Link’s „Hyrule Krabbenrisotto“ mit Süßkartoffel und Kräutern

Tja. Mich haben ja Computer-Spiele nie wirklich gepackt. Und seit ich beruflich eigentlich komplett vor dem Monitor sitze schon mal gar nicht (seit ca. 20 Jahren … ). Aber mein Spross ist absoluter Legends of Zeld-Fan, das ist ein Adventure-Spiel. Wer das nicht kennt, hier die Ganzkurzform: Der „legendäre“ Held Link rennt durch ein Phantasie-Land namens Hyrule und findet an jeder Ecke Monster, Waffen oder Nahrungsmittel (und muss natürlich Aufgaben erfüllen). Mit Waffen werden Monster erlegt, trifft das Monster mal den Held, muss dieser seine Herzen mittels selbst-gekochtem Essen wieder auffüllen. Dazu stehen an verschiedenen Stellen befeuerte Kochtöpfe in der Landschaft herum, in die bis zu 5 Zutaten (gefundene oder erlegte Nahrungsmittel) geworfen werden. Nach der Dauer von 3 Sekunden, während derer ein Jingle abgespielt wird, wird aus Butter, Steinsalz, Hyrule-Reis und Krabben Krabbenrisotto. Und diese wundersame Verwandlung hat den Zögling nun dazu gebracht, mich zu Fragen, ob wir das zusammen (!!!) auch in Echt kochen können.
Gerne, aber das dauert etwas länger„, war meine Antwort…

Und hier ist das Resultat:

 

Link braucht an Ausrüstung:

  • Messer & Brett
  • zwei Pfannen
  • einen Sparschäler
  • eine Parmesanreibe
  • 2 Pfannenwender

Link sollte für 4 folgendes finden:

  • 120g Risotto-Reis
  • pro Esser ca. 4 Garnelen (ich hatte Rohe mit Panzer aus Wildfang aus dem Südatlantik, Bio-Garnelen gehen auch)
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1/2 Süßkartoffel
  • 1 Knoblauchzehe und nochmal 6 Knoblauchzehen
  • einige Stängel frischer Thymian und Blattpetersilie
  • 120g Butter
  • 1/2 Zitrone
  • 0.2l Olivenöl
  • 0.1l Weißwein
  • 0.3l Hühnerbrühe
  • 50g Parmesan

Wir bereiten zunächst die Pfanne für die Garnelen vor. Dazu 50ml Olivenöl und 40g Butter mit 6 geschälten und zerdrückten Knoblauchzehen, der Hälfte von Petersilie und Thymian und geviertelter halben Zitrone (also Achtel) in eine der Pfannen geben und die Pfanne erstmal beiseite stellen.

Jetzt bereiten wir das Risotto vor:
Dazu die Zwiebeln schälen (die Schalen schon mal für Ostern aufbewahren) und fein würfeln, die Knoblauchzehe ebenfalls fein hacken. Jetzt die Süßkartoffel schälen und in kleine Stücke schneiden, die Kräuter recht fein hacken und alles auf dem Brett parat halten. In der 2. Pfanne nun weitere 40g Butter und das restliche Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Sobald die Butter geschmolzen ist, Reis und Zwiebelwürfel hinzu geben und 3-4 Minuten glasig dünsten. Anschließend mit Weißwein ablöschen und ab jetzt immer weiter rühren – das löst die Stärke an den Reiskörnern und sorgt für die cremige Konsistenz des Risottos (und wer was anderes behauptet hat unrecht ;)). Die Süßkartoffel-Stücke dazu geben und immer wieder etwas von der Brühe hinzugeben. Das Ganze solange rühren, bis der Reis außen weich und innen noch ein wenig bißfest ist, die Konsistenz sollte cremig und nicht zu trocken sein, das steuern wir über die Brühe. Der ganze Prozess dauert etwa 14-16 Minuten, die Pfanne darf nie zu heiß werden, immer schön vor sich hin köcheln lassen (einfacher ist es, wenn die Brühe selber warm ist). Am Ende die gehackten Kräuter unterrühren.

Jetzt ist es an der Zeit, die 1. Pfanne für die Garnelen zu erhitzen, die Garnelen ab in die Pfanne – sie brauchen nur 2-3 Minuten, sonst werden sie staubtrocken. Beim Risotto zeitgleich den Herd ausschalten, die restliche Butter und den geriebenen Parmesan unterrühren und das ganze eine Minute ruhen lassen, während die Garnelen in der Pfanne sautiert (franz. sauter = springen) werden.

Auf einem Teller in die Mitte jeweils ein Häufchen Risotto geben und die pro Esser zugedachte Menge an Garnelen anlegen. Dazu hatte ich einen südafrikanischen Chenin Blanc vom Weingut M.A.N. Ein durchaus kräftiger Weißwein (13.5 %!), der aber mit Parmesan und Krabben gut zurecht kommt und trotzdem noch fruchtig ist. Der Wein kostet etwa 5 Euro und macht wirklich Spaß.

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