Schon wieder Wintergemüse: Lieblingsporree mit Parmesan

Es ist Winter. Natürlich kann man alles an Gemüse kaufen, was man sich wünscht. Aber selbst wenn einem der ökologische Fußabdruck noch egal ist, so wird sich der geübte Gourmet spätestens beim Geschmack von blassen Gewächshaustomaten sehnsüchtig an den Sommer erinnern und anfangen zu überlegen, was man denn mit dem aktuell erhältlichen heimischen Gemüse außer Rotkohl mit Klößen so anstellen kann.

Und da kam mir es gerade sehr recht, das mein Lieblings-Bioladen gerade wunderschöne Porree-Stangen im Angebot hatte. Ich hatte das anbraten und langsame Kochen von Porree schon mal gehört, aber wenn man Gemüse in Wasser kocht, geht auch immer etwas Geschmack flöten. Und hey, es ist Winter, das bisschen Sahne merken wir gar nicht!

Aus dem Schrank brauchen wir:

  • einen Gas-(Grill)
  • eine kleine Pfanne mit Deckel
  • eine Parmesanreibe und eine Muskatreibe
  • Messer & Brett

Aus dem Kühl- und Gewürzschrank brauchen wir:

  • eine Stange Porree
  • 1-2 EL Olivenöl
  • 5-6 EL Sahne
  • etwas Muskatnuß
  • 50g Parmesan
  • Pepe e Sale

Den Porree putzen, so das vom Grün nur noch das blasse dran ist  (der Rest kann in die Suppe) und die Stange möglichst gleichmäßig gerade ist. Mit Olivenöl einreiben und auf dem Grill von allen Seiten gut anbräunen.

Die Pfanne aufstellen, die Sahne hinein geben und leicht mit Muskatnuß, Pfeffer und Salz (Fleur de Sel) würzen, den Porree dazu geben und mit Deckel bei kleiner Hitze für etwa 10-12 Minuten garen. Porree in mundgerechte Stücke teilen, den geriebenen Parmesan darüber geben und warm servieren.

Es ist himmlisch, glaubt mir!

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Herbstküche, die II. : Apfel-Lauch-Suppe mit Bleu d’Auvergne

Ja, richtig gelesen. Klingt nach einer wilden Mischung, aber eigentlich muß nur das Wetter passen und schon passt das oben genannte auch alles wunderbar zusammen. Und im Moment kann ich sagen: Das Wetter passt!

Außerdem macht sich Bleu in Verbindung mit herzhaftem und leicht Süßem wirklich gut. Mit den selben Geschmäckern habe ich bei der Birne im Speck ja auch schon herumgespielt. Aber da war es der milde Gorgonzola, jetzt ist es der etwas wildere Vertreter aus dem rauhen Herzen Frankreichs, der Bleu d’Auvergne.

Cremige Suppe mit Bleu. Es muß Herbst sein...

Cremige Suppe mit Bleu. Es muß Herbst sein…

Das wird benutzt:

Bleu d'Auvergne

Bleu d’Auvergne

  • ein Suppentopf
  • Suppenkelle
  • Holzkochlöffel
  • Messer&Brett

Das wird benötigt:

  • 300 g Bio-Hackfleisch vom Rind
  • 1 Stange Lauch (Porree)
  • 1 Apfel
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 0.2 l Weißwein
  • 0.75 l Hühner und/oder Rinderbrühe
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter
  • 2 EL neutrales Öl
  • 200 ml Creme Fraiche
  • Pepe e Sale
  • 100g Bleu d’Auvergne (es tut auch Roquefort oder Bleu de Gex)

Und so geht’s:
Das Öl im Topf erhitzen, Hackfleisch hinzugeben und kräftig anbraten. Währenddessen den Lauch putzen und in feine Scheiben schneiden. Dasselbe machen wir mit den Frühlingszwiebeln und dem Apfel. Zwischendrin das Hackfleisch immer mal wieder wenden, wenn es ordentlich braun ist und schöne Röstaromen hat, Lauch, Apfelstücke, gehackten Knoblauch und Zwiebelstücke dazu geben und bei mittlerer Hitze einige Minuten anbraten. Wenn das Gemüse anfängt weich zu werden, rühren wir das Mehl ein, geben die Butter hinzu und rühren weiter, bis eine leicht klumpige, klebrige Konsistenz entsteht. Die löschen wir dann mit Weißwein und Brühe unter kräftigem Rühren ab.

Die Suppe lassen wir nun etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln (Deckel drauf!). Am Ende wird mit Creme Fraiche abgerundet und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Zum Servieren die Suppe in tiefe Teller geben und je Portion etwa 25-30g Bleu darüber bröseln. Dazu Weißwein. Voila!