Warum eigentlich immer Anti die Pasti? Rindercarpacchio als Teil eines Pro-Antipasti-Angeber-Tisches

Ja, das ist jetzt schon ein paar Tage her, aber auf dem Bild bleiben die Sachen, obwohl längst überall verteilt, frisch. Über Weihnachten hatte ich den tollen Auftrag, einen Antipasti-Tisch zu zaubern. Und als Kick-Off einer kleinen Reihe von wahrscheinlich bekannten Rezepten nach der Art „aber-so-mache-ich-es“ hier der uneingeschränkte Star des italienischen Roh-Fleischverzehrs: Carpacchio.

Grün trifft auf Rot

Grün trifft auf Rot

Wir brauchen an Gerät:

noch mit weniger Grün

noch mit weniger Grün

  • Messer & Brett
  • unseren Zestenreisser
  • ein Glas
  • eine Servierplatte
  • den Eisschrank oder das Eisfach

Und an Zutaten (eine Platte):

  • 300g Rindefilet am Stück
  • 4 getrocknete Tomaten
  • 2 EL gesalzene Kapern
  • eine Bio- oder unbehandelte Zitrone
  • eine Frühlingszwiebel
  • eine handvol Ruccola
  • super-gutes Olivenöl
  • Pfeffer und Fleur de Sel

Wir fangen an und frieren das Rinderfilet ein. Wer richtig klug ist, knetet es alle halbe Stunde einmal ein wenig, dann wird es etwas sämiger und friert nicht einfach – gleicher Trick wie beim Sorbet ;-).

Währenddessen spülen wir das Salz von den Kapern und legen diese mit den getrockneten Tomaten für mindestens eine halbe Stunde im Glas in Wasser ein.

Sobald das Fleisch nach ca. 2-3h fast gefroren ist, holen wir es raus und schneiden es mit Geduld und Spucke in ganz feine dünne Stücke. Denkt dabei daran, das jedes zu dicke Stück euch hinterher vor dem Gast erröten lässt, also gebt euch gefälligst Mühe beim Schneiden! Faule nehmen die Brotmaschine mit entsprechendem Messer.

Das Fleisch nun etwa zwanzig Minuten ruhen und komplett wieder auftauen lassen.

Das Fleisch blütenblattförmig auf dem Teller verteilen. Dann die Zitrone nehmen und ordentlich Zesten auf dem Fleisch verteilen, Zitrone halbieren und den Saft einer Hälfte über das Fleisch träufeln.

Dann das Grüne der Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, Kapern aus dem Wasser nehmen, ausdrücken, grob hacken, getrocknete Tomaten ebenfals in Streifen schneiden und alles zusammen auf dem Fleisch gleichmässig verteilen. Salzen und Pfeffern und dann den Ruccole oben drauf verteilen, dann erst ca 2-3 EL bestes Olivenöl darauf geben.

 

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Römische Artischocken als „Herz“ eines Antipasti-Tellers

Ich eß Blumen! Und zwar gerne, und wenn die als Artischocken daher kommen, sind Blumen nicht nur lecker, sondern auch noch unglaublich gesund. Und das obwohl, wie ja schon einst von Joint Venture besungen („Sieh zu du Pflanzenfresser, du bist ja gar nicht besser„), die Zubereitung doch einem mittleren Massaker nahe kommt. Aber wir spielen den jetzt trotzdem mal durch… ;-). Allerdings beschreibe ich hier nicht, wie man Salami und Schinken macht, sondern lediglich die Zubereitung der Artischocken.

eine gute idee der Römer: Antipasti-Teller mit Artischocken

eine gute Idee der Römer: Antipasti-Teller mit Artischocken

Für unser Massaker brauchen wir:

geputzte Artischocken

geputzte Artischocken

  • eine Auflaufform
  • ein Stück Backpapier
  • eine kleine Schüssel und eine große Schüssel
  • einen kleinen Metalllöffel
  • einen normalen Teelöffel
  • Messer & Brett

Und massakriert wird:

  • 4-6 kleine Artischocken
  • eine halbe Zitrone
  • 4 EL Semmelbrösel
  • eine handvoll frische Minze
  • eine handvoll Petersilie
  • 4-6 EL gutes Olivenöl
  • zwei Knoblauchzehen
  • Pepe e Sale
... und das bleibt über

… und das bleibt über

Und los geht’s auf dem Massakrierbrett: Unten den Stiel der Artischocken da kappen, wo er sich verrbreitert, am oberen Ende die Artischocken etwa zur Hälfte abschneiden. Die ersten 2-3 Reihen der Außenblätter ebenfalls abschneiden und die Artischocken unten herum rund schneiden. Dann in die große Schüssel mit etwas Zitronensaft und einigen Stücken Zitrrone legen, sie werden sonst sehr schnell braun.

Mit dem kleinen Metalllöffel nun das Heu in der Mitte herauskratzen, das macht wenig Spaß, erfreut aber umso mehr beim späteren Essen, wenn kein einziger Halm mehr übrig ist. Will heissen: Gründlich machen!

Vorspeise perfetto!

Vorspeise perfetto!

Nun mischen wir in der kleinen Schüssel erstmal die Semmelbrösel mit den fein gehackten Kräutern. Dann den Knoblauch mit Fleur de Sel fein schneiden und mit der Messer-Breitseite zu einer Paste zerdrücken und ebenfalls mit reichlich Olivenöl unter die Semmelbrösel mischen. Es sollte eine sämige Masse entstehen, die wir dann in die Artischocken einfüllen, dazu auch etwas der Paste zwischen die Blätter drücken. Artischocken dann mit der Öffnung nach unten in die Aufflaufform legen, den Boden der Form mit etwas von dem Einlegewasser bedecken, die Form mit dem Backpapier abdichten und ab in den Ofen geben. Das Ganze bei etwa 160° Umluft für 45-60 Minuten backen.

Dann richten wir die Artischocken mit sonstigen Leckereien auf einem Teller an, das geht heiß, warm oder auch kalt. Schmeckt immer, besonders mit frischem Brot!

 

Unser Messer

mein Messer

mein Messer

Kein Handwerker wird ohne entsprechendes Werkzeug auf dem Bau erscheinen – kein Koch wird ohne ein brauchbares Messer in die Küche kommen.

Und selbst wenn wir irgendwo auf dem Bau helfen oder selber mauern, streichen, putzen oder schleifen – mit einem echten Profiwerkzeug geht es einfach besser.

Warum dann am Werkzeug unseres Hobbys sparen?

Am Jahresende habe ich es nun einfach gemacht. Ich habe mir mein Messer gekauft, das Gewissen ob des investierten Geldes  mit den warmen Worten des Verkäufers „das hält ein Leben lang“ beiseite gewischt. Und was soll ich sagen?

Es fühlt sich großartig an 🙂