Mediterran oder Konservativ? Egal: Grüner Bohnensalat sticht immer!

Raststätte an der A3, Kantine, Grillstube „Halver Hahn“, Steakhaus II. Klasse … egal wo – aber überall dort, wo man sich den Teller selber mit Salat überladen kann, gibt es diesen grünen, oder soll ich lieber sagen braun-grau-grünen „Bohnensalat“ aus Konservenbohnen in Essig, oder soll ich sagen Essig-Essenz mit Wasser?

Dabei kann so ein Bohnensalat auch schmecken! Und das geht ganz schön schnell, wenn man das einmal gemacht hat. Insofern ist das Rezept hier keine bahnbrechende Neuigkeit, sondern soll eigentlich als Ideen-Basis dienen den eigenen Grüne-Bohnen-Salat kreativ zu erweitern.

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Das an Gerät wird benötigt:

  • einen Topf
  • eine Schüssel oder schale
  • Messer & Brett

Diese Zutaten braucht man – für meine Basis-Variante (für 2 Portionen):

  • 200g frische grüne Bohnen
  • 1/2 gute Zwiebel, ich hatte eine Roscoff-Zwiebel
  • Walnuß- oder Weißwein- oder Fruchtessig
  • 2 EL Walnuß- oder gutes Olivenöl
  • Pfeffer&Salz

Die Enden der gewaschenen Bohnen abschneiden, Bohnen in den Topf, mit Wasser bedecken und für etwa 6 Minuten kochen. Wasser abgiessen und Bohnen im Topf zweimal (!) mit kaltem Wasser abkühlen. Oh wunder, die Bohnen behalten Ihre grüne Farbe und haben in der Mitte noch einen Rest Biss. Wer mag streut etwas Petersilie drüber.

Bohnen in die Schale geben, die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden und dazu geben. Mit Öl, Essig, Salz (Fleur de Sel) und Pfeffer würzen, einmal durchmischen und einige Minuten durchziehen lassen.

Fertig.

Kann man so lassen. Kann man auch nun mit Walnüssen und frischem Thymian auf französisch aufmachen oder mit Feta, kleinen Tomaten und fein geschnittener roter Paprika und Basilikum mediterran, mit zerlassenem Speck a la Großmutter… sieht immer gut aus, schmeckt immer, wenn er frisch gegessen wird.

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Bohnen-Paprika-Salat mit Hauch von 1001-er Nacht

Salat kann ja eigentlich nie langweilig werden, und trotzdem bin ich immer froh über neue Ideen und Alternativen zur üblichen Vinaigrette, auch wenn die Anzahl an Ölen und Essigen sich bei mir durchaus sehen lassen kann. Aber warum nicht mal anders? Eine Inspiration über ein Photo mit anschließend freier Auslegung.

 

bunt und knackig: So muss Salat.

bunt und knackig: So muss Salat.

Der versprochene Hauch entsteht natürlich durch den Kreuzkümmel, wobei auch die Kräutermischung diesen Hauch durchaus nochmal unterstreicht.

Wir brauchen:

  • eine Pfanne
  • einen Topf
  • einen Teller
  • Messer & Brett
  • ein Glas
  • 30 Minuten sollte man planen

Und das kommt rein (für 2):DSC_0249

  • 2 rote Spitzpaprika (oder normale)
  • 200g grüne Bohnen oder auch gemischt mit Wachsbohnen
  • eine handvoll gesalzener Kapern
  • eine große Frühlingszwiebel
  • Zesten von einer halben Zitrone
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL gehackter Estragon
  • eine Knoblauchzehe
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1/2 TL Honig
  • 2 x 2 EL gutes Olivenöl
  • 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • Pfeffer
  • Fleur de Sel

Von den Bohnen Enden oben und unten abschneiden und im Topf ca. 4-5 Minuten kochen, dann mit eiskaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen. Paprika waschen, Stielansatz und Spitze abschneiden, entkernen und den  Mittelteil quer in Ringe schneiden. Mit 2 EL Olivenöl vermischen, auf den Teller geben und im vorgeheizten Backofen bei 200° Oberhitze für etwa 5 Minuten garen.

Bohnen und Paprika vermischen und auf 2 Teller verteilt aufschichten.

Frühlingszwiebel, Petersilie und Estragon fein hacken und vermischen. Die Kapern abwaschen und im Glas einige Minuten gründlich wässern und so entsalzen, herausnehmen und ausdrücken. Knoblauch und Zitronenzesten in der Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten, nach einigen Sekunden den Kreuzkümmel dazu geben und nochmals unter Honig dazugeben, ordentlich Pfeffern und vorsichtig mit Fleur de Sel abschmecken – durch die Kapern ist das schon recht salzhaltig.

Die Kräuter-Frühlingszwiebeln und die Sauce über die Bohnen-Paprika-Haufen geben und servieren.

Und welcher Wein kann dagegen bestehen?

Es gab eine echte Granate, der Gewürztraminer vom Weingut Khopfler aus dem Trentino. Eine wilde Mischung aus Muskat, Johanniesbeere und Litschi erwartet uns rund um den frischen, leicht fauligen gewürztraminer-typischen Geschmack.Die volle Kraft des Weins wird durch 14% Allohol untermalt. Und der passt wie für diesen Salat gemacht.

 

Update: Meer meets Perigord, zum II.

Meer meets Perigord

Meer meets Perigord

Es muss ja nicht immer was neues sein, denn viele Rezepte haben ja das Potential, das man an Ihnen herum schraubt und Sie so wie man will justiert. So geschehen am Wochenende, als ich mein eigenes bereits veröffentlichte Rezept „Meer meets Perigord“ etwas angepasst habe. Und ich finde, es ist eine Erwähnung wert, denn die Abwandlung hat der ganzen Vorspeise wirklich gut getan.

Das habe ich benutzt:

  • einen Topf
  • eine Schüssel mit Eiswasser
  • eine Schüssel
  • mein Messer samt Schneide-Brett
  • eine Pfanne
  • Zeit zum Marinieren

Und das habe ich diesmal an Zutaten genommen (für 2 als Vorspeise):

  • ca. 300g frische grüne Bohnen (Haricots verts)
  • 6 nicht vorgekochte Bio-Garnelen
  • eine handvoll Pinienkerne
  • eine Scharlotte
  • eine Knoblauchzehe
  • 4 EL Walnußessig
  • 3 EL Walnußöl
  • 1 TL Honig
  • je einen EL hgehackten Dill und gehackte Petersilie
  • Pfeffer und Salz
  • 2 Scheiben Baguette
  • ca. 80g Ziegenrolle
  • ein paar Blättchen Thymian

Und los geht’s. Die Bohnen waschen, Enden abschneiden und ca. 10 Minuten in gesalzenem Wasser kochen, dann abgießen und sofort zum Eiswasser geben. Aus Walnußessig und -öl und dem Honig eine Vinaigrette mixen und mit den gehackten Kräutern in die Schüssel geben, Bohnen etwa Dritteln und dazugeben, alles durchschwenken und kalt stellen. Nun die Garnelen ca. 2 Minuten kochen, ggf. schälen und längs halbieren, Scharlotte fein hacken und Knoblauch hacken und salzen, 2 Minuten stehen lassen und nochmals mit dem Salz hacken. Scharlotte, Garnelen und Knoblauch zu den Bohnen geben, durchschwenken und mit Salz und Pfeffer abschmecken und für mindestens 2 Stunden kalt stellen. ab und zu immer wieder durchmischen, damit alles schön in der Vinaigrette mariniert wird.

Etwa 10 Minuten vor dem servieren Baguette mit jeweils 2 Scheiben Ziegenkäse belegen, etwas Thymian darüber geben und im Ofen überbacken. Pinienkerne in der Pfanne anrösten und zu den Bohnen geben, durchmischen. Dann auf jeden Teller ein Häufchen des Salats geben, Baguette dazu legen und sofort servieren.

Dazu passt Weißwein, ich hatte einen Jurancon (Traube gros Manseng) von Jacques, die Richtung stimmt, aber der Wein war mir etwas zu blass. Wer also einen wirklich fruchtigen Jurancon sein eigen nennt, der kann den zu diesem Essen genießen. Jeder andere fruchtige aber trockene Weißwein macht aber auch eine gute Figur.

1. Event 2014: Kochen für 60

Hallo,

vergangenen Samstag war es dann soweit. Das 1. Kochen-Event in der volxküche fand statt. Und 40 Gäste war 2013, in diesem Jahr sollten es dann schon 60 sein. Dafür wurde unten auch die Bar mit 22 Plätzen bestuhlt.

Das Menü stand unter dem Motto „deutsch-französisches Freundschaftsmenü“.

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Bar-Chef und Mit-Koch Conrad

Im Einzelnen gab es diese fünf Themen:

Jetzt fragt Ihr euch, wie denn die Garnelen ins Perigord kommen. Ganz einfach, mit dem LKW. Und wie der Camarguereis an die Drome kommt, ist damit dann ja auch beantwortet. Dazu gab es deutsche und französische Weine, selbstredend auch von meinem Loire-Winzer. Freitag Nachmittag Einkauf in der Metro, Auto voll. Gegen Abend ging es dann los mit dem Vor-Kochen. Peter brauchte 2 Stunden um 36 Äpfel zu schälen und zu würfeln, ich 3 Stunden um die Basis-Suppe aus 35 gehackten Charlotten, 7l Wein und 12l Brühe einzukochen. Neben dem Sortieren des Einkaufs (u.a. 5kg Creme Fraiche, 8l Sahne, 100 Eier, 12l Wein, usw. usw. …) schaffte ich es immerhin noch den Quicheteig zu machen. Satte 3 kg Teig und meine Arme merkte ich Abends schon.

Am Samstag ging es morgens ab 10h weiter… denn auch das Blanchieren von 2kg Zuckerschoten und 3Kg grünen Bohnen dauert so seine Zeit. Ganz abgesehen davon, das man 60 Perlhuhn-Brüste anbraten muss, 24 Eier zu Eischnee schlagen, 30 Birnen schälen und halbieren und 4 Kg Garnelen kochen musste…. und Peter brauchte sicher 2 weitere Stunden für die Creme und noch eine für die Vanillesauce. Gegen Abend stand dann aber die Vorbereitung, die Quiches waren zu 75% fertig gebacken, die Birnen gekocht, die Creme kalt gestellt, Salat gewaschen und gezupft, Vinaigrette fertig, Sauerkraut und Aprikosen karamelisiert, usw. usw. ….

Gegen 19h kamen die ersten Deutschen um Ihre „Handtücher“ in Form Ihrer Jacken auf die Bänke als „Platz besetzt“ Zeichen zu legen (was machen die bloß im Sommer?). Die Wartezeit bis zum Essen konnten die Gäste unten in der Bar bei Live-Musik (Gitarre und Gesang) verkürzen.
Das Menü lief ausgesprochen gut, die 1. Vorspeise lässt sich ja sehr gut vorbereiten und frühzeitig anrichten, auch die Suppe ging dann gut, die war ja quasi fertig (es musste „nur2 noch der Eischnee und 2 Kg Creme Fraiche rein…. und die 18l Suppe war dann doch etwas zuviel). Und wenn wir denn die Öfen für das fertig backen der Quiche frühzeitig vorgeheizt hätten, ja dann wäre auch zwischen dem 2. und 3. Gang die Pause gar nicht so groß geworden. Ein kurzer Stressmoment war dann nochmal, als wir den Reis live vor dem Hauptgang gekocht hatten, die Machart ist ähnlich wie bei Risotto, Ihr könnt euch das vorstellen, es ging aber – zu Zweit, jeder einen Topf. Um 12h war der Nachtisch durch und wir – fix&fertig 😉

Die Ernte? Ein Taschengeld und viel Lob von den Gästen. Na dann, auf zum nächsten Mal am 5. April!