Vorspeise vergurkt! Minigurken mit Ziegenkäse und Blumen

Das vergurkt sollte man wörtlich im Sinne der Gurke nehmen, denn eigentlich handelt es sich um einen Teller voller Gurkenscheiben. Und wo ist das Besondere, mag man sich fragen? Nun, das Besondere liegt darin, das man mit diesem einfachen Gericht zeigen kann, das Gurken wirklich nach Gurken schmecken können. Und wenn dann noch sanftes Olivenöl mit mildem Ziegenkäse und einem Hauch Rosmarin zusammen kommen, dann ist das für mich ausreichend besonders.

Ach ja, widmen finde ich eigentlich immer kitschig, trotzdem widme ich dieses Rezept unserem so sinnlos verletztem Abwehrspieler Marc Bartra und der gesamten Mannschaft unseres BVB’s, einfach um allen Terroristen-Arschlöchern dieser Welt zu zeigen, das sie unsere Menschlichkeit und Anstand niemals werden beseitigen können. Euer Leben ist halt sinnlos vergurkt. Jetzt geht’s aber los.

Unsere Werkzeuge für mehr Völkerverständigung sind:

  • ein Schälmesser
  • einen Teller
  • Messer & Brett

Unsere Zutaten für dieses friedliche Gericht sind:

  • drei Minigurken
  • 60g Ziegenkäse (z.B. Pregiata di Capra oder ein Saint Mure)
  • 10-20 Rosmarin-Blüten
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL mildes Olivenöl
  • Pepe e Sale

Die Gurken schälen und in feine Scheiben schneiden, salzen und mit der Hand durchmischen. Danach für etwa 15 Minuten stehen lassen, anschließend Gurkenscheiben mit der Hand leicht ausdrücken (wer mag, trinkt das Gurkenwasser) und flach auf dem Teller ausbreiten. Zitronensaft und Olivenöl darüber verteilen und vorsichtig pfeffern. Nun noch den Ziegenkäse in feine Scheiben schneiden und darüber verteilen, am Ende mit Rosmarin-Blüten verzieren (die kann man ruhig mitessen!). Das Gericht kann als kleiner Gruß aus der Küche, als Vorspeise oder als Teil einer Vorspeisenplatte fungieren. In jedem Fall was Weißes, frisches dazu trinken und auf Völkerverständigung, Toleranz und das Ende dieses Wahnsinns anstoßen!

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Für alle außer Einen: Caprese mit „falscher“ Tomate, Feldsalat und Pesto

tmp_13805-dsc_20101507319810Rote Beete mit Walnüssen, Pesto, Mozarella und Feldsalat

Dem Wahnsinn einen Namen zu geben fällt mir in diesen Tagen ja gar nicht so leicht. Und einfach abtauchen und weggucken und sich nicht mehr für das Weltgeschehen interessieren ist ja auch keine Lösung. Im Moment hilft mir leider nur Selbstironie und Sarkasmus. Interessanterweise haben für mich die europäischen Late-Night Shows bisher den besten Protest gegen die Trumpetisierung des Abendlandes erschaffen: everysecondcounts.eu.
Aber gut, wir sind ja hier beim Kochen – ich flüchte mich daher in die Verbindung internationaler Geschmäcker und hoffe so auf Völkerverständigung:  Basilikum und Rote Beete.
Ach und eines noch, liebe Köche des amerikanischen „Präsidenten“: Dieses Gericht ist für alle Menschen dieser Erde – außer für den Einen, also Finger weg!

Kochutensilien First:

  • Messer & Brett
  • ein kleiner Kochtopf
  • eine kleine Pfanne
  • ein Mörser
  • ein Nußknacker
  • ein großer Teller

Zutaten Second:tmp_13805-dsc_2013-1988203359

  • 1 Rote Beete
  • 2 Handvoll Feldsalat
  • 1 Büffelmozarealla (125g)
  • 10 Walnüsse
  • 1 EL Pinienkerne
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • 1 kleiner Bund Basilikum
  • 2 EL frisch geriebener Parmesan
  • 1/2 Zitrone
  • einige Spritzer guter Aceto Balsamico
  • Fleur de Sel
  • frisch gemahlener Pfeffer

Die Rote Beete im Topf halb mit Wasser bedecken und etwa 25 Minuten kochen, abkühlen lassen, schälen. Auf einem großen Teller den Feldsalat verteilen. Die Rote Beete in dünne (1-2 mm) Scheiben schneiden und obenauf legen, mit einigen Spritzern Balsamico-Essig besprenkeln, etwas grob gemahlener Pfeffer schadet da auch nicht.

Die Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne anrösten und danach im Mörser mit grob gehacktem Basilikum, Parmesan und Olivenöl zu einem schönen frischen Pesto zermörsern. Das Pesto vorsichtig mit etwas Zitronensaft und Fleur de Sel würzen.

Den Mozarella mit der Hand in grobe Stücke zerpflücken und im Pesto wälzen, anschließend oben über die Rote Beete verteilen (das restliche Pesto entweder naschen oder einfach oben drüber kippen). Die Walnüsse knacken, die Kerne ebenfalls in der Pfanne einige Minuten rösten und über allem verteilen.
Und beim Essen bitte darauf achten, das man nicht an die größten Arschlöcher dieser Erde denkt!

Wein? Weiß. Um dem euro-internationalen Potpourri noch etwas Gewicht zu geben, lege ich euch diesen Mas Cristine Blanc aus dem Roussillion ans Herz. Ein rassiger südfranzösischer Weißwein, der frisch und fruchtig-leicht um die Ecke biegt, aber gleichzeitig mit dem dominanten Basilikum gut zurechtkommt. Der Wein ist allerdings leider in Deutschland nicht erhältlich (außer in meinem Keller). Da heißt es nur: Völkerverständigung live und ab nach Frankreich!