Antwort auf die Sommerhitze: knackfrischer Hitzesalat mit Buttermilchdressing

Es ist heiss, es ist sogar sehr heiss. Und das ist gut so. Ich wundere mich immer über die Leute, die den Winter über den Frühling oder Sommer herbeisehnen und dann kommt der Sommer und dann heisst es: „Mer wollte Sommer han, kei drissich Jraad“ – ja was denn? Wollt Ihr lieber mit Schal und dickem Pulli auf Terrasse oder im Biergarten sitzen? Ich nicht. Allerdings reduziert sich mein Bedürfnis zu Essen auf ein Minimum und das dann auch lieber zu den Tagesanfängen oder -enden. Auf jeden Fall muß etwas Frisches her!

Und so wenig müssen wir spülen:

  • Messer & Brett
  • ein Schraubverschlußglas
  • ein kleiner Topf
  • 2 Salatteller

Dafür umso mehr schnibbeln:

  • 1 echter Büffelmozarella
  • 20-24 Zuckerschoten
  • 4 Radieschen
  • 1/3 Salatgurke
  • 2 kleine Tomaten
  • 1/4 eines kleinen Radicchio
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 0.1l Buttermilch
  • 4-5 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Vinaigre de Banyuls (oder anderer Weinessig)
  • Pepe e Sale

Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Nun im Schraubverschlußglas Buttermilch, Essig, Zitronensaft, Olivenöl mit Schnittlauchröllchen, Pfeffer und Salz vermengen und ordentlich aufschütteln und anschließend kalt stellen. Jetzt das ganze Gemüse schneiden, wir fangen mit der Gurke an. Die schneiden wir in feine (1mm) Scheiben, leicht salzen und beiseite stellen. Radieschen ebenfalls in Scheiben schneiden, die Zuckerschoten im Topf mit leicht gesalzenem Wasser ca. 3 Minuten kochen, dann mit kaltem Wasser abschrecken. Die Tomaten vierteln, die Frühlingszwiebel schräg, den Radicchio gerade in feine Scheiben schneiden.

Für den Zusammenbau zunächst die Gurkenscheiben vorsichtig ausdrücken und als Häufchen auf die Teller verteilen. Darüber legen wir in dieser Reihenfolge die die Radieschenscheiben, danach Radicchio und Frühlingszwiebel, so das ein schön geschichteter Haufen entsteht, auch wenn es heiß ist, das Auge ißt mit! Die Zuckerschoten und Tomatenviertel nun noch um den Berg herum auflegen. Am Schluß die kalte Salatsauce oben drüber verteilen und obenauf den zerpflückten Mozarella legen und Teller sofort kalt mit Weißbrot servieren.
Dazu passt ein kühler, trockener Rosé so wie der Cuvée Champêtre vom Weingut Le Vieux Pressoir aus der Touraine, von dem ich letztens per Eigenimport mal wieder Weine bestellt habe.

 

etwas weniger SPQR: Caprese noch ein bisschen anders…

Endlich schmecken Tomaten wieder einigermaßen nach Tomaten. Wobei die perfekten glatten Früchte, die man hier bekommt ja nichts mit den Außen hässĺichen, Innen aber göttlich leckeren Vertretern zu tun haben, die man eigentlich Tomaten nennt und die auf so manchem Südeuropäischem Markt gehandelt werden. Und auch wenn ich bereits mit „Basilikum! Mozarella! Tomaten!“ eine köstliche Variante beschrieben habe, hier nochmal eine einfache. Auch ein bisschen, weil es das ist, was man bei dieser Hitze essen möchte.

was würden wir ohne Pinienkerne machen? Dahin Auswandern, wo es welche gibt.

Was würden wir ohne Pinienkerne machen? Dahin Auswandern, wo es welche gibt!

Und wenn man bedenkt, das die Italiener diese leichte und leckere Kombination „erfunden“ haben, so spinnen Sie vielleicht ein kleines bisschen weniger. Nebenbei habe ich so mein Ikea-Basilikum einer sehr geschmackvollen Verwendung zugeführt. Dafür haben sich 8 Wochen beständiges gießen dann doch gelohnt.

Erfrischend!

Erfrischend!

Wir brauchen:

  • Messer und Brett
  • eine Pfanne
  • Teller oder Schale
  • einen Zestenreißer

Und an Zutaten (für 2 Haupt- oder 4 Vorspeise):

  • 2 schmackhafte Tomaten unterschiedlicher Art
  • 1 Büffel Mozzarella
  • eine Handvoll frischen Basilikum
  • eine Zitrone
  • eine Handvoll Pinienkerne
  • eine EL gutes (grasiges) Olivenöl
  • Fleur de Sel

Tomaten phantasievoll in verschiedene Scheiben und Stücke schneiden und in der Schale aufschichten. Mozzarella in Stücke reißen und darüber verteilen. Einige Zitronenzesten darüber reißen, Zitrone halbieren und den Saft aus einer Hälfte darübergeben, etwas Fleur de Sel auf den Tomaten verteilen. Nun das Basilikum grob zerrupfen und darüber geben, über das Ganze einige Esslöffel gutes Olivenöl verteilen. Wenn es sehr heiß ist, kann man das jetzige Resultat noch eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben. Die Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne anrösten und drauf damit und mit einem schicken Sommer-Rosé und Weißbrot servieren.