die eigene Küche ruft: S-A-T-Feta (Süßkartoffel-Aubergine-Tomate mit Feta) und Creme Fraiche-Dip

Reisen sind ja schön. Man sieht was von der Welt und wenn es sich irgendwie einrichten läßt, dann muß natürlich auch auf Reisen eine „eigene“ Küche zur Verfügung stehen. Wie sonst kann man die Köstlichkeiten des Reiselandes so verarbeiten, wie man es gerne möchte? Ins Restaurant gehen ist mal schön, aber hands on macht einfach mehr Spaß. Nun und dann gibt es Reisen, da geht das nicht, weil man eigentlich auch keine Zeit hat – so geschehen letzte Woche in Korea. Aber jetzt bin ich wieder da und verunstalte mit Freude wieder die eigene Küche. Und was da wohl hinaus kommt, ist manchmal durchaus berichtenswert.

So wie gestern: S-A-T-Feta. Man könnte es auch S-E-L-Gut nennen. Schnell, Einfach, Lecker…. die besten Gerichte eben.

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Und das mußt  du hinterher spülen:

ohne Feta-Gebirge

ohne Feta-Gebirge

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • einen Sparschäler
  • eine Schale für den Dip
  • Messer & Brett

(Das Messer wird natürlich nur vorsichtig geputzt!)

Und das werfen wir rein:

  • eine Süßkartoffel
  • eine Aubergine
  • drei Tomaten
  • 200g Feta
  • 2+1 Knoblauchzehe/n
  • 10 + 2 EL EL Olivenöl
  • etwas getrockneten Oregano
  • Pepe e Sale
  • DSC_1170

    ein Teller buntes

    200g Creme Fraiche

  • 2 EL gehackte Petersilie

Die Süßkartoffel schälen und grob würfeln (3×3 cm). Die Pfanne mit 2 EL Olivenöl erhitzen und die Süßkartoffel-Würfel darin einige Minuten anbraten. Anschließend Kartoffeln in die Auflaufform geben, Aubergine wuer dritteln und längs in Achtel-Spalten schneiden, in die Pfanne geben und 4-5 EL Olivenöl dazu geben, durchscxhwenken und ebenfalls einige Minuten anbraten. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken, ganz am Ende zu den Auberginen in die Pfanne geben, durchschwenken und ebenfalls in die Auflaufform geben.

Tomaten in ähnlich große Würfel wie das andere Gemüse schneiden und in die Auflaufform geben, das restliche Olivenöl dazu geben, pfeffern, salzen und alles einmal durchmischen. Am Ende mit Oregano bestreuen. zum Schluß den Feta mit der Hand zerbröseln und oben drüber verteilen. Das Ganze nun für 25 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen geben.

nochmal lecker

nochmal lecker

Für den Dip Creme Fraiche, gehackte Knoblauchzehe, Petersilie 2 EL Olivenöl, Slaz und Pfeffer in der Schale vermischen und kalt stellen.

Und der Wein?

Dazu passt sehr schön was Weißes, obwohl ich gestern einfach den bereits offenen Cuvee Julia vom Chateau de l’Ille aus dem Corbieres mit satten Carignan, Grenache und Syrah-Noten auf den Tisch gestellt hatte. Der tat’s auch.

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Brot – Pain – Pane: Warum??

Baguette tradition

Baguette tradition

Brot. Egal ob im klassischen Gebet, als Bestandteil unseres Frühstücks, als Bestandteil fast jeden mediterranenen Essens, als Zutat. Wir Menschen essen Brot. Viel Brot. Eine Frage, die ich mir so oft stelle ist, warum gehen wir so schludrig damit um? Warum kaufen wir fertig vorgebackenes Aufback-Brot im Brot-Back-Shop? Warum gehen immer mehr Bäcker dazu über, sich an diese „Qualität“ anzugleichen? Und warum zur Hölle gibt es in Frankreich in jedem kleinen Kaff noch eine „Boulangerie Artisan„, wo Brot, Croissants, Kuchen und Teilchen so geil aussehen, riechen und schmecken, das man sich garnicht entscheiden kann?

Gut. Brot ist in Frankreich subventioniert. Der Bäcker im kürzlich verlassenen Paradies hatte eine Qualität und Vielfalt zu Preisen, die uns hier die Tränen in die Augen treiben. Und – dank gläserner Backstube – konnte man sehen, das alles, einfach alles klassische Handarbeit war, die im mit Holz befeuertem Ofen Ihre Krönung erhielt. Von der Boulangerie stammen übrigens auch die im Bild oben locker in ein Stück Papier eingedrehten zwei Prachtstücke.

Warum sind wir nicht bereit, für ein gutes Brot, gutes Brötchen auch den Preis zu zahlen, den es verdient? Mal ehrlich: Ich schätze, das es die überwiegende Anzahl von uns nicht wirklich kratzt, ob wir für 4 Sonntagsbrötchen nun 9 Cent oder 29 Cent bezahlen, oder? Aber vermutlich richte ich meinen Appell ohnehin an die falsche Zielgruppe…

Hier in Bonn gibt es immerhin einen französischen Konditor, der ja mittlerweile auch einiges an französischem Brot und ziemlich gute Croissants hat. Und der Laden brummt. Ist das ein Zeichen dafür, das trotz wie Pilze aus dem Stadtboden schießende Backshops doch nicht das baldige Ende unserer Essenskultur anzukündigen ist? Ich jedenfalls hoffe es.