Puszta Italiano: Girare la Bandiera di Pasta con Filetto di Maiale e Pomodori secci

Der Titel sagt euch nix? Wenn ich nicht leo.org hätte, hätte ich den so auch nicht hinbekommen :-), frei übersetzt steht der Titel für: Gekurbelte Pasta-Fahne mit Schweinefilet und getrockneten Tomaten. Das das auf  Italienisch geschriebene natürlich total falsch ist, weiß ich auch, klingt aber trotzdem doll, oder? Meine Idee war eine Art italienisches Gulasch zu machen, was damit selbstredend verbietet Paprika in Gulasch-üblichen Mengen einzusetzen, sondern was viel mehr nach Tomaten schreit. Nur die müssen eben so eingearbeitet werden, dass das Gericht auf dem Tisch dann nicht einfach als Fleisch in Tomatensauce daherkommt. Also quasi mit Tomaten ohne Tomatensauce und natürlich mit selbstgekurbelten (girare) Tagliatelle. Auch das verwendete Schweine-Filet sollte ein gutes Stück Fleisch sein und darf nicht der Massenhaltung entstammen, aber das sollte eigentlich klar sein. Auf jeden Fall kommt am Ende ein Essen heraus, was wirklich phantastisch aufeinander abgestimmt nach dem schmeckt was drinnen ist.

An Küchen-Zeugs brauchen wir:

  • eine große Pfanne oder einen Bräter
  • einen Holzlöffel oder Pfannenwender
  • einen großen Topf
  • ein Abseihsieb (für die Pasta)
  • unsere Nudelmaschine
  • ein Schraubverschluß-Glas
  • unseren (Gas-)Grill samt Grillzange (geht auch  in der Pfanne)

An Essens-Zeugs (für 4) brauchen wir:

  • 1 Schweinefilet (ca. 500g)
  • eine gute handvoll getrocknete Tomaten (ca. 20 Stück)
  • 1 reife Tomate
  • 8-10 Zehen Knoblauch
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1/2l Rindfleischbrühe
  • 0.2l Weißwein
  • 0.1l Weinbrand
  • 1 EL Kartoffelstärke
  • 1 EL Mehl und nochmal viel mehr Mehl beim Pasta-Kurbeln
  • Olivenöl
  • 200g frischen Pasta-Teig
  • Parmesan
  • Pepe e Sale

Puh, eine lange Liste, also jetzt nichts durcheinanderbringen. Wir fangen damit an, die getrockneten Tomaten in einem Glas mit Wasser einzuweichen, das sollte mindestens 2h bevor wir anfangen zu kochen passieren. Übrigens, wenn ihr die Brühe kocht, ist das Einweichwasser eine gute Grundlage dafür. Zur weiteren Vorbereitung den Knoblauch schälen und grob hacken, die Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden sowie das Fleisch parieren (=von Fett und Sehnen befreien) und in 5-6 Medallions schneiden. Auch die getrockneten Tomaten werden fein gehackt und die Tomate gewürfelt (oder durch 1 TL Tomatenmark ersetzt).

Schreiten wir zur Tat: Die Medallions auf beiden Seiten mit Olivenöl bestreichen und auf dem Gasgrill einige Minuten pro Seite so anbraten, das sie schön gebräunt sind. Danach das Fleisch mit ca. 1 EL Mehl bestäuben und erstmal beiseite stellen.

Im Bräter die Zwiebeln, Rosmarin und den Knoblauch in reichlich Olivenöl vorsichtig anschwitzen, die getrockneten Tomaten und die Tomate mit dem Fleisch dazu geben und noch einige Minuten unter gelegentlichem Umrühren mitschwitzen, dann das Ganze mit Weinbrand und Wein ablöschen und die Brühe dazu geben.
Den Sud jetzt noch ordentlich pfeffern, Salz brauchen wir vermutlich nicht mehr, dafür Sorgen Brühe und getrocknete Tomaten.
Anschließend alles für 40-45 Minuten bei geschlossenem Deckel schmoren, das Fleisch ab und an umdrehen und gelgentlich umrühren.

Danach den Deckel abnehmen und nochmal etwa 40-45 Minuten schmoren (diesmal eben ohne Deckel), so kocht die Sauce etwas ein und der Alkohol verliert sich im Küchendunst. Irgendwann jetzt solltet Ihr auch den Rosmarin herausnehmen und zwar bevor sich die Blättchen von den Zweigen gelöst haben, die geben jetzt eh keinen Geschmack mehr ab, aber stören hinterher beim Essen. Das Fleisch sollte am Ende des Schmorvorgangs so zart sein, das man es mit dem Holzlöffel zerteilen kann – und das sollte man dann auch tun, am Besten in mundgerechte Stücke.

Wir wenden uns der Pasta zu. Wie hier beschrieben kurbeln wir uns mal wieder schöne Tagliatelle. Bevor wir diese in Salzwasser für 2-3 Minuten kochen, prüfen wir die Konsistenz der Sauce: Für den Fall, das sie noch zu flüssig ist, mischen wir 2-3 EL Wasser mit 1 EL Kartoffelstärke und geben das Ganze dazu, erneut umrühren und erneut die Konsistenz auf leichte Sämigkeit prüfen (ggf. mehr Kartoffelstärke einrühren). Sobald die Tagliatelle fertig sind, im Sieb abseihen und zur Sauce geben und sofort servieren. Wer mag reibt sich am Teller noch frisch Parmesan darüber.

Das zarte Fleisch und die Nudeln in dieser Tomaten-Rosmarin-durchschmeckten Sauce sind einfach göttlich! Dazu gab es einen Grange des Dames von den Vignerons du Mont Ventoux (VMV). Ein kräftiger Rotwein, der mit den Tomaten und dem Rosmarin mithält, der aber preislich bei runden 5 Euro durchaus auch der Geldbörse noch Spaß macht….

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Tor des Monats mit butterweichem Flank

Ja ich weiß, das Flank-Steak ist schon so eine Art Mode-Erscheinung, aber warum nicht die Mode mal mitmachen, wenn es sich wirklich um ein so wunderbares Stück Rindvieh handelt? Okay, man muß jetzt nicht als Metallic-Koch verkleidet auf Youtube herumgeisternd so tun, als ob Rindfleisch nur die harten Kerle (und die, die es noch werden wollen) grillen können. Und das vermutlich auch nur um der Menschheit zu beweisen, das Fleisch zuzubereiten eben Männersache ist. Eine so butterweiche Flank(e) kriegt jeder rein (hin) – und verwandelt ist sie damit schon :-). Flank wird hierzulande meistens noch zu Rinderhack verarbeitet, eigentlich schade, denn so läßt es sich nicht mehr zusammen setzen für dieses geschmackvolle Steak. Auf jeden Fall Tor-des-Monats verdächtig, bei uns gab es das passend zu den Eiern im Nest Ostersonntag…

 

 

 

 

Wir spielen mit:

  • unserem (Gas-)Grill samt Grillzange
  • Messer & Brett
  • eine Fleischgabel (für das Aufschneiden nachher)
  • ca. 60cm Alufolie

Wir jubeln mit:

  • 1 Flank-Steak (ca. 400g)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3-4 EL Olivenöl
  • je 1 TL fein gehackter (am besten frischer) Rosmarin & Thymian
  • Pepe e Fleur de Sel

Schaut man auf die kurze Liste der Zutaten, so wirkt das Gericht ja doch recht archaisch. Aber mehr brauchen wir wirklich nicht, außer vielleicht ein paar Beilagen.
Da das Flank sehr grobfaserig ist, ist es perfekt für eine Marinade. Selbige erstellen wir aus Olivenöl, frischen Kräutern und fein gehacktem Knoblauch. Die Marinade massieren wir mindestens 2 Stunden vor dem Grillen in das Fleisch ein und legen es bei Zimmertemperatur erstmal beiseite.

Zum Grillen den Grill ordentlich anheizen (auch ein Gasgrill braucht Zeit für die Betriebstemperatur!). Das Fleisch von der Marinade befreien, denn Knoblauch und Kräuter würden nur verbrennen und Bitterstoffe an das Fleisch geben (das geht ganz gut mit dem Messer). Kräuter und Knoblauch auf die Alufolie geben, die brauchen wir später noch. Das Fleisch sollte für das Anbraten noch ausreichend ölig sein, sonst leicht nachölen. Das Flank nun pro Seite zwei Minuten anbraten, dabei aber nach einer Minute um 90° drehen und so die weitere Minute anbraten. Dadurch kriegt ihr neben schönen Röstaromen auch noch ein schönes Rautenmuster ins Fleisch. Das sieht man nach dem Aufschneiden zwar nicht mehr, aber egal. Anschließend das schöne Stückchen umdrehen und genauso mit der anderen Seite verfahren.

So, jetzt wird es komplexer: Mein Gasgrill hat zwei Seiten, die getrennt befeuert werden können, wir ihr das bei einem anderen Grill macht, weiß ich nicht. Ich mache die eine Seite aus und lege das Fleisch nun auf diese, indirekt beheizte Seite. Deckel drauf und das fleisch so indirekt ca. 10-12 Minuten grillen, die genaue Länge muss man(n) im Blut haben, eine Fingerprobe hilft aber auch. Kurz bevor Ihr das Fleisch für fertig erklärt, legen wir die Alufolie mit den Kräutern und dem Knoblauch kurz auf den Grill, damit das Ganze schön heiß wird und Kräuter&Knoblauch so noch mal Geschmack ans Öl und später ans Fleisch abgeben.

Wenn das Fleisch eurer Meinung nach perfekt ist, den Gasgrill ausmachen, das Flank in der Alufolie einpacken und 5-7 Minuten auf dem warmen Rost ruhen lassen. Zum Servieren 2-3 Millimeter dicke Scheiben quer zur Faser schneiden und sofort servieren. Salz und Pfeffer kommen dann erst auf dem Tisch dazu, so das jeder nach Geschmack würzen kann.

Ich habe dazu eine ganze Armada an Salaten aufgefahren: Oben links Bohnensalat, fein geschnittene Paprika, kurz blanchiert in Zitronen-Olivenöl-Dressing, Endivien-Radicchio-Salat mit Walnußdressing wie hier beschrieben, und Radieschen-Salat mit Sahne-Vinaigre-de-Banyuls und Olivenöl-Dressing.

Getrunken haben wir dazu einen Passage du Sud, das ist ein Côte Catalanes, den es letztens bei Jaques gab. Die 8 Euro ist der Wein wert, es geht natürlich auch jeglicher anderer schwerer Rotwein – von Rioja über Corbières bis nach Norditalien!

 

Vorspeise vergurkt! Minigurken mit Ziegenkäse und Blumen

Das vergurkt sollte man wörtlich im Sinne der Gurke nehmen, denn eigentlich handelt es sich um einen Teller voller Gurkenscheiben. Und wo ist das Besondere, mag man sich fragen? Nun, das Besondere liegt darin, das man mit diesem einfachen Gericht zeigen kann, das Gurken wirklich nach Gurken schmecken können. Und wenn dann noch sanftes Olivenöl mit mildem Ziegenkäse und einem Hauch Rosmarin zusammen kommen, dann ist das für mich ausreichend besonders.

Ach ja, widmen finde ich eigentlich immer kitschig, trotzdem widme ich dieses Rezept unserem so sinnlos verletztem Abwehrspieler Marc Bartra und der gesamten Mannschaft unseres BVB’s, einfach um allen Terroristen-Arschlöchern dieser Welt zu zeigen, das sie unsere Menschlichkeit und Anstand niemals werden beseitigen können. Euer Leben ist halt sinnlos vergurkt. Jetzt geht’s aber los.

Unsere Werkzeuge für mehr Völkerverständigung sind:

  • ein Schälmesser
  • einen Teller
  • Messer & Brett

Unsere Zutaten für dieses friedliche Gericht sind:

  • drei Minigurken
  • 60g Ziegenkäse (z.B. Pregiata di Capra oder ein Saint Mure)
  • 10-20 Rosmarin-Blüten
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 EL mildes Olivenöl
  • Pepe e Sale

Die Gurken schälen und in feine Scheiben schneiden, salzen und mit der Hand durchmischen. Danach für etwa 15 Minuten stehen lassen, anschließend Gurkenscheiben mit der Hand leicht ausdrücken (wer mag, trinkt das Gurkenwasser) und flach auf dem Teller ausbreiten. Zitronensaft und Olivenöl darüber verteilen und vorsichtig pfeffern. Nun noch den Ziegenkäse in feine Scheiben schneiden und darüber verteilen, am Ende mit Rosmarin-Blüten verzieren (die kann man ruhig mitessen!). Das Gericht kann als kleiner Gruß aus der Küche, als Vorspeise oder als Teil einer Vorspeisenplatte fungieren. In jedem Fall was Weißes, frisches dazu trinken und auf Völkerverständigung, Toleranz und das Ende dieses Wahnsinns anstoßen!

Im herbstlichen Nachtisch-Rausch – Kürbis-Panacotta mit Espresso-Pudding

Das mit dem Herbst hatte ich ja bereits thematisiert. Leider setzt selbiger Grenzen, die man selber nicht beeinflussen kann. Allerdings bringt er auch Früchte hervor, die man zwar mittlerweile auch fast das restliche Jahr bekommt, die aber dennoch Ihren klaren Fokus auf dem Herbst haben. Und da ich immer nur Kürbissuppe langweilig finde, habe ich einiges mit einem Kürbis herumprobiert und spannende Speisen gemacht. Das Ding mit dem Panacotta ist zwar nicht meine neueste Erfindung, aber neu ist immerhin die Art&Weise der Zubereitung und es war dann doch eines der eher gelungenen Experimente.

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Wir brauchen (für 4):

  • einen Entsafter (oder ihr macht es manuell wie hier)
  • eine Espresso-Maschine
  • zwei kleine Töpfe
  • 4 Gläser
  • Messer & Brett
  • Löffel

tmp_9422-dsc_0438-498845951Wir brauchen (für 4):

  • einen halben kleinen Kürbis
  • 250 g Sahne
  • 120ml Espresso
  • 1 x 2 EL Zucker & 1 x 1 EL Zucker
  • 3 Blatt Gelantine
  • 1 TL Aga-Aga
  • 1/2 Vanillestange
  • 1 Zweig Rosmarin
  • wer mag Früchte zum Anrichten

Den Kürbis waschen, entkernen und in Stücke schneiden, die Stücke in den Entsafter stecken. Kürbissaft mit der Sahne, ausgekratzter Vanille und dem Rosmarin zusammen in den einen Topf geben und um ca. 1/3 bei mittlerer Hitze reduzieren, dann 2 EL Zucker einrühren, Topf beiseite stellen.

Nun den Espresso im 2. Topf erhitzen, 1 EL Zucker darin auflösen und das Aga-Aga hinzugeben. Espresso schnell auf die 4 Gläser verteilen und einen moment warten, das Aga-Aga wird schnell fest. Nun die Gelantine einweichen und unter die Kürbis-Sahne rühren und diese ebenfalls auf die Gläser verteilen, abkühlen lassen und im Kühlschrank erkalten lassen.

Zum Anrichten kann man die Gläser leicht erwärmen und den Inhalt stürzen, man kann die Panacotta aber auch im Glas servieren. Dazu passen ein paar Früchte, Früchtekompott oder ähnliches. Spannend ist, die komplett unterschiedliche Konsistenz zwischen Gelantine und Aga-Aga gefestigter Masse sowie der süße Kürbisgeschmack mit seiner Note Rosmarin.

 

Endlich Spargel! Mit Rosmarinöl, Ziegenkäse und Tomätchen

Wie auch letztes Jahr konnte ich der Versuchung des ersten grünen Spargels nicht widerstehen! Dieser kam aus Spananien, eigentlich ohne Bio nicht das, was ich normalerweise kaufe, sah aber sehr gut und frisch aus, also, naja… und hauptsache Frühling!!!

Es grünt! Endlich!!

Es grünt! Endlich!!

Und das Rezept ist so einfach wie genial, in einer ähnlichen Form habe ich das mal von meiner Tante so übernommen. Die Zutaten stehen im Vordergrund, also darauf achten, das alles von guter Qualität ist!

Wir brauchen:

  • eine Pfanne
  • ein Stück (Dina-4) Alufolie

    Frühling!!!

    Frühling!!!

  • unser Messer
  • einen Sparschäler
  • eine kleine Schüssel
  • zwei Teller

Und an Zutaten (als Vorspeise für 2):

  • ein Pfund grünen Spargel
  • 6-8 kleine Kirschtomaten
  • 4 kleine runde Ziegenfrischkäse (Picandou oder ähnlich)
  • 4 kleine Zweige Rosmarin
  • 0.2 l Olivenöl
  • eine Knoblauchzehe
  • etwas Salz (Fleur de Sel)
  • Kräuter zum anrichten

Am Tag vorher Knoblauch fein hacken und zusammen mit dem Öl und dem Rosmarin in die Schüssel geben und die Ziegenkäse darin einlegen. Die Schüssel nicht zu kalt stellen und ab und an schauen, ob der Käse noch bedeckt ist. Am Genußtag selber dann vom Spargel das letzte 1/4 abschneiden und bei Bedarf die unteren Enden schälen. Etwas von dem Olivenöl in der Pfanne erhitzen (nicht zu heiß) und den Spargel darin einige Minuten anbraten. Dann herausnehmen und in die Alufolie geben und salzen, dort ein paar Minuten als Päckchen nachziehhen lassen, dann das Päckchen aufmachen und den Spargel abkühlen lassen.

Der Spargel hat nun noch schönen Biss. Auf zwei großen Tellern je zwei der Ziegenkäse legen, die Tomaten halbieren und ebenfalls dazu legen. Dann jeweils die Hälfte des Spargels auf den Teller drapieren und das Ganze mit je zwei Esslöffeln des Öls beträufeln. Dazu passt natürlich ein frischer, weißer Spargelwein. ich favorisiere ja einen Picpoul de Pinet aus dem Langue d’Oc, den gibt’s auch bei Jaques.

Schweinefilet mit Creme Fraiche-Pecorinomantel und Kartoffel-Salat

Schweinefilet im Mantel mit Salat als Deckmantel

Schweinefilet im Mantel mit Salat als Deckmantel

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Schöne krosse Pecorino-Kruste

Hier stelle ich ein Gericht vor, das eher aus der Not geboren wurde – wie so oft bei mir. Als Backup sozusagen hatte ich zwei Schweinefiletköpfe aus
dem Eisschrank geholt und Sonntag Abend lag das dann noch dort. Allerdings hatte ich völlig vergessen, irgendetwas dazu einzukaufen, also musste das herhalten, was der Kühlschrank so in sich hatte.

Ich habe benutzt:

  • Mein Messer
  • ein Schneidebrett
  • eine kleine Auflaufform
  • einen Salatteller
  • eine Pfanne
  • einen kleinen Topf
  • eine kleine Schüssel

Und an Zutaten (4 Personen als Hauptgang):

  • zwei Schweinefileköpfe
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100g Creme Fraiche
  • ein Eigelb
  • ca. 100g fein geriebener Pecorino

    Fleisch mit dem Rosmarin anbraten

    Fleisch mit dem Rosmarin anbraten

  • etwas Olivenöl
  • ein EL Butter
  • Pepe e Sale

und für den Salat (z.B.):

  • 2 EL Aioli
  • 1 EL Creme Fraiche
  • 2 Möhren und nochmal eine halbe kleine Möhre
  • 4 festkochende Kartoffeln
  • 4 Scheiben Bacon
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 rote Paprika
  • 1 Ochsenherz-Tomate
  • Olivenöl
  • Walnußessig
  • Pfeffer&Fleur de Sel

    Salat - mal etwas anders

    Salat – mal etwas anders

Los geht’s mit dem Schweinefilet. Parallel dazu kochen wir aber schonmal die Kartoffeln in der Schale. Dann stellen wir die Pfanne bei mittlerer Hitze auf, schmelzen die Butter darin mit einem kleinen Spritzer Olivenöl. Knoblauchzehe ungeschält einfach plattdrücken und mit den Rosmarinzweigen zufügen, das Fleisch auf allen Seiten gut anbraten. Es sollte schön Farbe bekommen (so wie auf dem Photo rechts).

In einer kleinen Schüssel Eigelb mit der Creme Fraiche und 4/5 des Pecorinos vermischen. Dann zunächst Knoblauch und Rosmarin aus der Pfanne als Bett in die Auflaufform legen und das Fleisch darüber legen. Dann das Fleisch mit der Creme Fraiche-Pecorino-Masse bedecken, den restlichen Pecorino drüber streuen und bei ca. 150° für gute 20 Minuten bei Umluft in den Ofen, gegen Ende nochmal die Oberhitze einschalten.

Frühlingszweibeln in feine Ringe schneiden und ca. 2 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, dann mit Eiswasser abschrecken. Genauso verfahren wir mit der Paprika, beides auf dem Salatteller anrichten. Die 2 Möhren fein reiben. Tomate in feine Scheiben schneiden und beides ebenfalls auf dem Teller anrichten, so das in der Mitte Platz bleibt.

Speck in feine Streifen oder Würfel schneiden und in der Pfanne schön anbräunen.

Kartoffeln pellen und in kleine Würfel schneiden. In der kleinen Schüssel, wo ruhig noch die Reste der Creme-Fraiche-Masse vom Fleisch drin sind Aioli und Creme Fraiche vermengen. Dann die halbe Möhre in ganz feine Würfel schneiden, etwas von den Frühlingszwiebeln und Paprika fein hacken und mit dem Speck mit der Aioli-Creme Fraiche Masse vermengen. Kartoffeln hinzugeben und durchmischen, anschließend den Kartoffelsalat in der Mitte des Salattellers anrichten.

Fleisch aus dem Ofen holen und jeweils eine Hälfte auf einem Teller anrichten, etwas von der Kruste darübergeben. Salatteller in die Mitte des Tisches stellen.

Wein? Natürlich Wein. Es gab einen schönen, nicht zu kräftigen Roten aus dem Langue d’Oc. Der „Les Oliviers“ von Jean Louis Denois, erhältlich im Petite France, für ca. 8 Euronen ein starker Wein.

Lamm mit Kartoffeln

Dies ist schlichtes sardisches Rezept, was ich mal irgendwo gefunden habe. Ich habe es leicht angepasst, das Ergebnis ist jedesmal eine Offenbarung.

nach 2h unter Alufolie im Backofen

nach 2h unter Alufolie im Backofen

Wir brauchen:

  • eine Auflaufform
  • ein Brett
  • eine Schüssel
  • unser Messer
  • eine Pfanne
  • Alufolie zum Abdecken der Form
  • den Backofen

Ich habe die Mengen mal auf 4 als Hauptgericht ausgelegt, für mehr Mitesser einfach multiplizieren – und eine größere Form haben.

Zutaten:

  • 400g Lammfleisch gewürfelt
  • 300g Kartoffeln
  • 300g Tomaten
  • eine Scharlotte oder Zwiebel

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    bevor es in den Ofen geht

  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL gutes Tomatenmark
  • gute 2 Handvoll geriebener Pekorino (Parmesan geht auch)
  • 8-10 EL gutes Olivenöl, 2 EL einfaches zum Braten
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL gehackter frischer Oregano
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Pepe e Sale

Das Lamm kann auch roh in die Form, ich brate es aber gerne vorher an, so das wir ein paar schöne Röst-Aromen mitnehmen können. Also braten wir das Fleisch in der Pfanne in den 2 EL Olivenöl scharf an.

Die Kartoffeln und Tomaten würfeln wir auf ca. 2 cm Kantenlänge. Die Scharlotte in halbe Ringe schneiden, Knoblauch hacken, anschließend Tomatenmark, Zwiebel, Knoblauch, Tomaten, gehackte Kräuter und die Hälfte des Olivenöls in einer Schüssel vermengen. Dann den Rest des Olivenöls in die Auflaufform, Kartoffeln und das angebratene Lammfleisch dazu, kräftig salzen und pfeffern und dann gut durchmengen. Am besten geht das mit den Händen.

Danach die Tomaten-Zwiebel-Kräuter-Mischung darauf verteilen und leicht einarbeiten. Oben drüber den geriebenen Käse verteilen und den Rosmarinzweig auflegen. Die Auflaufform mit der Alufolie abdecken und bei 170° für zwei Stunden in den Ofen geben.

Wenn jemand mal an anderer Stelle zarteres Lammfleisch gegessen hat, dann möge er sich melden bei mir!

Dazu? Trinken wir Rotwein. Klassisch italienisch würde ein Chianti, aber auch ein kräftiger Süditaliener passen. Ich hatte allerdings einen Toro von der Finca Sobreno, ein 2009-er. Den gibt es jedes Jahr im Herbst bei Aldi für um die 9 Euronen. Und die ist er wert ;-).