Ein Herz zum Abschied der Spargelzeit 2017: Spargel zum III. – mit Aprikose und Romana-Herz mit St. Marcellin überbacken

Schnüff. Warum habe ich eigentlich nicht jeden Tag Spargel gemacht? Jetzt ist sie vorbei, die Spargelzei(t) – bitte verzeiht jeden Tag ohne das königliche Gemüse. aber was trauere ich hier eigentlich herum? Eben war ich auf dem Bonner Markt um fest zu stellen, das dort immer noch Bornheimer Spargel angeboten wird. Vermutlich hat der Bauer noch nicht sein finanzielles Ziel erreicht – aber auch wenn ich am Anfang gerne ab und zu fusche, muß ich sagen, das ich was den Johannis-Tag angeht eher konservativ bin: Ende aus (okay, ich habe noch ein paar stangen vom in der letzten Woche gekauften Spargel im Kühlschrank, hehe).

Man versaue:

  • einen Topf
  • ein Backblech
  • ein Spargelschäler
  • Messer & Brett
  • zwei Teller

Man vertilge:

  • ein kleiner Romana-Salat
  • 1-2 Aprikosen
  • 8-10 Stangen grüner Spargel
  • 1 St. Marcellin-Käse (80g)
  • Pepe e Fleur de Sel
  • 3-4 EL guten Balsamico-Essig
  • 6 EL gutes, mildes Olivenöl

Spargel. Den Spargel parat machen (unten abschneiden und untere Hälfte schälen), dann im Topf in Wasser 5-6 Minuten fast gar kochen und sofort den Garvorgang mit kalter Wasserdusche abbrechen. Den Spargel beiseite legen und abkühlen lassen.

Salat. Den Ofen auf 250 Grad mit Oberhitze/Umluft vorheizen. Nun den Romana-Salat halbieren, lose äußere Blätter entfernen, die nun halben Herzen gründlich waschen und abtropfen lassen. Auf dem Backblech (oder wie ich in einer Springform) mit Schnittfläche nach oben plazieren, je die Hälfte des Käses auf der Schnittfläche verteilen und dabei richtig in die Zwischenräume drücken und ab in die heiße Röhre damit.

Anrichten. Je die Hälfte des Spargels auf einer Seite eines Tellers anrichten und die Aprikosen Vierteln. Sobald der Käse auf dem Salat blasen wirft, je eine Salat-Herz-Hälfte auf einen Teller legen, Aprikosen-Viertel daneben drapieren. Den Spargel und die Aprikosen mit Essig und Olivenöl beträufeln und das Salat-Herz mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Jetzt alles sofort mit einem frischen Sommer-Weißwein servieren.

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bevor er sich Schlafen legt: grüner Spargel auf Ziegenkäse im Bresaola-Schlafsack

Bald, also in knapp 3 Wochen ist Johannistag und obwohl selbst ich vor der offiziellen Spargel-Saison schon nicht-europäischen grünen Spargel gewildert habe. Aber hierzulande weiß ja jedes Kind, das sich der Spargel an jenem Tag schlafen legt, obwohl der Johannistag eigentlich sozusagen ja die Gebutstagsparty von Johannes dem Täufer ist. Also, bald ist Schluss mit dem Hype: Der übrig gebliebene Spargelwein wird zu Essig verarbeitet und alle Schweine schicken ein Gebet zum Himmel, weil ihre Pobacken ab dann für den Rest des Jahres nicht mehr zu billigstem Preßschinken verarbeitet werden (müssen).

 

 

 

 

Eigentlich präsentiere ich hier eine Perfektion des klassischen Spargelröllchens, das auf keinem Buffet aus den 80-ern fehlen durfte. Wir ersetzen den Dosenspargel mit Frischem, schlechten gegen guten Schinken und Mayonnaise durch Ziegenfrischkäse. Fazit: Geht doch!

Für den Bettenbau brauchen wir das:

  • eine Pfanne
  • eine Schale
  • einen Eßlöffel
  • Messer & Brett

Für’s Bett (samt Inhalt)selber dies:

  • 12 Stangen grüner Spargel

    den Knoblauch nehmen wir mit!

  • 4 große Scheiben Bresaola (oder Bündner-Fleisch)
  • 2 kleine Ziegenfrischkäse, je 50g
  • 2 EL Pinienkerne
  • 2 EL grob gehobelter Parmesan
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 schöne San Marzano Tomate
  • 1/2 handvoll Basilikum Blätter
  • Olivenöl zum Braten
  • gutes, mildes & fruchtiges Olivenöl
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • Fleur de Sel e Pepe

Bresaola at it’s best

Zunächst die Pinienkerne in der Pfanne rösten, herausnehmen und beiseite legen. Den Spargel waschen und quer halbieren, wir verwenden hier nur die vorderen Hälften mit den Spitzen, den Rest dann anderweitig verarbeiten. Den Knoblauch schälen und grob hacken und dann mit 3-4 EL Olivenöl in die Pfanne geben. Den Spargel (also unsere vorderen Hälften) dazu geben und für etwa 12 Minuten bei mittlerer Hitze braten, Pfanne vom Herd nehmen und den Spargel erkalten lassen.

Währenddessen die Tomate wirklich fein würfeln, den Basilikum fein hacken und alles mit einigen Spritzern Zitronensaft in der Schale vermengen. Die Tomatenwürfel bilden gewissermaßen später die Schlafunterlage.

Nun geht’s zum Schlafsackbau. Dazu eine Scheibe Bresaola flach auf das Brett legen, mit dem Messer je 1/2 Ziegenkäse auf 2/3 der Fläche verstreichen, je drei Stangen Spargel auflegen, mit ein paar Pinienkernen bestreuen und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen, dann das Ganze fest einrollen.

Zum Anrichten je 1-2 Löffel der Tomatenwürfel auf einen Teller geben, 2 Schlafsäckchen anlegen, mit Pinienkernen und gehobeltem Parmesan bestreuen und obendrauf etwas Fleur de Sel streuen und etwas von dem milden Olivenöl träufeln.

Ein Traum vor dem Tiefschlaf!