Ελλάδα und seine Landküche – Paste aus gegrillter Paprika und Feta mit Aubergine

Am ersten Abend in unserem Örtchen Leonidio waren wir essen. Drei Leute, dreimal Vorspeise, dreimal Hauptgericht, drei Bier und eine Kola, Nachtisch ohnehin für lau. Kosten? Vierzig Euro. Warum koche ich eigentlich da noch selbst?

Egal, eine Sache, die auf der Vorspeisenplatte an dem Abend auftauchte war eine Paste, die offensichtlich aus zerdrückter gegrillter Paprika mit Feta bestand. Das hab ich mir gemerkt, ihr Griechen und das geht so:

χρειάζεστε

  • einen Grill
  • eine kleine Schüssel und eine große Schüssel
  • eine Gabel
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος

  • 2-3 Spitzpaprika
  • 1 große der 2 kleine Aubergine/n
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150g Feta
  • 2 EL griechischer Joghurt (10%)
  • reichlich Olivenöl
  • Salz

τότε λοιπόν ας αρχίσουμε! Auberginen in Scheiben schneiden, salzen und etwas Wasser lassen lassen. Die Paprika waschen und so wie sie sind auf den Grill legen, gelegentlich wenden. Die Haut darf dabei gerne verbrennen, Hauptsache das Fruchtfleisch wird gebacken und verbrennt nicht. Das dauert je nach Hitze und Art der Paprika 10-15 Minuten.

Man kann die Paprikas nun zwecks Kühlung in einen Eimer mit Wasser werfen. Echte Griechen, Männer, Zentauren, Odysseus und solche die es werden wollen, nehmen einfach die behornhauteten Hände und ziehen die Haut direkt ab, entfernen die Kerne und zerreißen die Paprika in längliche nicht zu kleine Stücke.

Die Auberginen abtropfen und in der großen Schüssel mit Olivenöl und zerdrücktem Knoblauch einige Minuten ziehen lassen, danach auf dem Grill von beiden Seiten goldbraun braten.

In der kleinen Schüssel Feta und etwa die Hälfte der Paprikastreifen mit der Gabel zerdrücken, Joghurt hinzugeben und vermischen.

Auf dem Teller Aubergine und Paprika abwechselnd tortenförmig anlegen und in die Mitte einen großen Klecks der Paprika-Feta-Paste geben. Dazu passt natürlich ein frischer Weißwein oder einfach ein kaltes griechisches Bier und natürlich Weißbrot.

Die Paste kann man natürlich auch in zig anderen Varianten einer Mezze-Tafel zufügen.

 

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Nicht Fritz, nicht Pep(si) und auch keine Pizza: Coca – spanischer Gemüsekuchen

In München gibt es jetzt schon Guardiola Gedächtnisgetränke, sagte mein Kneipenwirt beim Fußballgucken am Samstag zu mir – da steht überall „Pepsi“ an der Bande. Gut, das hat jetzt nichts mit dem spanischen Blechkuchen zu tun, den ich am vergangenen Wochenende der selbstgemachten Pizza vorgezogen habe. Aber als eine nette Einführung in das taugt die Geschichte dennoch. Es geht also um spanische Nicht-Pizza und am besten trinkt man dazu auch keine braune Zuckerplörre, sondern einen trockenen Weißen. Aber der Getränketip kommt ja wie immer am Schluß.

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Wir verkrusten:tmp_18728-dsc_0022519941773

  • den Gasgrill
  • eine Pfanne
  • zwei große Schüsseln
  • mehrere kleine Schälchen
  • ein Backblech
  • 1 Bogen Backpapier
  • einen Backpinsel
  • eine Gabel
  • ein Nudelholz (o.ä.)
  • Messer & Brett

Wir verbacken:

Für den Teig:

  • 300g Mehl (Typo 550 Pizzamehl tut’s hervorragend)
  • 1 Päckchen Backhefe
  • 1 TL Zucker
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 100ml Weißwein
  • Wasser

Für den Belag:

  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 3 San Marzano Tomaten (oder 9 kleine)
  • 5 Scharlotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 EL gutes Olivenöl
  • 2 EL Banyuls-Essig
  • 3 EL guter Balsamico-Essig
  • 50 ml Weißwein
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 6 – 8 Blätter Basilikum
  • reichlich Olivenöl zum Grillen
  • Sale

tmp_18728-dsc_0011-287287738Los geht’s. Das Gemüse kann man bereits am Vortag grillen. Dazu Paprika in Streifen um das Kerngehäuse schneiden, Zucchini und Aubergine nach gusto quer oder längs in Scheiben schneiden. Das Gemüse mit einer gehackten Knoblauchzehe und reichlich Olivenöl in der einen großen Schüssel vermengen und das Gemüse auf dem Gasgrill (oder Grill oder Pfanne) braten, dabei insbesondere die Auberginen nochmal nachölen – aber immer vorsichtig, wenn man Ihnen gibt, nehmen die auch!
Gegrillte Zucchini- und Auberginenscheiben in ein Schälchen geben, 3 EL Balsamico und 2 EL gehackte Petersilie dazu geben und das Ganze öfter mal durchmengen. Von der gegrillten Paprika die Haut abziehen, Paprika in 2×2 cm große Rauten oder Würfel schneiden, in eine Schüssel geben und 1 EL Banyuls Essig dazu geben. Die Scharlotten schälen und Vierteln und in 1 EL Olivenöl in der Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Nach 5-6 Minuten mit dem Weißwein ablöschen, den Wein einkochen lassen, dann die Pfanne vom Herd nehmen und 1 EL Banyuls Essig dazu geben, umrühren & beiseite stellen.

So, das Gemüse ist jetzt vorbereitet. Nun 2 Knoblauchzehen fein hacken, mit Salz bestreuen und einige Minuten stehen lassen. Restliche Petersilie und die Basilikum-Blätter fein hacken und in einem kleinen Schälchen mit dem guten Olivenöl vermengen. Knoblauch nochmal hacken und ebenfalls dazu geben und gut durchmischen.
Damit streichen wir nachher den Teigboden ein.

tmp_18728-dsc_00182049268033Mehl und Öl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe hineinbröseln, mit Wasser bedecken und den Zucker dazu geben. Das Ganze eine halbe Stunde stehen lassen, so das ein schöner Vorteig entsteht. Dann Salz, Wein und nach Gefühl Wasser dazu geben und einen geschmeidigen Hefeteig kneten. Den Teig danach abgedeckt noch mindestens eine Stunde gehen lassen.

Zum Zusammenbau den Teig auf dem Backpapier im Backblech ausrollen und gleichmäßig verteilen, danach noch etwa 10-15 Minuten gehen lassen und anschließend den Teig mit der Gabel einstechen. Nun mit dem Backpinsel Teig mit Kräuter-Knoblauch-Öl bestreichen und das Gemüse und die gewürfelten Tomaten auf dem Teigboden gleichmäßig verteilen und alles leicht salzen.

Ofen auf 270 Grad vorheizen (Umluft) und Coca für ca. 15-17 Minuten backen.

Wir trinken

Macabeo. Das ist eine der spanischen Hauptweißweinsorten, angebaut sowohl im französischen als auch spanischen Teil Kataloniens (und in gesamt Nord-Spanien). Die Weine sind fruchtig und relativ säurearm, die Säure haben wir ja mit dem Essig im Gemüse vorher auf anderen Wegen hinzugefügt 😉

vom Dosenwerfen auf dem Kindergeburtstag zur Currywurst

Wenn man nun die einzelnen Wörter „Dosenwerfen“ – „Kindergeburtstag“ und „Currywurst“ des Titels wiederholt, so hat man als gelernter Hobbykoch und Freidenker schon eine Assoziation, wie das alles zusammen hängt. Ich sage euch aber, eure Assoziation ist falsch. Denn mein Zusammenhang ist ein komplett anderer.

Der Auslöser war tatsächlich das Dosenwerfen auf der Geburtstagsfeier meines Sohnes. Allerdings dann eher der Inhalt der dafür fehlenden Dosen, die in Form von geleerten Tomatendosen kostengünstig ersetzt wurden. Zweiter Teil des Anstosses waren dann die am Folgetag noch in größerer Anzahl vorhandenen zu viel gegrillten Würstchen. Kinder sind nach Kuchen, Muffins, Haribo, Cola und Chips einfach irgendwann auch mal satt. Gut, das noch Zucker da war ….

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Man braucht:

  • eine Pfanne
  • einen Holzlöffel
  • einen Mörser
  • einen Teelöffel zum Abmessen
  • Messer & Brett
  • einen Kindergeburtstag als Auslöser

Und man braucht:

  • Inhalt von 2 kleinen Tomatendosen
  • am Vortag gegrillte Würstchen in beliebiger Anzahl (es gehen auch frisch gegrillte)
  • 1 große Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3-4 EL Öl
  • 4-5 Pimentkörner
  • ca. 20 Pfefferkörner
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Curcuma
  • 1/2 TL süßes Paprikapulver
  • 1 TL Harissa oder Samba Olek
  • 4-6 TL Zucker
  • 1-2 TL Essig
  • Salz

Öl in der Pfanne vorsichtig erhitzen und fein geschnittene Scharlotten und Knoblauchwürfel darin einige Minuten anschmoren, ohne das sie braun werden. Piment- und Pfefferkörner im Mörser zerstossen und zusammen mit dem Zucker und allen Gewürzen in die Pfanne geben, gut verrühren und einige Minuten anschwitzen. Dann erst die Tomaten samt Saft dazu geben und das Ganze für etwa eine Stunde unter gelegentlichem Rühren auf mittlerer Hitze einköcheln. Am Ende erst mit Essig und Salz abschmecken, die Würstchen dazu geben und in der Curry-Sauce erwärmen.

Dazu – nein, bitte keine ebenfalls übrig gebliebenen Backofen-Pommes. Brot tut’s auch.

 

 

Mediterran oder Konservativ? Egal: Grüner Bohnensalat sticht immer!

Raststätte an der A3, Kantine, Grillstube „Halver Hahn“, Steakhaus II. Klasse … egal wo – aber überall dort, wo man sich den Teller selber mit Salat überladen kann, gibt es diesen grünen, oder soll ich lieber sagen braun-grau-grünen „Bohnensalat“ aus Konservenbohnen in Essig, oder soll ich sagen Essig-Essenz mit Wasser?

Dabei kann so ein Bohnensalat auch schmecken! Und das geht ganz schön schnell, wenn man das einmal gemacht hat. Insofern ist das Rezept hier keine bahnbrechende Neuigkeit, sondern soll eigentlich als Ideen-Basis dienen den eigenen Grüne-Bohnen-Salat kreativ zu erweitern.

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Das an Gerät wird benötigt:

  • einen Topf
  • eine Schüssel oder schale
  • Messer & Brett

Diese Zutaten braucht man – für meine Basis-Variante (für 2 Portionen):

  • 200g frische grüne Bohnen
  • 1/2 gute Zwiebel, ich hatte eine Roscoff-Zwiebel
  • Walnuß- oder Weißwein- oder Fruchtessig
  • 2 EL Walnuß- oder gutes Olivenöl
  • Pfeffer&Salz

Die Enden der gewaschenen Bohnen abschneiden, Bohnen in den Topf, mit Wasser bedecken und für etwa 6 Minuten kochen. Wasser abgiessen und Bohnen im Topf zweimal (!) mit kaltem Wasser abkühlen. Oh wunder, die Bohnen behalten Ihre grüne Farbe und haben in der Mitte noch einen Rest Biss. Wer mag streut etwas Petersilie drüber.

Bohnen in die Schale geben, die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden und dazu geben. Mit Öl, Essig, Salz (Fleur de Sel) und Pfeffer würzen, einmal durchmischen und einige Minuten durchziehen lassen.

Fertig.

Kann man so lassen. Kann man auch nun mit Walnüssen und frischem Thymian auf französisch aufmachen oder mit Feta, kleinen Tomaten und fein geschnittener roter Paprika und Basilikum mediterran, mit zerlassenem Speck a la Großmutter… sieht immer gut aus, schmeckt immer, wenn er frisch gegessen wird.

Salat & Käse – ein kleiner Dreiklang

Ein wirkliches Menü sollte ja mindestens aus zwei Gängen bestehen, fragt da mal bei den Italienern nach, die sehen das mindestens genau so. Ich mache gerne den Salat davor – besser, als zum Schnitzel-Kartoffel-verkochtes-Gemüse auch noch eine traurige Salat-Terrine aus Konserven Mais-Bohnen mit Eisbergsalat neben dem „Iss-mich-und-dann-bist-du-satt“ Teller stehen zu haben.

Daher hier (m)eine Hommage an den Salat, der mit etwas Ziegen- oder Schafskäse aufgepeppt durchaus phantastisch als Vorspeise durchgeht!

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Die klassische „man braucht“ Kategorie lasse ich mal weg. Ebenso wie eine genaue Rezeptbeschreibung, sondern und ersetze diese diesmal zur Anregung der Phantasie durch eine Gerichtbeschreibung. Verbindendes Element der Rezepte ist neben dem Käse ein Kraut: Thymian!

Eins. Wildkräutersalat mit gebackener Paprika, Thymian-Tomaten und in Pinienkernen paniertem Ziegenkäse

DSC_0288Die Paprika backen wir wie bereits desöfteren beschrieben. Für die Thymian-Tomaten eignen sich am Besten Eier- oder San Marzano-Tomaten. Die Tomaten kurz mit kochendem Wasser übergießen, häuten, dann Vierteln und das Innere herausschneiden, so das man schöne Filets bekommt. Die Filets mit einer Zehe gehacktem Knoblauch pro Tomate und einigen Zweigen Thymian in Olivenöl kurz in einer Pfanne anbraten. Den Wildkräuter-Salat gründlich waschen und in der Tellermitte aufschichten.

Für den Ziegenkäse etwa 2 EL Pinienkerne pro Käse ohne Öl in einer Pfanne anrösten und dann ganz fein hacken. Anschließend die Ziegenfrischkäse erst befeuchten, in Mehl und dann in verquirltem Ei mit etwas Sahne, Thymian und Fleur de Sel wälzen und dann mit Paniermehl panieren. Für den zweiten Paniergang wieder ins Ei, anschließend in den Pinienkernen panieren, in der Pfanne bei mittlerer Hitze je Seite einige Minuten in wenig Olivenöl ausbacken.

Für die 2 EL Vinaigrette Orangenessig, je zur 2 EL Pistazien- und Olivenöl, 1 TL Dijon-Senf und 1 TL Honig mit Pfeffer und Salz verrühren.

Tomaten (noch lauwarm) und Paprikafilets sternförmig anrichten, Vinaigrette über den Salat geben, Tomaten und Paprika mit wenigen Tropfen Vinaigre de Banyuls beträufeln und mit etwas gehackter Petersilie garnieren. Ganz oben drauf je einen Ziegenkäse legen und schnell servieren. Dazu passt wunderbar ein frischer Rosé aus Frankreichs Süden.

Zwei. Feldsalat mit gebackenem Feta, Pinienkernen und Crostini

DSC_0229Feldsalat gründlich waschen. Je Teller eine kleine Tomate Vierteln. Pro Portion brauchen wir 100g Feta am Stück. Diesen auf Alufolie legen, mit fein gehacktem Knoblauch, Olivenöl und frischem Thymian bestreuen, die Alufolie oben drüber zuschlagen und das Ganze für etwa 15 Minuten im Ofen bei 160° Umluft backen.

Für die Crostini eine Knoblauchzehe zerdrücken, mit Fleur de Sel bestreuen und nach einigen Minuten grob hacken, anschließend in 2 EL Olivenöl zerdrücken, dann kleine Baguette-Scheiben mit der Öl-Salz-Knoblauch-Masse bestreichen, dann die Brote ebenfalls für gute 10 Minuten in den Ofen geben.

Für die Vinaigrette 4 EL Walnußöl, 2 EL Walnußessig, etwas Thymian, 1 TL Senf und 1 TL Honig verrühren (oder in einem alten Marmeladenglas mischen).

Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne rösten. Währenddessen Feldsalat in der Tellermitte aufschichten, Tomaten drumherum drapieren, mit der Vinaigrette beträufeln und Pinienkerne drüber geben. Je Teller 2 Crostinis anlegen und obendrauf den gebackenen Feta geben.

Dazu passt ebenfalls ein frischer Rosé oder auch ein trockener Riesling.

Drei. Endiviensalat mit karamelisierten Kirschtomaten & Baguette de Chevre mit Thymian und Honig

tmp_6827-DSC_03251589272043Endivien steht im Februar ja recht weit oben auf der Saisonwarenliste. Für zwei Portionen etwa ein Viertel eines Kopfes Endivie waschen und in feine Streifen schneiden. Einige Blätter Radicchio geben dem ganzen eine nette farbliche Note. Eine süße Zwiebel oder eine größere Scharlotte in feine Scheiben schneiden.

Pro Portion eine Scheibe Baguette mit einer ca. 1 cm dicken Scheibe der klassischen Ziegenrolle belegen, obendrauf etwas Thymian und Honig geben und mit Oberhitze für ca. 12 Minuten bei 160° im Ofen backen. Die Kirschtomaten waschen und in einer Pfanne in wenig Olivenöl anbraten, ganz zum Schluss etwas Zucker dazu geben und die Tomaten noch kurz in der Pfanne mit dem Zucker durchschwenken.

Für die Vinaigrette 1 EL Creme Fraiche, 1 EL feine Scharlottenwürfel, 1 EL fein gehackte Petersilie mit je 2 EL Oliven- und Haselnußöl, 2 EL Maracuja-Essig und je 1 TL Dijon-Senf und Honig vermischen.

Salat auf dem Teller anrichten, Zwiebelringe darüber verteilen, je ein Ziegenrolle-Baguette daneben legen, die Vinaigrette über den Salat geben und je 3-4 karamelisierte Kirschtomaten dazugeben. Dazu passt ein frischer Weißer, ich hatte einen Auxerrois aus Baden, es würde aber auch ein (guter) Chardonnay aus dem Burgund oder ein Chablis wunderbar passen.

Auf das der Frühling bald anbreche! Guten Hunger und weitere Inspiration.

Garnelen im Sesam-Öffnet-Sich-Mantel auf Paprika-Salsa

Klar. Irgendwann musste ja die Idee kommen auch zu Hause etwas asiatisches, konkreter etwas koreanisches zu machen.  Und da ich gerne eine Vorspeise mache, musste für vor dem koreanischen Barbecue eine solche her. Nun, ich bin gedanklich nicht in der asiatischen Küche zu Hause und musste mir daher etwas erfinden:

Garnelen,  die werden da hinten doch gerne paniert!  So dachte ich und denke es noch immer. Und lecker war es neben dem typischen asiatischen Geschmack, den ich ja gesucht hatte auch.
Ach ja.  Das Barbecue kommt im nächsten Post 😉

nett arrangiert, die eingekleideten Garnelen auf der Salsa

nett arrangiert, die eingekleideten Garnelen auf der Salsa

Wir verschmutzen:

ab in die Hitze

ab in die Hitze

  • eine kleine Pfanne
  • unseren Mörser
  • drei kleine Teller
  • einen Grillrost mit Backpapier
  • eine Schale zum Anrichten
  • unseren Zestenreisser
  • einen kleiner Schneebesen
  • Messer & Brett
  • ein Blatt Küchenkrepp

Wir verputzen (für Zwei):

  • 6-8 Bio-Tiger Garnelen, küchenfertig
  • eine rote Paprika
  • eine Scharlotte
  • eine Knoblauchzehe
  • 2 EL Sesamsamen
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Stärkepulver
  • 1/2 Zitrone
  • 1 Eiweiß
  • 2 EL Sesamöl
  • 4 EL neutrales Öl, z. B. Diestelöl
  • 1 EL Zucker
  • Fleur de Sel
Garnele im Eierschnee

Garnele im Eierschnee

Paprika waschen, entkernen und in große Stücke zerteilen und auf das Backpapier legen. Die ungeschälte Knoblauchzehe dazulegen und beides für etwa 20 Minuten im Ofen garen. Währenddessen Scharlotte schälen,  in feine Ringe schneiden und in der Pfanne in Sesamöl und dem Zucker vorsichtig einkochen.

Paprika aus dem Ofen nehmen,  häuten und in feine Würfel von ca. 0.5 Zentimeter kantenlänge schneiden,  Knoblauch ausdrücken, Scharlotte untermischen und alles durchrühren. Salsa vorsichtig salzen und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Anschließend in der Schale flach als Bett für die Garnelen verteilen.

Pfanne reinigen und Sesamkörner ohne Öl darin einige Minuten anrösten. Sesam, Fleur de Sel, einige fein gehackte Zitronenzesten und Semmelbrösel im Mörser fein mahlen. Anschließend auf einem der Teller verteilen.
Garnelen bis zum letzten Glied und Schwanzflosse häuten,  trockentupfen und beiseite legen. Stärke auf einem anderen Teller verteilen,  das Eiweiß auf dem Dritten.  Eiweiß mit dem Schneebesen halb aufschlagen.

Nun die Pfanne mit dem Öl bei mittlerer Hitze aufstellen. Die Garnelen zuerst in der Stärke wälzen,  dann im Eiweiß,  dann in der Sesam – Semmelbrösel Mischung,  erneut ins Eiweiß und nochmals panieren.
Wenn alle sechs Garnelen paniert sind, alle gleichzeitig für zwei Minuten pro Seite ausbacken,  auf Küchenkrepp abtropfen,  auf die Paprika-Salsa legen und sofort servieren.

Dazu passt wunderbar ein Muscat Sec von den Côtes Catalanes aus dem Roussilion. Ich hatte zum Glück einen aus dem Paradies von den Vignerons des Alberés mitgebracht…..

Vorspeise aus gebackenem Gemüse und Filoteig-Ziegenkäsetalern

Filoteig ist dünn. Sehr dünn. Man könnte meinen, der ist dünner als Papier und selbst das dünnste Blatt lässt sich dann nochmal in zwei weitere Blätter unterteilen. Man ist der dünn man! Nur was macht man damit, außer ihn vielleicht mit Spinat und Feta für eine Spinat-Tarte zu verwenden? Ich fand, das schreit nach Ziege, zumal mein Ziegenkäse-Vorrat aus dem Paradies ja auch nicht frischer wird, wenn der nur im Kühlschrank herumliegt. Dazu gab es noch etwas herumliegendes Gemüse und ein Rest Batavia-Salat war auch noch da. Die Vorspeise war geboren!

Salat, Sommer & Ziege - das macht glücklich

Salat, Sommer & Ziege – das macht glücklich

 

Das Ganze braucht etwas Zeit. Für das Dressing war es gut, das ich von der Escalivade de Legumes noch Thymian-Öl hatte, das sollte man eigentlich ohnehin immer irgendwo parat haben. Die Kraft von Thymian und Knoblauch dominieren das Dressing, war aber nicht unangenehm.

Das war mein Werkzeug:

Es wird angerichtet

Es wird angerichtet

  • eine Auflaufform
  • ein Schraubverschlußglas
  • eine kleine Pfanne
  • den Wasserkocher
  • Messer & Brett
  • zwei Teller zum Anrichten

Und das waren meine Zutaten:

  • 2 Croutins de Chevre (kleine französische Ziegenkäse, es gehen aber bestimmt auch andere)
  • ein Blatt Filoteig, ca. 40x30cm
  • 1 EL Butter
  • 1/2 Zucchini
  • 1 reife San Marzano-Tomate
  • 2 rote Spitzpaprika
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 handvoll Batavia-Salat-Herz-Blätter
  • 5-6 Basilikumblätter
  • 2 EL fein gehackte Petersilie
  • 2 dünne Scheiben einer Zitrone

Und für das Dressing:

  • 2 EL Thymian-Öl
  • 1 TL Honig
  • 2 EL Aceto Balsamico (sehr guter)
  • 1 TL Creme Fraiche
  • Pepe e Sale
Mas Cristine - ein Rose zum Verlieben

Mas Cristine – ein Rosé zum Verlieben

Und los geht’s. Die Auflaufform mit ca. einem EL Olivenöl einfetten. Zucchini in 4 dicke Scheiben schneiden, Tomate oben kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser übergießen, Haut abziehen und vierteln. Von den Vierteln das innere Gehäuse entfernen, so das schöne Filets entstehen. Spitzpaprika waschen und ganz mit den Tomaten und Zucchini in die Auflaufform geben, dann im Ofen bei 275° etwa 15 Minuten backen, Ofen ausschalten und Gemüse noch einige Minuten nachgaren lassen. Dann herausnehmen, die Paprika häuten, entkernen und zu kleinen Filets zerteilen und alles abkühlen lassen.

Für das Dressing alle Zutaten in das Schraubverschlußglas geben und gut durchschütteln, mit Fleur de Sel und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

Jetzt können wir den Salat putzen und in Streifen schneiden, dann in die Tellermitte legen, gehackte Kräuter darüber verteilen und das Gemüse rundherum anlegen, die Zitronenscheiben halb einschneiden und als Garnitur ebenfalls anlegen. Filoteig auf das Schneidebrett legen und in vier gleichgroße Stücke zerteilen. Croutins de Chevre quer halbieren und eine Hälfte jeweils in den Filoteig als Päckchen einpacken. Die Butter in der Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und die Packchen, zunächst mit den zusammengelegten Enden nach unten in die Pfanne geben, ca. 3-4 Minuten braten, dann umdrehen und nochmals ca. 3 Minuten braten. In der Zwischenzeit Salat und Gemüse mit dem Dressing beträufeln, vor dem Servieren Ziegenkäse-Taler anlegen und sofort servieren. Dazu passt ein frischer Sommer-Rosé wie ein Mas Cristine – der Filoteig wirds ganz cross und der Inhalt schön flüssig – mit etwas Zitrone beträufelt ist das einfach nur lecker ;-).