Garnelen im Sesam-Öffnet-Sich-Mantel auf Paprika-Salsa

Klar. Irgendwann musste ja die Idee kommen auch zu Hause etwas asiatisches, konkreter etwas koreanisches zu machen.  Und da ich gerne eine Vorspeise mache, musste für vor dem koreanischen Barbecue eine solche her. Nun, ich bin gedanklich nicht in der asiatischen Küche zu Hause und musste mir daher etwas erfinden:

Garnelen,  die werden da hinten doch gerne paniert!  So dachte ich und denke es noch immer. Und lecker war es neben dem typischen asiatischen Geschmack, den ich ja gesucht hatte auch.
Ach ja.  Das Barbecue kommt im nächsten Post 😉

nett arrangiert, die eingekleideten Garnelen auf der Salsa

nett arrangiert, die eingekleideten Garnelen auf der Salsa

Wir verschmutzen:

ab in die Hitze

ab in die Hitze

  • eine kleine Pfanne
  • unseren Mörser
  • drei kleine Teller
  • einen Grillrost mit Backpapier
  • eine Schale zum Anrichten
  • unseren Zestenreisser
  • einen kleiner Schneebesen
  • Messer & Brett
  • ein Blatt Küchenkrepp

Wir verputzen (für Zwei):

  • 6-8 Bio-Tiger Garnelen, küchenfertig
  • eine rote Paprika
  • eine Scharlotte
  • eine Knoblauchzehe
  • 2 EL Sesamsamen
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Stärkepulver
  • 1/2 Zitrone
  • 1 Eiweiß
  • 2 EL Sesamöl
  • 4 EL neutrales Öl, z. B. Diestelöl
  • 1 EL Zucker
  • Fleur de Sel
Garnele im Eierschnee

Garnele im Eierschnee

Paprika waschen, entkernen und in große Stücke zerteilen und auf das Backpapier legen. Die ungeschälte Knoblauchzehe dazulegen und beides für etwa 20 Minuten im Ofen garen. Währenddessen Scharlotte schälen,  in feine Ringe schneiden und in der Pfanne in Sesamöl und dem Zucker vorsichtig einkochen.

Paprika aus dem Ofen nehmen,  häuten und in feine Würfel von ca. 0.5 Zentimeter kantenlänge schneiden,  Knoblauch ausdrücken, Scharlotte untermischen und alles durchrühren. Salsa vorsichtig salzen und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Anschließend in der Schale flach als Bett für die Garnelen verteilen.

Pfanne reinigen und Sesamkörner ohne Öl darin einige Minuten anrösten. Sesam, Fleur de Sel, einige fein gehackte Zitronenzesten und Semmelbrösel im Mörser fein mahlen. Anschließend auf einem der Teller verteilen.
Garnelen bis zum letzten Glied und Schwanzflosse häuten,  trockentupfen und beiseite legen. Stärke auf einem anderen Teller verteilen,  das Eiweiß auf dem Dritten.  Eiweiß mit dem Schneebesen halb aufschlagen.

Nun die Pfanne mit dem Öl bei mittlerer Hitze aufstellen. Die Garnelen zuerst in der Stärke wälzen,  dann im Eiweiß,  dann in der Sesam – Semmelbrösel Mischung,  erneut ins Eiweiß und nochmals panieren.
Wenn alle sechs Garnelen paniert sind, alle gleichzeitig für zwei Minuten pro Seite ausbacken,  auf Küchenkrepp abtropfen,  auf die Paprika-Salsa legen und sofort servieren.

Dazu passt wunderbar ein Muscat Sec von den Côtes Catalanes aus dem Roussilion. Ich hatte zum Glück einen aus dem Paradies von den Vignerons des Alberés mitgebracht…..

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Montezuma lässt grüßen – TexMex-Salsas als bunter Stimmungsaufheller im Winter

TexMex-Tafel - buntes im Winter

TexMex-Tafel – buntes im Winter

TexMex-Küche kommt eher aus dem Süden der USA und man sagt, ein echter Mexikaner würde das Zeug nicht anrühren. Vermutlich korrekt, und ich befürchte, das das meiste, was man hier mit mexikanisch tituliert, eher TexMex ist. Egal. Schön bunt sieht es trotzdem aus und ein ausgewiesener „ich-mache-mal-viele-Kleinigkeiten-Freund„, so wie ich, kann sich mächtig austoben.

Tomatensalsa und der unvermeidliche Mais

Tomatensalsa und der unvermeidliche Mais

An Utensilien braucht man sein Messer, Brett, einen Pürierstab samt hoher Schüssel, eine Zitronenpresse, eine Pfanne samt Holzlöffel und je Salsa ein Schälchen.

Die einzelnen Zutaten nenne ich der Einfachheit halber bei den Salsa’s.

Tomatensalsa (im Bild unten Mitte)

  • 2-3 schmackhafte Tomaten (und da es die im Winter nicht gibt, plus ein EL Tomatenmark)
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 rote Chilli
  • Pfeffer und Salz
  • Scharfe Chillisauce nach Geschmack

Tomaten klein schneiden, Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken, Chilli entkernen und grob klein schneiden und das Ganze in der hohen Schüssel mit dem Pürierstab zu einer Paste pürieren. Alles in ein Schälchen füllen und kalt stellen.

Guakamole (nach meiner Art, im Bild hinter der Pfeffermühle)

  • 2 reife Avocados
  • 1 Limette
  • 1 Knoblauchzehe

    Guakamole

    Guakamole

  • 1 EL Sahnejoghurt
  • Pfeffer & Salz
  • wer mag ein Stück Chilli

Avocados schälen und in grobe Stücke schneiden. Limette halbieren und Saft auspressen. Knoblauch schälen, fein hacken und Salzen, einige Minuten stehen lassen, dann Salz-Knoblauch-Gemisch nochmals mit dem Messer fein hacken. Chilli entkernen und fein hacken. alle Zutaten bis auf den Limettensaft in das hohe Gefäß (es kann ruhig dasselbe wie eben benutzt werden) und pürieren (wer mag nimmt die Gabel), dann mit Pfeffer, Salz und Limettensaft abschmecken. In ein Schälchen füllen und kalt stellen.

Paprika-Frühlingszwiebel-Salsa (im Bild oben Mitte)

  • 3-4 rote Spitzpaprika
  • 1 Frühlingszwiebel
  • etwas Olivenöl
  • etwas Zitronen- oder Limettensaft
  • Salz

    Saurrcream

    Saurrcream

Paprika im Ofen bei ca. 200° garen, herausnehmen und schälen, so wie hier beschrieben. Danach die Haut der Paprika abziehen und entkernen. Paprika in 1-2 cm breite Streifen schneiden, Frühlingszwiebel zu 3-4mm dicken Röllchen schneiden und in einem Schälchen mit der Paprika, etwas Olivenöl vermischen. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken, kalt stellen.

Saurrcream

  • ein Töpfchen Creme Fraiche
  • ein EL Sahne-Joghurt
  • Pfeffer und Salz

Alle Zutaten verrühren und in einem Schälchen kalt stellen.

    Nomis 2007 - geil

Nomis 2007 – geil

Ich hatte dazu noch etwas Rinder-Hackfleisch mit Tomatenmark, Chilli und Zwiebeln angebraten, Mais aus der Dose (schäm), grünen Salat und etwas Feta zum Drüberreiben dazugestellt und dazu diese Papp-Brote gekauft, die sich Taco-Brot nennen. Das macht man besser selber aus einem Teig aus Mehl, Backpulver, Salz und Wasser in der Pfanne, alleine die Zutatenliste verwundert doch etwas. Daraus konnte sich nun jeder Tacos selber rollen.

Und das Beste zum Schluß: „Nomis“ – griechischer Wein aus der authochthonen Mavroudi und dem mittlerweile omnipräsenten Syrah. Eine bessere Beschreibung als diese hier vom Flaschentester kann ich wirklich nicht liefern. Mir bleibt dem nur hinzuzufügen, das es den Wein bei Mövenpick Weinkeller gibt und das Vergnügen zwar auch seinen Preis hat (ca. 13.-), das sich aber jeder einzelne Euro lohnt ;-). Und das der Wein mit seiner frischen Würze perfekt zur Schärfe des Essens passt.

 

Vorspeisen! scharfe Auberginensalsa mit Minzjoghurt

Achtung! Scharf.
Und saulecker. 20140601_155228

Gestern haben wir unsere Nachbarn eingeladen, ich hatte den Pizzaofen angefeuert, davor sollte es ein paar Vorspeisen geben. Eine davon stelle ich hier vor.

Auch wenn die Gewürze eher Richtung „arabisch“ klingen, kann man die Vorspeise durchaus vor einer selbstgemachten Pizza durchgehen lassen. Und wenn die Wartezeit nicht wäre, würden wir nur wenige Minuten brauchen. Besser aber, man plant etwas Zeit ein – anfangen am Morgen, Essen am Abend zum Beispiel.

Wir brauchen:

  • ein Sieb mit Küchenkrepp ausgelegt
  • unser Messer
  • ein Schneidebrett
  • eine Pfanne
  • eine Schüssel zum Abtropfen
  • eine flache Schüssel zum servieren

Und rein kommt (Portion für 6-8 wenn es noch mehr Vorspeisen gibt)

  • ca. 500g 10% griechischer Joghurt
  • 1 große Brataubergine (ca. 800g) oder 2 Normale
  • 2 Tomaten
  • 1-2 Chillischoten
  • 2 Knoblauchzehen
  • eine Handvoll Sultaninen
  • 1 Handvoll frische Minzeblätter
  • 1 Handvoll frischer Koriander
  • 1 Handvoll gehackte Walnüsse,
  • ca. 2 EL Honig
  • gutes Olivenöl
  • Ras-el Hanut, Kreuzkümmel, Kurkuma, gemörserte Fenchelsamen, Pfeffer, Salz, Zimt

Den Joghurt in das mit Krepp-Papier ausgelegte Sieb geben und eine Schüssel drunter stellen. Mindestens 2h, lieber länger abtropfen lassen. Währenddessen die Aubergine in Scheiben schneiden und in einer Pfanne oder auf dem Grill braten. Dazu brauchts recht viel Öl, wenn es nicht so mächtig werden soll, dann kann man aus den jeweils fertig gebratenen Auberginen das Öl dadurch rausziehen, das man die neuen Auberginenscheiben feste draufdrückt. Frische Auberginen ziehen massig Öl, gebratene haben dann eher zuviel davon.

Anschließend die Chili entkernen und fein hacken, Kräuter fein schneiden, ebenso beide Knoblauchzehen hacken und salzen. Die Tomaten würfeln, wer Lust hat, kann sie vorher häuten.

Wenn der Joghurt gut abgetropt ist, mit der Minze und der Hälfte des Knoblauchs vermengen, eventuell noch etwas nachsalzen, kühl stellen. Das sollte nun nochmals mindestens 2h, besser sogar über Nacht durchziehen.

Alle Gewürze mischen, das geht gut im Mörser. Dann Auberginen, Tomaten, Chili sowie restlichen Knoblauch in einer Pfanne anbraten, herunterschalten und ca. 10 Minuten schmoren lassen. Wenn das Ganze zu trocken wird, etwas Flüssigkeit nachgießen (Wein oder Wasser). Nach ca. 5 Minuten die Walnüsse, Sultaninen und Gewürze nach Gusto hineingeben sowie den Honig hinzugeben und kräftig durchmischen. Das Ganze abschmecken. Kurz vor dem Ende der Garzeit die Korianderblätter hinzugeben.

Natürlich kann man auch andere Sachen in die Salsa geben, Pinienkerne oder auch andere Trockenfrüchte würden mir spontan einfallen.

In einer großen, flachen Schüssel, die Auberginensalsa aufschichten und den Joghurt drüber geben.