GeNuss: Walnuss-Gorgonzola-Flammkuchen und Salat mit genüsslichem Dressing

Eigentlich passt die Nuss ja mehr in den Herbst, aber da man im Herbst gerne soviele davon sammelt, das die einen ganzen Winter halten, gab es noch welche. Dazu habe ich letztes Jahr aus Dijon Walnuss-Dijon-Senf von einer kleinen, lokalen Senfmühle mitgebracht. Der fand zunächst bei mir keine Beachtung, bis der reguläre Senf leer war und ich den Walnusssenf im Keller wiederentdeckt habe. Und jetzt gibt es schon Sorge, der könnte irgendwann leer sein, denn damit lassen sich genussreich Saucen mit sehr hohem Nussfaktor kreieren. Aber genuss, äh genug, hier das Rezept.

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Für die Hände:

  • eine Salatschüssel
  • ein kleiner Topf
  • ein Schraubverschlußglas
  • einen Löffel
  • eine Rührschüssel und Küchenhandtuch zum Abdecken
  • ein Backblech samt Backpapier
  • Nussknacker
  • Messer & Brett

Für den Magen:tmp_10364-dsc_2085-2007477568

  • Salat:
    • eine handvoll grüne Bohnen
    • 1/4 Kopf vom Endivien
    • 5 EL Sahne
    • 1/2 TL Honig
    • 1 TL Walnsuss-Senf
    • 1 EL Walnuss–Essig
    • 2 EL Wal- oder Haselnussöl
    • Pepe e Sale
  • Flammkuchen:tmp_10364-dsc_2092-2107846127
    • 250g Pizzamehl
    • 1/2 Würfel Hefe
    • 1 TL Salz
    • 2 EL Olivenöl
    • H2O
    • 150g Creme Fraiche
    • 1 EL Walnuss-Senf
    • 15 Walnüsse
    • 150g Gorgonzola

und so hab ich’s gemacht:

Flammkuchen:
Aus Mehl, H2O, Olivenöl, Hefe und Salz einen schönen Hefeteig anrühren und abgedeckt zur Seite stellen. Nüsse knacken und Inhalt grob hacken, Ofen auf 220° Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun den Teig dünn auf dem Backpapier ausrollen, Creme Fraiche mit dem Senf vermischen und mit dem Löffel auf dem Teig verteilen. Die Nüsse und den gewürfelten Gorgonzola ebenfalls darauf verteilen und ab in den Ofen damit, das Ganze für ca. 12 Minuten, man sieht es am braun werdenden Rand.

Salat:
Salat waschen und in Streifen schneiden. Von den Bohnen die Enden abschneiden und ca. 10 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen, dann kalt abschrecken, damit die Farbe bleibt. Im Schraubverschlußglas machen wir nun die leckerste Salatsauce der Welt: Sahne, Honig, Walnuss-Senf, Haselnussöl, Walnuss-Essig mit etwas Pfeffer und Salz gut vermischen. Den Salat mit den Bohnen in der Salatschüssel vermengen und die Sauce oben drüber verteilen.

Wein

Den Rosé d’une Nuit hatte ich im vorletzten Rezept schon vorgstellt. Der geht auch hier wunderbar!

 

 

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Mediterran oder Konservativ? Egal: Grüner Bohnensalat sticht immer!

Raststätte an der A3, Kantine, Grillstube „Halver Hahn“, Steakhaus II. Klasse … egal wo – aber überall dort, wo man sich den Teller selber mit Salat überladen kann, gibt es diesen grünen, oder soll ich lieber sagen braun-grau-grünen „Bohnensalat“ aus Konservenbohnen in Essig, oder soll ich sagen Essig-Essenz mit Wasser?

Dabei kann so ein Bohnensalat auch schmecken! Und das geht ganz schön schnell, wenn man das einmal gemacht hat. Insofern ist das Rezept hier keine bahnbrechende Neuigkeit, sondern soll eigentlich als Ideen-Basis dienen den eigenen Grüne-Bohnen-Salat kreativ zu erweitern.

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Das an Gerät wird benötigt:

  • einen Topf
  • eine Schüssel oder schale
  • Messer & Brett

Diese Zutaten braucht man – für meine Basis-Variante (für 2 Portionen):

  • 200g frische grüne Bohnen
  • 1/2 gute Zwiebel, ich hatte eine Roscoff-Zwiebel
  • Walnuß- oder Weißwein- oder Fruchtessig
  • 2 EL Walnuß- oder gutes Olivenöl
  • Pfeffer&Salz

Die Enden der gewaschenen Bohnen abschneiden, Bohnen in den Topf, mit Wasser bedecken und für etwa 6 Minuten kochen. Wasser abgiessen und Bohnen im Topf zweimal (!) mit kaltem Wasser abkühlen. Oh wunder, die Bohnen behalten Ihre grüne Farbe und haben in der Mitte noch einen Rest Biss. Wer mag streut etwas Petersilie drüber.

Bohnen in die Schale geben, die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden und dazu geben. Mit Öl, Essig, Salz (Fleur de Sel) und Pfeffer würzen, einmal durchmischen und einige Minuten durchziehen lassen.

Fertig.

Kann man so lassen. Kann man auch nun mit Walnüssen und frischem Thymian auf französisch aufmachen oder mit Feta, kleinen Tomaten und fein geschnittener roter Paprika und Basilikum mediterran, mit zerlassenem Speck a la Großmutter… sieht immer gut aus, schmeckt immer, wenn er frisch gegessen wird.

Was macht man eigentlich mit Vin de Noix? z.B. Endivien-Linsensalat mit St. Marcellin und Vin de Noix-Dressing!

Meine Ausbeute "Vin de Noix"

Meine Ausbeute „Vin de Noix“

Die meisten Geschichten, die irgendwo anfangen haben oft auch eine Fortsetzung. Und als ich vor einigen Wochen von meiner Vin de Noix-Herstellung berichtet hatte, hatte ich eigentlich wenig Plan, was man damit alles machen kann. Mittlerweile ist mein Vin de Noix fertig und abgefüllt und wartet auf Rezepte.

8 Wochen lagerte der Wein nun zusammen mit den grünen Walnüssen kühl und dunkel im Keller und wurde dank des Blumen-Beauftragten auch während meiner Anwesenheit im Paradies wöchentlich einmal umgerührt. Vor der Abfüllung habe ich ihn dann zweimal durch ein Küchenkrepp gefiltert. In schöne Flaschen abgefüllt, zeigt sich die schöne Farbe. Der ehemals rote Wein hat eine schöne, warme braune Farbe angenommen. Der Wein schmeckt eiskalt auch pur als Aperitiv, aber es gibt bestimmt viele weitere Anwendungsmöglichkeiten – so zum Beispiel als Basis für ein Salat-Dressing. Um es gleich vorwegzunemen – das Rezept geht glaube ich auch ohne Vin de Noix – ist aber dann eben ohne Vin de Noix und wird mit Sicherheit auch etwas anders schmecken. Die Endivie lag noch im Kühlschrank herum, der seit der Rückkehr aus dem Paradies auch noch mit diversen Ziegenkäsen gefüllt ist, darunter auch einige St. Marcellin, ein wunderbarer Ziegenkäse, der pur und auch gebacken schmeckt (den es hier auch desöfteren zu kaufen gibt). Und grüne Linsen aus Le Puy habe ich ohnehin immer vorrätig und es wurden zur Vorrats-Auffüllung auch Neue aus dem Paradies mitgebracht.

Vin de Noix ist unsichtbar

Vin de Noix ist unsichtbar

Hier nun also eine Art Vin de Noix zu verarbeiten: Nein Salat aus Linsen, Endivie und Vin de Noix-Dressing, wozu ich folgendes an Utensil beschmutzt habe und der sich entweder als Vorspeise, aber auch als kleine Mittagsmahlzeit ganz gut macht:

  • zwei kleine Töpfe
  • eine kleine Pfanne
  • einen Teller zum backen des Käses
  • zwei Teller zum Anrichten
  • ein Schraubverschlußglas
  • einen Löffel
  • Messer & Brett

Und das an Zutaten (für 2):

  • ca. 80g grüne Le Puy Linsen
  • zwei handvoll Endivien-Salat
  • eine handvoll Pinienkerne
  • eine handvoll gehackte Petersilie
  • 2 EL Cramberries getrocknet
  • eine Stange Sellerie
  • eine Knoblauchzehe
  • einen St. Marcellin-Käse (120g)
  • 2 kleine Tomaten
  • 2 TL Mehl
  • 1 EL Walnußessig

Zutaten Dressing:

  • 0.1l Vin de Noix
  • 2 EL Walnußessig
  • 3 EL Walnußöl
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL Honig
  • Fleur de Sel

Die Selleriestange waschen, putzen und in feine Scheiben schneiden, Knoblauch schälen, zerdrücken und fein hacken. Beides zusammen im ersten Topf mit den Linsen ca. 2 cm mit Wasser bedecken und etwa 15-18 Minuten köcheln, die Linsen sollten noch bissfest sein. Idealerweise bleibt am Ende kein Wasser zum Abschütten übrig.

Im 2. Topf den Vin de Noix erhitzen und etwa auf die Hälfte reduzieren. In das Glas füllen, die restlichen Zutaten für das Dressing hinzugeben, vorsichtig salzen und mit geschlossenem Deckel im Glas aufschütteln.

Nun die Endivie waschen und Blätter quer in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Petersilie fein hacken, Tomaten vierteln und beiseite stellen. Wenn die Linsen fertig sind kommen 1 EL Walnußessig, die Cramberries und etwas Salz dazu, umrühren und beiseite stellen. Den Ofen auf 250° Umluft Vorheizen. Das Mehl auf einen Teller geben und den Käse von beiden Seiten darin wälzen, dann alles zusammen in den Ofen geben und für etwa 10-12 Minuten backen.

Auf den beiden Tellern schichten wir zunächst die Endivie auf. Die Petersilie rühren wir zu den Linsen und verteilen diese über die Endivie. Das Dressing nochmal aufschütteln und mit einem Löffel über die Salate verteilen. In der kleinen Pfanne die Pinienkerne anrösten und ebenfalls darüber geben, mit den Tomatenvierteln garnieren.

Wenn der Käse leicht golden gefärbt ist und sich aufgewölbt hat aus dem Ofen nehmen und schnell mit dem Messer in zwei Hälften schneiden und sofort über den Salat geben – Achtung – der läuft aus. Danach Salate sofort servieren.

Dazu passt hervorragend ein trockener Moselriesling, z.B. der Piesporter Falkenberg Kabinett trocken vom Weingut Reuscher Haardt.

Aubergine again … mit Walnuß-Feta-Tsatziki und Tomaten-Sauerampfer Salat

Vorspeise again...

Vorspeise again…

Ein Berg von Auberginen ist übrig von der Tapas & Tape Party zum Tanz in den Mai. Also muss ich die ja irgendwie weg-kochen oder weg-braten. Wenn man hier auf diesem Blog alleine nach Aubergine sucht, wird man schon fündig und manchmal hilft es auch, die Dinge ein klein wenig zu variieren und anders zu kombinieren und heraus kommt eine Vorspeise, von der niemand merkt, das man das in ähnlicher Form schon oft gemacht hat. Dies hier ist eine.

Also, los geht“s mit:

  • Messer & Brett
  • ein Löffel
  • einem Nussknacker
  • einer Reibe
  • einem Sieb
  • etwas Küchenkrepp
  • eine Zitronenpresse
  • 2 Teller

Und das brauchen wir an Zutaten (für 2):

  • eine Aubergine
  • einer großen oder zwei kleine schmackhafte Tomaten
  • 4-5 Blätter Sauerampfer
  • eine Zitrone
  • 200g 10% Joghurt
  • ein Stück (4-5 cm Gurke)
  • 10-12 Walnüsse
  • 100g Feta
  • ein paar Stengel Petersilie
  • eine Knoblauchzehe
  • etwas Pul Biber
  • 0,1 l normales Olivenöl und nochmal 2 EL Gutes
  • Pepe e Sale (Fleur de Sel)
Auberginen aus dem Ofen

Auberginen aus dem Ofen

Zuerst machen wir eine klassische Tsatziki, wie ich die mache, habe ich hier schon mal beschrieben. Dafür brauchen wir von der Zutaten-Liste oben Joghurt, Gurke, ein EL vom guten Olivenöl, Petersilie, Knoblauch und Pepe e Sale.

Die (das? der?) Tsatziki kann auch ein Rest vom Vortag sein oder ihr macht die am Vortag, dann zieht sie schön durch.

Für den Tomaten-Sauerampfer-Salat entfernen wir – falls zu dick – die Mittelgräte der Blätter und schneiden den Sauerampfer in feine Streifen. Tomaten würfeln, mit dem Sauerampfer sowie 1 EL gutem Olivenöl, dem Saft von etwa der halben Zitrone und etwas Fleur de Sel mischen und kalt stellen.

Die Aubergine halbieren und kreuzweise einschneiden, mit Olivenöl und Saft der 2. Hälfte der Zitrone beträufeln und ab in den Ofen geben, ca 1 Stunde bei 180° Umluft. Am Ende kann man noch mal den Grill dazuschalten, damit es eine schöne Bräunung (s. Bild rechts) gibt.

Währenddessen die Walnüsse knacken und fein hacken. Zusammen mit dem zerbröselten Feta unter die Tsatziki mischen, den Feta dann mit einem Löffel pürieren. Zum Anrichten Tsatziki kreisförmig auf zwei Teller verteilen, den Tomaten-Sauerampfer-Salat dazu geben (vorher die entstandene Brühe abgießen!). Auberginen aus dem ofen holen, mit Pul Biber bestreuen und mit dem Löffel auskratzen. Je eine Hälfte auf die Tsatziki geben und sofort servieren.

(l)Text und Rezept unter der Open Database License (ODbL).