mal ehrlich DFB … oder die Geschichte von der Limo mit dem seltsamen Geschmack

Mal ehrlich und jetzt aber mal in echt. Ich war dieser Tage in so einem südosteuropäischem Supermarkt und habe dort ganz klassisch etwas Gemüse und ein paar Oliven gekauft. Draußen war es so heiß, wie es eben sonst eigentlich nur dort ist, wo der Supermarkt-Betreiber vermutlich herkommt. Aber Stop. Noch bevor ich hier weiter sinniere, möchte ich eines klar stellen: Mir ist es völlig egal welche Herkunft ein Mensch hat, welche Haar- oder Hautfarbe er/sie hat oder auch welche sexuelle Orientierung. Was für mich zählt ist, wie jeder einzelne Mensch handelt. Und irgendein ein Gefühl sagt mir, dass sich gerade dabei aktuell einige Exemplare ganz ordentlich vertan haben.

Und schon sind wir mittendrin in einem Thema, das Deutschland gerade berührt. Neben so großen Worten wie Rassismus schwingen Vorwürfe und Missverständnisse hin und her. Das fußballerische an der ganzen Debatte steht dabei nur ganz am Rande. Aber auch hier gehen die Meinungen auseinander. Während der geläuterte Steuerberater lautstark urteilt, jener Spieler mit deutsch-türkischen Wurzeln aus der unaussprechlichen Stadt bei Dortmund sei verzichtbar wie Socken beim Malediven-Urlaub (danke Borussen Bernie ;-)) oder ein Herr Hensel von Grindel meldet ganz verschreckt von allem das Gegenteil ist richtig (was dann streng genommen nochmal gegenteilig zu Handlungen desselben Mannes noch vor wenigen Jahren in seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter ist), loben wiederum andere Medien eben genau die Vorlagengeberqualitäten, die Ebendiesem Ö. jetzt auch geholfen haben eine Solche für jeden Vollidioten, der sich zuletzt nicht hinreichend in der Öffentlichkeit präsentiert gesehen hat, zu geben. Der gute alte Looddar zum Beispiel, ganz staatsmännisch während der WM neben DesPutin und Elefantino sitzend und mit dem anklagenden Finger auf jene zeigend, die sich mit erdoganderen Despoten beim Trikottausch abbilden lassen. Nun denn, da hilft dann wohl auch kein „Herr/Allah/Buddah, schmeiss‘ Hirn vom Himmel“ mehr… ein Klavier könnte da vielleicht eher helfen.

Aber was hat das denn nun mit Essen, Genuß und Wein zu tun? Liegt ja auf der Hand: Es ist der südosteuropäische Gemüsehändler und die Hitze. Die trieb mich nämlich dazu den neben der Kasse stehenden Kühlschrank zu öffnen und diese unwiderstehlich eiskalte, vermeintliche Orangen-Limo zu greifen. Orange und Apfel waren abgebildet und in der Mitte etwas das aussieht wie ein Heftpflaster. Egal, ich habe bezahlt, bin raus in die Hitze und habe das Zeug in mich hineingekippt. Nur irgendwas hat mich dann ziemlich irritiert, denn es breitete sich nämlich ein reichlich seltsamer Geschmack an meinem verwöhnten Gaumen aus. Was zuerst wie eine Mischung aus Orange und Heftpflaster wirkte, stellte sich nach genauerer Überlegung dann als offensichtlich sehr künstlich hervorgerufener Butterkeksgeschmack heraus. Was für eine spannende Idee, da muss man erstmal drauf kommen.

A propos – wer jetzt den Vergleich ziehen mag zur von DFB-Seite so hoffnungsvoll angegangenen Weltmeisterschaft, die sich – vor allem wenn man alle Nebengeschichten mit betrachtet – dann auch sehr schnell wie Orangenlimo mit Butterkeksgeschmack am verwöhnten Gaumen herausstellte, den werde ich nicht abhalten. Aber reiner Zufall ist’s schon.

Und übrigens: Ich habe das Zeug trotzdem geschluckt und erfreue mich bester Gesundheit und ich fürchte, das wird im übertragenen Sinne auf Seiten des DFB, der Medien und all den anderen trittbrettfahrenden Herrschaften auch nicht anders sein…

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