Link’s „Hyrule Krabbenrisotto“ mit Süßkartoffel und Kräutern

Tja. Mich haben ja Computer-Spiele nie wirklich gepackt. Und seit ich beruflich eigentlich komplett vor dem Monitor sitze schon mal gar nicht (seit ca. 20 Jahren … ). Aber mein Spross ist absoluter Legends of Zeld-Fan, das ist ein Adventure-Spiel. Wer das nicht kennt, hier die Ganzkurzform: Der „legendäre“ Held Link rennt durch ein Phantasie-Land namens Hyrule und findet an jeder Ecke Monster, Waffen oder Nahrungsmittel (und muss natürlich Aufgaben erfüllen). Mit Waffen werden Monster erlegt, trifft das Monster mal den Held, muss dieser seine Herzen mittels selbst-gekochtem Essen wieder auffüllen. Dazu stehen an verschiedenen Stellen befeuerte Kochtöpfe in der Landschaft herum, in die bis zu 5 Zutaten (gefundene oder erlegte Nahrungsmittel) geworfen werden. Nach der Dauer von 3 Sekunden, während derer ein Jingle abgespielt wird, wird aus Butter, Steinsalz, Hyrule-Reis und Krabben Krabbenrisotto. Und diese wundersame Verwandlung hat den Zögling nun dazu gebracht, mich zu Fragen, ob wir das zusammen (!!!) auch in Echt kochen können.
Gerne, aber das dauert etwas länger„, war meine Antwort…

Und hier ist das Resultat:

 

Link braucht an Ausrüstung:

  • Messer & Brett
  • zwei Pfannen
  • einen Sparschäler
  • eine Parmesanreibe
  • 2 Pfannenwender

Link sollte für 4 folgendes finden:

  • 120g Risotto-Reis
  • pro Esser ca. 4 Garnelen (ich hatte Rohe mit Panzer aus Wildfang aus dem Südatlantik, Bio-Garnelen gehen auch)
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1/2 Süßkartoffel
  • 1 Knoblauchzehe und nochmal 6 Knoblauchzehen
  • einige Stängel frischer Thymian und Blattpetersilie
  • 120g Butter
  • 1/2 Zitrone
  • 0.2l Olivenöl
  • 0.1l Weißwein
  • 0.3l Hühnerbrühe
  • 50g Parmesan

Wir bereiten zunächst die Pfanne für die Garnelen vor. Dazu 50ml Olivenöl und 40g Butter mit 6 geschälten und zerdrückten Knoblauchzehen, der Hälfte von Petersilie und Thymian und geviertelter halben Zitrone (also Achtel) in eine der Pfannen geben und die Pfanne erstmal beiseite stellen.

Jetzt bereiten wir das Risotto vor:
Dazu die Zwiebeln schälen (die Schalen schon mal für Ostern aufbewahren) und fein würfeln, die Knoblauchzehe ebenfalls fein hacken. Jetzt die Süßkartoffel schälen und in kleine Stücke schneiden, die Kräuter recht fein hacken und alles auf dem Brett parat halten. In der 2. Pfanne nun weitere 40g Butter und das restliche Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Sobald die Butter geschmolzen ist, Reis und Zwiebelwürfel hinzu geben und 3-4 Minuten glasig dünsten. Anschließend mit Weißwein ablöschen und ab jetzt immer weiter rühren – das löst die Stärke an den Reiskörnern und sorgt für die cremige Konsistenz des Risottos (und wer was anderes behauptet hat unrecht ;)). Die Süßkartoffel-Stücke dazu geben und immer wieder etwas von der Brühe hinzugeben. Das Ganze solange rühren, bis der Reis außen weich und innen noch ein wenig bißfest ist, die Konsistenz sollte cremig und nicht zu trocken sein, das steuern wir über die Brühe. Der ganze Prozess dauert etwa 14-16 Minuten, die Pfanne darf nie zu heiß werden, immer schön vor sich hin köcheln lassen (einfacher ist es, wenn die Brühe selber warm ist). Am Ende die gehackten Kräuter unterrühren.

Jetzt ist es an der Zeit, die 1. Pfanne für die Garnelen zu erhitzen, die Garnelen ab in die Pfanne – sie brauchen nur 2-3 Minuten, sonst werden sie staubtrocken. Beim Risotto zeitgleich den Herd ausschalten, die restliche Butter und den geriebenen Parmesan unterrühren und das ganze eine Minute ruhen lassen, während die Garnelen in der Pfanne sautiert (franz. sauter = springen) werden.

Auf einem Teller in die Mitte jeweils ein Häufchen Risotto geben und die pro Esser zugedachte Menge an Garnelen anlegen. Dazu hatte ich einen südafrikanischen Chenin Blanc vom Weingut M.A.N. Ein durchaus kräftiger Weißwein (13.5 %!), der aber mit Parmesan und Krabben gut zurecht kommt und trotzdem noch fruchtig ist. Der Wein kostet etwa 5 Euro und macht wirklich Spaß.

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„Mode(kar)toffel“ in süß und orange mit Spinat & Feta. Mit Thymian

tmp_13451-dsc_2002-1081701061Vor ein paar Wochen habe ich über das Gemüse der Woche berichtet. Bei dieser temporären Aufwertung von Produkten habe ich völlig vergessen darauf hinzuweisen, das seit Monaten das Modeprodukt schlechthin offensichtlich die Süßkartoffel ist. Die begegnet einem nämlich allen Orten, nicht nur im Laden gestapelt, sondern auch wenn man (wie ich) aufmerksam Kochsendungen und Kochblogs, Rezeptbeiträgen et cetera verfolgt.

Nicht das ich was gegen die Süßkartoffel hätte¹, nein, sie bringt ja durchaus Farbe in den grauen Winteralltag. Was ich neben eben jenem Hinweis vergessen hatte war aber, das ich damals selber bereits ein Exemplar dieser Modetoffel gekauft habe. Und das lag jetzt seit Wochen im Gemüsekorb herum und wartete auf eine Idee.

Die kam dann irgendwann als ich das Rezept Himmlische Happen las, wo man die Süßkartoffel in Scheiben im Ofen mit Ricotta und Kräutern überbackt. Ricotta war aber leider aus, daraufhin kam dann dieses Alternativ-Rezept heraus:
Thymian-Pommes von der Süßkartoffel mit Spinat, schwarzen Oliven und Feta„, falls jemand eine Vollbezeichnung braucht.

Küche:

  • tmp_13451-dsc_19951507319810Messer & Brett
  • Sparschäler
  • ein Backblech mit Backpapier ausgelegt
  • einen Topf
  • Zitronenpresse
  • eine Schale bzw. direkt die Teller zum Anrichten

Vorratskammer (Vorspeise für 4):

  • eine Süßkartoffel (ca. 600g)
  • 1 Bund frischer Spinat (ca. 400g)
  • 100g Feta (fester Ziegenfrischkäse geht bestimmt auch)
  • eine handvoll schwarze Oliven
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas frischer Thymian
  • 1x 6 + 1 x 3 EL Olivenöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1/2 TL Honig
  • Pepe e Sale

tmp_13451-dsc_1998-1988203359Die Süßkartoffel schälen (und wie bei mir, nach einigen Wochen die braunen Stellen rausschneiden ;-)) und anschließend quer in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. Die Scheiben wiederum quer in 1cm breite Stifte schneiden, auf das Backblech legen, mit 6 El Olivenöl übergießen, die Thymianblätter drüber streuseln und leicht salzen. Das Backblech in den Ofen und Kartoffeln bei ca. 170° etwa 25 Minuten backen, gegen Ende den Grill (Oberhitze) einschalten, damit die Pommes auch etwas knusprig werden.
Dann gibt es erstmal eine Pause, denn erst wenn die Kartoffeln fast fertig sind geht es weiter:

  • Zitrone auspressen und mit 1/2 TL Honig mischen
  • Feta in ca. 1 cm große Würfel schneiden
  • Oliven kurz abwaschen (sonst sind sie zu salzig)
  • Spinat gründlich waschen, Stiele ab- und dicke Blattrippen herausschneiden, grob hacken und mit der zerdrückten Knoblauchzehe und 3 EL Olivenöl im Topf vorsichtig erhitzen.

Sobald der Spinat in sich zusammenfällt, geht’s los: Die Süßkartoffelpommes mit dem Spinat und dem Zitronensaft-Honig-Gemisch in der Schüssel vermischen, vorsichtig pfeffern und obendrauf den gewürfelten Feta samt Oliven verteilen und dann direkt auf den Tisch: Prima Vorspeise!

 

¹ wie ich z.B.  hier und hier ja schon gezeigt habe.

Zutaten unter eigener Kontrolle: Süßkartoffelchips mit Dip

Wenn man Chips nicht nur kauft, sondern auch dem unwiderstehlichen Verlangen, die Tüte SOFORT aufzureissen und alles auf einmal zu Verspeisen nicht widerstehen kann, dann sollte man um dem entgegen zu wirken im Supermarkt ansetzen: Kauft euch eine dicke Süßkartoffel und redet euch ein, die Chips künftig selber zu machen. Ob das gesünder ist oder die Chips dann weniger Fett enthalten als die gekauften, sei mal dahin gestellt. Aber eines ist sicher: Das, was drinnen ist, liegt zu 100% in eurer Hand – wir brauchen keine komischen GEschmacksverstärker, StabilisatorEn oder KonserviErungsmittel mit irgendwelchen E-Nummern. Außerdem schmeckt’s echt super, so wie gestern als Beilage zum Vorspeisen-Salat.

Wir arbeiten mit:tmp_12489-dsc_0136476829860

  • unserem besten &schärfsten Messer & Brett
  • einer Schüssel
  • einem Löffel
  • einem Backblech samt Backpapier
  • einem kleinen Schälchen (für den Dip)

Wir verarbeiten:

  • 1 Süßkartoffelknolle (bzw. einen Teil davon)
  • 1-2 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale
  • 5 EL Creme Fraiche
  • 1/2 Knoblauchzehe

tmp_12489-dsc_0137849108714Und los geht’s damit, das wir die Süßkartoffel gründlich waschen und die vordere Spitze abschneiden, so das der Durchmesser jetzt etwa 5 cm beträgt. Dann schneiden wir mit dem Messer hauchdünne, möglichst gleichmäßige, Scheiben herunter (wer einen entsprechend tauglichen Hobel o.ä. hat, kann natürlich auch den benutzen). Die Scheiben kommen in die Schüssel, dazu gibt man ordentlich Salz (Fleur de Sel) und Pfeffer und anschließend das Olivenöl. Mit dem Löffel alles gründlich durchmischen, so das alle Scheiben beidseitig mit Olivenöl benetzt sind.

Die Scheiben auf dem Backblech (auf Backpapier) verteilen, bei 200° in den Ofen geben. Die Scheiben nach ca. 10 Minuten wenden und nach weiteren 10 Minuten heraus nehmen. Es kann sein, das die dünneren Scheiben schneller fertig sind, schaut euch das Ergebnis einfach alle paar Minuten an.

Für den Dip die Knoblauchzehe zerdrücken & fein hacken und mit Pfeffer & Salz mit der Creme Fraiche vermischen und alles mindestens eine Stunde im Kühlschrank  ziehen lassen.

 

Hirschkeulenbraten mit Süßkartoffel-Maronen-Pürree und Passionsfrucht-Meerrettich-Sauce

Länger ging nicht. Den Titel mein ich. Man hätte noch Hirschbulle oder Esskastanien schreiben können, oder ich hätte der Passionsfrucht noch was anderes zur Seite stellen können, so etwas wie Granatapfel oder Cherimoya. Egal, darum geht es ja auch gar nicht. Es geht um Wild und um den Beweis das man auch eine andere Beilage als den ewigen Rotkohl dazu machen kann. Oder das exotisches sich sehr gut zum heimischen Wild gesellt. Und das passt auch zum aufziehenden Winter.

Okay, das Anrichten üben wir noch...

Okay, das Anrichten üben wir immer noch…

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Okay, das Anrichten üben wir nochmal

 

 

 

 

 

 

An Utensilien habe ich verbraten:

  • eine Schüssel
  • einen Bräter
  • zwei Töpfe
  • ein Sieb
  • einen Kartoffelstampfer
  • Muskatreibe
  • ein Kartoffelschäler wenn gewünscht
  • zwei Löffel
  • ein Holzlöffel
  • Messer & Brett

Und das kam an Zutaten hinzu:

lecker schmoren

lecker schmoren

Hirschbraten:

  • ein kleiner Hirschkeulenbraten ca. 500g
  • eine Stange Sellerie
  • zwei Scharlotten
  • eine Knoblauchzehe
  • 150 g durchwachsener Speck
  • ein halber Liter Rotwein
  • drei frische Lorbeerblätter aus dem Kranz von Julius (oder andere)
  • 10 Pimentkörner
  • 50g Butter
  • 5 EL Olivenöl
  • etwas Mehl
  • Pepe e Sale
farblich schönes Püree

farblich schönes Püree

Süßkartoffel-Maronen-Pü:

  • eine Süßkartoffel, ca 400g
  • 200g vorgekochte oder geschälte gebackene Maronen
  • 50g Butter
  • ein Schuß Milch
  • etwas Muskatnuß
  • Pepe e Sale

Passionsfrucht-Meerrettich-Sauce:

  • zwei Passionsfrüchte
  • eine halbe Scharlotte
  • ein Stück Butter
  • ein Teelöffel frisch geriebener Meerrettich
  • 0.1 l Sahne

Los geht’s. Wir legen den Hirsch rein. Und zwar in eine Marinade aus Rotwein, Lorbeerblättern, grob gewürfelten Scharlotten, Knoblauch und zerdrückten Pimentkörnern. Und den lassen wir mindestens 12h drinnen liegen, noch besser sogar noch länger. Danach das Fleisch herausangeln, trockentupfen und im Bräter von allen Seiten scharf anbraten. Das Fleisch dann herausnehmen und die Marinade zum Angebranntenschmuud-Ablöschen in den Bräter giessen. Dazu kommt die Butter und der in Scheiben geschnittene Sellerie. Das alles lassen wir ca. 25 Minuten ohne Deckel einkochen, dann wird die Sauce durch das Sieb passiert. Im Bräter braten wir den fein gehackten Speck an und legen das Fleisch wieder dazu. Die festen Bestandteile der Sauce können weg, die Flüssigen kommen zusammen mit dem Mehl in den Bräter, das Ganze lassen wir für weitere 35-45 Minuten, diesmal mit Deckel, schmoren.

Für das Pürree schälen wir die Kartoffel, schneiden sie in grobe Würfel und geben sie mit 1/3 l Wasser in einen Topf mit Deckel. Die Stücke brauchen zum Weichwerden ca. 20 Minuten. Am Ende eventuell vorhandenes Wasser abgiessen, dann kommen Milch, Butter, Maronen und Muskatnuß hinzu. Dann stampfen wir das Ganze schön durch, Deckel drauf und warm stellen.

Für die Passionsfrucht-Meerrettich-Sauce die Scharlotte fein hacken und vorsichtig in der Butter in einem kleinen Topf anschwitzen. Passionsfrüche mit einem Löffel auskratzen und Inneres dazu geben (Profis passionieren die Passierfrucht durch ein Sieb), Meerrettich dazu geben und mit der Sahne einige Minuten einköcheln, ggf. mit Salz abschmecken.

Fleisch dünn aufschneiden, in die Sauce geben und das Essen „schön angerichtet“ auftischen.

Dazu? Rotwein, der getrunkene kam aus Portugal von der Penninsula de Setobal, in der Ecke war ich kürzlich mit meiner Firma. Gekeltert wurde der Wein aus reiner Touriga Nacional, einer autochthonen portugiesischen Rebe. Der Wein war nicht zu schwer, aber mit einem Jahr Holzfaß doch ausreichend. Den Namen des Weinguts habe ich leider vergessen, es war auch ein Einzelflaschen-Direkt-Import. Aber die Weine aus der Ecke haben aus meiner Sicht ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Süßkartoffel- statt Kürbis-Suppe mit Bacon und Steinpilz

Kürbissuppe. Jeder kennt das. Kauf dir einen Kürbis im Herbst und du kannst etwa 7l Suppe daraus machen und egal wie lecker die Suppe ist – nachdem man sie mehrere Tage hintereinander Essen musste, hängt Sie einem so zum Hals heraus, das man diese Aktion pro Herbst genau einmal macht.

Die Idee Süßkartoffel statt Kürbis zu verwenden kam mir letztens, als es Feta-Süßkartoffel-Aubergine-Tomate gab und meine Familie sagte, das schmeckt ja wie Kürbis….

nett hergerichtet das Gericht

nett hergerichtet das Gericht

Also, geht so ähnlich wie Kürbissuppe…

Wir spülen anschließend:DSC_1462

  • einen Topf
  • eine hohe Schüssel
  • ein Küchensieb
  • den Pürierstab
  • das Ofenrost
  • eine kleine Pfanne
  • Messer & Brett

Wir haben das im Bauch:

  • 1 Süßkartoffel, ca 400g
  • 4 Scheiben Bacon
  • 1 mittelgroßer Steinpilz
  • 1/4 Birne
  • 8 Scheiben Paprika (oder andere Deko)
  • 0.25l Gemüsebrühe (am besten selbstgekocht)
  • 1 x 50g + 1 x 20g Butter
  • 1 EL Creme Fraiche
  • 0.2l Weißwein
  • 1 EL Mehl
  • 2 x 1 EL gehackte glatte Petersilie
  • 1 Prise Muskatnuß
  • frisch gemahlener Pfeffer

DSC_1458Süßkartoffel schälen und in grobe Stücke schneiden, mit ca. 1/2 l Wasser im Topf aufsetzen und etwa 15 Minuten kochen. Das Wasser durch das Sieb in die hohe Schüssel abgießen, Süßkartoffeln im Sieb beiseite stellen. Das Kochwasser ist eine gute Basis für die Brühe. Diese also jetzt kochen (oder einen halben Würfel Gemüsebrühe dazu geben und umrühren)

Im Topf 50g Butter anschwitzen und mit dem Mehl zu einer sämigen Paste rühren, mit Weißwein ablöschen, Kartoffelstücke und Brühe dazu geben, kurz aufkochen und alles gut pürieren. Die Konsistenz ist nun die von gutem Baby-Brei, wenn es zu fest ist, was Wasser oder Wein dazu geben. Dann Creme Fraiche und eine Prise Muskatnuß dazu geben und mit Pfeffer abschmecken, Salz brauchen wir dank der Brühe vermutlich nicht. Die Birne in kleine Würfel schneiden und die Stücke dazu geben.

Den Bacon im Ofen auf dem Rost für ca. 10 Minuten cross braten (und auf jeden Fall was darunter legen!!). Währenddessen den Steinpilz putzen, in feine Scheiben schneiden und in 20g Butter in der Pfanne schmoren, nach einigen Minuten ein Eßlöffel gehackte Petersilie dazu geben und Platte ausstellen. Die Suppe nochmal kurz erhitzen, dann auf 2 Tellern verteilen, die Pilze darauf geben und kreuzweise je zwei Scheiben Bacon obenauf legen, mit Petersilie und Paprikascheiben (o.ä.) garnieren.

Dazu tranken wir einen schönen trockenen Rose aus dem Roussillion, einen vom Mas Christine, den ich noch aus dem Paradies mitgebracht hatte

 

die eigene Küche ruft: S-A-T-Feta (Süßkartoffel-Aubergine-Tomate mit Feta) und Creme Fraiche-Dip

Reisen sind ja schön. Man sieht was von der Welt und wenn es sich irgendwie einrichten läßt, dann muß natürlich auch auf Reisen eine „eigene“ Küche zur Verfügung stehen. Wie sonst kann man die Köstlichkeiten des Reiselandes so verarbeiten, wie man es gerne möchte? Ins Restaurant gehen ist mal schön, aber hands on macht einfach mehr Spaß. Nun und dann gibt es Reisen, da geht das nicht, weil man eigentlich auch keine Zeit hat – so geschehen letzte Woche in Korea. Aber jetzt bin ich wieder da und verunstalte mit Freude wieder die eigene Küche. Und was da wohl hinaus kommt, ist manchmal durchaus berichtenswert.

So wie gestern: S-A-T-Feta. Man könnte es auch S-E-L-Gut nennen. Schnell, Einfach, Lecker…. die besten Gerichte eben.

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Und das mußt  du hinterher spülen:

ohne Feta-Gebirge

ohne Feta-Gebirge

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • einen Sparschäler
  • eine Schale für den Dip
  • Messer & Brett

(Das Messer wird natürlich nur vorsichtig geputzt!)

Und das werfen wir rein:

  • eine Süßkartoffel
  • eine Aubergine
  • drei Tomaten
  • 200g Feta
  • 2+1 Knoblauchzehe/n
  • 10 + 2 EL EL Olivenöl
  • etwas getrockneten Oregano
  • Pepe e Sale
  • DSC_1170

    ein Teller buntes

    200g Creme Fraiche

  • 2 EL gehackte Petersilie

Die Süßkartoffel schälen und grob würfeln (3×3 cm). Die Pfanne mit 2 EL Olivenöl erhitzen und die Süßkartoffel-Würfel darin einige Minuten anbraten. Anschließend Kartoffeln in die Auflaufform geben, Aubergine wuer dritteln und längs in Achtel-Spalten schneiden, in die Pfanne geben und 4-5 EL Olivenöl dazu geben, durchscxhwenken und ebenfalls einige Minuten anbraten. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken, ganz am Ende zu den Auberginen in die Pfanne geben, durchschwenken und ebenfalls in die Auflaufform geben.

Tomaten in ähnlich große Würfel wie das andere Gemüse schneiden und in die Auflaufform geben, das restliche Olivenöl dazu geben, pfeffern, salzen und alles einmal durchmischen. Am Ende mit Oregano bestreuen. zum Schluß den Feta mit der Hand zerbröseln und oben drüber verteilen. Das Ganze nun für 25 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen geben.

nochmal lecker

nochmal lecker

Für den Dip Creme Fraiche, gehackte Knoblauchzehe, Petersilie 2 EL Olivenöl, Slaz und Pfeffer in der Schale vermischen und kalt stellen.

Und der Wein?

Dazu passt sehr schön was Weißes, obwohl ich gestern einfach den bereits offenen Cuvee Julia vom Chateau de l’Ille aus dem Corbieres mit satten Carignan, Grenache und Syrah-Noten auf den Tisch gestellt hatte. Der tat’s auch.

Süßkartoffel-Feigen Salat mit Ziegenfrischkäse

Endlich! Endlich habe ich etwas Zeit, die Taten des vergangenen langen Wochenendes aufzuschreiben. Dazu gehört auch dieses. Serviert habe ich es als Beilage zu gegrillten, vorher in Wein, Thymian und Knoblauch marinierten „Abitur-Schaf“-Koteletts, denn Lamm (=Kinder), darf man ja nicht essen! Der Süßkartoffel-Feigen-Salat war also Beilage, der würde aber auch jedes (Grill-)Buffet zieren oder als Vorspeise durchgehen.

Eine perfekte sommerliche Beilage - und die geht auch als Vorspeise durch

Eine perfekte sommerliche Beilage – und die geht auch als Vorspeise durch

Und das braucht man:

  • eine Servierschale
  • einen Löffel
  • Messer&Brett
  • eine Pfanne
  • einen kleinen Topf
  • den Ofen samt Backblech

Und diese Zutaten (als Beilage für 4):

dat selbe nochens gekippt ;-)

dat selbe nochens gekippt 😉

  • 1 große oder 2 mittlere Süßkaroffeln (ca. 600g)
  • 4 frische, reife Feigen
  • eine halbe Aubergine
  • eine Frühlingszwiebel
  • eine Scharlotte
  • 3 kleine runde Ziegenfrischkäse
  • eine halbe Schillischote
  • etwas gehackte Petersilie
  • 2 EL Zitronensaft
  • Olivenöl zum Braten und 4 EL sehr gutes für die Sauce
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 EL Creme de Balsamico
  • 2 EL Granatapfelsirup (den gibt’s in jedem türkischen Supermarkt)
  • Pepe e Sale

Salat. Die Kartoffeln waschen und in nicht zu kleine Schnitze schneiden (kleine Kartoffeln z.B. achteln), auf ein Backblech legen und im Ofen ca. 25 Minuten bei 180° Umluft garen. Die Auberginen in Scheiben schneiden, mit Salz entwässern und anschließend in der Pfanne (oder auf dem Gasgrill) in Olivenöl braten.

Creme de Balsamico, Weißweinessig und Granatapfelsirup und bei Bedarf. etwas Wasser kurz im Topf erhitzen und zu einem noch fast flüssigen Jus einkochen, dann erkalten lassen (Achtung! Beim Erkalten wird es nochmal dickflüssiger).

Frühlingszwiebel, Scharlotte, Schillischote putzen und jeweils in feine Scheiben schneiden und mit dem Zitronensaft vermengen, die Feigen vierteln. Sobald die Süßkartoffeln gar sind (reinpieksen), diese in die Servierschale legen, die Feigen und Auberginen darüber verteilen und Scharlotte, Frühlingszwiebeln und Schilli darauf geben. Anschließend die Ziegenfrischkäse mit der Hand zerpflücken und obenauf legen, mit etwas Petersilie bestreuen (wegen dem Auge). Am Ende noch den Balsamico-Granatapfel-Jus mit einem Löffel auf den Salat träufeln.

Beim servieren waren Süßkartoffeln und Auberginen noch lauwarm.

Wein. Es gab dazu einen Chateau Calissane „Clos Victoire 2007„, den ich selber vor einigen Jahren aus der Provence importiert hatte. Ein wuchtiger Südfranzose aus dem AOP „Couteaux d’Aix en Provence„, das direkt am Etang de Berre liegt, gekeltert aus der provence-typischen Syrah und Cabernet-Sauvignon. Die trockene Frucht harmonierte hat sehr gut mit der wuchtigen Süße der Süßkartoffel harmoniert und passte mit seiner Stärke natürlich auch wunderbar zu den gegrillten Lamm-Koteletts. Leider ist dieser Wein mit (damals) knapp 15 Euro kein alltägliches Vergnügen ;-).