Gegen den winterlichen Tomatenfrust: Reduktion (gebackene Kirschtomaten)

Gegen Winter helfen dicke Jacke, Mütze und Schal zwar nicht, sie halten einen aber immerhin warm. Doch was tut man in den Monaten, wo die Tomaten hier wirklich so gar nicht schmecken wollen?

Reiner Verzicht ist die eine Möglichkeit, ich selber bin dann ja mehr für Reduktion, reduzierter Genuss besser gesagt. Das geht nicht mit allem, was nicht schmeckt, aber bei Tomaten bewirkt es manchmal wahre Wunder :-).

tomato_knofi

Wir reduzieren unser gespültes Gerät um:

  • eine Auflaufform
  • Messer & Brett

Wir reduzieren unsere Vorräte um:

  • 16-20 Kirschtomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • eine handvoll Petersilie
  • 80g Feta (wer mag)
  • etwas Zucker
  • Pfeffer
  • 3-4 EL Olivenöl

Das Olivenöl in die Auflaufform geben, Tomaten halbieren und mit der Schnittfläche einmal kurz in das Öl tauchen, dann mit der Schnittfläche nach oben in die Auflaufform geben. Knoblauch zerdrücken und ganz fein hacken. Petersilie waschen und ebenfalls fein hacken und mit dem Knoblauch vermischen. Etwa zwei Prisen Zucker über die Tomaten streuen, leicht pfeffern und anschließend mit dem Petersilien-Knoblauch-Gemisch bestreuen. Wer mag zerbröselt den Feta und streut ihn oben drüber.

Die Tomaten nun bei etwa 120° (Umluft) für eine halbe Stunde in den Ofen geben. Schmeckt warm und kalt, als Beilage, im Salat oder als Vorspeise.

Werbeanzeigen

Direkt auf die Hüfte: Rotwein-Birne mit Cramberry-Juice und Schokoriegel-Kakao-Sahne

tmp_9422-dsc_04631660114988Es ist Winter. Es ist kalt. Vorbei die schönen, warmen Tage des Jahres, an denen wir unbeschwert in guter Verfassung, schlank wie Adonis in kurzer Hose bestes Gemüse in der Außenküche im Paradies bereiten konnten. Was bleibt? Die Aussicht auf den Sommer 2017 und bis dahin frustriertes „bleibt-gleich-auf-der-Hüfte-mir-doch-egal-Frustessen“.

Hauptsache schmeckt.

Dazu kam das die plärrenden Määhtespänz schnörze kame (Kinder mit Fackeln klingeln zwecks Süßigkeitenerhalt singend nach den Umzug) und da noch einiges an Süßigkeiten übrig blieb.

Und zur Abwechslung machte ich also mal wieder einen Nachtisch.

In verdrecktem Zustand zurück bleiben:

  • ein Topf
  • eine hohe Rührschüssel samt Rührgebiet und Sahneschlegeln
  • ein Teller
  • ein Schälmesser
  • ein Löffel
  • Messer & Brett

tmp_9422-dsc_0457-25494798In perfekt zueinanderpassendem Zustand verarbeiten wir (für 4):

  • eine große Birne, möglichst fest
  • 1/2 l Rotwein oder je 1/4l Rotwein & Rosé & 1 Glas für den Koch
  • 250g Sahne
  • 2 kleine Schokoriegel, ideal mit Karamelfüllung
  • 2 handvoll getrocknete Cramberrys
  • 1 EL Kakaogetränke-Pulver
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Stärkepulver
  • 2 Stück Sternanis
  • 1 Stück Zimtkassie (oder Zimtrinde)
  • 1/4 Vaniellestange

tmp_9422-dsc_04651586542665Wir trinken zunächst den W… ääääähh — machen zuerst die Sahnecreme :-o. Dazu Kakao und Sahne in der Rührschüssel mischen und die Sahne fast steif schlagen. Die Schokoriegel (auspacken!!!) auf dem Brett in feine Streifen schneiden und fein hacken, zur Sahne geben und alles fertig steif schlagen und kalt stellen (und Schlegel ablecken, schmeckt Bombe und wandert direkt auf die Hüfte – und ein Schluck Wein für den Koch zum Nachspülen in die Kehle).

Nun die Birne schälen, Vierteln und Kerngehäuse herausschneiden. Die Viertel in den Topf geben und im Wein ca. 12-14 Minuten kochen, wenn die Birne vorher weich wird, auch gut, dann ist sie eben früher fertig. Die Birnen-Viertel herausnehmen und auf den Teller beiseite legen.

Den Wein im Topf lassen, Cramberrys, Zucker, Sternanis, aufgeschnittene Vanillestange und Zimt dazu geben und das Ganze um mindestens die Hälfte einreduzieren. Am Ende das Stärkepulver in etwas von dem Sud auflösen und dazu geben, Sternanis, Vanille- und Zimtstange entfernen, umrühren und Juice beiseite stellen.

Zum Anrichten brauchen wir 4 Schälchen. In jedes legen wir ein Birnenviertel, einen guten Löffel vom Juice oben drüber und ein ordentlicher Schlag Hüft-Schoko-Kakao-Sahne daneben.

Guten Appetit und ich hoffe, ihr habt vorher nicht schon zuviel gegessen!

Wein? -> Ja: Rot – oder Rosé tut’s auch.

Auf den Sommer 2017. Prost.