ein Tisch voller Tapas. Und alles für den Pflanzenfresser

Tapas. Ich liebe es. Wer einmal in einer echten Tapas Bar war, der möchte diese leicht-lockere Form zu Essen nicht mehr missen. Und was nun Tapa ist, entscheidet der Koch, der Wirt oder der Esser.

Außerdem macht es in der Küche unglaublichen Spaß sich auf so viele verschiedene Dinge zu stürzen. So geschehen gestern. Meine Schwester kam zu Besuch und die ist Pflanzenfresser. Die Rezepte habe ich so ziemlich alles hier schon an anderen Stellen vorgestellt, daher ist das hier eher ein „alte Klamotten aufwärm“-Post. Mit – wie immer – kleinen Modifikationen…

Tapastisch

Tapastisch

Fangen wir mit dem neuen an:

Feigen-Avocado-Salat (im Bild oben links)

Zutaten:

  • 2 reife Feigen
  • 1/2 Avocado
  • 2 EL guter Balsamico
  • 2 EL Zitronensatz
  • 2 EL sehr gutes Olivenöl
  • Pepe e Sale

Feigen schälen und vierteln. Avocado enthäuten und in Scheiben schneiden. Beides auf einem Teller anrichten. Aus Balsamico, Zitronensaft und Öl ein Dressing zaubern und darüber geben. Leicht salzen und ordentlich pfeffern.

Koriander-CremeFraiche (im Bild oben links im blauen Schälchen)

Zutaten:

  • 150g Creme Fraiche
  • 2 El gehackte Korianderblätter
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz

In einem Teil der Creme Fraiche die Kräuter und Knoblauch mit dem Pürierstab pürieren. Dabei wird die Creme Fraiche recht flüssig, daher nur einen Teil nehmen. Den Rest der Creme hinzugeben, mit Salz abschmecken und kalt stellen. Passt du den gebackenen Bratkartoffeln.

gebackene Bratkartoffeln

braten, backen, knofisieren

braten, backen, knofisieren

Klingt wie ein Widerspruch, ist aber keiner. Erst braten, dann backen heißt das Motto. Und dann natürlich noch mit ordentlich Knoblauchversehen.

Zutaten:

  • 8-10 eigroße hartkochende Frühkartoffeln
  • 4-5 EL Olivenöl zum Braten und 2 EL sehr gutes
  • 4 EL Zitronensaft
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe fein gehackt
  • FLeur de Sel

Kartoffeln längs in Viertel schneiden und in einer großen Bratpfanne 20-25 Minuten anbraten. Dabei öfter durchschwenken.

Kartoffeln snschliessend in eine hitzebeständige Auflaufform geben und im Ofen bei 200° für etwa 20 Minuten mit Ober/Unterhitze backen. Derweil Petersilie, Knoblauch, Zitronensaft und gutes Olivenöl vermischen. Sobald die Kartoffeln schön gebräunt sind, Petersilien-Knoblauch-Paste drüber geben und ordentlich mit Fleur de Sel salzen.

So. Und jetzt kommen die hier bereits beschriebenen Tapas:

gebackene Paprika

gebackene Paprika

gebackene Paprika

 

 

 

 

 

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Aioli Ansatz aus Eigelb, Senf, Knoblauch und Zitrone. Erst dann das Öl.

Aioli: „Fingerübung für Hüftgold“ – allerdings nach dem aufschlagen habe ich eine halbe pürierte Avocado hinzugegeben, ergibt so also Avocado-Ailoli und ist echt fies. Ich kann mich da hinein setzen, leider hinterläßt das Zeug auf Dauer sichtbare spuren 😉

 

 

 

 

gefüllte Champignons

gefüllte Champignons

gefüllte Champignons

 

 

 

 

 

Spargel grün - Feta - Ruccola

Spargel grün – Feta – Ruccola

ein Traum: Spargel grün – Feta – Ruccola

 

So. Und wenn ihr jetzt noch einen kühlen, frischen südfranzösischen Rose dazu stellt, bleiben die Gäste ganz bestimmt!

 

 

 

 

 

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Lammfilet-Aprikosenspiesse mit Kürbis-Spinat-Ricotta-Lasagne

20140509_195241Die Titel werden immer länger und eigentlich ist beides ein Gericht für sich, was einen eigenen Beitrag rechtfertigen würde.

Da aber beides aus meiner Sicht in hervorragendem Maße zusammenpasst, beschreibe ich es zusammen. Zumal die Lasagne echt Vorbereitung kostet, die Spieße nicht.

Wir brauchen:

  • ca. 1.5h Zeit
  • einen Grill
  • einen Backofen
  • eine Auflaufform
  • einen großen und zwei kleine Töpfe
  • unser Messer samt Schneidebrett
  • eine Reibe

 

Zutaten Lammspieße (4 Personen)

  • ein Lammfilet pro Person (ca. 80-90g)
  • 16 getrocknete (oder 8 frische) Aprikosen
  • 4 Zweige Rosmarin, die unten schon verholzt sind
  • Pepe e Sale20140509_201306

Zutaten Kürbis-Spinat-Ricotta-Lasagne

  • ca. 500g frischer Spinat
  • ca. 500g Butternut-Kürbis
  • 4-5 frische Pasta Lasagne (oder 8-10 getrocknete)
  • 400g Ricotta
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Scharlotte
  • 2 EL Butter
  • 5 EL Butter
  • 1 EL gehackter frischer Oregano
  • 1 unbehandelte Zitrone (Bio)
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Ras-el Hanut
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 2 EL gutes Olivenöl

Wir fangen an mit der Lasagne. Dazu den Kürbis schälen und in kleine Streifen schneiden, diese in eine geölte Form legen, mit Kurkuma, Ras-el Hanut, gemörserten Fenchel und Chili bestreut
für insgesamt ca. 40 Minuten bei 180° in den Ofen, die ersten 30 davon abgedeckt mit z.B. feuchtem Backpapier.20140509_193830

Scharlotte würfeln, Knoblauch hacken und salzen, danach den Spinat putzen, Stiele ablösen, waschen und nicht zu klein hacken (ich habe halbe Blätter gemacht). Dann Oregano, Zwiebeln und 3/4 des Knoblauchs in 1 EL Olivenöl im großen Topf schwenken, nach ca. 1 Minute den Spinat dazu geben und ca. die Hälfte der Zitronenschale dazu reiben. Solange dünsten, bis das Wasser aus dem Spinat verdunstet ist und der Spinat durch ist, aber noch einen Rest biss hat. Dann 1 EL Butter dazu geben und vom Herd nehmen.

Zitrone schälen und das Innere beiseite stellen.

Sobald der Kürbis gar ist, Pasta, Kürbis, Pasta, dann Spinat & Ricotta und wieder Pasta in der Auflaufform aufschichten, oben drauf den 2. EL Butter verteilen sowie die beiden Hälften des Zitroneninneren. Das hält die Lasagne frisch und feucht.
Ab in den Ofen (160°) für ca. 20 Minuten, latente Oberhitze macht ne‘ schöne Farbe, Zitronen nach dem Backen wegwerfen.

Die 5 EL Butter in einem kleinen Topf klären, dazu etwas Knoblauch geben und beiseite Stellen.

Jetzt die Lammfilets in je 4 Stücke schneiden und abwechselnd mit den Aprikosen auf Rosmarinspieße stecken. Die brauchen auf dem vorgeheizten Grill (nicht zu heiß!!) ca. 3-4 Minuten pro Seite.

Zusammen anrichten, pro Person ein Spieß, oben auf die Lasagne etwas von der geklärten Knoblauchbutter.

Lecker.

Wein:

Dazu? Wegen der vielen Zitrone und wegen dem Frühling favorisiere ich auch hier einen Rose. Ich hatte einen leckeren, fruchtigen von der Loire, Provence tut es auch.
Zuletzt habe ich auf „Le Vin Rouge“ einen Cave du Luberon Rose bestellt. aber dazu mehr in einem anderen Blog.

 

 

Kartoffeln mal anders: Safrankartoffeln (mit Perlhuhnbrust)

Kartoffeln kochen oder braten oder im Ofen … oder: Mal anders.20140411_184745

Als Safrankartoffeln mit Perlhuhnbrust. Wow.

Wir brauchen:

  • einen Topf mit Deckel
  • eine Pfanne
  • ein Brett
  • unser Messer
  • eine Casserole
  • einen Löffel oder Pinsel

… und an Zutaten für die Safrankartoffeln:

  • pro Person ca. 3 festkochende Kartoffeln, ich habe diese frischen aus Zypern genommen
  • 3-4 Zweige Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma
  • einige Fäden Safran (ca. 2-3/Kartoffel)
  • 40g Butter
  • Fleur de Sel

So. Knoblauch zerdrücken, mit den Kräutern, dem Kurkuma und den Kartoffeln in den Topf,20140411_194848
die gewaschenen Kartoffeln knapp mit Wasser bedecken und kochen bis die fast gar sind.
Ich hab die Schale (wie eigentlich immer) drangelassen.

In einer Pfanne die Butter mit dem Safran schmelzen, die Kartoffeln darin 3-4 Minuten
leicht anbraten, kurz vor Schluss ein paar gute Priesen Fleur de Sel dazu.

Könnte ich mir gut vorstellen: Noch etwas geriebene Zitronen- oder Orangenschale dazu.

Ach so. Die Perlhuhnbrüstchen auf dem Bild links ……

Zutaten für die Perlhuhnbrust:

  • 1 Perlhuhnbrust/Person
  • 2×2 Zweige Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Olivenöl
  • 1 Teelöffel Honig
  • Pepe e Sale20140411_185750

Die Brüste abtupfen, ich habe sie dann auf dem Gasgrill ordentlich in Olivenöl angebraten,
so das sie schöne dunkle Streifen hatten. Die Casserole habe ich mit den Kräutern, etwas Öl und den zerdrückten Knoblauch ausgelegt.

Die Brüste mit Pepe e Sale dazu würzen, in die Casserole auf die Kräuterl egen, mit Honig bestrichen und am Ende oben drauf je ein Zweig Thymian gelegt (daher 2×2 ;-)). Ab in den Ofen bei 160° für ca. 15-17 Minuten.
Schmeckt dazu:

Safrankartoffeln (s.o.) und ein Klecks abgetropfter Joghurt. und ein frischer provencalischer
Rose.

 

 

 

 

 

 

 

Chikoree und Treviso-Sticks mit Zitronen-Ricotta

Lange ist es her, seit dem letzten Rezept. Was nicht heisst, das ich nix gemacht hätte…

Also, heute scheint die Sonne, deshalb gibt es heute eine nette, sommerliche Vorspeise, die einfach ist und Spaß macht.
Die geht auch als Fingerfood durch.

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Wir brauchen:

  • ein Messer
  • ein Brett
  • eine Reibe
  • eine Pfanne
  • 10 Minuten Zeit

Zutaten

  • 1 Chikoree
  • 1 Treviso (länglicher, roter Radicchio)
  • 500g Ricotta
  • 1 unbehandelte Zitrone (oder dessen Schale)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Kräuter (z.B. Petersilie, Basilikum)
  • 1 Handvoll Pinienkerne
  • 6-8 getrocknete Aprikosen
  • 1 Esslöffel guten Honig
  • Pepe e Sale

Los geht’s

Ricotta in eine Schüssel geben, Knoblauch fein schneiden und hinzugeben, etwa die Hälfte der Zitronenschale hineinreiben.
Salzen, Pfeffern und abschmecken. Die Zitrone sollte leicht durchkommen und eine frische, aber keine Bitterkeit verbreiten.
Die Kräuter hacken und die Hälfte davon hineinmischen.

Vom Chikoree und Treviso jeweils gleich viele der äußeren, großen Blätter abschneiden und waschen. Beiseite legen.

In einer Pfanne die Pinienkerne mit den gehackten Aprikosen anrösten, kurz bevor die Pinienkerne zu braun werden vom Herd nehmen
und mit dem Honig vermischen.

Zusammenbau

Jeweils ca. 1 Esslöffel des Ricotta unten ans Blattende der C-T-Blätter geben und diese sternförmig auf einen Teller legen (oder wie man ebend will ;-)).
Dann die Pinienkerne-Aprikosen-Honig-Mischung (noch warm!) und anschließend die restlichen Kräuter darüber verteilen.

Dankbar passt dazu ein solider Rose z.B. aus der Provence, aber auch jeder frische Weiße. Und sicher auch ein leicht gekühlter Beaujaulais.

Prost!