Plastik – besser gar nicht erst herstellen lassen

Layout 1Mal was ganz anderes. Seit einigen Monaten betreiben wir zu Hause Plastikfasten. Und im Zuge der letzte Woche aufgekommenen Diskussion, das in Deutschland stündlich (!) 320.000 „Coffee to Go“ Becher benutzt werden, habe ich mich nochmal für das Thema sensibilisiert. Plastik, Verpackung, Müll… neulich waren meine neuen Motorradspiegel, die ich bestellt hatte, so doof in Plastik eingeschweißt, das ich sie kaum befreien konnte. Auch das Bio-Gemüse im Supermarkt grundsätzlich eingeschweißt angeboten wird (weil muß ja, damit es nicht in Kontakt mit dem anderen, offensichtlich vergifteten Gemüse kommt – kann aber garnicht passieren, weil man das „normale“ Gemüse ja auch mangels Alternativen in Plastiktüten packen muß…) haben wir ja schon fast akzeptiert – zum Glück nur fast. Es stellt sich halt die Frage nach dem warum ?

Und auch wenn man so wie ich zur „Grünen-Punkt-Generation-der-ersten-Stunde“ gehört, kann man leicht zu der Erkenntnis gelangen, das gar nicht erst hergestelltes Plastik einfach das Beste ist. Viele Probleme bräuchten keine Lösung, wenn Sie gar nicht erst da wären. Und ja, ich gehöre auch zu den Leuten, die nicht einsehen wollen, das man Werbebriefe halt einfach akzeptieren soll, weil ja Arbeitsplätze daran hängen. So ein Quatsch.

Nun gut, ich gehöre andererseits auch nicht zu den Leuten, die denken, das es komplett ohne Plastik geht, zumindest nicht einfach. Aber mit viel weniger, das geht durchaus – und das binnen kürzester Zeit. Quoll unsere Gelbe Tonne vor einigen Monaten noch regelmässig über, so freue ich mich jetzt jedesmal, wenn ich die nicht mal mehr halb gefüllte Tonne zur Leerung nach draußen rolle. Und nein, wir benutzen jetzt nicht die Tonne der Nachbarn um unsere eigene zu Entlasten 😉

Hier nur eine kleine Zusammenstellung dessen, was wir verändert haben, um die Füllmenge unserer Gelben Tonne drastisch zu reduzieren:

  • Totale Verweigerung der Annahme Plastiktüten zum Transport, man muß halt dran denken, eine eigene Tasche mitzunehmen.
  • kein Einkauf mehr von irgendwelchen Getränken in Plastikflaschen, Mehrweg muß her!
  • In der großen Einkaufstasche tummeln sich immer eine handvoll Papiertüten für Gemüse (die habe ich aus dem Biomarkt), die ich mangels vorhandener Papiertüten im Supermarkt mehrmals benutze
  • Wir kaufen Milch in Flaschen (und nach dem Müll-Vermeidungsprinzip, lasse ich mich auch unschwer vom Gegenteil überzeugen).
  • Kein Einkauf von blöd verpackten Lebensmitteln – zur Not und oft auch mangels Alternative bleiben die halt im Regal und ich koche was anderes. Vom Bann betroffen sind auch Konservendosen jeglicher Art.
  • Kein „Verpacken lassen“ von Einkäufen – dazu gehört auch ein Hinweis, das Fleisch nicht doppelt in Plastiktüten eingepackt werden muß oder der Verzicht auf Folie usw.

Das war es schon so ziemlich. Noch besser kann man sicher werden, wenn man konsequenter in den Biomarkt geht, man auch an der Fleisch/Wurst/Käsetheke eigene Behälter mitbringt usw. usw. usw. Spannend ist, das sich seit dem Fasten meine Besuche bei den in Deutschlad ach so beliebten Discountern auf ein absolutes Minimum reduziert haben…

Just my 2 Cents.

 

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3 Kommentare zu “Plastik – besser gar nicht erst herstellen lassen

  1. Ja, das beste Plastik ist das, das erst gar nicht produziert wird! Seit Jahren versuchen wir schon dem Plastikwahn beim Einkaufen zu entkommen, leider nicht immer mit 100prozentigem Erfolg, wie Du ja auch schon festgestellt hast. Was mir aber die letzten 25 Jahre gut gelungen ist, ist meine Küche plastikfrei zu halten. Bei uns gibt es keine Schüsseln, Dosen oder Handwerkszeug aus Plastik. Bei Geräten wie z.B. Wasserkocher achte ich darauf, dass möglichst wenig Kunststoff dabei ist – ist nicht nur nachhaltiger, sieht meist auch besser aus ;-). LG Carmen

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