Bestrudelte Khaki mit Vanille und Johannisbeerlikör

Nachtisch: Es war noch ein Rest vom Blätterteig übrig. Zudem stand in der Küche seit gefühlter Ewigkeit eine kleine Flasche Johannisbeerlikör oder Aufgesetzter oder wasauchimmer rum. Und derjenige, der die damals beim letzten OpenCook Event mitgebracht hatte, wollte zwar nicht den Inhalt, aber die Flasche gerne wieder haben. Im Kühlfach eine recht Reife Khaki und in der Schublade schlummerten noch polnische Cranberries und ein Rest Mussnix, äh, Nussmix rum. So langsam wurde ein Schuh draus.

Wir brauchen:

  • einen Topf
  • ein Backblech
  • eine kleine & eine große Schüssel
  • einen Löffel
  • ein Nudelholz
  • Backpinsel
  • Messer & Brett!

Wir tun rein:

  • 2 Scheiben Blättetteig
  • 100g Mehl
  • 1 Ei
  • 75g Butter
  • 2 EL Pinien- und Walnußkerne
  • 2 EL Cranberries
  • 2 EL Rosinen
  • 5-6 getrocknete Aprikosen
  • 0.1 l Johannisbeerlikör
  • 2 EL Vin de Noix
  • 1/2 Vanillestange
  • 2x 1 EL Zucker
  • 2 EL Creme Fraiche
  • ein Eigelb
  • Mehl für die Arbeitsfläche

Zuerst Pinienkerne, Walnüsse, Rosinen, grob zerpflückte Aprikosen und Cranberries mit 1 EL Zucker mit dem Johannisbeerlikör und Vin de Noix für mindestens 2 Stunden in der kleinen Schüssel ziehen lassen, gelegentlich umrühren.

Aus Ei, Mehl und Butter einen Tarte- oder Quiche-Teig kneten, den ca. 1h im Kühlschrank kalt stellen.

Danach Tarte-Teig flach ausrollen, Blätterteig darüber legen, das Ganze weiter ausrollen, zusammenfalten und ausrollen. Dann aus dem Teig eine ca. 20 cm und 50cm lange Teigplatte ausrollen. Nüsse und Trockenfrüchte aus dem Likör darauf verteilen, dabei von der Querseite aus die unteren 5 cm frei lassen. Das Ganze mit Creme Fraiche bestreichen und einrollen, so das ein schöner Strrudel entsteht. Den Strudel im Backofen bei 160° für ca. 35 Minuten backen, nach etwa 20 Minuten mit dem Eigelb bepinseln.

Im Topf den Johannisbeerlikör und Vin de Noix mit 1 EL Zucker und der ausgekratzten Vanille einkochen, so das eine sämige und intensive Sauce entsteht.

Khaki in Scheiben schneiden, je eine Scheibe der Khaki mit 1 Scheibe des Strudes und 2-3 TL der Sauce beträufeln und warm servieren.

Satt.

 

 

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Bruscetta mit Pesto vom grünen Spargel und Minze-Balsamico-Zucchini

Das Brot macht man natürlich auch selber. Allerdings nur wenn man Zeit hat. Apropos Zeit – die braucht man ohnehin und da es so schön warm war, habe ich das Ganze draußen in meiner improvisierten Außenküche gemacht. Sommer – du darfst bleiben!

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Das braucht man (mit Brot):

  • eine kleine, eine mittlere und eine große Schüssel
  • Pfanne oder Grill mit flacher Ablage
  • Pürierstab
  • Parmesan- oder Käsereibe
  • Zitronenpresse
  • Messer & Brett
  • ein Backblech mit Backpapier ausgelegt
  • ein kleiner Topf
  • Gas- oder Gartengrill

Das braucht man (mit Brot):tmp_5704-DSC_0119-438054084

  • für das Brot:
    • 200g Semola
    • 200g Mehl, Type 550 (am besten „Pizzamehl„)
    • 1 TL Salz
    • 1 TL Zucker
    • 2 EL Olivenöl
  • für das Pesto:
    • 4-5 cm lange Enden von 10 Stangen Spargel
    • 4-5 EL sehr gutes Olivenöl
    • eine Knoblauchzehe
    • 2 EL Pinienkerne
    • 2 EL fein geriebener Parmesan
    • eine Spur Fleur de Sel
    • 1 EL Zitronensaft
  • für die Zucchinitmp_5704-DSC_0121-1025414281
    • eine halbe Zucchini
    • eine Knoblauchzehe
    • 3 EL Olivenöl zum Braten
    • 2 EL sehr gutes Olivenöl
    • 2 EL sehr guten alten Balsamico
    • 4-5 Blätter Minze
    • Pepe e Sale
  • zum Garnieren
    • 3-4 kleine Tomaten

Das Brot. Dazu Mehl und Semola in die große Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Dort die Hefe tmp_5704-DSC_0118-935375823hineinbröseln und den Zucker dazu geben. Etwa 0.1l Wasser drüber geben und etwa eine halbe Stunde warten. Danach vorsichtig mit einem Löffel mit dem Mehl vermischen und wieder eine halbe Stunde warten. Danach Salz, Olivenöl und soviel Wasser hinzugeben, wie es braucht um einen runden Teig zu kneten. Das macht man am besten mit den Händen. Den Teig wieder mindestens eine halbe Stunde gehen lassen, dann zu einem langen, aber nicht zu schmalen Baguette formen, auf ein Backblech (mit Backpapier) legen und wiederum eine halbe Stunde gehen lassen. Ofen auf volle Pulle vorheizen, Brot kurz bevor es in den Ofen kommt an der Oberfläche mit Wasser befeuchten und rein damit. Hitze nach ca. 4-5 Minuten reduzieren und das Brot in ca. 15-17 Minuten insgesamt fertig backen.

Die Zucchini. Die schneiden wir zunächst längs in dünne Scheiben und pinseln die mit Olivenöl ein. Am besten schmeckt es, wenn wir die Zucchini auf dem Grill grillen. Während die Zucchini grillen, aus gutem Olivenöl, fein gehacktem Knoblauch, Balsamico, gehackten Minzeblättchen und Pepe e Sale eine Marinade machen.

Fertig gegrillte Zucchini-Scheiben in die Marinade geben und immer mal wieder umrühren.tmp_5704-DSC_0120-459857016

Das Pesto. Spargel-Enden (natürlich schon geschält) in einem Topf mit Wasser bedecken und etwa 12 Minuten richtig weich kochen. Spargel-Enden grob mit dem Messer hacken und mit gehacktem Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft in die kleine Schüssel geben und mit dem Pürierstab fein pürieren.

Pinienkerne ohne Öl anrösten, dazu geben und nochmals leicht mit dem Pürierstab zerkleinern. Am Ende den Parmesan dazugeben und eventuell mit etwas Salz und noch ein wenig Zitronensaft abschmecken. Das Pesto kalt stellen.

Der Zusammenbau. Wir haben alle Zutaten parat, die Tomaten sind geviertelt, also los zum Finale! 4 Scheiben aus der Mitte des Brotes schneiden, im Ofen etwa 3-4 Minuten mit Oberhitze anrösten. Die Scheiben auf zwei Teller legen, reichlich mit dem Pesto bestreichen und die Zucchini ruhig mit etwas Marinade oben drüber verteilen. Am Ende noch die Tomaten dazu geben und sofort servieren.

Der Wein. Dazu passt wunderbar eine Neu-Entdeckung: Ein ein frischer weißer vom Weingut Tenuta Reveglia vom südlichen Gardasee, Lage Lugana Limne aus 100% Trebbiano, eigentlich eine Traube, die ich aus dem Lazio kenne. Der kostet beim Italia Import 6,80 plus Märchensteuer, im Netz auch so um die 8,50. Kaufen, der Sommer kommt noch!

jefülltes Jemöös

Nein, trotz des von mir gegebenen Namens – das dies ist keine typisch rheinische Spezialität, merkt man spätestens, wenn man auf die Zutatenliste guckt. Das totale Fehlen von Speck, Kartoffeln, Kohl oder Dicken Bohnen zeigt deutlich, das es sich um keine rheinische Küche handeln kann. Eher um eine sommerliche, da auch bei diesem/n Gericht(en) die Farben der Zutaten des brutal ausgehöhlten und gefüllten Gemüses hervorheben. Und es ist mal wieder ein Mehrerlei-Gericht, von denen ich zwei der vier Einzelteile schon beschrieben habe.

Das Resultat auf dem Teller

Das Resultat auf dem Teller

Das schmeckt übrigens heiß, lauwarm und auch kalt… von oben im Uhrzeigersinn handelt es sich dabei um…

  • … mit Salsicchia gefüllte gelbe Mini-Zucchini
leckere Brotfüllung für die Paprika

leckere Brotfüllung für die Paprika

An Utensilien brauchen wir eine große, eine kleine Schüssel, Messer & Brett, einen Teelöffel und ein Backblech samt Backpapier.

Und nun zuerst die Zutaten für die gefüllten Zucchini:

  • pro Person eine kleine (10-12cm lang) wegen der Farbe gelbe Zucchini
  • pro Person eine Salsiccha (80g)
  • etwas geriebener Peccorino

Die Aubergine Längs in zwei Hälften teilen und das Innere mit dem Teelöffel auskratzen. die Salsiccha aufschneiden und das Brät je zur Hälfte in die entstandene Rinne drücken, natürlich steht das was über. Mit etwas geriebenem Peccorino bestreuen und auf das Backblech legen.

gefüllte Paprika

  • pro Person eine kleinere rote Paprika
  • pro Person 100g Brotfüllung wie hier beschrieben
    Und hinein damit!
    Und hinein damit!

Von der Paprika den Strunk oben glatt abschneiden, das Innere herausschneiden und Entkernen. Paprika mit der Füllung richtig fest gestopft füllen und auf das Backblech legen.

gefüllte Tomaten

  • pro Person eine San Marzano Tomate

(ab jetzt Mengenangabe pro Tomate)

  • 20g Pinienkerne
  • 1 getrocknete Tomate, in Wasser eingeweicht
  • 5-7 Kapern
  • 30 g Mozarella
  • 50 g Feta
  • etwas gehackte Petersilie

Tomaten halbieren und das Innere mit dem Teelöffel auskratzen. Pinienkerne, gehackte getrocknete Tomate, Kapern und Mozarella vermengen und auf beide Tomatenhälften verteilen. Feta mit gehackter Petersilie vermischen und darüber geben und leicht andrücken. auf das Backblech geben.

Auberginen wie hier beschrieben zubereiten und auf das Backblech legen. Alles zusammen für ca. 25 Minuten im Ofen bei 160° Umluft backen.

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eingelegter Mozarella mit Spargel-Tomaten-Avocado-Salat

Hups, sehr, sehr lecker. Aber ich bin ein ehrlicher Mensch: Den eingelegten Mozzarella habe ich tatsächlich hier entliehen und nur mit Lavendel ergänzt. Aber da dieser Mozzarella so wunderbar schmeckt, lasse ich ihn nun in anderer Kombination aufleben und veröffentliche das hier einfach. Eingelegt habe ich den Mozzarella übrigens Samstag früh, gegessen wurde er Sonntag Abend als Vorspeise. Man braucht also etwas Vorbereitung.

Spargel grün, Tomate, Avocado, Pinienkerne und eingelegter Mozzarella

Spargel grün, Tomate, Avocado, Pinienkerne und eingelegter Mozzarella

Und das habe ich gebraucht:

  • eine flache Schüssel

    gewürztes Öl zum Einlegen des Mozzarealla

    gewürztes Öl zum Einlegen des Mozzarealla

  • eine Pfanne
  • einen Topf
  • ein Glas zum Schälen der Avocado
  • zwei Schraubverschlussgläs
  • er Messer & Brett

Und das kam rein (Vorspeise für 2-3 Personen):

  • 1 große, leckere Tomate
  • 1/2 Avocado
  • 8 dünne Stangen grüner Spargel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter
  • 2-3 EL Pinienkerne

für den Mozzarella:

  • 1 echter Büffelmozzarealla
  • 1/2 Stange Vanille

    Jetzt wird's bunt

    Jetzt wird’s bunt

  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 kleiner Zweig Lavendel
  • 250ml Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 1 Chillischote
  • 2-3 Pfefferkörner, grob zerstossen

Vinaigrette:

  • 2 EL Walnußöl
  • 2 EL Orangenessig
  • 2 EL Orangensaft
  • 1 TL Dijon Senf
  • 1/2 TL Honig
  • Pepe e Sale

Wir fangen an mit dem Öl für den Mozzarella. Dazu das Olivenöl in den Topf geben, die Gewürze, Kräuter, Chillischote und ausgekratztes Vanille-Mark sowie Vanille-Stange dazugeben und das Ganze vorsichtig erwärmen (und dabei nicht wundern, das sich der Zucker nicht auflöst ;-)). Abkühlen lassen, Öl in eins der Schraubverschlussgläser füllen, den Mozzarella in grobe Stücke zerpflücken und hinein geben, verschließen und beiseite stellen.

Am Tag danach Spargel vorbereiten und einige Minuten in der Butter und zerdrückter Knobblauchzehe in der Pfanne schwenken, herausnehmen und schräg (wegen dem mitessendem Auge) in 4-6 cm lange Stücke schneiden. Avocado schälen und in feine Scheiben schneiden, ebenso die Tomaten. Beides in der flachen Schüssel zusammen schichten. Spargelstücke dazwischen stecken. Die Pfanne kurz auswischen und Pinienkerne anrösten und ebenfalls darüber geben.

Alle Zutaten der Vinaigrette in das zweite Schraubverschlussglas geben, Deckel drauf und gut schütteln und über den Salat geben. Jetzt erst den zerpflückten Mozzarella darüber verteilen und kalt servieren. Und dazu einen frischen Rose aus dem Luberon. Da hatte ich hier schon mal einen empfohlen, der tut’s.