Hand drückte und vor allem mein verdutztes Gesicht seht Ihr auf dem Bild mittig auf der Schieferplatte liegen. Pata Negra. Wenn ich Schwein wäre und dürfte über mein Schicksal selber bestimmen, dreimal dürft ihr raten, was ich mir wünschen würde ….

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Womit haben wir das verdient?“ Es stellte sich raus, das die beiden über’s Wochenende in Barcelona waren und dort einen kleinen Laden entdeckt haben, der neben Schinken Käse und Wein aus den nahe gelegenen Pyrenäen verkauft – aber nur von Bauern, die sie selber kennen und deren Produkte es wert sind.

Jetzt muss man zuerst wissen, das ein Serrano ein Schinken ist, ein Jamón Ibérico de bellota (besser bekannt als Pata negra) aber ein Gedicht. Das liegt an der Schweinerasse und an dem, was die zu fressen kriegen:
Eicheln.
Die Verarbeitung der Hinterkeule ist dann wieder recht ähnlich, fachgerecht zurechtschneiden, pökeln und lufttrocknen, und das bis zu 38 Monate! (Ehrlich gesagt, tun mir alle Vegetarier doch ein bisschen leid, andererseits muss man schon sehr standhaft sein sich so einen Genuss zu verwehren….)

Lange Rede, kurzer Sinn. Alle Pläne für das Abendessen wurden gestrichen, ein paar schnelle Tapas mussten her: Also, den Schinken auf die Platte, damit er Raumtemperatur annehmen konnte, in der Zeit habe ich fix ein paar Tapas gemacht: Patatas Bravas, Aioli, Datteln im Speckmantel und gefüllte Champignons & fertig war der würdige Rahmen für das Schinkenfest….

In diesem Sinne nochmals mein herzlicher Dank an Peter & Romi für den Schinken; jederzeit gerne wieder 😉

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Orangen-Ruccola mit Ziegenfrischkäse und Pata Negra

Die Vorspeise ist Beginn und Eintritt in ein Erlebnis, das niemals ganz gleich ist: Das Kochen!

Das Kochen fängt bei mir meistens mit der Überlegung über die Vorspeise an. Lecker soll sie sein, nicht zu viel und optisch soll sie natürlich auch was hermachen, unsere Vorspeise. So beeinflusst sie natürlich auch maßgeblich das Hauptgericht, denn wer möchte schon Frucht, Ziegenfrischkäse und leichten Salat zur Vorspeise, wenn es als Hauptgang Rouladen mit Rotkohl gibt …? Na also.

Und wenn sich die Vorspeise aus den Zutaten quasi selber zusammenbaut, super schmeckt und auch noch gut aussieht hat man auch mehr Zeit für den Hauptgang und eventuell auch für eine Nachspeise… also zum Beispiel so etwas:

unsere kleine leichte Vorspeise, die auf ein frisches Essen einstimmt

unsere kleine leichte Vorspeise, die auf ein frisches Essen einstimmt

Wir brauchen ein paar Minuten und das an Utensilien:

  • Messer
  • Brett
  • ein Schraub-Glas zum Mischen der Vinaigrette
  • ein Löffel
  • zwei Teller zum Anrichten

Und an Zutaten als Einstimmung auf den Hauptgang (für zwei):

Einfach schön!

Einfach schön!

  • zwei runde Ziegenfrischkäse
  • 6 Scheiben Pata Negra (oder anderer sehr guter luftgetrockneter Schinken)
  • eine (Blut-)Orange oder andere Frucht zu der Ihr passenden Essig habt
  • zwei Handvoll Ruccola Salat
  • 3 EL Orangen-Essig
  • 3 EL Walnußöl
  • 1 TL Dijon Senf (gibt es anderen??)
  • 1 TL Honig
  • Pfeffer

Aus Essig, Öl, Senf und Honig im Glas eine Vinaigrette aufschütteln (dabei fällt mir auf, das meine Vinaigrette’s immer sehr ähnlich sind, ich variiere meistens nur die Essig- und Öl-Art), leicht pfeffern und beiseite stellen. Ruccola waschen und jeweils die Hälfte in der Mitte der Teller zu einem Häufchen aufschichten. Orange schälen (ich nehme das Messer) und in Sechstel schneiden, eventuell weißes Innenleben wegschneiden. Jeweils drei Sechstel an den Ruccola anlegen, den Pata Negra zu je drei Häufchen zwischen die Orangen-Sechstel legen. Nun die Vinaigrette mit einem Löffel über die Salate verteilen und den Ziegenfrischkäse obenauf legen.

Ich überlege gerade, das man den Ziegenkäse auch in Sesam panieren könnte :-).

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(l)Text und Rezept unter der Open Database License (ODbL).

Avocado gefüllt mit Spitzpaprika-Sugo und Pata Negra

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Pata Negra ist ein geiles Zeug

Hallo,

heute stelle ich eine wunderbare Vorspeise vor, die der Sommerhitze zu trotzen vermag, die kraftvoll schmeckt und wo sich Schinken- und Paprikageschmack wirklich perfekt ergänzen. Und ganz nebenbei, etwas aufgebohrt taugt die durchaus entweder zu Finger-Food oder auch als Hauptgericht. Außerdem ist das Konzept an sich ausbaufähig, denn man kann statt oder zusätzlich zur Paprika-Salsa durchaus kreativ sein. Ich wette, das Ganze würde auch etwas spritziger mit Garnelen garniert funktionieren, so als „Krabben-Cocktail mediterran.

Egal. Ich habe Folgendes gebraucht:

  • ein Messer
  • ein Schneidebrett
  • einen Ofen
  • eine Pfanne und Pfannenschieber
  • einen Sparschäler
  • ca. 20 Minuten aktiv, der Rest warten

Und an Zutaten (für 2 Personen)

  • eine reife Avocado

    Tomaten mit Knoblauch und Chili anbraten

    Tomaten mit Knoblauch und Chili anbraten

  • 4 Scheiben Pata Negra (der Echte!)
  • 3 rote Spitzpaprika (es gehen auch normale)
  • 2 kleine Tomaten (Cocktail), in feine Streifen gehackt.
  • je eine halbe Handvoll Petersilie und Basilikum
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • ein paar feine Streifen einer Chilischote
  • eine Knoblauchzehe
  • etwas Honig
  • 1-2 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale

Voila, los geht’s. Paprika so wie sie sind in den Ofen bei 200° legen und gemäß diesem Rezept für gebackene Paprika bis einschließlich dem Häuten vorgehen. Paprika danach in etwa 1cm breite Streifen hacken. In einer Pfanne Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen, kleingehackter Knoblauch und Tomaten dazu, ebenso die Chili. Alles zusammen leicht anbraten, bis die Tomaten anfangen sich aufzulösen. Nun die Hitze reduzieren, die Paprika und einige Tropfen Honig dazu geben und einmal kräftig durchmischen, Petersilie dazu und Zitronensaft dazu, mit Pepe e Sale abschmecken. Herd ausmachen und Basilikum drunter rühren, zum abkühlen beiseite stellen.

Nun widmen wir uns der Avocado. Die Schälen wir nämlich. Je nach Zustand der Avocado geht das mit den Händen nachdem man die in 2 Hälften geteilt hat, sonst geht das auch gut mit einem Sparschäler. Danach halbieren wir die Avocado und legen je eine Hälfte mit der Kernöffnung nach oben auf einen Teller.

Wenn das Paprika-Salsa soweit herunter gekühlt ist, das es maximal noch Hand-warm ist, füllen wir es je zur Hälfte in eine Avocado-Hälfte. Drapieren den Schinken oben drauf oder daneben und fertig ist die Vorspeise.

leckere Paprikasalsa

leckere Paprikasalsa

Als Hauptgericht kann man entweder eine ganze Avocado pro Person nehmen und man überlegt sich noch ein zweites Salsa. Als „Finger“food könnte man die Avocado in kleine Streifen schneiden, mit dem Salsa belegen und oben drauf ein bisschen Schinken legen. Das könnte man z.B. auf einem Löffel servieren, denn ein Spieß erscheint mir doch ungeeignet..