Nach der Pizza-Party: Tri di Mozzarella als Primi

Endlich! Den Pizzaofen habe ich ja schon im Frühsommer 2016 restauriert und umgebaut. Leider hatte sich bis vorgestern keine Gelegenheit ergeben, das Teil dann auch mal ausgiebig anzufeuern und auch seinem Zweck entsprechend zu Nutzen. Aber jetzt hatten wir zur Halloween-Pizza eingeladen, mit Kindern erwarteten wir etwa 25 Personen. Das erfordert entsprechende Mengen: 4 Kg Pizzateig, 3 Kg Tomatensauce (Tomaten eingekocht mit etwas Zucker, Salz, Knofi und Oregano) und 2 Kg Mozzarella. Alles gut, Ofen brennt nach stundenlangem Anfeuern wie verrückt, die Pizza war lecker, der Teig fast weg, aber noch einiges an Mozzarella und Tomatensugo da. Nur was macht man damit?

Ich habe mich mit mir auf ein Tri di Mozzarealla als Vorspeise geeinigt, zum Hauptgang gab es dann Parmiggiana. Die Tri bestanden aus:

  • Tomatensuppe mit Mozzarealla
  • Caprese mit Bruscetta
  • panierter Mozzarella auf Insalata

An Ausrüstung wurde benötigt:

  • 3 kleine Schälchen
  • 2 kleine Suppenschälchen
  • ein kleiner Topf
  • eine kleine Pfanne
  • eine Gabel
  • Messer & Brett

Die Tomatensuppe:

  • 300g Tomatensugo
  • 1/2 Pepericchino
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 3 EL sehr gutes Olivenöl
  • 50g gewürfelter Mozzarella

Tomatensugo im Topf mit Olivenöl sowie gehackter Peperocchino einige Minuten köcheln. Stängel und derbe Blattteile des Basilikums fein ahcken und noch einige Minuten mitköcheln. Beim späteren servieren Suppe in kleine Schälchen auf dem Teller anrichten und mit den Mozzarella-Würfeln drapieren.

Das Caprese mit Bruscetta:

  • 8 Kirschtomaten
  • 60g in Streifen geschnittener Mozzarella
  • 2 x 2 EL gutes Olivenöl
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 6 dünne Scheiben Weißbrot
  • Sale

Brot mit der Knoblauchzehe einreiben (oder diese fein hacken und darüber verteilen), mit ca. 2 EL Olivenöl beträufeln, vorsichtig mit Fleur de Sel salzen und einige Minuten im Ofen kross backen. Kirschtomaten achteln und mit viel Basilikum vermengen, mit je einem EL Olivenöl beträufeln und etwas salzen. Auf dem Teller Tomaten mit Mozzarella-Streifen anrichten, mit je einem Basilikum-Blatt garnieren und die Bruscetta anlegen.

Der panierte Mozzarealla mit Insalata Mista

  • 4 Rechtecke Mozzarealla (je ca. 30g)
  • 1 Ei
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Mehl
  • 2 handvoll frischer Pflücksalat
  • 2 EL Olivenöl zum Braten
  • 2 EL gutes Olivenöl
  • 2 EL sehr guter Aceto Balsamico
  • Fleur de Sel

Olivenöl mit Balsamico verrühen. Salat auf dem Teller anrichten und damit beträufeln. Ei mit etwas Salz in einem kleinen Schälchen verquirlen, die Semmelbrösel in das andere. Mozzarella anfeuchten, mit Mehl bestäuben und anschließend erst im Ei baden, dann mit Semelbröseln panieren – ganz so, wie ihr es auch mit einem Schnitzel machen würdet. Auf jeder Seite ca. 2 Minuten in der Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Mozzarella-Sticks auf dem Salat anrichten und sofort servieren.

Dazu gab es einen Piesporter Domherr Riesling von der Mosel vom Weingut Reuscher-Haardt. Der 2015-er kommt im neuen Gewandt daher und schmeckt sehr elegant dazu.

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Zur Wintervorbereitung: Tomatensugo einkochen oder ‚Gemüsehandel in meiner Stammkneipe‘

Im Leben gibt es so Erfahrungen, die machen wohl eher weniger Leute. Gut, so manche erlebte Erfahrung will man gar nicht haben, aber es gibt auch ein paar der etwas kurioseren Art, die als Geschichte erzählt werden wollen. Und das kam so….

Am Mittwoch Abend habe ich mich auf in meine Stammkneipe, das Bonner namenlos gemacht um den Champions-League Auftakt live zu erleben (über das Ergebnis will ich nicht reden). Nach dem Spiel gegen halb Zwölf Abends stand ich dann mit einem Freund draußen vor der Tür als ein Mann, etwa Mitte/ende 40 mit grünem Kittel an uns vorbei ins Innere strebte. Kurioserweise hatte er einen Kiste mit Gemüse unter dem Arm. Interessiert nach drinnen folgend hörte ich, wie der Grünkittel Marco, meinem Lieblingswirt, Tomaten anbot. Nach der Feststellung das es ja „nur“ zwei Kilo sind, winkte Marco ab, „Nee, für 2 Kilo koch ich kein Sugo, das ist mir zu wenig„. „Zeig mal her“ hörte ich mich sagen. Und schon eine Minute später war ich Eigentümer seiner wunderschönen Tomaten. Dabei waren Exemplare verschiedenster Sorten, unter anderem war mein südfranzösischer Liebling mit Eigennamen „Zipfeltomate“. Allerdings hatten die Tomaten sicher schon frischere Tage erlebt, mehr als Sugo ließ sich damit tatsächlich nicht mehr machen.

Der grün Bekittelte stellte sich als Bio-Bauer aus der Umgebung heraus – und nebenbei als findiger Geschäftsmann: Mit zwei Kilo Tomaten, einem knappen Kilo Buschbohnen, 2 Sellerie-Knollen samt grün und einigen Porree-Stangen zog ich anschließend nach Hause….

Also war gestern Tomatensugo-Kochen angesagt. Da auch mir die 2 Kilo etwas wenig erschienen, habe ich kurzerhand nochmal 2 Kilo geschmackvolle Tomaten beim Bioladen nachgekauft. Alle zusammen habe ich klein geschnitten und in einem Topf ohne Öl bei mittlerer Hitze einköcheln lassen. Zwischendurch habe ich 2 Teelöffel Zucker und 1 TL Salz dazu gegeben. Nach etwa einer Stunde köcheln habe ich für etwa eine Minute den Pürierstab reingehalten und fertig war die Laube, äh, das Sugo.

Sehr gut das im Keller immer eine ganze Sammlung an leeren Gläsern samt Deckel herumsteht. Acht Stück davon habe ich kurzerhand mit kochendem Wasser desinfiziert und mit dem Tomatensugo gefüllt. Die Gläser muss man dann heiß verschließen und ein paar Minuten auf den Kopf stellen. Und so kann ich nun auch im aufziehenden Winter den Geschmack von sonnengereiften Tomaten genießen – und das Beste ist: ich weiß genau, was drin ist – und auch was nicht :-).

 

3-erlei Bruschetta – Tomaten/Ziegenkäse, Aubergine und Zucchini

Hallo!

Zum Jahresauftakt fange ich mit einem super einfachem Lieblingsrezept an und ergänze es um zwei (oder sagen wir 1.5) Neue aus der Weihnachtszeit.

Wir machen heute dreierlei Bruschetta (ja, Bruuce-Ketta), wobei das Ziegenkäse/Tomaten-Bruschetta schon seit einigen Jahren zu meinem Standard-Repertoire gehört. Und auch hier gilt: Nicht meheckern über den Ziegenkäse, sondern einfach probieren und dann urteilen. Die beiden anderen sind aus Anregungen aus Rezeptbüchern, aber mit meiner eigenen Note, entstanden.

Bruschetta mit eingelegten gebratenen Auberginen, angerichtet mit etwas Salat eine tolle Vorspeise!

Bruschetta mit eingelegten & gebratenen Auberginen (rechts) und Zucchini (links), angerichtet mit Salat eine tolle Vorspeise!

Wir brauchen (für jeweils ca. 6 Stück, also eine Vorspeise für 6)

Bruschetta 1:

  • 6 Scheiben Ciabatta, Baguette oder Weißbrot (Bedenke: Toast ist kein Brot!), jeweils ca. 1-1.5 cm dick
  • ca. 2 sehr leckere Tomaten (im Winter gibt es kleinere, davon dann entsprechend mehr oder mit getrockneten Tomaten aufpimpen)
  • 1 Ziegenrolle – und damit meine ich so was hier, nicht diese klebrige dicke Ziegenrolle aus der Supermarkt-Käsetheke
  • eine Handvoll gehackte Petersilie
  • ein Zweig Rosmarin (frisch!)
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • Olivenöl
  • etwas Zitronensaft
  • Pepe e Sale (und nehmt bitte, bitte Fleur de Sel oder so)

Bruschetta 2:

  • 6 Scheiben Ciabatta, Baguette, Weißbrot, jeweils ca. 1-1.5 cm dick
  • 1 Aubergine
  • 1 Zehe Knoblauch
  • einfaches Olivenöl zum Braten
  • ca. 6 Esslöffel gutes (!) Olivenöl
  • ca 2 Esslöffel echten (!!), sehr guten (!!!) Balsamico-Essig
  • ca. 12 Blätter frische Minze
  • 2-3 Zweige frischer Thymian oder nach Lust & Laune andere frische Kräuter wie z.B. Oregano
  • Salz
  • Pepe e Sale (und nehmt bitte, bitte Fleur de Sel oder so)

Bruschetta 3:

  • 6 Scheiben Ciabatta, Baguette, Weißbrot, jeweils ca. 1-1.5 cm dick
  • 1 Zucchini
  • 1 Zehe Knoblauch
  • einfaches Olivenöl zum Braten
  • ca. 6 Esslöffel gutes (!!) Olivenöl
  • ca 2 Esslöffel echten (!!) Balsamico-Essig
  • Petersilie
  • 2-3 Zweige frischer Thymian
  • Salz
  • Pepe e Sale (und nehmt bitte, bitte Fleur de Sel oder so)

Zubereitung

Für Bruschetta 1 Tomaten vierteln, Kerne herauslösen und in den Kompost werfen, den Rest in Würfel schneiden, mit gehackter Petersilie, fein geschnittenem Knoblauch, Olivenöl, Pepe e Sale und etwas Zitronensaft in einer Schüssel vermischen und den Tomatensugo für ca. 2 Stunden kalt stellen und schön durchziehen lassen.

Für Bruschetta 2 die Aubergine in ca 3-4mm starke Scheiben (ich mache es längs, geht aber auch quer) schneiden. Scheiben auf einem Holzbrett einzeln ausbreiten und salzen. Nach ca. 20-30 Minuten Wasser mit Küchenkrepp abtupfen, Scheiben drehen und wiederholen. Man kann das, wenn ausreichend Zeit ist, noch 1-2 mal wiederholen, je trockener die Aubergine, je intensiver Ihr Geschmack. Fetischisten pressen die Auberginen dabei zwischen zwei Brettchen, das geht in jedem Schraubstock, aber auch durch profanes Beschweren mit Bierkisten.

Für Bruschetta 3 mit der Zucchini genauso wie mit der Aubergine verfahren. Pressen würde ich hier lassen, sonst gibt’s Matsche.

Anschließend eine Pfanne (oder auf dem Gartengrill) gut mit Öl heiß machen und Auberginen und Zucchini-Scheiben beidseits schön braun braten, auf Küchenkrepp legen und so das austretende Öl abtupfen (geht auch mit weniger Öl, macht aber weniger Spaß).

Nebenbei je eine Marinade aus Kräutern, Öl, Balsamico und Knoblauch in jeweils einer Schüssel anrühren, pfeffern und salzen. Nach dem Abtropfen, die Auberginen zur Minze-Marinade, die Zucchini in die andere werfen, mehrmals gut durchmischen.

Die Minze passt super zur Aubergine, aber leider gar nicht zur Zucchini, daher getrennt das Ganze. Die Brotscheiben mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufeln.

Für Bruschetta 1 nun die Brotscheiben mit ca. 3-4mm dicken Scheiben des Ziegenkäses belegen und mit ein paar Rosmarin-Nadeln belegen. In den vorgeheizten Backofen (ca. 180°, Umluft&Oberhitze) auf einen Rost legen (und irgendwas unten drunter, denn wenn der Ziegenkäse in den Ofen tropft, Problem du hast). Nach ca. 5 Minuten auch die Brotscheiben für Bruschetta 2 & 3 dazulegen. Wenn der Käse und die anderen Brotscheiben eine leichte Bräune angenommen haben, alle rausholen. Pro Person auf je einem Teller zwei Scheiben Brot ohne, eine mit Käse legen, auf die Brote mit Ziegenkäse 1-2 Eßlöffel des Tomatensugos packen, auf die anderen jeweils 2-3 Scheiben der eingelegten Aubergine und Zucchini und die dabei ordentlich andrücken, damit die Marinade schön ins Brot zieht.

Sofort warm auf den Tisch damit!

Dazu passt was Weißes.